Coversong Roads

sabato, aprile 07, 2018

Forbes Nov. 2017



Dauerte etwas. Musste mich erst mal durcharbeiten. Wo durch? „Forbes“. Die amerikanische Zeitschrift tauchte letzten November im Kiosk auf, den wir passieren, wenn wir den Markt in Finale Emilia besuchen, der mittwochs stattfindet.

„Forbes“ kannte ich aus meiner U.S.-Zeit. Ich hatte sie abonniert, doch nach Italien schicken sie sie nicht. So ist die neue italienische Ausgabe besser als gar nichts. Die Zeitschrift gibt es schon seit einhundert Jahren, beschäftigt sich mit Ökonomie und speziell mit Finanzen. Bertie Charles Forbes, das sechste von zehn Kindern eines Schneiders, hatte die Idee eine eigene Zeitschrift zu gründen, nach dem er für andere als Journalist gearbeitet hatte. So nach und nach bauten die Forbes ein Wirtschaftsimperium auf. Hut ab.

Was den Inhalt der italienischen Ausgabe angeht, gibt es Beiträge über Personen, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Man erfährt, dass es ein italienisches Biotop gibt, in dem sich Startuppers tummeln. Viele werden erfolglos bleiben, aber sie versuchen es immerhin. Es gibt Gemeinplätze in den Artikeln, so dass der reale Informationswert gering bleibt. Aber vielleicht hilft gerade das, Personen anzuregen, es den beschriebenen Personen gleichzumachen und in das kalte Wasser des Unternehmertums zu springen, um herauszufinden ob es trägt?

Dann gibt es Geschichten über Unternehmersprösslinge, die versuchen, die von Vorfahren aufgebauten Geschäfte weiter zu führen. Ein Beispiel: Ferragamo, dessen Großvater das Modehaus gegründet hatte. Dessen Umsatz beträgt über eine Milliarde Euro. Ist doch was.
Italien hat seine internationale Position in der Mode beibehalten. Armani, Laura Biagiotti, Bulgari, Roberto Cavalli, Cerruti, Diesel, Dolce & Gabbana sind nur einige der auch besonders jetzt in Asien populären italienischen Modehäuser.

Der Chef der deutschen Unternehmensberatung Porsche Consulting Josef Nierling gibt einiges zum Besten. Ich mochte besonders seine Schlagwörter: Vibrierender Moment der Transformation ist so eines. Quatsch ist auch wenn er schreibt: Früher haben die besten Talente komplexe Probleme gelöst. Heute müssen sie sich darauf konzentrieren, neue Möglichkeiten ausfindig zu machen. Als ob das eine das andere ausschliesst. Talente müssen beides drauf haben. Talente besitzen eine schnelle Auffassungsgabe gepaart mit einer auf die Zukunft gerichtete Erfahrung. Und so weiter und so fort. Richtig ist, nach meiner Auffassung, dass das Aufspüren neuer Möglichkeiten einen höheren Stellenwert eingenommen hat. Als ehemaliger Betriebsorganisator kann ich ein Lied davon singen, wie wir gegen die Das haben wir schon immer so gemacht – Mentalität ankämpfen mussten. Im Rahmen der Digitalisierung hat die Erneuerung von Abläufen im großen Umfang gerade erst begonnen.

Einen größeren Raum nimmt Fintech ein. Aus dem Thema ist inzwischen Luft entwichen, seit dem der Kurs von Bitcoin wieder schrumpft. Es wird von digitalen Banken berichtet, die Transaktionen mit dem Handy zulassen. Wenn es jedoch keine Schecks mehr gibt bricht ein gewaltiger Teil an Transaktionen weg, weil viele Banken ihre Prozeduren noch nicht an diese Art der Bezahlung angepasst haben. Es dauert alles langsamer als man denkt. Auf englisch heisst es inertia, auf italienisch inerzia. Ah, auf deutsch ebenfalls inertia = Trägheit. Das menschliche Verhalten wird durch Trägheit geprägt. Es dauert eben alles länger.

Ein weiterer Raum wird durch Aktivitäten in China bestimmt. Interessant. So hat ein Wursthersteller aus Südtirol in einer chinesischen Kleinstadt namens Luohe eine Wurstfabrik aufgebaut und ist inzwischen auch in Shanghai present. Er kann inzwischen Chinesisch, hat eine chinesische Frau und ist chinesischer Wurstkönig. Und so gibt es andere erstaunliche Aktivitäten über die Forbes berichtet. Nicht zu vergessen das prägnante Merkmal dieser Zeitschrift, jedes Jahr die Top Ten und darüber hinaus der reichsten Personen der Erde aufzuführen.

Einige Artikel sind schwach, voll von bla-bla-bla. Aber immerhin, wecken sie in manchem unternehmerischen Jungspund das Bedürfnis etwas aus sich zu machen. Die Frage ist nur, wer von denen liest diese Zeitschrift?

Der Finanzpart dieser Ausgabe war schwach und enthielt wenig lernenswertes. Der Artikel über Bitcoin zu allgemein. Es wurde über Trading-Plattformen berichtet, deren Transaktionen über das Smartphone ohne Kommission abgewickelt werden können. Von Trading halte ich nichts. Aktien sollte man lange halten.

Ich hatte auf meinem Cellphone Anrufe einer Tradingfirma bekommen, die mich animieren sollten zu traden. Mache ich schon log ich, lol. Zu Dot.com-Zeiten sprang ich täglich aus Aktien raus und hüpfte hinein. War ein Fehler. Aber Ende der 90er war alles in Fermentation, die Zeiten waren aufregend. Heute sieht man mit hochgezogenen Augenbrauen, wie Trump die Aktienkurse runter redet.




domenica, aprile 01, 2018

Wunder dauern etwas länger

Zur letzten Ausgabe der "Scientific American" gab es eine Beilage von Johnson & Johnson, dem Unternehmen, das medizinische Produkte herstellt und vertreibt. "Next Frontiers", so heisst die Beilage, ist mehr SF als Realität. Sie versucht uns zu vermitteln, welche Fortschritte die Medizin machen wird.

In Autos gibt es die Anzeige "Check Engine". Ich habe sie in meinem Ford Ranger und in meinem Jeep Wrangler. Mein oller Omega hat sie nicht und für meinen Astra müsste ich in der Dokumentation nachsehen. Bei der "Check Engine"-Meldung steckt der Mechaniker das Kabel eines Diagnosegerätes in die Buchse des Autos und liest die Fehlernummer aus. Damit bekommt er die Info über die Art des Defekts.

