Coversong Roads

venerdì, dicembre 13, 2013

Leuchtfeuer

Dies ist die neueste meiner Horsdorp Stories. Die anderen sind auf meiner Story Website zu sehen, die ich auch mal updaten müsste.


                                                                       Leuchtfeuer

                                                        von Klaus Eylmann   

Wie die Zeit läuft. Schon wieder Herbst, und in Horsdorp an der Wümme prasselte Regen gegen die Butzenscheiben  des „Roten Ochsen“, in dem sich zwei grantelnde Bauern bei einem Bier über ihre Frauen unterhielten, während das Schlagzeug einer Band vom Tanzsaal herüberhämmerte.  

Die Kapelle spielte etwas Langsames. An einem der Tische saß Peter Grützmann und stierte auf die Frau seiner Träume, die sich mit ihrem Mann auf der Tanzfläche drehte, und er sang mit: „Me and Mrs. Jones, we got a thiiiiing going on.”

Er hörte nicht, wie der Wirt rief: „Hallo Iggy! Am Tisch neben der Säule sitzt dein Freund Grützmann und himmelt Lisa Lammer an.“ 

“Alter, das ist nicht Mrs. Jones. Das ist Frau Lammer, die dort tanzt.“  Plötzlich stand neben Grützmann ein junger Kerl, strich sich über das gegelte Haar, wackelte mit den Hüften und sang: „Here comes Johnny Yen again with the Liquor and Drugs and the flesh machine.“

“Iggy!“ Grützmann sprang auf. „Wann habe ich dich das letzte Mal gesehen? Jahre ist das her. Setz dich, Mann!“ Er drückte Iggy auf einen Stuhl, ließ sich auf seinen Sitz fallen und sah wieder auf die Tanzenden. „Sie lächelt mich an“, stöhnte er.

„Du bist nicht der einzige.“ Iggy räkelte sich. Der Messingknopf an seiner Nase funkelte. 

„Lisa Lammer ist ein Leuchtfeuer“, fuhr er fort. „Sie rotiert und blinkt die Männer an. Achte mal auf die in ihrem Blickfeld.“

  Auf deren Gesichtern war ein idiotisches Grinsen zu sehen, dass wieder verschwand, sobald sich Frau Lammers Blick nicht mehr auf sie richtete.

  “Du meinst....”. Grützmann war wie betäubt.

  „Genau, und dabei hast du dich so fein gemacht. Den Konfirmationsanzug wieder aufgebügelt?“ Iggy kicherte und stand auf: „Gehen wir in die Gaststube.“ 

Wie benommen folgte Grützmann und bestellte zwei Bier bei der Bedienung, die mürrisch hinter der Theke stand.

  „Und ich dachte, sie hätte nur mich angelächelt.“ Grützmann starrte in sein Bier. Dann sah er hoch. „Wo hast du die ganze Zeit gesteckt?“

  „Physik studiert, in Dünkelskirchen, und nebenbei...“ Iggy prostete Grützmann zu. „Nebenbei habe ich eine Zeitmaschine gebaut.“

  „Ich glaube, ich gehe wieder nach drüben“, bemerkte Grützmann. „Was? Zeitmaschine? Schön wäre es. Ich gäbe dir die Hälfte von 1000 Euro, wenn du in die Vergangenheit reist und meinen Großvater umbringst, bevor er Kinder gezeugt hat. Die andere Hälfte bekämst du, wenn du zurückgekommen bist.“

  „Was für ein Trickser.“ Iggy grinste. „Grützmann, dann existierst du doch gar nicht und das wolltest du doch, oder? Dann,“ überlegte er, „könntest du mir dein ganzes Geld geben.“ Iggy erhob sich. „Du hast dich in eine verheiratete Frau verliebt. Ist dir noch zu helfen? Ich habe nicht viel Zeit. Ich zeige dir den Apparat am besten gleich. Komm mit. Ist nicht weit.“ 

Iggy führte ihn zu einer Scheune, die leer war bis auf ein Drahtgestell, das, wenn man seine Phantasie spielen ließ, an das Stargate erinnerte. 

„Dieser Ring da?“, fragte Grützmann. “Das ist alles?“

„Die Intelligenz steckt in meinem Notebook.“ Der Ring war durch Kabel mit einem Laptop verbunden, der auf einem Klapptisch ruhte.

  “Sie quantifiziert die Zeit“, fuhr Iggy fort. „Ich mache es simpel. Zeit ist eine in unendliche Anzahl von Möglichkeiten gesplittete Dimension, die in jedes Lebewesen dringt und es als Strang in Form der berechenbaren Vergangenheit verlässt.“

„Und wenn man Objekte  durch schickt“, Grützmann zeigte auf den Ring, „verschwinden diese? Perfekte Lösung zur Müllbeseitigung. Die Kommune schiebt ein Förderband zur Hälfte durch den Ring. Würde das funktionieren?“

„Probieren wir es aus.“ Iggy verschwand nach draußen, kam mit einer Eisenstange zurück, ging zum Ring und schob sie zur Hälfte hindurch. Iggy wurde in die Luft geschleudert. Die Stange verschwand.

„Mann, wenn ich die Stange nicht losgelassen hätte... . Was den Vorschlag mit dem Müll betrifft. Alles, was hinter dem Ring verschwindet, kommt nach einigen Stunden wieder zurück. Würde das nicht passieren, wäre es trotzdem sinnlos, denn die Erde wäre in unserer Zeit längst zugemüllt.“

„Wo und wann lande ich, wenn ich durch den Ring steige?“

„In Horsdorp und um die Zeit herum, die ich in den Bildschirm eingegeben habe“, antwortete Iggy. „Es ist ein Quantum Computer.“ Iggy zeigte auf den Laptop. „Der kann gar nicht exakt arbeiten. Würde er das tun wollen, funktionierte er nicht. Das ist doch wie bei eurer, ähm, ich meine bei unserer Bundeskanzlerin. Als Physikerin kennt sie die Quantenmechanik. Je genauer ihre Aussagen sind, desto weniger funktioniert ihre Politik.“ 

„Cool.“ Grützmann kratzte sich am Kopf und stellte sich vor den Ring. „Kann ich da mal durchgehen? Ich komme doch wieder zurück, oder?“

„Ich habe noch nie einen Menschen durch geschickt. Aber Mensch oder lebloses Objekt. Das Gesetz ist für alle gleich.“ Iggy lachte. „Das physikalische.“ Er machte sich am Computer zu schaffen.

„Ich stelle ihn auf minus 60 Jahre ein. Wenn du nicht innerhalb von 6 Stunden wieder zurückkommst, hast du deinen Großvater umgebracht.“ Grützmann machte einen Schritt vorwärts. 

Die träg dahin fließende Wümme war das erste, was er sah. Er stand auf dem Deich. Es war neblig und Grützmann erblickte mit Mühe Blüten und Konturen der Apfelbäume. Er lief den Abhang hinab, kletterte über ein paar Zäune und machte sich auf den Weg in die Stadt. Auf den ersten Blick hatte sich an der Dorfstraße nichts verändert. Er sah den Roten Ochsen, doch dann ein paar Birken und hohes Gras, wo das Autohaus Lammer hätte stehen müssen. Grützmann dachte an Lisa und seufzte, bewegte sich auf die Kirche am Marktplatz zu. Daneben musste sich das Fahrradgeschäft befinden, das sein Vater vom Großvater übernommen hatte. Er sah einen Blumenladen. 

Grützmann setzte sich auf eine Bank. Die Zeit sei wie ein Gummiband, hatte Iggy gesagt, und würde ihn in wenigen Stunden zurückholen. Seinen Großvater umzubringen, nur damit er selbst aus dem Leben verschwinden konnte, war vielleicht doch keine so gute Idee. Zumal es seinen Vater dann auch nicht mehr gäbe. Und was würde dann aus dem Fahrradgeschäft?  

Ein junger Mann setzte sich neben ihn und packte sein Brot aus.

„Hallo.“ Grützmann erwiderte den Gruß.

„Neu hier?“ 

„Zur Hälfte.“ Der Nebel versteckte sich zwischen den Apfelbäumen. Die Sonne brannte.

„Ich war schon in Horsdorp“, erklärte Grützmann. „Aber nicht zu dieser Zeit.“

„Hier ändert sich nichts.“ Der Junge biss herzhaft in die Stulle. „Bis jetzt. Sehen Sie das Blumengeschäft dort?“ Eine Weile sagte er nichts, verzehrte sein Brot.

Er fuhr fort: „Der Besitzer macht dicht und geht in Pension. Ich übernehme den Laden und verkaufe dann Fahrräder.“ Der Junge stand auf, sagte: „Ich muss jetzt los“, und ging.

Grützmann blieb das Wort im Hals stecken. Er sah dem Jungen nach. War das sein Großvater? Die Uhr zeigte ihm, dass drei Stunden vergangen waren, und er ging zum Deich zurück. Der Nebel machte sich bemerkbar, wurde dichter. Er stieg die Anhöhe hoch, ging nervös auf und ab. Meisen landeten auf dem Schilf, flogen davon. Mücken tanzten über dem Wasser, Frösche quakten, Wasserhühner schwammen in Ufernähe herum. Aus dem Nebel trat eine weibliche Gestalt hervor. Ihr Gesicht war bleich. Sie trug das Kleid, das er an ihr bewundert hatte. 

