Coversong Roads

venerdì, giugno 05, 2009


Scientific American, January 2006

Vor mehr als 150 Jahren wurde über die Vor- und Nachteile der Arbeitsteilung philosophiert. Am Beispiel einer Nadel, zu deren Herstellung um die zwanzig Teile nötig waren. Der Autor schrieb über die Perfektion, wenn der Arbeiter immer das gleiche Teil zu fertigen hätte, wie zum Beispiel den Nadelkopf. Aber auch darüber, dass bei dieser Tätigkeit, der Kopf dieses Arbeiters über Generationen hinweg in Größe und Substanz diesem Nadelkopf immer ähnlicher werden würde.

Subhanjoy Mohanty und Ray Yazawardhana nahmen sich mit „The Mystery of Brown Dwarf Origins“ die braunen Zwerge vor. Eine Kreuzung von Mini-Sternen und Mega-Planeten. Zu Beginn entwickeln sie sich wie andere Sterne, doch nach rund 100.000 Jahren hört ihr Wachstum plötzlich auf. Dazu gibt es zwei Theorien. 1. Der Himmelskörper wird von anderen aus der Gaswolke geworfen. Dadurch wird ihm die Substanz für das Wachstum entzogen. 2. Turbolenzen schütteln benachbarte Himmelskörper durcheinander. Braune Zwerge fallen in die unterste Größenskala.

Georg M. Church meint in „Gene for All“, dass die Kenntnis der Gene zu einer personalisierten medizinischen Behandlung führen wird. Nun sind ein paar Jahre vergangen und in einem der letzten Spiegel las ich, das sei Unsinn und mit Lesen im Kaffeesatz vergleichbar.

Erich L. Geist, Vasily V. Titov und Costas E. Synolakis nahmen sich den Tsunami von 2004 vor, der um die 225.000 Menschen das Leben gekostet hatte. Andere Zahlen sind ebenfalls beeindruckend. Tektonische Platten in einer Länge von 1200 km klebten zusammen. Die aufkommende Spannung ließ eine davon über acht Meter in die Höhe schnappen und löste damit den Tsunami aus, der sich in zwei Richtungen ausbreitete, auf das offene Meer und auf die Küste zu. Dort erreichten Wellen eine Höhe von dreißig Metern. – Die Autoren befürworteten ein umfassendes Bojen-Warnsystem.

Das hatten wir schon mal: Die von der DARPA gesponserte Robot-Rally. Ein Jahr später gab es also wieder eine. 2004 hatte es kein Robotfahrzeug geschafft, das Ziel zu erreichen. Diesmal war es anders. Fünf Fahrzeuge schafften es, die 132 Meilen lange Strecke zu bewältigen. Teilnehmer kamen aus sieben Nationen und zweiundvierzig Staaten der U.S.A. Sieger wurde das Fahrzeug Stanley der Stanford University.

The Maternal Brain. Craig Howard Kinsley und Kelly G. Lambert, zwei Neurowissenschaftler, fanden heraus, dass sich das Gehirn von Frauen während der Schwangerschaft verändert. Estrogen und Progesterone, Prolactin, Oxytocin, Endorphine, sind Hormone, die während der Schwangerschaft verstärkt ausgeschüttet werden und in Teilen des weiblichen Hirnes, wie z.B. Amygdala, Nucleus Acumbens, dem Hypothalamus, Veränderungen hervorrufen, die Bindungs- und Lernfähigkeit von Frauen steigern. – Nun lernen, wie man liest, Mädchen ohnehin besser aus Jungen. Würden Mädchen in den Schulen schwanger, würde der Abstand noch größer werden.

Gary Styx schreibt in „Recognition Engines“ über Spam erkennende Software und beschreibt die Prozessoren dafür als Finit-State-Machines, die im Gegensatz zu den konventionellen Von-Neumann Maschinen Aufgaben nicht sequentiell, sondern parallel anpacken können. Die Finit-State-Maschine basiert auf Turings Theorien.

Zum Schluss gibt es noch einen Artikel, dessen Thema den meisten von uns wohl am Herzen liegt. Mit „Protecting more than Animals“ beschreiben Alan M. Goldberg sowie Thomas Hartung die Möglichkeiten, Test an Tieren weiter zu reduzieren. Tests an Tieren sind ohnehin eine Sauerei. Über 100.000 chemische Substanzen werden an ihnen ausprobiert. Millionen von Tieren werden benutzt, um die Sicherheit dieser Substanzen zu bestimmen, und es kommen jährlich tausende von neuen Chemikalien hinzu.

giovedì, giugno 04, 2009


Der deprimierte Mafia Boss

Giacomo Ieni, mutmaßlicher Boss des Pillera Clans in Catania auf Sizilien, braucht nicht ins Gefängnis. Depressione Malinconica, tja nun, da bleibt, nach der Auffassung des Gerichts, nur das Hausarrest.
Auf Reisen

lese ich mehr, und das ist kein Wunder. Second Life ist fern und ich kann nicht die ganze Zugfahrt aus dem Fenster sehen.

Am Montag Nachmittag flog ich von Bologna nach Köln und setzte mich dann in den Zug, um nach Hamburg zu kommen. Ich hatte alles im Internet gebucht: Flug, Zug, Hotel. Cool. Jetzt sitze ich im Ibis Hotel und sehe mir einen Tatort im Fernsehen an.

Dienstag. Der Besuch bei meiner Mutter ist beendet, Hacken sind abgelaufen. Burlington Socken gekauft. Morgen geht es wieder nach Italien zurück.


Das Wetter war phantastisch und ich machte es mir am Hafen bequem, sah den Schiffen zu und las den Spiegel. In dem stand, dass German Wings ab Ende Oktober fünf Flüge von Köln nach Hamburg unterhalten wird. So lange werde ich warten, bevor ich wieder nach Hamburg komme.

Mittwoch. Ich liege auf meinem Hotelbett und warte darauf, dass ich geweckt werde. Frühstück ist um 6:30. Danach muss ich mich sputen, um zum Bahnhof zu kommen. Ich las den KulturSpiegel. Bewundere die Leute, welche Romane schreiben. Ich sollte mir zum Schreiben auch wieder mehr Zeit nehmen. Ist nur eine Frage der Disziplin.

Nun sitze ich auf dem Flughafen Köln/Bonn. Wirtschaftskrise. Die Wirtschaftswissenschaftler reden von Deflation. Solange Brötchen und kleines Kölsch 8.50 Euro kosten, glaube ich es nicht.

venerdì, maggio 29, 2009


Vector, The Critical Journal of the Britsh Science Fiction Associaton, Autumn 2008

Schon ein halbes Jahr her, aber ich arbeite meine Zeitschriften langsam auf.
Adam Roberts schreibt über „Doris Lessing and SF“. Sie wird neunzig Jahre alt und hatte 2007 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Mit ihren Zukunftsromanen können SF-Fans jedoch nicht warm werden. Roberts begründet, warum. Sie wuchs in Zimbabwe, dem früheren Rhodesien auf und rührte afrikanische Spökenkiekerei in ihren Büchern unter, dass sie für SF-Fans ungenießbar wurden.

In „And the Law won“ beschreibt Jonathan McCalmot das Zusammenspiel physikalischer Gesetze mit der SF. Es fängt mit Aristoteles an, der Feuer, Wasser, Luft und Erde als Elemente ansah, leitet zu Einsteins Relativitätstheorie über, zu Feynmans Quanten Elektrodynamics, endet mit der Stringtheorie. Da die Gleichungen zur Weltformel nicht aufgehen, geht es mit der dunklen Materie weiter, welche die Beschleunigung des Universums nach dem Big Bang erklaert und wir sind an der vordersten Front, an der Wissenschaftler mit der Stange im Nebel herumstochern.
McCalmot erwähnt einige SF-Autoren, die in ihren Romanen die zur Zeit gültigen physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt haben, so dass Ereignisse für die Protags nicht vorausschaubar sind.

Frank Ludlow behandelt in „on the Art of Reviewing“ unterschiedliche Stile von Buchbesprechungen und rennt offene Türen ein, wenn er sagt, dass sie konstruktiv sein sollten. Und dann finden wir sie: Besprechungen. Nur vermisse ich das Vektor Gütesiegel.

Andy Sawyer beschreibt die erste Vector-Ausgabe von 1958. Die BSFA hat Stehvermögen. In jener Zeit war ich schon einmal Mitglied, bevor die Rock n´ Roll-Welle mich mit riss.

martedì, maggio 26, 2009


Analog, Science Fiction and Fact, July/August 2009-05-26

In dieser Doppelausgabe von rund 200 Seiten ist Daniel Hatchs Story „Seed of Revolution“die längste Geschichte, eine Detectiv-Story mit dem Schauplatz Chamal. Ein Planet, auf dem die Natur den Bewohnern einen umfassenden Gen-Pool bereitstellt. Chamals Bewohner sind intelligente Tiere. Dr. Wu hingegen ist einer der Engel, die auf diesen Planeten hinabgestiegen waren. Sie rücken die falsche Einschätzung zurecht und stellen sich als Menschen vor, die gekommen sind, auf Chamal zu lernen. Dr. Wu wird ermordet, und sein Diener Pog, eine große Spitzmaus, macht sich daran, den Mörder zu finden und das Verbrechen aufzuklären. Seine Bemühungen lassen ihn in Sackgassen und auf Irrwegen laufen. Es stellt sich heraus, dass Pog nicht nur Diener, sondern auch Verkünder Wus Weisheiten ist mit dem Ziel, aus einer kriegerischen und sich bekämpfenden Gesellschaft eine friedfertige und merkantile zu machen.

Wer war der Mörder? Nicht die Miliz, die in Wus Haus eingebrochen war und ihm eine Kugel in den Kopf geschossen hatte. Wu war schon tot, als dies geschah. Es war ein Brieffreund von der Erde, der nicht wusste, dass Pog auf Wus Mindpad mit ihm philosofische Argumente ausgetauscht hatte. Der Wissenschaftler von der Erde gab widerstrebend seinen Irrtum zu, nahm sich aus Schmach das Leben, nachdem er mit einem Attachment Wus Nahrungsmanipulator so eingestellt hatte, dass dieser Wu vergiftete.

Diese Ausgabe für Juli und August enthält einen Beitrag über den mit viel Brimborium angekündigten Large Hadron Collider (LHC). Doch der funktioniert schon seit Monaten nicht mehr. Es wurde still um ihn. Ich googelte und fand heraus, dass Magnete kaputt sind und Protonen wer weiss wohin geschossen waren. Und es wird noch Monate dauern, bis diese Magnete ausgetauscht sind. Dann kann damit bekommen werden, die für Wissenschaftler noch immer rätselhafte Schwerkraft näher zu untersuchen. Sie ist zu schwach, um in eine Weltgleichung eingepasst zu werden. Manche gehen davon aus, dass sie in andere Dimensionen sickert. Ist das Quark? Den kennen die meisten von uns nur aus der Tiefkühltruhe. Dabei gibt es mehrere davon. Partikel, meine ich. Down, up, strange, charm, bottom und top. Dann Leptonen wie muon und Tau.
Die Wissenschaft kennt noch einen Haufen weiterer Partikel. Wenn der LHC wieder funktioniert, wird nach dem Higgs Boson gesucht werden.