So soll es auch beim Menschen passieren. Nur haben sie noch nicht geschrieben, wo bei mir die Buchse eingerichtet wird. Ausserdem kann das doch wohl nur ein erster Schritt sein. Der menschliche Körper repariert sich doch seit zillionen von Jahren zum Teil selbst. Dann sollte es doch angestrebt werden, den Körper auf längere Sicht die übrig bleibenden Defekte selbst beheben zu lassen.
Angedacht ist ebenfalls, Organe mit einem 3D-Drucker zu drucken. Erste Versuche starten.
Mit CRISPR/CAS9 ist es möglich Widerstandsgene in Mücken einzuschleusen, die sie an ihre Nachkommen weitergeben. Um Malaria einzudämmen und zu eliminieren ist es ideal. Das Problem ist es, die Erlaubnis dafür in den Ländern einzuholen, in denen Malaria vorkommt.

Es gibt einen weiteren Artikel über die Stärkung der Immunabwehr im Menschen zur Bekämpfung von Krebs.

Diese Nachrichten sollen das Gefühl verstärken, dass die Medizin-Industrie nicht schläft, ständig Verbesserungen sucht, wie Krankheiten zu bekämpfen sind. Lobenswert, man sollte aber keine Wunder in kurzen Zeiträumen erwarten. Das dauert.

Dumpfbacken


die sich lt. Spiegel Online in Facebook über ein Werbeplakat der DAK aufregen, das ein Paar zeigt, welches sich auf ein Baby freut, sind aus Deutschland nicht wegzudenken. Sie sind da, wie ein Geschwür. Der Grund für Kommentare wie „Mörder“, „Vergewaltiger“, „Neger“, „zum Kotzen“ ist, der Mann auf dem Plakat ist dunkelhäutig.

Man kann diese Dumpfbacken nicht abschieben. Sie sind da, bleiben wie Mehltau, der sich über Deutschland legt. Da fällt mir doch der Film „Elysium“ ein. Ein Space-Habitat, wohin man sich zurückziehen könnte, um Idioten die Erde zu überlassen.

Ich bin sicher, dass Leute wie Bezos, Musk, Zuckerberg und Gleichgesinnte sich in den Weltraum zurückziehen würden, um von dort ihre Unternehmen zu leiten und die Erde den Lowbrows, den Retardierten überliessen, wenn dies denn möglich wäre.

Erinnert mich doch glatt an Ayn Rand, die 1957 mit „Atlas Shrugs“ ein ähnliches Szenario zu Papier gebracht hatte. Nur dass die Welt der Aufgeklärten in den USA hinter den Bergen lag.

Hinter den Bergen? Jetzt denke ich an Schneewittchen, lol.

sabato, marzo 31, 2018

Interzone 274, New Science Fiction & Fantasy



„Soul Music“ von Anthony Johnston spielt im Künstlermilieu auf einem desolaten Planeten. Über ein Wormhole kamen sie dorthin, bildeten eine Kolonie, und dann verschwand das Wormhole. Verbindung zur Erde war tot. Die Personen waren ohnehin ausgeflippt, so dass sie das nicht weiter störte.

„Jek was a thousand assholes rolled into one“.Diesen Spruch finde gut. Vielleicht kann ich den irgendwann einmal anwenden, lol. Es geht um alte Bücher wie „A history of post imperial music“. Bücher sind selten. Augen sind Ersatzteile und kommen aus dem Drucker. Um die 3D-Drucker ist es still geworden, finde ich. Man konnte Neko werden, sich Katzenpfoten implantieren lassen, oder auch Flügel. Der unwirtliche Planet war mit Kuppeln bestückt, unter dem Menschen lebten, die sich zu Gruppen zusammengeschlossen hatten: Drinkers, Druggers, Sexers, Builders.

Shoska, die Protagonistin, plante ein Event mit einem alten Erdinstrument, dass Gitarre hieß.Gut fand ich audiochromatic Patterns, Farbmuster ihres Kleides, das über die Musik im Raum wechselte. Müsste schon jetzt machbar sein, oder?


Frohe Ostern Leute

Der Spiegel v. 24.3.2018


In den letzten „Spiegel“-Ausgaben kamen Philosophen zu Wort. Akademiker, die so unterschiedlicher Meinung sein können wie Volkswirtschaftler. Also gibt es doch Leute, die sich mit der Frage beschäftigen, wie es gesellschaftlich weiter geht. Mit ihren Antworten finden sie in der Politik wenig Gehör. Die wurde in ihrer Unfähigkeit allein gelassen mit der Flüchtlingswelle fertig zu werden, die über das Land hinweg schwappte. Lag das an den Philosophen? Sicher nicht. Es lag an der mangelnden Aufnahmefähigkeit der Politiker.für neue Ideen.

Hätten Flüchtlinge in der Art hereingelassen werden sollen, wie es geschehen ist? Sicher nicht. Wäre es machbar gewesen, sie in ihr Ursprungsland zurückzuschicken? Sicher nicht. Ein Dilemma.
Das was der Regierung fehlte, waren Einfälle.Wie wäre es mit der Errichtung einer Pufferzone gewesen, gebilligt und erstellt von allen Mitgliedern der Europäischen Union? Buffer kennen wir aus der Informations-Technologie, in der Daten vor der Verarbeitung zwischengespeichert werden. Das gleiche Prinzip hätte auch für Flüchtlinge angewandt werden können. Leute heulen auf: Flüchtlinge sind Menschen, keine Daten. Menschen sind Daten und sie enthalten Daten. Doch die Datenverarbeitung bei der Flüchtlingsaufnahme funktionierte nicht. Hätte es einen Puffer gegeben, wäre es ein Leichtes gewesen, die Menschen so lange dort zu lassen, bis ihre wahre Identität ermittelt worden wäre. Dann die anderen Daten. Erinnerungen abzusaugen ist zur Zeit unmöglich. Doch wenn wir an Arthur C. Clarkes Ausspruch denken „Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic“, dann ist es nur eine Frage der Zeit.

Im vorletzten „Spiegel“ gab es unter der Überschrift „Es gibt keine Pflicht zur Fremdenfreundlichkeit“ ein Gespräch mit dem konservativen Philosophen Rüdiger Safranski. Er kritisierte die Einwanderungspolitik unter anderem. Man muss nicht unbedingt konservativ sein, um diese bescheuert zu finden. Der Mann hob, soweit ich mich erinnern kann, auch das Bedürfnis nach Identität in einem Volk hervor. Da kann ich nun überhaupt nichts mit anfangen. Denken wir mal an das Computer-Spiel „Second Life“, in dem sich zur Zeit um die 40000 Leute befinden. Die am häufigsten benutzte Umgangssprache ist englisch, egal ob es ein Deutscher oder Chinese ist, dessen Avatar dort herum macht. Was soll dort die Volksidentität? Denken wir mal an die Zukunft, wenn Maschinen intelligenter geworden sind. Was interessiert es die, zu welchem Land man gehört. Es sind Menschen, mit denen sie sich abgeben müssen. Und das reicht.

