Coversong Roads

martedì, marzo 31, 2009


Analog, Science Fiction and Fact, May 2009

Es ist das Jahr 2057 und Peter Frondelli, kurz nachdem er seiner Freundin, der Opernsängerin Angee einen Heiratsantrag gemacht hat, erfährt, dass er Glück hat, für das erkrankte Mitglied einer Saturnexpedition einzuspringen. Frondelli bekommt postwendend, nachdem er dies seiner Verlobten erzählte, den Ring mit einem Abschiedsbrief zurück. Er begibt sich auf das Schiff und lässt sich, um nicht an seine Ex-Verlobte denken zu müssen, in Stasis versetzen. Bei den Saturnmonden erwacht er. Eine Meldung wartet auf ihn, dass seine Ex ihn nach wie vor liebt und durch ihre vermeintliche Trennung es ihm hatte erleichtern wollen sich auf die von ihm heissgeliebte Expedition zu begeben.

Auf dem Schiff lernt er eine Frau kennen, die sexuell nachholen will, was sie in ihrer Stasis versäumt hatte. Frondelli lehnt ab, was dazu führt, dass er nicht zur Mannschaft gehört, die einen der Saturnmonde untersucht. Stattdessen fliegt Frondelli die Raumfähre mit einem Kameraden und etwas klatscht im luftleeren Raum gegen ihre Kabine und setzt sich auf der Außenhaut der Fähre fest.

So haben die beiden im Gegensatz zur Expedition des Saturnmondes die eigentliche sensationelle Entdeckung einer sich im All fortbewegenden lebenden Einheit gemacht, deren Flügel als Sonnensegel benutzt werden. Damit haben wir auch in dieser Analog Geschichte wieder den technischen Aspekt. Weiterhin erfahren wir, dass auch Angee ihre Opernkarriere aufgegeben hat, sich in Stasis versetzen läßt, um mit Frondelli einen Altersgleichstand zu haben. Wäre doch nicht gut gewesen, wenn er bei seiner Rückkehr einer alten Frau den Verlobungsring über den Finger hätte streifen müssen.

venerdì, marzo 27, 2009


Asimov’s Science Fiction, April/May 2009

Brian Stableford läßt mit “The Great Armada“ eine Geschichte vom Stapel, die eine Art Kreuzung zwischen Jules Verne und H.G. Wells Geschichten ist. Man steigt auch nicht sofort dahinter, um was es eigentlich geht. Wird doch vorausgesetzt, dass man Stablefords Stories von 2006 und 2007 gelesen und den Inhalt behalten hat.

Es geht um die drohende Armada der Seleniten, von Mondbewohnern, um das Fleshcore, die Zentrale eines interstellaren Zusammenschlusses interstellarer Nationen, die im Mittelpunkt der Galaxis angesiedelt ist, um intelligente Spinnen und um die Shadows, die um das schwarze Loch im Zentrum der Galaxis kreisen und die höchste Entwicklungsstufe darstellen, die sie befähigen, Sir Francis Bacon, der uns aus der englischen Geschichte geläufig sein sollte, den Angriff der
Seleniten auf die Erde abwehren zu lassen.

Eine andere lange Story ist „The Spires of Denon“ von Kristine Kathryn Rusch. Eine Geschichte, die űber fünfzig Seiten dahinplätschert. Mit anderen Worten, es passiert nicht viel. Ein Sicherheitsfachmann wird mit seiner Crew angeheuert, eine Archäologengruppe auf einem Planeten zu schűtzen, die in einer Stadt nach Artifakten einer alten Zivilisation sucht. Nun, die Chefin der Gruppe hat in unterirdischen Höhlen einige von ihnen sichergestellt, um sie, wie sich später herausstellt zu verkaufen. Zwei Regierungsbeauftragte sind hinter ihr her. Das wars im Grunde schon. Und das űber 50 Seiten. Ist das keine Leistung?

martedì, marzo 24, 2009

Ein neuer Besuch bei Ray Kurzweil

Wer kennt ihn nicht? Wohl die meisten , aber wenn man sich für SF interessiert und mit der näheren Zukunft beschäftigt, stößt man auf seinen Namen. Vor Jahren habe ich sein Buch ´The Age of Spiritual Machines´gekauft und gelesen. Auf mehreren Seiten skizziert er eine Zeitlinie beginnend mit der Geburt des Universums bis zu dem Zeitpunkt in dem eine Kombination von Mensch und Computer über dessen Schicksal spekuliert.