Die Wissenschaft tappt im Dunkeln. Schwarze Materie, Schwerkraft, Strings, Higgs Boson. Viele Fragen und unterschiedliche Antworten. Ich nahme an, unser Hirn ist nicht dazu gebaut, gültige Antworten darauf zu liefern. Und die Maschinen, als Hirnverstärker, gehen zu schnell kaputt.

giovedì, maggio 21, 2009



Scientific American, Oct. 2005

Ich habe es wieder geschafft, eine Ausgabe durchzuackern. Harte Arbeit, aber ich werde dadurch ja nicht dümmer :-). Zu jener Zeit hatte der Hurricane Katrina New Orleans verwüstet und die Zeitschrift machte darauf aufmerksam, dass Mark Fischetti schon 2001 in Scientific American auf die Wahrscheinlichkeit einer derartigen Katastrophe hingewiesen hatte. In dieser Ausgabe nun gibt es den Beitrag von W. Wayt Gibbs und Christine Soares "Preparing for a Pandemic". Man ist sich noch nicht sicher, ob die jetzige Schweinegrippe eine Pandemie ist, es sieht jedoch so aus. Zum Glück ist es, obwohl Menschen gestorben sind, eine der harmloseren. Es hätte schlimm kommen können. Dieser Artikel beschreibt die zuständigen internationalen Organisationen, ihre Vorgehensweise und dass die Impfstofferzeugung mit Eiern eine Vorlaufzeit von sechs oder mehr Monaten benötigt. Die Erzeugung von Impfstoffen durch Zellkulturen hat sich noch nicht durchsetzen können.http://www.pandemicflu.gov/

Juan Maldacena bringt einen Artikel über die Schwerkraft, die aufgrund ihrer Schwäche nicht in die Gleichungen passt, mit denen das Universum erklärt werden soll. Wissenschaftler zaubern nun einige Theorien aus dem Hut, von denen eine beschrieben wird: Eine Quantum-Theorie der Schwerkraft. Dazu bedient man sich der Erklärung, dass ein zweidimensionales Universum ohne Schwerkraft einem dreidimensionalen mit Schwerkraft gleicht. Die Grenze zwischen beiden sind interagierende Quarks und Gluonen. Schwierig dort hindurchzusteigen. Ich müsste den Artikel wiederholt durchlesen. Wer will, kann sich des Internets bedienen. http://en.wikipedia.org/wiki/Anti_de_Sitter_space

Did Life come from another world? David Warmflash und Benjamin Weiss schließen diese Möglichkeit nicht aus. Es gibt einige Meteoriten des Mars, die für die Reise zur Erde fünfzehn Millionen von Jahren benötigt hatten. Die Mehrzahl jedoch schafft es in einem Jahr. Da das Innere eines Meteoriten nicht durch die Atmosphäre erhitzt wird, könnten in ihm bestimmte Bakterien überleben.

In dem nächsten Beitrag geht es um Nanocomputer, welche einer der nächsten Schritte sind, wenn Moore`s Law weiter sene Gültigkeit behalten soll. Hewlett Packard arbeitet an diesem Vorhaben, die Defense Advanced Resarch Projects Agency (DARPA) hat Regierungsgeld hineingesteckt. Es geht darum, von den auf Silikon basierenden integrierten Schaltkreisen wegzukommen. Bei der Crossbar Architektur werden Nanostäbe kreuzweise übereinander gelegt und fungieren als Schalter. Die üblichen also, wie OR, XOR, AND usw. Bevor diese Technik in Praxis umgesetzt werden kann, werden Jahre vergehen, da abgesehen von der Lernkurve, Fabriken für Massenproduktion gebaut werden müssten.

Alex P. Meshik berichtet in "The Workings of an ancient Nuclear Reactor" über ein afrikanisches Uranvorkommen, dass sich vor zwei Milliarden Jahren einer Atomspaltung unterzogen hat. Hierbei handelte es sich um die Uranmine in Gabun. Entdeckt wurde dies 1972, als ein Arbeiter in der französischen Uranaufbereitungsanlage feststellte, dass seine Analyse das Uran235 einen Schwund an Isotopen aufwies. Uran235 hätte einen Anteil von 0.720 Prozent haben müssen, es waren aber nur 0.717 Prozent. Es wurde festgestellt, dass sich das Uran in Oklo durch Eindringen von Grundwasser selbst entzündet und den Spaltungsprozess eingeleitet hatte. Nach einer halben Stunde verdampfte das Grundwasser, der natürliche Reaktor stoppte für ein paar Stunden, bis wieder genügend Grundwasser vorhanden war, um den Zyklus wieder zu starten.
http://www.ocrwm.doe.gov/factsheets/doeymp0010.shtml

Interessant war auch Carl Zimmers "The Neurobiology of the Self". Wie vermag das Gehirn eines Menschen feststellen, dass er sich als Selbst erkennt und nicht als jemand anders? Verschiedene Teile des Hirns sind daran beteiligt. Medial Prefrontal Cortex, Precuneus, Anterior Insula. Mirror Neurons, Spiegelneuronen machen emphatisch. Wird jemand verprügelt, versetzen sie den beobachtenden Menschen in die Rolle des Verprügelten und lassen ihn mitempfinden. http://www.scn.ucla.edu/pdf/rt4053_c004lieberman.pdf

Dann noch ein letzter Artikel: "TheLand of Milk & Money" von Gary Styxs. Ziegenmilch, die Medikamente enthält, da die Ziegen genetisch verändert worden waren. Der Tierembryo wird mit einem genetischen Konstrukt geimpft.Transgenische Ziegen kommen auf die Welt, welche später gemolken. Das Medikament wird aus der Milch extrahiert. http://www.transgenics.com/

domenica, maggio 10, 2009

Andromeda Nachrichten 225, Science Fiction Club Deutschland

wurde der European Award als „Best Fanzine“ verliehen.. Nun, das war auf dem EuroCon 2009 in Fiuggi, Italien. Die meisten Italiener haben mit Fremdsprachen nichts am Hut, so konnten sie sich nur anhand der Fotos und Bilder an den Inhalt herantasten. Immerhin: Die Aufmachung ist Klasse. Michael Hailte is de man.

Jürgen Lautner berichtet von der Ausstellung H.R. Giger im Filmmuseum Frankfurt. Giger hatte die Monsterfiguren der Alien- und Species-Filme erschaffen. Er erschuf auch bizarre Non-SF Figuren.

Erich Schreiber behandelte die Buchmesse Leipzig. Lautner besuchte ausserdem den DortCon. Der SFCD-Con findet dieses Jahr im Juni in Schwerin statt.

Es geht mit den Buchbesprechungen weiter, Hörbücher eingeschlossen, dann folgen die Verlagsprogramme. Eine Menge von Seiten, die ich überschlagen konnte, da ich mit Asimov´s, Analog, F & SF sowie Interzone, Albedo genug zu lesen habe. Weiterhin gibt es Besprechungen von Filmen und Computerspielen.

Robert Hektor bringt den Leser auf den neusten Stand der Wissenschaft. Andromeda ist mehr für Hard-Core SF-Leser. Und ein Lob der Aufmachung.

sabato, maggio 09, 2009

Skurril

Die Lega Nord ist mehr als eine skurrile italienische Volkspartei. Ihre Hemden sind grün und ihre Gesinnung ist heimatverbunden mit einem Schuss NPD, was Zugewanderte aus Nicht-EU-Staaten betrifft.

Matteo Salvini, Gruppenleiter der Mailand-Fraktion schlug nun vor, einen Waggon der U-Bahn für Mailänder zu reservieren. Nun fragt sich jeder, auch ein Waggon für die Restitaliener und einen für Personen aus dem Ausland? Berlusconi meint, das sei ein Witz gewesen. Er stand hier in allen Zeitungen.
Mondfinsternis

Mit dem NASA Mondprojekt wird es wohl erst einmal nichts. Ich las heute im "Resto del Carlino", unserer Zeitung, dass Obama es auf unbestimmte Zeit zurückgestellt hat. Die Banker haben nicht nur unzählige Arbeitslose erzeugt, sondern hemmen gleichfalls den technischen Fortschritt.

venerdì, maggio 08, 2009

Asimov’s Science Fiction, Junie 2009

Hebt den Autoren James Patrick Kelly hervor, der fünfundzwanzig Jahre lang im Juni eine Story bei Asimov´s veröffentlicht hat. So auch diesmal. Kelly betreut außerdem die Kolumne „On the Net“, in der er SF-Urls aufstöbert.

Eric Browns Geschichten habe ich in „Interzone“ gelesen, nun auch hier. Mit „Cold Testing“ setzt er seinen Schwerpunkt auf das Verhältnis des Space Captains zu dem Androiden Ella, der wie Commander Data aus der Enterprise nach dem Menschlichen strebt. Ingenieur Kerry hasst Ella, ist eifersüchtig und begleitet die Story mit ihren Hassausbrüchen.

Auf Nova Charon wird das Schiff einem Kältetest unterzogen. Ella macht mit sich das Gleiche, sie verschwindet aus der Kuppel. Nachdem sie zurückgekommen ist, löscht sie ihre Erinnerungen. Nur eine Nachricht ist erhalten geblieben. Sie hat herausgefunden, dass ihr der Captain etwas bedeutet und dass Menschsein Schmerz einschliesst.

Mit „Dieter“ hatte ich ein Android-Mensch Verhältnis beschrieben. Nur dort kam es zum Happy End.

lunedì, maggio 04, 2009

Analog Science Fiction and Fact, June 2009-05-04

Dies Magazin, auch “Astounding”, der Vorgänger, ist oder war eine Domäne von SF-Autoren, die der Physik nahestehen. Richard A.Lovett ist einer von ihnen. Seine Geschichte heißt „Attack of the Grub-Eaters“. Im Internet-Forum „Rasen und Garten“ bittet Garden Warrior um Rat. Maulwürfe hätten seinen Garten unterwandert. Was könnte er dagegen unternehmen? Er habe gegraben und parallel zueinander verlaufende aus einem harten Material bestehende Röhren gefunden. Könnten Maulwürfe so etwas machen?

Es fehlte nicht an Hinweisen aus dem Forum. Jemand stellte fest, dass in der Nähe Garden Warriors ein Meteorit eingeschlagen sei. Ein anderer sah in den Nachrichten, wie im nächsten Ort Gas aus den Sielen strömte, Mensch und Tier umbrachte. Das Forum suchte nach Erklärungen, dann nach Maßnahmen, dies abzustellen. Erstaunlich, wieviel physikalische Kenntnisse das Gartenforum offenbarte. Die letzte Hypothese war, es seien keine Maulwürfe, sondern eine Invasionsgruppe, die Terraforming betrieb, indem sie versuchte die Atmosphäre zu verändern und dass Sauerstoff für diese Röhren legenden Wesen tödlich war.

Garden Warrior fuhr in den toten Nachbarort und lud so viel Sauerstoff-Flaschen wie möglich auf seinen Pick-Up Truck. Mit Hilfe seiner Forum-Buddies gelang es ihm, die Invasionstruppe zu vernichten.

Editor Stanley Schmidt, übrigens auch Physiker, stellt unter der Überschrift „Sign of Respect“ die These auf, dass sich die Vorschrift, den Hut beim Betreten einer Wohnung abzunehmen,. verselbständigt habe. Schmidt nennt den Vorgang „Phantom Tyrant“, weil niemand weiß, wo diese Sitte entstanden ist und warum sie fortgeführt wird.

Den Science Fact behandelt Michael Carroll „Futuropolis: How NASA plans to create a permanent presence on the moon“. Der Plan heißt “Constellation Architecture”. Der Nachfolger der Spaceshuttle wird entworfen. Der Launcher heißt Ares. Im Huckepack reitet das Raumschiff Orion (das kennen wir doch, lol). Dieser Orion fasst 4-6 Astronauten und wird von der Erde zum Mond fliegen. Ein anderer Shuttle wird die Crew von der Mondumlaufbahn auf die Oberfläche bringen. Weiterhin befasst sich der Artikel mit der Architektur von Modulen zur Unterbringung der Astronauten auf dem Mond, darüber hinaus mit dem Design von Mondfahrzeugen. Bevor es zum Mars geht, soll erst einmal auf dem Mond ein Stützpunkt angelegt werden. Jahre wurden nicht genannt.

