Coversong Roads

martedì, agosto 07, 2018

Bei uns ist immer etwas los.



 Diesmal ist ein mit GPL beladener Tanklaster auf einer Tangente in Bologna auf eine Kolonne von Autos gekracht. Es kam zu einer Explosion mit einem Toten und einhundert Verletzten.

Es gibt Vorschläge, den Verkehr zu entzerren. Davon halten die Grillini, die mitregierende 5-Sterne-Bewegung, nichts. So stellt sie sich gegen den Weiterbau der Hochgeschwindigkeitstrasse Torino-Lione mit der Behauptung: "Eine Verschwendung, zehn Milliarden dafür auszugeben, um von Turin nach Lyon zu fahren, wenn es uns nicht einmal gelingt, unsere Kinder von zu Hause in die Schule zu fahren."

Was Arbeitsminister Di Maio gegeneinander aufrechnet, ist bescheuert. Erst einmal die Aussage, dann das aufrechnen, als ob, auch wenn die Aussage zuträfe, nicht beides gemacht werden könnte.

Die 5-Sterne Bewegung sind verclownisierte Anarchos. Italiener lieben Absurdes und wollten etwas anderes als dödelige Politiker. So wurde das von der verherigen Regierung beschlossene Gesetz, ungeimpfte Kinder nicht zur Schule zuzulassen, verwässert. Alle Kinder sollten sich impfen lassen, aber auch ungeimpfte können die Schule besuchen.
Zyniker können sagen: OK, mein Kind ist geimpft, und wenn andere Eltern ihr Kind nicht impfen lassen wollen und es im schlimmsten Fall dadurch stirbt, ist es deren Problem.
Gestern prallte ein mit 12 Erntehelfern (keine Italiener) beladener Kleinbus auf einen Lastzug. Die Erntehelfer kamen ums Leben. Sie gehören einer Gruppe von Menschen an, die im Süden Italiens Tomaten ernten, in miesen Baracken hausen und nach Abzügen aller Art 2 Euro pro Stunde verdienen.

Sie stehen noch etwas besser da als früher die amerikanischen Sklaven, die überhaupt nichts verdienten. Aber der Unterschied ist nicht bemerkenswert. Ok. Auspeitschen geht auch nicht.

Auch interessant: Ilva, Stahlkocher in Taranto, Süd-Italien soll verkauft werden. Der vorige Besitzer wurde quasi enteignet, da er zuliess, dass das Werk krebserzeugende Substanzen in die Luft schleuderte.

Als einziger Kunde ist Mittal im Gespräch. Das Unternehmen bot an von 13500 Arbeitskräften 10000 zu übernehmen. Di Maio von den 5-Sternen lehnt das Angebot ab und ist im Einklang mit den Gewerkschaften. Angesichts der Tatsache, dass es keinen anderen Bewerber gibt und Anfang September die Kasse Ilvas leer ist, kann es noch interessant werden.

sabato, agosto 04, 2018

Phantastisch 3:2018




Horst Illmer unterrichtet über das, was im SF- und Phantastik-Bereich inzwischen gelaufen ist. Kate Wilhelm ist tot. Sie wurde 89 Jahre alt. War die Frau von Damon Knight. Beide waren populäre SF-Autoren. Von Damon Knight habe ich irgendwo noch ein Buch herumliegen, das darüber Auskunft gibt, wie man gute Kurzgeschichten schreibt. Ich finde, das, was wirklich hilft ist schreiben, schreiben, schreiben. Ich müsste auch mal wieder eine fabrizieren.

Es gibt Interviews, die ich elegant überschlage. Dann sehe ich einen Artikel über die Phantastische Bibliothek in Wetzlar, die Oldies wie ich anläßlich eines Oldie-SF-Cons besuchten.
In dem Artikel „Future Life – We read the Future“ wird eine Arbeitsgruppe vorgestellt, die sich Unternehmen zur Verfügung stellt, in der Bibliothek abgelegte SF-Literatur auf technische Neuerungen zu durchsuchen, die von den Auftraggebern verwirklicht werden könnten.
Da nun nicht laufend neue Literatur hinzu kommt, bleibt der Neuigkeitspool unvollständig. Sinnvoller wäre es wohl, der Literatur auch die Inhalte englischsprachiger SF-Magazine hinzuzufügen, dazu eine Videothek mit SF-Serien, Die Arbeitsgruppe müsste die Ergebnisse mehrsprachig im Internet publizieren, damit sich alle interessierten Unternehmen daraus bedienen können.

Interessant ist der Artikel „Cinderella, Belzebub und ich“ von Achim Schnurrer. Wenn Schnurrer erzählt, bleibt man hängen. In diesem Artikel, und das ist Teil 3, stellt er uns seine Grosseltern und Eltern vor, die Wirren der Kriegs- und Nachkriegsjahre. Die waren schon interessant. Einiges ist auch in meiner Erinnerung geblieben. Wie ich meine Tanten in der Munitionsfabrik besuchte, dann sassen sie als Funkerinnen in einem Fliegerhorst. Ein Soldat zeigte mir das Innere eines Jagdflugzeugs. Meine Tanten tanzten vor den Soldaten auf einer Bühne, meine Mutter spielte Akkordeon und sang Seemannslieder. Meine Oma fuhr einen Geldtransporter. Mein Onkel kam zu Urlaub aus Russland und ging mit mir durch Berlin. Später, als er aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause kam, muss er mir ein paar TBC-Bazillen verpasst haben. Die haben sich 60 Jahre in meiner Lunge ausgeruht und dann einen Knoten gebildet, der beim Cat-Scan aufgefallen war und mich zu einer sechsmonatigen Kur gezwungen hatte. Nach dem Krieg waren wir über die Trümmer geklettert und haben Granatsplitter gesammelt.

Anlässlich des 80. Geburtstages von Supermann werden seine literarischen und medialen Ausprägungen vorgestellt.

Es gibt eine Reihe von Comic- und Buchbesprechungen. Ich habe vieles überlesen. Ist aber trotzdem gut.














venerdì, agosto 03, 2018

„Der Spiegel“ v. 28.7.2018



Der Özil auf dem Titel mit derm Überschrift „Entfremdung“: Ich weiss nicht, warum der Spiegel das Thema so hochjazzt, als ob es in Deutschland nichts Wichtigeres gäbe. Nun gut, machen sie was sie wollen, ich trinke meinen Cappuccino in Italien. 

Deutsch sein ist auch nicht mehr das, was es früher war, Chinese ist cooler. Die ziehen mehrere Flughäfen pro Jahr hoch. Dieser Gedanke hält sich, so lange man nicht den Artikel „Die Liebesjäger“ gelesen hat. Hier wird in Kurs in China beschrieben, der junge chinesische Männer lehrt, wie man Frauen anspricht. Rund 200 Millionen Singles leben in China, überwiegend Männer. Ein lohnendes Geschäft für Anbagger-Institute. Frauen haben die Möglichkeit den chinesichen Genepool-Level qualitativ zu erhöhen.

Der Artikel „Jungbrunnen aus dem Labor“ interessiert. Alterskrankheiten entstehen dadurch, dass Körperzellen zu Alterszellen mutierten, und somit ihre Funktionen nicht mehr aufrecht erhalten können. Das Immunsystem erkennt und beseitigt sie nicht.

An Tieren wird ausprobiert, diese Alterszellen mit Hilfe von Wirkstoffen, Senolytika dahin zu bringen, dass sie ihr Selbstmordprogramm einschalten. Ich bin wohl alt genug, dass ich so einen Wirkstoff gebrauchen könnte. Muss gleich mal googeln, wie ich am besten heran komme.
Gerade gemacht. Es heisst Dasatinib und ist in Form von Filmtabletten im Handel. Es gibt nur einige leichte Nebenwirkungen: Verdauungsbeschwerden, Ausschlag, Blutungen, Hypophospatämie, Infektionskrankeiten, Schmerzen, Müdigkeit, Ödeme, Fieber, Pleuraerguss, respiratotische Insuffizienz und Blutbildveränderungen.

Und man kann in der nächsten Dr. Who-Serie als Monster mitmachen.

lunedì, luglio 30, 2018

Tesla und Tante Emma



Was für mich die letzte "Business Week", ist für andere die von vor 14 Tagen. Nun, der lange Postweg, und dann die italienische Post, das geht schon auf die Zeit. Haupt-Beitrag ist der über Elon Musks Tesla und die Schwierigkeiten, die sich vor ohm auftürmten.

Dagegen läuft Musks SpaceX, das Satelliten preiswerter in den Orbit bringt, reibungsloser. Nicht zuletzt ist das einer Frau, Gwynne Shotwell zu verdanken, President und Chief Operations Officer (COO), die dort für den täglichen Ablauf zuständig ist.

Tesla fährt bis jetzt nur Verluste ein, hat in einer Juli-Woche endlich 5.000 Wagen des Modells 3 produziert. Noch sind die Anteilseigner sich nicht sicher, ob das der Anfang eines Aufschwungs oder einer Pleite ist.

Was die Herstellung erschwert ist, das Musk entschieden hat, keine Zulieferer einzusetzen, sondern alle Autoteile wie Sitze in-House macht. Am Anfang war er mit dicken Backen aufgetreten und jetzt muss er zusehen, dass ihn die Konkurrenten nicht überholen.

Die Nachricht mag auch von Interesse sein: Grossbrittanien besitzt mit 18 Prozent die höchste Online-Käuferdichte. Ganze Straßenzüge mit Tante Emma-Läden stehen leer.

italienische Sauerei



Mal wieder ein Hund vergiftet worden. Einige Italiener haben es nicht begriffen, wie man mit Tieren umgeht. Und der Hund, ein deutscher Schäferhund, der sich darum verdient gemacht hat, während des letzten Erdbebens in Macerata in den Abruzzen Verschüttete aufzuspüren, dessen Tod hat ein gewaltiges mediales Echo hervorgerufen.

