Celebrating 175 Years.
Schon toll, dass sich die Zeitschrift
so lange gehalten hat und international so populär geworden ist. In
dieser Ausgabe wird Bezug auf ihre Vergangenheit genommen und es gibt
Artikel, die Fortschritte in der Forschung abhandeln, die sich in
jener Zeit abgespielt haben.
Wissenschaftler verstehen vieles
nicht, mit dem sie konfrontiert werden. Zum Beispiel, was passiert
mit der Materie, die in ein Schwarzes Loch fällt? Hinter dem
Even-Horizon liegt alles im Dunkeln. Und was ist mit der dunklen
Materie (dark matter) von der es mehr geben soll als von der
sichtbaren? Die Antword steht aus.
1845 erschien die erste Ausgabe von
Scientific American. 1908 wurde, was man heute als sozial wichtiges
Thema bezeichnen würde, die Frage gestellt: „Warum laufen Frauen,
die technische Schulen besucht und auch sonst Zugang zu allen
möglichen Unternehmen hatten, gegen so viel Hindernisse bei ihrer
Arbeit.?
An der Situation hat sich ja nicht
viel geändert. Die Antwort in Scientific American war ernüchternd.
Frauen seien körperlich schwächer und hätten weniger Brainpower.
Der Autor meinte, seine Begründungen seien solide; denn es gäbe
keine großen Frauen als Komponisten, Maler und Bildhauer. Sogar als
Schriftsteller würden sie von Männern überflügelt. - Das erzähle
mal heute. Diese Einschätzung wurde damals als gängige Meinung
abgedruckt und wird jetzt als Fehler bezeichnet.
1861 wurde von Redakteuren dieser
Zeitschrift behauptet, dass schwarze Amerikaner, auch wenn sie frei
seien, keine Patente angemeldet werden durften, da sie nicht als
Bürger der USA angesehen wurden. In Deutschland wurde 70 Jahre
später auf ähnliche und schlimmere Weise mit den Juden verfahren.
Ich weiss nun nicht, ob gleiches in Indien mit der niedrigsten Kaste
geschieht.
“The Information
Manipulators“
In den früheren Jahren, im 19.
Jahrhundert, befassten sich die Artikel von „Scientific American“
hauptsächlich mit der Be- und Verarbeitung von Materie und Energie.
Technologie war das Thema, wie Dampfmaschinen und Ähnliches. Die
Wissenschaft lief parallel dazu, wurde aber in den Beiträgen weniger
behandelt.
Es war eine aufregende Zeit.
Elektrizität erlaubte, dass Fabriken nach Belieben in allen
geographischen Zonen errichtet werden konnten, da sie nicht mehr auf
Wasserkraft angewiesen waren, dann kamen Waschmaschinen, Staubsauger
und andere Geräte in die Haushalte. Informationen wurden durch
Kino, Radio und Fernsehen erzeugt. Später verbreiteten Satelliten
Information in alle Welt. Das Internet wurde kommerzialisiert. Mit 5G
und IoT steht eine neue technologische Revolution an.
Kurz nach der Gründerzeit wechselte
Scientific Amercan seinen Besitzer. Der 20jährige Alfred Ely Beach
kaufte das Magazin und baute Jahre später in New York, ohne den
Bürgermeister zu informieren, die erste U-Bahn. Sie war pneumatisch,
wurde durch Ventilatoren angetrieben. Obwohl es an der Zeit war,
durch Pferde gezogene Wagen, welche Mensch und Gut transportieren
abzulösen, erhielt Beach für seine U-Bahn keine Genehmigung, weil
er den Bürgermeister nicht von seinem Vorhaben in Kenntnis gesetzt
hatte. Es wurde später eine Eisenbahn gebaut.
„Return of the Germs“
Only the „Attack
of the Killer Tomatoes“ is worse. Der
Film auch, lol. Man nahm an, Infektionskrankheiten seien
überwunden. Weit gefehlt. Es kommen immer neue.
Die „soziale Determinante der Gesundheit“ spielt eine Rolle. Es
trifft die Ärmsten zuerst, Leute, die in beengten Verhältnissen
leben und arbeiten müssen und auf öffentliche Verkehrsmittel
angewiesen sind.
„Science vs the Supernatural“
Wer hat etwas über Arthur Conan
Doyle und Harry Houdini gelesen? Conan Doyle, Erfinder von Sherlock
Holmes und Arzt, Houdini war Magier, Entfesselungskünstler. Sie
waren Freunde, doch die Freundschaft zerbrach, als Conan Doyle
behauptete, er hätte über Seancen Kontakt mit seinem verstorbenen
Sohn aufgenommen. C.D setzte sich mit Scientific American in
Verbindung und forderte, die Zeitschrift sollte Stellung beziehen, ob
es möglich sei, mit Geistern zu kommunizieren und Kontakt mit
Verstorbenen aufzunehmen.