Jeffery D. Kooistra schreibt in seiner Kolumne „The Alternative View“ etwas, was auch auf mich zutrifft. „A great many Analog readers grow up as self-educating individuals.“ Sie sind interessierter als der Mainstream-Mensch, bringen sich ständig selbst etwas bei und genießen es.


domenica, maggio 03, 2009

Scientific American, Oct. 2005

Inzwischen ist eine Menge Wasser die Wümme hinuntergeflossen. Mehr als drei Jahrgänge muss ich noch durchackern.
Grinsen musste ich bei dem Anblick des Ejektor-Beds, das 1855 patentiert worden war. Wenn der Schläfer über eine festgelegte Zeit im Bett bleibt, dreht sich das Bett wie eine Kipplore auf die Seite und lässt den Schläfer auf den Boden plumpsen.
Francois Combes schreibt über galaktische Ringe in "Ripples in a Galactic Pond". Es geht um durch Gravitation verursachte galaktische Wellen, welche die Konfiguration innerhalb der Galaxis verändern. Hier eine interessante URL über extragalaktische Astronomie: http://nedwww.ipac.caltech.edu/level5/

Terry Kenakin berichtet über die Zellrezeptoren GPCRs, G-Protein Coupled Receptors, an denen über die Hälfte von Medizinmolekülen andocken. The Theorie läuft darauf hinaus, GPCRs zu bewegen, bestimmte Signale zu unterdrücken, die zu Krankheiten führen können.
John W. Valley meint in "A cool early Earth" aufgrund von Mineralienfunden in Australien, daß die über vier Milliarden Jahre alte Erde etwa vierhundert Millionen Jahre eher abkühlte als angenommen.

Nun wird es interessant. "The forgotten Era of Brain Chips." John Horgan stellt den neunzigjährigen José Manuel Rodriguez Delgado vor, einen Physiologie Professor der Yale Universität. Er hatte sich an dem großen spanischen Neurowissenschaftler Santiago Ramon y Cajal orientiert. 1946 begann sein Schaffen in der Yale Universität, er stellte sich gegen die damals vorherrschende Lobotomie und befürwortete elektrische Stimulation mit Hilfe von im Gehirn implantierter Elektroden. Delgado bastelte Geräte, die es ihm erlaubten, Epileptiker und Schizophrene mit diesen Elektroden zu kurieren. In Experimenten konnte er Angst, Wut, Lust, Fröhlichkeit, Depression hervorrufen und in der limbischen Region Depressionen entgegenwirken. Sein bekanntestes Experiment fand in einer Bullenzuchtstation statt, in der er einen auf ihn zulaufenden Stier mit dem Knopfdruck eines Handtransmitters nur einen Meter vor ihm zum Stehen brachte. 1969 veröffentlicht er ein Papier: "Physische Kontrolle des Gemüts: Auf dem Wege zu einer psychozivilisierten Gesellschaft".

Es ist anders gekommen. Medikamente haben die Hirnstimulation abgelöst, obwohl die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) weiterhin Forschung in dieser Richtung unterstützt mit dem Ziel, die kognitive Kapazität von Soldaten zu verbessern.

In diesem Zusammenhang ist das Interview im letzten Spiegel "Weltformel der Seele" mit dem Psychiater Florian Holsboer interessant. Er ist seit zwanzig Jahren Leiter des Max Planck-Instituts für Psychiatrie und führt psychische Störungen, auch wenn Umwelteinflüsse eine Rolle spielen, letztendlich auf die Expression von Genen zurück. Ist ja auch logisch. Die Arbeit der Gene verändert sich auch durch die Umwelt, in der ein Mensch lebt. Dafür das richtige Heilmittel zu finden... Der Mensch besitzt um die 21000 Gene mit über drei Milliarden Basenpaaren. Sich da durchzuackern, braucht wohl noch ein Weilchen.
Ich finde das Gehirn faszinierend, besaß ein Computerspiel "Life and Death the Brain". Es lief noch unter Dos, aber als Arzt verlieh es mir ausreichende Möglichkeiten, Gehirne zu operieren und Patienten in die Leichenhalle zu schicken, lol. Es hatte mich auch inspiriert eine Kurzgeschichte über Hirnchirurgen zu schreiben: Bachkantaten.

Gene selbst können schon vor langer Zeit mutiert sein. Dennis Drayna beschreibt "Founder Mutations". Zwei Männer, zum Beispiel, wohnen zigtausend Kilometer von einander entfernt und haben die gleiche seltene Krankheit. Es kann mehrere tausend Jahre her sein, dass ihr Stammvater eine genetische Mutation erfuhr, die sich über die Jahre hinweg in einem Teil der Menschheit verbreitet hat. Man kann herausfinden, zu welcher Zeit sich ein Gen verändert hat, indem man den Haplotypen misst, einen Genabschnitt, der sich von Generation zu Generation verkürzt. Ein Beispiel dafür ist die Sichelzellenanemie, die auf einer Founder Mutation beruht.

Es gibt noch einen Artikel über Smart-WiFi. Den übergehe ich mal. WiFi ist inzwischen smarter.

venerdì, maggio 01, 2009


Phantastisch 34

Es gibt einige Beiträge, die es wert sind, näher betrachtet zu werden. Zum Beispiel der über Edgar Allan Poe. Der von Christian Endres: „Eine Reise durch die Wirren Träume des Edgar Allan Poe“. Er hätte diesen Januar seinen zweihundertsten Geburtstag feiern können, wenn ihm nicht nach vierzig Jahren der Tod im Weg gestanden hätte. Ich habe 4 Bücher von ihm und auf italienisch. In diesem Zusammenhang fällt mir Vincent Price, der Altmeister des Horrors ein, der in Youtube mit „The Cask of Montillado“ zu sehen ist. Nicht nur das, es gibt Weiteres von Poe mit ihm: ein trailer des „The Fall of the House of Usher“ von Roger Corman, „The Tell-Tale Heart“, ein Trailer des „The Masque of the Red Death“, ein Trailer des „The Raven“ ect.

Ich las noch einmal „Il barile di Amontillado“ = „The Cask of Montillado“ , in der der Protag seinen Freund, der ihn wiederholt gekränkt hatte, mit der Bitte herauszufinden, ob es sich bei dem gekauften Wein wirklich um einen Amontillado handelt, in seinen Weinkeller lockt und dort einmauert. Doch zurück zu Phantastisch. Endres geht zu einem Comic über Poe über, das auf einer Comic-Website zu finden ist. Die Zeichnungen sind großartig.

Max Pechmann schreibt über den postmodernen Horrorfilm der 70er Jahre, über die Filme der Hammer Productions, die Roger Cormans, die auch wieder Edgar Allan Poe mit einschließen, dann die Zombiefilme wie „Night of the Living Death“, spanische Filme wie „La Noche de Walpurgis“.

Ich erinnere mich an „Das Grauen schleicht durch Tokio“, lol, wo eine glibberige Masse die Toilette hochkam. Glibberig? Dann kann „Blob“ nicht fehlen. „Dracula“ war ein Klassiker, „Frankenstein“ ebenfalls. „Night of the Living Death“ war ein gutgemachter Zombiefilm, den ich in den USA sah. Als Junge sah ich mit meinem Freund „Dr. Fu Man Chu“. Im Vorfilm gab es „Roboter des Grauens“. Sie bestanden aus Blechbüchsen, lol.
Olaf Kemmler fragt in seinem Beitrag „Wie viel Science verträgt die Fiction“.
Er startet mit Hugo Gernsback, der den Begriff „Science Fiction“ prägte und mit „Ralph 124C 41+“ selbst einen SF-Roman schrieb. Hier ist „The New Science and Invention in Pictures“ aus dem Jahr 1924 von ihm.


Das Titelbild bezieht sich auf den Artikel „Scientific Mating (wissenschaftliche Paarung)“. Die Ausgabe enthält neben einer Reihe von technischen Beiträgen den vierten Abschnitt einer SF-Story von Ray Cummings „The Man on the Meteor“. Eine Wahnsinnsausgabe voller Zeichnungen und anderen Abbildungen. Ich kaufte sie für wenig Geld vor über 40 Jahren in einem Londoner Antiquariat.

Hermann Ibendorf-Rosenhof stellt eine Reihe von Nachschlagewerken über Science Fiction vor.
Dann gibt es wie üblich Buchbesprechungen. R. Scott Bakker, Dmitry Glukhovsky, Keith Donohue und Daniela Knor werden interviewt.

Rundherum wieder eine interessante Ausgabe

martedì, aprile 28, 2009

Quatermass

Gestern und heute habe ich mir aus dem Internet "Quatermass 2" sowie "Quatermass and the Pit" angesehen. Quatermass 2 war eine BBC Fernsehserie, Quatermass and the Pit ein Film der Hammer Production. Die Leute haben es verstanden, mit wenig Geld spannende Filme zu drehen. Dracula war auch von ihnen. Während der BBC Quatermass von 1955 noch etwas holprig war, fand ich "Quatermass and the Pit" mitreissend. Science Fiction mit Horror gepaart. Dazu fällt mir nur ein anderer Film ein: "Das Ding aus einer anderen Welt". Der Film brachte mich um den Schlaf.
Black Static 2

Horror kommt oft nicht von außen, sondern aus dem Inneren. Aber nicht nur das, wie die Geschichte "In the Hole" von Lisa Tuttel und Steven Utley zeigt. Heath kommt aus der Kriegsgefangenschaft in seinen Heitmatort zurück. Er war in einem Loch gefangen gehalten worden und konnte die Entbehrungen sowie Erniedrigungen nur ertragen, in dem er sich ausmalte, mit seiner Cara zusammen zu sein. Die hat auf ihn gewartet und nimmt ihn in ihr Haus auf. Doch irgendetwas stimmt mit der Stadt nicht. Viele Häuser sind verlassen, die Leute sind nur zu bestimmten Zeiten zu sehen. Heath spürt eine unwirkliche Atmosphäre im Ort, die ihn nachts im Bett mit Cara fast impotent werden läßt. Heath wartet bis Cara eingeschlafen ist, legt sich in die Küche und träumt von seiner Cara, die er in dem Loch geliebt hat. Es ist kein Wunder, dass die reale, als sie das merkt, ihm den Laufpass gibt.

"Holding Pattern" von Andrew Humphrey war eine Story mit einem Twist. Douglas ist mit Gayle, einer Frau in den Anfang fünfzig, glücklich verheiratet. Er spielt mit seinem Freund Richard Squash, obwohl er weiß, dass sie sich beide nicht mögen. So winkt Douglas auch ab, als Richard über Gayle zu sprechen beginnt. Er weiß, dass Richard Gayle geliebt hat und wohl immer noch eifersüchtig ist. Beim nächsten Mal erzählt es Richard doch: Er habe Gayles Foto in einer Single WebSite gesehen, sie suche jüngere Männer für den Tag. Douglas glaubt es nicht und sieht Gayle am Abend mit einem blauen Auge, das ihr Richard verpasst haben soll. Douglas sucht diesen auf und schreit: "Wir haben keinen Computer". Dann rammt er ihm ein Küchenmesser in den Leib. Gayle sagt, als Douglas heimkommt, dass sie ihrer Freundin Clarissa, die sie täglich besucht, mit ihrem Computer geholfen hat.

domenica, aprile 26, 2009

Fandom Observer

Drei ungelesene Online-Ausgaben in meinem Eingangskorb. Irgendwann muss ich ja mal ran. Und das ist jetzt.

Fo236

Buch-, Film- und Fanzinebesprechungen übergehe ich. Das artete sonst in eine Besprechung der Besprechung aus und führte zu einer Besprechung der Besprechung der Besprechung. Wehret den Anfängen. Das Gleiche mit Interviews. Der Interviewte Bern Perplies ähnelt unserem ehemaligen Nova Co-Redakteur Horst Margeit, der sich vor Jahrzehnten in Luft aufgelöst hat. Ist auch im Internet nicht aufzuspüren, obwohl SF-Größen doch Schatten werfen (grins):

Redakteur Mampf berichtet über das monströse deutsche in einem tropischen Regenwald eingebettete Freizeitbad und über das übliche deutsche Gemecker, dass damit EU-Subventionen verschwendet werden. Das Objekt steht auf einem ehemaligen Sowjetflughafen. Aber wem sage ich das. In Deutschland lebende kennen es wohl besser als ich. Meine Meinung: Klasse. Hier wird mal sinnvoll Geld verpulvert (lol). Das Foto ist beeindruckend.


