Coversong Roads

domenica, ottobre 18, 2020

Der Spiegel v. 10.10.2020

 

Die Zeitschrift scheint davon überzeugt zu sein, dass Trump die Wahl verliert. Warten wir es ab. Ich überschlage die Trump-Seiten, bringt ja nichts über etwas zu schreiben, was man in jeder Zeitung nachlesen kann. - Im Moment ist Corona wieder überall auf dem Vormarsch, auch damit sind die Zeitungen voll.

Was gibt es sonst noch? Deutsche meckern gern. Daher gibt es einen Artikel über Wutbürger. Der Autor des Artikels „Das Jahrzehnt des Wutbürgers“ meint, und ich zitiere: „Warum erlebt der Westen ein Zeitalter der Wut?“ In Italien spüre ich davon nichts. Also nicht übertreiben.

Brexit. Wird er hart, wird er weich? Who knows. So ähnlich wie bei dem Corona-Impfstoff. Wird er funktionieren, werden die Risikogruppen zuerst geimpft? Who knows. Was den Brexit angeht. Da haben sich die Engländer ein Ei auf die Schiene genagelt. Denken wir nur an die Kraftfahrzeugschlangen, blockierte Straßen, Zollinhaltserklärungen und das ganze Zeug. Mit erstem Gang rückwärts in die Steinzeit.

Ein Artikel über Kalifornien, das mal wieder vor sich hin brannte. Bei Umweltstandards der Autoindustrie war es federführend. Der Pickup, mein Ford Ranger, den ich in Portsmouth, New Hampshire gekauft hatte, war wie alle anderen amerikanischen Wagen auch auf kalifornische Umwelt-Standards ausgelegt. Die härtesten der USA. Und nun qualmen in Kalifornien die Wälder.

Und wenn jetzt ein deutscher Politikberater fordert „Kanada sollte unser Vorbild sein“, wenn es um Einwanderungsgesetze geht, möchte ich daran erinnern: Das kanadische existiert seit 1952. Es mag sich jeder seine eigene Vorstellung von der Schnelligkeit und Handlungsfähigkeit deutscher Politik machen.

Unter „Der eingeladene Tod“ wird beschrieben, wie die alten Schweden in den Altersheimen palliativ auf das Sterben vorbereitet wurden, obwohl in Krankenhäusern für sie noch Plätze frei waren, dort wo sie bessere Überlebenschancen gehabt hätten. Erinnert mich an Soylent Green.

Interessant ist der Beitrag über eine neue Aktivität deutscher Zoos. Sie leisten einen Beitrag, Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren, indem sie Tiere, die als Junge in der freien Natur nicht bestehen könnten, in Freigehegen aufziehen und erst aussetzen, wenn sie Erwachsen sind. Afrikanische Elefanten, Giraffen, Pinguine, Gibbon, Schneemaus, Feldhamster, Kleiner Panda, Europäischer Nerz, Tasmanischer Langnasenbeutler, Ziesel, sind nur einige der Arten,

Es gibt ein Interview mit dem deutschen Astrophysiker Genzel, der für die Entdeckung eines Schwarzen Loches im Zentrum unserer Galaxis mit anderen den Nobelpreis bekam. Ein supermassives Schwarzes Loch. Supermassive Black Hole. Davon hatten die Muse schon lange gesungen. Fans sind informiert. Hier eine Aufnahme von vor zwölf Jahren aus dem Wembley Stadium.














venerdì, ottobre 16, 2020

Scientific American, dd. October 2020


 Die Redakteure meinen, dass Joe Biden der nächste amerikanische Präsident sein sollte. Mal sehen, wer die Oberhand gewinnt, die Denker oder die Jungs, die lieber fischen und jagen. Von den letzteren gibt es eine erstaunliche Menge. Die Tochter einer älteren Freundin aus South Carolina, ist Veterinärin, mit Halle für Kühe und Pferde. Sie flog bisweilen nach Mexiko zum Truthahn jagen. Vor der eigentlichen Jagdsaison streichen Armbrustschützen durch die Wälder. Rote Jacke ist obligatorisch, damit sie sich nicht selbst abschiessen. Dann die Jäger mit der Flinte, die sich für 2 Wochen in den Busch verkriechen und ihre Frauen zu Hause lassen. Hunter Widows, die Tanzlokale stürmen und von denen abgeschleppt werden, die nur auf sie in der Jagdsaison gewartet haben.

Von einer Brücke in Michigan sah ich Pickups, auf deren Motorhaube Rehe festgezurrt waren. Fleisch genug für zwei, wenn die Frau noch da war, lol. Jäger brauchen Waffen und ich glaube nicht dass Biden so viel Verständnis für Jäger, für Waffen aufbringt wie Trump. Die Jäger hat Trump schon mal im Sack. Was die Frauen angeht, bin ich mir nicht so sicher. Angesichts der Tatsache, dass Trump das Land gegen die Wand fährt, hätten die Frauen in diesem Falle ihre höhere Intelligenz unter Beweis gestellt.


„Infectious Dreams“

Ein Schlafforscher behauptet, dass aufgrund der Corona-Krise sich die Träume der Menschen verändert haben. Bei mir nicht. Meine bestehen nach wie vor aus Abenteuern. Es ist wie ein zweites Leben, nur ohne Zusammenhang. Träumt ihr von Covid, wie der Psychologieprofesser aus Toronto behauptet? Scheint mir weit hergeholt. Abstand halten, Maske im Geschäft und in der Bar aufsetzen und aus der Traum.


„What we learned from Aids“

ist auch so ein Artikel, dessen Text ich schon wieder vergessen habe bis auf einen Fakt. Der Drang junger Leute nach Party. Lt. Aussage des Harvard-HIV-Forschers steckt Sexualität dahinter. Er meint, sonst hätten die Leute ihr Bier ja auch zu Hause trinken können. Natürlich ist das nicht so einfach und an die ausschließliche Sexualität glaube ich auch nicht. Da ist mehr: Ein sich aus dem Alltag fallen lassen, der Drang etwas anderes zu erleben. Sex ist nur ein Teil davon. Das alles erklärt jedoch, warum junge Leute sich nachts irgendwo herum treiben. In Italien haben wir die Movida, ein Hin und her-Geschiebe von Menschen. War sehr gut auch in Hamburg auf der Reeperbahn zu beobachten. - Nun, der Autor erzählt mehr über HIV als über Corona. Ich glaube nicht, dass er damit die Frage zu lösen imstande ist, das Corona-Virus zu managen.


„Interstellar Interlopers“

Schon etwas von Oumuamua gehört? Als das Objekt zum ersten Mal in unserem Sonnensystem auftauchte, gab es Spekulationen darüber, dass es sich um ein extraterrestrisches Raumschiff handeln könnte. War es natürlich nicht. Ein Asteroid, der aus dem interstellaren Raum kam. Es war der erste dieser Gattung, der ausgemacht wurde. Er besitzt einen Durchmesser von etwa 100 Metern. Wäre er am Asteroidengürtel vorbeigeschrammt, hätte man ihn von der Erde aus nicht sehen können. Doch flog er in einer Entfernung von 60 Millionen Kilometern ziemlich nahe an der Erde vorbei.

Oumuamua wird als Trümmerstück aus einem fernen teil der Galaxis angesehen.

Die Geschwindigkeit dieses Asteroiden war weit größer als die der, die aus dem Asteroidengürtel kamen. Inzwischen ist Oumuamua wieder aus dem Sonnensystem verschwunden.


“Born Unequal”

Der Anteil der Farbigen an der Bevölkerung der USA beträgt 13.4 Prozent. Etwas über ein Zehntel. Ich meine, es sollte doch möglich sein, deren Lebensverhältnisse an die der Weissen anzugleichen. In diesem Artikel geht es darum, dass viele Schwarze unter miserableren Bedingungen aufwachsen. Ein Grund ist das sogenannte Redlining der Kommunen. Ich schrieb schon einmal darüber, dass Einfamilienhäuser bestimmten Zonen in der Stadt zugewiesen werden, preiswerte Condominiums, Mietskasernen werden in anderen Zonen gebaut. Billige Wohnungen werden von Schwarzen bezogen. Es gibt auch Zonen mit billigen Einfamilienhäusern, die von Schwarzen belegt sind. Trostlose Gegenden. Billig, aber zwischen Autobahn-Auffahrten, wo es besonders qualmt. Es wird geraucht, gekokst, gesoffen. Der Mann Gelegenheitsarbeiter, die Frau Krankenschwester. Es wird Fastfood verdrückt bis zum Gehtnicht mehr, mit der Konsequenz von Herzleiden, Bluthochdruck, Übergewicht, und Diabetes. Mütter haben kein Geld für Früchte und Gemüse. Das geht auf Kosten von Neugeborenen, die untergewichtig und kaputt auf die Welt kommen. Stress der Eltern, die sich von einem Dollar zum nächsten hangeln müssen, trägt dazu bei. Nun stellen wir uns mal vor, dass Trump sagen würde: „So geht es nicht, Leute“. Der Mann denkt in keiner Sekunde an gesellschaftliche Verwerfungen in seinem Land.


„How to unlearn Racism“

Mit anderen Worten, wie bekommt man Rassismus weg? Ich lasse den Artikel beiseite. In Europa dürfte es keine Frage sein, so lange es nur einige Prozent Andersfarbiger in Europa gibt. Kann sich natürlich ändern, besonders im Osten Deutschlands, wo Neonazis nach der Bombe greifen, wenn ein indischer Physikprofessor in einen türkischen Imbiss geht und dort eine deutsche Bratwurst isst.


„Alltogether Now“

Hin und wieder werden in Artikeln wie diesem Ergebnisse hochgespült, bei denen nicht klar ist, was aus ihnen gesellschaftlich abgeleitet werden kann. Es wird festgestellt, dass Menschen bei synchronsierten Bewegungen soziale Bindungen der Gruppe stärken. Als Beispiele werden Mannschaftsrudern, Line Dancing, singen im Chor oder gemeinsames und synchronisiertes Fingerschnippen genannt.

Aus meiner Sicht müssen sich die Leute nicht synchronisiert bewegen. Wenn ich an meine Mutter denke, die irgendwo in Winterhude in einem Weihnachtsbazaar ihre selbstgemalten Postkarten verkaufte, während die anderen Damen dort Wollsocken oder was auch immer an den Mann brachten, dann können als soziale Bindung synchronisierte Bewegungen nicht als Ursache herangezogen werden. Oder denken wir an die Volkshochschule. Bei Rockkonzerten sieht es anders aus. Hier ist Muse.







martedì, ottobre 13, 2020

Business Week online, August 31,2020

 Diese Ausgabe erhielt ich online, dann noch einmal per Post. Vermutlich war die Postverstandstation dem Corona-Virus zum Opfer gefallen. Haben sie sich jetzt wieder berappelt?