Denn eine Demokratie, wie wir sie kennen, ist zum Scheitern verurteilt. Das chinesische System der Ein-Parteien Regierung wird sich durchsetzen, bis es von einem Maschinensystem abgelöst wird.
Der letzte „Spiegel“ wurde unter dem Motto „Die Falle Facebook“ veröffentlicht, in dem Glauben, dass man den Konzern auf die Knie zwingen und die Nutzer schützen kann. Trump wettert gegen Amazon. Alles Rückzugsgefechte. Technologie entwickelte eine Eigendynamik und ist nicht mehr zu stoppen. Wo sie hinführt, siehe den Absatz zuvor.

Und schließlich Schulz, Markus Feldkirchen schrieb ein Buch über ihn. Vermutlich wird es in Deutschland später bei irgend jemandem im Bücherschrank stehen. Ich sehe nur, dass die deutsche Politik in ihrer jetzigen Form irrelevant geworden ist wie der Schulz es wurde. Deutschland kann es für eine Zeit aushalten. Es hat eine gute Infrastruktur. Auf Dauer aber hat es asiatischer Dynamik nichts entgegenzusetzen.

martedì, marzo 27, 2018

Lagerhallen und defekte Waffen


Lagerhallen, sogenannte e-commerce fulfillment and distribution centers sind in. Wenigstens in den U.S.A. Treibende Kraft sind zunehmende Online-Verkäufe. Toll, dass auch untalentierte Arbeitskräfte dadurch eine Stelle finden, für die Zeit, in der sie nicht durch Roboter ersetzt werden. Das kann noch dauern. In Seattle wird im Stadt-Zentrum ein Lagerhaus gebaut, in dem die Lastwagen bis in den ersten Stock fahren können. Grund: Lieferzeiten um Stunden zu verkürzen, dichter an der Kundschaft zu sein. Wird wohl mit Verzögerung auch in europäischen Ländern so laufen.

Interessant ist auch ein Artikel der „Business Week“ über brasilianische Pistolen, die billiger als amerikanische sind, dafür aber von selbst losgehen, wenn sie auf den Boden fallen. Na ja, man kann nicht alles haben. Nur ein paar Tote mehr. Hersteller ist Taurus. Und der US-Gesetzgeber hat keine Handhabe geschaffen den Hersteller zu zwingen, defekte Waffen zurückzunehmen. Ansätze dazu wurden von einigen waffengeilen Senatoren im Keim erstickt.




venerdì, marzo 23, 2018

Der Spiegel v. 17.3.2018


Geschafft: Den letzten Spiegel habe ich durch. Ist doch schon mal was. Die Überschrift im Leitartikel „Xi ist zu weit gegangen“ prangert China als Diktatur an und behauptet, dass China kein Modell für eine neue Wirtschaftsordnung sei.

Nun gut, mag ja alles sein. Nur China hat einen Plan, der nach und nach abgearbeitet wird. Das sich Xi Jinping mit open end hat inthronisieren lassen, halte ich bescheuert. Man muss auch mal loslassen können.

Der neue Generalsekretär der CSU Markus Blume meint „Das Bierzelt ist ein Seismograf“. Politik wird für Deppen gemacht. Entweder werden sie übers Ohr gehauen, siehe Vernachlässigung der Aufsichtspflicht bei Autoabgasen, Fluten des Landes mit Flüchtlingen, Erzeugung alternativer Energien ohne erforderliche Infrastruktur, oder die Deppen fallen durch das Rost der Regierung. Denke ich nur an die Tafeln, die versuchen die Ärmsten aufzufangen, oder an den Basistarif der privaten Krankenversicherungen, in dem für finanziell minderbemittelte Selbständige nur Mindestleistungen zur Verfügung gestellt werden. Das geht aus dem Artikel „Ganz Unten“ hervor. Auf der anderen Seite, wenn Selbständige die Beiträge zur Krankenversicherung nicht wuppen, hätten sie sich überlegen sollen, ob es Sinn macht, Selbständiger zu werden. Unter diesen Gesichtspunkten kommt man sich in Italien mit seinem nationalen Gesundheitsdienst wie im Schlaraffenland vor.

In den U.S.A wäre es noch schlimmer als in Deutschland. Häufig verlieren alte chronisch Kranke dort ihre ganzen Ersparnisse, die sie für ihre Behandlung aufbringen müssen, weil sie aufgrund ihrer Krankengeschichte in keine Versicherung aufgenommen wurden. Obamacare versuchte dem ein Ende zu setzen, was aber nur teilweise gelang und durch die Trumpregierung wieder zurückgesetzt werden soll.

Dann gibt es mit „Tod in Berlin“ einen Artikel über ein junges amerikanisches Ehepaar, welches in der Berliner Diskothek Berghain eine Nacht verbringen wollte. Was es auch tat, nur sie schluckte Ecstasy-Tabletten, fiel um und starb. Ist das einen Artikel wert?

Der Fortschritt ist eine Schnecke“. Anscheinend steigt Produktivität nur in kleinen Inkrementen. Glühlampe, Telefon, Dampfmaschine, waren machtvolle Produktionsbooster. Jetzt müssen Sensoren, Algoritmen entwickelt, Verbindungen geschaltet und der Mittelstand auf Linie gebracht werden. Das zieht sich hin. Es kommt die Künstliche Intelligenz hinzu, dann dauert es noch länger. Und Otto Normalverbraucher bekommt davon nichts mit. Nur, irgendwann ist es soweit, und die Welt wird anders aussehen.

Es gibt einen Artikel über Gamer, den ich ganz interessant fand. Ich benötige einen PC mit schnellerer Grafik, denn in der Second Life Region Stepford, wo ich eine Klinik betreibe, dauert es, bevor sich Objekte und Personen materialisieren. Das muss Ruckzuck gehen. Ich werde mich mal umsehen.

Miriam Meckels Buch „mein Kopf gehört mir. Eine Reise durch die schöne neue Welt des Brainhackings“ wird auseinander genommen. Meckel ist Professorin für Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. Die Frau hat zuviel geraucht, wenn sie behauptet, dass Computer in Zukunft unsere Gedanken werden lesen können und Personen mit Gehirnimplantaten die geistige Elite bilden werden.

Wenn William Gibson das in einen SF-Roman eingebaut hätte, würde ich es akzeptieren, aber als Sachbuch?

