Coversong Roads

domenica, luglio 26, 2026

Minutennovelle: Hafenrundfahrt

 

Fishies und Christine bestiegen die ersten Busse und fuhren los. Sie hatten es nicht weit, da der alte Wasserturm, in dem das Planetarium lief, sich im Stadtpark befand.

Dann belegten Elsa und ihre Gruppe die nàchsten Busse und machten sich auf den Weg zur Kunsthalle.

„Wer hat sich denn dafür eingesetzt, dass wir bei der Hafenrundfahrt mitmachen?“, fragte Schneider. Udo zuckte die Schultern. „Wir sind eben für alles zu gebrauchen,“ meinte er und belegte mit Schneider die für sie reservierten Plätze in einen der letzten Busse, nachdem die Fishies eingestiegen waren.

Tramobap ging nicht durch die Tür und schwang sich aufs Dach, machte sich größer als er war.

„So einen habe ich schon mal in einem Horrorfilm gesehen“, rief ein Junge. „Cool, und jetzt haben wir einen in Hamburg!“, meinte ein anderer.

Die Busse fuhren los. Eine Motorradkolonne der Polizei hielt Neugierige auf Abstand. Es hatte sich schnell herumgesprochen, dass es wieder ein Großereignis im Hamburger Stadtpark gegeben hatte.

„Sollten wir noch einen Abstecher zur Herbertstraße machen?“, fragte Udo. Ihre Plätze befanden sich hinter dem Fahrer des ersten Busses, um bei Bedarf die Busse noch umlenken zu können.

„Nö, Fishies haben doch ein anderes Fortpflanzungssystem“, meinte Schneider. „Nutten in Fenstern interessieren die doch gar nicht. Wir fahren direkt zum Hafen.“

Die Fahrt verlief glatt und zügig. Hin und wieder hörten sie einen Aufschrei, wenn die Leute Tramobap auf dem Dach sahen.

Frau Leonardi und ihr Sohn Fred saßen hinter den beiden. Udo drehte sich um. „Frau Leonardi, was treiben Sie den ganzen Tag auf dem Wasserplaneten?“

„Wir verzehren Wasserpflanzen, aber haben eine eigene Küche dafür geschaffen. Ich hätteRezepte mitgebracht, nur gibt es die Pflanzen bei Ihnen nicht. - Darüber hinaus hat Christine den Wunsch geäußert, im Wasser eine Universität aufzubauen. Eine richtige, wie in Arkham, auch mit Hörsälen auf dem Trockenen, um ein paar Dozenten von der Erde einzuladen, und Schlafgelegenheiten, auif denen sie für die Zeit unterkommen können. Cthulhu hat nichts dagegen.“

Sie hielten an den Landungsbrücken, Schneider ging zum Schalter, zahlte die vorbestellte Barkassenfahrt. Sie bestiegen eine Barkasse und fuhren in den Hafen.

Der Barkassenführer tat, als seien Fishies ganz gewöhnliche Touristen, begrüßte sie und fuhr los.

Tramobap, ein Bruder Cthulhus, der auf dem Wasserplaneten weiter schlief, befand sich in seinem Element, als er das Wasser sah. Er glitschte über die Bordwand ins Wasser und tauchte unter.

Schneider ließ den Barkassenführer einen Moment anhalten, um Tramobap Zeit zu geben, sich wieder in die Barkasse zu schwingen. Doch nach fünf Minuten ließ er die Barkasse weiter fahren.

„Hoffentlich macht der keinen Sch....“, meinte Udo. „Nicht dass der ein Verzerrungsfeld über den Hafen legt.“

Währenddessen erzählte der Führer von Blohm & Voss, zeigte Containerschiffe, Frachtschiffe Schlepper und Krähne, die Speicherstadt mit ihren Fleeten.

„Doch mal was anderes“, meinte Frau Leonardi. „Vielleicht kann Christine über das Planetarium herausbekommen, wo wir das nächste Mal hinfliegen.“


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