Dann geht es um amerikanische Convenience Stores, die Läden um die Ecke, in denen man sich Snacks, Coke und Zigaretten besorgt. Nachdem der Lockdown auch in den USA Fuss gefasst hatte, gab es keine Laufkundschaft mehr und so schlossen sich die Stores mit Online Lieferanten zusammen, obwohl das offensichtlich den Verdienst minderte.

Der Technology Part fokussiert sich auf die Gaming Industrie. Auch weil Gaming immer weiter Platz greift und durch die Corona-Krise einen weiteren Schub erfährt. Dies Jahr sind die Umsätze in den USA um 30 % gestiegen. Die Industrie produziert Spiele in ähnlicher Weise wie es bei den Marvel Comic Filmen gemacht wird. Neue Sequenzen mit den gleichen Darstellern.

Es gibt einen kurzen Hinweis auf Epic Games, die Fortnite herausbringen. Fortnite, kostenlos, nimmt pro Jahr eine Milliarde Dollar mit den Extras ein, die es an Spieler verkauft. Apple und Google bekamen einen Schnitt von 30 Prozent, da Fortnight auf ihren Plattformen residierte. Das war einmal. Fortnite flog raus, da es seine Spielzusätze auch direkt verkaufte. Jetzt wird prozessiert. Inzwischen ist das Urteil da: Fortnite hat kein Recht auf eine Präsenz in den Plattformen von Google und Apple.

Was neu ist: ein X-Box Game Pass, ein Abo auf alle Spiele, das monatlich (5 – 15 $) abbucht. Damit sind Einnahmen gesichert, ohne dass Termine für Neuentwicklungen zwingend eingehalten werden müssen. Stress-Dämpfung. Die Produktivität jedoch wird darunter leiden.

Um die 220.000 Mitarbeiter sind worldwide in der Game Industrie tätig. Zeitarbeiter (Contractors) der Gameproduzenten haben nicht die Privilegien der Festangestellten. Schon klar. Sie müssen ihre Krankenversicherung selbst zahlen, werden nicht zu allen Festen und anderen Events der Arbeitgeber eingeladen. Keine Karriere-Möglichkeiten. Nur dass sie teilweise so schlecht bezahlt werden (20 $ die Stunde), war mir neu. Als ich Contractor war, sah es besser aus, wurde aber mit der Zeit auch schwieriger. Fliegen: Die ersten Jahre Business Class, später Holzklasse. Mochte es aber trotzdem.

Nun zu e-sports. Kämpfe zwischen Pro-Teams füllten Arenen mit bis zu 50.000 Fans. Corona kam dazwischen. Es wird gestreamt. Training und Pro-Kämpfe zerren an den Nerven. Die e-sport Industrie heuerte Psychologen, Ernährungsberater, Personal Trainer, Schlaf-Experten an, um Teams für globale Turniere in Form zu halten. - Der Italiener Giorgio Calandrelli aus dem Fnatic Team hat auf You Tube, Instagram und Twitch 3 Millionen Followers. Sein Nick ist POW3R. In diesem Video gibt er einige Erklärungen zu Fortnite. Auf italienisch zwar, aber da meine größte Leserschaft ohnehin Italiener sind (ok. Inzwischen sind es Deutsche) , dürfte es kein Problem sein.

Oder Roblox, eine Spiele Platform, auf der Kinder ihre eigenen Spiele programmieren und mit anderen in Verbindung treten können.

Dann gibt es noch einen Artikel über Sony´s „The Last of US“. Seht euch die Zuschauer-Zahlen an. Millionen von Views. Wahnsinn. Ich müsste einsteigen, um herauszufinden wie man damit spielen kann. Da ich nunmal schon mit Second Life verdrahtet bin, 13 Jahre schon, überlasse ich es anderen. Das als Anregung.

Und es gibt Leute, die horten. Während in Deutschland Toilettpapier als Hortungsmaterial groß in Mode war und wir uns in Italien darüber wunderten und uns fragten: Warum machen die das?, haben andere ihren Blick auf Gold, Bit Coins und Whisky geworfen. - Hier ist die Rede von Hodges, einem Money Manager bei Nomura Asset Management, der die Ansicht vertritt, dass sich Werte wie Gold halten, auch wenn Papierwährungen abstürzen.

Hodges baut sich sein kleines Fort Knox und hat gerade einen neuen Barren Gold dazu gekauft. Ich googelte mal. Eine Unze Gold kostet zur Zeit um die 1.920 $. Ein Barren hat 400 Unzen, sein Wert also 768.000 Dollar. Ein Keller voller Goldbarren reicht dann ja auch :-).

Das Thema eines anderen Artikels ist bekannt. Die Trendlinien jedoch sind noch ziemlich kurz. Mit „Escape from LA“ wird beschrieben, welche Wucht Corona entfaltet, wenn man sieht, wie viel Stadtbewohner in die Speckgürtel ziehen, trotz der langen Anfahrtswege in die Stadt. Dort bekommt man schon ein Haus für 420.000 Dollar. Immer noch ziemlich teuer im Verhältnis zu der Zeit, als ich in Dallas tätig war. In Plano, einem Vorort bekam man ein ansprechendes mit Jacuzzi für 180.000 $, Das war jedoch vor 25 Jahren. Und es immer schön warm dort. Aber das haben wir in Italien ja auch. Nur keine Jacuzzi, dafür eine Ente.

In Indien sieht es nicht gut aus. Beim Lockdown verschwinden die Jobs in den Städten. Arbeiter fahren oder gehen in ihre Dörfer zurück. Doch wenn sie Angehörige Dalits, der niedrigsten Kaste sind finden sie keinen Job, weil der Dorfälteste die Jobs an Mitglieder seiner eigenen Kaste vergibt. Die Regierung Modi versuchte das Kastenwesen einzudämmen, doch gegen historisch Gewachsenes dauert es wohl hunderte von Jahren.

„Narcotics Crisis“. Um es gleich am Anfang zusammenzufassen: Mexikaner schmuggeln Heroin und andere Drogen über die Grenze in die USA, die eine scharfe Gesetzgebung haben, die gegen die Verbreitung von Drogen gerichtet ist.

Ironisch st, dass es amerikanische Unternehmen sind, welche die Zutaten für Heroin oder Methamphetamine in Mexiko herstellen, weil die Ausfuhr aus den USA nach Mexiko verboten ist. Diese Firmen können von der amerikanischen Regierung nicht belangt werden, da die Herstellung dieser Ingredienzien in Mexiko nicht verboten ist.

Zusätzlich zum Saft der Moonblumen ist Acetic Anhydride das zweite Element, aus dem Heroin entsteht. Es wird auch für die Herstellung von Zigarettenfiltern verwandt. Diese Chemikalie gibt es in vielen Eckläden in Mexiko. Die Narcos gehen in den nächsten Laden, kaufen einen Kanister mit den Zusätzen und mixen sich in einem Schuppen die Drogen zurecht. Easy. Neben Acetic Anhydride ist Monomethylamine ein weiteres Element, das in Mexiko zur Herstellung von Methamphetaminen verwandt wird. Ein weiteres Rauschgift für den amerikanischen Markt.

Es begann 1874. Charles Alder, ein englischer Chemiker wollte die Sucht nach Morphium begrenzen, indem er Acetic Anhydride beigab. Dieser Zusatz wurde im Normalfall zur Dufterzeugung von Vanillenbohnen benötigt. Das Ergebnis seiner Versuche war jedoch, dass das Morphin potenter wurde. Bayer machte die neue Droge in Deutschland. Einer der ersten, der sie einnahm erklärte, er fühle sich heroisch. Und Bayer taufte die Droge Heroin. 18 Liter erzeugen mit dem Mohnblumensaft zusammen 90.000 Dosen davon.

Unter „Shut up and Work“ wird beschrieben, wie Mitarbeiter kleinerer Unternehmen angehalten werden, den Kollegen nicht zu erzählen, wenn sie auf Corona positiv getestet wurden, Grund: Die Chefs fürchten, dass dann sämtliche Mitarbeiter in Quarantäne müssten.

Dann gibt es noch einen kurzen Beitrag darüber, wo die Sacklers Familie ihr durch die Vermarktung von OxyContin eingenommenes Geld anlegte. OxyContin ist eines dieses Schmerzmittels (Painkiller), das die Nutzer süchtig macht.

.Gegen die Sacklers wurden unzählige Klagen erhoben, dass sie die Suchtpotenz dieses Mittels verchwiegen hatten. Die Familie zog die Notbremse und meldete für das Unternehmen Konkurs an. Zuvor überwies Purdue, das Unternehmen der Sacklers Milliarden an andere ihrer Unternehmen,die auf den Virgin Island, in Luxemburg, im Staat Deleware gemeldet sind.

Es gibt doch klinische Tests und Studien, die von der Gesundheitsbehörde vorgeschrieben sind. Daher verstehe ich nicht, wieso die Suchtpotenz nicht erkannt worden war, bevor die Droge auf den Markt kam.


lunedì, ottobre 12, 2020

Der Spiegel v. 2.10.2020


 Den Hauptartikel über den vergifteten russischen Oppositionsführer lasse ich mal beiseite. In Russland herrschen eben altrömische Zustände, in denen Vergiftungen an der Tagesordnung waren. Trotzdem hat sich das Imperium ziemlich lange gehalten.

Es gibt einen Beitrag über eine Familie, die sich in den Kopf gesetzt hatte, die DDR zu verlassen. Meine Meinung ist, darüber sollte man einen Roman schreiben, aber diese Seiten wären eher für Artikel nützlich gewesen, die sich mit Projekten beschäftigen, das Land und seine Leute voranzubringen. Doch setzt die Regierung Impulse als Sprechblasen. Wo sollen die Projekte herkommen?

Das gleiche mit der Polizei in Berlin. Ein Beitrag berichtet über arabische Clans in Berlin. Davon gibt es auch einige in anderen deutschen Städten. Diese Clans gleichen kriminellen Organisationen, die von den Gesetzen eines Landes, in denen sie leben, nicht viel halten und das auch zum Ausdruck bringen. Und die Berliner Polizei brachte es über Jahre nicht fertig, die Banden in den Knast zu bekommen. Wäre doch einige Artikel in der Berliner Zeitung wert.

Wer kennt den neuen Chef dieses Blattes, Holger Friedrich? Vor ein paar Monaten hatte ich über ihn im Spiegel gelesen. Kam aus dem Osten, hat mit einer Software Firma Geld gemacht und sich damit die Berliner Zeitung sowie eine internationale Schule gekauft. Anscheinend wird er von anderen Zeitungsmachern nicht als standesgemäß angesehen. Er macht sich wohl nicht viel daraus. Gut so. Jeff Bezos, der mit seiner gemorphten Versandbuchhandlung zu einem der reichsten Männer aufgestiegen ist, kaufte die Washington Post und kümmert sich wenig darum, was andere Zeitungsmacher über ihn erzählen. Der Unterschied besteht natürlich darin, das Bezos sich weniger um die Washington Post kümmert als Friedrich um die Berliner Zeitung. Schon allein, weil Bezos international aufgestellt ist und Friedrich sich auf Berlin konzentriert. International ist interessanter.