Kurzweil wurde fünfzehnmal mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Er ist also nicht nur ein gepflegter Spinner (aber auch, hehe), sondern hat durch seine Erfindungen wie die Lesemaschine für Blinde einen Beitrag für unsere menschliche Gesellschaft geleistet.
Dass er sich später seinen Kopf einfrieren lassen wird, weil die Unzahl von Vitaminen und Ergänzungsstoffen, die er täglich zu sich nimmt, ihm es wohl doch nicht erlauben, die prognostizierte Zeit zu erreichen, in der man das Bewußtsein auf eine Festplatte laden kann, zeugt davon, dass er an eine Zukunft glaubt, in der Menschen und Computer miteinander verschmelzen.

Hier ein Video, in der er sein neuestes Buch ´The Singularity is near´ erläutert.
Ich stieß wieder auf Kurzweil in der letzten Ausgabe der Business Week, die sich in ihrem Artikel ´The School of Future knocks´ mit der Singularity University beschäftigt, die im NASA Ames Research Center in Mountain View, Calif untergebracht ist. Das Unternehmen Google, das seine Finger überall dort hat, wo die Zukunft gestaltet werden kann, ist einer der Hauptsponsoren. Das Institut hat sich vorgenommen, Studenten und Manager mit disruptiven Technologien vertraut zu machen, welche konservative Verfahren und Prozeduren ablösen könnten.
Im Grunde geht es darum, Trends frühzeitig aufzuspüren und zu handeln, bevor es die Mitwettbewerber machen.

lunedì, marzo 23, 2009

Stephen Wolfram,

dessen Computerprogram Mathematica weltweite Popularität erlangt hat, schrieb doch diesen Wälzer „A new kind of Science“, in dem er alle Prozesse in der Natur auf mathematische Gleichungen zurückführt.

Im letzten „Der Spiegel“ sah ich, dass er nun an einer Suchmaschine arbeitet, WolframAlpha, die im Mai fertiggestellt sein soll. Diese soll nicht nur Webseiten zeigen, sondern auch Antworten auf Fragen liefern.

lunedì, marzo 16, 2009



Fantasy & Science Fiction, March 2009

Editor Gordon van Gelder stellt die Erscheinungsweise auf 2 monatlich um. Das Magazin ist 60 Jahre alt. Nicht, dass es uns jetzt wegstirbt. Alle 2 Monate passt mir jedoch, denn heute waren schon wieder Analog und Asimov´s in der Post.

Die beste Story dieser Ausgabe war ´That hell-bound Train´von Robert Bloch. Sie bekam 1959 den Hugo. William Tenn, der kurz Editor dieses Magazins war und auch schon 87 Jahre auf dem Buckel hat, suchte diese Geschichte für F&SF aus. Tenn war SF-Autor während Bloch, der 1994 starb, dem Horror frönte. Sein populärstes Buch war das verfilmte ´Psycho´.

Was die Story anbelangt, geht es um einen Hobo, der Eisenbahnen liebte. Eines Tages kommt ein Zug vorbei, der neben ihm anhält. Lokomotivführer ist der Teufel, der mit ihm einen Pakt abschließt. Alles weitere hier: http://en.wikipedia.org/wiki/That_Hell-Bound_Train

mercoledì, marzo 11, 2009

Arbeitslose U.S.-Amerikaner leben in Zeltstädten

Ich sehe mir hin und wieder portugiesisches Internetfernsehen an, um mich in die Sprache einzuhőren. Heute brachten sie u.a. ein Video aus Kalifornien, aus dem hervorging, dass Familien, ohne Haus und Arbeit in Zeltstädte ziehen. Beeindruckend.
Analog Science Fiction and Fact, April 2009

Gunfight on Far-Side ist eine abenteuerliche Story. Eine Frau, die sich später als Steuerfahnder outet, besucht einen alten Mann der auf der erdabgewandten Seite des Mondes lebt. Malcolm Bell war der Held eines Shoot-outs der fatal an den Gunfight at the O.K. Corral erinnert, in dem Wyatt Earp die Clanton Familie umgenietet hatte. Auf dem Mond war es nur ein gehirngeschädigter Mann, der es auf Bell absah. Nun Bell gewann den Kampf und erzählte der Frau, dass sich ein extraterrestrisches Paar auf der Far-Side eingerichtet hatte. Am Schluss vergisst die Frau ihre Steuerfahnung und schlieβt sich der Gruppe an, die auf einer anderen Welt mit den Aliens zusammenlebt. Sicher hirnrissig und weithergeholt. Nur, naheliegende Themen scheinen erschőpft zu sein.