„Frau Lammer!“ Grützmann errötete. 

„Oh!“, rief die Frau. „Sie sind doch der junge Mann, der bei Schlachter Großkopf arbeitet!“

„Der bin ich,“ strahlte Grützmann. „Doch wie sind Sie in diese Zeit gekommen?“ 

„Ach“, antwortete Lisa. „Mein Mann war im Tanzsaal eingeschlafen und dann kamen die jungen Männer auf mich zu. Aus allen Richtungen. Es waren so viele. Ich war wie gelähmt. Plötzlich stand Ihr Freund Iggy neben mir und bot an, mir seine Zeitmaschine zu zeigen. Er war mein Retter; denn nun bin ich bei Ihnen.“ 

Ein „Oh“ entfuhr Grützmann. „Ich heiße Peter.“ Er trat näher an Lisa heran. „Wissen Sie, dass wir nach einigen Stunden wieder in unsere Zeit zurück fallen, in der ich Sie nur aus der Ferne anbeten kann?“

  „Das ist so lieb, wie du das sagst, Peter.“ Lisa schmiegte sich an ihn. „Küss mich.“ Sie hob ihm ihr Gesicht entgegen. Dann stand er plötzlich auf dem Marktplatz. 

Eben schien noch die Sonne. Nun kam der Mond hinter den Wolken hervor, und die Häuser glotzten Grützmann mit erleuchteten Fenstern an. Er rannte los. Bis zur Scheune waren es nur zehn Minuten. Er wollte zu Lisa, er wollte durch den Ring. Die Scheune war leer, als habe es Iggy und seine Zeitmaschine nie gegeben. Grützmann fluchte und schlurfte mutlos auf Schlachter Großkopfs Haus zu, in dem er ein Zimmer bezogen hatte, wo er diese Nacht keinen Schlaf fand. 

Am nächsten Morgen kam Lisa in die Schlachterei. Sie trug Mantel, Sonnenbrille, die nur mühsam die Schwellungen darunter verbarg, und bestellte Gemischtes Hack. Grützmann packte noch zwei Steaks dazu und flüsterte: „Sie wissen schon wofür.“ 

100 Jahre später hielt Iggy ein paar CDs in der Hand  „Drei coole Alben von Iggy Pop. Spielen wir sie, solange sie da sind.“ Und schon dröhnte der „Passenger“ durchs Labor. „I´m the Passenger, and I ride and I ride... .“

„Hast du deinen Großvater gefunden?“, fragte ein Kollege.

„Er war nicht in Horsdorp. Er studierte in Dünkelskirchen. Ich wollte ihm die Zeitmaschine zeigen,  ihn stolz machen und ihm sagen, mit was für tollen Genen er ausgestattet war. Dafür traf ich dessen Freund, dem ich zu einem Abenteuer verholfen habe, das er nicht vergessen wird.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Business Week "The Year Ahead"




 

Gerade die Jahresausgabe „The Year ahead 2014“ durchgeackert.
 
 Der Titel sagt es schon: Was kommt businesswise auf uns zu? Was zeichnet sich an Trends ab?  

Apple geht in China baden. Chinesen werden im Telefonbereich stärker. Apple hatte im ersten Quartal 2012 einen Marktanteil von 20 Prozent, jetzt sind es um die 5 %. Samsung ist on top und Lenovo hat die höchste Zuwachsrate. 

Bei Merkels Programm Atomstrom durch ökologischen zu ersetzen ist man unsicher. Es hapert bei der Ausführung. Die Idee ist gut. Die für einen neuen Flughafen in Berlin war es ja auch. 

Ich sehe gerade eine Anzeige des Infiniti Q50. Von vorn sieht er auf jeden Fall gut aus. 

The long wait for rising rates. Das lange Warten auf höhere Zinssätze. Tja, wird wohl nächstes Jahr noch nichts. Und die Sparer müssen an ihr Eingemachtes. Sauerei, lol. Heute bekamen wir die Rechnung für die Abfallsteuer. Der Betrag stieg um fast 100 Prozent. Ich sollte nach Brasilien, in eine Gegend, wo es nie kalt wird. Leider macht meine Frau da nicht mit. Heute scheint zum Glück die Sonne. Die Tage zuvor hat es genebelt wie verrückt. 

Wo sind die höchsten Zuwachsraten? Über 6 %? In großen Teilen Afrikas und in China. 

Viele Beiträge sind US-spezifisch. Lohnt nicht, darüber etwas zu bringen. Wie man weiß, hat die Fracking-Methode die Energiebalance für die U.S.A. entscheidend verbessert. Sie sind weniger von anderen Nationen abhängig als in den vergangenen Jahren. Vielleicht hat das einen positiven Einfluss auf deren Außenpolitik. 

Was Technologie betrifft, gibt es die Start-Up Manie, welche erst Mal positiv zu bewerten ist. Nur werden zum Teil Sachen ersonnen, die im Grunde überflüssig sind. Im letzten SPIEGEL wurde dieser Kühlschrank erwähnt, der nach Milch schreit, wenn die letzte Flasche aufgebraucht ist und neue bestellt. Wurde ein Ladenhüter. So geht es auch bei Apps im Gesundheitssektor. Wer braucht ein EKG angeklebt? Wenn die Pumpe nicht mehr richtig läuft, das merkt man doch auch so. Es gibt ein Stirnband, das mit Hilfe eines Handys erzählt, wie viel Schritte man gemacht, wie lange man geschlafen hat usw. Ja nun. Ist was für Kontrollfreaks.  

Vergiss deine Geldbörse. Ich glaube nicht, dass ich Portemonnaie richtig geschrieben habe, lol. Und der Duden steht zwei Meter von mir entfernt. Unser Tabakhändler erhielt von Vodafon einen Apparat, der NFC akzeptiert. Near Field Communication. Man hält sein Handy dagegen und der Betrag eines gekauften Objektes oder Dienstleistung wird vom Konto abgebucht. NFC soll Kredit- und Debitkarten ersetzen. Ich lese hier, dass es nicht greift. Apple hat ohnehin einen anderen Chip im IPhone. Und wenn ich mir ansehe, wie viele Italiener noch im Postamt anstellen und ihre Pension beziehen. Die Jungs wollen Bargeld sehen, lol. Sehr rückständig, sach ich mal. Sehr rückständig, lol. In den U.S.A. haben Starbucks und einige Grillhäuser Apps entwickelt, um mit einem Handy bezahlen zu können.  

Der Trend, Software nicht mehr zu kaufen, sondern zu abonnieren, wird ebenfalls erwähnt. Hat den Vorteil, dass Updates hochgeladen werden, wenn sie freigegeben sind. Der Nachteil liegt natürlich in der monatlichen Bezahlung. 

Rene Obermann wurde interviewt. Er ist wohl noch Boss der Deutschen Telekom, geht aber zu Ziggo, einem holländischen Kabel-Unternehmen und wird sich meistens in New York aufhalten. Er hat keinen Bock mehr auf Deutschland. Kann man ja verstehen, lol. Aber Italien ist schlimmer. Ich klopfe mir ständig auf die Schulter wie gut ich bin, dass ich es hier aushalte. Ist übertrieben, denn einige Dinge funktionieren hier wie die Müllabfuhr, das Sanitätswesen. Die Natur jedoch war um Bargteheide herum viel schöner. Einen Fahrradweg kann man hier mit der Lupe suchen. Der Nahverkehr ist von Ar… . Das Internet ist langsam. Mir würde sicher noch mehr einfallen. Doch wieder zu Obermann:

Was findet er aufregend? Die Cloud, das nicht mehr bar gezahlt und wenn mit Hilfe von Holograms kommuniziert werden wird. Na denn.  

Im Einzelhandel gibt es aufgrund vergangener Einkäufe Vorschläge darüber, wenn man mit seinem Handy dort ankommt, was man sonst noch kaufen könnte. So in der Art, wie Amazon es macht. Ganz toll. Und fürs Online-Shopping Same Day Delivery. Ooops da kommt Amazons Drohne angeflogen und schmeißt das Objekt in Nachbars Garten. 

Häuser werden größer. Aber das ist Amerika. In Deutschland wohnt sowieso alles zur Miete mit ein paar Ausnahmen. Geschirrspüler werden auf einem Sockel montiert, damit sich die dicken Amis nicht mehr zu bücken brauchen. Deswegen haben die ja auch Toploader Waschmaschinen, wo man die Wäsche von oben reinstopft. Das hat den Nachteil, dass sie oft tilten und wieder angeworfen werden müssen. Ist mir oft passiert. Die Wäsche hat sich auf einer Seite der Trommel akkumuliert und musste gleichmäßig verteilt werden. Das hat man davon, wenn man dick ist.  