Als ich in den 70ern des vorigen Jahrhunderts temporär bei den Eltern meiner Verlobten wohnte, nahm mich mein Schwiegervater zur Froschjagd mit, die abends stattfand. Er strich mit einem Netz, einer Karbidlampe und einer Stange, an die eine Metallplatte mit Nägel befestigt war, durch Reisfelder um Frösche aufzuspiessen.

Hin und wieder ging ich mit Nachbarn zu Angelteichen, um ein paar Fische zu fangen. „Bastardo“ rief der Nachbar und warf den Weissfisch über den Rücken aufs Land, anstatt ihn zurückzusetzen.
Neu geborene Katzen wurden ersäuft.

Das alles ist inzwischen verboten. Es gibt Gesetze dagegen. Aber einige Alte kümmern sich nicht darum und geben ihre Unarten an die Jungen weiter.

Die Sauerei, wie einige Italiener mit Tieren umgehen hat sich bis in die heutige Zeit erhalten, wie man sieht.

domenica, luglio 29, 2018

Gesichtserkennung, Schweden, Kiminalität


Gesichtserkennungs-Software. Die funktioniert noch nicht so richtig, wenn es darum geht, Gesichter von Farbigen zu erkennen. Der Grund: Es wurden zu wenig farbige Gesichter eingespeist.
Die amerikanische Polizei ist an Software dieser Art ist interessiert und begibt sich damit in ein Minenfeld, da sie Afro-Amerikaner besonders unvorteilhaft behandelt und bei den fehlerhaften Ergebnissen, welche die Software zur Verfügung stellt, den falschen Falschen erschiesst. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt.

Das war aus der vorletzten „Business Week“. Sie berichtet auch, dass der schwedische Wohlfahrtsstaat aufgrund der Flüchtlinge ausgedünnt wird. Hospitalschliessungen mit der Konsequenz, dass schwangere Frauen nicht mehr rechtzeitig Gebärstationen erreichen.
In den letzten fünf Jahren hat Schweden 600.000 Flüchtlinge aufgenommen. Eine gewaltige Menge für ein Land mit 10 Millionen Einwohnern. Das fordert die Sozialsysteme heraus.In Südlappland ist ein Streifenwagen für ein Gebiet in der Größe Dänemarks zuständig. Und das zu Zeiten, in denen Einbrüche zunehmen.

Die „Business Week“-Ausgabe beschäftigt sich darüber hinaus mit bemerkenswerten Diebstählen der letzten Zeit.
Einige Beispiele:
Carbanak = Malware, die Geldausgabe-Maschinen veranlässt, zu einer festgelegten Zeit ihr Geld auszuspucken.
Nirav Modi = ein indischer Milliadär, auf Juwelen spezialisiert, der es fertigbrachte, Banken um einige Milliarden Dollars zu erleichtern.
Diebstahl von 50 Millionen Bienen in Kalifornien.



sabato, luglio 28, 2018

Der Spiegel v. 21.7.2018




Im Leitartikel “Die Defensivspieler” wird beschrieben “Warum die schwarz-rote Regierung die AfD nicht klein, sondern groß macht”.

Sieht aus, als ob der Spiegel etwas dagen hätte, dass die AfD größer wird. Hat er, lol. Aber es ist nun einmal so. Wenn die regierenden Parteien sich um Nichtigkeiten zanken und nichts auf die Reihe bringen, wird der von der Regierungsarbeit ungeprüfte Gegner stärker.

Antisemitismus scheint auch wieder ein Thema zu werden. Ich erinnere mich an meine Jugendzeit, als Gasometer in Hamburg herumstanden. Ich fuhr an einem mit dem Fahrrad vorbei, an den Grossbuchstaben “Juden rein”. Ich fand es damals ganz lustig. Jetzt kann ich mich nicht mehr drüber amüsieren. Es war schon einmal besser in Deutschland mit der Religionsfreiheit. Obwohl ich mit Religionen nichts am Hut habe, auch schon weil jede von sich behauptet, die einzig richtige zu sein und es bei Millionen von Milchstrassen alles Quatsch ist, sollte man Juden ihre Religion ausüben lassen wie die Anhänger anderer und nicht gegen diese Leute vorgehen. Ekelhaft, aus dem Artikel “Wo sind die Koffer” geht hervor, wie schon jüdische Schüler in deutschen Klassen gemobbt werden. Zur Zeit scheint Deutschland ein Land von Gestern, dass seine Zukunft verspielt hat. Was soll es. Gibt ja noch andere Länder. Sprachen lernen hilft, sich dort wohl zu fühlen. Englisch, spanisch und chinesisch halte ich für die wichtigsten. Englisch kann ich, beim spanischen ist es so so und am chinesischen arbeite ich.

“Im Land des Hungers”, das ist Venezuela hat es der Sozialismus gechafft, dass es kein Toilettpapier, keine Antibiotika, kein Bettzeug und keine Windeln mehr gibt. Schon toll, welche Resultate einige linksgerichtete Regierungen erzielen.

Im letzten “Spiegel” ist er noch nicht. Da toben Artikel über ihn nur im “Spiegel Online” herum. Der Özil. Bin einmal gespannt, wie viel Seiten er in der nächsten Druck-Ausgabe belegen wird. Er hatte sich mit Erdogan ablichten lassen, und das hat schließlich über Kritiken um 4 Ecken dazu geführt, dass er aus der deutschen Nationalmannschaft ausgestiegen ist. Warum das vom “Spiegel” so hochgejazzt wurde, ist mir ein Rätsel. Der Mann fühlt sich in England wohl, spielt dort in einem Club und wird sich bestimmt nicht ansehen, was über ihn in Deutchland geschrieben wurde. Oh, ich sehe gerade, er kommt auf das Titelblatt der nächsten Druckausgabe.

Asimove's Science Fiction, May/June 2018



enthält einige schräge Stories. Zum Beispiel die einer amerikanischen Baseball-Mannschaft aus Oldies, die mit ihrem Bully vom Weg abkommen und im alten Rom landen, wo sie sich mit dem Herrscher arrangieren und seinem Heer Baseball beibringen müssen. Am Ende der Story schaffen sie es, wieder in ihre Zeit zurückzukehren.

Die Geschichte mag für Amerikaner lesenswert sein, nur ich habe mich nie für Baseball interessiert, so ging mir ein Teil der Handlung am A. Vorbei.

Eine andere Story „Bubble and Squeaks“ ist mehr Katastrophen-Geschichte als SF, in der ein Tsunami halb Los Angeles auslöscht. Das Protagonisten-Gespann ist schwul. Schon wieder so eines. Vermutlich sind es die Autoren auch. Welcher Hetero würde schwule Protagonisten in seine Story einbauen?

In meiner Jugend war die Welt noch überschaubarer. In Pulp-Magazinen gab es BEMs, Bug-Eyed-Monster, die auf Titelbildern leicht bekleidete Schönheiten davontrugen. Da waren Männer wie Monster noch hinter den Frauen her.

Hier in Italien liest man in den Zeitungen darüber, ob ein schwules Paar ein Kind adoptieren kann. Ein Minister ist dafür, einer dagegen. Mir ist nicht klar, wie sich ein Kind später fühlen wird.
Die Story, die mir am besten gefiel:: „Cost of doing Business“ von Nancy Kress. Kress ist Hugo und Nebula-Award Winner und diese Geschichte lässt keinen Zweifel daran, dass sie zu den besseren SF-Autoren gehört.

Worum geht es? Regenerativen Energien einen Schub zu geben. Ein Whiz-Kid, James Sullivan aus Silicon Valley hat es sich zum Ziel gesetzt, lädt die Pulitzer-Preis Journalistin Kayla ein, seine Bemühungen über ein Jahr lang zu verfolgen und ein Buch darüber zu schreiben.
Kress setzt in ihrer Story einen Katalysator ein, der das Vorhaben vorantreibt: Toluene, ein Petroleum-Derivat, das anscheinend zu Fehlgeburten führt.

Sullivan schafft es. Im Real Life machen es wohl die Chinesen. Der Haken in der Story ist, und das hat Kayla herausbekommen, dass Sullivan bei den Fehlgeburten mit einem in Offshore-Inseln entwickelten Virus nachgeholfen hat.

lunedì, luglio 23, 2018

China, China, China


Nihao,

Aus Zeitschriften wie „Spiegel“ und „Business Week“, die ich abonniert habe, kann man als herauslesen, wie sich China immer mehr in Stellung bringt.
Ich hätte als Jugendlicher auch weniger in den Ecken herumstehen und mehr lernen sollen, wenn ich jetzt lese, mit welchem Eifer sich chinesische Kinder für die nationalen Aufnahmeprüfungen Zhongkao (Oberschultest) und Gaokao (Hochschultest) vorbereiten. Das Nachhilfe-Institute TAL Education Group wird von ehrgeizigen Eltern für ihre Kinder genutzt. Es hat 600 Niederlassungen und eine jährliche Zuwachsrate von rund 50 Prozent und wird dieses Jahr etwa 1.9 Millionen Schülern Nachhilfe geben.

Ich bin begeistert zu sehen, wie es dort vorangeht. Wäre ich jünger, würde ich dort hin fahren; denn dort wird die Musik gemacht.Die Sprache ist natürlich ein Hammer. Mandarin Schriftzeichen zu lernen, schaffe ich wohl nicht mehr.

Bundeskanzler Kiesinger meinte 1969: „Ich sage nur China, China, China.“
War etwas zu früh. Und jetzt ist es zu spät.

Zaijian

Analog, Science Fiction and Fact, May/June 2018




Was diese zweihundert Seiten starke Ausgabe inhaltlich von „Interzone“ unterscheidet ist, dass man bei „Analog“ Geschichten liest, die ein SF-Leser als SF wahrnimmt. Bei der letzten „Interzone“ war es eher ein als SF verklärtes intellektuelles Gebrabbel.

Neuerdings stört mich jedoch an der angelsächsischen Science Fiction, dass es so viel Protagonisten gibt, die Homos oder lesbisch sind. Zeichen der Zeit, die ich nur ungern akzeptiere. Hoffen wir, dass es in Zukunft noch genügend Leihmütter geben wird.