Ich sitze mit meinem lahmen Laptop auf der Terrasse

und schon weicht die Sonne dicken Wolken.
Habe gerade ein Account bei Twitter eröffnet. Scheint der neueste Schrei zu sein. What are you doing right now? Idiotisch in meinen Augen, aber was weiß ich schon. Dabei sein ist alles, lol. Ich werde zwei Mal am Tag da rein sehen. Inzwischen gibt es bei dem Verlag Wiley das Buch ´Twitter Power´. How to dominate the market one tweet at the time. Vielleicht kann ich dort Reklame für unseren BDSM-Club in Second Life machen, wo alles Möglich wird, so gar das Gegenteil.

Es war früher einfacher, Trends vorauszusehen. Wozu wird Twitter einmal gut sein und nun, das was in der letzten Business Week steht. THE NEXT NET. Unternehmen werden bald wissen, wo sich ihre Kunden zu jeder Zeit aufhalten. Toll. Und zwar anhand ihrer Telefone, die deren Standorte verraten werden. In den U.S.A gibt es bereits Unternehmen, die Daten dieser Art sammeln und an Abnehmer schicken. Data Mining besonderer Art. Das geht so: Citysense sammelt in San Francisco Abonnenten, die ein Programm auf ihre Handys laden und sich einverstanden erklären, aufgespürt und einem Stamm zugeordnet zu werden. Nachteulen zum Beispiel. So kann eine Nachteule anhand eines Stadplanes auf dem Handy sehen, in welcher Bar die meisten Nachteulen sind. Das kann ausgeweitet werden. Stellen wir uns vor, wir seien alle registriert und in Gruppen eingeteilt. Wir sind alle aufspürbar. In welchen Laden gehen wir, welche Kinos besuchen wir usw. Machen die Leute da mit? Ist fraglich zu diesem Zeitpunkt. Aber soziale Netzwerke desensibilisieren Menschen, die immer mehr bereit sind, ihre Intimsphäre offenzulegen.

Was ist mit mir? Ich bin meistens zu Hause.

venerdì, marzo 06, 2009

Asimov’s Science Fiction, March 2009

Harry Turtledove, ist für seine Alternative Worlds Romane und Stories bekannt. Ich weiß nicht, ob ´Getting Real´ in einer alternativen Welt zuhause ist oder ein ein Abbild unserer nahen Zukunft sein wird. Anlagen zur letzteren sind vorhanden: Die Pleite der U.S.A., wenn China seine monetären Reserven abzieht, was einen kurzen Krieg auslöst, den die U.S.A. nicht gewinnen kann. Sie hat Reparationen zu leisten und eine vorgelagerte Inselkette an die Chinesen abzutreten.

Inzwischen ist China den U.S.A. technologisch um 50 Jahre voraus. Der Beweis sind Avatars, menschengleiche künstliche Gestalten, die verunsicherten amerikanischen Bürgern ´Getting Real´ Kartonschnipsel geben, die diese sich auf die Schläfe drücken und damit in eine virtuelle Welt eintrauchen, in der sie fulminante und sexuelle Abenteuer erleben. Sei es als Anfűhrer einer Wikingerhorde, als Rock n´ Rollstar oder eine andere Traumfigur.

Die amerikanische Regierung geht dagegen mit F27 Jägern an, welche die Luftwaffe zur Inselkette schickt, während die Marine ein Spezialschiff auf die Reise bringt. Die Flieger kehren jedoch zurück und krachen auf die Häuser von Los Angeles während das Schiff versinkt. Und als die Kuppel des Geodomes über Los Angeles zusammenstürzt, vermögen auch Panzer des Heeres gegen der Übermacht der Avatars nichts auszurichten. Je länger die Kriegsversuche der U.S.A. andauern, je härter werden die Sanktionen, mit denen letztendlich die U.S.A. in die Knie gezwungen werden.