Fast Food wird weniger Salz und Fett enthalten. Wurde auch Zeit, lol. 

So geht es weiter und weiter, über 200 Seiten inkl. Anzeigen. War interessant.

 


sabato, dicembre 07, 2013

Fandom Observer 294


Fandom Observer 294
Im Fanzine-Kurier werden die Fanzines „Paradise 90“ und „Starbase 1“ besprochen. Es gibt einen Bericht über den MUCCON 2013, der den größten Teil der Ausgabe ausmachte. Ganz interessant und mit einem Haufen Fotos. Toll zu sehen, wie sehr sich einige Leute engagieren. Der Curt-Siodmak Preis wurde vergeben. Für den Film „Cloud Atlas“. Fürs Fernsehen war es „Fringe“. Bei den deutschsprachigen Produktionen war es „Allein gegen die Zeit“.

Anschließend noch Film- und Buch-Besprechungen.

 

 

martedì, novembre 26, 2013

Roger Corman Filme


Zwischenbescheid 

Im Moment gibt es nicht viel zu melden. Nur dass es kalt ist, lol. Abends sehen wir uns Roger Corman Filme an. B-Movies. Am besten gefallen mir die alten Polizei-Autos. Beim gestrigen Film „The last woman on earth“ war allerdings keines dabei. B-Movies finde ich stark. Mal sehen, was ich mir heute abend aussuche.

martedì, novembre 19, 2013

Assassination Market

The murderer takes it all. 

Schon mal was vom “assassination market” gehört? Der Begriff fiel mir gestern auf, als ich die Zeitschrift „Forbes“ online las. „Meet the ´Assassination Market´creator who´s crowdfunding murder with Bitcoins“. Ich googelte. Im Assassination Market wird darauf gewettet, welcher Politiker an welchem Tag ermordet wird. Der Einsatz wird mit Bitcoins gemacht. Den Pott erhält derjenige, der den Tag des Mordes mit seiner Wette getroffen hat. Der Mörder hat die besten Chancen. Bitcoins hinterlassen keine Spur, weil Transaktionen mit der virtuellen Währung online abgewickelt werden. Käme der Mörder davon? Erst kassiert er, dann brutzelt er auf dem elektrischen Stuhl, oder? 

Lt. Forbes gibt es Einsätze von 10 Bitcoins auf NSA chief Keith Alexander, 40 Bitcoins auf Barack Obama und 124.14 Bitcoins auf Ben Bernanke, dem Boss der Federal Reserve. 

Bitcoin ist diesen Monat bis auf 600 US-Dollar oder mehr gestiegen und der Trend nach oben ist noch nicht am Ende. Anscheinend sorgen Chinesen für den Anstieg.

 

sabato, novembre 16, 2013

Scientific American, Nov. 2013



Scientific American,  November 2013 

„King of Beasts“. Hier mache ich es kurz. Afrika besaß früher eine größere Vielfalt an großen Fleischfressern. Schließlich dezimierte sie der Wettbewerb mit Menschen. Der Schwund begann vor etwa 2 Millionen Jahren, als der Mensch anfing Fleisch zu essen. Belegt wurde diese These durch Ausgrabungen in Tanzania. 

„Worlds with two Suns“.  Von denen las man in SF-Romanen, sah hin und wieder einen Film, in dem ein Planet um zwei Sonnen kreist. Ein p-type Orbit. Der s-type Orbit hingegen ist der, in dem zwei Sonnen sich um ein Massezentrum bewegen, der Planet aber nur um eine der beiden Sonnen läuft. Multistar Systeme gelangen immer häufiger ins Blickfeld der Astronomen. Orbitale Perioden können einhundert Jahre oder nur ein paar Wochen betragen. In diesem Fall muss ein Planet beide Sterne umrunden, um auf einer stabilen Umlaufbahn zu bleiben. Um die 2000 solcher Systeme wurden entdeckt, dann auch Triple-Stern Systeme. Die Jahreszeiten auf Planeten, die um multiple Sonnen kreisen wechseln in einigen Wochen. Man nimmt an, dass es mehrere Millionen dieser Mehr-Stern-Systeme gibt. 

„Why the Brain prefers Paper“. Warum bevorzugt das Gehirn Papier? Nun, vom Hintern kann ich es mir vorstellen, lol? Aber scheint so zu sein. Schließlich haben die Leute es untersucht. Vergleich von Textstellen ist einfacher. Die Dicke von gelesenen und ungelesenen Seiten hinterlässt eine mentale Landkarte, die das Aufsuchen von gelesenen Stellen erleichtert. Papier reflektiert Licht, Bildschirme emittieren Licht und ermüden schneller die Augen. Trotz allem werde ich mir irgendwann einen Kindle zulegen.  

„Hacking Drones“.  Wahrscheinlich gut zu wissen, wie man es macht. Wenn die Dinger auf uns losgelassen werden, könnte es zu spät sein. In dem Artikel geht es natürlich darum das Hacken zu unterbinden. Für das Jahr 2020 rechnet man in den USA mit ca. 10000 unbemannten Flugkörpern. Den Amis geht jetzt schon die Muffe. „Jamming“ ist das Blockieren von Signalen wie das des GPS oder das der Kontrolle. „Spoofing“ ist, wenn das Signal durch ein gefälschtes ersetzt wird. Die Drone fliegt woanders hin und kommt nicht mehr zurück. Wird noch interessant. Vermutlich wird es im Internet bald Anleitungen darüber geben. 

„The long Trail of Cancer Clues“. Es ist ohnehin schon schwierig zu verfolgen, wie Krebs entsteht. Die Autoren meinen: „Das ist ja noch gar nichts“. Es ist noch schwieriger. Nicht nur, dass Buchstaben in der DNA ausgetauscht, hinzugefügt oder entfernt werden, sondern Kennzeichen können Gene an und ausknipsen. Oder die Gene falten sich anders als vorgesehen. Und so geht es weiter. Ich erspare mir alles andere. Das aufzudröseln wird noch einen Haufen Zeit in Anspruch nehmen. 

„How should we think about privacy?“ Der Autor ist gut. Einige seiner Ideen sind nicht mal mir in den Sinn gekommen, lol. So meint er, technologisch versierte Menschen legen Wert auf Offenheit im Cyberspace. Dann jedoch tun sie alles, ihre Mails so zu verschlüsseln, dass sie kein anderer lesen kann. Heutige Techies sind freundliche Wesen, die ihre Imperien später vielleicht verbitterten Alten überlassen oder ignoranten Personen, die Technologie zum Nachteil der Menschen verwenden. Kann was dran sein oder? Man weiß nicht, wofür Facebook und Konsorten spät einmal missbraucht werden. 

Was ist mit „Big Data“? Wenn die so viel hergeben, dass der Mensch gläsern wird, dann kann er in seinen Handlungen manipuliert werden. LBS, location based services sind bei Apple bereits so eingestellt, dass sie ein Handy in einer Genauigkeit von 30 cm aufspüren können. Tja, 3 Sensoren in einem Geschäft und du bekommst Reklame für die neuesten Produkte auf dein Telefon. Nun stellen wir uns mal vor, dass Apparate aus Deinem Gehirn herauslesen können, was du vor hast, bevor es in dein Bewußtsein dringt. Könnte ein  Grund sein, dich zu manipulieren, bevor die Handlung ausgeführt wird. Da kommt so etwas wie „Minority Report“ ins Spiel.  Unter „Plague of Incompetence“ bringt der Autor das Beispiel aus der Finanzwelt, in der sogenannte „Rocket Scientists“ Finanzdaten auswerten, um für Finanzhäuser mehr Profit herauszuholen. Das geht nur gut bis zu einem Punkt, dann geht es in den Ruin, wie wir bei den Lehman Brothers gesehen haben.

Das gleiche wird anderen Datensammlern ebenfalls passieren. Wir können uns auf etwas gefasst machen.


giovedì, novembre 07, 2013

Scientific American October 2013



Scientific American, October 2013 

„An Ear to the Big Bang“. Es geht darum, dass wir mit unseren Teleskopen nicht so weit gucken können, wie der Big Bang entfernt ist. Schon deshalb, weil in den ersten paar hunderttausend Jahren nach der Entstehung des Universums, Photonen in einer lichtschluckenden Suppe von Partikeln untertauchten.

Mit Gravitationswellen-Detektoren versucht man näher an den Big Bang heranzukommen. Und das seit geraumer Zeit; denn über LIGO Laser Inferometry Gravitational Wave Observatory hatte ich mit „Wellenjäger“ vor Jahren schon eine Story verfasst. Der Apparat kostete 570 Millionen Dollar.Und noch immer jagen Wissenschaftler Gravitations wellen. Nur können sie die Gravitationswellen nicht herausfiltern, da andere Störungen in die Quere kommen. Es kommt ein Zug vorbei, oder irgendwo gibt es Erdbeben. Die Millionen wurden in den Sand gesetzt. Es gibt zwei andere Pläne.  