Aber auch diese Geschichten haben ihren Reiz. Auch in ihnen wird die Phantasie ausgelebt. In „My Base Pair“ von Sam J. Miller stellen Filmschauspieler und andere Celibrities ihre Spermien Datenbanken zur Verfügung, aus der sich Frauen bedienen können in der Hoffnung, dass ihr Kind wie der Star aussieht. Spermhacker kopieren die DNA und verkaufen sie meistbietend, so wie es heute mit Kreditkarten-Nummern gemacht wird.

Abgesehen von anderen Stories gibt es eine zweiteilige Novella „The Quantum Magician“ von Derek Künsken. Den ersten Teil aus der vorangegangenen Ausgabe hatte ich schon vergessen. Es gibt einen Haufen Protagonisten, die ähnlich wie die Glorreichen Sieben angeheuert werden, einer aus der Zukunft gekommen Flotte den Flug durch ein bewachtes Wormhole zu ermöglichen.

Ist spannend, wäre in dieser Form jedoch nicht verfilmbar, da jeder der Akteure eine Rolle in der Story ausübt, und damit den Kinozuschauer durch die Vielfalt der Handlungen und Orte verwirren würde.

domenica, luglio 22, 2018

Der Spiegel vom 14.7.2018



Trump und Seehofer bestimmten die vergangenen Tage. Trump hat sich, sein Land in unbekannte Gewässer manövriert. Da rudert er, erratisch, hilflos, und der Rest der Welt wundert sich.

Seehofer dümpelt auf einem See in Bayern. Ausgehend von der geringen Anzahl von Flüchtlingen, die jetzt in Deutschland ankommen, meine ich, dass sein Masterplan über den Umgang mit der Immigration drei Jahre zu spät kommt.

Und so ist das eben in Deutschland. Die Handelnden sind zu langsam, um Jahre, haben keinen Biss, sind saturiert, behäbig, so wie die meisten Menschen dort. Das wird in dem Interview mit dem britischen Historiker Timothy Gordon Ash deutlich, der meint: „ich habe nicht den Eindruck, dass man in Deutschland den Ernst der Stude begriffen hat.“ Was meint er damit? Den Rechtsruck in der politischen Landschaft, die zunehmende Ungleichheit zwischen Elite und Otto Normalverbraucher, die europäische Desintegration, die Fragmentisierung der Parteiensysteme,

Interessant ist der Artikel „Amtliches Versagen“, in dem die Überlastung der Baubehörden beschrieben wird. Die Mitarbeiterzahl ist gechrumpft, die Anzahl der Bauvorschriften auf etwa 20000 gestiegen und erst jetzt beginnt man sich Gedanken über eine Digitaliserung der Verwaltungsprozesse zu machen. Im Zusammenhang mit der Lücke zwischen Angebot und Nachfrage von Wohnraum, kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Politik auch hier über Jahre hinweg gepennt hat.

Das war mir auch neu: Man macht sich daran, die gewaltige Anzahl von Mikroben, die den menschlichen Körper besiedeln daraufhin zu untersuchen, ob man diese nicht dahingehend manipulieren kann, dass diese dazu beitragen, die Gesundheit eines Menschen zu erhalten und Krankheiten abzuwehren. Warten wir ab, was dabei herum kommt.

domenica, luglio 15, 2018

Wasser auf die Mühlen.




Das war was für die italienische Presse, die Franzosen schrecklich arrogant findet. Zumindest unsere Tageszeitung ergötzte sich daran, dass annläßlich der Parade zum Jahrestag des Sturmes auf die Bastille, zwei Motorrradfahrer kollidierten und dem schönen Bild eine Delle verpassten. Die würden bald in Guayana ihren Dienst antreten, meinte der Kommentator.

Nicht nur das. Aus einem der Apparate der Kunstflieger kam eine falsche Farbe aus der Düse. Grandeur kaputt.

giovedì, luglio 12, 2018

Space Catapult, KI, OneTaste


Space Catapult.

Geht das? Das Startup SpinLaunch wurde immerhin von Wagniskapitalgebern mit rund 40 Millionen Dollar ausgestattet, um Raketen in den Weltraum zu schiessen. Unter den Geldgebern befindet sich auch Airbus.

Das Unternehmen selbst will das Verfahren nicht veröffentlichen. Die Ladungen, welche mit konventionellen Raketen in den Weltraum befördert werden, machen nur um die 5 Prozent des Gesamtgewichtes aus. Der Treibstoff hat den größten Anteil. Das würde mit einem Space Katapult zugunsten der Ladung geändert werden können.

Die „Business Week“ ist doch mehr am Ball als der „Spiegel“, wenn es um Neuentwicklungen geht.
In der vorletzten Ausgabe gab es einen Bericht über Greenville, SC., wo ich zwei Mal wohnte. Das erste Mal, als ich bei BMW, das nebenan in Greer liegt, als freiberuflicher Programmierer arbeitete und ein zweites Mal zog ich dort wieder hin, um dort meinen Basis-Wohnsitz aufzuschlagen. Es gab verschiedene Gründe. Ich hatte dort Bekannte, im Sommer war es angenehm tropisch, aber nicht so heiß wie in Texas oder Arkansas, es gibt dort eine große Country- and Western-Bar und der Flughafen liegt in der Nähe.

Lt. „Business Week“ hat sich Greenville den Ruf eines Innovationszentrums erarbeitet. Die Stadt zieht Startups an. Das einzige, was mich dort störte: Das Fehlen von Fusswegen. Wenn man zu Fuss gehen wollte, musste man von einem Parkplatz über den Rasen zu einem anderen hüpfen um vorwärts zu kommen..



Künstliche Intelligenz im Sanitätswesen.

Sie schleicht sich nach und nach in unser tägliches Leben. Im El Camino Hospital berechnet sie anhand des Ansturms von Tätigkeiten, die Ärzte, Krankenpfleger(innen), Maschinen im Hospital durchführen müssen, welche Patienten in hochfrequenten Zeiten am ehesten hinfallen könnten. Qventus, ein Startup im Silicon Vallley entwickelte ein Intelligentes System, das in dem Krankenhaus eingesetzt, kostensparend wirkt.

Machine Learning wird auch in Dänemark eingesetzt. In der Notfall-Hotline hört ein Computer mit, der schneller als der Telefonist ermitteln kann, ob der Patient von einem Schlaganfall oder Infarkt bedroht wird und der dadurch die Reaktionszeiten des Notfalldienstes verkürzt.
Es gibt noch viel zu tun. Bei den Indikatoren im Blut zum Beispiel. Für viele Krankheiten gibt es Marker, die auf eine Störung oder Krankheit hinweisen: Krebs, Nieren-, Leberleiden etc. Wenn sie von der Norm abweichen und trotzdem nichts gefunden wird, Künstliche Intelligenz den Ärzten helfen.

In den U.S.A wird es versucht. Die Ärzte sträuben sich die KI für voll zu nehmen, da, obwohl deren Aussagen mit der anschliessenden Diagnostik übereinstimmen, niemand den Ärzten erklären kann, wie die KI ihre Ergebnisse erzielt hat.


OneTaste

OneTaste is a business dedicated to researching and teaching the practices of orgasmic meditation and slow sex.

So steht es in Wikipedia. Ein Artikel der „Business Week“ berichtet mehr. Auch weil es ein Business ist. Die Gesellschaft hatte 2014 Einnahmen von 6.5 Millionen Dollars.

Es ist eine Verarschung, die auf Schwächen und Fragilität von Frauen abzielt. Ich meine, wer bezahlt tausend Dollar für einen Kurs, in dem man sich mit einer behandschuhten Männerhand über die Klitoris streichen lässt. Ziemlich viel. Bloomberg, die Gesellschaft, der auch die „Business Week“ gehört, interviewte eine Reihe von Kursus-Teilnehmern und angestellte Werber, die von der OneTaste-Geschäftsleitung permanent aufgefordert wurden, für Umsatz zu sorgen und sich in den Kursen zur Verfügung zu stellen, in denen Männer und nur mit einem Oberteil bekleidete Frauen partizipieren.

Es fängt mit Schnupperkursen (lol) an und hört mit fortgeschrittenen auf, in denen mehrere tausend Dollar hingeblättert werden müssen. Die Co-Gründerin Nicole Daedone gründete OneTaste 2011, ein auf YouTube gezeigtes Video eines TedTalks über Orgasm: The Cure for Hunger in the Western Woman wurde 1.5 Millionen mal angeklickt. „Business Week“ beschrieb eine Frau, die über Jahre versuchte, sich von den mentalen Fesseln dieser Organisation zu befreien. Irgendwann gelang es ihr..

OneTaste hat inzwischen Sitze in verschiedenen Städten und will sich auch in Europa ausbreiten. Red Alert :-)






martedì, luglio 10, 2018

Interzone 275, May – June 2018, New Science Fiction & Fantasy



Die Stories dieser Ausgabe sind an mir vorbei gezogen, ohne dass sie mir tieferen Einblick gewährten. Sie waren lang, zu lang und ich ertappte mich bei jeder, ein paar Seiten vorzublàttern, um zu sehen, wann sie denn nun endlich aufhörten. Das ist nicht gut.

The purpose of the Dodo is to be extinct“ von Malcolm Devlin zum Beispiel. Der Protag kommt jedes Mal auf eine andere Art um. Er existiert in Parallelwelten. Seine Frau arbeitet bei der Authority, die darüber Buch führt.

Es ist nicht mehr wie vor 50 Jahren, wo Raumschiffkapitäne mit ihren Mannschaften bizarre Abenteuer überstanden. Hier kommt ein Angestellter in Parallelwelten um, und das nennt sich Science Fiction. Ist es ja auch. Aber für jemanden für mich, der knackige Abenteuer liebt, Anlass genug, nach dem Ende der Story zu schielen.

Selbst knackige SF-Abenteuer lassen einen Normalleser das Handtuch werfen. Ich schrieb vor Jahren in der Schreibgruppe Schreib-Lust die Story „Leuchtfeuer“, (hier derLink), und mehr als die Hälfte der dortigen Autoren hatte Mühe der Handlung zu folgen.