Ein Artikel über Selbständige in Deutschland, die in der Coronakrise ihre Einnahmen wegbrechen sehen. Persönliche Ausgaben bleiben ja. Schlimm. Ich persönlich hatte eine gute Zeit erwischt und die Rente läuft. Für den Aktienmarkt jedoch braucht man eine gute Lunge, i.e langen Atem. Gut dass ich in Second Life so viel Karaoke mache :-). Hilft.

Also, das wird nichts. Idealistischer Kapitalismus ist ein Widerspruch in sich. Geht gar nicht. Startupper schlagen eine Rechtsform vor, die nicht zulässt, dass die Eigner eines Unternehmens dieses oder Teile davon an Investoren verkaufen, und dass sie sich nur ein Gehalt auszahlen. Dadurch bleiben die Wagniskapitalgeber aussen vor. Heuschrecken aber auch. Ich überlasse es den Lesern eine Pro- und Kontra-Liste zu erstellen. Ich glaube noch immer, dass es besser ist, alles zu lassen wie es ist. Doch dann wiederum. Denken wir daran, dass es Grossunternehmen gibt, die Startups, die ihnen gefährlich werden könnten, aufkaufen und dicht machen.

Schwarze Löcher aus der Ursuppe und nicht aus geschrumpften Supersternen? Der deutsche Astrophysiker Hasinger, Wissenschaftsdirektor der Europäischen Raumfahrtagentur Esa, breitet folgende Theorie aus: Schwarze Löcher entstanden aus der Urmasse des Universums, bevor Sterne gebildet wurden. Die gängige Theorie geht ja dahin zu sagen, dass Schwarze Löcher sich aus superschweren Sternen bilden, die am Ende ihrer Zeit zu einer Singularity schrumpfen, die man nicht sehen kann. Zum einen, weil der Event Horizont es verhindert, zum anderen die Singularität auch nicht mit dem bloßen Auge erkennbar wäre.

Ich sage mal, diese Phänomene sind mit menschlichen Gehirnen nicht zu erfassen. Douglas Adams Computer hat 7.5 Millionen Jahre benötigt, bevor er das Resultat der Frage “Answer to the ultimate question of Life, the Universe, and Everything” ausspuckte. Es müssen Maschinen her.

Fragte mich schon jahrelang, was machen Soziologen eigentlich? Wenn man die lahmarschigen Aktionen der Politik betrachtet, kommt man zum Schluss, so gut wie nichts. Das stimmt natürlich nicht. Deutsche Soziologen schrieben Bücher. Hier die einiger Top-Soziologen: Heinz Bude: “Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee”; Andreas Reckwitz: “Das Ende der Illusionen”; Armin Nassehi: “Muster: Theorie der digitalen Gesellschaft”; Aladin El-Mafasalani: “Das Integrationsparadox”; “Mythos Bildung”. Ich überlege, ob ich mir die Bücher zulege. Würde wohl ein paar Jahre dauern, bevor ich sie besprechend kann. Ok, die Titel sind hier im Blog gespeichert. Das wars.











domenica, ottobre 11, 2020

Scientific American, September 2020


 


Celebrating 175 Years.

Schon toll, dass sich die Zeitschrift so lange gehalten hat und international so populär geworden ist. In dieser Ausgabe wird Bezug auf ihre Vergangenheit genommen und es gibt Artikel, die Fortschritte in der Forschung abhandeln, die sich in jener Zeit abgespielt haben.

Wissenschaftler verstehen vieles nicht, mit dem sie konfrontiert werden. Zum Beispiel, was passiert mit der Materie, die in ein Schwarzes Loch fällt? Hinter dem Even-Horizon liegt alles im Dunkeln. Und was ist mit der dunklen Materie (dark matter) von der es mehr geben soll als von der sichtbaren? Die Antword steht aus.

1845 erschien die erste Ausgabe von Scientific American. 1908 wurde, was man heute als sozial wichtiges Thema bezeichnen würde, die Frage gestellt: „Warum laufen Frauen, die technische Schulen besucht und auch sonst Zugang zu allen möglichen Unternehmen hatten, gegen so viel Hindernisse bei ihrer Arbeit.?

An der Situation hat sich ja nicht viel geändert. Die Antwort in Scientific American war ernüchternd. Frauen seien körperlich schwächer und hätten weniger Brainpower. Der Autor meinte, seine Begründungen seien solide; denn es gäbe keine großen Frauen als Komponisten, Maler und Bildhauer. Sogar als Schriftsteller würden sie von Männern überflügelt. - Das erzähle mal heute. Diese Einschätzung wurde damals als gängige Meinung abgedruckt und wird jetzt als Fehler bezeichnet.

1861 wurde von Redakteuren dieser Zeitschrift behauptet, dass schwarze Amerikaner, auch wenn sie frei seien, keine Patente angemeldet werden durften, da sie nicht als Bürger der USA angesehen wurden. In Deutschland wurde 70 Jahre später auf ähnliche und schlimmere Weise mit den Juden verfahren. Ich weiss nun nicht, ob gleiches in Indien mit der niedrigsten Kaste geschieht.


The Information Manipulators“

In den früheren Jahren, im 19. Jahrhundert, befassten sich die Artikel von „Scientific American“ hauptsächlich mit der Be- und Verarbeitung von Materie und Energie. Technologie war das Thema, wie Dampfmaschinen und Ähnliches. Die Wissenschaft lief parallel dazu, wurde aber in den Beiträgen weniger behandelt.

Es war eine aufregende Zeit. Elektrizität erlaubte, dass Fabriken nach Belieben in allen geographischen Zonen errichtet werden konnten, da sie nicht mehr auf Wasserkraft angewiesen waren, dann kamen Waschmaschinen, Staubsauger und andere Geräte in die Haushalte. Informationen wurden durch Kino, Radio und Fernsehen erzeugt. Später verbreiteten Satelliten Information in alle Welt. Das Internet wurde kommerzialisiert. Mit 5G und IoT steht eine neue technologische Revolution an.

Kurz nach der Gründerzeit wechselte Scientific Amercan seinen Besitzer. Der 20jährige Alfred Ely Beach kaufte das Magazin und baute Jahre später in New York, ohne den Bürgermeister zu informieren, die erste U-Bahn. Sie war pneumatisch, wurde durch Ventilatoren angetrieben. Obwohl es an der Zeit war, durch Pferde gezogene Wagen, welche Mensch und Gut transportieren abzulösen, erhielt Beach für seine U-Bahn keine Genehmigung, weil er den Bürgermeister nicht von seinem Vorhaben in Kenntnis gesetzt hatte. Es wurde später eine Eisenbahn gebaut.


„Return of the Germs“

Only the „Attack of the Killer Tomatoes“ is worse. Der Film auch, lol. Man nahm an, Infektionskrankheiten seien überwunden. Weit gefehlt. Es kommen immer neue. Die „soziale Determinante der Gesundheit“ spielt eine Rolle. Es trifft die Ärmsten zuerst, Leute, die in beengten Verhältnissen leben und arbeiten müssen und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind.


„Science vs the Supernatural“

Wer hat etwas über Arthur Conan Doyle und Harry Houdini gelesen? Conan Doyle, Erfinder von Sherlock Holmes und Arzt, Houdini war Magier, Entfesselungskünstler. Sie waren Freunde, doch die Freundschaft zerbrach, als Conan Doyle behauptete, er hätte über Seancen Kontakt mit seinem verstorbenen Sohn aufgenommen. C.D setzte sich mit Scientific American in Verbindung und forderte, die Zeitschrift sollte Stellung beziehen, ob es möglich sei, mit Geistern zu kommunizieren und Kontakt mit Verstorbenen aufzunehmen.

Die Zeitschrift veranstaltete einen Wettbewerb, der jedoch dadurch behindert wurde, dass kein Medium daran teilnehmen wollte, mit einer Ausnahme, und das, was die Frau vorführte, wurde von Houdini auseinander genommen. Scientific American schloss sich seiner Meinung an.


„Our Place in the Universe“

Im Jahr 1835 war man sich noch darüber im unklaren aus welchem Material Sonnen bestehen. Aber schon damals herschte die Meinung vor, dass Kohle nicht ihr Brennstoff sei. 1860 sah es schon anders aus, als Gustav Kirchhoff mit Robert Bunsen die Spektralanalyse entwickelte. Anhand dieser konnte festgestellt werden, dass Material der Sonne mit dem identisch war, das auch auf der Erde existierte. Nur wie Sonnenenergie zustande kam, blieb ein Rätsel. 1925 wies die Astrophysikerin Cecilia Paybe-Gaposchkin nach, dass die Sonne hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestand. Eine Dekade später wies es Hans Bethe nach.

Bevor Edwin Hubble die Entfernungen verschiedener Nebel feststellte und klar machte, dass diese von unserer Galaxis entfernt seien, und immer weiter auseinander drifteten, dachte man, unser Unversum würde nur aus unserer Galaxis bestehen, die von den gesichteten Nebeln umgeben war. - Die Masse des sichtbaren Universums wurde berechnet und es wurde deutlich, dass sie allein nicht in der Lage war, den Kosmos expandieren zu lassen. Die Diskrepanz wurde das Fehlende Masse-Problem genannt. Diese Masse wird Schwarze Materie genannt, und sie ist unsichtbar. Vor 20 Jahren dachte man, dass man jetzt wissen würde, woraus sie bestünde. Fehlanzeige.

Dann kam das Multiverse-Konzept, in dem es eine unendliche Anzahl von Universen gibt. Auch dies nur eine Theorie, die aber für das Schreiben von Science Fiction Stoff liefert.


“The Origin of Us”

Bevor Darwin seine “On the origin of Species” schrieb, gab es Theorien, dass Menschen nicht vom gleichen Vorgänger abstammten, dass die ersten in Europa entstanden seien. Dann fand man heraus, jedes menschliche älter als 2.1 Millionen Jahre stammte aus Afrika.

In einer anderen Scientific Ausgabe gab es einen Artikel, der die Frage, wieso hat sich als einziger der Homem Sapiens durchgesetzt, so beantwortete, dass allein dieser Menschenstamm sich domestiziert hat und damit flexibel war, sich gegen die anderen zu behaupten. Dazu gehörte auch, dass er sich mit den Mitgliedern der anderen Stämme paarte. In diesem Artikel wird die Frage noch einmal aufgeworfen.


„The worst Times on Earth“

Es sieht so aus, als hätten die Erde im Laufe von Millionen von Jahren ihrer Existenz, als schon Leben vorhanden war, fünf Katastrophen heimgesucht, die das Leben auf ihr bis auf einige Ausnahmen vollständig ausgelöscht haben. Aus Gesteinschichten, in denen Fossilien zu finden waren, und dann keine, konnte man es herauslesen.