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Nichts erwähnenswertes. Es gibt noch Hörspielrezensionen. Aber mit denen kann ich auch nichts anfangen.


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Auch hier die üblichen Rezensionen. Der Vollständigkeit halber sollte ich anführen, dass es Con- und Stammtischtermine gibt, so dass der interessierte SF-Fan von einem Termin zum anderen flitzen kann.
Als Schwerpunkt ist die Fantasy an der Reihe. Darüber gab es in einer der letzten Spiegelausgaben einen Beitrag. Frauen mögen Fantasy lieber als SF. Nun ja, und ich stehe zur Zeit auf Horror. Damit schließt sich der Kreis (grins). Just Kidding.
Mit „Villa Hammerstein“ hatte ich vor Jahren eine Fantasy Story verfasst, die bei Corona einen Preis abbekommen hat. Viel Spaß beim Lesen.
Auf dem Horrortrip Ich lese die zweite Ausgabe von ´Black Static´. Horror ist schon was feines. Wie angedeutet, hatte ich versucht Horror zu schreiben. Es kamen nur dünne Stories zum Vorschein. Aber durch üben sollte es besser werden, oder?

 Eine kleine Geschichte hatte ich vor ein paar Tagen geschrieben und wollte sie bei Schreib-Lust einsenden. Nur war deren Abgabetermin verstrichen. Es gibt eine Menge anderer Webseiten, inclusive meiner, wo ich Stories unterbringen kann. Aber erst einmal hier auf dem Blog: 

 Die Heimkehr

 Sie sahen sich mit blutunterlaufenden Augen an. ´Mein Spiegelbild´, dachte Tim, ´Fett, aufgedunsen und am Ende`. Fünf Tage fehlten noch, dann wurden Jan und er fünfundreißig, doch Tim fühlte sich wie achtzig. Seit zwanzig Tagen nahmen sie den Pilz und verließen die Wohnung nur, um Essen zu besorgen. "Hier nimm!". Die beiden Männer sahen sich wieder an, als sie ein Stück in den Mund steckten. Die Droge löste die Umgebung auf und Tim versuchte mit seinen Gedanken in das Gebiet vorzustoßen, in dem sich seine Freunde aufhielten, die vor ihm gegangen waren. Er wusste nicht, wann er aufgab. 

Wie von weitem hörte er Jans Stimme: "Das Zeug wirkt nicht." Der fleckige Teppich, durchgesessene Möbel, die nackte Glühlampe, zugezogene Vorhänge, der Schnellkocher und die Bierflaschen am Boden, dann Jan und der Abreißkalender. Die Luft war stickig unter der wärmenden Nachmittagssonne. "5 Tage noch, dann müssen wir da durch." 

Tim dachte an den Ring, an das Quantentor. Auf der einen Seite Menschen, auf der anderen Seite... Das versuchten sie herauszufinden. Vergeblich. "Mit den Pilzen klappt es nicht." Jan warf den Rest neben die Bierflaschen. "Unser Gehirn ist nicht für Quantensprünge konstruiert." "Mit fünfunddreißig bist du hinüber." Die Droge ließ ihn lachen. "So oder so". Metallbänder, die sich unlösbar um ihre Hälse wickelten, ließen nicht erahnen, dass sie einen Tag später ihre Körper zerfetzen würden, wenn sie an ihrem Geburtstag nicht durch das Tor gingen. Zu einem anderen Planeten, zu dem sich Kolonisten mit einem überlichtschnellen Raumschiff aufgemacht hatten. Jetzt war es einfacher: Kenntnisse auf der Erde erwerben, durch das Tor gehen und sie auf dem neuen Planeten anwenden. 

Tim und Jan konnten den Platz, auf dem das Tor stand, von ihrem Fenster aus einsehen und beobachten, wie sich jeden Tag eine schier endlose Menschenreihe vor ihm auf- und dann abbaute. Eine monströse Schlange, die in den Ring kroch. Hin und wieder brach jemand heraus. Sein zerfetzter Körper wurden am darauffolgenden Tag geborgen. Tim zog die Vorhänge zur Seite, die Sonne spiegelte sich im Metall des Ringes, der ausgeschaltet war. Tim sah durch ihn hindurch. 

 Sie aßen den Pilz am nächsten Tag, dem übernächsten, an jedem Tag, der ihnen blieb. An ihrem Geburtstag versuchten sie es ein letztes Mal. Sie bekamen keinen Kontakt. Dann standen sie auf dem Platz mit anderen und schoben sich in quälender Langsamkeit auf den Platz zu. Tim sah, wie sie vor ihm in den Ring traten und auf der anderen Seite nicht mehr auftauchten. Dann war der Letzte verschwunden und er ging auf den Ring zu, als ein Mann heraus torkelte und vor ihm zu Boden fiel. Er war alt. Seine Lippen bewegten sich und Tim hörte Tausende von Stimmen in seinem Gehirn. Menschen hinter ihm hielten sich die Ohren zu. Tim kniete auf den Boden und hörte über die Stimmen hinweg, wie der Mann sagte: "Ihr habt uns gerufen." 

Die Menschenmenge bewegte sich weiter. Jan zog Tim hoch und drückte ihn gegen das Tor. Es war solide geworden. Tim sprang zur Seite und zog Jan mit sich. Sie beobachten, wie Menschen gegen das Tor gequetscht wurden und zu Boden fielen. Die Stimmen schwollen an, hallten in seinem Hirn wider. Tim meinte die eines Freundes zu erkennen, der vor Monaten im Ring verschwunden war, dann die eines anderen. Sie gingen unter in dem Gewirr. Schreiend zerstob die Menge. Noch dachte niemand daran, dass sie den nächsten Tag nicht überleben würden. Sie pressten die Hände auf die Ohren. Doch nützte es nicht. Die Kolonisten waren zurückgekehrt.

mercoledì, aprile 22, 2009


Black Static

Ich hatte noch zwei Ausgaben von 2007 in meinem ungelesenen Stapel. Sie waren eingetrudelt, nachdem ich das Abo gekündigt hatte, weil ich keine Hefte mehr erhielt. Überlege jetzt, ob ich das Horrormagazin wieder bestelle, denn die Geschichten sind der Hammer. Horror hatte ich versucht zu schreiben, doch die Stories waren schwach, das las sogar ich, lol. Man muss das drauf haben, auf die Psyche des Lesers einwirken können. Mir fällt das schwer. In Second Life bekomme ich nur hin, dass Frauen sich in mich verlieben. Aber das ist ungewollt und ein anderes Thema.

Simon Averys "Bury the Carnival" zum Beispiel. Die Protagonistin, eine Reporterin, wurde von ihrer Zeitschrift zu einem Holzschnitzer geschickt, der, soviel sie wusste, von den regierenden Puritanern für Jahre ins Gefängnis gesteckt worden war. Mannshohe Holzfiguren saßen und standen in dem Zimmer Charouseks, der ihr erzählte, er sei Künstler und Magier und dass die Puritaner seine Frau aus diesem Grunde hatten verschwinden lassen. So habe er seinen Sohn zur Sicherheit in die Wälder geschickt.

Die Reporterin machte sich daran, den Sohn zu suchen. Sie fand ihn in einer dunklen Wohnung als er im Begriff war, sich an einem Deckenhaken zu erhängen. Sie erfährt bei einem zweiten Besuch, dass auch er aus Holz war und sich nach und nach wie viele andere auch in einen Menschen verwandelte.

Charousek gab eine Abschiedsvorstellung in einem Theater, alt wie er selbst. Die Protag stieg zu ihm auf die Bühne für ein neues Interview, doch Charousek bedeutete ihr in dem Foyer auf ihn zu warten. Sie versteckte sich hinter einem Pfeiler als die Precisemen, Abgesandte der Puritaner kommen. Diese befahlen Charousek die Verwandlung der Holzfiguren rückgängig zu machen. Im Gegenzug würde er seine Frau zurückbekommen. Charousek gab ihn einen Hinweis auf die Reporterin, die Precisemen stachen auf sie ein, doch sie konnte entkommen, sieht, sah Sägespäne aus ihr rann und versuchte Jaromirs Wohnung zu erreichen. Der war fort. Sie dichtete sich ab und ging zum Theater zurück, merkte, wie ihre Glieder steifer wurden, wie Theaterbesucher von den Sitzen fielen und erkannte, dass Charousek sie auf Geheiß der Precisemen wieder zurückverwandeln versuchte. Dann erkanntet sie Jaromir wie er zur Bühne hochkletterte und seinen Vater erstach. Die Rückverwandlung war abgewendet.

Dann M.K. Hobsons "Votary"

Eine Wahnsinnsgeschichte. Votary´s father was very fat. So beginnt sie. Das war er ja auch. Sein Körper nahm die ganze Couch ein und floss über sie hinweg. Nackt, und nur mit einem Handtuch bedeckt, murmelte er Werbesprüche des Fernsehens vor sich hin. Votary liebte ihren Vater. Jeden Tag fuhr sie mit ihrer Mutter zum Essen kaufen. Sie brachten viele Hamburger nach Hause, die sie in den Schlund von Votary´s Vater fallen ließen. Sie schütteten einen Eimer Coca Cola sowie den Inhalt einer Whiskyflasche hinterher.

Votary beobachtete, wie sich ihre Mutter immer öfter mit dem Briefträger unterhielt. Dann blieb Votarys Mutter manchmal weg, kaufte hin und wieder ein. So dass Votary immer mehr für ihren Vater allein sorgen musste. Sie stellte den Briefträger zur Rede und sagte ihm, ihr Vater erlaube es nicht, dass der Briefträger sich mit ihrer Mutter unterhielte. Der wusste nichts von ihrem Vater und Votary ging mit dem Briefträger in den Keller und stellte ihn ihrem Vater vor, dessen Körper immer mehr aufquoll, dessen Mund immer größer wurde. Der Mund, aus dem nach einigen Sekunden nur noch die zappelnden Beine des Briefträgers ragten. Als die Mutter heimkam, ging sie in den Keller hinab, sah Votary nackt, gewärmt in den Körperfalten ihres Vaters und setzte die Burger sowie die Cola vor ihr ab und verschwand in ihrem Zimmer.
"Sie verdient uns nicht", meinte der Vater als Votary die Flasche Whisky aufmachte und er öffnete seinen Mund.

martedì, aprile 21, 2009

James Ballard RIP

In unserer Espressobar liegt die UNITÁ aus, eine rot angehauchte Zeitung und gerade deshalb interessant. Emilia Romagna, die Region in der ich lebe, war kommunistisch. Kommunisten sind aus dem Parlament geflogen. Die Zeitung hat sich auf Berlusconi eingeschossen. Abgesehen davon ist der Kulturteil interessanter als der unserer italienischen Zeitung Resto del Carlino. Heute las ich einen Beitrag über James Ballard, der am 19. dieses Monats gestorben ist.

martedì, aprile 14, 2009

Focus, The British Science Fiction Association Magazine for Writers, Summer 2008

war vergraben unter den Zeitschriften meiner Frau auf dem Salontisch. Aber irgendwann kommt alles ans Licht. Auf den Innenseiten steht "Autumn 2007". Wahrscheinlich haben die Druckvorlagen schon zig Monate vor sich hingedämmert, bevor das Magazin versandt wurde. Zu der Zeit muss Arthur C. Clarke gestorben sein, denn Martin McGrath erinnert sich, wie er Clarke zum ersten Mal gelesen hat. Ich selbst war auch von seinen Geschichten begeistert und von dem Film 2001, der viel später herauskam, erst recht. Ich meine, als junge Person ist man empfänglicher für SF, aber es mag auch daran liegen, dass die SF-Autoren damals besser waren. Mir fallen Robert Sheckley, Murrey Leinster, Isaac Asimov, Alfred Bester, Theodore Sturgeon, Robert A. Heinlein, Eric Frank Russel, Frederik Pohl, Jack Williamson, John Wyndham, C.M. Kornbluth, Hal Clement auf die Schnelle ein. Ich hatte ihre Taschenbücher verschlungen und sie dann später weiterverkauft. Das war zu der Zeit, als wir NOVA herausgaben, unser literarisches SF-Fanzine. Ich bestellte die Taschenbücher bei den Distributoren und verlangte 30 % Verlagsrabatt. Ich hatte schließlich den NOVA-Verlag (grins). Es wurde hektografiert. Die Trommel mit Druckerschwärze aufgefüllt, die Seiten herausgenudelt. Dann wurden sie auf dem Wohnzimmertisch ausgelegt. Zwei Freunde und ich liefen um den Tisch herum, um die Seiten zur Ausgabe zusammenzufügen, zu heften, einzubinden. Die NOVA Ausgaben haben jetzt Seltenheitswert und werden über E-Bay versteigert. Doch zurück zu Focus.