Dass ich von dieser Ausgabe „Interzone“ nicht begeistert bin, mag auch mit meinem Alter zusammen hängen. Ich hielt mich eigentlich noch für ziemlich smart. Nachdem ich jedoch bei dem Quizz meines zweiten Chinesisch-Kurses nur eine von vier Fragen richtig beantwortet hatte, wachsen bei mir die Zweifel. Ich lasse es mir aber nicht anmerken, lol. Und ausserdem, so tröste ich mich, löste ich beim zweiten Mal 3 von 4.

Wie auch immer. Ich bin froh, dass ich mit dem „Interzone“ durch bin.




sabato, luglio 07, 2018

Gips ist ab.



Habe ich doch glatt vergessen zu schreiben. Vorgestern nahmen sie den Gipsverband von meinem Bein. Es würde noch einmal geröntgt. Die Ärztin gab mir noch einige Ratschläge mit auf dem Weg. Auf die Krücke kann ich verzeichten. Das Bein schmerzt noch etwas, da ich den Fuss jetzt bewegen kann. Und lange Strecken werde ich noch nicht marschieren. - Es war etwas B-Movie like, dem Pfleger zuzusehen, wie er sich mit der Kreissäge an meinem Bein zu schaffen machte. Und stellte mir vor, wie er meinen Fuss in der Hand hielt und sagte: „Oops, un piccolo errore.“ Doch das Sanitätswesen bei uns ist Spitze.




Der Spiegel v. 30.6.2018



Es war einmal ein starkes Land“. Der „Spiegel“ meint Deutschland. Nun, da war ich ja auch noch da, lol. Aus meinen Blogeinträgen ging auch hervor, dass die deutsche Politik nicht mehr mit dem Zeitgeschehen mithalten kann. Sie ist zu langsam, nicht digitalisiert und legt die Schwerpunkte nicht richtig. Setzte mit der Bewältigung des Flüchtlingsproblems zu spät ein, verliert sich in diesem Thema und vernachlässigt einhundert andere.

Der Grund? Deutsche sind saturiert, selbstgefällig. Die Politik macht es vor. Sie hat keinen Biss. Da der „Spiegel“ hauptsächlich über Politik im In- und Ausland berichtet, wundere ich mich, ob mit dem Disinteresse an der Politik nicht auch die Auflage dieser Zeitschrift abnehmen wird.

Andere Artikel besitzen jedoch Informationswert. So der über das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie in Wien. In dem die Grundlagen der Fähigkeit von Axolotl, von Schwanzlurchen untersucht wird, ihre Gliedmassen nachwachsen zu lassen. Sollte das von Menschen repliziert werden können, bedarf es keiner Phantasie zu ermessen, welchen Nutzen die Menschheit daraus ziehen könnte.

martedì, luglio 03, 2018

Ben Bova: Orion




In einem der von mir abonnierten SF-Magazine las ich eine Story von Bova und mir war klar, er war einer der besseren SF-Autoren und ist auch einer der ältesten, Jahrgang 1932.

Dieser Roman, der im italienischen den gleichen Titel trägt, hat einige langweilige Stellen, bei denen ich mich fragte: Muss ich da nun durch?

Es geht um Orion, einen Mann, der plötzlich da war und nicht wusste wo er her kam. Orion wird von Ormazd, einem Individuum, wie ein Mensch ausssehend aber den Eindruck erweckend nicht von der Erde zu stammen, angehalten, Ahriman, einen bulligen, finster aussehenden Typen mit rötlichen Augen, umzubringen.

Die vierte Figur ist Anya, eine Frau, in die sich Orion verliebt. Im Verlauf der Story, deren Handlung sich immer weiter in die Vergangenheit erstreckt, schält sich der Grund heraus, warum Orion Ahriman töten muss, denn es geht nicht nur um die Menschheit. Es geht um das ganze Universum, das Ahriman zerstören würde, wenn er es fertig brächte, die Menschheit auszuradieren.

Orion, der, wie er merkt, die Fähigkeit besitzt, zu sterben und in einem anderen Zeitalter wieder zum Leben zu erwachen, versucht Ahriman in diesen Zeiten das Handwerk zu legen.

Um es kurz zu machen, am Schluss des Buches wird es klar, Ormazd, der sich als Gott ansieht, ist in Wirklichkeit eine Energiekreatur, welche in ferner Zukunft aus der Menschheit hervorgegangen ist. Ahriman gehörte zur Gattung der Neanderthaler, die von Ormazd durch seine von ihm konstruierten Soldaten ausgerottet werden sollten, weil sie ein toter Zweig der Entwicklung waren.

Am Ende wird Ahriman in einem energetischem Stasisfeld gefangen gehalten. Orion ist damit nicht einverstanden und befreit Ahriman mit Hilfe von Anya, die wie Ormazd ein Wesen aus der Zukunft ist und sich in Orion verliebt hat.

Ahriman zerstört das Universum kann aber nicht verhindern, dass sich dieses wieder neu aufbaut. Und am Schluss leben Orion und Anya glücklich über mehrere Leben hinweg zusammen.

Die langweiligsten Stellen tauchen dort auf, wo Orion in einem Zeitalter aufwacht, in dem Menschen Jäger und Sammler waren und er diesen Stämmen Ackerbau und Viehzucht beibringen musst.
Insgesamt jedoch war das Urania-Buch unterhaltsam.



lunedì, luglio 02, 2018

Keine Fake News


Heute Morgen las ich in meiner letzten „Business Week“-Ausgabe den Artikel „The Deep Fake Threat“. Es geht um mit künstlicher Intelligenz erzeugte Videos, die Politiker abartige Dinge sagen lassen, welche Politik destabiliseren können. So wie man Pornodarsteller in Personen öffentlichen Lebens umwandeln kann. Die Zeitschrift warnte davor.

Als ich danach von Seehofers Eskapaden las, dachte ich zuerst, die Nachrichten wurden von Russland mit Hilfe von „Deep Fake“ eingeschmuggelt. DOCH ES IST ECHT!. Der Seehofer hat sich selbst gespielt. Kommentaristen in „Spiegel-Online“ meinen: Nicht zu fassen. Stimmt, aber Politiker sind eine Schwachstelle der Gesellschaft. Warum macht sich nicht mal jemand Gedanken, was man an deren Stelle setzen könnte?



venerdì, giugno 29, 2018

Heisse Luft oder?


Es kommt Leben in die Bude, und das lag an Italien. Es hat sich dafür stark gemacht, den Zustrom von Flüchtlingen auszubremsen. Die Vereinbarung der EU-Staaten ist mit Vorsicht zu geniessen. Es heisst so schön auf italienisch Fra dire e fare c'é in mezzo il mare. Zwischen sagen und machen liegt das Meer dazwischen. Doch wird die italienische Regierung auf den Putz hauen, wenn es nicht nach ihren Wünschen geht.

In „Spiegel-Online“ lese ich als Überschrift „Merkel dankt“. Gedanklich hatte ich doch glatt noch ein „ab“ dahintergesetzt.

Heute Morgen las ich in „Business Week Online“, dass Amazon eine amerikanische Medikamentenversand-Firma gekauft hat, um den Apotheken-Ketten wie Walgreen und CVS Konkurrenz zu machen. Deren Aktien fielen um 9%.

Medikamente in den U.S.A zu kaufen ist schon irre. Man geht in eine Apotheke, die zu einem großen Teil eher ein Supermarkt ist. Gibt sein Rezept ab und muss dann dort zwischen einer viertel und einer halben Stunde wieder erscheinen. Inzwischen werden die Pillen in eine rosa Röhrenschachtel gefüllt. Das Etikett wirde gedruckt, aufgeklebt. Gedruckt wird auch der Beipackzettel. Per Lautsprecher wird der Name gerufen, wenn die Röhre bereit steht. Man bezahlt, nimmt die Ware und geht nach Hause.
Das einzig Gute ist, dass man bei der Apotheke telefonisch ein Refill bestellen kann. Einem wird die Uhrzeit gesagt, wann die Schachtel abgeholt werden kann. In Italien muss man wegen jedem Rezept zum Arzt laufen, auch wenn man die Medizin ständig benötigt. Vollkommen bescheuert.

Idiotisch ist auch, was ich in der „Business Week“ über Italien las. Die Koalition von 5-Sternen und der Lega Nord wollen das Pensionsalter wieder herabsetzen. Das wird den Staat, der in Europa nach Griechenland den grössten Schuldenberg angehäuft hat, etwas kosten. Man sollte das Pensionsalter nach Arbeitskategorien gewichten. Personen mit Berufen, welche den Körper abgenutzt haben, sollten eher in Pension gehen können.

Trudeau, der kanadische Premier, wurde interviewt. Es kam das aus dem Interview heraus, was wir ohnehin schon wissen. Mir fällt in diesem Zusammenhang das kanadische Einwanderungsgesetz ein, in dem die Qualifikation des Migranten eine Rolle spielt. Das blieb bei den jetzten europäischen Verhandlungen aussen vor. Deutschland hat immer noch kein Einwanderungsgesetz. Ich meine Kanada hat seines schon seit den sechzigern vergangenen Jahrhunderts.

Unter den deutschen Politikern gibt es zu viele Penner. Und, wie ich schon schrieb, in Italien war es die geplante Herabsetzung des Pensionsalters. Und trotzem kann ich an der neuen italienischen Regierungskoalition etwas Gutes finden. Die Leute sind jung, nicht verknöchert, haben neue Ideen, wie zum Beispiel die den Senatoren das Ruhegeld zu kürzen. Sie haben vor, es auch mit den Abgeordneten zu machen. Warten wir ab, was ihnen sonst noch einfällt.

giovedì, giugno 28, 2018

Der Spiegel v. 23.6.2018



Abgesehen, von dem deutschen Weltmeisterschaftsergebnis, mit dem die deutsche Mannschaft auf Provinzfussball herabgestuft wurde, sieht es so aus, als ob Europa mit anderen Kontinenten nicht mithalten kann.