Nun, so frage ich mich, ist das eine alternative Welt oder ein Blick auf unsere Zukunft? In meiner Zeitung lese ich, daß General Motors am Abgrund einer Pleite steht. Diese Zukunft hat begonnen.

giovedì, marzo 05, 2009

CVS Dispensing Drugs and Health Reform, Business Week, Febr. 23, 2009

In diesem Beitrag geht es um die US-Apothekenkette CVS, die aus New England Drugstores hervorgegangen, sich zum einem Umsatzbringer von 76 Milliarden US Dollar entwickelt hat. Es geht aber auch um das abartige Gesundheitssystem, in dem um die 40 % der US-Amerikaner nicht versichert sind. CVS plant einen Beitrag fűr die Volksgesundheit zu leisten, in dem es mehr Geld macht. Doch dazu später mehr.

Der Ist-Zustand zeigt Absonderlichkeiten. Wenn ich, als ich in den U.S.A. lebte, ein Rezept einlősen wollte, fuhr ich zu einem Drugstore, in den eine Apotheke integriert war. Der Drugstore enthielt Dinge täglichen Bedarfs wie Papierteller, Zahnpasta, Servietten, Postkarten, und OTC-Medikamente (OTC = Over the Counter )wie Aspirin, Ibuprofen, Abfűhrmittel, Vitamine usw. Dann gab es die Apothekentheke (g) mit dem Drop-Off (Abgabe) und dem Pick-Up (Abhol) Schalter. Am Drop-Off Schalter hinterlegt man das Rezept und die weiβbekittelte Angestellte erzählt einem, dass man in einer halben Stunde aufgerufen wird. Dann legt sie das Rezept zur Seite. Während ich mir in der halben Stunde űberlege, was ich in der halben Stunde machen kőnnte, wird irgendwann eine orangfarbene Rőhre mit 30 Pillen abgefűllt, ein Etikett und ein Beipackzettel gedruckt, das Etikett auf die Rőhre geklebt. Irgendwann hőrt man űber einen Lautsprecher seinen Namen, geht zum Pick-Up Schalter, bekommt das Päckchen und wird um die 30 Dollar los, wenn man versichert ist, wie ich es war. Sonst kostet es wohl noch mehr. – Die Medikamente sind nicht abgepackt, sondern befinden sich in Schűttelbehältern mit Pillenzählern. Es entstehen Packfehler. Aus 125 mg werden 375, aus Xyrobon wird Boroxyn und aus einem Kranken wird ein Toter. Das einzig Positive ist die Refill-Prozedur. Wenn die Pillen aufgebraucht sind, ruft man eine Nummer an, spricht Namen, Medikament auf einen Anrufbeantworter, und man kann das Medikament in einer halben Stunde abholen. Der Arztbesuch wird eingespart.

Wieder zum Artikel zurűck: Was will CVS? Geld machen mit einem Beitrag zur Gesundheit. Die Apotheke hat vor, aufgrund seiner Kundendaten die Patienten anzurufen und zu erinnern, wenn ihre Pillen aufgebraucht sind. Das ist ähnlich, wenn ein Autohändler anruft und an die fällige Inspektion erinnert. Fűr Patienten wie fűr Autos von Vorteil. In Italien machen es weder Apotheken noch Autohändler. Zu blőd oder ignorant? In den U.S.A. machen es die Autohändler. Die CVS sieht einen Nachholbedarf beim Management von chronischen Krankheiten und der Vereinfachung von Prozeduren, die man sich schon lange hätte einfallen lassen kőnnen.

domenica, marzo 01, 2009

Scientific American, February 2009

Über die ´Nackte Singularität´aus dieser Ausgabe hatte ich etwas geschrieben. Nun der Rest an Beiträgen:

Nanomedicine targets Cancer. Wenn ich mir ansehe, in welchem Schneckentempo Fortschritte in der Krebsbekämpfung erzielt werden, wird das Thema dieses Beitrages wohl erst im nächsten Jahrhundert relevant. Es geht um einen Systemansatz, in dem der Körper eines Lebewesens als ein komplexes Netzwerk molekularer Interaktionen angesehen wird. Extrem miniaturisierte Geräte könnten durch Messungen Systemfehler aufspüren und Gegenmaßnahmen einleiten. Als erstes werden die Daten des Genetischen Codes in einem Computermodell abgelegt. Wenn Nanosonden Abweichungen davon feststellen, wird gegengesteuert. Einfach, nicht wahr? (K. grinst):

In ´The Origin of Land under the Sea´ wird berichtet, wie Lava durch poröse Gesteinsschichten nach oben sickert und sich auf dem Meeresboden ablagert.

Und nun etwas für uns SF-Guys: ´New Dawn for Electric Rockets´. Es geht um die Technik von elektrischen Raketen. 1903 begann es mit Konstantin E. Tsiolkovsky, der die Raketengleichung aufstellte, die noch immer benutzt und zur Schätzung des Treibstoffverbrauches herangezogen wird.
Einige andere Namen: Robert H. Goddard (1906), Ernst Stuhlinger (1954), Adriano Ducati (1962). Für weite Strecken sind Plasma- und Ionenraketen am besten geeignet. Sie besitzen nicht die Anfangsgeschwindigkeit chemischer Raketen, können ihren Antrieb jedoch aus Solarzellen speisen, während der chemische Treibstoff längst aufgebraucht ist.

Sculpting the Brain. Die Struktur des cerebralen Kortex ist Gegenstand dieses Artikels. Der Natur ist es gelungen, die Oberfläche eines Gehirns höherentwickelter Lebewesen zu vergrößern. Auf das Gehirn eines Fötus wirken mechanische Kräfte ein, wenn Neuronen ihre Verbindungen zu den Nachbarn herstellen. Die Axonen spannen und ziehen einen Teil der Gehirnoberfläche mit sich, so daß diese hügelig wird Wo es bei diesen Prozessen zu Störungen kommt, entstehen Schizophrenie, oder Autismus. Was nach wie vor unmöglich ist: Anhand eines Kortex herauszufinden, ob das Hirn einem Mőrder oder einem Genie gehört.

venerdì, febbraio 27, 2009

Interzone, Science Fiction and Fantasy, February 2009

Ich schrieb schon mehrere Male: Stories in Interzone, dem britischen SF-Magazin, das nun schon 220 Ausgaben herausgebraucht hat, passen nicht recht in die glatte SF-Story Landschaft. Sie sind bizarrer. Wie ‚Sinner, Baker, Fabulist, Priest; Red Mask, Black Mask, Gentleman, Beast’ von Eugie Foster.

Űber die Bűrger des Landes wacht eine maskierte Kőnigin. Masken tragen sie alle in diesem Land.
Die Wohnung des Bűrgers besteht aus einem Schlafraum, einer Kűche und einem Maskenzimmer. Jeden Morgen stűlpt er eine Maske űber. Metallen maskierte Gendarmen wachen darűber. Dotterblume steht fűr Mord, Blau fűr junge Frauen, Schwarz fűr Sex, Orange fűr Agonie, der Jaspis fűrs Kokettieren, Weiβ fűr Gehorsam, Rot fűr Offenbarung, Diamanten fűr den Tod.

Der Protagonist lässt den Leser daran teilhaben, was ihm beim Tragen der unterschiedlichen Masken zustőβt. Er wird von der Dienerin seiner Geliebten entfűhrt, indem sie ihm eine Gehorsamsmaske aufsetzt. Sie begeben sich unter die Halle der Maskenmachergilde. In einem Raum ist eine diamantene Maske ausgestellt, die der Kőnigin gehőrt. Als er gezwungen wird, sich die Maske aufzusetzen erfährt er, dass die Wissenschaftler der Kőnigin auf ihr Geheiβ diese Masken entwickelten, die Bűrger abzulenken, indem sie die in den Masken einprogrammierten Szenarien erlebten, um sie von Mord und Totschlag und anderen kriminellen Aktivitäten abzuhalten. Das einzige, was in diesem Land kriminell ist, wenn tagsűber keine Maske getragen wird. Der Protag muss miterleben, wie die Frau, die ihm die Augen geőffnet hat, von einem Gendarmen getőtet wird und er beschlieβt Chaos in das System zu bringen.