Geoff Nelder, der mit "Escape Velocity" ein Print on Demand-SF-Magazin verlegt, berichtet darüber, wie es ihm anfänglich an Autorenmanuskripten mangelte.
Michael Amos schlägt vor, was man zu beachten hat, wenn man plant, einen Roman zu schreiben. - Das erinnert mich an mein Roman-Manuskript. Es war 1988 und ich arbeitete in Kassel bei den Hannover-Westfälischen Nachrichten als Leihprogrammierer für 2 Jahre. Hatte mir für diese Zeit eine Wohnung in einem 2 Familienhaus gemietet. Über mir schmetterte ein amerikanischer Tenor seine Arien und ich schrieb ein Roman-Manuskript auf meinem Toshiba Laptop mit Plasmabildschirm. Den habe ich noch irgendwo stehen. "B-Movie in einer komplexen Welt" war der Roman-Titel. Ich sandte das Manuskript später an zig Verlage und bekam es mit nichtssagenden Bemerkungen zurück. Die Lektorin vom Aufbau-Verlag fand es gut, nur es passte nicht in das Verlagsprogram. Ich habe es noch auf meinem Laptop, sollte es mal überarbeiten und hier vorstellen. Ich schrieb es, bevor ich an Kurzgeschichten Wettbewerben teilnahm, also vor meiner produktiven Periode. Die ist allerdings durch das Frauengedöns in brasilianischen Chaträumen und danach im Second Life abhanden gekommen. Aber dadurch, dass ich meine Verführungskünste auf Sparflamme setze, habe ich vielleicht wieder mehr Zeit und Energie zum schreiben. Vermutlich werde ich einmal die Woche mein überarbeitetes Manuskript in Fortsetzungen in den Blog stellen. Es ist ganz lustig, soweit ich mich erinnern kann. Zurück zu Focus.

Christopher Priest, einer der zur Zeit bekanntesten britischen SF-Autoren, gibt Ratschläge für angehende Autoren. In dieser Folge geht es ums Geld.
Jetse de Vries denkt über Autorenblogs und die Interaktion von Lesern und Autoren im Internet nach.
Paul Raven gibt Autoren Tipps, wie sie ihre Romane im Internet bekannt machen können und Dev Algar meint, schreibe über etwas von dem du keine Ahnung hast. Das läuft konträr zu den meisten Ratschlägen aber er hat Recht, wenn es darum geht, der Phantasie freien Lauf zu lassen.

Focus ist interessant zu lesen und ich halte es für gut, dass die BSFA ihre Magazine nach Zielgruppen aufgeteilt hat.
Focus, The British Science Fiction Association Magazine for Writers, Summer 2008

war vergraben unter den Zeitschriften meiner Frau auf dem Salontisch. Aber irgendwann kommt alles ans Licht. Auf den Innenseiten steht "Autumn 2007". Wahrscheinlich haben die Druckvorlagen schon zig Monate vor sich hingedämmert, bevor das Magazin versandt wurde. Zu der Zeit muss Arthur C. Clarke gestorben sein, denn Martin McGrath erinnert sich, wie er Clarke zum ersten Mal gelesen hat. Ich selbst war auch von seinen Geschichten begeistert und von dem Film 2001, der viel später herauskam, erst recht. Ich meine, als junge Person ist man empfänglicher für SF, aber es mag auch daran liegen, dass die SF-Autoren damals besser waren. Mir fallen Robert Sheckley, Murrey Leinster, Isaac Asimov, Alfred Bester, Theodore Sturgeon, Robert A. Heinlein, Eric Frank Russel, Frederik Pohl, Jack Williamson, John Wyndham, C.M. Kornbluth, Hal Clement auf die Schnelle ein. Ich hatte ihre Taschenbücher verschlungen und sie dann später weiterverkauft. Das war zu der Zeit, als wir NOVA herausgaben, unser literarisches SF-Fanzine. Ich bestellte die Taschenbücher bei den Distributoren und verlangte 30 % Verlagsrabatt. Ich hatte schließlich den NOVA-Verlag (grins). Es wurde hektografiert. Die Trommel mit Druckerschwärze aufgefüllt, die Seiten herausgenudelt. Dann wurden sie auf dem Wohnzimmertisch ausgelegt. Zwei Freunde und ich liefen um den Tisch herum, um die Seiten zur Ausgabe zusammenzufügen, zu heften, einzubinden. Die NOVA Ausgaben haben jetzt Seltenheitswert und werden über E-Bay versteigert. Doch zurück zu Focus.

Geoff Nelder, der mit "Escape Velocity" ein Print on Demand-SF-Magazin verlegt, berichtet darüber, wie es ihm anfänglich an Autorenmanuskripten mangelte.
Michael Amos schlägt vor, was man zu beachten hat, wenn man plant, einen Roman zu schreiben. - Das erinnert mich an mein Roman-Manuskript. Es war 1988 und ich arbeitete in Kassel bei den Hannover-Westfälischen Nachrichten als Leihprogrammierer für 2 Jahre. Hatte mir für diese Zeit eine Wohnung in einem 2 Familienhaus gemietet. Über mir schmetterte ein amerikanischer Tenor seine Arien und ich schrieb ein Roman-Manuskript auf meinem Toshiba Laptop mit Plasmabildschirm. Den habe ich noch irgendwo stehen. "B-Movie in einer komplexen Welt" war der Roman-Titel. Ich sandte das Manuskript später an zig Verlage und bekam es mit nichtssagenden Bemerkungen zurück. Die Lektorin vom Aufbau-Verlag fand es gut, nur es passte nicht in das Verlagsprogram. Ich habe es noch auf meinem Laptop, sollte es mal überarbeiten und hier vorstellen. Ich schrieb es, bevor ich an Kurzgeschichten Wettbewerben teilnahm, also vor meiner produktiven Periode. Die ist allerdings durch das Frauengedöns in brasilianischen Chaträumen und danach im Second Life abhanden gekommen. Aber dadurch, dass ich meine Verführungskünste auf Sparflamme setze, habe ich vielleicht wieder mehr Zeit und Energie zum schreiben. Vermutlich werde ich einmal die Woche mein überarbeitetes Manuskript in Fortsetzungen in den Blog stellen. Es ist ganz lustig, soweit ich mich erinnern kann. Zurück zu Focus.

Christopher Priest, einer der zur Zeit bekanntesten britischen SF-Autoren, gibt Ratschläge für angehende Autoren. In dieser Folge geht es ums Geld.
Jetse de Vries denkt über Autorenblogs und die Interaktion von Lesern und Autoren im Internet nach.
Paul Raven gibt Autoren Tipps, wie sie ihre Romane im Internet bekannt machen können und Dev Algar meint, schreibe über etwas von dem du keine Ahnung hast. Das läuft konträr zu den meisten Ratschlägen aber er hat Recht, wenn es darum geht, der Phantasie freien Lauf zu lassen.

Focus ist interessant zu lesen und ich halte es für gut, dass die BSFA ihre Magazine nach Zielgruppen aufgeteilt hat.
Phantastisch 33

bringt Interviews mit Wolfgang Hohlbein, Frank Schweizer, Martin Clauß und Oliver Scholl. Habe nie von denen etwas gelesen. Mir reichen meine englischsprachigen SF-Magazine. Es gibt eine Besprechung René Clairs Film "Paris qui dort" von 1923, in dem ein Nachwächter des Eiffelturmes am Morgen ein Paris vorfindet, in dem alle Menschen bewegungslos geworden sind.
Jochen Adam beschreibt Gail Martins Zyklus "Die Chroniken des Beschwörers". Christian Endres stellt dem Leser den Bildroman Shaun Tans "Ein neues Land" vor. Olaf Kemmler frag in seinem Beitrag "Wie viel Science verträgt die Fiction?" Und Heiko Langhans hat eine SF-Anthologie aus dem Jahre 1946 erworben. Die meisten Geschichten stammten aus John W. Campbells "Astounding", das ich jetzt als "Anlalog" beziehe. Horst Illmer schreibt über die Überwindung des Biedermeiers durch die Science Fiction. Es geht dabei um die Romane Kurd Lasswitz, Mathematikers und Dr. der Philosophie, der von 1848 bis 1910 gelebt und neben seiner Tätigkeit als Lehrer eine stattliche Anzahl von Zukunftsromanen schrieb. Fast am Ende dieser Ausgabe sehe ich ein Portrait von Achim Schnurrer über L. Frank Baum, dem Autoren der bekannten Erzählung "The Wonderful Wizard of Oz". Und ganz am Schluss gibt es eine Besprechung des phantastischen Romans "Der verwunschene Zwilling" von Lynn Flewelling.

domenica, aprile 12, 2009



Scientific American, March 2004

Das Magazin lag zuunterst in meinem ungelesenen Stapel. Zum Glück das einzige des Jahres. Einige Beiträge sind sicher überholt, jedoch nicht der kurze über den Grippe-Impfstoff. Einhundert Millionen Eier benötigt man für ein Serum in den U.S.A. Grippeviren werden in Eier injiziert, der Embrio angesteckt, das resultierende Virus geerntet, gesäubert und fuer den neuen Impfstoff benutzt. Nur ist das sogar mit Robothilfe ein langwieriges Verfahren. Forscher meinten damals, das Serum auch mit Hilfe von Zellkulturen entwickeln zu können. Ich habe mal gegoogelt. Es blieb beim alten Verfahren.

Es gibt einen Bericht über den Marsrover Spirit, der sich am 3. Januar 2004 vom Mutterschiff löste, um auf die Oberfläche des Mars niederzugehen.

Dann lese ich einen Bericht über ein 200 Meilen Rennen in der Mojave Wüste, das von Robotfahrzeugen ausgetragen werden sollte und über die Schwierigkeiten, so etwas zustande zu bringen. Das Rennen wurde von der DARPA gesponsert, die eine Million US Dollar als Preisgeld ausgesetzt hatte. DARPA = Defense Advanced Research Project Agency. U.S.-Militärs also. Ich habe nicht herausgefunden, ob 2004 jemand gewonnen hat. In 2007 war es das Team von Stanford.

Weitere Artikel: Defusing the Global Warming Timebomb, es geht dabei um die globale Erwärmung, welche Komponenten dazu beitragen usw.; The Addicted Brain, wie das Gehirn auf Drogen reagiert; The Threat of Silent Earth Quakes. Erdbeben, die nicht vorher rumpeln; The Fairest Vote of All, in dem die gängigen Wahlverfahren optimiert werden.

venerdì, aprile 10, 2009


Fantasy & Science Fiction, Apr/May

Das Magazin erscheint nun zwei-monatlich mit einer erhöhten Seitenzahl. Vermutlich will Gordon Van Gelder Versandgebühren sparen. Wie auch immer, für mich ist es gut, habe ich doch nicht so oft zu lesen dafür 250 Seiten auf einen Schlag. Das ist auch nicht ohne. Diese Ausgabe enthält neun Stories, davon zwei classical Reprints: "The Brave Little Toaster" von Thomas M. Disch sowie Sea Wrack von Edward Jesby. Sea Wrack hat mir besser gefallen, obwohl Jesby es noch nicht wie Disch zu einem Wikipedia Eintrag geschafft hat. Disch hat sich letztes Jahr das Leben genommen. Ungewöhnlich für einen SF-Autoren, so meine ich. Aber er war auch Poet. Das erinnert mich an meine Story "Der Friedhofs-Poet" und damit sind Assoziationen hergestellt. Audrey Ferman hat Dischs Geschichte vorgeschlagen. Sie scheint eine Bibliothekarin zu sein, sagte mir Google, und hat wohl in der Kinderbuchabteilung gesucht. Die Story wurde1981 für den Hugo und den Nebula Award nominiert, 1986 als Kinderbuch herausgebracht und 1987 als Cartoon verfilmt. Es geht darum, dass sich ein alter Hoover-Staubsauger, eine Heizdecke, eine Tischlampe, ein Radiowecker und ein Toaster auf den Weg machen, um ihren Besitzer zu suchen, der sie vor einem Jahr in einer Holzhütte alleingelassen hat. Wie gesagt, eine Story für Kinder.