Liest man den Spiegel-Artikel „Die neue Seidenstraße“, in dem die Strecke der Güterwagen von Chongqing China nach Duisburg beschrieben wird, wird es einem deutlich. Um die 10000 km von Chongqing nach Brest in 5 Tagen. Dann noch einmal 1300 km in Europa in 7 Tagen. Lässt das keine Warnlampen aufleuchten?

Ich bin gespannt, wie es mit dem CDU/CSU-Zwist ausgehen wird. Er verliert an Brisanz, je mehr sich Italien in die Asylantenfrage hinein hängt und irgendein WischiWaschi-Ergebnis wird aus dem Streit hervorgehen. Der italienische Innenminister Salvini hat präzise Vorstellungen, die er durch den Premier Conte vortragen lässt. Warten wir ab, welche Ergebnisse aus dem Europa-Treffen kommen.

Von Deutschland weiss ich, dass es genügend andere wichtige Themen gibt, in der die Regierung keine Fortschritte erzielt. Unzureichende Anzahl von Pflegekräften, Kindergärtnerinnen, bröckelnde Schulen, Strassen und Brücken, Klimaziel, Ausbau des Nord-Süd-Stromnetzes, Umrüstung auf Elektromobile, Digitalisierung, um nur einiges aufzuzählen.

sabato, giugno 23, 2018

Der Spiegel v. 16.6.2018



Aus dem Titelbild geht hervor, dass es im Hauptbeitrag um die deutsche Frage geht. Was heisst schon deutsche Frage. Es geht doch darum, Vorgaben zu erfüllen, die darauf hinauslaufen, Flüchtlinge dorthin zurückzubringen, wo sie zum ersten Mal registriert worden sind. Meiner Meinung hat Seehofer Recht. Doch ist die Situation jetzt verfahren. Salvini sperrt sich in Italien dagegen. Wohin mit diesen Leuten?

Dass der italienische Innenminister Salvini sich nicht nur dagegen wehrt, dass die Flüchtlinge wieder zu ihm zurückgebracht werden, auch dass ONGs ihm die Flüchtlinge aus Afrika herankarren, ist verständlich. Aber so ganz echt ist er auch nicht.

Spricht er sich doch, wie es aus unserer Zeitung hervorgeht, gegen den Impfzwang aus, der von der vorigen Regierung gegen Masern angeordnet worden war. Zum Glück wurde er von der Gesundheitsministerin zurechtgestutzt. Mal sehen, ob er sich anmasst, seine Kompetenzen zu überschreiten.




mercoledì, giugno 20, 2018

GitHub und italienischer Straßenverkehr


Zur Zeit schiebe ich mich mit meinem rollenden Bürostuhl durch die Wohnung. Ab Montag werde ich die Krücken benutzen, die mir Amazon geschickt hat. Ich kann mich aufrecht stellen, ohne dass das Bein zu sehr schmerzt. Sieht gut aus.

Microsoft hat GitHub gekauft. GitHub ist das Unternehmen im Internet, das Sortware-Entwicklern Repositorien bereitstellt und ein ausgefeiltes System entwickelt hat, in dem Team-Mitglieder zusammenarbeiten und ihr Software-Projekt stets auf dem neuesten Stand halten können. Bevor man ein Programm schreiben will, sollte man erst mal GitHub durchforsten, ob jemand anders nicht schon etwas Ähnliches dort abgelegt hat.

Ich komme auf Gibhub, weil ich heute eine Anzeige las, in der GitHub auf sein School-Package hinwies, mit dem Lehrer ihre Schüler an die Programmierung heranführen können. Das ist sicher auf Microsoft zurückzuführen.

Die letzte Ausgabe unserer Tageszeitung habe ich vor mir liegen. Italien ist eine der wenigen Nationen Europas, in der die Anzahl der Unfalltoten steigt. Italiener fahren wie gesengte Säue. Schneiden Kurven, halten nicht an Stop-Schildern und blinken nicht vor dem Abbiegen. Dazu Schlaglöcher in den Strassen, Telefon am Ohr.

Und was das Flüchtlingsproblem angeht. Hotspot in Afrika ist die neue Version einiger Politiker wie Merkel, Macron, Conte. Heisse Luft. Welche nordafrikanische Nation wird sich darauf einlassen?

sabato, giugno 16, 2018

Der Spiegel v. 9.6.2018



Bei der Kanzlerin ist die Luft raus.

Musste kommen. Nachdem die Gestrauchelten und Gestrandeten Deutschland 2015 geflutet hatten, fehlt bis heute die Infrastruktur, die es erlaubt, mit ihnen umzugehen. Das konnte nicht gut gehen. Unzufriedenheit schlägt Wellen und findet ihren Ausdruck in der Konfrontation CSU : CDU. Darüber hinaus ist die Aussenpolitik aufgeladen durch Xi Jinping, Trump, Putin, Erdogan. Hier in Italien hat Salvini von der Lega Nord die Faxen dicke, weil von Europa keine positiven Impulse hinsichtlich des Umgangs mit Flüchtlingen aus Afrika zu verspüren sind. Für ein OMG-Schiff hat er die italienischen Häfen gesperrt. Sicher wird er das nicht für die italienische Küstenwacht machen, die ebenfalls Flüchtlinge aufgenommen hat. Das Problem ist also noch offen. Bei Merkel auch. Sie meint, wir müssten mal, wir sollten mal. Inzwischen haben andere vollendete Tatsachen geschaffen.

Der Beitrag “Frau Millgramm geht stehlen” 

macht offenbar, dass in einem wohlhabenden Staat wie Deutschland, in dem sich die Regierung brüstet, mit dem Budget im Plus zu sein, eine Menge Schrauben locker sind. Die Frau hat monatliche Einnahmen von 770 Euro und Ausgaben von 700 Euro.

Man stelle sich vor, man sollte mit 70 Euro Überschuss pro Monat auskommen. Irgendetwas haut da nicht hin. Die Frau gehört einer Rentergruppe an, die als armutsgefährdet gilt. Es wäre sicher angebracht, den Seehofer sein Ding machen zu lassen und die eingespaarten Euros diesen Rentnern zu geben.

Warum gerade die und warum 25?“

Die Physikerin Sabine Hossenfelder schrieb in ihrem nun herausgekommenen Buch „Lost in Math. How Beauty leads Physics astray“ über schöne Theorien, welche Forscher anstellen, mathematisch begründen. Von denen aber niemand weiss, ob sie stimmen, da reale Ergebnisse nicht auftauchen.
Häufig wird behauptet, mit diesem Detektor schaffen wir es noch nicht. Es muss ein größerer her. Dann wird für zig Milliarden ein neuer gebaut, der auch nichts bringt.

Vielleicht kommt irgendwann der Zeitpunkt, dass gesagt wird. Seit 50 Jahren haben wir keine neuen Erkenntnisse erzielt. Jetzt ist Schluss. Der Geldhahn wird zugedreht. Hoffen wir, dass es dazu nicht kommt. Wie sollten wir dann jemals Überlichtgeschwindigkeit erreichen? lol



mercoledì, giugno 13, 2018

Europa schnallt ab


Ist ein Unding, dass der Macron sich über Italien aufregt, nur weil es seine Häfen dicht gemacht hat. Der spinnt wohl. Die Schwarzen aus Nigeria stehen nur an den Supermarkt Eingängen herum. Das können sie auch in ihrer Heitmat.

Übrigens hatte ich mir in meiner Story „Berufswechsel“ schon Anfang der 2000er ein Szenario ausgedacht, in dem Maschinen bestimmen wer willkommen ist und entsprechend aktiv werden.
Schlimmer ist, dass sich Italien nicht für die Fussballweltmeisterschaft qualifiziert hat. Ich meine Italien, dass Land des Fussballs. Und dann so etwas.

Europa degeneriert. Es ist ja nicht so, dass nur in Deutschland Internetverbindungen langsam sind und die Telekom sich technologisch mit ihrem Vectoring in eine Sackgasse manövriert hat. Auch in Italien gibt es dicke Bolzen.

So las ich heute in der Zeitung, dass elektronische Personalausweise erst eine Woche später zu ihrem Nutzer gelangen. Zuvor konnten sie im Rathaus beantragt und gleich mitgenommen werden. Nun werden die Ausweise in Rom erstellt. Leider fällt die Internetverbindung so häufig aus, so dass die zuständige Stelle im Rathaus nur vier Ausweise pro Tag erhielt. Aber dafür sind sie elektronisch.
Europa kannst du vergessen. Auf nach China oder Singapur.

venerdì, giugno 08, 2018

Der Spiegel v. 2.6.2018



Ich muss mich korrigieren. Erst nach 20 Tagen kann ich Gehversuche machen, mit Krücken, die ich gestern bei Amazon bestellt habe. Ich hatte mich verlesen. Beinbruch ist nicht so gut. Besser den Arm. Aber das hatte ich schon.

Unterdessen schiebe ich mich mit meinem Bürostuhl durch die Wohnung. Ist auf jeden Fall besser, als wenn meine Frau mich stützen müsste. Doch nun zum Spiegel.

Schlepper im Bamf. Ein Witz, dass jeder externe Schlepper festgenommen und eingebuchtet wird. Wenn so etwas im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge passiert, gibt es einen Untersuchungs-Ausschuss, der Untersuchungen über Monate abwickelt.

Der Hauptbeitrag dreht sich um Italien. Populisten wurden gewählt, die noch nie regiert haben. Gerade deshalb. Denn Italiener sind der Politiker müde geworden. Ich fand die letzte Regierung gut, doch bin ich kein Italiener.

Die Neuen wollen einige Dinge umstellen und werden sich an der Realität reiben. Der Spiegel beschwört den Untergang des Abendlandes herauf. Halb so wild. Die Welt wird nicht untergehen, und der Cappuccino schmeckt weiterhin.

Mit dem Artikel „Apokalypse Merkel“ wird offenbar, dass sogar diese Zeitschrift merkt, wie verzagt die Bundeskanzlerin sich auf die Zukunft vorbereitet. Es war mutig, als sie sagte, Europa müsse sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Doch danach zuckte sie zurück mit „geht nicht“, „das ist Ländersache“, „das wird nichts bringen“. Mutlos.