1.   3 Satelliten in Equidistanz um die Sonne kreisen zu lassen. Sie sollen sich gegenseitig mit Lasern beschießen und eventuelle Abweichungen messen. Die Seiten dieses Dreiecks sind 5 Millionen Kilometer lang. Schöner Plan, nur zu teuer. Das Geld der NASA wurde für das James Webb Space Telescope aufgebraucht.

2.   Es wird ein Atom Inferometer entwickelt. 2 Satelliten, 1000 km voneinander entfernt, kreisen um die Sonne und messen Atomwolken mit Lasern. Ist auf jeden Fall preiswerter. 

So, was meint man herausfinden zu können? Fundamentale Physik. Wie sah das Universum aus bei einer 10 hoch 13 fachen Energie-Skala. 

„Long live the Humans“. Woran liegt es, dass Menschen viel länger leben als Schimpansen, unsere Vettern? Klingt vernünftig, wenn man sagt: Hygiene, medizinische Versorgung, gesundes Essen seien die Ursachen. Doch der Trend der Lebensverlängerung zeichnete sich noch früher ab. Etwas verzwackt. Es geht darum, dass Menschen auch Fleischfresser waren. Fleisch zu essen, ist ja nicht gesund. Doch half gerade das, den Menschen die nötigen Abwehrkräfte gegen alle möglichen Krankheiten zu verleihen. Insofern war Fleisch nützlich und ist nun schädlich. 

„Crossroads of Invention“. Früher war es einfacher, etwas zu erfinden. Edison hat so vor sich hingepütschert. Dann gab es die großen Labors, wo Erfindungen entstanden. Heutzutage wollen Unternehmen für Stätten dieser Art nicht mehr viel Geld ausgeben und es wird empfohlen, sich mit anderen kurzzuschließen, um so auf die richtige Idee zu kommen. Ist ja etwas dran. Das Internet ist als Medium dazu hervorragend geeignet. Nur es gibt noch kein optimales Vorgehen dafür.  

„The polyglott Patent Boom“. Es geht um China und dessen Patente. Die meisten dieser Patente, 67 Prozent, wurden 2010 multinationalen Unternehmen zugeordnet. 

„Innovation Scorecard“. Wie stehen die Länder da, was Innovationen betrifft. Die Schweiz steht ganz oben. Deutschland ziemlich weit oben, aber hinter Schweden, Holland, UK, US, Hong Kong, Singapur, Dänemark, Irland, Kanada, Luxemburg, Israel und Island. Und die afrikanischen und arabischen Länder hängen ganz hinten am Global Innovation Index. 

„Why can´t Mexico make Science Pay off?” Tja, warum? Die Unternehmen interessieren sich nicht dafür. So bleibt alles beim alten und frustrierte Forscher wandern ab. 

„Help for the Child with Autism“. Es gab schon einige Artikel über Autismus in diesem Magazin. Ich erinnere mich gelesen zu haben, dass die Gehirne autistischer Personen deformiert sind. Hier jedoch ist nichts darüber zu lesen. Eine falsche Verdrahtung besteht jedoch, denke ich.

Autistische Kinder haben keine soziale Interaktion mit anderen, konzentrieren sich den ganzen Tag auf etwas, wie zum Beispiel das Aneinanderreihen von Bauklötzen. Man versucht so früh wie möglich mit Verhaltenstraining anzusetzen und untersucht das Hormon Oxytocin auf seine Wirksamkeit, um Autismus in Grenzen zu halten.  

„The Data-driven Society“. Hier geht es wieder um „Big Data“. Jeder von uns hinterlässt eine Data-Spur aus der man alles Mögliche und Unmögliche herauslesen kann. Wer geht mit wem, wer verlässt wen, wer übernimmt sich finanziell, wer wechselt den Arzt, bei welchem Arzt wird am meisten gewechselt, wer geht wie viele Kilometer am Tag, wer isst gesund, wer ist gesund (lol), wie viel verdient einer, wie viel Kredit hat er aufgenommen, welche Bildung, wer ist schwanger. Und so geht es weiter und so fort. Wäre doch Stoff für eine SF-Story. 

„How to build a Robot Octopus“. Daran versuchen sich Italiener. Damit haben sie für die nächsten zwanzig Jahre genug zu tun. Ein Oktopus kann seine flexiblen Arme um das Doppelte strecken, besitzt Saugnäpfe, wechselt seine Farbe, spritzt Tinte, er geht, er schwimmt, verarbeitet die wahrgenommenen Daten aus der Umgebung. Ich sage mal, mehr als zwanzig Jahre, lol. 

„Russia’s New Empire: Nuclear Power“. Ist Ansichtssache. Russland setzt auf Atomkraft, Deutschland auf grüne Energie, wobei Atomkraft eigentlich auch grün ist, so lange sie nicht zur Hölle wird. Sicherer ist Deutschland mit seiner Vorgehensweise auf jeden Fall. In diesem Artikel werden die russischen Kraftwerkstypen besprochen. Die werden in der dritten Welt angeboten und zum Teil bestellt. Doch auch Finnland und die Türkei haben russische Meiler gekauft. In Russland werden jährlich die neuesten Entwicklungen auf einer Messe ausgestellt. Zu ihnen gehört auch der Schnelle Brüter. Nicht mehr neu und von vielen Ländern abgelehnt, da er für Waffen nutzbares Plutonium erzeugt. Auf der anderen Seite wird das Uran wieder verwendet und braucht nicht aufbereitet oder gelagert zu werden.

Es werden Minikraftwerke entwickelt, die auf der Leichtwassertechnik basieren. Es sind Weiterentwicklungen der Reaktoren, die auf U-Booten und Eisbrechern Energie lieferten.   Einige sollen schwimmfähig sein und damit in schwer zugängliche Gebiete transportiert werden können.

 

Die Probepackung

Meine neueste Story. Hier ist sie.


Die Probepackung
Stampfen der Maschinen turnt an, ein Joint auch. Und der Wecker? Jim sprang aus dem Bett, massierte seinen Kopf mit beiden Händen und schlurfte zum Waschbecken. Das auf und ab der Kolben war die Musik in seiner engen Kabine neben dem Maschinenraum.

Seine Kollegin wartete in der Bar auf ihn. Er gab ihr einen Kuss auf die Wange und übernahm den Dienst. Mit weißem Dinnerjacket und schwarzer Fliege sah er wie der Barman aus, der er war. Jim jobte auf dem Kreuzfahrtschiff „Queen of Kingston Town“. Anstatt Reggae gab es Ärzte, die sich eine gesponserte Kreuzfahrt leisteten.

„Noch einen bitte!“, orderte einer von ihnen am Tresen. Die Frau daneben gehörte zu dem dritten Gast, Joe Markham, Marketing Manager von Glixo. Um die zwanzig Jahre jünger als ihr Mann. Blond, attraktiv, eine Diva. Top, knielange eng anliegende Hose mit Leopardenmuster und High Heels von Jimmy Choo. Ihr Mann sah normal aus, fand Jim. Aber das waren die schlimmsten. Jim, drehte sich im Halbschlaf zu den Flaschen, betrachtete sich im Spiegel und drohte mit dem Finger „Du Schlimmer, du.“ Er kicherte und mixte dem Arzt einen Apricot Cooler.

„Das wird ein Blockbuster. Jim.“ Markham zog eine Schachtel hervor und winkte den Barman zu sich heran. „Inoffizielle Probepackung. Sollte nicht darüber sprechen. Das Medikament befindet sich noch im klinischen Test. Aber die Pille wirkt.“

„Stimmt Schnucki. Ich sehe alles viel klarer in meinem Kopf.“ Die Frau lächelte unschuldig.

„Was redest du?“, fragte Markham irritiert.

„Ich kann das erklären.“ Der Arzt schlürfte an seinem Drink, setzte das Glas ab. „Die Tablette, die Sie mir gaben, habe ich Ihrer Frau zugesteckt. Sie hatte sie nötiger als ich.“ Er wandte sich Jim zu.

„Braincer ist ein Life-Style Medikament, ein Brain Enhancer. Verbessert und beschleunigt Denk-Prozesse.“ Markham erblasste. „Eine intelligente Frau, das fehlt mir gerade noch“, entfuhr es ihm.

„Wollte ich dies, hätte ich mich selbst drum gekümmert.“

Markham öffnete die Schachtel und drückte eine Tablette aus dem Blister. „Jim, Sie studieren doch? Ich gebe Ihnen eine. Damit kommen Sie garantiert durch alle Prüfungen. Sie können sie zerkauen oder in Wasser auflösen und machen Sie mir den gleichen Drink wie für Doktor Kraut. Oder wie war Ihr Name?“, wandte sich Markham an den Arzt. „Sie sind doch Deutscher, nicht wahr?“

Jim legte die Tablette unter die Zunge, drehte sich um, mixte und ließ die Tablette ins Glas fallen, sah, wie sie sich auflöste. Na denn, dachte er, als er beobachtete, wie Markham das Getränk hinunterstürzte.

„Da geht er mit seiner Vorzeigefrau“, spottete der Arzt, nachdem das Paar die Bar verlassen hatte. „Sie schlafen nicht mal miteinander“.