Vor 252 Millionen Jahren, als der Superkontinent Pangaea auseinander brach, Magma auf Gase traf und Explosionen auf dem Kontinent auslöste, erlosch sämtliches Leben, das erst nach rund 300 000 Jahren wieder zum Vorschein kam, am Ende in Gestalt von Dinosauriern. Meere wurden sauer, die Erdoberfläche Magma und Dämpfe waberten durch die Luft. Bekannt war, dass Trilobiten die Meere bevölkerten und mit der Katastrophe von der Erde verschwanden.

Nun, die Dinosaurier waren ja auch plötzlich weg, als ein Meteor in Mexiko auf die Erde prallte. Die Atmosphäre hatte für etwa 20 Minuten die Temperatur eines Pizza-Ofens, Tsunamis ließen das Meer auf das Land los, dann gab es zehn Jahre Dunkelheit und Kälte auf der Erde. Sie läuteten das Ende der Dinosaurier ein.

Corona ist ein Mückenstich dagegen. Es könnte schlimmer kommen. Sagt nicht, ich habe euch nicht gewarnt :-).







domenica, ottobre 04, 2020

Der Spiegel v. 26.9.2020


 „Show Down“. Unter diesem Titel wurde gedanklich die erste Konfrontation zwischen dem amerikanischen Präsidenten Trump und dem demokratiischen Herausforderer Biden simuliert. Ich gehe mal drüber hinweg. Was die Amerikaner an Trump haben, hat sich herausgestellt: Chaos im Rückwärtsgang, und bei Biden mag es zwar gesitteter und geordneter zugehen. Aber auch hier kann von keiner Aufbruchstimmung die Rede sein. Liegt sicher auch an Bidens Alter. Ich lasse das Wahlkampfgedöns beiseite.

Friedrich März, CDU-Chef Kandidat, find ich nicht schlecht. Das liegt wohl an meinem Alter, lol. Der Spiegel sieht ihn eher als rückständig an, weil er mit Schwulen nichts anfangen kann. Ich muss gestehen, die scheinen mir ein Experiment der Natur zu sein. Experimente werden gemacht, in jedem Labor. Die Erde ist ein Naturlabor. Ohne Intelligenz. Denn dieses Experiment war nicht notwendig. Was ich an März gut finde ist, dass er Deutschland als zu träge und langsam bezeichnet und mehr Tempo fordert. Sag ich ja. Und daran hat keiner der Jüngeren gedacht. Die legten Mehltau über das Land und dödelten so dahin. Verlorene Jahre. Sad, würde Trump sagen.

Es gibt eine Reihe gesellschaftlicher Verwerfungen in Deutschland. Eine davon, über die der Spiegel berichtet, sind die Brutalitäten der linken Hausbesetzer-Szene in Berlin, die es um die besetzten Häuser herum wohnenden Bürgern unmöglich machen, ein normales Leben zu führen. Einige werden, wenn sie den Hausbesetzern auffallen brutal zusammengeschlagen. Und die Polizei ist zu träge und wenig innovativ, dies zu verhindern. Italienische Carabinieri haben mehr drauf.

Ein anderer Artikel beschreibt die Schwierigkeiten der Kreuzfahrtschiff-Reederein in der Corona-Krise wieder ins Geschäft zu kommen. Schwieriges Unterfangen, da ausgebuchte Schiffe Virenschleudern sind.

Autoabgas-Betrug ist anscheinend bei Audi konzipiert und dann bei VW umgesetzt worden. Hätte gut gehen können; denn deutsche Autobauer hatten zu Recht keine hohe Meinung von der deutschen Motorizzazione Civile (auf deutsch: Kraftfahrzeugbundesamt?) haben. Wenn die Amerikaner nicht hartnäckig gewesen wären und tiefer geschürft hätten, wäre der Betrug nicht aufgeflogen.

Auch im Spiegel ein Artikel über Indien, darüber, dass viele Menschen, die in Städten beschäftigt waren, wieder heim aufs Land ziehen. Wer in Städten mit der Digitalisierung von Vorgängen beschäftigt war, pflügt plötzlich im Heimatdort Opas Feld um. Die stetige Aufwärtskurve der Wirtschaft wird zu einer ökonomischen Delle.

Es gibt eine Story über den Chef der Feuerwehr in Amsterdam, der, nachdem er den Posten bekam, bei vielen seiner Leute eine rassistische und frauenfeindliche Einstellung ausgemacht hatte. Durch drakonische Massnahmen wie Entlassungen, versuchte er dem Einhalt zu gebieten. Dadurch erzeugte er bei den Leuten eine heftige Gegenwehr. Sie beschwerten sich bei der Bürgermeisterin, die ihr Amt gerade angetreten hatte. Die entließ den Chef. Fazit: Mit der Brechstange geht es nicht. Ich meine, in diesem Fall müssen Mitarbeiter konditioniert werden. Es empfiehlt sich eine Beratung durch Psychologen.

Dann haben wir Lesbos, die griechische Insel, auf der das Auffanglager für Emigranten abgebrannt ist. Im Grunde ist es einfach. Ein Lager mit genügend Platz für die Emigranten einrichten und diejenigen schnell aussortieren, die in Europa nicht aufgenommen werden sollen. Die werden innerhalb von Tagen dorthin geschickt wo sie hergekommen sind. Die anderen zügig auf europäische Länder verteilen. Europäer bekommen das nicht hin. Sad.

Immerhin gibt es in Europa eine relativ große Batterie-Fabrik für Evs, elektrische Fahrzeuge, und zwar in Polen. Die zur Zeit größte jedoch steht in Nevada, die Tesla/Panasonic Gigafactory. Unter den fünf größten stehen drei in China, wo es ohnehin die meisten Elektrofahrzeuge gibt. Wie der Spiegel berichtet, wird noch immer an Materialmischungen von Mangan, Kobalt, Magnesium, Grafit, Schwefel, Eisen, Nickel, Silizium herum experimentiert, um möglichst viel Energie speichern zu können.









giovedì, ottobre 01, 2020

Business Week Online, Aug. 17, 2020

 “You cannot have the cake and eat it too”. Der bekannte englische Satz fiel mir ein, als ich las, dass der ehemalige McDonald Boss Steve Easterbrook der Prozess gemacht wird, weil er seine sexuellen Verhältnisse mit Abhängigen vertuschen wollte.

Zur Zeit des Erscheinens dieser Ausgabe hatte der demokratische Präsidenten-Kandidat Pamela Harris für den Posten des Vizepräsidenten ausgesucht. Und Bloomberg, der ehemalige N.Y. Bürgermeister selbst, dem die Business Week gehört, brachte in dem Leitartikel seine Zustimmung zum Ausdruck. - Nur, die Ereignisse wie die Brände im Westen der USA sowie die fortschreitende Infizierung durch Covid, das Aufpeitschen von Trumps Gefolgschaft, haben den Vorgang der Harris-Ernennung so in den Hintergrund gedrückt, das dieser Vorgang bereits aus dem Bewusstsein der Amerikaner verschwunden ist.

Dann geht es um QAnon. Solange sie in ihrer Schmuddel-Ecke gesessen haben, so meint die Business Week, hat man sie kopfschüttelnd gewähren lassen. Jetzt machen sich die QAnon Anhänger jedoch in sämtlichen sozialen Netzwerken breit. Es ist zwar noch kein „Red Alert“, aber es besteht die Gefahr, dass es dazu kommt. Ich habe aus der Zeitung „Guardian“ etwas herausgefischt.

Qanon ist eine Internet-Verschwörungsgruppe, deren Anhänger glauben, dass eine den Teufel anbetende Gruppe aus amerikanischen Demokraten, Hollywood Persönlichkeiten und Milliardäre die Welt zu regieren versucht, während sie in Kinderschändung, Menschenhandel und der Ernte von lebensverlängernden Chemikalen aus dem Blut von geschändeten Kindern gewonnen, aktiv sind. - Donald Trump führt in dieser Verschwörungstheorie einen Kampf gegen diese verruchte Clique und wird sie nach Guantanamo Bay senden.

Aufs Korn genommen haben die Qanon-Theoretiker vor allem Hillary Clinton, Barack Obama, George Soros, Bill Gates, Tom Hanks, Oprah Winfrey, Chrissy Teigen and Papst Francesco. Wir werden sehen, wie weit die Vernunft gegen solche Idioten bestehen kann.

Covid eliminiert geplante Flughafen-Erweiterungen. Die Gründe sind bekannt.

Die Business Week spekulierte, dass Microsoft Tik-Tok kaufen würde. Doch im Moment steht noch nichts fest.

Reliance Industries, ein indisches Konglomerat, eine Häufung unterschiedlicher Industrien und Handelsgesellschaften. Facebook gab 6 Milliarden Dollar für 9.9 Prozent für Jio aus, dem Telekommunikationszweig von Reliance.

Jeff Bezos von Amazon meint, Indien sei das Land des 21. Jahrhunderts. OK, auf einigen Gebieten könnte des dahin kommen. In Mathematik waren Inder schon immer Spitze. Auf der anderen Seite sch...... Frauen aus Ermangelung an Toiletten noch immer auf die Felder und haben dort in dem von Männern dominierten Land ohnehin nicht die besten Karten. Amerikanische Gesellschaften wie Google, Facebook, WalMart, Amazon, Private Equity Fonds wie KKR & Co investieren mit Milliarden-Beträgen.

Im Libanon war ohnehin schon alles kaputt. Nichts ging mehr. Zum großen Teil lag es am Proporz, der durch einen fünfzehnjährigen Bürgerkrieg verursacht worden war, der 1990 endete. Die Macht in Libanon wurde aufgeteilt: Präsident ein maronitischer Christ, Parlementssprecher ein shiitischer Moslem. Die Konsequenz: Paralyse. Dann die Armee neben der Armee: Die vom Iran unterstützte Hezbollah. Durch die verheerende Explosion im Hafen wurde der Fokus der Weltöffentlichkeit auf die Zustände im Libanon gelenkt. Failed State. Daran ändern auch die Reden des französischen Präsidenten Macron nichts, der gleich nach der Explosion in das Land geflogen war. Menschen, die vernünftig leben wollen, suchen vergeblich nach Möglichkeiten. Eine Frau brachte es auf den Punkt. „Alles ist verschmutzt, auch die Luft zum Atmen. Du kannst nicht im Meer baden,es gibt keinen elektrischen Strom, keine Straßenbeleuchtung, du weisst nicht, ob du dich mit der Nahrung vergiftest, du bekommst keine Arbeit, du kannst kein Geschäft eröffnen.Nichts hält.“

Post pandemic City. Wie wird es in Städten aussehen? Die Frage stellt sich für alle Städte. Die der USA und Europas sind vergleichbar. Auf den ersten Blick. Wie die Business Week schreibt, laufen Niedriglöhner Gefahr, zuerst entlassen zu werden und in der Stadt zu wohnen, wird für sie immer schwieriger. Das gleiche gilt wohl auch für Deutschland; denn im Spiegel Online (SPON) las ich, dass die Mieten in den Städten trotz der Pandemie weiter ansteigen werden.