Der Artikel „Das Düsentrieb-Dilemma“ stellt die Ingenieursgarde den Softwareentwicklern gegenüber und schliesst, Ingenieure müssten die Digitalisierung in ihr Wissen einbinden. Ist etwas dran. Nur, wer als Ingenieur > 50 will programmieren lernen? Die jungen werden es schon schaffen.

Ulrich Wickert schreibt etwas über die deutsche Identität. Damit konnte ich wenig anfangen, weil ich schon über 30 Jahre im Ausland lebe.

martedì, giugno 05, 2018

Nicht den Hals



Gestern habe ich mir kurz ein Bein gebrochen. Ich kam gegen 11:00 um eine Ecke gedüst und bin mit meinem Fahhrad auf einen Laster gefahren, der einer Straßenbau-Gruppe gehörte.
Ambulanz, Notaufnahme, Röntgen. Und heute Gips für 30 Tage. Nicht gerade das, von dem ich immer geträumt habe. Jetzt muss ich an Krücken herankommen, denn nach 10 Tagen kann ich leichte Gehversuche machen. Zum Glück hat mein Bürostuhl Rollen, so dass ich ohne fremde Hilfe durch das Haus rollen kann. Dann hört es aber schon auf.

sabato, giugno 02, 2018

Festa della Repubblica



Heute begeht Italien das „Festa della Repubblica“, welches an die Gründung des italienischen Staates im Jahre 1946 mit einer großen Militärparade unter Anwesenheit des Staatspräsidenten erinnert.

Unsere Tageszeitung legte der heutigen Ausgabe die italienische Verfassung bei.

Im Artikel 1 steht, dass Italien eine demokratische Republik ist, die auf Arbeit basiert.
Sollten sich die Politiker dies nicht zu Gemüte führen? Rund 30 Prozent der in Italien lebenden Jugendlichen sind arbeitslos. Es müssen neue Ideen her, um diese Situation zu beheben. Gerade wurde eine neue Regierung gebildet und dies sollte ihre erste Aufgabe sein.

giovedì, maggio 31, 2018

Der Spiegel v. 26.5.2018





Die Story über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BaMF) erzählt, dass die Behörde auch nach Jahren noch ihre Macken hat. Die Kontrolle hat versagt. Wieso bekommen die Leute so etwas nicht hin? Vor Jahren schon, ehe die Flüchtlingswelle über Deutschland hereinbrach, hätte man die Abläufe entwerfen und entwickeln können. Es fehlte der politische Wille dazu. Es gibt ja auch kein Einwanderungsgesetz. Wasser auf die Mühlen der AfD.


Interessant ist der Artikel „Doktor Algorithmus“, in dem berichtet wird, wie Silicon Valley mit Hilfe der Digitalisation versucht neue Therapien zu entwickeln.

Biologie ist ein phantastisches Feld. Ich selbst war gut im Entdecken von Programmfehlern. Der Schnellste. Das Genom ist auch nur eine Ansammlung von Programmen. Und vieles läuft dort falsch. Diese Fehler zu entdecken, dürfte nicht so schwierig sein. Nur im Gegensatz zu Komputer-Programmen ist die Fehlerbehebung das Teil, welches den schwierigeren Part darstellt.
Die Medizin arbeitet ja schon lange mit Daten. Marker im Blut weisen auf Krankheiten wie Nierenschwäche, Krebs, Infarkt, Diabetes, Leberschäden. Diese Leiden genetisch zu beseitigen, wird Forscher noch lange beschäftigen.

Dazu ist erst einmal die Gewinnung von Daten ausschlaggebend. In diesem Feld mitzumachen wäre interessant.

martedì, maggio 29, 2018

Scientific American, June 2018






“The Secret Life of the Sun”.
Um die 5 Milliarden Jahre existiert sie schon und noch um die 5 Milliarden Jahre vor sich. Dann bläht die Sonne sich auf, verbrennt ihre Planeten und schrumpft zu einem Weissen Zwerg. Gut, dass ich das nicht mehr erleben muss.

Dass die Sonne eine Mutter und Geschwister hat, las ich das erste Mal. Die Mutter besaß die 30-fache Masse unserer Sonne: Gigantische Sterne wie sie haben eine kürzere Lebensspanne, ein paar Millionen Jahre, um in einer Supernova zu explodieren, Gase, schwere Metalle und radioaktive Elemente freizusetzen, aus denen sich unser Sonnensystem aufbaute.



“Can you supercharge your Baby?”

Die Antwort ist: “Nö”.

Es geht um Spielzeug, auf dessen Verpackung steht, dass es die Intelligenz des Babys fördert, es zum Lesen anregt etc. etc. Sandkiste mit Schaufel und Eimer reichen aus. Doch der Erziehungsspielzeugmarkt hat in den U.S.A einen Umsatz von 4 Milliarden Dollar pro Jahr. Argumente kommen anscheinend nicht gegen den Wunsch der Eltern an, aus ihrem Kind so früh wie möglich einen Harvard-Studenten zu machen.



“A painful Mystery”

Endometrosis, eine Krankheit, die weltweit einhundertsiebzig Millionen Frauen befällt, wird von vielen Ärzten nicht erkannt. Gewebe der Gebärmutter breitet sich in anderen Teilen des Körpers aus und verursacht Schmerzen, die eigenständig werden können, selbst wenn das eingedrungene Gewebe chirurgisch entfernt worden ist.

Es gibt unterschiedliche Theorien, warum die Zellen der Gebärmutter herausbrechen und sich woanders ansiedeln. Ich will sie nicht aufzählen, sie haben sich auch nicht erhärtet. Man versucht jetzt mit künstlichen Organen auf einem Chip (EVATAR) das Rätsel zu lösen, in dem man die Körperfunktionen auf diesem Chip emuliert.



“Shrinking Animals”

Je wärmer es wird, desto kleiner werden Tiere. Man hat das aus Fossilien abgeleitet, die von Zeiten stammen, in denen es eine Klimaerwärmung gab. In warmen Zonen ist der Metabolismus eines Lebewesens schneller. Es muss mehr essen und den knapp bemessenen Energie-Input zwischen Wachstum und Reproduktionsfähigkeit aufteilen. Reproduktion geht vor Wachstum.
Da es evident ist, dass sich das Klima wieder erwärmt, und man bereits festgestellt hat, dass Fische kleiner werden, ergibt sich das Problem eines verminderten Weltnahrungsangebotes.



So, das waren die Artikel. Hinzugefügt wurde ein Spezialbericht über die großen Fragen der Wissenschaft.
  • What is Spacetime? - What is Dark Matter? - What is Consciousness? - How did Life begin? - What are the Limits of manipulating Nature? - How much can we know? -
Nun, alle erwähnten Theorien aufzuzählen, führte zu weit. Und niemand weiss, ob eine stimmt. An den Lösungen zu diesen Fragen wird gearbeitet.







Stühle rücken auf der italienischen Titanic


Die italienische Politik ist in den Normalzustand zurückgekehrt: Es geht drunter und drüber. Italien wählte Populisten. Die wollen nun regieren, klar, dürfen es aberr nicht. Der Präsident Italiens erhob Einspruch, da der vorgeschlagene Wirtschaftsminister Bedenken gegen den Euro erhoben hatte und meinte, über dieses Medium würden Deutschland und Frankreich Italien schwächen. Dann kommen noch Klöpse wie „Geld für alle, die keine Arbeit finden“ sowie eine Flat Tax hinzu. Präsident Mattarella zog die Notbremse.

Der für eine Übergangsregierung ernannte Premier Cotrarelli erwähnte in seinem letzten Buch, dass er den Euro auch nicht gut finde, man aber damit leben müsse und man die Schuld für Nachlässigkeit und Schulden in Italien nicht auf andere schieben sollte. Sein Vorschlag: Rationalisierung des Öffentlichen Dienstes und Verbesserung der Infrastruktur, denn das Konto der unvollendeten Arbeiten könnte sich in erhöhte Zinsen niederschlagen. Ich teile seine Überlegungen, doch Italiener haben für Experten nichts übrig.

Warten wir ab, wie weit die Zinsen von italienischen Schuldverschreibungen wie BOT; BTP und CCT steigen. Kommen sie auf 7 Prozent, lohnt es sich zu kaufen. Die Chance dazu ist gut, denn bei der nächsten Wahl wird die Lega Nord weiter dazu gewinnen. Und das Chaos ist perfekt.

lunedì, maggio 28, 2018

Crisi Chock




Italien in der Krise? Nicht doch. Die Politiker vielleicht. Die Regionen arbeiten vor sich hin wie immer.

Dass Neuwahlen kommen ist anzunehmen. Und das die Lega Nord noch bessere Ergebnisse einfahren wird, ist wahrscheinlich. Aber es ist Politik. Italiener, die durch ihre Wahl eine andere Politik wollten, bekamen nun eine.

Was ich schlimmer fand ist, das die letzte Etappe des Giro d´Italia abgebrochen wurde, weil in Rom die Straßen so viele Löcher haben. Da hat die 5-Sterne Bürgermeisterin etwas aufzuarbeiten.

venerdì, maggio 25, 2018

Aufgestöbert, und der rechte ist Biehler



Einige Tage zuvor erhielt ich die E-Mail eines alten Freundes, den ich vor 60 Jahren das letzte Mal gesehen hatte. Wolfgang Biehler war wie ich Mitglied der Science Fiction Gemeinschaft Hamburg und brachte in jehnen Jahren die Sankt Pauli Nachrichten heraus.

Ich übersetzte ein paar Pornos aus dem englischen für ihn, verlängerte einen Roman von Jack Williamson und arbeitete an ein paar Comics, die er zu dem Zeitpunkt herausbrachte. Mit Sex hat er nichts mehr am Hut, er gibt weiter Rätselzeitschriften und Frauenmagazine heraus, um seine Rente aufzustocken..

Internet ist schon eine feine Sache. Ein anderer SFGHer hatte mich auch ausfindig gemacht. Das vor Jahren. Klaus Sorgenfrei: Mitredakteur von NOVA. Von dem dritten, Horst Margeit, unser intellektueller Typ, der Schallplatten von Dave Brubeck hörte, habe ich nichts mehr vernommen, obwohl ich meine, wenn man NOVA herausbrachte, müsste man im Internet stehen.