Edward Jesbys Story "Sea Wrack" stammt aus den sechzigern und handelt von einem Aquaman, der aus dem Ozean kommend in den am Meer liegenden Besitz eines reichen Paares emporsteigt, die Frau verwirrt, die Diener hörig macht und einen der ihn herausfordernden Gäste im Wasser umbringt. Nach seinem Erkundungstrip schwimmt er davon, um das nächste Mal mit seinen Artgenossen wieder aufzutauchen und eine Invastion zu starten.

giovedì, aprile 09, 2009




Samson vs. The Vampirewomen

Das war wohl einer der blödsinnigen Filme des Mysterie Science Theaters 3000. Ein Film aus Mexiko. Ein Ringer mit Silbermaske wird zur Hilfe gerufen, das Kidnappen der Tochter des Professors zu verhindern. Vampirfrauen versuchen ihrem Meister eine Braut zu verschaffen.

Wanderhure

Im letzten Spiegel stand: Das Buch wird verfilmt. Vor ein paar Jahren war Iny Lorentz mit uns auf dem Oldie-Con. Ist zwar kein SF, was sie schreibt, und ich hatte keine Ahnung, dass sie mit ihren historischen Krimischinken Bestsellerautorin ist, als sie mir beim Steak gegenübersaß. Unterwössen, Urquelle des Vurguzz. Wir hatten Bombemwetter in Bayern, deutsche SF-Größen zuhauf, mich eingeschlossen (grins). Bier und Gespräche flossen reichlich und dieses Jahr geht es wieder dorthin. Das Zimmer ist schon bestellt.

mercoledì, aprile 08, 2009


Interzone, March/April 2009
Das Titelbild ist urig, erinnert an eine Zeppelinstation in einer Jule Verne Geschichte, obwohl der natürlich nie Zeppeline in seinen Geschichten hatte.

Bis auf Bruce Sterling las ich nur mir unbekannte Autoren, was ok ist, solange sie gut sind. Zum Beispiel Matthew Kressel. In seiner Story "Saving Diego" geht es um zwei Freunde, die um zwölftausend Lichtjahre auseinander leben. Vor Jahren hatten sie zusammen gekokst und Tabletten an Junkies verkauft, die damit in virtuelle Welten eintauchten, Dinge taten, die im Real Life nicht zulässig waren. Diego war mit Stoff vollgepumpt, als die Polizei auftauchte. Protag Mikal machte sich aus dem Staub und ließ Diego zurück. Nun sah er ihn am anderen Ende der Galaxis wieder. Und wieder war er vollgekokst, diesmal mit einem Stoff seiner Gastwelt. Mikal war Diegos Ruf gefolgt, ihn von seiner Sucht zu befreien.

Er versucht es, in dieser eigenartigen Welt, in der das Zeug, das Diego raucht, von den Bewohnern der Welt nur an religiösen Feiertagen konsumiert wird. Mikal probiert es und fühlt sich eins mit dem Kosmos, der doch nur, wie sich später herausstellt, eine Sonnensysteme verschlingende Identität ist, die Diego als Pet, als Art von Haustier hält, das ihr die Langeweile vertreibt.

Mikals Hilfe zahlt sich aus. Doch je mehr Diego von seiner Sucht befreit wird, desto stärker wird Mikal in sie hineingezogen. Schließlich macht Diego sich auf den Weg zurück zur Erde und läßt Mikal zurück.

Das Setting Bruce Sterlings Story "Black Swan" spielt in Italien, meinem Gastland. Noch genauer, im Café Elena auf der Piazza Vittorio Veneto in Turin.

Luca, ein Technoblogger, wird von Massimo Montaldo mit technischen Daten gefüttert, die aus einem anderen Italien stammen, das die Physik der Parallelwelten erforscht hat. Montaldo ist mit einem Laptop unterwegs, dessen Funktionstasten F1, F2, F3 es ihm erlauben, auf andere Welten zu springen, von denen er einige selbst erzeugt hat. Bekannte Persönlichkeiten haben sich auf diesen Welten unterschiedlich entwickelt. In einem anderen Italien wurde der Schriftsteller Italo Calvino ein bekannter Physiker. Olivetti hielt sich als Chiphersteller und Nikolas Sarkozy wurde ein mafiöser Diktator, der Montaldo umbringen lässt. Luca bleibt nichts anderes übrig, als sich Montaldos Laptop zu schnappen und sich aus dem Staub zu machen. F1, F2, F3.

martedì, aprile 07, 2009

Erdbeben in Mittelitalien.

Das nimmt einen mit und geht nicht spurlos vorűber. So erging es wohl jedem in unserem Dorf. In der Nähe von Ferrara haben wir davon nichts mitbekommen. Gestern las ich von den ersten Toten in Spiegel Online, während die Zeitung nur von einem harmlosen Erdstoß in der Nähe von von Forli berichtete. Doch die Ausgabe von heute war voll erschütternder Fotos. Eine Katastrophe. Schon sind 179 Tote gezählt, die von den Trümmern ihrer Häuser begraben wurden. Und der Counter läuft weiter.

martedì, marzo 31, 2009


Analog, Science Fiction and Fact, May 2009

Es ist das Jahr 2057 und Peter Frondelli, kurz nachdem er seiner Freundin, der Opernsängerin Angee einen Heiratsantrag gemacht hat, erfährt, dass er Glück hat, für das erkrankte Mitglied einer Saturnexpedition einzuspringen. Frondelli bekommt postwendend, nachdem er dies seiner Verlobten erzählte, den Ring mit einem Abschiedsbrief zurück. Er begibt sich auf das Schiff und lässt sich, um nicht an seine Ex-Verlobte denken zu müssen, in Stasis versetzen. Bei den Saturnmonden erwacht er. Eine Meldung wartet auf ihn, dass seine Ex ihn nach wie vor liebt und durch ihre vermeintliche Trennung es ihm hatte erleichtern wollen sich auf die von ihm heissgeliebte Expedition zu begeben.

Auf dem Schiff lernt er eine Frau kennen, die sexuell nachholen will, was sie in ihrer Stasis versäumt hatte. Frondelli lehnt ab, was dazu führt, dass er nicht zur Mannschaft gehört, die einen der Saturnmonde untersucht. Stattdessen fliegt Frondelli die Raumfähre mit einem Kameraden und etwas klatscht im luftleeren Raum gegen ihre Kabine und setzt sich auf der Außenhaut der Fähre fest.

So haben die beiden im Gegensatz zur Expedition des Saturnmondes die eigentliche sensationelle Entdeckung einer sich im All fortbewegenden lebenden Einheit gemacht, deren Flügel als Sonnensegel benutzt werden. Damit haben wir auch in dieser Analog Geschichte wieder den technischen Aspekt. Weiterhin erfahren wir, dass auch Angee ihre Opernkarriere aufgegeben hat, sich in Stasis versetzen läßt, um mit Frondelli einen Altersgleichstand zu haben. Wäre doch nicht gut gewesen, wenn er bei seiner Rückkehr einer alten Frau den Verlobungsring über den Finger hätte streifen müssen.

venerdì, marzo 27, 2009


Asimov’s Science Fiction, April/May 2009

Brian Stableford läßt mit “The Great Armada“ eine Geschichte vom Stapel, die eine Art Kreuzung zwischen Jules Verne und H.G. Wells Geschichten ist. Man steigt auch nicht sofort dahinter, um was es eigentlich geht. Wird doch vorausgesetzt, dass man Stablefords Stories von 2006 und 2007 gelesen und den Inhalt behalten hat.

Es geht um die drohende Armada der Seleniten, von Mondbewohnern, um das Fleshcore, die Zentrale eines interstellaren Zusammenschlusses interstellarer Nationen, die im Mittelpunkt der Galaxis angesiedelt ist, um intelligente Spinnen und um die Shadows, die um das schwarze Loch im Zentrum der Galaxis kreisen und die höchste Entwicklungsstufe darstellen, die sie befähigen, Sir Francis Bacon, der uns aus der englischen Geschichte geläufig sein sollte, den Angriff der
Seleniten auf die Erde abwehren zu lassen.

Eine andere lange Story ist „The Spires of Denon“ von Kristine Kathryn Rusch. Eine Geschichte, die űber fünfzig Seiten dahinplätschert. Mit anderen Worten, es passiert nicht viel. Ein Sicherheitsfachmann wird mit seiner Crew angeheuert, eine Archäologengruppe auf einem Planeten zu schűtzen, die in einer Stadt nach Artifakten einer alten Zivilisation sucht. Nun, die Chefin der Gruppe hat in unterirdischen Höhlen einige von ihnen sichergestellt, um sie, wie sich später herausstellt zu verkaufen. Zwei Regierungsbeauftragte sind hinter ihr her. Das wars im Grunde schon. Und das űber 50 Seiten. Ist das keine Leistung?

martedì, marzo 24, 2009

Ein neuer Besuch bei Ray Kurzweil

Wer kennt ihn nicht? Wohl die meisten , aber wenn man sich für SF interessiert und mit der näheren Zukunft beschäftigt, stößt man auf seinen Namen. Vor Jahren habe ich sein Buch ´The Age of Spiritual Machines´gekauft und gelesen. Auf mehreren Seiten skizziert er eine Zeitlinie beginnend mit der Geburt des Universums bis zu dem Zeitpunkt in dem eine Kombination von Mensch und Computer über dessen Schicksal spekuliert.

Kurzweil wurde fünfzehnmal mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Er ist also nicht nur ein gepflegter Spinner (aber auch, hehe), sondern hat durch seine Erfindungen wie die Lesemaschine für Blinde einen Beitrag für unsere menschliche Gesellschaft geleistet.
Dass er sich später seinen Kopf einfrieren lassen wird, weil die Unzahl von Vitaminen und Ergänzungsstoffen, die er täglich zu sich nimmt, ihm es wohl doch nicht erlauben, die prognostizierte Zeit zu erreichen, in der man das Bewußtsein auf eine Festplatte laden kann, zeugt davon, dass er an eine Zukunft glaubt, in der Menschen und Computer miteinander verschmelzen.

Hier ein Video, in der er sein neuestes Buch ´The Singularity is near´ erläutert.
Ich stieß wieder auf Kurzweil in der letzten Ausgabe der Business Week, die sich in ihrem Artikel ´The School of Future knocks´ mit der Singularity University beschäftigt, die im NASA Ames Research Center in Mountain View, Calif untergebracht ist. Das Unternehmen Google, das seine Finger überall dort hat, wo die Zukunft gestaltet werden kann, ist einer der Hauptsponsoren. Das Institut hat sich vorgenommen, Studenten und Manager mit disruptiven Technologien vertraut zu machen, welche konservative Verfahren und Prozeduren ablösen könnten.
Im Grunde geht es darum, Trends frühzeitig aufzuspüren und zu handeln, bevor es die Mitwettbewerber machen.

lunedì, marzo 23, 2009

Stephen Wolfram,

dessen Computerprogram Mathematica weltweite Popularität erlangt hat, schrieb doch diesen Wälzer „A new kind of Science“, in dem er alle Prozesse in der Natur auf mathematische Gleichungen zurückführt.