Am Anfang kam ich mit dieser Story nicht klar. Nun ist es fűr mich die beste dieser Ausgabe.

domenica, febbraio 22, 2009

Fantasy & Science Fiction, February

Shadow of the Valley von Fred Chappell war gut zu lesen. Es geht um Shadows, Schatten also, die in Chappells Geschichten ein unentbehrlicher Bestandteil des Menschen sind. In dieser nun geht es um den Lehrling eines Schattenhändlers, der von seinem Meister beauftragt wurde, in einem entlegenen Tal seltene Pflanzen auszugraben und heimzubringen. Pflanzen, fűr die eine starke Nachfrage herrscht. Der Platz ist tődlich, Menschen, die in das Tal gekommen waren, hatten ihre Schatten verloren und verendeten.

Der Protag, der sich Stalwart nennt, stellt eine Truppe aus Wrackpiraten zusammen, die das Geld lockt und sie machen sich auf den Weg. Sie gehen des Nachts, um so wenig Schatten wie nur mőglich zu werfen und haben Műhe bis zum Morgenanbruch mit ihren gesammelten Pflanzen aus dem Tal herauszukommen. Als der Tag heranbricht und die Gruppe das Tal noch nicht verlassen hat, rűcken sie zusammen, so dass nur ein undefinierbarer Schatten exisitiert, der schwerer zu zerstőren ist. Einer der Gruppe verliert jedoch die Nerven und lőst sich von ihr. Ihn trifft das Schicksal.

Eine andere gute Geschichte, von Kristine Kathryn Rusch als die beste der letzten vergangenen Jahre angesehen ist Jack Cady’s ‚The Night we buried Road Dog’.

Hier geht es um das spärlich besiedelte Montana in den U.S.A., um die einsamen Autobahnen und die Autos, die dann doch darűber hinweg jagen. Jesse, baut einen Autofriedhof, der immer mehr Autos aufnimmt. Jesse jagd űber Autobahnen, um den Road Dog zu jagen, der auf Toilettenwände seine Sprűche kritzelt. Jesse, so stellt sich heraus, ist die Road Dog, wenn er nicht Jesse ist.

Die Story wurde 1993 mit dem Nebula Award ausgezeichnet. Die Beschreibung der Landschaft und ihrer Leute kommt gut rűber. Die Story ist lang, spannend und mysteriős.

lunedì, febbraio 16, 2009


Business Week, February 9, 2009

Englischkundigen empfehle ich Amer Bhidés Artikel zu lesen, der sich damit beschäftigt, wieso Banker in der Lage waren, die Krise zu produzieren, in der wir zur Zeit leben. Erzählt wird von John Maynard Keynes und Frank Knight der Dreiβiger, dem Verlauf der Ökonomie und dem Schlamassel von heute. Bhidé hat das einfache Rezept parat, dass Banken sich wieder auf ihre eigentliche Tätigkeit beschränken, Einlagen zu verzinsen und Kredite zu vergeben.


Analog Science Fiction and Fact, March 2009

Das Interessante an Analog sind die technisch wissenschaftlichen Ideen der Stories. Zum Beispiel „Lifespeed“ von Carl Frederick. Robert, der Protag, ein Chemiker und ehrgeiziger Fechter tritt gegen Lars an, der fűr seine auβerordentliche Schnelligkeit bekannt ist, und er verliert. Lars erzählt ihm, dass ihn das Leben langweile. Die anderen Menschen seien zu langsam in ihrer Reaktion, es sei, als ob er in seiner persőnlichen Zeit mehr erledigen kőnne.
Robert stiehlt Lars Handtuch und analysiert Lars’ Schweiβ. Er findet erhőhte Konzentrationen von
Norepinephrin, Dopamin, und 5-Hydroxytryptamine. Damit ist alles klar J. Das konnte ja nicht gutgehen. Besonders, als Robert sich diese Neurotransmitter einspritzt, um schneller zu werden, da er beim nächsten Ausscheidungskampf gewinnen mőchte. Diese Art von Doping ist nicht rűckgängig zu machen, so beginnt auch fűr Robert die Langeweile.