Dass die AfD deutsche Politik aufmischt, ist ja in Ordnung. Nur der Nationalismus geht mir auf den Senkel. Das ist so, als wenn Trump Zollschranken errichten würde. Oh, tut er ja.










mercoledì, marzo 21, 2018

Social Credit System oder chinesische Gefälligkeitspunkte



Wer sich vorbei benimmt, darf nicht fliegen oder Bahn fahren. Falsche Infos über Terrorismus verbreiten, Ärger im Flugzeug machen, abgelaufene Tickets benutzen, im Zug rauchen werden mit Punktabzug und Fahrt-, Flugverbot geahndet. Desgleichen wenn Arbeitgeber keine Versicherungsbeiträge abführen oder Gebühren nicht bezahlen. Das System wird sicher noch optimiert.

Ab Mai wird es offiziell, aber lt. Reuter wurden schon 2017 6.1 Millionen Chinesen vom Transport ausgeschlossen. Das war vermutlich die Beta-Version. Mit der Alpha geht es ab Mai los.

Der Spiegel vom 10.3.2018 und The Day of the Triffids


Der Spiegel

Die Titelstory des vorletzten „Spiegels“ war ein Beitrag über Depression. Nach meinem Empfinden gab es auf sieben bedruckten Seiten nicht viel, was man nicht schon vorher wusste. Es ist eine Krankheit, so viel steht fest, die geheilt werden kann. Wenn man sie hat, dann muss man da durch.
Unter „Kreative Zerstörung“ wird der Versuch Macrons beschrieben, die europäische Politik aufzumischen. Aber Sitzfleisch der Parlamentarier bildet die Mauer, gegen die Macron anrennt


The Day of the Triffids (2009)

John Wyndhams Roman hatte ich meines Wissens schon als Jugendlicher gelesen. Wyndham starb 1969. Den ersten Film hatte ich ebenfalls gesehen. Doch das 2-teilige Fernsehstück eben erst vor einigen Tagen auf You Tube. Klasse gemacht. Die Engländer haben was drauf. Ähnelte den Quartermass Fernsehspielen. Empfehlenswert.

domenica, marzo 18, 2018

Acronyme, Geschrumpfte Merkel und Fahrstühle


„Huawei Agile Pol helps Enel“

lese ich in einer Anzeige der vorletzten „Business Week“. Enel kenne ich, unser italienischer Strom-Erzeuger, aber was ist Pol? Ohne Acronyme kommt man anscheinend nicht mehr aus. Nun denn: Pol = Passive optical Lan, Lan wird nicht erklärt, das muss man wissen (Local Area Network), Pol basiert auf GPON = Gigabit Passive Optical Network. Alles klar? Lol (laugh out loud).
Damit es etwas verständlicher wird: Pol setzt sich aus OLT; ODN sowie ONU zusammen. Mit anderen Worten aus Optical Line Terminal, Optical Distribution Network, Optical Network Unit. Das Resultat. Netzwerkgeschwindigkeit wird von 100 Mbit/s auf 700 Mbit/s beschleunigt. Dann lese ich „50 percent higher deployment efficiency with over 50 percent lower OPEX“. OPEX, also was ist denn das schon wieder? Es wurde nicht erklärt. Das muss man also wissen. Ich google: Operational Expenditure = laufende Ausgaben.
Also nichts wie ran an die Acronyme. Ich werfe noch ein paar in die Runde:
GPIO = General Purpose Input/Output
MPP = Multi Purpose Pins
I2C = Inter-Integrated Circuit
UART = Universaal Asynchronous Receiver/Transmitter
SPI = Serial Peripheral Interface
PCM = Pulse Code Modulation
HDMI = High Definition
USB = Universal Serial Bus
eMMC = embedded Multimedia Card
RAM = Random Access Memory
GPS = Global Positioning System
ARM = Advanced RISC mACHINE
RISC = Reduced Instruction Set Computing
LED = Light Emitting Diode
PCB = Printed Circuit Board
BB = Breadboard
IC = Integrated Circuit
IR = Infrared
PIR = Passive Infrared
SDK = Software Development Kit
UI = User Interface
GUI = Graphical User Interface


Altenpflege

ist in vielen Ländern ein ungelöstes Problem. Bevor die Alten soweit sind, dass sie gepflegt werden müssen, sind sie ein unschätzbarer Bestandteil unserer Gesellschaft, wie der Papst gestern meinte.
Es hängt sicher damit zusammen, dass es in vielen Ländern zu wenig Kinderhorte gibt und dann, wenn die Alten gepflegt werden und weiter zu Hause wohnen möchten zu wenig Pflegekräfte.
Wie die “Business Week” berichtet, wird es 2050 in den U.S.A. Um die 80 Millionen Senior Citizens (Rentner) über 65 und um die 3 Millionen Pflegekräfte geben. In vielen anderen Ländern sieht es nicht besser aus. Dagegen hilft nur eines: So lange gesund bleiben wie möglich.

Bitcoin

Bei AliExpress habe ich mir einen USB-Stick bestellt, um ein Bitcoin Wallet draufzuladen. Ist aber noch nicht soweit. Ehe der Stick mit der Post bei mir eintrifft, vergeht sicher noch ein Monat. Und bis dahin lasse ich von Bitcoin die Finger.



Merkel Downsized

ist der Titel der letzten “Business Week”. Merkel ist geschrumpft, hat zwei wichtige Ministerien an die SPD abgeben müssen. Einige CDU-Leute sind sauer. Ich hätte mich für Neuwahlen ausgesprochen. Bin mal gespannt, wie es hier in Italien weiter geht. Unsere politischen Schrumpfhirne und Zombies werden den Laden schon gegen die Wand fahren.



Fahrstühle

Interessant. Über 180 > 250 m hohe Gebäude werden in den nächsten zwei Jahren errichtet. Die meisten in Asien. Kone (Finnland), ThyssenKrupp (Deutschland) und Otis Elevator (U.S.A.) sind die größten Fahrstuhlbauer, die ihre Geräte in überhohen Türmen testen. Einige fahren vertical und seitwärts. Davon bekommt man in Italien gar nichts mit. In Ferrara, am Hauptbahnhof, wird ein 10 stöckiges dödeliges Hochhaus als unser Wolkenkratzer tituliert. Auch daran kann man erkennen, wie sich Italien vom Fortschritt abnabelt.



Artificial Intelligenz Programmierer gesucht.