„Woher wissen Sie das?“ Jim legte die Gläser in die Spüle.

„Getrennte Kabinen.“ Der Arzt erhob sich. „Junger Mann, sie haben sich keinen Gefallen damit getan, die Pille anzunehmen.“ Jim verzog das Gesicht und zuckte mit den Schultern.

Am Abend bekam er Besuch.

„Nett hast du es hier. Übrigens heiße ich Elaine, und ich fühle mich so, ich weiß nicht wie.“ Der Maschinenlärm schien Markhams Frau nicht zu stören. Wie zwei Automaten zogen sie sich aus. Ihre Körper bewegten sich im Rhythmus der stampfenden Kolben.

Am Abend darauf kam Markham.

„Nett hast du es hier. Übrigens heiße ich Robert, und ich fühle mich so, ich weiß nicht wie.“ Der Maschinenlärm schien Markham nicht zu stören. Wie zwei Automaten zogen sie sich aus. Ihre Körper bewegten sich im Rhythmus der stampfenden Kolben.

Am nächsten Abend kamen beide. Wie drei Automaten zogen sie sich aus und erschraken.

„Huch, Robert, wie siehst du denn aus!“, kreischte Elaine.

„Elaine, deine Haut ist schuppig.“

´Holy Shit!´ Jim fror. ´Ich habe zu viel geraucht!´

Auf Elaines und Markhams Haut bildeten sich Muster, hervorgehoben und ziseliert, bläulich grün und feucht unter dem Licht der Leuchtstofflampe. Markham sah an sich hinab.

„Wo kommt das her? Das war doch vorhin noch nicht da!“

Elaine ließ sich in einen Sessel fallen und stützte ihren Kopf in beide Hände. Jim stellte sich vor sie und babbelte: „Ist es wahr und eure Haut wird schuppig? Ich dachte es sei mein Joint.“ Er strich mit einem Finger über Elaines Schulter und hielt ihn gegen das Licht. „Und dann dieser Schleim.“ Er langte nach seinen Kleidern, zog ein Handy hervor. „Ich rufe den Schiffsarzt an.“

Sie sahen sich an. Niemand sagte etwas. Das Stampfen der Maschinen rammte die Stille in tausend Stücke. Es klopfte.

„Seltsam.“ Der Bordarzt, ein junger Mann in Jeans, Segelschuhen und einem lose getragenen Hemd ging um Markham und Elaine herum, wandte sich an Jim und zeigte auf Elaines Hals. „Hier sehen Sie mal: Kiemen.“

„Was geht hier vor?“, brüllte Markham. „Wir werden Fische?“

„Müssen die Tabletten sein“, meinte Jim und zog sich an. „Robert, ich habe meine in Ihrem Apricot Cooler aufgelöst.“

„Um Himmelswillen!“, schrie Markham. „Der Test ist doch noch gar nicht abgeschlossen!“

Jim erzählte dem Bordarzt von der Probepackung.

„Sie kommen besser in meine Krankenstation“, empfahl der Markham und dessen Frau. „Ich werden den Kapitän bitten, den nächsten Hafen anzulaufen. Helfen Sie mir“, wandte er sich an Markham, „Ihre Frau aus dem Sessel zu bekommen, und nehmen Sie Ihre Kleidungsstücke mit. Und Jim. Reichen Sie mir bitte ein Handtuch. Schuppenhaut ist sehr empfindlich.“

Jim schloss die Tür hinter ihnen. „Ich kenne so etwas vom Angeln“, hörte er noch. Er drehte sich einen Joint, legte sich hin, ließ sich von dem Sound der Maschine überfluten und döste.

Es war eine wunderbare Nacht. Das Schiff pflügte durch die Wellen, die das kalte Licht des Mondes und der Sterne reflektierten. Die Maschinen sangen ihr Lied. Jim lag in seiner kleinen Kabine und träumte.

Am nächsten Morgen blieb eine Anzahl Ärzte dem Speisesaal fern. Im Bordbuch des Kapitäns war später zu lesen, dass am frühen Vormittag Türen vereinzelter Kabinen aufgerissen wurden und fischähnliche Geschöpfe nach Luft ringend über die Korridore und Treppen aufs Deck liefen und über die Reeling sprangen.

Einige Tage danach konnte das Unternehmen Glixo nicht mehr verheimlichen, dass die Hälfte der Personen, die sich dem klinischen Test unterzogen hatten, im nächsten Fluss ausgesetzt worden waren. Anwälte bereiten eine Schadenersatzklage vor. Dass diese zum Erfolg führt, wird von führenden Juristen bezweifelt.












domenica, novembre 03, 2013

Fandom Observer 293



Erwähnenswert ist ein eBookmagazin, von dem erzählt wird. Xtme, von Myra Çakan herausgegeben, kann nur mit Kindle gelesen werden. Interessante Idee, auch die, eine Ausgabe alternierend mit SF und dann mit Phantasie herauszubringen.

Es gibt etwas über den 50. Geburtstag Dr. Whos. Schon seltsam. Zum Anfang sah er viel älter aus, ich habe ein paar DVDs, die das bezeugen. Nun ja, Timelords. Es soll eine Jubileumssendung geben. Die wird es sicher auch irgendwann auf DVD geben. Ich bin mit den Dr. Whos ohnehin schon im Rückstand.

Weiterhin gibt es wie üblich Buch- und Filmbesprechungen.

sabato, novembre 02, 2013

Imelda Marcos



Yayyyy Imelda!

Kennt jemand noch Imelda Marcos? Die mit den 3000 Paar Schuhen. Ich dachte es seien 700 Paar gewesen, musste mich durch die „Business Week“, aus der auch das Foto stammt, eines besseren belehren lassen.

Nun hat sie als 84 jährige ein Wahnsinnsprojekt, für das sie Geld sammelt. Sie will die Atomkernverschmelzung vorantreiben. Daran haben sich ja schon andere ihre Zähne ausgebissen. Sie meint jedoch, mit Deuterium, das bei den Philippinen im Überfluss in den Tiefen des Meeres vorkommt, ließe sich für Milliarden und aber Milliarden Dollars mittels Fusionsreaktoren Energie gewinnen. Wer ihr das wohl erzählt hat? Doch sie hat die Power, wer sollte es denn schaffen, wenn nicht sie?

Yayyyy. Ein Fan.


mercoledì, ottobre 30, 2013

Der Spiegel 44

Ich las gerade im neuesten Spiegel

den Artikel über die Spionagetätigkeit der NSA in Berlin. Mann, die deutschen Geheimdienste funktionieren wie der neue Berliner Flughafen.

martedì, ottobre 29, 2013

Interzone 248



Interzone 248, Sept/Oct 2013

Wie immer gut aufgemacht und sehr handlich. Interviewt wurde Christopher Priest und die Story, die mir am besten gefiel war James van Pelts „The Hareton K12 County School and Adult Extension“.

Hier wird erzählt, wie aus einer Schule über die Jahrhunderte ein Ort und eine eigene Welt entsteht, die unbeschadet von dem, was draußen im Land und auf dem Erdball vor sich geht (Kriege, Hungersnöte, Pestilenzen etc.) eine Zuflucht ist für alle, die etwas lernen wollen.

Es wäre müßig die Story wiederzugeben, man muss einfach dort zur Schule gegangen sein,
 
 






venerdì, ottobre 25, 2013

Phantastisch 4 2013



Phantastisch 4 2013

Enthält wieder ein paar interessante Aufsätze, dann Dinge, die mich weniger interessieren. Nun, man kann nicht alles haben. Nachrufe auf Ian Banks und Richard Matheson. Das war nicht neu. Matheson war jemand, den ich in meiner Jugend gern gelesen hatte. So langsam verschwinden sie alle. Fading away eher, denn Bücher und Filme bleiben erhalten. „I am Legend“ mit Vincent Price ist ein Klassiker.

Folgende Personen wurden interviewt: Michael Marcus Thurner, Derek Landy, Susanne Picard.

Es gibt einige Artikel über Kinder- und Jugendbücher, einen über die Graphic Novel „Flut“ von Eric Drooker. Es gibt noch etwas über weitere Comics wie „Malcolm Max“, „Wormworld Saga“.

Brian Keene beschreibt die Vorzüge des Selbstpublishing für seine Horror-Novels. Ganz interessant. Ich habe ja auch noch ein Manuskript auf der Platte, das ich in den 90er Jahren verzapft hatte. Hin und wieder bin ich dabei es zu überarbeiten. Denn es ist etwas aus der Zeit gefallen. Angefangen in Kassel unter einem Apfelbaum, mit meinem zentnerschweren Laptop, lol. Über mir im Haus ein amerikanischer Opernsänger, der seine Arien schmetterte. Er hatte einen Kontrakt an der Kasseler Oper und ließ seine Rostlaube am Straßenrand stehen, als er in die U.S.A zurück flog.

Für den Kindle von Amazon scheint es ja einfach zu gehen: File hochladen, Infos eingeben. Das soll alles sein. Cool.