Wenn es um Teile eines Buches geht, wie bei Robert J. Sawyers „Wake“, beginnt auch die Langeweile fűr den Leser. Ich schrieb, glaube ich, schon einmal darűber. Caitlin, ein blindes Mädchen aus Texas, wird von einem japanischen Neurochirurgen ausersehen, sein Eye-Pod zu tragen, ein Implantat, das dem Gehirn die Signale der Natur so verändert, dass es sie sehen kann. Dieses Implantat kann Webseiten interpretieren und Caitlin stellt im Laufe der Zeit fest, dass sich im Web ein Bewusstsein entwickelt. Caitlin, die nichts davon erzählt, beginnt, dem Web-Bewusstsein die Welt zu erklären.

Wer wissen will, wie sie das macht, sollte dieses Buch lesen. Nur, will das jemand?

sabato, febbraio 07, 2009

Asimov’s Science Fiction, February 2009

Hin und wieder bringen Autoren Stories, die ein Teil ihres Romanes sind, an dem sie gerade arbeiten. Wie Judith Berman zum Beispiel, deren Story ‚Pelago’ dem Roman ‚Invisible House’ entnommen wurde.

Was zuerst als Nachteil angesehen wird, gibt der Geschichte später ihren Charme. Das verkorkste English, in dem die Besatzungsmitglieder eines Schiffes kommunizieren, mit dem sie nach Pentagon fliegen, um den Repairman zu suchen. Der Schiffsbesitzer braucht den Mann, um defekte Tűren zu reparieren, die es dem Schiff ermőglichen, durch den Raum zu springen. Chiyela lieβ sich vom Captain des Schiffes anheuern, obwohl sie wusste, dass er fűr den Tod ihrer Familie verantwortlich war. Sie tauchen in den Ozean der kűnstlichen Welt von Pelago, um den Repairman zu suchen, der sich jedoch aus dem Staub macht. Am Ende der Story hat Chiyela den Tod ihrer Familie nicht rächen kőnnen und ist in der Achtung des Captains gestiegen, da sie es war, die durch ihre Reinheit die Passagen in Pelago hatte őffnen kőnnen.

Die Geschichte war schwierig zu verstehen, da der Autor die Charaktere nicht nur in der verkorksten Sprache hatte reden lassen, sondern alles daran setzte, auch die Objekte des Settings mit fremden Ausdrűcken zu befrachten. Doch die Glaubwűrdigkeit der Story hat darunter nicht gelitten.

giovedì, febbraio 05, 2009


Scientific American 2/2009

Naked Singularity

Ich habe die letzte ´Scientific American´ erwischt, obwohl ich noch ganze Jahrgänge zu lesen habe. Dieser Artikel ist es wert erwähnt zu werden. Pankaj S. Joshi versteht es anschaulich zu machen, wann und wie schwarze Löcher entstehen. Nämlich dann, wenn einem Stern, weit gigantischer als unsere Sonne, der Treibstoff ausgeht und in sich zusammenfällt, dass aus einem Durchmesser von mehreren Millionen Kilometer etwas kleineres als ein i punkt und damit eine Singularität entsteht. Schwarze Löcher bestehen aus dieser und aus einem Ereignishorizont, der Aussenstehenden verwehrt, was mit der Singularität geschieht.
Doch nun postulieren Physiker, dass es nackte Singularitäten gibt, jenen, in denen der Ereignishorizont feht, die es den Wissenschaftlern ermöglichen sollten, Prozesse zu ergründen, die in den Singularitäten entstehen. Es werden Quantenprozesse vermutet, denen mikroskopisch kleine Objekte ausgesetzt sind, und deren Effekte unvorherbar sind, da niemand weiss, was dort passiert und die herkömmlichen physikalischen Gesetze ausser Kraft gesetzt sind. Nackte Singularitäten, die von einem außenstehenden Beobachter eingesehen werden können, helfen daher weiter diese Quantenprozesse zu verstehen.

domenica, febbraio 01, 2009


Andromeda Nachrichten 224

Mit ‘UFOs űber Eberstadt’ beschreibt Jűrgen Lautner die Spacedays 2008, in denen Modelle, die sich auf SF-Filme, Fernsehserien oder Bűcher beziehen, ausgestellt und prämiert wurden.