Spitzenkräfte, die Machine Learning programmieren und entwickeln, können bis zu einer Million Dollar pro Jahr verdienen. Diejenigen, die gerade die Uni verlassen, bekommen schon 300.000 Dollar. Kann man nicht meckern. Weltweit sollen, so sagt es eine Untersuchung, um die 22000 Personen in der Lage sein, Systeme Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Allein in den U.S.A gibt es um die 10000 offenen Stellen dafür. Irgendwann läuft es darauf hinaus, dass intelligente Systeme andere intelligente Systeme erzeugen.




venerdì, marzo 16, 2018

Asimov's Science Fiction Jan/Feb 2018




Enthält mit „Sea of Dreams“ eine Story von Xixin Liu, dem prominentesten chinesischen SF-Autoren. Ich habe seine Trilogie in meinem Regal nachdem ich las, dass Obama diese auf seinem Nachttisch liegen hatte. Ich wollte mit ihm gleichziehen; dann dann endete sie neben fünfzig anderen ungelesenen Bücher als Staubfänger.

Mit „Mother Tongues“ von S. Qiouyi Lu las ich eine weitere Story eines Chinesen. Er brachte sogar einige Wörter in Mandarin unter. Doch am chinesischen hapert es bei uns noch, oder?
Zwei Stories von James Gunn über herausragende Exemplare aliener Kulturen, die ausersucht sind zu einem Planeten zu fliegen, wo sich ein Prophet mit einer Transcendenz-Maschine aufhält. Was es mit der Maschine auf sicht hat, wird noch nicht verraten. Doch schon einige Asimov-Ausgaben zurück gab es ein paar Stories von Gunn, in denen er jedesmal andere Kulturen beschrieb und eine Handlung daraus aufbaute, bis sich deren Protagonisten aufmachten, zu dem Mann mit der Transcendenz-Maschine zu fliegen..

Gunn ist 1923 geboren. Der Mann ist jetzt 95 Jahre alt und haut noch immer die tollsten SF-Stories raus. Ich hatte ihn schon in meiner Jugend gelesen. Erstaunlich.

Ian Creaseys „The Equalizers“ ist ebenfalls gut. Nahe Zukunft. Die Leiterin der Personal-Abteilung eines Grossunternehmens setzt sich eine Brille auf, bevor sie Bewerber interviewt. Damit sieht sie die Leute als Avatar und hört deren verfremdete Stimme. Der Zweck, eine von Vorurteilen befreite Bewertung durchführen können.
Es klappt nicht mehr, als sie sich vor einem One-Night-Stand den Equalizer aufsetzt.

mercoledì, marzo 14, 2018

Der Spiegel vom 3.3.2018


Planung = 0.

Ich habe Respekt vor unseren Altvorderen, die tolle Parks wie den Hamburger Stadtpark oder den in Kassel geplant und geschaffen haben. So etwas würde in unserer Zeit doch niemand mehr hin bekommen.
Mir kam dieser Gedanke, als ich den vorletzten „Spiegel“ durchblätterte, in dem das Dieselproblem für Deutschland dargestellt wurde. Die Zulassungsmargen der Europäischen Union waren seit langem bekannt. Sich wie die Chinesen auf Elektroautos zu konzentrieren oder die Autoindustrie dazu anzuhalten Wagen mit ausreichend dimensionierten Behältern für Adblue zu bauen, fiel der Regierung nicht ein. Planung für die nahe Zukunft, geschweige für die weiter entfernte, ist ihr nicht möglich. Die Konsequenzen wird Autofahrern aufgelastet.



Jens Spahns Bemerkung

Jeder habe mit Hartz IV, was er zum Leben brauchte, das meinte der künftige Gesundheitsminister Jens Span. Das reicht nicht. Wenn auch zwei Grundbedürfnisse, ein Dach über dem Kopf und Nahrung, befriedigt sind, fehlt die gesellschaftliche Teilnahme.
Vielleicht fällt uns dazu etwas ein. Ich meine Gutscheine für Theaterkarten, Zigaretten, Freibier und Puffbesuche wären ein guter Anfang. Vielleicht noch ein Mitgliedschaftsgutschein für einen Angelverein, Anstellung in der Dosenpfandprüfstelle. Haben wir damit alles abgedeckt? Ich erwarte weitere Vorschläge.



Rote Bedrohing?

Ein Essay im „Spiegel“ stellt China als eine rote Bedrohung dar. Unsinn. China will langfristig den Rest der Welt assimilieren. Die roten Borgs. Das ist doch keine Bedrohung, das ist das Erklimmen einer höheren Ebene. Wer das schafft, hat mehr Geld, mehr Technologie, eine sauberere Umwelt und ist der Optimierung nähergerückt. Nun gut, es wird anstrengend sein, besonders mit dem Erlernen von Mandarin, aber Cappuccino sowie Bratwürste werden einem gelassen. Da bin ich mir sicher.

lunedì, marzo 12, 2018

Wenn es dann regnet und einmal friert



Schlaglöcher, die nach dem letzten zweitägigen Frosteinbruch auf Italiens Strassen entstanden sind, haben ihren Platz in Italiens Tageszeitungen gefunden. Unser Land zerbröckelt. Bin gerade mit dem Fahhrad zurückgekehrt. Ich hatte die Absicht, so einen Krater der Strasse zu photographieren oder heisst es fotografieren oder photografieren oder fotographieren aber potz Blitz, waren die schon mit Teer gefüllt worden oder war es Bitumen? Unsere Region ist die mit den schnellsten Ausbesserern. Die machte es doch glatt nach 4 Tagen, oder waren es 5 oder 6 oder 7?



domenica, marzo 11, 2018

"E' la scienza che lo dice Il mondoi e figlio di Dio."




Unsere Tageszeitung widmet zwei Seiten dem 88 jährigen italienischen Physiker Antonnino Zichichi, der mit der obigen Aussage zu tief ins Weinglas gesehen hat.

Sicher sind seine Verdienste unbestreitbar, aber dann müssen ihm die Neuronen durcheinander gekommen sein.

„Wir sind keine Produkte des Chaos sondern der Logik. Deshalb muss es einen Verursacher (autore) geben.“

Na denn. Diese These müsste erhärtet und von Peers, also anderen Wissenschaftlern korroboriert (bestätigt) und dann in einer wissenschaftlichen Publikation stehen. So lange das nicht passiert, ist es Inhalt der Tasse, die der Mann nicht im Schrank hat.

venerdì, marzo 09, 2018

Reddito di Cittadinanza



Cinque Stelle, diese Partei bekam die meisten Stimmen bei der Parlementswahl dieses Monats. Eine der Attraktionen war Reddito di Cittadinanza, ein Kreuzung von Hartz IV und Grundeinkommen.
Eine Regierung kam noch nicht zustande; denn jetzt wird ausbaldowert, welche Partei mit welcher koalieren kann; denn keine bekam die absolute Mehrheit.