Es gibt die Shortstory „Rote Zipfelmützen“ von Heidrun Jänchen. Dann den zweiten Teil des Streifzuges von Achim Schnurrer durch die Klassiker der phantastischen Literatur. Was kommt darin vor? Schlaraffenland, Meistergesänge von Hans Sachs, Utopia und Eldorado. Abgesehen von den Meistergesängen alles Orte, die ich gern besuchen würde. Der laufende Comic „Ein seltsamer Tag“ ist auch gut, lol.

Achim Schnurrer stellt deutsche Pulp Fiction vor. Muss gut sein. Z.B. „The Nazi Island Mystery“. Ich fand Pulp Fiction gut. „Amazing Stories“: Die hatte ich in den 60ern verschlungen. Titelbilder: Leicht bekleidete Frauen mit Monstern und Pulp Space-Operas. Auf YouTube gibt es eine Lesung über „The Nazi Island Mystery“. Im Gegensatz zu den amerikanischen Pulps sind die sexuellen Anspielungen gröber. Die Amis hätten so etwas nicht zugelassen. In Amazing Stories war es das Titelbild, das am schärfsten war.

Zum Schluss stellt Max Pechmann japanische und koreanische Horrorfilme denen aus Hollywood gegenüber.


mercoledì, ottobre 23, 2013

Vector



Vector, the critical journal of the British Science Fiction Association, Autumn 2013

Tja, schon wieder Herbst. Sieht trübe aus hier. Mochte die Sonne lieber. Nun zum Heft. Es enthält ein paar interessante Aufsätze. Ich zähle ein paar auf: „The Descendants of d´Artagnan: Alexandre Dumas and SFF“. Bevor sich Dumas an die Literatur heranwagte, produzierte er melodramatische Theaterstücke. Doch wo dort SF und Fantasy reinspielt, ist mir verschlossen geblieben. Eher umgekehrt, die Männergesellschaft, die in Dumas Büchern agiert, findet der Autorin dieses Artikels zur Folge ihren Platz in diesen Genres. Dann ist es wohl Männerphantasie, lol.

„Diana Wynne Jones and the Oxfordshire Countryside in Power of Three“. Nun, hier wird das Landgebiet von Oxfordshire beschrieben, welches das Setting im o.a. Roman abgibt. Vermutlich muß man dort gewesen sein, um den Artikel würdigen zu können.

„Dialogue and Doomsday: Comedy and Conviction in Connie Willis and Oscar Wilde“.

Ähnlichkeiten zwischen Wildes und Willis Stil, und die Divergenzen werden an Beispielen aus Büchern wie Willis „Doomsday Book“, „To say nothing of the Dog“, und Wildes „A Woman of no Importance“ aufgezeigt.

„The Volunteer, or Editing Vector and beyond“. Ein Ex-Redakteur erzählt von seiner Arbeit für Vector und die BSFA und wie er langsam zum SF-Autoren mutierte.

„Memory Palace“. Ein Beitrag über eine Digital Art-Ausstellung, die sich auf ein Buch bezieht, für das eine Reihe von Künstlern Illustrationen gemacht hat. Diese wurden zusammen mit „The Future is here“ im Design Museum, „Visions of the Universe“ im National Maritime Museum und „An Alternate Guide to the Universe“ in der Hayward Gallery, im Victoria and Albert Museum gezeigt. Es lohn sicher, das V und A Museum zu besuchen.

„Gadget City“ by IO Evans. Andy Sawyers, der die SF Foundation der Uni Liverpool verwaltet, hat das vorgenannte Buch aus einem Regal gezogen und stellt es hier vor.

Paul Kincaid schreibt über Zadie Smith´s „Meet the President“ und findet nicht heraus, ob das ein Auszug eines Werkes dieser in England populären Schriftstellerin ist. Die Story wurde in der Zeitschrift „New Yorker“ veröffentlicht. Und nun rätselt Kincaid herum, lol.

In Stephen Baxters „Resonances“ geht es um SF-Stories, die Bohrinseln in der Nordsee behandeln. Davon haben sich im Laufe der Zeit, wie ich hier lese, doch allerhand angesammelt. Ich kann mich auch an eine erinnern, die ich ich hier im Blog mal besprochen haben muss. Es ging dabei um wandelnde Bohrtürme im Wasser vor Englands Küste. 1910 soll sogar mal Erdgas in einer Wasserquelle in der Nähe von Hamburg gefunden worden sein.

Baxter, der, nachdem Arthur C. Clarke nicht mehr lebt, nun Präsident der BSFA ist, haut noch immer kräftig in die Tasten und hat in den letzten Jahren mehrere Bücher heraus gebracht: Stone Spring, Bronze Summer, Iron Winter. Diese Bücher werden am Schluss dieser Ausgabe mit 26 anderen besprochen.










lunedì, ottobre 21, 2013

Focus



Focus, The British Science Fiction Association´s Magazine for Writers

Durchgängiges Thema sind Schreibgruppen. Organisation, Leitung, Werbung usw. Ich selbst mache auch in einer Schreibgruppe mit. In England gibt es welche für SF, Fantasy und Horror. Das fehlt in Deutschland. Wenigstens habe ich noch nie von denen gehört oder gelesen.

Meine Gruppe ist Mainstream. Viele Stories projizieren Befindlichkeiten des Protags oder Ehekräche. Handlungen sind schwach. Trotzdem machen sie viele Punkte. Das liegt daran, dass die meisten Leute Mainstream sind, daher das Main im Stream, lol, und sich in ihrem Leben so eingerichtet haben, dass ihre Phantasie verkümmert ist.

Ray Bradbury wird im Leitartikel zitiert: „Science Fiction is the most important literature in the history of the world, because it´s the history of ideas, the history of our civilization birthing itself.“

Ist was dran, oder?


giovedì, ottobre 17, 2013

Server Technologie


Ich war überrascht,
 
als ich in der „Business Week“ las, dass Facebook in der Arktik, und zwar in der schwedischen Stadt Luleä, eine Server Farm baute. Pro Tag verarbeitet Facebook um 350 Millionen Fotos, 4.5 Milliarden „likes“, und 10 Milliarden Nachrichten. Ihre Server Farm ist die preiswerteste. Schweden liefert billigere Energie. Die kühle Luft dort wird zur Kühlung der Server herangezogen. Diese Server nun sind so abgespeckt, dass sie wie Motherboards aussehen, die in Racks stecken.

Facebook macht das Design der Öffentlichkeit zugänglich. Bei dem Open Compute Projekt kann jeder mitmachen. Server dieser Art können aus chinesischen Bauteilen zusammengebastelt werden. Damit hat Facebook die Servertechnik einen weiteren Schritt vorangebracht.

martedì, ottobre 15, 2013

Andromeda Nachrichten 243



Andromeda Nachrichten 243

Ich kann mich daran erinnern, so vor einem Jahr herumgenölt zu haben, dass Andromeda Nachrichten langweilig sei. Inzwischen ist es das nicht mehr. In dieser Ausgabe wird zum Beispiel ausführlich das Programm zum buchmessecon vorgestellt. Der ist sicher auch schon vorbei. Dass der des Jahres 2012 jetzt besprochen wird, sollte wohl auf den dieses Jahres einstimmen. Dessen Programm zeigt, dass der deutschsprachige SF-Fan dort sicher auf seine Kosten kam.

Con-Berichte sind ohnehin das Salz in der Suppe. Im Bericht über den FinnCon 2013 gab es ein Bild über einen der Ehrengäste: Aliette de Bodard, von der ich einige Stories aus „Interzone“ kenne. Nach Finnland zu reisen, würde mir auch gefallen. Und dann Steampunk in Stade, lol. Man sollte nicht glauben, wieviel Eylmänner in Stade wohnen. Die meisten. Mein Vater stammte da auch her. Es gibt ein Nest dort. Meine Frau und ich hatten dort mal ein paar selbstgemachte Würste gekauft. Der Mann am Stand trug einen Zylinder. Klar, dass die Leute dort Steampunker sind. Die Fotos in Andro zeigen es noch einmal.

Sehr gut auch wieder Nina Horvaths Bericht. Diesmal vom SlavCon 2013 in Bratislava. Dumm, dass man noch kein Implant hat, das einem die Sprache in Realtime übersetzt. Da müssen wir noch was machen, lol. Weitere Conberichte: London Comic Con, SciFi-Days in Grünstadt, Star Wars Celeration Essen.