Dann geht es weiter. Lautner berichtet űber den Buchmesse Con in Dreieich, in denen Verlage der Unterhaltungsliteratur ihre Horror- und Fantasyromane ausgestellt hatten. Ich nehme an, die muss man nicht unbedingt gelesen haben.

Hőr- und andere Bűcher werden besprochen, Hefte, Filme und Verlagsprogramme fűr dieses Jahr vorgestellt, dann Computerspiele. Der Raumschinken ‚Raumschiff Orion’ von Anno dunnemals wird vorgestellt. Eine der wenigen deutschen SF-Serien. Damals haben die Leute riskiert, heute sehen sie auf die Aktienkurse. Es gibt etwas űber Perry Rhodan, dann einen Wissenschaftsbeitrag űber die indische Mondsonde Chandrayaan-1 und anderes.

Die Ausgabe ist handwerklich gut gemacht. Sie kőnnte ein paar Artikel enthalten, die den Geist stimulieren. Ja nun, Modellbauer sind keine Feuilletonisten sondern Bastler. Mir fehlen spritzige Artikel. SFCDler kommen mir vor wie Maulwűrfe, die das Tageslicht sehr selten sehen.

sabato, gennaio 31, 2009


Café Lehmitz,

Schmierige Stehbierhalle. In der letzten Ausgabe gibt es eine Notiz űber eine Ausstellung des schwedischen Fotografen Anders Petersen, der immer wieder Trinker, Penner, Transvestiten, Zuhälter und Nutten fotografierte, die dort ihre őkologische Nische hatten.

Ich war da auch mal versackt, zu Star Club – Zeiten. Es war ein Freitag. Während ich sonst jeden Tag jeden Morgen gegen drei Uhr vom Star Club aufbrach, bevor dort die Stűhle hochgestellt wurden, um mit der Linie 14 nach Hause zu fahren, trudelte ich mit einer Friseuse erst in den Blauen Peter, und als die dichtmachten, ins Café Lehmitz. Uriges Volk. Es gab eine Musikbox. Ein glasäugiger Nazi spielte den Badenweiler und streckte die Hand zum Hitlergruβ. Der Wirt holte einen Baseballschläger hervor und knallte ihn auf den Tresen. Vor ihm hing einer Reihe leerer Flaschen, denen er mit einem Lőffel Melodien entlockte. Ein Zuhälter wollte seine Nutte gegen meine Friseuse tauschen, die mich fragte, ob ich etwas gegen blaue Adern auf Titten hätte und mich bat, sie nach unten zur Toilette zu begleiten und dort Wache zu schieben.

Währenddessen saβ meine Mutter aufrecht im Bett, weil ich noch immer nicht nach Haus gekommen war.

martedì, gennaio 27, 2009

Phantastisch 32, Neues aus anderen Welten

Zuerst die Nachrufe, aus denen ich ersehe, daβ Thomas M. Disch sich das Leben genommen hat. Der Ausflug in fremde Welten, die er als SF-Autor unternommen hatte, konnte ihn nicht aus der irdischen Depression erlősen.
Neue Hőrbűcher werden vorgestellt, desweiteren Sekundärliteratur und SF u. Fantasy in den Medien.
In der Spalte ‚Phantastisch Leben’ fragt sich Johannes Rűsler, warum Pseudonyme benutzt werden. Alan Dean Foster wird interviewt. Der wird eigentlich immer irgendwo befragt.
Christian Endres bringt etwas űber Ray Bradbury anlässlich dessen achtundachtzigsten Geburtstages.
Es gibt Interviews mit Ulrich Magin, Jonathan Barnes, Patrick J. Grieser, David Moody. Olaf Funke schreibt űber das Comic ‚Storm’. Hermann Ibendorf Rosenhof bringt einen Artikel űber Buchautogramme. Bartholomäus Figatowski beschreibt Phantastische Kalender 2009 und Achim Schnurrer porträtiert den Klassiker der phantastischen Literatur L. Frank Baum.
Zum Schluss gibt es einen Bericht űber Horrorfilme aus Thailand von Max Pechmann.

Wieder eine dichte Ausgabe, die fűr Freunde phantastischer Literatur ein Genuss ist.