Coversong Roads

martedì, aprile 29, 2008


Asimov’s Science Fiction April/May 2008-04-29

Eine Doppelausgabe mit 240 Seiten. Das Magazin feiert sein 31. Jubiläum. Eine beachtliche Leistung. Fantasy & SF hat jedoch schon 60 Jahre auf dem Buckel und Astounding/Analog 98.

‘An alien Heresy’ ist nichts für zarte Gemüter. Es ist das Jahre 1440 und ein Inquisitor macht sich auf den Weg. Nichts ist ihm verhasster als Daumenschrauben anzulegen und andere Grausamkeiten ausführen zu lassen. Aber wenn der Schuldige nichts zugibt... Er war schon einmal in dem französischen Dorf. Er findet das Mädchen, mit dem er einige Nächte verbracht hatte, als Frau des Gastwirtes wieder und bemerkt einen Jungen, der ihm ähnlich sieht und eine glockenhelle Stimme hat. Ein begleitender Mönch schlägt vor ihn zu kastrieren und dem Kirchenchor des Königs zuzufügen. Das vernommene Subjekt behauptet nicht von dieser Welt zu sein, und fürwahr, es sieht seltsam aus. Entenfüße, schuppige grüne Haut. Und als ihm der Folterknecht die Glieder einzeln abreißt, da das Subjekt von seiner heretischen Behauptung nicht abweicht, wachsen ihm die Gliedmaßen wieder nach. Nicht seine Schuld zugeben wollend, bittet der Gefolterte darum auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden, denn durch das Feuer würde das implantierte Kommunikationsgerät aktiviert und die Seinen würden ihn zu sich nehmen. Nun steht er brennend auf dem Scheiterhaufen, ein großes Etwas kommt aus den Wolken hervor und der Schuldige löst sich vor den Augen der Gaffenden auf.

Kate Wilhelm, die Witwe Damon Knights, Grandmaster der SF hat mit ‘Strangers when we meet’ eine dösige Story geschrieben. Eine Gefälligkeit des Redakteurs? – Eine Neurologin wird um die Behandlung einer Frau gebeten, die nach einem Autounfall sich an nichts mehr erinnern kann, wenn sie morgens aufwacht. Jeden Tag wird ihr erklärt, wie sie heißt, wer sie ist und die Neurologin Edith Dreisser macht sie mit dem Arbeitsgebiet der Paleonthologie vertraut, um sie zu zerstreuen. Dreisser versucht das Gehirn der Patientin zu kartieren um den Grund der Amnesie herauszubekommen. Das Militär ist ebenfalls interessiert. Es betrachtet die Patientin aus ideale Testperson, die jeden Tag erneut untersucht werden kann, da sie die vorangegangenen vergisst. Der Schluss ist nun dünn. Die Militärs werden aufdringlicher. Einem jungen Mann, der sich in das Mädchen verliebt hat, wird von der Dreisser aufgetragen, es vor dem Militär zu verstecken und so lange wie möglich wach zu halten. Das nun ist der Auslöser dafür, dass die Erinnerung wieder zurückkommt.

Die Novella von Kristin Kathryn Rusch ist spannend, wenn auch mit Einzelheiten überfrachtet. Aber auch hier ist das Ende dürftig. Doch man spürt, dass Rusch auch Krimis schreibt und dadurch bleibt der Spannungsbogen erhalten. Es geht um eine Außenstation, die von den Alten der Erde, wer diese auch immer gewesen sein mochten (wir sicher nicht, grins), mit einem Raum versehen war, in den man hinein gehen konnte, aber nicht mehr heraus kam. Die Protagonistin hatte ihr Geld mit dem Ausschlachten havarierter Raumschiffe gemacht, bekommt den Auftrag, den Vater der Auftraggeberin herauszuholen. Das jedoch ist nur ein Vorwand. Es geht um Stealth Technologie, die von den Alten entwickelt und nun in Vergessenheit geraten war. Die in diesen Raum gegangen sind, konnten nicht mehr zurückgeholt werden. Einige, wie die Protagonisten besaß einen genetischen Marker, der es ihr erlaubte, aus dem Raum wieder herauszukommen. Der Auftraggeber flog auf. Das Militär steckte dahinter. Und die Protagonistin nimmt sich vor, diese Technologie für ihre persönlichen Zwecke weiter zu erforschen.

domenica, aprile 27, 2008




Über drei Jahrgänge sind liegengeblieben.

Wieso eigentlich? Nun, der Tag hat eben nur vierundzwanzig Stunden. Also ran an die Scientific American vom Februar 2004.

Das Magazin ist ein Barometer, das uns zeigt, wie weit wir noch von Star Trek entfernt sind, aber dann auch wieder, das wir uns in unserem Forscherdrang nicht beirren lassen. Irgendwann kommen wir dort an. Vermutlich lassen wir einige zurück.


Auch Versuch und Irrtum treibt die Entwicklung voran. Seht euch diesen Entwurf eines Dampfers aus dem Jahre 1854 an. Dessen äußere Hülle glich einer gigantischen Schiffsschraube, die sich um die eigentliche Fahrgastkabine drehen sollte. Nun, der Entwurf hat sich nicht durchgesetzt wie vieles andere nicht realisiert werden wird. Dem Mann gilt trotzdem meine Hochachtung.

