Beim
Erscheinen der Ausgabe lag der Kongress des chinesischen
Zentralkommitees nur ein paar Tage in der
Zukunft und Xi, der chinesische Präsident,
bereiste die Nation, um der Bevölkerung zu zeigen, dass er für sie
da ist und dann den Mitgliedern des Kommitees, dass er sich kümmert.
- Von Putin habe ich derartiges noch nicht gelesen. Der bombt.
In
dem Artikel "Selling China on La Dolce Vita" wird
berichtet, dass der italienische Kaffeehersteller Lavazza sich in
China mit Coffeeshops ausbreiten will. Er bekommt die Hilfe von Yum
China Holdings, die sich für China die Restaurantkettenmarken von
KFC und Pizza Hut gesichert hat. - Lavazza, ein 126 Jahre altes
Unternehmen, muss sich gegen Starbucks Coffee behaupten, das bereits
mit 5000 Coffeeshops in China vertreten ist. Und ob Chinesen auf
Italian Style abfahren ist noch nicht offenkundig. Dann der Tee.
Airline
Startups, gibt es. Wenigstens gab es sie zu jener Zeit. 132 wurden
gezählt, die 2021 ihr Glück versuchten. Der Markt war günstig, was
Flugzeuge betraf. Narrowbody Jets wie Boeings 737 und Airbus 320
waren billig zu haben, weil die großen Gesellschaften eine
erhebliche Anzahl stillgelegt hatten.
Facebook
stand in der Kritik und hat erkannt, dass es bei Jugendlichen weniger
Appeal hat, auch weil Tik Tok nun da ist. Ein Grund, dass Facebook
sich in Meta umbenannte und auf das Metaverse setzt. Nur ist
Metaverse, für das man sich einen Headset über den Kopf stülpen
muss, um dann mit seinen Händen in der Luft rumzufuchteln wirklich
das nächste Ding? Auch Instagram, das zu Meta gehört, hat bei
Jugendlichen weniger Chancen. Und irgendwann, wenn Meta sich auf die
Menschengruppe zubewegt, die sich nicht überzeugen lässt, ist auch
die Luft aus dem Network-Effekt raus, der so ausgerichtet ist, dass
Freunde ihre Freunde ins Netz einladen.
Das,
was mich an FinTechs irritierte ließ mich fragen, was machen die
anders als Banken? Ok, sie haben kein Schalterpersonal,
Kreditkartengebühren sind billiger, aber Bankgeschäft bleibt
Bankgeschäft. Und der Witz ist, dass FinTechfirmen für ihre
Transaktionen auf Banken angewiesen sind, die Backroomfunktionen
erfüllen. FinTechs schließen sich mit bestehenden Banken zusammen
und teilen die eingenommenen Gebühren mit ihnen.
In
Gegenden Floridas, wie Sarasota, bauen betuchte Ältere Häuser,
deren Preise und Mieten steigen, dass Normalverdienende keine Chance
haben, dort ein Haus zu erstehen. 2.300 $/Mt. für die
Einzimmerwohnung wäre auch für mich zu teuer. In Sarasota wohnen
nun auch Leute, die sich kein Auto mehr leisten können.
Städte,
das liegt auf der Hand, sind für Karrierefrauen besser geeignet als
Dörfer auf dem Land. Plausibel. 15 Städte werden von der
Businessweek aufgelistet nach Lebensmöglichkeiten für Frauen
klassifiziert. Kategorien: Gesamt, Wohlstand, Gleichheit,
Mutterschaft, Mobilität und Sicherheit.
Am
besten steht Toronto da, dann weitere Städte wie Sydney, Singapur,
Paris, London, Berlin, Tokio, Hong Kong, New York, Amsterdam, Dubai,
Los Angeles, Seoul, Peking und Sao Paolo.