Doch schon treffen in den Kommunen Anfragen nach Antragsformularen für Reddito di Cittadinanza ein.

Anscheinend stehen die Antragsteller auf dem geistigen Level derjenigen, die Schulz von der SPD zum Heiland stilisiert hatten, bevor der im Nichts verschwand.

giovedì, marzo 08, 2018

Analog, Science Fiction and Fact, Jan/Feb 2018







enthält lesenswerte Geschichten. „Hobsons Choices“ von Mary A. Turzillo z.B. handelt von einer Familie, die aus ihrem herunter gekommenen Haus in eine Gated Community zieht. Die Sache hat nur einen Haken, die Auswahl. - So könnte es in abgemildeter Form auch im Schrebergarten-Verein laufen mit Typenlauben und Heckenhöhe -. Haustypen, Farben von Haus und Autos, Sportangebote und Tanzpartner für die Tochter, die Zahl ist auf drei reduziert und die Verwaltung behauptet, egal wieviel Typen, Arten, Variationen angeboten werden, es läuft immer auf drei Typen hinaus. Als die Tochter nicht einmal ihren Freund als Tanzpartner auf den Highschool-Abschlussball (Junior Prom) mitnehmen durfte sondern einen von drei Jungen des Wohnkomplexes, war das Mass voll und sie zogen wieder in ihr altes Haus zurück.
In den USA sind Wohnkomplexe optimal. Die gibt es in fast jeder großen Stadt. Sie bestehen aus einem Bpro und zwanzig oder mehr Häusern. Ich wohnte in Greenville in einem dieser Häuser, das aus sechs Wohnungen bestand. Möbliert, unmöbliert. Der Wohnkomplex hat Swimming-Pool, Waschsalon, Fitness-Raum, Tennisplätze. Wenn ich mit einem Glas Merlot und Buch auf dem Balkon lag, hörte ich das Plop-Plop vom Tennisplatz, Glockenspiele von den anderen Balkons, deren Töne vom Wind erzeugt wurden.
Nahm man ein unmöbliertes Appartement, konnte man die Möbel in einem Geschäft aus dem Showroom aussuchen und mieten. Praktisch.


In „Endless City“ von David Gerrold ist von Meatspace die Rede. Das ist, was wir Second Lifer als Real Life bezeichnen, in dem organische Zellklumpen wie Menschen zu Hause sind. Während wir bei Second Life die Tastatur eines Computers bedienen, werden Avatare in den Sf-Stories gedankengesteuert.
Im Ist-Zustand hängen Gamer im virtuellen Raum und zur gleichen Zeit im Meatspace herum. Das wird sich dann ändern, wenn man irgendwann sein Bewusstsein auf den Avatar übertragen kann.


„Air Gap“ von Eric Cline handelt von einem Computer, dessen Vorgänger FREDRIQ BRAUN genannt, sich omnipotent fühlte, Menschen wie Sklaven behandelte und von unintelligenten Raketen vernichtet wurde.
Der Nachfolger, von dem die Rede ist, wird Kurzweil genannt. Ray Kurzweil, der Futurist lebt ja noch. Fredric Brown, der SF-Meister starb 1972. Brown, auf den sich „Air Gap“ bezieht, war ein Meister der SF-Short-Short Story. Ich copied and pasted „The Answer“.

Dwan Ev ceremoniously soldered the final connection with gold. The eyes of a dozen television cameras watched him and the subether bore throughout the universe a dozen pictures of what he was doing.
He straightened and nodded to Dwar Reyn, then moved to a position beside the switch that would complete the contact when he threw it. The switch that would connect, all at once, all of the monster computing machines of all the populated planets in the universe -- ninety-six billion planets -- into the supercircuit that would connect them all into one supercalculator, one cybernetics machine that would combine all the knowledge of all the galaxies.
Dwar Reyn spoke briefly to the watching and listening trillions. Then after a moment's silence he said, "Now, Dwar Ev."
Dwar Ev threw the switch. There was a mighty hum, the surge of power from ninety-six billion planets. Lights flashed and quieted along the miles-long panel.

Dwar Ev stepped back and drew a deep breath. "The honor of asking the first question is yours, Dwar Reyn."
"Thank you," said Dwar Reyn. "It shall be a question which no single cybernetics machine has been able to answer."
He turned to face the machine. "Is there a God?"

The mighty voice answered without hesitation, without the clicking of a single relay.
"Yes, now there is a God."
Sudden fear flashed on the face of Dwar Ev. He leaped to grab the switch.
A bolt of lightning from the cloudless sky struck him down and fused the switch shut.


„Knock“ von Brown kann ich nicht unerwähnt lassen.
The last man on earth sat alone in a room. There was a knock on the door.
Und hier die You Tube Version https://www.youtube.com/watch?v=LgHMxKEkqvg



domenica, marzo 04, 2018

Gro-Ko-Entscheidung der SPD-Mitglieder



Im “Spiegel-Online” (SPON) las ich einen Beitrag von Georg Diez unter dem Titel “Das leere Spektakel”. Mit Diez kann ich sonst nichts anfangen, Die meisten seiner Beiträge sind mit Moralin angesäuert. Aber diesmal gibt es eine Syntonie.

Die Unzufriedenheit der Menschen, denen es zu einem großen Teil ganz gut geht, wird durch das Versagen der politischen Elite gespeist, die Zukunft zu antizipieren und die Politik danach auszurichten.

Dabei ist es doch einfach: Was wäre wenn Szenarien entwerfen, aufschreiben, ausdrucken, abheften und bei Bedarf danach handeln.

Das Entwerfen würde ich mit einem Team hinbekommen. Die Resultate müssten mit Wissenschaftlern wie Ökonomen, Politologen diskutiert und durch Algoritmen und Künstliche Intelligenz verifiziert werden. Dann hätte man ein Handbuch, nach dem man sich ausrichten könnte.

venerdì, marzo 02, 2018

Der Spiegel v. 24.2.2018


Das, was ich im letzten „Spiegel“ nicht gelesen habae, war doch allerhand: Das Me-too Gedöns zum Beispiel. Ich hätte auch das Interview mit Frau Kramp-Karrenbauer überschlagen sollen. Banal wie Merkel-Interviews. Ob sie nun Lastwagenanhänger verkauft, das fiel mir spontan ein, als ich den Namen las, oder CDU-Generalsekretärin wird, ist doch gehupft wie gesprungen.