Der Artikel ´Insights into Shock´ gibt Aufschluss darüber, wie der vom Schock erzeugte Kreislaufkollaps aufgefangen werden kann. Durch das Hormon Vasopressin. Eine interessante Zahl ist, dass in Menschen so um die fünf Liter Blut durch Adern von einer Gesamtlänge von zehn Meilen um die 1000 mal pro Tag gepumpt wird.

Dann geht es um Kosmologie, um die Hintergrundstrahlung, die auf den Big Bang, der vor etwa 14 Milliarden Jahren stattfand, schliessen liess. Sie wurde 1965 von Arno Penzias und Robert Wilson entdeckt, offenbarte, dass das Universum am Anfang ein Plasma aus geladenen Partikeln und Photonen war. Ziemlich homogen, aber mit kleinen Temperaturschwankungen, die eben zu Galaxien, Sternen und anderen Himmelskörpern führten, wie wir sie heute sehen. So um 380000 Jahre nach dem Big Bang, kühlte das Plasma so weit ab, dass sich Protonen mit Elektronen zu Atomen verbinden konnten. Anfang der Bildung fester Strukturen, die unter dem Einfluss von Schwerkraft entstand. Schallwellen taten ein Übriges, Areale zu komprimieren und zu expandieren. Die Expansion des Universums selbst wird negativer Gravitation zugeschrieben, die auf dunkler Energie beruht, welche gleichsam mit der dunklen Masse, die den größten unseres Universums ausmacht, noch nicht gemessen werden kann.

Photonen der kosmischen Hintergrundstrahlung haben um 45 Milliarden von Lichtjahren zurückgelegt, obwohl das Universums nur 14 Milliarden Jahre besteht. Grund: Die ständige Expansion des Weltalls. Die Dichte des Kosmos war am Anfang milliardenfach höher als zum heutigen Zeitpunkt.

Was die dunkle Masse betrifft. Albert Einstein postulierte schon 1917 eine kosmologische Konstante, die er in seine Gleichung einbaute. Die wurde später verworfen und taucht jetzt wieder als dunkle Energie auf. Mit anderen Worten, um ein Ergebnis hinzubekommen, das mit heutigen Erkenntnissen übereinstimmt, wird X eingesetzt, die dunkle Masse.

Jetzt noch ein paar interessante Zahlen. Unsere Sonne ist einer von mehreren hundert Milliarden Sternen der Milchstraße, einem Spiralnebel mit einem Durchmesser von 100000 Lichtjahren. Diese ist wiederum eine von zehn Milliarden Galaxien unseres sichtbaren Universums. Die nächste Nachbargalaxie ist etwa zwei Millionen von Lichtjahren entfernt. Galaxien sind in riesigen Strukturen organisiert, die sich hunderte von Millionen von Lichtjahren ausdehnen.

Ein anderer Artikel dieser Ausgabe geht in eine andere Richtung. Er schreibt die Expansion des Universums nicht dunkler Energie zu, als einer Umkehrung der Schwerkraft, sondern einer Quintessenz. Diese stammt aus der Stringtheorie. Nun, hier geht es um weitere Dimensionen, die über Raum und Zeit hinausgehen und in die allein die Schwerkraft unseres Universums sickern kann.

Wenn ich an diese Dimensionen denke, kommt mir mein Romanmanuskript in den Sinn, welches ich Anfang der 90er verzapft hatte. Und das, bevor ich mich ernsthaft mit dem Schreiben beschäftigte. Durch meine Kurzgeschichten danach und der Arbeit mit Schreibgruppen, meine ich besser geworden zu sein. Ich sollte mein Manuskript überarbeiten und hier in Fortsetzungen vorstellen. Ich glaube, das wird ein Projekt.

In einem weiteren Artikel geht es um organische LEDs, light emitting Diodes. Sie verbrauchen weniger Energie als ihr Vorläufer, die LCDs, Liquid Cristal Diodes. OLEDs sind leichter herzustellen, benötigen keine Hintergrundbeleuchtung, da sie aus sich selbst heraus strahlen. Sie haben jedoch eine kürzere Lebensdauer. Und man sieht, seit dem Erscheinen dieser Ausgabe in 2004 haben sie sich noch nicht als Bildschirme im Haushalt durchgesetzt.

martedì, aprile 22, 2008


Amazonas, der online Buchhändler, hat so viel Computerpower, dass er andere Firmen dazu einlädt, seine Computer zu benutzen, fuer 20 ¢ die Stunde. Es geht um ‘Cloud Computing’, dass die Computer über allem schweben und mit allem dienstbar werden, was mit einem Unternehmen zu tun hat. Im bildlichen Sinn, werden Clouds, Wolken, angezapft und benutzt. Amazon nimmt wohl so um die 50 Millionen $ im Jahr für diese Dienste ein. (Quelle: Business Week vom 21. April)

In der gleichen Ausgabe geht es um Reifen für diese Monstertrucks, welche von Bergbau-Unternehmen benutzt werden. Es gibt zu wenig davon. Rohstoffe sind knapp geworden. Minengesellschaften reißen sich um sie und Firmen, die alte Reifen runderneuern, verdienen gut daran. Die Reifen sind um die 3 m hoch, und kosten neu etwa 50.000 $. Ihre Laufflächen sind nach gut 5000 Stunden abgenutzt. Scouts, sogenannte Tire Jokeys, machen sich daran, alte Reifen aufzuspüren und sie den Runderneuerern anzudienen.