Im letzten „Der Spiegel“ sah ich, dass er nun an einer Suchmaschine arbeitet, WolframAlpha, die im Mai fertiggestellt sein soll. Diese soll nicht nur Webseiten zeigen, sondern auch Antworten auf Fragen liefern.

lunedì, marzo 16, 2009



Fantasy & Science Fiction, March 2009

Editor Gordon van Gelder stellt die Erscheinungsweise auf 2 monatlich um. Das Magazin ist 60 Jahre alt. Nicht, dass es uns jetzt wegstirbt. Alle 2 Monate passt mir jedoch, denn heute waren schon wieder Analog und Asimov´s in der Post.

Die beste Story dieser Ausgabe war ´That hell-bound Train´von Robert Bloch. Sie bekam 1959 den Hugo. William Tenn, der kurz Editor dieses Magazins war und auch schon 87 Jahre auf dem Buckel hat, suchte diese Geschichte für F&SF aus. Tenn war SF-Autor während Bloch, der 1994 starb, dem Horror frönte. Sein populärstes Buch war das verfilmte ´Psycho´.

Was die Story anbelangt, geht es um einen Hobo, der Eisenbahnen liebte. Eines Tages kommt ein Zug vorbei, der neben ihm anhält. Lokomotivführer ist der Teufel, der mit ihm einen Pakt abschließt. Alles weitere hier: http://en.wikipedia.org/wiki/That_Hell-Bound_Train

mercoledì, marzo 11, 2009

Arbeitslose U.S.-Amerikaner leben in Zeltstädten

Ich sehe mir hin und wieder portugiesisches Internetfernsehen an, um mich in die Sprache einzuhőren. Heute brachten sie u.a. ein Video aus Kalifornien, aus dem hervorging, dass Familien, ohne Haus und Arbeit in Zeltstädte ziehen. Beeindruckend.
Analog Science Fiction and Fact, April 2009

Gunfight on Far-Side ist eine abenteuerliche Story. Eine Frau, die sich später als Steuerfahnder outet, besucht einen alten Mann der auf der erdabgewandten Seite des Mondes lebt. Malcolm Bell war der Held eines Shoot-outs der fatal an den Gunfight at the O.K. Corral erinnert, in dem Wyatt Earp die Clanton Familie umgenietet hatte. Auf dem Mond war es nur ein gehirngeschädigter Mann, der es auf Bell absah. Nun Bell gewann den Kampf und erzählte der Frau, dass sich ein extraterrestrisches Paar auf der Far-Side eingerichtet hatte. Am Schluss vergisst die Frau ihre Steuerfahnung und schlieβt sich der Gruppe an, die auf einer anderen Welt mit den Aliens zusammenlebt. Sicher hirnrissig und weithergeholt. Nur, naheliegende Themen scheinen erschőpft zu sein.

Ich sitze mit meinem lahmen Laptop auf der Terrasse

und schon weicht die Sonne dicken Wolken.
Habe gerade ein Account bei Twitter eröffnet. Scheint der neueste Schrei zu sein. What are you doing right now? Idiotisch in meinen Augen, aber was weiß ich schon. Dabei sein ist alles, lol. Ich werde zwei Mal am Tag da rein sehen. Inzwischen gibt es bei dem Verlag Wiley das Buch ´Twitter Power´. How to dominate the market one tweet at the time. Vielleicht kann ich dort Reklame für unseren BDSM-Club in Second Life machen, wo alles Möglich wird, so gar das Gegenteil.

Es war früher einfacher, Trends vorauszusehen. Wozu wird Twitter einmal gut sein und nun, das was in der letzten Business Week steht. THE NEXT NET. Unternehmen werden bald wissen, wo sich ihre Kunden zu jeder Zeit aufhalten. Toll. Und zwar anhand ihrer Telefone, die deren Standorte verraten werden. In den U.S.A gibt es bereits Unternehmen, die Daten dieser Art sammeln und an Abnehmer schicken. Data Mining besonderer Art. Das geht so: Citysense sammelt in San Francisco Abonnenten, die ein Programm auf ihre Handys laden und sich einverstanden erklären, aufgespürt und einem Stamm zugeordnet zu werden. Nachteulen zum Beispiel. So kann eine Nachteule anhand eines Stadplanes auf dem Handy sehen, in welcher Bar die meisten Nachteulen sind. Das kann ausgeweitet werden. Stellen wir uns vor, wir seien alle registriert und in Gruppen eingeteilt. Wir sind alle aufspürbar. In welchen Laden gehen wir, welche Kinos besuchen wir usw. Machen die Leute da mit? Ist fraglich zu diesem Zeitpunkt. Aber soziale Netzwerke desensibilisieren Menschen, die immer mehr bereit sind, ihre Intimsphäre offenzulegen.

Was ist mit mir? Ich bin meistens zu Hause.

venerdì, marzo 06, 2009

Asimov’s Science Fiction, March 2009

Harry Turtledove, ist für seine Alternative Worlds Romane und Stories bekannt. Ich weiß nicht, ob ´Getting Real´ in einer alternativen Welt zuhause ist oder ein ein Abbild unserer nahen Zukunft sein wird. Anlagen zur letzteren sind vorhanden: Die Pleite der U.S.A., wenn China seine monetären Reserven abzieht, was einen kurzen Krieg auslöst, den die U.S.A. nicht gewinnen kann. Sie hat Reparationen zu leisten und eine vorgelagerte Inselkette an die Chinesen abzutreten.

Inzwischen ist China den U.S.A. technologisch um 50 Jahre voraus. Der Beweis sind Avatars, menschengleiche künstliche Gestalten, die verunsicherten amerikanischen Bürgern ´Getting Real´ Kartonschnipsel geben, die diese sich auf die Schläfe drücken und damit in eine virtuelle Welt eintrauchen, in der sie fulminante und sexuelle Abenteuer erleben. Sei es als Anfűhrer einer Wikingerhorde, als Rock n´ Rollstar oder eine andere Traumfigur.

Die amerikanische Regierung geht dagegen mit F27 Jägern an, welche die Luftwaffe zur Inselkette schickt, während die Marine ein Spezialschiff auf die Reise bringt. Die Flieger kehren jedoch zurück und krachen auf die Häuser von Los Angeles während das Schiff versinkt. Und als die Kuppel des Geodomes über Los Angeles zusammenstürzt, vermögen auch Panzer des Heeres gegen der Übermacht der Avatars nichts auszurichten. Je länger die Kriegsversuche der U.S.A. andauern, je härter werden die Sanktionen, mit denen letztendlich die U.S.A. in die Knie gezwungen werden.

Nun, so frage ich mich, ist das eine alternative Welt oder ein Blick auf unsere Zukunft? In meiner Zeitung lese ich, daß General Motors am Abgrund einer Pleite steht. Diese Zukunft hat begonnen.

giovedì, marzo 05, 2009

CVS Dispensing Drugs and Health Reform, Business Week, Febr. 23, 2009

In diesem Beitrag geht es um die US-Apothekenkette CVS, die aus New England Drugstores hervorgegangen, sich zum einem Umsatzbringer von 76 Milliarden US Dollar entwickelt hat. Es geht aber auch um das abartige Gesundheitssystem, in dem um die 40 % der US-Amerikaner nicht versichert sind. CVS plant einen Beitrag fűr die Volksgesundheit zu leisten, in dem es mehr Geld macht. Doch dazu später mehr.

Der Ist-Zustand zeigt Absonderlichkeiten. Wenn ich, als ich in den U.S.A. lebte, ein Rezept einlősen wollte, fuhr ich zu einem Drugstore, in den eine Apotheke integriert war. Der Drugstore enthielt Dinge täglichen Bedarfs wie Papierteller, Zahnpasta, Servietten, Postkarten, und OTC-Medikamente (OTC = Over the Counter )wie Aspirin, Ibuprofen, Abfűhrmittel, Vitamine usw. Dann gab es die Apothekentheke (g) mit dem Drop-Off (Abgabe) und dem Pick-Up (Abhol) Schalter. Am Drop-Off Schalter hinterlegt man das Rezept und die weiβbekittelte Angestellte erzählt einem, dass man in einer halben Stunde aufgerufen wird. Dann legt sie das Rezept zur Seite. Während ich mir in der halben Stunde űberlege, was ich in der halben Stunde machen kőnnte, wird irgendwann eine orangfarbene Rőhre mit 30 Pillen abgefűllt, ein Etikett und ein Beipackzettel gedruckt, das Etikett auf die Rőhre geklebt. Irgendwann hőrt man űber einen Lautsprecher seinen Namen, geht zum Pick-Up Schalter, bekommt das Päckchen und wird um die 30 Dollar los, wenn man versichert ist, wie ich es war. Sonst kostet es wohl noch mehr. – Die Medikamente sind nicht abgepackt, sondern befinden sich in Schűttelbehältern mit Pillenzählern. Es entstehen Packfehler. Aus 125 mg werden 375, aus Xyrobon wird Boroxyn und aus einem Kranken wird ein Toter. Das einzig Positive ist die Refill-Prozedur. Wenn die Pillen aufgebraucht sind, ruft man eine Nummer an, spricht Namen, Medikament auf einen Anrufbeantworter, und man kann das Medikament in einer halben Stunde abholen. Der Arztbesuch wird eingespart.

Wieder zum Artikel zurűck: Was will CVS? Geld machen mit einem Beitrag zur Gesundheit. Die Apotheke hat vor, aufgrund seiner Kundendaten die Patienten anzurufen und zu erinnern, wenn ihre Pillen aufgebraucht sind. Das ist ähnlich, wenn ein Autohändler anruft und an die fällige Inspektion erinnert. Fűr Patienten wie fűr Autos von Vorteil. In Italien machen es weder Apotheken noch Autohändler. Zu blőd oder ignorant? In den U.S.A. machen es die Autohändler. Die CVS sieht einen Nachholbedarf beim Management von chronischen Krankheiten und der Vereinfachung von Prozeduren, die man sich schon lange hätte einfallen lassen kőnnen.

domenica, marzo 01, 2009

Scientific American, February 2009

Über die ´Nackte Singularität´aus dieser Ausgabe hatte ich etwas geschrieben. Nun der Rest an Beiträgen:

Nanomedicine targets Cancer. Wenn ich mir ansehe, in welchem Schneckentempo Fortschritte in der Krebsbekämpfung erzielt werden, wird das Thema dieses Beitrages wohl erst im nächsten Jahrhundert relevant. Es geht um einen Systemansatz, in dem der Körper eines Lebewesens als ein komplexes Netzwerk molekularer Interaktionen angesehen wird. Extrem miniaturisierte Geräte könnten durch Messungen Systemfehler aufspüren und Gegenmaßnahmen einleiten. Als erstes werden die Daten des Genetischen Codes in einem Computermodell abgelegt. Wenn Nanosonden Abweichungen davon feststellen, wird gegengesteuert. Einfach, nicht wahr? (K. grinst):

In ´The Origin of Land under the Sea´ wird berichtet, wie Lava durch poröse Gesteinsschichten nach oben sickert und sich auf dem Meeresboden ablagert.

Und nun etwas für uns SF-Guys: ´New Dawn for Electric Rockets´. Es geht um die Technik von elektrischen Raketen. 1903 begann es mit Konstantin E. Tsiolkovsky, der die Raketengleichung aufstellte, die noch immer benutzt und zur Schätzung des Treibstoffverbrauches herangezogen wird.
Einige andere Namen: Robert H. Goddard (1906), Ernst Stuhlinger (1954), Adriano Ducati (1962). Für weite Strecken sind Plasma- und Ionenraketen am besten geeignet. Sie besitzen nicht die Anfangsgeschwindigkeit chemischer Raketen, können ihren Antrieb jedoch aus Solarzellen speisen, während der chemische Treibstoff längst aufgebraucht ist.