Die Zeitschrift veranstaltete einen
Wettbewerb, der jedoch dadurch behindert wurde, dass kein Medium
daran teilnehmen wollte, mit einer Ausnahme, und das, was die Frau
vorführte, wurde von Houdini auseinander genommen. Scientific
American schloss sich seiner Meinung an.
„Our Place in the Universe“
Im Jahr 1835 war man sich noch
darüber im unklaren aus welchem Material Sonnen bestehen. Aber schon
damals herschte die Meinung vor, dass Kohle nicht ihr Brennstoff sei.
1860 sah es schon anders aus, als Gustav Kirchhoff mit Robert Bunsen
die Spektralanalyse entwickelte. Anhand dieser konnte festgestellt
werden, dass Material der Sonne mit dem identisch war, das auch auf
der Erde existierte. Nur wie Sonnenenergie zustande kam, blieb ein
Rätsel. 1925 wies die Astrophysikerin Cecilia Paybe-Gaposchkin nach,
dass die Sonne hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium bestand.
Eine Dekade später wies es Hans Bethe nach.
Bevor Edwin Hubble die Entfernungen
verschiedener Nebel feststellte und klar machte, dass diese von
unserer Galaxis entfernt seien, und immer weiter auseinander
drifteten, dachte man, unser Unversum würde nur aus unserer Galaxis
bestehen, die von den gesichteten Nebeln umgeben war. - Die Masse des
sichtbaren Universums wurde berechnet und es wurde deutlich, dass sie
allein nicht in der Lage war, den Kosmos expandieren zu lassen. Die
Diskrepanz wurde das Fehlende Masse-Problem genannt. Diese Masse wird
Schwarze Materie genannt, und sie ist unsichtbar. Vor 20 Jahren
dachte man, dass man jetzt wissen würde, woraus sie bestünde.
Fehlanzeige.
Dann kam das Multiverse-Konzept, in
dem es eine unendliche Anzahl von Universen gibt. Auch dies nur eine
Theorie, die aber für das Schreiben von Science Fiction Stoff
liefert.
“The Origin of Us”
Bevor Darwin seine “On the origin of Species”
schrieb, gab es Theorien, dass Menschen nicht vom gleichen Vorgänger
abstammten, dass die ersten in Europa entstanden seien. Dann fand man
heraus, jedes menschliche älter als 2.1 Millionen Jahre stammte aus
Afrika.
In einer anderen Scientific Ausgabe
gab es einen Artikel, der die Frage, wieso hat sich als einziger der
Homem Sapiens durchgesetzt, so beantwortete, dass allein dieser
Menschenstamm sich domestiziert hat und damit flexibel war, sich
gegen die anderen zu behaupten. Dazu gehörte auch, dass er sich mit
den Mitgliedern der anderen Stämme paarte. In diesem Artikel wird
die Frage noch einmal aufgeworfen.
„The worst Times on Earth“
Es sieht so aus, als hätten die Erde
im Laufe von Millionen von Jahren ihrer Existenz, als schon Leben
vorhanden war, fünf Katastrophen heimgesucht, die das Leben auf ihr
bis auf einige Ausnahmen vollständig ausgelöscht haben. Aus
Gesteinschichten, in denen Fossilien zu finden waren, und dann keine,
konnte man es herauslesen.
Vor 252 Millionen Jahren, als der
Superkontinent Pangaea auseinander brach, Magma auf Gase traf und
Explosionen auf dem Kontinent auslöste, erlosch sämtliches Leben,
das erst nach rund 300 000 Jahren wieder zum Vorschein kam, am Ende
in Gestalt von Dinosauriern. Meere wurden sauer, die Erdoberfläche
Magma und Dämpfe waberten durch die Luft. Bekannt war, dass
Trilobiten die Meere bevölkerten und mit der Katastrophe von der
Erde verschwanden.
Nun, die Dinosaurier waren ja auch
plötzlich weg, als ein Meteor in Mexiko auf die Erde prallte. Die
Atmosphäre hatte für etwa 20 Minuten die Temperatur eines
Pizza-Ofens, Tsunamis ließen das Meer auf das Land los, dann gab es
zehn Jahre Dunkelheit und Kälte auf der Erde. Sie läuteten das Ende
der Dinosaurier ein.
Corona ist ein Mückenstich dagegen.
Es könnte schlimmer kommen. Sagt nicht, ich habe euch nicht gewarnt
:-).