Dann noch zwei aus meiner alten Band „Crying Wolf and the Allstars“. Ich sah eben unter „Sorgenfrei“ nach und finde einen Architekten, dann eine Todesanzeige des Kernkraftwerks Brunsbüttel. Das war er. Im März mit 76 Jahren gestorben. Vor ein paar Jahren hatte ich noch mit ihm in Wandsbek zu Mittag gegessen.



In der letzten „Business Week“, die ich bekam, las ich einen Artikel über den mexikanischen Präsidentschaftskandidaten Andrès Manuel Lòpez Obrador, einen weiteren Populisten, der gute Chancen hat, gewàhlt yu werden. Er schimpft auf die bestehende politische Klasse: „Dreckige Schweine!“ Da ist die AfD doch harmlos. Vielleicht sollte sie aufdrehen, aber dann wiederum. 2017 wurden in Mexiko um die 30.000 Menschen umgebracht. Also ruhig bleiben.




giovedì, maggio 24, 2018

Der Spiegel v. 19.5.2018




Es hätte ebenso gut ein Beitrag über Sri Lanka sein können, das, was über die Rockgruppe Frei.Wild geschrieben wurde. Für mich ist es exotisch. Die Band stammt aus Süd-Tirol, scheint in Deutschland Hallen zu füllen. Dass sie so gut ankommt, sagt doch nur, dass Nation und Heimat für viele Deutsche einen hohen Stellenwert haben. Ich kann das verstehen, mich aber damit nicht identifizieren. Meine Einstellung ist eher, wie es die Amerikaner sagten: „Where I hang my hat, there is my home“. Das scheint, wie ich heute in „Business Week online“ gelesen hatte, für die U.S.A auch nicht mehr zu gelten.

Vor nicht ganz dreissig Jahren bekam ich dort meinen ersten Job. Zu dem Zeitpunkt war es normal, sich ständig bessere Jobs zu suchen, auch wenn die Unternehmen in einem anderen Staat lagen. Man besorgte sich ein Haus, verkaufte das alte, mietete sich einen Laster und zog um. Wer erst einmal auf Probe arbeitete, bezog eine unmöblierte Wohnung, ging in einen Showroom und mietete die Möbel. So ging es mit dem American Dream. Sich weiter zu bilden, dafür gibt es die Community Colleges.
Dieses Vorgehen, von einem Staat innerhalb der U.S.A in einen anderen zu ziehen, hat nachgelassen. Die Leute legen jetzt Wert darauf, in ihrem Bekanntenkreis zu bleiben.

Ausnahmen gibt es sicherlich: Hi-Tech Worker, die dort hingehen, wo Digitalisierung stattfindet: Kalifornien, Massachussets, Kanada. Dinge, mit denen klassisch ausgebildete Arbeiter wenig anfangen können.

Aber so ein Text wie „Ich scheiß auf Gutmenschen, Moralapostel; selbst ernannt, political correct; Der die Schwachen in die Ecke stellt; Und dem Rest die Ärsche leckt“

hat etwas. Nur, dass Gutmenschen Schwache in die Ecke stellen, damit kann ich nichts anfangen. Wie auch immer: Das von der Gruppe Frei.Wild vorgebrachte Heimatgedöns ist mir unverständlich. Man könnte mich in die tiefste Pampa stecken, ich würde dort zurechtkommen. Nur, Internet sollte es schon geben.

Interessant war der Artikel über China mit einer verdeckten Warnung, dass Deutschland noch nicht die richtige Antwort auf das wirtschaftliche Expansionsbestreben Chinas gefunden hat. Ein Photo des Flughafens in Shenzhen ist abgebildet. Da denke ich doch gleich an BER, lol.



mercoledì, maggio 23, 2018

Forbes, Maggio 2018




In den U.S.A hatte ich das Forbes-Magazine abbonniert, in Italien bekomme ich die amerikanische Ausgabe nicht. Es gibt nun eine italienische, die vor kurzem ins Leben gerufen wurde. Forbes ist von reichen Menschen beeindruckt, so haben sie ein Foto von Berlusconi auf die Titelseite gebracht.
Nicht nur der, sondern es werden insgesamt einhundert Familien erwähnt, die Italien angeblich gross gemacht haben. Ein paar davon leiten gute Unternehmen, unbestritten. Sie ackern und verdienen.

Und die reichsten der Reichen dürfen nicht unerwähnt bleiben: Jeff Bezos, Bill Gates, Warren Buffett, Bernard Arnault, Mark Zuckerberg, Amancio Ortega, Carlos Slim Helu, Charles Koch, David Koch, Larrz Ellison, Michael Bloomberg, Larry Page, Sergey Brin, Jim Walton, Ma Huateng, Francoise Bettencourt, Murkesh Ambani, Jack Ma. Die Namen sind nach Milliarden absteigend sortiert.

Shit, ich habe immer noch keine. Wird wohl nichts mehr :-).

Es werden ein paar Autos vorgestellt. Habe ich überflogen. Irgendwann sind Privatautos ohnehin passé. Und zum Schluss gibt es die Vorstellung von einigen jüngeren Italienern, die sich mit Start-Ups vorarbeiten wollen. Die Projekte laden zum Gähnen ein.

So um die 10 Prozent des Inhalts halte ich für interessant. Der Rest ist für die Tonne. Auch deswegen, weil die Technik, derer sich die erwähnten Start-Ups bedienen, nicht erklärt wird. Da die Themen selbst uninteressant sind, hätte man wenigstens etwas über die Technik lernen können.
Ich bin gespannt, ob sich die italienische Ausgabe von „Forbes“ hält.




sabato, maggio 19, 2018

„Der Spiegel“ vom 12.5.2018


Worüber ich bisweilen lachen muss ist über die Tatsache, was für Pfeifen in der Regierung sitzen.
Im letzten „Spiege“ las ich, wie verdutzt Politiker und Medien waren, als sie merkten, dass Trump sich nicht an die gängigen internationalen Regeln hält. Nun fragen sie: „Was nun?“ Sie haben keinen Plan B.

Was mich stört: Es gibt Think-Tanks, die über alle möglichen Scenarien spekulieren sollten, nach dem Motto: Was wäre wenn? Aber anscheinend Aber es geschieht nichts. Anscheinend trinken die nur Kaffee. Und Politiker wie Medien gucken dumm aus der Wäsche.


Mieten steigen rasant. Es scheint ein Zeichen unserer Zeit zu sein, dass in Deutschland so viel (um die 420.000) Menschen es sich nicht mehr leisten können, eine Wohnung zu mieten. Es fehlen Unterkünfte. Dafür gibt es eine schwarze Null. Wahnsinn. In anderen Ländern, auch in Italien, sieht es besser aus, da relativ mehr Menschen eine eigene Unterkunft besitzen.

Wo es auch kneift, ist in den U.S.A.. Ich las gerade einen Artikel in der „Business Week online“, dass die Stadt Seattle Amazon, das dort seinen Sitz hat, zur Kasse bittet, um preiswerte Unterkünfte bauen zu können; denn 11.000 Obdachlose haben ihre Zelte um die Stadt herum aufgeschlagen.



venerdì, maggio 18, 2018

Bassa Velocità und La doppia Faccia degli UFO


Langsame Geschwindigkeit

In Italien gehen die Gespräche zur Regierungsbildung weiter. Es kann schief gehen, denn der Ministerpräsident steht noch nicht fest. Da die Lega Nord sowie die 5-Sterne-Bewegung bei der letzten Parlamentswahl die meisten Stimmen bekommen haben, sind diese Parteien die einzigen, die für eine Regierungsbildung infrage kommen. Bei der Lega war noch Berlusconis Forza Italia, die wollte di Maio von der 5-Sterne-Bewegung nicht mit im Boot haben. Nach einigem Zögern hat Berlusconi verzichtet, auch um die Bildung einer Regierung nicht zu behindern.

Jetzt sind einige Abmachungen in die Presse gelangt, die nervöses Augenbrauenzucken hervorrufen. Wie die Absage der Hochgeschwindigkeitsstrecke (TAV) Torino – Lyon, die schon 1,2 Milliarden Euro verschlungen hat, eine Flat-Tax von 15 % bzw. 20 %, abhängig vom Verdienst, ein Bürgereinkommen von 780 Euro, von dem man nicht weiss, wo es herkommen soll, und wer zum Bezug berechtigt ist.

Es ist gut, wenn versteinerte Politik zerstört wird. Damit neu geordnet werden kann. Nur wäre es gut, wenn Profis am Werke wären.


La doppia faccia degli UFO

Dieser Urania SF-Schmöker (Miracle Visitors) von Ian Watson, 1978 veröffentlicht, ist methaphysisch angehaucht. UFOs wurden gesichtet, die, wie es sich in der Handlung herausstellte, keine waren, sondern Ausprägungen eines globalen Bewusstseins auf höherer Ebene. Es gab dann noch einige Ebenen darüber, die kosmisch waren.

Vor diesem Hintergrund spielte sich die Handlung von 4 Personen ab, die erst gegen Schluss der Story herausbekamen, dass sie nicht mit einem Ford Thunderbird zum Mond geflogen waren. Leicht verschroben und mir eine Spur zu langweilig.

Wir hatten schönes Wetter heute und ich las den Roman zu Ende. Strich eine Menge italienischer Vokabeln an, die ich noch nicht kannte. Aus dem Kontext konnte man jedoch erraten, um was es ging.