Sculpting the Brain. Die Struktur des cerebralen Kortex ist Gegenstand dieses Artikels. Der Natur ist es gelungen, die Oberfläche eines Gehirns höherentwickelter Lebewesen zu vergrößern. Auf das Gehirn eines Fötus wirken mechanische Kräfte ein, wenn Neuronen ihre Verbindungen zu den Nachbarn herstellen. Die Axonen spannen und ziehen einen Teil der Gehirnoberfläche mit sich, so daß diese hügelig wird Wo es bei diesen Prozessen zu Störungen kommt, entstehen Schizophrenie, oder Autismus. Was nach wie vor unmöglich ist: Anhand eines Kortex herauszufinden, ob das Hirn einem Mőrder oder einem Genie gehört.

venerdì, febbraio 27, 2009

Interzone, Science Fiction and Fantasy, February 2009

Ich schrieb schon mehrere Male: Stories in Interzone, dem britischen SF-Magazin, das nun schon 220 Ausgaben herausgebraucht hat, passen nicht recht in die glatte SF-Story Landschaft. Sie sind bizarrer. Wie ‚Sinner, Baker, Fabulist, Priest; Red Mask, Black Mask, Gentleman, Beast’ von Eugie Foster.

Űber die Bűrger des Landes wacht eine maskierte Kőnigin. Masken tragen sie alle in diesem Land.
Die Wohnung des Bűrgers besteht aus einem Schlafraum, einer Kűche und einem Maskenzimmer. Jeden Morgen stűlpt er eine Maske űber. Metallen maskierte Gendarmen wachen darűber. Dotterblume steht fűr Mord, Blau fűr junge Frauen, Schwarz fűr Sex, Orange fűr Agonie, der Jaspis fűrs Kokettieren, Weiβ fűr Gehorsam, Rot fűr Offenbarung, Diamanten fűr den Tod.

Der Protagonist lässt den Leser daran teilhaben, was ihm beim Tragen der unterschiedlichen Masken zustőβt. Er wird von der Dienerin seiner Geliebten entfűhrt, indem sie ihm eine Gehorsamsmaske aufsetzt. Sie begeben sich unter die Halle der Maskenmachergilde. In einem Raum ist eine diamantene Maske ausgestellt, die der Kőnigin gehőrt. Als er gezwungen wird, sich die Maske aufzusetzen erfährt er, dass die Wissenschaftler der Kőnigin auf ihr Geheiβ diese Masken entwickelten, die Bűrger abzulenken, indem sie die in den Masken einprogrammierten Szenarien erlebten, um sie von Mord und Totschlag und anderen kriminellen Aktivitäten abzuhalten. Das einzige, was in diesem Land kriminell ist, wenn tagsűber keine Maske getragen wird. Der Protag muss miterleben, wie die Frau, die ihm die Augen geőffnet hat, von einem Gendarmen getőtet wird und er beschlieβt Chaos in das System zu bringen.

Am Anfang kam ich mit dieser Story nicht klar. Nun ist es fűr mich die beste dieser Ausgabe.

domenica, febbraio 22, 2009

Fantasy & Science Fiction, February

Shadow of the Valley von Fred Chappell war gut zu lesen. Es geht um Shadows, Schatten also, die in Chappells Geschichten ein unentbehrlicher Bestandteil des Menschen sind. In dieser nun geht es um den Lehrling eines Schattenhändlers, der von seinem Meister beauftragt wurde, in einem entlegenen Tal seltene Pflanzen auszugraben und heimzubringen. Pflanzen, fűr die eine starke Nachfrage herrscht. Der Platz ist tődlich, Menschen, die in das Tal gekommen waren, hatten ihre Schatten verloren und verendeten.

Der Protag, der sich Stalwart nennt, stellt eine Truppe aus Wrackpiraten zusammen, die das Geld lockt und sie machen sich auf den Weg. Sie gehen des Nachts, um so wenig Schatten wie nur mőglich zu werfen und haben Műhe bis zum Morgenanbruch mit ihren gesammelten Pflanzen aus dem Tal herauszukommen. Als der Tag heranbricht und die Gruppe das Tal noch nicht verlassen hat, rűcken sie zusammen, so dass nur ein undefinierbarer Schatten exisitiert, der schwerer zu zerstőren ist. Einer der Gruppe verliert jedoch die Nerven und lőst sich von ihr. Ihn trifft das Schicksal.

Eine andere gute Geschichte, von Kristine Kathryn Rusch als die beste der letzten vergangenen Jahre angesehen ist Jack Cady’s ‚The Night we buried Road Dog’.

Hier geht es um das spärlich besiedelte Montana in den U.S.A., um die einsamen Autobahnen und die Autos, die dann doch darűber hinweg jagen. Jesse, baut einen Autofriedhof, der immer mehr Autos aufnimmt. Jesse jagd űber Autobahnen, um den Road Dog zu jagen, der auf Toilettenwände seine Sprűche kritzelt. Jesse, so stellt sich heraus, ist die Road Dog, wenn er nicht Jesse ist.

Die Story wurde 1993 mit dem Nebula Award ausgezeichnet. Die Beschreibung der Landschaft und ihrer Leute kommt gut rűber. Die Story ist lang, spannend und mysteriős.

lunedì, febbraio 16, 2009


Business Week, February 9, 2009

Englischkundigen empfehle ich Amer Bhidés Artikel zu lesen, der sich damit beschäftigt, wieso Banker in der Lage waren, die Krise zu produzieren, in der wir zur Zeit leben. Erzählt wird von John Maynard Keynes und Frank Knight der Dreiβiger, dem Verlauf der Ökonomie und dem Schlamassel von heute. Bhidé hat das einfache Rezept parat, dass Banken sich wieder auf ihre eigentliche Tätigkeit beschränken, Einlagen zu verzinsen und Kredite zu vergeben.


Analog Science Fiction and Fact, March 2009

Das Interessante an Analog sind die technisch wissenschaftlichen Ideen der Stories. Zum Beispiel „Lifespeed“ von Carl Frederick. Robert, der Protag, ein Chemiker und ehrgeiziger Fechter tritt gegen Lars an, der fűr seine auβerordentliche Schnelligkeit bekannt ist, und er verliert. Lars erzählt ihm, dass ihn das Leben langweile. Die anderen Menschen seien zu langsam in ihrer Reaktion, es sei, als ob er in seiner persőnlichen Zeit mehr erledigen kőnne.
Robert stiehlt Lars Handtuch und analysiert Lars’ Schweiβ. Er findet erhőhte Konzentrationen von
Norepinephrin, Dopamin, und 5-Hydroxytryptamine. Damit ist alles klar J. Das konnte ja nicht gutgehen. Besonders, als Robert sich diese Neurotransmitter einspritzt, um schneller zu werden, da er beim nächsten Ausscheidungskampf gewinnen mőchte. Diese Art von Doping ist nicht rűckgängig zu machen, so beginnt auch fűr Robert die Langeweile.

Wenn es um Teile eines Buches geht, wie bei Robert J. Sawyers „Wake“, beginnt auch die Langeweile fűr den Leser. Ich schrieb, glaube ich, schon einmal darűber. Caitlin, ein blindes Mädchen aus Texas, wird von einem japanischen Neurochirurgen ausersehen, sein Eye-Pod zu tragen, ein Implantat, das dem Gehirn die Signale der Natur so verändert, dass es sie sehen kann. Dieses Implantat kann Webseiten interpretieren und Caitlin stellt im Laufe der Zeit fest, dass sich im Web ein Bewusstsein entwickelt. Caitlin, die nichts davon erzählt, beginnt, dem Web-Bewusstsein die Welt zu erklären.

Wer wissen will, wie sie das macht, sollte dieses Buch lesen. Nur, will das jemand?

sabato, febbraio 07, 2009

Asimov’s Science Fiction, February 2009

Hin und wieder bringen Autoren Stories, die ein Teil ihres Romanes sind, an dem sie gerade arbeiten. Wie Judith Berman zum Beispiel, deren Story ‚Pelago’ dem Roman ‚Invisible House’ entnommen wurde.

Was zuerst als Nachteil angesehen wird, gibt der Geschichte später ihren Charme. Das verkorkste English, in dem die Besatzungsmitglieder eines Schiffes kommunizieren, mit dem sie nach Pentagon fliegen, um den Repairman zu suchen. Der Schiffsbesitzer braucht den Mann, um defekte Tűren zu reparieren, die es dem Schiff ermőglichen, durch den Raum zu springen. Chiyela lieβ sich vom Captain des Schiffes anheuern, obwohl sie wusste, dass er fűr den Tod ihrer Familie verantwortlich war. Sie tauchen in den Ozean der kűnstlichen Welt von Pelago, um den Repairman zu suchen, der sich jedoch aus dem Staub macht. Am Ende der Story hat Chiyela den Tod ihrer Familie nicht rächen kőnnen und ist in der Achtung des Captains gestiegen, da sie es war, die durch ihre Reinheit die Passagen in Pelago hatte őffnen kőnnen.

Die Geschichte war schwierig zu verstehen, da der Autor die Charaktere nicht nur in der verkorksten Sprache hatte reden lassen, sondern alles daran setzte, auch die Objekte des Settings mit fremden Ausdrűcken zu befrachten. Doch die Glaubwűrdigkeit der Story hat darunter nicht gelitten.

giovedì, febbraio 05, 2009


Scientific American 2/2009

Naked Singularity

Ich habe die letzte ´Scientific American´ erwischt, obwohl ich noch ganze Jahrgänge zu lesen habe. Dieser Artikel ist es wert erwähnt zu werden. Pankaj S. Joshi versteht es anschaulich zu machen, wann und wie schwarze Löcher entstehen. Nämlich dann, wenn einem Stern, weit gigantischer als unsere Sonne, der Treibstoff ausgeht und in sich zusammenfällt, dass aus einem Durchmesser von mehreren Millionen Kilometer etwas kleineres als ein i punkt und damit eine Singularität entsteht. Schwarze Löcher bestehen aus dieser und aus einem Ereignishorizont, der Aussenstehenden verwehrt, was mit der Singularität geschieht.
Doch nun postulieren Physiker, dass es nackte Singularitäten gibt, jenen, in denen der Ereignishorizont feht, die es den Wissenschaftlern ermöglichen sollten, Prozesse zu ergründen, die in den Singularitäten entstehen. Es werden Quantenprozesse vermutet, denen mikroskopisch kleine Objekte ausgesetzt sind, und deren Effekte unvorherbar sind, da niemand weiss, was dort passiert und die herkömmlichen physikalischen Gesetze ausser Kraft gesetzt sind. Nackte Singularitäten, die von einem außenstehenden Beobachter eingesehen werden können, helfen daher weiter diese Quantenprozesse zu verstehen.

domenica, febbraio 01, 2009


Andromeda Nachrichten 224

Mit ‘UFOs űber Eberstadt’ beschreibt Jűrgen Lautner die Spacedays 2008, in denen Modelle, die sich auf SF-Filme, Fernsehserien oder Bűcher beziehen, ausgestellt und prämiert wurden.

Dann geht es weiter. Lautner berichtet űber den Buchmesse Con in Dreieich, in denen Verlage der Unterhaltungsliteratur ihre Horror- und Fantasyromane ausgestellt hatten. Ich nehme an, die muss man nicht unbedingt gelesen haben.

Hőr- und andere Bűcher werden besprochen, Hefte, Filme und Verlagsprogramme fűr dieses Jahr vorgestellt, dann Computerspiele. Der Raumschinken ‚Raumschiff Orion’ von Anno dunnemals wird vorgestellt. Eine der wenigen deutschen SF-Serien. Damals haben die Leute riskiert, heute sehen sie auf die Aktienkurse. Es gibt etwas űber Perry Rhodan, dann einen Wissenschaftsbeitrag űber die indische Mondsonde Chandrayaan-1 und anderes.

Die Ausgabe ist handwerklich gut gemacht. Sie kőnnte ein paar Artikel enthalten, die den Geist stimulieren. Ja nun, Modellbauer sind keine Feuilletonisten sondern Bastler. Mir fehlen spritzige Artikel. SFCDler kommen mir vor wie Maulwűrfe, die das Tageslicht sehr selten sehen.