venerdì, aprile 18, 2008

http://beta.kluster.com/home/process

Seht euch das mal an. Ich stiess über einen Artikel der Business Week auf diese Website. Unter ´Innovation – Gore, Geldof, Venter and this Guy?´Es ist die Idee der Ideen. Ben Kaufman, 21 Jahre alt, bekam es zustande, ein sogenanntes Social Network zu erstellen, mit dem Ziel Ideen zu bündeln, die menschlichen Fortschritt vorantreiben. Ideen, Produkte, Entwürfe. Der Begriff Social Network sollte bekannt sein. My Space, Facebook sind zwei von ihnen. Im Grunde ist Second Life auch eines, wenn es richtig genutzt wird. Nur, und das ist seine Schwäche, der Spaßeffekt, der Cybersex lenkt so ab, dass für intelligente Personen mit starker Libido der Aspekt eines fortschrittsgerichteten Sozialen Netzwerkes irrelevant wird. In Online Spielen wie Second Life treffen sich Personen aus aller Welt. Wenn man sie dazu bewegen könnte, wie es Ben Kaufman mit Kluster vorhat, Projekte zu ersinnen, die uns auf irgendeine Weise voranbringen, sie auf Machbarkeit abzuklopfen und Sponsoren dafür zu gewinnen sie umzusetzen, würde der Einfluß des Internet 2.0 noch stärker hervortreten.

giovedì, aprile 17, 2008


Also, was das soll, habe ich noch nicht verstanden.
Da bastelt Gordon Bell an seinem Gedächtniscomputer, einen Dell Latitude 620, in den er alles einspeist, was ihm widerfährt. So steht es im Artikel ‘Du solst nicht vergessen’ des Spiegel 16/2008. Microsoft finanziert, Bell zeichnet auf, mit einer Kamera. Er ist jetzt 73 Jahre alt. Mit 64 hat er damit angefangen. Lt. Spiegel hat er 2305 Videos, 106572 Fotos, 20536 Lieder, 176733 Webseiten, 6542 PDF-Dateien, 3183 gescannte Dokumente, 2473 Powerpoint Präsentationen, 225 Bücher, 17717 Word Dokumente, 136675 E-mails und 1866 Excel Dateien zusammengekommen. Bell nennt das, was er tut, Lifeblogging. Erkenne ich darin einen Sinn? Nein, und mir stellt sich die Frage, wie er wohl seinen Tod dokumentieren wird.

Im Spiegel gibt es immer ein paar interessante Zahlen, wie diese zum Beispiel. ‘Die reichsten 200 Individuen besitzen so viel Geld wie gut 40 % der Weltbevölkerung’.

Auch das ist interessant. Bevor sich jemand bewusst entscheidet, eine linke oder rechte Taste zu drücken, hat sich das Gehirn unbewusst schon bis zu 7 Sekunden vorher entschieden. Dies konnte man mit Hilfe eines Magnetresonanztomografen feststellen. Nun gut, so lange das Ding einige Tonnen wiegt, sind wir davor sicher, dass man uns aus nichtmedizinischen Gründen ins Gehirn sieht.

venerdì, aprile 11, 2008


Organe von der Stange

Und dann gibt es im Spiegel eine Bildfolge, in der gezeigt wird, wie ein biologisch künstliches Rattenherz entsteht. Einer dieser Wissenschaftsschübe. Bei Microsoft warte ich schon ein paar Jahre darauf, aber nach Windows 95 hat es dort keinen großen Sprung mehr gegeben. Doch zurück zum Spiegel Artikel ‘Elixier des Lebens’ (Der Spiegel 15/2008). Man nehme ein krankes Herz, entferne mit einer Waschlösung alle Zellen, so dass nur ein Gerüst, eine sogenannte Matrix aus Proteinen und Kolehydraten übrig bleibt, und beimpfe das Organgerüst mit Zellen des Patienten. Ein neues Herz entsteht.

Das wurde an Ratten getestet. Ein Anfang, da ein künstliches Herz dieser Art nur zwei bis fünf Prozent der benötigten Leistung erreicht. Aber es pumpt. Eine weitere Hürde ist die Beschaffung einer ausreichenden Zahl von Stammzellen, die sich in Herzmuskelzellen umzüchten lassen. Davon werden für ein einziges Gramm Herzmuskelgewebe 40 Millionen benötigt.


martedì, aprile 08, 2008


Das ist der Hammer

Nun ist es soweit, DER SPIEGEL vereinnahmt die Science Fiction mit dem Hauptbeitrag in der Ausgabe 14/2008. Dieser widmet sich der Erinnerung. Wie ich lese, haben wir folgenden Stand:

Anhand der Hirndurchblutung kann über ein Kernspin-Gerät herausgefunden werden, was eine Testperson denkt. Mit anderen Worten: Denkt sie an einen Hammer, werden bestimmte Areale durch blutet, die spezifische Signalmuster erzeugen. Denkt sie an einen Schraubenzieher, sehen Signalmuster anders aus. Diese Muster sind bei allen Personen identisch. Bei dem SF-Fan klingelt es im Kopf, denn was sich daraus für die Zukunft ableitet, ist SF nahe an der Gegenwart. Der Spiegel lässt dazu einige Forscher zu Worte kommen:

“Im Prinzip können wir anhand der Hirnaktivität erkennen, was ein Mensch gerade denkt.” (Psychologin Shinkareva)

“Eines Tages könnte es sogar möglich sein, den bildhaften Inhalt von Träumen zu rekonstruieren.” (Psychologe Jack Gallant)

“Jeder Gedanke geht mit einem eigenen Muster von Hirnaktivität einher: mit einem jeweils einzigartigen, unverwechselbaren Gedankenabdruck.”
“Seit einiger Zeit können wir Computerprogramme schreiben, die diese Muster erkennen. Wenn man ein solches Gehirnmuster vorfindet, weiss man, was eine Person gerade denkt.” (Neurowissenschaftler John-Dylan Haynes).