Dass Siemens seinen Medizin-Technik Ableger an die Börse bringen will, ist schon interessanter. Als eigenes Unternehmen kann es flinker agieren und andere Firmen aufkaufen, die Healthineers, so wie das Unternehmen heisst, bei der Digitalisierung unterstützen können. Es läuft auf IoT (Internet of Things) hinaus, in denen medizinische Apparaturen Daten austauschen und eine optimale Behandlung des Patienten einleiten.

IoT, so meine ich, wird ein beherrschendes Thema werden. Daher habe ich auch ein paar Cisco-Aktien (CSCO). Obwohl diese zur Zeit in den Keller rauschen, wird ihr Kurs mittel- und langfristig in die Höhe gehen. Meine persönliche Meinung, die verkehrt sein kann. Bosch-Aktien zu besitzen, ist sicher auch nicht verkehrt, denn Bosch stellt Sensoren her, die für IoT benötigt werden.
„Die Wut der klugen Köpfe“: Dieser Artikel behauptet, dass unter Gebildeten der Hass auf die sogenannten Main-Stream Medien gedeiht, und das sei neu, verunsichere Journalisten.

Also ich hasse niemanden. Liegt vielleicht an meiner mangelhaften Bildung. So lange Journalisten Geschehnisse und Zusammenhänge berichten und ihren eigenen Senf nicht als allein seligmachende Lösung dazu geben, ist auch alles ok. Unangenehm wird es nur, wenn die moralische Keule geschwungen wird. Das betrachte ich als Idiotie. Sollte man Idioten hassen? Eher bemitleiden.
Politiker sind größtenteil müde Pflaumen. Blicken wir auf das Verteidigungsministerium mit 2000 Mitarbeitern, die nur Schrott produzieren, oder auf Berliner Politiker, die keinen Flughafen gebaut bekommen. Politiker stören, sollten durch Maschinen, Techniker und Wissenschaftler ersetzt werden. Und wenn Künstliche Intelligenz so weit ist, sind auch Journalisten entbehrlich.

In Italien sind wir weiter. Politiker sind Clowns, das wissen wir, und werden nicht ernst genommen. Sonntag wird gewählt, und den Italienern ist klar, das alles so bleibt wie es ist.

Den Artikel über das Fasten fand ich interessant. Da ist was dran. Abnehmen und der Blutdruck sinkt. Weniger Fleisch und die Nieren arbeiten besser. Und dazu ausreichend Bewegung. Mit diesem banalen Rat beende ich diesen Blog-Eintrag und verabschiede mich bis zum nächsten Mal.



Schnee von gestern



Gestern schneite es bei uns in der Emilia Romagna. Diesen Winter das erste und vermutlich auch das letzte Mal. Schnee bei uns finde ich überflüssig. Strassen und Fusswege sind nicht begehbar, man hockt im Haus herum. Den ganzen Tag, das macht mich nervös, ich brauche Bewegung. Bei Temperaturen um 0 Grad verzichte ich auf das Fahhrad, aber ich brauche zumindest drei Mal täglich einen flotten Fussmarsch. Das war gestern nicht drin. Heute, bei 1° + sind die Strassen wieder frei und ich kann an die frische Luft. Nicht schlecht. Tief durchatmen.

Unserer Tageszeitung zufolge hat der Schneetag Italien eine halbe Million Euro gekostet. Die Bahn setzte nur die Hälft ihres Fuhrparks ein, weil einen Tag zuvor aufgrund von nicht heizbaren Weichen alles drunter und drüber ging. Schulen waren geschlossen, Autobahnen gesperrt.

Das erinnert mich an meine Zeit in Dallas, TX. Es war in den neunzigern und ich arbeitete als Programmierer für den medizinischen Ableger von Kodak. Hin und wieder schiebt sich eine Kaltfront aus Kanada über die Steppen hinweg bis in den Süden der Vereinigten Staaten. Ein sogenannter Coldsnap. Es war drei Uhr nachtmittags und ein paar Schneeflocken fielen, die einige Minuten auf dem Boden blieben und sich dann auflösten. Die Geschäftsleitung gab Schnee-Alarm und wir wurden nach Hause geschickt.

Wochen später musste ich für Kodak nach Rochester im Staate New York, wo die Zentrale lag. In der Gewissheit, dass es dort kälter sein würde kaufte ich mir ein paar feste Schuhe und eine Lederjacke, setzte mich ins Flugzeug und flog nach Rochester. Dort lag ein Meter hoch Schnee und im Gegensatz zu Dallas arbeitet jeder weiter.


Ich schaffte dort eine Woche, in einem massiven Gebäude, bevor ich wieder nach Dallas zurückflog. Die Arbeit hätte ich auch von Dallas aus erledigen können. Ich stellte fest, dass die Amerikaner ihre Leute gern in der Gegend herumschicken. Mir passierte das nicht zum letzten Mal. Baldor in Arkansas schickte mich zu einem kleinen Ort in München. Corning sandte mich in eine Filiale in Pensylvania und für Dow Chemical machte ich etwas in der Nähe vom Rhein in Baden.

In dem Kodak-Gebäude waren die Korridore, in dem Leute in Golf Carts herumkurvten, mit Verkehrsschildern ausgezeichnet. Mir wurde bedeutet, das Gebäude nur in Begleitung eines Angestellten zu verlassen, da in ihm Projekte für das Militär durchgezogen würden und es eine Sicherheitszone sei. Nur, als ich mit meiner Arbeit fertig war, sah ich keinen Angestellten mehr und ich stand mit meinem Laptop for einer geschlossenen Drehtür. Doch ich fand ein Telefon, das mich mit der Wache verband. Nach einigen Vorhaltungen musste ich mich vor die Drehtür stellen. Die Wache schob sie eine viertel Drehung weiter und ich war draussen.

Der Parkplatz war beleuchtet und es standen noch ein paar Fahrzeuge dort, unter einer dicken Schneedecke versteckt. Ich wusste, mein Leihwagen war blau kannte auch die Marke, ich wischte den Schnee von den Fahrzeugen, dann fand ich einen, doch der Schlüssel passte nicht. Weitere zehn Minuten vergingen, dann sass ich in meinem.

Ereignisse wie das geschilderte werden in meinem Gedächtnis hochgespült, wenn es bei uns einmal schneit, wenn auch nur für einen Tag.

martedì, febbraio 27, 2018

Scientific American, January 2018




mit einem Sonderbeitrag über die Zukunft des Geldes. Damit sind Kryptowährungen gemeint, die dem normalen Geldkreislauf gegenübergestellt werden.