Klingt seltsam wenn eine Woche vorher im Spiegel stand, dass Städte veröden, und Büroarbeiten vom Haus des Mitarbeiters erledigt werden. Das steht auch dem gegenüber, wenn im Business Week Artikel berichtet wird, dass Facebook in New York 65.000 m^2 Bürofläche im August gemietet hat, weil junge Leute eben nun mal das Stadtleben vorziehen. Sieht so aus, als seien junge Leute in Deutschland zu alt dafür, lol.

TSA = ist die amerikanische Travel Security Administration, eine in den USA neu entstandene Behörde auf den Flughäfen, die autorisiert ist, jedes Gepäckstück zu öffnen, auch mit Gewalt. Dazu jedoch braucht es nicht zu kommen. Es werden Schlösser verkauft, zu denen nur der Besitzer und die TSA einen Zugang haben. Der Besitzer, wenn er ein mit TSA-Schloss versehenes Gepäckstück kauft. Diese Gepäckstücke und Schlösser werden in chinesischen Fabriken gefertigt. Für die Schlösser zahlen die Chinesen eine Lizenz-Gebühr an den Lizenzhalter, die Travel Sentry SA. Das war der Plan. Er funktioniert nur zur Hälfte, wenn der Fabrikant die Zahl von 4 Millionen mit dem Schloss versehene Gepäckstücke angibt, in Wirklichkeit 8 Millionen verkauft. Das nennt sich Piracy.

Interessantes Vorhaben, Die Apna App. Es geht um Indien und den Umstand, dass während des Lockouts dort Millionen von Niedriglohn-Arbeitern, die aus abgelegenen Dörfern in die Städte kamen, um dort zu arbeiten ihren Job verloren. Sie gingen mit Kind und Kegel in ihre Dörfer zurück, tagelang, zu Fuss und haben Bedenken, nachdem der Lockdown aufgehoben ist, in die Städte zurückzukehren. Dort hätten sie sich an kleine Arbeitsvermittler wenden müssen, die es an allen möglichen Strassenecken gibt, mit ungewissem Ausgang.

Hier setzt die App an, mit der Arbeitsuchende eine Visitenkarte mit ihren Daten (Name, Ort, Fähigkeiten) hinterlegen können. Ein Linkedin für indische Niedriglöhner. Sprachen: Hindu und Kannada. OK, habe gegoogelt. Kannada = Dravidian language. Alles klar? :-) Die App macht Sinn, weil sie Angebote dorthin vermittelt, wo der Arbeitsuchende wohnt.

Das war der allgemeine Teil dieser Ausgabe. Der andere ist der Impfung gewidment, der wir uns zu unterziehen haben. „The Vaccine Issue“. Ich werde nur die Überschriften bringen, die ich über den diversen Beiträgen lese, weil ich keine Lust habe, tiefer in das Impf-Thema einzusteigen. Hauptsache, das Zeug wirkt. Los geht’s:

Best Shots. Basics and Battle Plans. Instructions included. The real Vaccine Billionaires of Maharashtra. The Patent Problem. Vaccine Nationalism. Little Vaccine Essentials. The Anti-Anti-Vaxxers. So How does this end, Bill?


mercoledì, settembre 30, 2020

Interzone 288, September/October 2020


 


Der Background der Story „War suit“ von Gary Gibson ist komplex. Ich muss die Fäden auseinander ziehen. Was haben wir da? Eine mit Steinen versetzte Wüste, in die Protag Arvio mit seinem Leichtflugzeug crasht. Er macht sich zu Fuß auf den Weg zur nächsten Ortschaft, wird von einem TAK (Track and Kill) Roboter verfolgt. Arvio wirft eine Granate, die dem TAK einige Gliedmaßen zerstört. Arvio gewinnt Zeit.

Er stößt auf einen defekten Golem, ein metallener Riesenrobot, in den sich Arvio zwängt. Eine menschliche Stimme spricht zu ihm, die dem Bewusstsein eines Individuums zuzuordnen ist, das auf den Golem hochgeladen wurde (mind state backup).

Arvio war Einwohner des Planeten Trappist 1, verdingte sich in einem Camp, um nach Kriegsausbruch dort lädierte Maschinen aufzuspüren und deren wertvollste Komponenten in das Lager zu transportieren.

Arvio gehört zur Bevölkerung dieses Planeten, die mit Maschinen, die auf den Planeten einfielen, Frieden geschlossen hat. Im Gegensatz zur Union, die Trappist 1 als Teil ihrer Domäne begreift. Die Golems gehören zur Union, werden von backup minds gesteuert wie in diesem Fall. Sie sind ein Teil des Union-Heeres, welches versucht, die Maschinen zu bekämpten und von dem Planeten zu jagen.

Die Komplexität hängt mit dem zusammen, was auf dem Heimatplaneten der Union geschieht. Bevor Soldaten ihren Einsatz auf einem fremden Planeten antreten wird ihr Bewusstsein kopiert und in einen Klon auf dem Heimatplaneten gelagert. Der Unions-Golem-Pilot nun lernte eine Frau auf seinem Planeten kennen, deren Bewusstsein schon vorher geklont worden war, mit dem Ergebnis, dass bei einer Rückkehr der beiden auf den Heimatplaneten die Frau sich nicht an ihn hätte erinnern können.

Der Golempilot sieht keinen Sinn mehr in seiner Existenz und zieht das Bewußtsein Arvios in den Speicher. Der Golem wird im Camp, dem sich Arvio angedient hatte, ausgeschlachtet. Mit dem Geld, was er für den Golem bekam, fliegt Arvio mit einem neuen Körper zum Heimatplaneten der Union,

Der Autor der Story lebt in 台湾 und hat eine Website laufen. Ich wollte einen anerkennenden Kommentar abgeben, nur muss der Autor den Kommentar erst genehmigen, bevor er publiziert werden kann. Sollte ich also erst einmal eine E-Mail mit dem Kommentar an ihn richten, damit er ihn genehmigt? Nö. Das war es dann.

Die Film-Sparte von Nick Lowe ist für mich irrelevant, da ich keine Pay-TV Filme wie Netflix, Prime und Disney+ ansehe. Die Zeiten ändern sich dahingehend, dass viele gute Filme nur online zu sehen sind.

Ich hatte auf einer Liste den Film „Nude on the Moon“ aus dem Jahr 1961. Zum Lachen. Zeigte er doch einen Dschungel auf dem Mond und einige Oben-Ohne Frauen. Der wurde durch die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft sicher nur für Jugendliche über 18 zugelassen. Kragen des Wintermantels hochschlagen und dann am Kartenabreisser vorbei, lol.

Es gibt ein neues Buch von M. John Harrison. „The sunken Land begins to rise again“, Gollanz, 20£. Muss gut sein, ist aber teuer. Ich habe irgendwo noch ein paar Bücher von ihm herumliegen. Könnte ich die nur finden.

Der Spiegel v. 19.9.2020


 


Mit dem Leitartikel „Die Erde brennt“ wird auf die Feuerbrünste in Kalifornien Bezug genommen, auf das globale Problem der Erderwärmung. Dieses Jahr war es extrem heiß in Italien, und ich merkte, dass meine Resistenz gegenüber der in den Jahren, als ich in Dallas, TX und Fort Smith, AR war, doch heftig abgenommen hat. Mir wurde schwummering. - Wenn es immer heisser wird, werden die Alten zuerst ins Gras beissen. Insofern sind brütende Hitze und eine Corona-Epidemie ein Geschenk an die Rentenversicherung. Man darf eben nicht alles negativ sehen.

Thema dieser Ausgabe ist der Qanon-Kult. Ich zähle die Punkte auf, wo die Anhänger dieses Kults anderer Meinung als der Mainstream sind. Die Bewertung überlasse ich dem Leser.

  • Ausbruch der Corona Epidemie wurde durch Eliten geplant. Ziel: Geld anhäufen, Menschheit versklaven

  • Anschläge vom 11. September waren Fake

  • eine Gruppe (ich zitiere den Spiegel) satanistischer Kinderschänder entführt Jungen und Mädchen, hält sie gefangen, um aus ihrem Blut eine lebensverlängernde Droge zu gewinnen. Viele Qanon-Gläubige benutzen die Internet Plattform 4chan.

  • Verschwörungstheoretiker von ihrer Meinung abzubringen, ist nahezu, wie gesagt wird, unmöglich. Und ihre Zahl wächst.



Das politische Zeug, was im Spiegel behandelt wird, habe ich gelesen, aber nicht als erwähnenswert empfunden. Ein Artikel über Pilze hingegen ist interessant. Ich wusste nicht, dass es mehr Pilz- als Tierarten auf der Erde gibt. Sechs bis acht Prozent sind nur bekannt. Da steht einem noch eine ganze Welt offen, die erforscht werden muss. Es wird der Pilzforscher Merlin Sheldrake interviewt, der die neuesten Erkenntnisse in seinem Buch „Verwobenes Leben. Wie Pilze unsere Welt formen und unsere Zukunft beeinflussen“ darstellt.

Jon Bon Jovi wird interviewt. Kommt aber auch nicht viel dabei herum. Reicht, dass er gute Musik macht.







venerdì, settembre 25, 2020

Business Week online, August 10, 2020

 Öl- und Gasfirmen meldeten Konkurs an. In den USA. Ließen um 3 Millionen Bohrlöcher offen, aus denen Methan entweicht. Gut für das Klima? Sicher nicht. In ihrem Leitartikel schlägt die Business Week vor, freigesetzte Öl- und Gasarbeiter einzusetzen die Bohrlöcher zu schliessen. Würde dem Klima sicher nützen.

Ich hörte auch nichts mehr von dem Bonus, der in Italien jedem zugesprochen wurde, der sich in Corona-Zeiten in Italien ein Fahhrad kaufte. Hier wird von einer Frau berichtet, die sich ein 1.300 Euro Fahrrad zulegte und einen Bonus von 500 Euro erhielt. Über diesen Rabatt stand vor Monaten etwas in der Zeitung, dann wurde es still. Was die US angeht. Ich kann mir keinen adipösen Amerikaner auf einem Fahrrad vorstellen. Und überhaupt, Radfahren ist dort gefährlich. Autofahrer sind sie nicht gewohnt.

Bringt auch nichts, sich mit Artikeln über die Fliegerei zu beschäftigen. Die sind überholt. Blättere ich also weiter.

Quora Inc. Die Frage und Antwort-Gruppe, ich möchte mal wissen, wie ich da reingekommen bin; denn ich klicke die Einträge ständig weg, lol, wunderte sich lt. Business Week, warum Latinos und Schwarze häufig nicht zum Einstellungs-Interview erschienen. Es sieht so aus, als wollten sie von Latinos oder Schwarzen angesprochen werden. Nur, amerikanische Hi-Tec Unternehmen haben so wenig von diesen. Wenn auch um die 20 Prozent dieser Minderheiten einen Informatik College-Abschluss haben, so sind doch höchstens 10 Prozent in Informatik-Unternehmen beschäftigt. Mehr als 97 Prozent der Startup-Gründer oder derer, die in Wagnis-Gesellschaften tätig, sind Weisse oder Asiaten. Da kommt mir doch die Frage hoch, wieso schaffen es Asiaten, und die Schwarzen sowie Latinos nicht?