“Wir haben eine Theorie, mit der wir das Gedankenmuster eines Wortes vorhersagen können.” (Psychologe Marcel Just).

“Das Gehirn benutzt bestimmte Regeln, um elektrische Aktivität in Wahrnehmungen, Erinnerungen, Wissen und Verhalten umzuschreiben. Und wenn wir diesen Code einmal verstanden haben, dann können wir die ganze Information im Hirn lesen.” (Joe Tsien, Prof am Medical College of Georgia)

“Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir unsere Gehirne eines Tages auf einen Computer laden können – was uns eine Art von Unsterblichkeit bescheren wird.” (Hirnforscher Anders Sandberg).

“Sie können sich als Forscher gar nicht auf dieses Feld einlassen, ohne die ethischen Belange zu diskutieren.” (Haynes, Forscher am Max-Planck-Institut)

Gleiche Aussagen. Muss wohl was dran sein. Was für Potential tut sich da auf. Aber zuerst muss das tonnenschwere Kernspingerät so verkleinert werden, dass es um einen Kopf herumpasst. Als Metallhelm zum Beispiel, damit Big Brother seine Bürger überwachen kann. Bevor das geschieht müssen, und das wird wohl noch einige hundert Jahre dauern, Verdächtige in den Kernspinner reingeschoben werden, damit man herausfinden kann, ob sie lügen. – Vielleicht ist das mit dem Helm auch gar keine so gute Idee. Abgesehen, dass er dem Überwachungsstaat Tür und Tor öffnet, lädt er auch zum Schummeln bei Prüfungen ein, wenn man die Gedanken des Klassenbesten im Examen lesen kann. Und was macht ein Süditaliener, wenn er die Gedanken seines Freundes liest, dem er seine Frau vorstellt? Besser nicht daran denken, dann das würde dessen präventive Verhaftung bedeuten. Phillip K. Dick lässt grüssen.

sabato, aprile 05, 2008

Fantasy & Science Fiction, April 2008

Novelets sind längere Geschichten. Lange Kurzgeschichten wären ein Oxymoron. ‘The First Edition’ von James Stoddard sowie ‘Five Thrillers’ von Robert Reed sind für mich die besten dieser Ausgabe. Die erste Story, reine Fantasy, handelt von einem Magier, der für ihn interessante Besucher in Erstausgaben eines Buches verwandelt und in seiner Bibliothek aufstellt. Unter ihnen sind Menschen, die als Bücher bereits seit hunderten von Jahren in den Regalen stehen. Sie werden von dem Neuankömmling, der sich in ein neben ihm stehendes Buch, ehm, Menschen, verliebt, dazu gebracht, mit ihm gegen den Magier zu rebellieren bis es ihm gelingt, mit seiner Liebsten wieder zurückverwandelt zu werden.

Bei Robert Reeds Story hingegen geht es um den Kampf gegen genmodifizierte Menschen, die ihre Superiorität ausspielen wollen. In fünf Episoden wird beschrieben, wie Joseph Carroway, ein gut aussehender und skrupelloser Charmeur gegen die Rebirths antritt und sie auszuschalten versucht, bis er zum Präsidenten der Erde aufsteigt. Reed ist Vielschreiber und ein ausgezeichneter obendrein.

Elf Uhr ist es, Second Life ist noch immer abgeschaltet

und ein illegaler Mexikaner säubert die Datenkanäle mit der Zahnbürste. Das dauert. Ich lese im Spiegel Markus Feldenkirchens Artikel über den Herrn Keiser von der Raucherpolizei und lache mich schief. Er ist Vorsitzender der Nichtraucher-Initiative Wiesbaden e.V und hatte Altkanzler Helmut Schmidt angezeigt, weil der immer noch pafft. Keisers Ziel ist ein rauchfreies Deutschland. Er hat auch anderes auf dem Kieker. Abgebrochene Sträucher und fallengelassenes Bonbonpapier. Feldkirchen schreibt: “Es ist die Null-Toleranz-Theorie. Keiser würde sie gern in Deutschland anwenden, er will im Kleinen anfangen, beim Bonbonpapier und beim Altkanzler.” Ich lache mir nen Ast.

Meine Frau hatte auch was zu lachen. Sie flitzte über den Marktplatz und wurde von einer Freundin angehalten: “Antonietta, warum gehst du so schnell?” “Das sind meine Schuhe, die stammen aus China”, antwortete sie. “Oh, von denen kaufe ich auch ein Paar.” Sie hörten nicht mehr auf zu lachen.
Sonnabend, kurz vor neun.

Frau und Katze schlafen noch. Ich sitze im Pyjama im Home Office, wie nennt man das auf deutsch? Arbeitszimmer? Im Second Life Starterscreen lese ich ‘Logon disabled until further notice’. Ein Service Provider hat Probleme. Vielleicht wurde es im Data Center zu heiß. In einer der letzten Business Week las ich etwas darüber. Preise für den Stromverbrauch von Data Centern, in dem tausende von Computern summen, lagen 2006 bei 4,5 Milliarden US Dollar. Das ist equivalent mit dem Stromverbrauch von 5,8 Millionen Haushalten in den U.S.A. Diese Computerzentren entwickeln durch den Widerstand bei Datenbewegungen eine Wahnsinnshitze, die mit kühler Luft abgeleitet werden muss, denn je schneller Bits und Bytes bewegt werden, desto heißer werden die Chips.