Vor
kurzem hatten Amazon-Mitarbeiter in der Nähe von Long Island die
erste Gewerkschaftsvertretung ins Leben gerufen. Ein Meilenstein;
denn Amazon hatte sich Jahre lang gesträubt, dass sich seine
Mitarbeiter Gewerkschaften anschließen. - Ein Beitrag schildert das
konfuse System in den USA, wo Arbeitslosenhilfen, die nur für einige
Monate vorgesehen sind, auch Monate zu spät bei den Arbeitslosen
eintreffen. Sie werden von den US-Staaten mit unterschiedlichen
Modalitäten ausgezahlt. Das führt bei Arbeitnehmern zu
Irritationen. Dann waren während der Pandemie die Büros für das
Publikum nicht zugänglich, die Webseiten zeigten nicht die neuesten
Informationen. Protestgruppen bildeten sich,zogen auf, machten
Kongressabgeordnete wach. Ich sehe die Story einer freigesetzten
Hypothekenbearbeiterin, die nach 160 Versuchen eine Person am Telefon
erreichte und dann 5 Monate warten musste, bevor ihr Antrag
bearbeitet wurde. Da lobe ich mir das italienische Kurzarbeitergeld,
die Cassa Integrazione.
Dann
noch die Story über einen Mann in den USA, der sich um
Fussbodenbeläge kümmert. Russell Kendzior war Verkäufer bei
Armstrong
Flooring und weiss, feuchte Fussböden (bad spills) sind die
Hauptursache für Unfälle. Sie töten um tausend Personen in den USA
und verletzen hunderttausende nach Angaben des Centers for Disease
Control and Prevention (CDC).
Hier
habe ich den Unterschied zwischen "Accident" und "Incident"
bei Google nachgeschlagen. Accident = Unfall, Incident = Vorfall".
Danach sind die meisten Fälle incidents, die hätten vermieden
werden können. Kendzior machte sich dafür stark, dass
Fussbodenbeläge getestet sowie klassifiziert werden. Die Reibung ist
ein wichtiges Charakteristikum, zwischen Schuh und Fussboden. Ist
klar. Im Winter suche ich über aufgerauhte Oberflächen zu gehen,
wenn ich die Wahl habe.
Auf
die Frage, warum Stürze von den Fussbodenfirmen so wenig ernst
genommen werden, nennt Kendzior zwei Ursachen. Zum einen gehen
Forderungen an Versicherungen, und zum zweiten sind es alte Leute die
stürzen. Es wird die Meinung vertreten "Alte sind nicht
wichtig. Sie sollten ins Altersheim und da sterben."
Das
Instrument, welches einen Reibungskoeffizienten ermittelt, heisst
Tribometer. Da es bisher keine Einigung zwischen
Fussbodenbelagherstellern gibt, wird das Instrument von ihnen
unterschiedlich eingestellt und zeigt daher voneinander abweichende
Resultate an.
Kendzior
machte eine Einmann-Beratungsfirma auf, Traction Experts Inc., dann
eine Gesellschaft mit dem Namen MAD Safety Instruments. Diese
verteilt Tribometer. Kendzior selbst testete selbst hergestellte
Fussbodenreiniger und versuchte diese an den Mann zu bringen. Sein
13er Testversuch fand einen Käufer: McDonald. Inzwischen hatte er
aus seiner Versuchsstation das Unternehmen TractionPlus gemacht,
bildete eine Partnerschaft mit WalMart und verkaufte dort
rutschfestes Schuhwerk. Er schrieb Bücher wie "Slip-and-Fall
Prevention made easy: A comprehensive Guide to prevent Accidents. -
2009 wurde sein Reibungsstandard vom American National Standards
Institute (ANSI) anerkannt. - Kendzior schrieb zwei weitere Bücher
und legte sich mit Herstellern von Fussbodenbelägen an, die seinen
Standard nicht anerkannten.
Er
hatte einige Unternehmen hochgezogen, die ihm einträgliche
Altersgelder verschaffen. Es zeigt auch,, wie man in den USA seinen
Geschäftssinn entwickeln muss, um über die Runden zu kommen.