Interessant ist, das Schwarze auf Ausstellungen geschickt als Aushängeschild dienen, um zu zeigen, wie sich das Unternehmen doch um Farbige bemüht. Das Ergebnis, die Tagesarbeit bleibt liegen. Mehr Farbige verlassen das Unternehmen als eingestellt werden.

Ich selbst finde, es reicht, wenn man gut in dem ist, was man macht. Programmierer, Netzwerk-Spezialist, Data-Scientist und ähnliches. Und dann als Gig-Worker von einem Unternehmen zum anderen düst und dort ein paar Monate arbeitet. Macht sicher mehr Spass. Wenn man als Farbiger sehr gut in dem Job ist, spricht sich das herum und dann spielt die Rasse keine Rolle.

In Covid-Zeiten werden wenig Münzen bewegt. Zumindest in den US. Ein Artikel beschäftigt sich mit dem Besitzer einer Waschsalon-Kette, der jeden Morgen Bankenfilialen abfährt, um an Quarter heranzukommen. Quarter ist eine 25 cent Münze. Der Mann hat das Pech, in seinen Salons Geldwechsel-Automaten aufgestellt zu haben. Da der Besuch seiner Salons in diesen Zeiten stark nachgelassen hat, und die Münzen gegen Geldscheine umgetauscht wurden, hegt er den Verdacht, dass zwar gewechselt, nicht aber gewaschen wird.

Das ist amerikanisch, und obwohl ich dort gewohnt habe, verstehe ich nicht, warum es von Schwarzen geführte Banken gibt, die nur Schwarze ansprechen. Es geht ja auch aus diesem Artikel hervor, dass es immer weniger werden. Gab es vor zwanzig Jahren noch 48 dieser Banken in den USA, so sind es heute 21. Farbige Popstars, auch Netflix, versuchen die Banken besser aufzustellen. Doch, wie ich es sehe, werden die weiter vor sich hin dömmeln.

Alle 10 Jahre gibt es eine Volkszählung in den USA. Die Zonen mit den wenigsten Zählungen sind Alaska und Puerto Rico. Seit der Hurrican Matha durch Puerto Rico gebraust ist, wandern Puerto Ricaner aus. Ausser Klima nichts los. Und Alaska. Die Leute dort machen ihr eigenes Ding. Genug Gegend dafür steht zur Verfügung. Ausser einem Job in einem Store oder an einer Tankstelle, „Wild und Hund“, Angeln, und Abends mit ein paar Kumpels in der Sport Bar, in der 10 Fernseher Football zeigen, ein paar Pitcher Bud leer trinken. Reicht doch. Und dann kommt so eine dödelige Volkszählung daher.

Ein Artikel beschäftigt sich mit Umsetzungsschwierigkeiten bei Unternehmen, die öffentlich verkündeten, dass sie sich im Zeichen der „Diversity“ darum bemühen wollten, Farbige einzustellen. Ich werde „Rassismus“-Artikel überlesen. Ist doch einfach. Werden diese Leute von einem Unternehmen benötigt, werden sie eingestellt. Anscheinend gibt es Individuen, die keine Zugkraft am Arbeitsmarkt haben.

Google-Ads. Für kleine Unternehmen existieren zwei Möglichkeiten, bei Google Anzeigen unterzubringen: 1. Der Kunde bestimmt die Zielgruppe, 2. Google macht es durch Künstliche Intelligenz und der Kunde schiebt nur den Betrag rüber. Google wurde im Online-Anzeigengeschäft so mächtig, dass es Politiker auf den Plan rief, die Google zu mächtig finden. Nur ist das kein zwingendes Argument, einen Prozess anzustrengen. - Google breitet sich auf dem Gesundheits-Sektor aus. Covid ist ein neuer Schwerpunkt, siehe Link.

Vermutlich wird die Business Week immer mehr den Focus auf das Gesundheitswesen richten, allein, weil durch die Erhöhung der Lebensspanne eine angemessene sanitäre Versorgung für die Bevölkerung immer wichtiger wird. Das Dilemma, gerade das zu tun und trotzdem Aktionäre bzw. Fondsteilhaber zufrieden zu stellen, ist bei Hedgefunds und Private Equity-Firmen offenkundig. - In Italien können wir diesem diesem Problem aus dem Wege gehen, da der Staat das Gesundheitswesen kontrolliert. Zum Glück. - Private Equity, eine Investment-Klasse, Hedge-Funds, Privat-Investoren, die sich die Kontrolle an Unternehmen sichern, sie auf Effizienz und Gewinn trimmen. „Private Equity is“, wie es jemand sagte, „a heat seeking missile for profits“.

An einem Hospital in Massachusetts wird deutlich gemacht, wie das abläuft. Der Hedgefund, in diesem Fall Cerberus, verkaufte das Hospital, machte dadurch einen dicken Gewinn, und bezahlt nun Miete, um das Hospital weiter zu betreiben. Damit häufte das Hospital Schulden auf.

mercoledì, settembre 23, 2020

Business Week online, August 3, 2020

 



Lassen wir mal Covid beiseite. Darüber ist alles von Interesse gesagt worden. Und jede Zeitung, Zeitschrift berichtet darüber.

Die Aktien von Kodak schossen 2400 % nach oben, nachdem das Unternehmen einen Kredit von der amerikanischen Regierung über 765 Millionen Dollar erhielt, um einige Fabriken für die Herstellung von Ingredienzien für Medikamente fit zu machen. (Inzwischen sind sie wieder gefallen, da Kodak zu früh davon berichtet hat. Das fand die Aufsichtsbehörde nicht so gut).

Der Wert einer Aktie lag sicher im Cent-Bereich. Das Unternehmen hatte den Übergang zur Digital-Kamera verschlafen, konnte die Filme nicht mehr loswerden. Inzwischen machen Digital-Kameras keinen Sinn mehr. - Kodak hatte eine Niederlassung in Dallas, Texas, welche die Übertragung von Röntgenbildern entwickelte. Ich arbeitete dort zwei Mal. Inzwischen ist die Bildübertragung kein Thema mehr, sondern Normalzustand.

Wo es krachen könnte: Zwischen der Volksrepublik China und Taiwan. Wäre eine Katastrophe. Taiwan stellt 20 Prozent der Computer Chips her, und die Rot-Chinesen sind beraten, nicht anzugreifen.

In einem Artikel über Bollywood wird berichtet, dass sich die indische Film-Industrie neu erfinden muss. Keine rauschenden Bälle und Tanz-Szenen, Ansammlungen auf Märkten, Hochzeiten und Menschen über 65 Jahre. Es wird angestrebt, dass Familien-Mitglieder zusammen spielen

ESPN, der amerikanische Kabel-Fernsehsender, der Sportereignisse überträgt, kämpft um sein Überleben.

500 Millionen Chinesen leben in der ruralen Aera, weniger als die gebündelte Anzahl von Menschen in den Städten, aber immerhin. Sie verdienen meistens weniger als die Städter, so konzentrieren sich Hersteller von E-Fahrzeugen darauf, preiswertere Wagen für diese Leute herzustellen. Tesla ist denen zu teuer. Und nun ist derAbsatz an E-Fahrzeugen um 30 Prozent eingebrochen. Doch bleiben die Hersteller optimistisch angesichts des riesigen Abnahmepotentials.

Die Chefin von Evgo Services, LLC wird interviewt. Das Unternehmen produziert Ladestationen für E-Fahrzeuge, stellt sie auf. Sie richten sich vornehmlich auf Lieferfahrzeuge ein. Könnte ein profitabler Geschäftszweig werden, insoweit Lieferfahrzeuge elektrifiziert werden. Warten wir es ab.

Und überhaupt: Tesla reigns the EV-Market. Wie lange noch?

Im finanziellen Teil geht es um Hedge Funds, andere Investitionsmöglichkeiten. Kann man überschlagen. Für mich uninteressant. Wenn ich Sch..... baue, will ich es selbst machen. In einem Artikel geht es um US-amerikanische Senioren. Seit 2010 ist die Anzahl der Senioren (älter als 65) um ein Drittel gewachsen. Amerikaner älter als 50 Jahre haben 70 Prozent der Kaufkraft. Gefundenes Fressen für Fonds.

Sieht so aus, wie es in einem anderen Artikel steht, dass trotz Lock Down die Geburtenraten sinken. Verständlich. Wer will Kinder zeugen, wenn die Zukunft nicht überschaubar ist. Das können nur die ganz Flexiblen, und von denen gibt es nicht viele. Was ist eine „Fertility Trap“, in welche die Menschheit tapsen könnte? Weniger Frauen, die Kinder zeugen, kleinere Familien. Geschrumpfte Bevölkerungen erzeugen schwächeres wirtschaftliches Wachstum, das eine gedrückte Stimmung erzeugt, welche die Geburtenrate weiter senkt.

Und Anwälte gibt es auch weniger. So langsam kommen die anderen Unannehmlichkeiten des Virus hervor. Viele Staaten in den U.S wollen keine Prüfung am Computer ablegen, obwohl es an Infizierungen nicht mangelt. Prüfungskandidaten verzichten, weil sie sich nicht mit anderen zusammen setzen wollen.

Nelson Mandelas Hands. Mandela ließ zu Lebzeiten Skulpturen seiner Hände machen. Ein paar wurde in flüssiges Gold getaucht. Deren Verkaufserlös wollte Mandela einem südafrikanischen Kinderhilfswerk zukommen lassen. Mendela starb, die Hände wurden versteigert. Ein Südafrikaner bekam die Hände und versuchte sie meistbietend zu verkaufen, und er versucht es noch immer. Er hätte die Hände besser einem Museum gestiftet.

https://myanimelist.net/manga/magazine/450/Bessatsu_Shounen_Magazine. Ein japanisches Magazin, in dem für 10 Jahre das Manga Attack on Titan veröffentlicht wurde. Der Verlag hat ungemein von dem Manga profitiert. Nun, da die Story in einigen Monaten enden wird, tut sich ein finanzielles Loch auf.

Dann die Story über Luckin Coffee Inc. Erinnert an Alaska Goldgräber. Luckin will Starbucks übertrumpfen. Schließlich gibt es einen enormen Markt an Tee schlürfenden Chinesen. Die auf Kaffee umzustellen, versucht Starbucks seit 1999. Inzwischen gibt es in China 4000 Verkaufsstellen und es ist gewaltig Luft nach oben. Doch ist es frustierend. Der jährliche durchschnittliche Verbrauch eines Chinesen sind 6 Tassen im Jahr, verglichen mit 200 in Taiwan und 388 in den USA.