In der gleichen Ausgabe brachte die Business Week auch eine Nachschau über das Subprime Debakel. Die Kreditkrise in den USA. Banken hatten dort Hypotheken in einer Weise gebündelt, dass Aussenstehende nicht mehr durchblickten, wenn sie diese Bündel kauften. Die Kreditaufsicht sah sich alles gelassen an, und jeder dachte, Häuserpreise würden weiter steigen. Das war ähnlich wie bei der Techno-Blase, die 2000 geplatzt war. Ich hatte da auch wie ein Wilder gezockt, war aus Aktien ein und ausgestiegen, bis ich mit ihnen in den Keller gerutscht bin. Zu der Zeit hatte ich mir sogar ein Buch über Daytrading zugelegt. Es war in Mode, Kursschwankungen während des Tages vorwegzunehmen und Aktien zu kaufen und schnell wieder zu verkaufen. Euphorie überlagert die Vernunft.




mercoledì, aprile 02, 2008


Albedo, Things Change, Issue 34

In diesem irischen SF-Magazin gibt es gute und weniger gute Stories. Die meisten machen dem Namen ‘Kurzgeschichte’ Ehre: Sie sind kurz. Immerhin gibt es acht Stück auf nur achtundfünfzig DIN A4 Seiten. Ich musste sie noch mal lesen um die guten herauszufiltern.

“The White Knight” von Devon Code ist irre und würde wohl kaum einen Platz in einem kommerziellen amerikanischen SF-Magazin finden, doch ist sie noch eine der besten. Der Protag, ein Schach- und Filmenthusiast lehrt an einer amerikanischen Universität. In seinem Seminar behandelt er den Film ‘Casablanca’ und macht darauf aufmerksam, dass auf dem Schachbrett, auf dem Humphrey Bogart mit Peter Lorre spielt, der weisse Springer plötzlich verschwunden war. Und jetzt wird es gemischt. Protag Frank legt sich eine Erklärung zurecht, mit der ich nichts anfangen kann. “Schach ist übernatürlich”, meint Frank, weil der Springer im Gegensatz zu allen anderen Figuren durch die, welche ihm im Wege stehen, durchziehen kann. Der Protag fragt sich, wie der Springer das macht und kommt auf die Antwort, dass in dem Moment, in dem der Springer durch eine Figur läuft, ein außergewöhnlicher physikaler Zustand entsteht. Eine Schnapsidee. Die Regeln sind einfach so, dass der Springer über andere Figuren hüpfen kann. Nur heißt der Springer auf englisch Knight. Auf englisch ist die Story also etwas glaubwürdiger, aber auch nicht plausibel. Immerhin hat sich die Story beim Aeon Award 2006 – 2007 einen dritten Platz erobert.

Vom Schachspiel handelte auch Nina Allans ‘Angelus’. Diese Geschichte kam auf den ersten Platz. Ich-Erzähler ist der Protag. Er trifft einen alten Freund, der als Klempner in dem Hotel arbeitet, in dem der Protag zu einem Schachturnier abgestiegen war. In einer Rückblende erfahren wir, das Freund Lech, sowie der Protag studierten und sich in die Tochter eines Professors verliebten. Es entwickelt sich eine Lovestory, vielleicht zwei? Man erfährt nur die des Protagonisten. Das Mädchen offenbart, dass es zu den Flyern will, in andere Welten vorstossen. Wenn überhaupt, würde sie krank und zurückkehren, wenn Lech und der Protag tot sind. Dann ist sie verschwunden.

Diese Geschichte, obwohl so gut wie eine Action in ihr enthalten ist, kann als Beispiel dafür dienen, dass es auch gute Geschichten im Erzählstil gibt.

mercoledì, marzo 26, 2008


Analog, Science Fiction and Fact, April 2008

“The Beethoven Project” von Donald Moffitt nimmt die Musikindustrie aufs Korn. Bei Divergence, Inc. gehen die Verkaufszahlen den Bach runter. Lester, ein neuer Mitarbeiter, macht den Vorschlag Beethoven dazu zu bringen, eine zehnte Symphonie zu komponieren. Das wäre doch der Knaller. Mach mal, sagt sein Boss und die auf Zeittourismus spezialisierte Firma Alternative Solutions wird beauftragt, Lester in Beethovens Jahre zu schicken. Lester, wie Leute aus Beethovens Umgebung gekleidet, fällt dort nicht auf und er macht Komponisten einen Vorschlag, den dieser unmöglich abschlagen kann: Die Implantation einer Cochlea, die sein Gehör wieder herstellen würde.

