Coversong Roads

domenica, settembre 06, 2026

Statue


 Schneider legte den Hörer auf und erhob sich. „Udo, zu Dr. Schmidt“.

Sie nahmen vor Dr. Schmidts Schreibtisch Platz.

Es ist die Statue, meine Herren. Nicht nur, dass sie an prominenter Stelle im Stadtpark steht, sondern, was viel schlimmer ist, sich alle Leute, die daran vorbeikommen, vor ihr verneigen. Ich habe sie, Schneider, mit Emma vorbeispazieren sehen, und sie haben sich vor ihr verbeugt. Was haben Sie dabei gedacht?“

Nichts besonderes“, meinte Schneider. „Machen wir doch alle so.“

Das ist es ja gerade“, Schmidt blickte auf die beiden. „Niemand denkt sich was dabei. Hält es für normal. Wer als Hambuger vorbeikommt, hat sich dran gewöhnt. Nun hat die New York Times darüber berichtet und sagt, Hamburg ist anders als früher.“

Stimmt,“ meint Udo. „Keine Schlägereien auf St. Pauli. Keine Morde. Es ist merklich ruhiger geworden.“

Und wir konnten endlich mal Luft holen. Die letzten Akten ins System eingeben,“ meinte Schneider. „Obwohl, irgendwann wird es langweilig.“

Es stehen Wahlen an, meine Herren. Die elitäre Partei hat einen riesigen Stimmenzuwachs.“ Schneider holte Luft. „Wir müssen etwas tun. Die Ankunft der Fishies waren ein gefundenes Fressen. Und jetzt die Statue.....“

Es laufen noch nicht genug Personen an der Statue vorbei,” meinte Udo. “Dann würden die Elitären kein Bein an die Erde bekommen“.

Schalten wir Elsa ein“, meinte Schneider. „ Dass sie uns in die Lage versetzt, die Verneigungsprozedur zu unterbinden.“

Und unter Umständen muss die Statue weg“, fügte Schmidt hinzu. „Mich persönlich stört sie nicht. Ist sie doch ein sichtbares Zeichen, das Hamburg zu einer Weltraumstadt gemacht hat..“

Schmidt hob die Hände in die Höhe. „Kosmos übergreifend. Weltraum verbunden.“

Schmidt griff nach einer Akte. „Heinrich, setzen Sie sich mit Elsa in Verbindung.“

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