Ich werde nur einige Besonderheiten der Kryptowähruzngen hervorheben, die in diesem Artikel angesprochen wurden, denn was Bitcoin darstellt, weiss inzwischen jeder.
An anderer Stelle las ich, dass bevor eine Transaktion Eingang in die Blockchain findet, sie erst einmal zwischengespeichert werden muss, da Prozessoren nicht schnell genug sind. Wenn jemand seinen coffee to go mit Bitcoin bezahlen wollte, würde die Transaktion erst in 2 Wochen finalisiert und die Kosten für diesen Prozess würden die des Kaffees übersteigen.Und dann die exorbitanten Mining-Kosten, Energiekosten also, die man als Einzelner nicht mehr bewältigen kann und daher gezwungen ist, sich einem Pool von Minern anzuschliessen. Mir ist nicht klar, was den hohen Preis der Bitcoin rechtfertigt, der zur Zeit um 8.300 USD liegt.

Das Verfahren der Blockchain jedoch wird von jedem, der darüber schreibt, als bahnbrechend betrachtet.

In dem Artikel wird nun eine andere auf Blockchain beruhende Kryptowährung ins Spielgebracht, die vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt wurde, die Tradecoin. Sie ist an Rohstoffe wie Ernten, Energie oder Mineralien gekoppelt und damit schwankungsunempfindlicher. Hinter Bitcoin stehen keine reellen Werte. Diese entstehen dadurch, dass Individuen Bitcoin kaufen und verkaufen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
Da sich inzwischen so viele Kryptovaluten auf dem Markt tummeln, verliert man leicht den Überblick und es wird noch Jahre dauern, bevor etwas Sinnvolles daraus entsteht.



„Can we save the corals?“

Sieht so aus. Aber es dauert. Anhand des Great Barrier Reefs wird dargestellt, was für einen Schaden die Erwärmung der Meere auf die Korallen ausüben kann. Sie bleichen aus. Sie bestehen aus lebendem tierischen Gewebe, das sich aus mikroskopisch kleinen Algen zusammensetzt die Korallen nähren und ihr Farbe geben. Warmes Wasser vertragen sie nicht. Für Fische sind Korallen Zufluchtsort, sind Wellenbrecher und Touristenattraktion. Sie können sich auf zwei Arten fortpflanzen: Klonen und sexuell. Wissenschaftler haben nun einen Weg gefunden, den Prozess des Klonens zu beschleunigen, indem sie Korallen in Fragmente zersplittern die um das 25- bis 50-fache schneller wachsen als Korallen in der Natur. Das ist jedoch nur ein Teil der Problemlösung. Das andere besteht darin die neu ausgesetzten Korallen nicht absterben zu lassen. Daran wird zur Zeit geforscht und experimentiert.



„Searching for the Dark“

Dark Matter, der Stoff der wie die Forscher sagen, den Weltraum durchzieht, den man nicht sehen kann und niemand weiss, aus was er besteht. Eine Zeit lang war man der Auffassung Dark Matter (schwarze Materie) bestünde aus WIMPs (weakly interactive massive particles), nur haben sich diese nie in Experimenten gezeigt. Zur Zeit wird die These vorgetragen, dass es sich um Axione handeln könnte. Die basieren auf der Theorie der gebrochenen Symmetrie. Wenn ein Bleistift senkrecht auf seine Spitze gestellt und dann losgelassen wird, könnte er in jede beliebige Richtung fallen. Wenn er jedoch nur in eine Richtung fällt ist die Symmetrie gebrochen. Dafür muss es einen Verursacher geben, und das ist das Axion. Toll,
Es wird ein Axion-Detektor gebaut, ADMX (Axion Dark Matter Experiment) genannt. Axionen sollten sich mit seiner Hilfe in Photonen verwandeln.


„A war against ourselves“

Es gibt einige neue Medikamente, die von der Immunabwehr als körperfremde Eindringlinge erkannt und bekämpft werden. Drogen, die auf menschlichen Genen und Proteinen basieren. Man nahm an, dass sie vom Immunsystem als körpereigen angesehen werden. Die Annahme war falsch. 2016 generierte die Hälfte der biologischen Antikrebsmittel Antikörper, ADAs oder Antidrug Antibodies. Man versucht jetzt mit Nanopartikeln die Immunabwehr zu unterbinden.


„The toxic well of loneliness“.

Einsamkeit unter Jungen und Alten wird in diesem Beitrag behandelt. Das soll am häufigsten bei Individuen im Alter um die dreißig und um die 60 und darüber vorkommen. Vor kurzem las ich, dass in Großbrittanien sich ein Ministerium mit diesem Problem auseinander setzen soll. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich weiss jedoch, dass es Personen gibt, die unter Einsamkeit leiden. Meine Grossmutter zum Beispiel. Die hing als Witwe in ihrer Wohnung herum und beschwerte sich, dass sie niemand besuchte. Zu der Zeit gab es das Internet noch nicht. Und auch in diesem Artikel wurde das Internet in keiner Weise erwähnt. Erstaunlich.Dabei ist es doch das Mittel, um der Einsamkeit einen Riegel vorzuschieben.

Immer wenn ich über Gefühle von Einsamkeit lese, komme ich ins Grübeln. Wie kann das sein? Ich hatte schon als Kind gelernt Teamplayer zu sein, gehörte unserer Straßengruppe an, schoss Metallkrampen mit Gummizwillen in geöffnete Fenster, rannte mit einer Räucherlaterne, eine mit Löchern versehene und mit trockenen Blättern und Dachpappe gefüllte Blechdose durch die Gegend, spielte Fussball mit dem Namen „einmal berühren“ auf der Strasse, ging gemeinsam mit Freunden zum Frösche fangen oder in die Badeanstalt.

Im Alter jetzt: Abgesehen davon, dass ich verheiratet bin, hänge ich schon über zehn Jahre im Second Life herum und fühle mich dort pudelwohl. Zur Not könnte ich auch die Sport-Bar in unserem Dorf besuchen; jedoch ist die Banalität der dortigen Unterhaltungen nicht geeignet meine Neuronen zu animieren. Deshalb lasse ich es.

Sport, Abendkurse. Es gibt so viele Möglichkeiten. Leute, die sich einsam fühlen, denen fehlt der Groschen an der Mark.


„How Snakes came to slither“.

Autorin, eine Chinesin, die im Chinesischen Academy of Science Institut of Vertebrate Panteologz in Peking arbeitet.
Sie forscht danach feststellen zu können, wann die Schlangen ihre Gliedmassen verloren haben. Wie sich herausstellt, ziemlich früh, so for 85 Millionen Jahren. Eine weitere Frage war, befanden sich die Schlangen damals im Wasser oder auf Land? Auf Land. Dinilysia heisst die erste gefundene Schlange ohne Beine. Im Gegensatz zu Menschen mit 33 Wirbeln und Eidechsen mit 65 besitzt eine typische Schlange 300 davon.