Mit einem künstlichen Gehör in seine Zeit zurücktransportiert, profiliert sich Beethoven als Pianist vor Fürstenhäusern, sammelt Beifall, Geld und Ruhm ein und macht alles andere, als eine zehnte Symphonie zu schreiben. Die Konkurrenz bring eine neue Serie heraus: Beethoven am Piano: Improvisationen seiner Welttournee, und sie profitiert davon. Wie sollte Lester die Pleite ausbügeln. Er macht einen neuen Vorschlag: Wie wäre es mit Schuberts Vollendeter?

sabato, marzo 22, 2008

Analog, Science Fiction and Fact, March 2008

Ich lese zum ersten Mal etwas von Catherine Asaro. Sie wurde als vielseitige Person beschrieben:
Ballettänzerin, Physikprofessor, Ex-Präsident der Science Fiction and Fantasy Writers of America. Sie schreibt, so wurde berichtet, steamy SF- und Fantasy Bücher. In Analog ist es ihre Story ‘The Spacetime Pool’. Aus dieser geht hervor, dass es wohl eher eine Mixture dieser beiden Genres ist:

Janelle, Mathematikstudentin, wird durch ein Dimensionsloch in eine von groben Rittern beherrschte Welt geholt. Zwei Brüder bekämpfen sich, einer von ihnen, der weniger grausame, wird Janelle zur Frau nehmen. Diese findet alte Bücher die ihr sagen, dass Menschen, die es besser wussten, sich vor langer Zeit aus dieser mittelalterlichen Welt verabschiedet hatten, in dem sie ein Dimensionsloch konstruierten.. Janelle versucht aus den Büchern herauszufinden, wie sie in ihre eigene Welt zurückkehren könnte, doch letztlich, nach etlichen gefährlichen Abenteuern, erliegt sie dem Einfluss ihres Entführers.

Die Story ist spannend geschrieben, auch wenn sie an ein Computerspiel erinnert, und die Quantenmechanik aus den alten Büchern im Zusammenhang mit der Ritterwelt absurd erscheint. Aber dann wieder, ohne diese Bücher würde es für Janelle zu langweilig.

In James C. Glass’ Geschichte ‘Helen’s last Will’ wird ein bekanntes Thema behandelt. Blanche ging zu Advanced Technologies, um ihre Schwester noch einmal vor ihrer Beerdigung zu sehen. Der Körper war jedoch bereits vernichtet, während ihr Kopf, so sagte man Blanche, tiefgefroren war. Soweit die Parallellen zum wirklichen Leben, in dem die Alcor Life Extension Foundation in Arizona komplette Körper oder Individuen einfriert. Das war es dann schon im realen Leben. Die Köpfe warten auf was? Auf einen neuen und gesunden Körper? Auf den Download in einen Computer? Blanche war misstraurisch und sie startete einen Prozess. Es kam zu einem Hearing und dem Resultat, dass die Schwester als künstliche Intelligenz wieder auftauchte..

giovedì, marzo 20, 2008

Archaisches Beuteschema
Warum finden immer weniger Frauen den Mr. Right? Im letzten Spiegel wurde ein Paartherapeut interviewt. Nun, Frauen wollen immer noch, und das geht schon seit der Steinzeit so, den erfolgreicheren, ueberlegenen Mann. Nur wird das in dem Grade schwieriger, in dem die Frauen tüchtiger und qualifizierter werden, tüchtiger und qualifizierter als Männer. Dann bleiben sie doch lieber Single.

mercoledì, marzo 19, 2008


Arthur C. Clarke starb mit 90 Jahren in Sri Lanka.

Ich erfuhr es aus meiner Zeitung ‘Il Resto del Carlino’ vom 19.3.2008. Hier ist die Übersetzung:

‘Sein Name war unlöslich mit ‘2001, Odyssee im Weltraum’ verbunden, das von Stanley Kubrik in eines der Meisterwerke der Filmkunst verwandelt worden war. Aber Arthur C. Clarke war nicht nur einer der Meister der Science Fiction. Mit neunzig Jahren erlosch sein Leben in Sri Lanka, wo er den größten Teil seines Lebens verbracht hatte.

Clarke wurde in Minehead in Somerset (England) geboren. Als Junge las er enthusiastisch alte SF-Zeitschriften und nach dem Gymnasium, als es ihm nicht gelang, in eine Universität zu kommen, arbeitete er als Staatsangestellter.

Während des zweiten Weltkrieges war er als Radarexperte in der Royal Airforce tätig und nahm erfolgreich an den Entwicklungen teil, die es England erlaubten auf der Gewinnerseite zu stehen. Nach dem Krieg machte er seinen Doktor am Londoner King’s College. Als sein wichtigster Beitrag zur angewandten Wissenschaft kann die Idee angesehen werden, dass geostationäre Satelliten ein ideales System für die Telekommunikation seien. Eine geniale Intuition, jetzt weitaus mehr geschätzt als im Moment der Konzipierung. Er entwickelte seine Idee in einem Artikel mit dem Titel ‘Can rocket stations give worldwide radio coverage?’ (‘Können Raketenstationen zu einer weltweiten Radioreichweite beitragen?’), veröffentlicht in Wireless World in 1945.

Wegen dieses Beitrages ist der geostationäre Orbit auch als Clarke Orbit bekannt. In den ersten vierziger Jahren, als er noch in der RAF arbeitete, fing er an, seine ersten Science Fiction Stories an Magazine zu verkaufen. Er arbeitete für eine kurze Zeit an Science Abstracts bevor er 1951 seine Laufbahn als Vollzeit SF-Autor begann. Seit 1956 lebte er in Sri Lanka, in Colombo. Im Dezember 2007, anlässlich seines neunzigsten Geburtstages, zeichnete er eine Nachricht auf, die in You Tube zu sehen ist. Der Schriftsteller war auch Präsident der Interplanetary Society und Mitglied des Underwater Explorer’s Club (sowie Ehrenpräsident der British Science Fiction Association, -key).