Luckin baute Kioske auf, spekulierte auf einen „To-go“-Absatz, fälschte Verkaufszahlen, um Investionen anzulocken. Konsequenz: China ist interessant, doch haltet die Augen offen.

Das erinnert mich daran, ich habe heute noch keine Duo-Lingo Lektion bearbeitet.

domenica, settembre 20, 2020

Der Spiegel v. 12.9.2020


 


Hauptartikel: „Der unfruchtbare Mann“. In meinem Alter kann mir das egal sein. Aber das muss die AfD mit Schrecken erfüllen, wenn der Deutsche nicht mehr kann und die Afrikaner produzieren wie verrückt. Menschen waren vor zig Tausenden von Jahren schon mal aus Afrika nach Europa gekommen. Wäre das nicht ein weiteres Thema für Sarrazin?

„Moralische Bankrotterklärung“ heisst der Leitartikel. Gemeint ist die europäische Flüchtlingspolitik. Das mit der Moral lassen wir mal beiseite. Die kann der Vernunft diametral gegenüberstehen. Doch weder europäische Staaten noch die Europäische Union bekommen durchdachte Ausländergesetze auf die Reihe. Vorgänge auf Lesbos zeigten es. Schwach.

Dann das Vorhaben des deutschen Wirtschaftsministers Altmaier, Deutschland bis 2050 klimaneutral zu machen. Immerhin hat er gesehen, dass Klimaänderungen uns schwer zu schaffen machen werden. Und wenn er auf die Genialität unserer Ingenieure setzt, dann hat er ja vom Berliner Flughafen eine Blaupause für die Schnelligkeit potentieller Projekte.

Es gibt einen Artikel über den Ausschussvorsitzenden für auswärtige Angelegenheiten Norbert Röttgen. Anscheinend strebt er den CDU-Vorsitz an. Er fordert den Weiterbau der Gas Pipeline Nordstream 2 zu stoppen. Eine Idiotie. Warum sollte man in Deutschland den Bau stoppen, wenn in Russland jemand vergiftet wird? Jeden Tag werden zig Leute ermordet. Röttgen ist Politiker. Und nach meiner Auffassung ist es anmassend Politikern mehr Bedeutung beizumessen als einem Schuhverkäufer. Politiker sind Volksvertreter und bevor sie ihre Meinung zu irgendwelchen Themen abgeben, sollten sie versuchen herauszufinden, was ihre Wähler dazu meinen. Es gibt kein Abfragesystem, so wie die Piattaforma Rousseau der Cinque Stelle, aber zumindest müssten Ortsgruppen befragt werden. Könnte man ja sogar mit einer simplen E-Mail machen.

Ein Forscher wird über die Leute befragt, die den Verschwörungstheorien folgen. Es geht da so um die 17 – 30 Prozent der Bevölkerung. Nun, Deutsche sind ein Volk der Denker. Sie denken viel, und das kann in die Hose gehen wie man jetzt sieht, unter Umständen wird es gefährlich.

Verschwörungstheorien werden in allen Altersgruppen verinnerlicht. Das zeigt ein Artikel über die 19-jährige Naomi Seibt. Sieht knuddelig aus, soll intelligent sein und glaubt trotzdem kursierenden Bullshit. Sie ist YouTuberin und hat sich damit eine Echo-Blase aufgebaut, in der nicht argumentiert, sondern gefolgt und geglaubt wird.

Auf der anderen Seit ist es verständlich, wenn man von gängigen Meinungen abweichen will; denn die von den Medien verbreiteten deuten auf eine bestimmte Geisteshaltung hin, die von einem großen Teil der Bevölkerung nicht geteilt wird. Dann hapert es jedoch mit dem Bilden der eigenen abweichenden Meinung. Man hängt sich an idiotische Aussagen im Netz, und glaubt später selbst daran.

In einem Beitrag wird über City-Manager berichtet, die leerstehende Geschäfte und Lokale an den Mann bringen wollen. Finde ich gut. Ein erfolgreiches Verfahren könnte von anderen Städte kopiert werden.





sabato, settembre 19, 2020

Scientific American, August 2020


 


Hier sind die Artikel der August-Ausgabe:

„Measuring what matters“.

Autor Joseph E. Stiglitz, Volkswirtschaftler und Nobelpreisträger. Er meint, neben dem GDP (Gross Domestic Product), auf deutsch Bruttosozialprodukt, muss etwas anderes her. Eine Masseinheit, die Gesundheit, Erziehung, Chancengleichheit, die Qualität der Umgebung und andere Parameter, die das Wohlbefinden messen. Der Bodycount, die Zahl der an Covid Verstorbenen ist ebenfalls ein wichtiges Mass, um das soziale Gleichgewicht einer Nation zu überprüfen. In den USA, welche die meisten Toten zu verzeichnen haben, sieht es nicht gut aus. Ein Beispiel dafür, dass die Masseinheit des Bruttosozioalproduktes nicht ausreicht.

Stiglitz ist der Ansicht, dass jede Nation ein Dashboard (Instrumententafel) benötigt, welches die vorgenannten Komponenten und andere misst. Zum Beispiel die durchschnittliche Lebensspanne der Bevölkerung einer Nation, und ihr Vergleich mit der anderer Bevölkerungen. Macht Sinn, oder? Darüber sollte mal nachgedacht werden.


„Galileo's Lessons for living through a Plague“

Galileo wanderte von einer Universitàt zur anderen, während um ihn herum die Pest ausbrach. In diesem Artikel wird geschildert, wie er seinen Dialog über zwei Weltsysteme in Florenz produzierte und Kopien an die vatikanischen Zensoren sandte. Papst und Konsorten ärgerten sich darüber, dass die Erde um die Sonne kreisen sollte, wie Gelileo behauptete.

Der Prozess gegen ihn begann, als die Epidemie abklang.Der Prozess dauerte 6 Monate,während Galileo sich in Quarantäne aufhielt. Am Ende widerrief er die Behauptungen in seiner Veröffentlichung und musste den Rest seines Lebens in seiner Villa verbringen. Seine Tochter, eine Nonne, die ihr Kloster nicht verlassen durfte, ließ ihm seine Medizin und Lebensmittel zukommen. Klar, dass er widerrief. Wer will schon auf einem Scheiterhaufen verbrennen.


„Animals apart“

OK, machen wir es kurz. Dieser Beitrag beschreibt, dass Tiere sich von kranken Tieren eigener Art fernhalten. Social Distancing. Aber auch umgekehrt. Mit Pilzsporen infizierte Ameisen kehren nicht in ihre Kolonie zurück.


„Ascent of Oaks“

Und ich dachte die Eiche sei deutsch. „Deutsche Eiche, und so“. Doch weit gefehlt. Es gab die ersten vor 56 Millionen Jahren. Sie breiteten sich über Landmassen aus, die heute 5 Kontinente abbilden. Eichen wachsen in 11 Prozent Nordamerikas. Quercus. Deshalb Quercia auf italienisch. 60 Prozent aller 435 Eichenarten finden sich in Nordamerika (USA + Kananda). Eichen werden in zwei Hauptgruppen aufgeteilt: Die rote Gruppe unterscheidet sich von der weissen, dass ihre Blätter Borsten haben.

Die Zahl 56 Million stammt daher, dass man in der Nähe von Salzburg Eichenpollen dieses Alters gefunden hat. Pollen sind es, die von Tieren weiter getragen wurden, so das Eichen sich über Kontinente, von denen mehrere eine Landmasse bildeten, ausbreiten konnten. Ihre Arten ko-existieren miteinander, soweit sie sich nicht auf unterschiedlich ökologische Verhältnisse differenziert haben.


“Quantum Leap”

Der Autor ist mathematical physicist, mathematischer Physiker? Er sollte sich um die Frage kümmern: „Why is the Hall conductance quantitized?“ Also, wenn ich die ganze Story aufrollen sollte von der Entdeckung des Hall Effekts im Jahr 1879, mit dem Hall eine Annahme James Clerk Maxwells widerlegte. Dann haben wir den Quantum Hall effect, der vom deutschen Physiker Klaus von Klitzing 1980 entdeckt wurde. Müssig darüber zu schreiben. Auch deshalb, weil ich der Elektronik nie etwas abgewinnen konnte.

Ich erinnerte mich daran, als mein ehemaliger Kollege Stastny und ich bei Reemtsma in der Organisations-Abteilung tätig waren, das wir uns vornahmen in der Ingenieurs-Schule am Berliner Tor einen Elektronik-Kursus zu besuchen. Als wir die ersten drei Mal nur Ohm, Ampere und Volt zu messen hatten, wurde uns langweilig und wir gingen nicht mehr hin. Im Grunde geht es bei dem Hall Experiment auch um Leitfähigkeit, Widerstände, inwieweit sie sich unter mikroskopischen Bedingungen verhalten. Also, ich habe den Artikel durchgelesen, bin dann schnell zum nächsten gesprungen. Ich googelte eben, ob ich den Stastny im Internet finde. Es gab nur mehrere Seiten über einen Eishockey-Spieler.


Survival of the Friendliest“

So wie es aussieht, existiert Homo Sapiens, unsere Menschenart also, schon seit 300 000 Jahren. Ich hätte mehr Fortschritte erwartet. So einen wie Trump gibt es immer noch. Homo Sapiens ist es gelungen, die anderen, wie den Neandertaler abzuschütteln, obwohl der muskulöser war mit kaltem Wetter besser zurecht kam und auch geistig mithalten konnte. Wenigstens für die nächsten 200.000 Jahre. Dann setzte beim Homo Sapiens die Selbstdomestizierung ein. Sagen wir es so. Unsere Menschenart wurde ko-operativ, arbeitete in Gruppen, verarbeitete auf diese Art neue Erkenntnisse und gab sie innerhalb der Gruppe weiter. Daraus entwickelte sich ein Technologie-Sprint, der andere Menschenarten hinter sich liess.

Was aus dem Artikel hervorging ist, dass mit zunehmender Freundlichkeit in einer Gruppe die Brutalität gegenüber anderen Gruppen zunahm. Hängt mit dem Hormon Oxytocin zusammen, das wirksam wird, wenn eine Mutter ihr Kind vor Zugriffen anderer verteidigt. Es spielte dann zunehmend eine Rolle, um die Mitglieder einer Gruppe vor denen anderer Gruppen zu schützen. Was dann dabei rumkommt sehen wir ja. Siehe AfD.


„The Biomass Bottleneck“

In Kürze: So viel Biomasse kann man gar nicht pflanzen, wie benötigt werden würde, um Kohlenstoff der irdischen Atmosphäre zu entziehen. Man benötigte Land in der Größe Indiens. Und das geben die Inder nicht her :-).


Ich lese dann noch einen Special Report aus der Zeitschrift „Natur“. Es geht um extrazellulare RNA. Es sind rund zwanzig Seiten über RNA, von der man annahm, dass sie sich nur in Körperzellen befände. um bei der Umsetzung von DNA in Proteine behilflich zu sein. Neu ist, das man herausgefunden hat, dass RNA auch ausserhalb von Zellen vorkommt, und zwar als Bote, der in allen möglichen Körperflüssigkeiten seine Botschaften an andere Zellen verbreitet.