Es gibt einen Nachruf auf Marianne Sydow, dann einen Bericht über eine „Stalker“-Ausstellung in der Schweiz. Es geht um einen Tarkovski-Film, nicht über Leute, die Frauen nachstellen. Das zur Klarstellung. Dann sehe ich einen Haufen Interviews, Buchbessprechungen und die üblichen Sparten.


lunedì, ottobre 14, 2013

F & SF, Sept/Oct 2013

 
Fantasy & Science Fiction, Sept/Oct
 
256 Seiten. Zusammen mit Asimov´s, auch eine Doppelausgabe, war es allerhand Stoff. Bis auf eine Story enthielt F & SF Fantasy. Und die SF-Story war so la-la. Eine Frau, die gerade ihren Mann beerdigt hatte, wird von dessen Kollegen angebaggert. Dieser Kollege, Akademiker und Canid, fühlt sich von ihrem Mann hintergangen, als der noch lebte. Er behauptete, dass ihr Mann seine Ideen kopiert habe. Der Canid versucht die Frau auf diese Weise zu verpflichten, sich ihm hinzugeben. Canid = vom Hunde abstammend. Wahrscheinlich war er deswegen so scharf, lol.
Unter den Fantasy-Stories waren einige ganz gute. Aber darüber zu schreiben , bin ich nicht interessiert.

martedì, ottobre 08, 2013

Asimov´s Oct/Nov 2013



Asimov´s Science Fiction, October/November 2013

Joel Richards „Deep Diving“ möchte ich erwähnen. Hier kommt wenigstens ein Raumschiff vor. Finde ich immer gut. Diver gehören einer Bruderschaft an und sind in der Lage, durch Berührung Gedanken einer Person telepathisch zu erfassen und den nahenden Tod zu erkennen. Der Protag ist so ein Diver. Das Setting: Ein Jumpship, ein Passagier-Raumer, der Sprünge durchführt und gleichzeitig die Aufgabe hat, an den Grenzen der terristischen Einflußzone zu beobachten. Besonders, seitdem sich Bergkumpel des Coalsacks von der Erde losgesagt haben.

Ein Befürworter dieser Sezession wird auf dem Schiff getötet. „Fury“, ein mit künstlicher Intelligenz ausgestatteter Roboter der Bergleute wird auf dem Raumer aktiviert. Dieser Typ dient der Verbrechensbekämpfung und Aufklärung und ist so programmiert, dass er den Täter findet und zerstört.

Es kommt ans Licht, dass die AI des Schiffes, die Künstliche Intelligenz, der Mörder war und im Auftrag der Erdregierung gehandelt hat. „Fury“ bekommt es heraus und schickt sich an, die AI zu zerstören. Damit wäre auch das Schiff perdu. Um das zu verhindern, wird der Diver vom Kapitän beauftragt, den Roboter lahmzulegen. Der Konflikt dieser Story zeigt sich beim Widerstand des Ersten Offiziers, der gleichzeitig als Politkommissar der Erdregierung agiert und den Kapitän absetzen will.

Dem Diver gelingt es aufgrund seiner Fähigkeit in die Schaltkreise des Roboters einzudringen, diesen kurzfristig zu deaktivieren, bis die in der untersten Klasse eingefrorenen Bergleute aufgetaut werden, um in ihrer Gesamtheit den Roboter auszuschalten.

Nicht schlecht. Man merke sich den Namen des Autoren.


lunedì, ottobre 07, 2013

Fandom Observer 292

Zuerst sehe ich den integrierten Fanzine-Kurier. Mit „Phantast“ und „Exodus“ werden 2 Fanzines besprochen. Sicher interessant, aber von der Quantität her ist es schon mager, wenn ich an meine aktive Zeit denke, wo wir ein Fanzine nach dem anderen durch die Abzugsmaschinen genudelt haben.

Es gibt einen Rückblick auf 30 Jahre SF Club Baden-Württemberg. Dann wie üblich TV-Serien-, Buch- und Filmbesprechungen.
Ein deutscher Kleinverlag sucht für eine internationale Anthologie Geschichten von englisch-, französisch- und spanischsprachigen SF-Autoren. Geplanter Titel „Around the World in eighty Stories“. Na, wenn das man gut geht, lol. Ich kann mir von englischsprechenden Lesern nicht vorstellen, dass die auch französich und spanisch können.
Ich versuche mich schon jahrelang am portugiesischen und habe die Sprache immer noch nicht hundertprozentig drauf.

lunedì, settembre 30, 2013

Analog, Nov. 2013




Analog Science Fiction and Fact, November 2013

„Copper Charley“, die Story von Joseph Weber, fand ich ganz gut. Protag ist der Boss einer Abbau-Unternehmens. Coal Mining in Virginia. Steht nicht gut um die Kohle dort, obwohl sie noch immer in Kraftwerken verheizt wird. Ist, wie wir wissen, Umweltverschmutzer. Und dass Bergspitzen weggesprengt werden, um schneller an die Kohle heranzukommen, gefällt den Umweltbehörden auch nicht besonders. Auch deshalb, weil bei Regenfällen, der ganze Modder ins Tal saust und die Anwohner dort krank werden läßt.

Prozesse häufen sich, der Protag denkt an die Bahamas; dann erzählt ein Freund von einem Botaniker, der Pflanzen züchtet, die Kupfer abbauen, um schneller an Energie zu kommen. Eine neue Anwendung tut sich auf. Die Berge werden bepflanzt, die Pflanzen mit dem Kupfer geerntet. Bis sich die Erträge verringern. Man sucht Pflanzen mit längeren Wurzeln.

Tja, und dann steht die Umweltbehörde wieder auf dem Plan. Sie beschwert sich, dass den Bewohnern das Wasser ausgeht, lol. Und der Protag denkt wieder an die Bahamas.

Das ist SF der nahen Zukunft. Unbeabsichtigte Konsequenzen. Von denen wird es auch im Real Life genug geben.

Google Glass


Google Glass

In der letzten „Business Week“ wurden einige potentielle Anwendungen für die Google Brille angedeutet. Zum Beispiel hat ein Chirurg damit eine Knieoperation gefilmt und an seine Studenten übertragen. Er hatte eine der 10000 Brillen bekommen, die Google an Schulen verteilt oder für 1.500 USD im voraus verkaufte.

Man schätzt, dass sie für 600 bis 800 Dollars in einer Stückzahl von 3 Millionen nächstes Jahr auf den Markt kommen wird. Vermutlich wird sie vor allem beruflich eingesetzt. Bosse schärfen schon ihre Krallen, lol. Vor allem, wenn sie daran denken, dass sie ihre Angestellten, die diese Dinger tragen müssen, überwachen können.


martedì, settembre 24, 2013

giovedì, settembre 12, 2013

So isses


                                                               So isses

Im letzten SPIEGEL las ich ein interessantes Essay von Richard David Precht. Er erklärt, warum Wahlen immer belangloser werden, warum niemand mehr den Mut hat, kühne Utopien vorzustellen.
Merkel sagt: Uns geht es ganz gut. Wenn ihr die CDU wählt, wird es so bleiben. Und die SPD schraubt etwas am Programm der CDU herum. Sonst bleibt auch dort alles beim alten.

Es gibt den Spruch auf englisch: Don´t upset the apple cart. Oder den: Don´t rock the boat. Auf deutsch: nicht dran rütteln. Tja, und damit kommt man ganz gut durch. Denn sonst wird man verbal erschossen. Ich erinnere mich noch an diesen Wirtschaftsprofessor, der unter Merkel eine Flat-Tax einführen wollte. Und wenn jemand sagen würde: Wir wollen in 3 Jahren zum Mars fliegen, ginge wieder ein Aufschrei durch das Land.

Precht begründet, warum keine kühnen Vorschläge mehr gemacht werden mit dem Einzug der Digitaltechnik. Er meint, Philosophen, Pädagogen, Soziologen seien dadurch lahmgelegt. Ihnen sei das Denken vergangen, seitdem alles gemessen wird. Mit anderen Worten, Datenbanken werden gemolken und der Wille des Volkes daran abgefragt. Kein Politiker würde sich dem widersetzen, da alle von ihnen auf die nächste Wahl schielen. Es fehlt an Aufbruch Stimmung, wie sie Ludwig Ehrhard nach dem Krieg erzeugen konnte.

Wir sind, so meint Precht, den Datenbankmelkern und Datenverarbeitern wie Google, Facebook etc. ausgeliefert. Die Regierung sei nur noch für das Verwalten des Staatswesens erforderlich.

Die Frage, die wir als denkende Menschen stellen sollten, ist, wo wollen Google und Konsorten uns hinsteuern?

Hinzu kommt, dass künstliche Intelligenz sich aus gefiltertem Datenwust entwickelt. Nicht mit hochintelligenten Algorithmen, sondern aus dem, was gespeichert ist. Ruft mal Google Translate auf, ist es doch phänomenal, in wie viel Sprachen bereits übersetzt werden kann. Die Zeit wird kommen, wenn Maschinen den demokratischen Prozess weiter aushöhlen, wie es bereits heute die Digitalisierung macht.

mercoledì, settembre 11, 2013

Scientific American, September 2013

 
Scientific American, September 2013

Food. Es dreht sich ums Essen. Im Grunde einfach, je weniger du isst, desto dünner wirst du, oder?
Anscheinend ist es doch nicht so einfach. Auf jeden Fall stellen Forscher das ganze Problem kompliziert dar. Problem deshalb, weil immer mehr US-Amerikaner fett werden. Als ich dort arbeitete, sah ich Kolosse. Einmal saß dort im Flieger auf einer 3-Sitzbank in der Mitte, zwischen zwei von ihnen. Konnte nicht mal die Arme zum Lesen ausstrecken. Oh Mann, lol.