Der Roman ‘2001, Odyssee im Weltraum’ ist der bekannteste von mehr als hundert Titeln, die von Clarke produziert worden waren. In 1968 war Clarke Co-Autor des Films, den Kubrik vier Jahre nach ‘Dr. Strangelove’ und ‘Lolita’ herausbrachte. In einem der wohl wichtigsten Momente in seiner Karriere als Regisseur.

(aus ‘Il Resto del Carlino vom 19. März 2008)

domenica, marzo 16, 2008

Fantasy & Science Fiction, March 2008

Unter den Geschichten dieser Ausgabe fand ich zwei besonders gut. Albert E. Cowdreys ´The Overseer´, der Aufseher, spielt in der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges 1861 – 1865, und zwar in Mississippi. Cowdrey, dessen Stories zum grossen Teil New Orleans als Hintergrund haben, entfaltet hier eine Familiensaga.

Einwanderersohn Lerner erzählt, wie sein Vater in Mississippi Land kauft, Baum-
wolle anbaut, die er von seinen Negersklaven pflücken läßt. Ein Aufseher hilft ihm, die Sklaven zur Arbeit anzutreiben. Dieser schwarzgekleidete dürre Mann hatte ein Auge auf Lerners Cousine geworfent. Lerner verbringt seine Jugend mit Royal, einem farbigen Jungen, von Lerners Vater gezeugt. Lerner opponiert gegen den Aufseher und wird zur Strafe auf ein College geschickt. Bevor er weggeht, nimmt er Royal das Versprechen ab, den Aufseher zu erschießen, falls der sich seiner Cousine nähern sollte. Und es dauert auch nicht lange, dann ist der Aufseher tot und Royal geflohen.

Der Aufseher hilft Lerner als Dämon über die Fallstricke des Lebens hinweg. Lerner wird zum Dieb und Mörder, um an Geld zu kommen, nachdem der Vater das Landgut zugrunde gesoffen hatte. Der Aufseher macht Lerner zu einem reichen Mann, in dem er ihm Hinweise auf Baumwollgeschäfte gibt.

Nach Kriegsende kommt Royal als Politiker aus dem Norden in den Mississippi zurück und läßt sich zum Senatoren wählen. Der Aufseherdämon sieht die Zeit gekommen, sich an Royal zu rächen und zwingt Lerner dazu, seinen Freund zu erschießen. Lerner erleidet einen schweren Unfall und ist dazu verdammt, in einem Rollstuhl zu sitzen. Morse, ein Schwarzer, wird sein Pfleger und gibt sich ihm als Sohn zu erkennen. Lerner sieht, dass Morse versucht, an seinen Safe heranzukommen und legt sich eine Pistole unter das Kopfkissen. Beide erscheinen, Morse, dann der Aufseher. Dieser will Lerner zwingen, Morse zu erschießen. Lerner nimmt die Waffe und erschießt sich selbst. Der Aufseher verlor eine Seele und gewann mit Morse eine neue.
K.D. Wentworths ´Exit Strategy´behandelt ein anderes Thema aus der Sicht eines Teenagers. Charlsie hat keinen Bock mehr zu leben. “Everything sucks”, she said, “trying to make friends and keep them, when they are all two-faced bitches, trying to learn the most boring stuff in the universe and then cough it back up for tests just so that one day I can work for practically nothing at some boring job. I´m tired of curfews, rules, fads, boyfriends, parents, especially my dad. Can you believe he even wants me to tell how to wear my freaking hair.”

Sie erzählt das oben geschriebene einem Priester der Church of Second Life. Erm, das ist ein anderes Second Life, hat nichts zu tun mit Linden Labs. Der Priester, ein Mann mit Boxerstatur, heißt Sister Angela. Er war mal eine, auch physisch. Nun hat sie Blumenkohlohren. Charlsie lässt sich nicht entmutigen, sie will ihr Leben geben und als irgendjemand wieder auferstehen.

Charlsie, die vorgibt, schon 18 Jahre alt zu sein, wird von der Kirche für eine Probezeit aufgenommen, in der sie es sich noch einmal überlegen kann. Sie arbeitet für die Kirche. Der Vater bekommt das mit und schickt Charlsie zu einem Psychologen. Charlsie hat genug davon und läuft zur Kirche zurück. Vater und der Psychologe spüren sie dort auf. Einer der Priester erkennt in dem Vater Charlene, die ihr Leben der Kirche zur Verfügung gestellt hatte und dann als Charlsies Vater Charles weiterlebte. Es stellte sich heraus, dass er es Charlsie nicht zumuten wollte, den Einstieg in ein neues Leben verkraften zu müssen.

Ende gut alles gut. Charlsie darf in der Kirche weiter arbeiten und findet es cool, in ihrem Vater eine Freundin gefunden zu haben, mit der sie im Einkaufszentrum herumziehen konnte um Kleider, Schminke und Ohrringe zu kaufen.

martedì, marzo 11, 2008




Asimov´s Science Fiction, March 2008

Es ist gut, dass Sheila Williams, der Editor dieses Magazins, sich auch auf neue Autoren einlässt, so kommen doch ein paar Fundstücke an das Licht. Aber die Experten unter den Schreibern liefern die besten Geschichten. So wie Carol Emshwiller. Mit ´Master of the Road to Nowhere´gelang ihr das Kunststück, dass ich ihre Geschichte keiner Kathegorie zuordnen konnte. Vielleicht ist es Science Fiction, aber dann weit ausgelegt, denn die Handlung könnte sich auch in unserer Gegenwart abspielen.