Die Wissenschaft strebt an, die Botschaften zu entschlüsseln und als Biomarker zur Aufdeckung von Krankheiten zu verwenden.



















sabato, settembre 12, 2020

Der Spiegel v. 5.9.2020


 


Das italienische Gesundheitssystem, so gut es auch in normalen Zeiten funktiooniert: In der Covid-Krise stösst es an seine Grenzen. Nach meinem Schlüsselbein-Bruch sollte ich mir für sieben Tage danach einen Termin zum Kontroll-Röntgen geben lassen. Es gab keinen. Wat nu.

Mein Schwager fuhr mich zum Krankenhaus, und ich stiebelte in das Wartezimmer des Gips-Saales der Orthopädie. Die Schwester, wahnsinnig hilfsbereit ließ mich zum Arzt vor, der arrangierte die Röntgen-Aufnahmen, sah sie sich an und stellte fest, dass die Knochen-Enden noch zu weit auseinander lagen. Ich sollte nach sieben Tagen noch einmal zum Röntgen wiederkommen. Man schickte mich zum PdA (Punto di Accoglienza), der wieder keinen Röntgen-Termin frei hatte. Ich ging zur Orthopädie und erzählte. Die machte mir dann einen Termin und erzählte mir, man würde dann eben die Röntgen-Kapazitäten der Notaufnahme beanspruchen.

Gut ist, dass man hier in Italien trotz allem, wenn man sich bemüht, einen Weg findet, zum Ziel zu kommen. Doch jetzt zum Spiegel.

Thema: Weg vom Büro, vom Haus aus arbeiten (soweit es geht). Italienern fällt es schwerer, glaube ich. Mailand (Milano) war in den 90ern die Stadt, wo ich bei Bayer ein paarWochen mit einigen deutschen Kollegen, arbeiten durfte. Man fand dort stehts einen Cluster von Menschen am Kaffee-Automaten, und nach dem Mittagessen fanden wir uns alle draußen an der Kaffee-Bar wieder. Arbeiten vom Haus aus, eine gewaltige Umstellung. Es sieht ja sogar so aus, als ob viele Radiologen auch nicht mehr ins Krankenhaus kämen,so wenig Patienten wurden abgefertigt. Und selbst in der Notaufnahme, die sonst knackvoll war, sah man nur wenige Patienten.

Und dann der Marsch auf den Berliner Reichstag. Ferner liefen. Wenn das amerikanische bewaffnete Milizen gewesen wären, würden sich meine Ohren spitzen. Trotzdem, wenn selbst ein deutscher HNO-Arzt Bill Gates als usurpativen Kaiser ansieht, dann fragt man sich doch, wie es mit dem Aufbau von Klapsmühlen in Deutschland vorangeht.

Eine Mutter überfährt ein Kind mit ihrem SUV vor der Schule. Die spinnen inzwischen alle. Wir durften noch selbst zu Fuss gehen oder mit dem Rad zur Schule fahren.

Dann ein Bericht über 30 Jahre Anniversario Wiedervereinigung. Ich bekam nicht viel davon mit. Ich meine mich erinnern zu können, dass ich einmal eine Kolonne von Trabbis auf der Kasseler Autobahn sah, als ich von dort zu meiner Wohnung in Pingsheim, Nörvenich fuhr. Danach war ich in den USA. Die Wiedervereinigung war dort kein Thema.

Unter “Wenn die Ölmänner gehen” wird über Carlsbad, NM (New Mexico) berichtet. Die Bohrer, Mechaniker, alle weg. Orte wie Carlsbad sind Tote Hose. Das haben amerikanische Klein- und Mittelstädte so an sich. Mehrere Kirchen, zwei Tankstellen, ein Supermarkt, eine Bar und ein paar Sportplätze. Viel Hitze. Das wars dann. - Midland, MI (Michigan) war angenehmer. Ich hatte dort meinen ersten Job. Der alte Dow von Dow Chemical hatte Midland mit einer Hochschul-Bibliothek, die ich für meine Psychologie-Klassen besuchte, mit Parks, einer Eisbahn und Sportplätzen jeglicher Art bedacht. Leihwagen und Wohnung wurden von der Firma bezahlt. Für 50 Bucks kaufte ich mir ein Fahrrad, dann Eishockey-Stiefel. Wir nahmen an Tenniskursen teil, spielten abends Pool-Billard. Wir arbeiteten auch ein paar Stunden am Wochenende. Väter nahmen dann ihre Kinder mit ins Büro. Am Wochende war Bowling, nebenan eine Sportsbar mit Rock-Kapelle und viel Bier. Konnte man nicht meckern. - Aber bei solchen Orten wie Carlsbad. Da gibt es nur eins: Malochen, abemds einige Biere, Fernsehen und ab in die Kiste.

Ein anderer Beitrag behandelt amerikanische Milizen, selbsternannte Wächter, die in Klein- und Mittelstädten für Ordnung und Ruhr sorgen wollen. Es sind Jungs, die sich beim Sport treffen, aus den Neighbourhood watches kommen, einen Anführer haben, der sagt: “Boys, wir sind für Trump und werden dafür sorgen, dass schwarze Proteste nicht aus dem Ruder laufen.

In einigen Orten Italiens fängt es auch mit Neighbourhood Watches an. Nur hängen die meistens in der Kaffee-Bar abends beim Kartenspielen herum, während in den USA mit Gewehren bestückte Pickups nachts durch die Strassen kreuzen.

Dann etwas über Juan Carlos, den spanischen Ex-König, der anfangs hochgeachtet, den Anschluss an die heutige Zeit verloren hat. Interessierte sich am Ende anscheinend nur noch für Geld und andere Frauen. Schade um den Mann, hätte aus sich etwas machen können. Jetzt hängt er in Dubei herum und weiss nichts mit sich anzufangen.

Da kommt mir meine Oma in den Sinn. Sie konnte zwar gut Auto fahren, wartete sonst jedoch nur auf Besuche und wurde schwermütig, wenn keiner kam.

















venerdì, settembre 04, 2020

Der Spiegel v. 29.8.2020


 


So, vielleicht bekomme ich eine Spiegel-Rezension hin, die ich in meine Pause werfen kann.

Die Spiegel-Story über den vergifteten Nawalny erinnert mich an Смерть Шпионам, Směrť Špionam, Ian Flemings James Bond russische Gegenspionage-Abteilung. Es fehlt jetzt nur noch die Figur, die sich bis in den Kreml vorarbeitet.

Dann geht es um die Ostsee Pipeline Nordstream, die Erdgas aus Russland herbeiführen soll. Trump ist dagegen. Er will sein eigenes Gas verkaufen. Die Grünen wollen, dass sie nicht weiter gebaut wird, und Frau Merkel prüft die Optionen. Ist kein Thema in Italien. Eher das Berlusconi eingeliefert wurde.

Das muss man sich mal vorstellen. KZ-Häftlinge müssen sich zu kleine, zu grosse und passende Schuhe anziehen und auf eine Teststrecke geschickt, um die Haltbarkeit von Schuhen zu prüfen. Fielen die Häftlinge auf der Strecke um, wurden sie erschossen. Eine Aufarbeitung der Continental-Werke Historie.

Heute gab es eine kleine Diskussion im Spiegel Online, ob man Individuen mit wenig Wissen nicht wählen lassen sollte. Grund: Die Wahl von Trump.

Die Frage ist, wie sollen geistig minderbemittelte aussortiert werden? Eine Soziologen-Aufgabe. Das würde ohnehin nur für den Zeitraum gelten, in dem noch keine Maschinen auf der Erde kommandieren. Danach werden Menschen ohnehin auf einen anderen Planeten transportiert unter dem Motto „Ungeziefer sollte man sich vom Leibe halten.“

In der Diskussion des Philosophen Richard David Precht und des Investoren Frank Thelen geht es harmloser zu. Precht meinte, Künstliche Intelligenzen werden sich Menschen als Haustiere halten und Thelen ist dafür bahnbrechende Innovationen zu entwickeln, die im worst case eben in die von Precht beschriebenen Künstlichen Intelligenzen münden könnten. Muss aber nicht sein, oder? Also weiter machen.

Dass Deutschland nicht an der Spitze der Internet-Entwicklung liegt, hat sicher mit der Trägheit der Bundesregierung zu tun und das deren Mitglieder keine Science Fiction Leser sind. Sie besitzen eine aufs Mittelmass geschrumpfte Vorstellungskraft. Horizonte sehen sie am Wattenmeer. Der Artikel „Das Glasfaser Debakel“ beschreibt die Unzulänglichkeiten der Kommunikationsplanung in Deutschland. Vielleicht wird sich Elon Musk für ein schnelles Internet einsetzen, weil seine E-Fahrzeuge darauf angewiesen sind.

In einem Beitrag geht es um im Schlauchboot von Calais nach Dover paddelnde Leute, die in Italien Clandestini genannt werden. Nur habe ich nicht heraus bekommen, warum die nach England wollen. Bei uns landen sie in Lampedusa.

Meine Frau, die sich mehr auf die TV-Nachrichten spezialisiert, kommt gerade ins Büro und erzählt mir, dass die Flüchtlinge, die in Lampedusa eintreffen, auf Quarantäne-Schiffen untergebracht werden, deren Zahl sich ständig erhöht, aber auch immer mehr Ärzte, Pfleger, Carabinieri infiziert sind. Irgendwann knallt es im Süden, und ich möchte nicht dabei sein.







giovedì, settembre 03, 2020

Pause bis Oktober

 Ich bin mit dem Fahrrad zu Boden gegangen mit der Konsequenz: Schlüsselbeinbruch (clavicola) und Verletzung von Arm und Augenhöhle. Neues Abenteuer.

Die ärztliche Behandlung in der Notaufnahme, welche weitere Aktionen wie Röntgen, TAC, Orthopädie, Besuch beim Chirurgen maxillo facciale (Gesichts-Chirurg) veranlasste, war phantastisch. Es ist zwar ein Bruch in der Augenhöhle, aber nicht so, dass operativ eingegriffen werden muss. Schon mal gut. Das einzige, was verbesserungsbedürftig ist, die Wartezeit auf einen Krankenwagen, der von einem Krankenhaus zum anderen fährt.

Von der Orthopädie bekam ich einen Rucksack-Verband angelegt. Der drückt jedoch auf den Nacken, wenn ich mich nach vorn beuge, und das tue ich beim Schreiben. So lasse ich es bis zum Oktober, wenn der Verband wieder abgenommen wird.

Sie haben mich natürlich auch auf Covid getestet. Ergebnis: Negativ.

Sollte es mit dem Schreiben doch klappen, werde ich ein paar Einträge auf Vorrat schreiben.

Bis dann

Klaus