Man lernt ja immer noch dazu. Bitter, süß, sauer, salzig und umami. Das letzte Wort stamm aus Japan und kennzeichnet Bratengeschmack oder Sojasauce. Rezeptoren von Nase, Mund incl. Lippen nehmen Geruch, Geschmack auf und läßt uns genießen oder verabscheuen oder das, was dazwischen liegt.

In dem Artikel „How to eat invasive Species“ schlägt ein Koch vor, das auf den Tisch zu setzen, was die heimische Flora und Fauna dezimiert. Davon gibt es genug Exemplare, die aus Europa und Asien kommen und in den USA nicht gelitten sind. Grüne Krabben, die flache Auster, japanisches Knotenkraut, Lionfish, Oinkimo (Wildschwein), Kaninchen. Der Mann beschreibt Rezepte.

„The Food Addiction“. Also im Winter hatte auch ich ein paar Kilo zuviel. Bin 1.88 groß und wog 73 Kilo. Bin jetzt aber auf 69 Kilo runter. Ganz guter Wert. In diesem Artikel wird es kompliziert. Der Prof schreibt, was nicht ist, wenn man zu viel isst. Erst mal ist es kein Kontrollverlust, aber auch kein hormonales Problem. Vielmehr besitzt es Ähnlichkeit mit einer Sucht. Irgendwo muss die ja herkommen. Das Belohnungszentrum im Hirn reagiert bei diesen Leuten schwächer. Also muss mehr gegessen werden, damit es wieder auf Touren kommt. Ist aus meiner Sicht doch Kontrollverlust. Man kann doch denken Sch..ss auf das Belohnungssystem, ich esse einfach weniger. Geht doch.

Für den Artikel „The amazing multimillion-year History of processed food“ hat sich eine Autorin aus Kopenhagen daran gemacht, den Ursprung wesentlicher Komponenten unserer Nahrung aufzuzeigen. Ich gebe nur die Jahre hier an. Braten – vor 1.8 Millionen Jahren; Brot – vor 30.000 Jahren; Bier – vor 70.000 Jahren; Tortillas – vor 8.700 Jahren; Wein – vor 7.400 Jahren; Käse – vor 7.000 Jahren; Oliven-Öl – vor 6.500 Jahren; Palm-Öl – vor 5.000 Jahren; in Sauer eingelegtes Gemüse – vor 4.400 Jahren; Nudeln – vor 4.000 Jahren; Schokolade – vor 3.900 Jahren; Bacon – vor 3.500 Jahren; Jiang – vor 3.000 Jahren; Zucker – vor 2500 Jahren; Senf – vor 1.600 Jahren; Kimchi – vor 1.300 Jahren; Sushi – vor 1.300 Jahren; Tofu – vor 1.000 Jahren; gepökelter Stockfisch – vor 1.000 Jahren; Erdnussbutter – vor 500 Jahrenvor; Kaffe – vor 500 Jahren, Selterwasser – vor 350 Jahren; Corn Flakes – vor 100 Jahren; MSG (Monosodium Glutamat) vor 100 Jahren; Gebackene Erdnüsse vor 20 Jahren; Fleisch im Labor erzeugt – dieses Jahr.

„Everything you know about calories is wrong“. Ist eben nicht so einfach. Man kann nicht sagen, diese Nahrungsmittel enthalten so und so viel Kalorien. Berücksichtigen muss man auch, wie der Körper damit umgeht. Kalorienanzahlen, die auf Packungen stehen, sind Anhaltswerte. Schwer verdauliches Zeug wie Nüsse gibt natürlich weniger Kalorien frei als gebratenes Fleisch. Es wurde die Theorie entwickelt, dass menschliche Gehirne sich erst durch die Zubereitung der Nahrung vergrössert haben. Sich so zu ernähren wie Schimpansen bringt uns nicht weiter. Wenn mein Hirn jedoch schon groß genug ist, lol, und zubereitete Nahrung nur noch dicker macht, ist es besser, schwerer Verdauliches zu sich zu nehmen, für dessen Kalorienfreisetzung man sich mehr anstrengen muss. Hält einen fitter.

„Which one will make you fat?“ Zwei Bilder werden gezeigt: Eines mit Fleisch und Fett, ein anderes mit einem Brötchen. Ich sage mal, man sollte nicht übermässig von beidem essen. So kann man der Frage aus dem Weg gehen, lol. Ist doch klar, oder? Denn die Frage ist nicht einschlägig beantwortet, im Gegensatz zu anderen Meinungen. Die einen sagen, es ist das gespeicherte Körperfett, die anderen neigen dazu ein hormonales Ungleichgewicht als Grund anzugeben. Das soll jetzt in einem weitreichendem Test geklärt werden.
 
Immerhin sind 72 Millionen US-Amerikaner verfettet. Colorado hat nur 20.7 % von ihnen. Mississippi mit 34.9 % die höchste Anzahl von ihnen. Ich war da mal mit meinem Pickup durchgefahren auf dem Weg von South Carolina nach Texas oder war es Arkansas, weiß ich im Moment nicht. Ich übernachtete am Mississippi in Vicksburg, sah nur Schwarze dort. Mississippi ist einer der ärmsten Staaten der U.S. Die meisten Schwarzen hängen dort nur herum. Kein Wunder, dass sie dicker sind als der Rest. Doch, wie ich sage. Wenig essen, viel bewegen. Und bei dem wenigen Essen, möglichst Fleisch und Kohlehydrate weglassen. Klappt bei mir nicht, weil meine Frau Tortellini und so eine scheußliche Landwurst auf den Tisch packt. Dann muss ich eine Runde mehr mit meinem Fahrrad drehen.

„The First Cookaout“. Hier kommt ein Anthropologe der Harvard University zu Wort. Er trägt noch einmal die These vor, dass vor fast zwei Millionen Jahren die ersten Barbecues zubereitet wurden. Er wird in dieser Ausgabe interviewt und belegt seine These, indem er sagt, gekochtes Essen verlangt nicht einen so großen Verdauungsapparat wie rohes und daher konnte mehr Energie für die Entwicklung des Gehirns aufgebracht werden. Kurz gesagt: Frauen haben uns zu dem gemacht, was wir sind. Frauen haben doch auch früher gekocht, oder nicht?

„Return of the Natives“. Es geht um Bienen. Die europäische Honigbiene, hat diese weitflächigen Monokulturen in den U.S.A bestäubt. Solange bis sie eingegangen ist, und zwar durch CCD (Colony collaps disorder). Im Gunde weiß man immer noch nicht, was da Sache ist. Man schreibt die Krankheit Parasiten zu. Nur waren die Bienen schon vorher geschwächt. In Florida zum Beispiel waren 360 Bienenstöcke aus 400 ohne Leben. Amerikanische Imker fahren mit ihnen Bienenstöcken das ganze Land ab, dorthin wo gerade etwas in Blüte steht. Für sie ein Wahnsinnsverlust.

Man versucht jetzt heimische Bienen dazu zu bringen, die Arbeit der europäischen Honigbiene auszuführen. Immerhin fliegen 4000 von diesen Arten dort herum.

„Super Dirt“. Soll Fertilizer und Pestizide ersetzen. Bestimmte Bakterien, die Krankheitserreger vernichten. Erreger wie Salmonella zum Beispiel.

„Are Engineered Foods evil?“ Nö, sagt der Artikel. Schließlich macht die Natur das ja schon millionen von Jahren vor. Ich sehe es wie den Quatsch, wenn hier in der Gegend die Bevölkerung gegen einen Telefonmast für Handies bei einer Schule, gegen eine Müllverbrennungsanlage und gleichzeitig gegen eine Deponie ist. Da könnte man weiter aufzählen. Das Gleiche, wenn man gegen embryonale Stammzellen argumentiert. Die Leute spinnen einfach. Schon mein Geschichtslehrer sagte vor 50 Jahren: 60 % der Menschen bestehen aus Idioten. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.














venerdì, settembre 06, 2013

Neue Story

Für den September-Wettbewerb in Schreib-Lust habe ich eine Geschichte produziert. Hier ist sie. 

domenica, settembre 01, 2013

Fandom Observer 291

FandomObserver 291

Die September-Ausgabe von „Phantastisch“ wird besprochen. Habe ich die eigentlich schon bekommen? Muß mal mein Blog durchsehen. Senior-Effekt, lol. - Nun lese ich gerade, dass bei „Elysium“ die Kamera hin und her wackelt. Wenn der Redakteur des Fanzine-Kuriers deswegen aus dem Kino gestürzt ist, lohnt es sich für uns sicher nicht, da reinzugehen, obwohl wir uns den Film für heute vorgenommen hatten.

Wie immer gibt es Buch-, Filmbesprechungen. Ich bin immer noch dabei, wieder den Cthulhu zu lesen. Fandom Observer bringt etwas über „50 Jahre Dr. Who“. Und ich habe Matt Smith noch nicht mal gesehen. Schon gibt es Peter Capaldi. Was soll ich eigentlich alles noch machen? Dann lese ich noch etwas über Buch Rogers. Das wars.