Es geht um einen Gruppenältesten, den Ich-Erzähler, um seine Gruppe, die sich dadurch von anderen Menschen unterscheidet, in dem sie nach ihrem eigenen Verhaltenskodex lebt und handelt. Sie ist auf der Suche nach einem nie gefundenen legendären Tal, in der Absicht, sich dort niederzulassen. Ein Mann an einem Kreuzweg weist ihnen den Weg dorthin, einen Pfad, der in die Berge führt. Das Tal finden sie nicht.

Ein Teil der Gruppe bleibt in den Bergen, der andere Teil geht hinunter in die nächste Stadt. Der von der Gemeinschaft gewählte Älteste hat für Unterkunft, Kleidung und Nahrung zu sorgen. Er sieht sich in der Stadt um und stiehlt, findet ein verlassenes Haus, in dem seine Leute Unterschlupf finden. So weit so gut. Doch dann verliebt er sich in eine Frau aus der Gruppe, und macht ihr Avancen. Er spürt, dass er der Frau nicht gleichgültig ist. Das Verhalten der beiden stösst bei den anderen auf Widerwillen und die Gruppe holt einen Mann ihres Clans herbei, der auf Wanderschaft gegangen war. Er soll in einem Kampf mit dem Gruppenältesten dessen Rang für sich beanspruchen. Der Neue gewinnt und der Geschlagene muss die Gruppe verlassen. Doch er nimmt die Frau mit. Die empörte Gemeinschaft schickt ihm eine Weise Frau nach, die ihm mit einer Sichel den Kopf vom Rumpf trennen soll. Der Ausgestoßene, seine Frau sowie ein auf Wanderschaft geschickter junger Mann der Gruppe wehren die Frau ab, als sie von dieser entdeckt werden. Sie gehen in die Berge, finden das gelobte Tal, bauen dort ihr Haus und wenn immer sich Menschen nähern, stellt der Mann sich auf den Kreuzweg und zeigt ihnen die falsche Richtung.

Ich nehme an, Emshwiller hat sich von Zigeunern inspirieren lassen. Was ist der SF-Teil in dieser Geschichte? Dass die Gruppe sich aufgrund ihrer Regeln nur zu Fuss bewegen darf? Dass die Gruppenälteste sich anmacht, mit ihrer Sichel dem Gruppenkodex Genüge zu tun? Die Gruppe und ihr Verhalten kommen der SF wohl am nächsten.

Die Geschichte ist spannend geschrieben. Ich wollte wissen, wie es mit dem Burschen weiter ging.
aus Business Week vom 10.3.2008

Das Abbröckeln der Mittelschicht

ist ja nicht auf Deutschland beschränkt. Dieser Trend ist schon seit Jahren in den USA zu beobachten. Die letzte Ausgabe der Business Week brachte mit ihrem Artikel ´In Ohio, it´s really about the economy´.

US Amerikaner legen schon Geld zur Seite, wenn ihre Kinder klein sind, um sie später auf ein College schicken zu können. Viel Geld geht für eine Krankenversicherung drauf, und noch mehr ärztliche Behandlungen, wenn der Patient nicht versichert ist. Das sind um die 30 – 40 % der Amerikaner. Nun kommt die Hypothekenkrise hinzu. Viele Häuser stehen leer, wie die auf dem Foto und sind unverkäuflich aufgrund des Überangebots, des Vandalismus und des Mangels an Käufern. Ein weiterer Trend führt zum Schwund der Mittelklasse. Die Umwandlung gutbezahlter Jobs in schlechdotierte.

Dieser Artikel beschreibt die Situation im Staat Ohio. Seit dem Jahr 2000 sind dort 236.000 Fabrikjobs verschwunden, ein Schwund von 23.3 %. Ein Beispiel: In Ohio hatte General Motors gut verdienende 63.200 Angestellte und Arbeiter, jetzt sind es 12.300. Wal-Mart hatte schlechdotierte 15.100, jetzt wuseln 52.000 Abhängige in den Läden herum.

lunedì, marzo 10, 2008


Martian Museum of Terrestrial Art

Marsianisches Museum Irdischer Kunst.


Die Barbican Art Gallery, Barbican Centre, Silk St, London EC2Y 8DS zeigt zeitgenössische Kunst als ein Museum, das eine Leihgabe von Marsianern präsentiert.

Tickets 8 £

Quelle: Ansible 248 von David Langford



sabato, marzo 08, 2008


Fantasy & Science Fiction, February 2008

Dieses Magazine wird von Frauen wohl mehr gelesen als Analog und Asimov’s, weil es Fantasy enthält. Vielleicht aber auch nicht, denn Drachen, Prinzen, Hexen sind in diesen Stories selten oder gar nicht zu finden. Was ist mit Engeln? In ‘If Angels fight’ erzählt Richard Bowes, wie der Ich-Erzähler von der Mutter eines Freundes gebeten wurde, nach ihrem Sohn zur forschen, obwohl der schon viele Jahre unter der Erde liegt. Der Protag, der Ich-Erzähler, findet ihn schließlich in den Köpfen einzelner Personen, die er kannte oder kennenlernen würde. Und er brachte ihn in die Familie zurück.

Bowes beschreibt dies in einem faszinierenden Stil, der mich packte und an der Suche teilhaben ließ. Ich fand auch einen Ausdruck, den ich im Second Life, wo vorwiegend englisch gesprochen wird, sicher verwenden kann: ‘When the mood’s upon him, he can charm a dog of a meat wagon.’