Beim Chinesischen geht es nicht. 2016 hatte ich einen Online Chinesisch Kurs angefangen und nach einer Woche aufgehört. Es gibt diesen Kurs jetzt wieder und da er nichts kostet und ich sehen will, ob ich noch weiter komme, kämpfe ich mich weiter vor. Zahlen lernen: Da sind italienisch, portugiesisch und spanisch einfacher. Uno ist uno. Auf chinesisch ist es yi. 2 ist èr, 3 san (jetzt fehlt mir der Strich auf dem a). Ist das alles kompliziert.








mercoledì, maggio 16, 2018

AndromedaNachrichten & Phantastisch


AndromedaNachrichten 261
Ist beachtlich, dass sich der SFCD hält. Ich war 16, als ich dort einstieg, Hier noch einmal ein kurzer Überblick im Link „Bevor es rockte“. Das war vor 8 Jahren.
Der SFCD geht nicht unter. Es wird zur Wahl des Kurd-Lasswitz-Preises aufgerufen. Ich will die Geschichten hier nicht aufzählen, auch deswegen, weil AndromedaNachrichten über www.sfcd.eu/download herunter geladen werden kann.
Redakteur Michael Haitel wird interviewt. Hut ab für die kontinuierliche Leistung Clemens Nissen berichtete über die Amsterdamer Veranstaltung „Other Futures“. Einige weitere Cons werden angekündigt und dann geht es auch schon in die Sparten wie Fantasy, Horror und Cinema sowie andere.



Phantastisch 70
Was mir auffiehl war der Beitrag über Kannibalismus. Sehr ausführlich, versuchte er die Menschenfresserei über eine Zeitlinie zu ziehen. Ich vermisste Dolcett, was anscheinend durch Comics ins Leben gerufen wurde. Ich bin in Second Life, dem Computerspiel, Arzt in einer Dolcett Region. Als Heiler bin ich ein Gegenpol zu dem, was sich die Frauen dort wünschen: Am Spieß gebraten zu werden, was mich verwundert. Denn es ist ja nicht nur eine, es sind hunderte. Ich muss eingestehen, nicht alle auf ein Mal, sondern über einen längeren Zeitraum. Aber seltsam ist es doch, was für Phantasien in einigen Frauenhirnen nisten.
Von Achim Schnurrer weiß ich inzwischen, dass er seltsame Geschichten aus der Vergangenheitsliteratur liebt. Erst einmal schreibt Schnurrer interessant und dann lernt man auch, was vor einhundert Jahren schon für Wahnsinnsliteraten ihre Beiträge in Form von Büchern, Geschichten und Artikeln auf den Markt gebracht hatten. Das Thema „Cinderella“ wird in seinen unterschiedlichen literarischen und filmischen Ausprägungen ausgeleuchtet.
Ich überfliege einen Artikel von Olaf Brill über Bob Morane, von dem ich noch nie etwas gehört und gelesen habe. Mein Fehler. Dafür kenne ich Mandrak und Gucky den Mausbiber.
Meine Frau ist Superman Fan. Diesen Artikel „Auf, auf und davon – ein Superheld wird 80“ müsste ich ihr zu lesen geben. Nur, er ist auf deutsch und ziemlich lang. Und nachdem Louis Lane vor einigen Tagen gestorben ist: Lassen wir das.
SF und Donald Duck. Sonja Stöhr schreibt über „Phantastisches Entenhausen.“ Und, es stimmt ja auch: „Dem Ingenieur ist nichts zu schwör“.










LulaRoe und meine Fax-Maschine

FlixBus will in Kalifornien tätig werden. Ist doch etwas. Vielleicht kommt ihm ja der Appetit, ganz Amerika aufrollen zu wollen.

Apple hat in Bengaluru, das einmal Bangalore hieß, ein Schulungszentrum für Kinder eingerichtet, um ihnen beizubringen, wie man eine App programmiert. Ich selbst nehme mir täglich ein paar Minuten, um in Python 3 einzusteigen. Wäre gut, wenn es auch hier Kurse geben würde, so dass ich bei Fehlermeldungen irgendwo nachfragen könnte. Also muss das Internet her. Persönlichen Kontakt finde ich angenehmer.

Gut fand ich den Artikel der "Business Week" über LulaRoe, den US-Textilverkäufer, der sich als Pyramid-Shop entpuppt. Sie selbst nennen sich MLM (Multi Level Marketing).

Die unterste Stufe der Pyramide besteht aus "Independent Fashion Consultants", welche in China hergestellte Frauen- und Männerkleidung über Facebook verkauft. Sie müssen einen Haufen Zeug von LulaRoe kaufen, in ihrer Garage verstauen. Eine Sendung kommt auf 5000 Dollars. Es gab eine Zeit, in der 150.000 Consultants versuchten, LulaRoe Kleidung an den Mann zu bringen. Drei Viertel der Verkäufer sind Frauen, die sich entweder von ihrem Tagesjob trennten oder als Hausfrau extra Geld verdienen wollten.

Anscheinend gibt oder gab es in den USA genügend Frauen, die in solchen Nachthemden herumlaufen wollen. Nur irgendwann wurden einige Consultants die Objekte nicht mehr los, leerten ihre Garagen und schickten die Textilien zurück. Das Geld dafür haben sie noch nicht gesehen. Laufende Prozesse haben wenig Aussicht auf Erfolg, da im Kleingedruckten steht, dass ein privates Schiedsgericht für sie zuständig ist.

Es gabe eine Zeit, in der die ersten Consultants tausende von Dollars pro Monat machten. Ebenen darüber bestanden aus Trainers, Coaches und Mentors. Je mehr Consultants sie rekrutierten, und je mehr Zeug sie an diese verkauften, desto höher war ihr Bonus. Für dessen Höhe spielte es keine Rolle, ob die Consultants die Ware an den Mann bringen konnten. Das wurde inzwischen geändert. "Business Week" stellte eine Mentorin vor, die pro Jahr hunderttausende von Dollars machte.
Immerhin gibt es auch jetzt noch Frauen, die sich als Consultants bewerben und von einem Aufstieg zur Mentorin träumen. So um die 63000.

Was ich gut in den U.S.A fand: Man kann dort aus jedem Dreck Geld machen. Irgendetwas läuft immer. Die Begeisterung ist ansteckend.

Jede Mall hat dort Fingernagel-Studios, angehende Frisöre gehen in ein Schulungszentrum und lernen dort am lebenden Objekt, zum Beispiel ging ich dorthin, weil ein Haarschnitt nur 5 Dollar kostete. Der Mann einer SAP-Beraterin in Dallas ging in Schulen und kratzte Wände ab, um bei sich zu Haus im Kühlschrank die Schimmelsorte festzustellen. Ich erinnere mich noch, als ich meine in New York gekaufte Fax-Maschine in einen Verpackungs- und Versandladen in Stamford, CT brachte, um sie von dort aus nach Italien zu senden. Die Frau war ganz aus dem Häuschen, hatte sie doch gerade von jemand anderem einen Auftrag über 100 Pakete bekommen.
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Ich war von Stamford mit dem Zug nach New York gefahren, war nicht weit, und hatte im Abteil mit einer Finnin gesprochen, die in Connecticut als Au-Pair-Mädchen arbeitete. Sie wollte sich New York ansehen. Ich Dussel bin nicht mitgegangen, weil ich nach der Fax-Maschine suchte, die ich in einem Elektroladen am Times Square fand. Sie war für 110 und 220 V geeignet. Das, was ich brauchte. Nur, zum New York ansehen, hatte ich keine Lust. Der Apparat war zu schwer. Also in den nächsten Zug gesetzt und zurück nach Stamford.


lunedì, maggio 14, 2018

Empören bringt nichts, the Canadian Dream, und Online Dating für Ambitionierte


Der FDP-Vorsitzende Lindner hat seinen Gedanken freien Lauf gelassen als er sagte:   "Man kann beim Bäcker in der Schlange nicht unterscheiden, wenn einer mit gebrochenem Deutsch ein Brötchen bestellt, ob das der hoch qualifizierte Entwickler künstlicher Intelligenz aus Indien ist, oder eigentlich ein sich bei uns illegal aufhaltender, höchstens geduldeter Ausländer. „

Das was er sagte war verkehrt, und Personen in Deutschland, darunter auch die Leute vom „Spiegel“ sind empört. Ebenso verkehrt. Denn welcher qualifizierter Entwickler künstlicher Intelligenz aus Indien würde in Deutschland arbeiten wollen? Dort wird kein Englisch gesprochen. Ausländer, und vor allem Leute mit dunkler Hautfarbe werden schief angesehen. Es gibt viele Inder, die nun sogar von den U.S.A nach Kanada ziehen, weil unter Trump die Vergabe von Green Cards dezimiert wird. Wenn sie schon aus Silicon Valley weggehen, warum sollten sie dann ausgerechnet nach Deutschland wollen, wo Ausländerfeindlichkeit höher ist?

In einer der letzten „Business Weeks“ lese ich den Artikel „The American Dream leads to Canada“. Es scheint schwieriger zu werden eine Green Card zu erhalten. Zu meiner Zeit musste man schon ein paar Arbeits-Visa H-1B hinter sich gebracht, einen akademischen Grad und einen amerikanischen Sponsor haben, der den Antrag stellt und einen Immigration Lawyer beauftragt, die Prozedur in Gang zu setzen. Die Bearbeitung dauerte auch noch mal fast zwei Jahre. Diese Zeiten haben sich verlängert.

Kanada hatte sein Einwanderungsgesetz bereits 1967 verabschiedet. Es basiert auf Punkten. Herkunftsland ist irrelevant, doch English oder Französisch muss gesprochen werden, gibt Punkte, die gibt es ebenfalls, wenn bestimmte nationale Zielvorgaben erfüllt werden. 

„Business Week“ berichtet von einem Inder, der von Silicon Valley nach Kanada gezogen ist, eine Website dort aufgebaut hat mit Tips für Landsleute, die ebenfalls in das Land wollen.

Interessant war auch ein Artikel über die US-amerikanische Online-Dating Agentur The League, die nur Mitglieder aufnimmt, die ein College besuchen, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Sie hat eine Warteliste von 6 Monaten, in denen die Antragsteller geprüft werden. Ein weiteres Zeichen von Elitenbildung, die sicher auch in anderen Ländern Platz greifen wird. In Deutschland hielte ich die Gründung eines derartigen Instituts unter dem Radar, um eine Empörungswelle zu vermeiden. Auf der anderen Seite benötigt es Publicity. Wäre interessant, so eine Agentur auf die Beine zu stellen, um herauszufinden, was dann passiert.