Coversong Roads

martedì, aprile 30, 2013



Asimov´s Science Fiction, June 2013

„Precious Mental“. Robert Reed ist der Dr. Mabuse der SF. Er schreibt und schreibt und schreibt. Zuerst las ich ihn in „Fantasy & SF“. Jetzt lese ich ihn auch in „Asimov´s“. Wer weiß, wo er sonst noch auftaucht. Auf der anderen Seite: Je mehr man schreibt, desto besser wird man ja. Wenigstens was Romane und Geschichten betrifft. Und wer will sich nicht verbessern. Wohl doch eine ganze Menge Leute, denen das egal ist. Reed gehört auch zu denen, die ihre Geschichten in ein Buch einarbeiten. Seine zusammengebastelte Welt ist ein riesiges, von einer unbekannten Rasse konstruiertes Raumschiff, das durch das Universum geistert und Individuen aller Rassen gratis oder gegen Bezahlung mitreisen läßt. Dafür sorgen auf dem Schiff geschulte Kapitänsgenerationen. Pamir ist einer der Trittbrettfahrer. Er brachte es bis zum Kapitän, wurde aber wegen einer bizarren Liebesgeschichte gefeuert und tauchte im Schiff unter.

Reed mixt Multiverse, Quantenmechanik, Unsterblichkeit, Regeneration in die Story. Pamir nimmt die Identität eines durch Strahlung Sterbenden an und taucht als Triebwerksexperte wieder auf. Dann wird er von Menschen entführt. Auftraggeber ist ein Kejjas, der sich Tailor nennt und schon Millionen von Jahren auf dem Buckel hat. Er gehört einer Rasse an, die über Schiffe mit Pulsantrieb verfügte, mit denen sie aufgebrochen war, um Wesen aufzuspüren, von denen sie meinte, dass sie die Herren der Galaxis seien. Pamir soll ein von Tailor gefundenes Kejjas-Schiff auf Vordermann bringen. Tailor will damit nach seinen verschollenen Brüdern suchen.

Sie finden nichts. Pamir reißt das Kommando des Kejjas-Schiffes an sich und findet den Weg zurück zum Riesenschiff.

Fazit: Reed bringt in die Story so viele Techniken ein, dass bis auf Ausnahmen auch von Explosionen zerfetzte Menschen, in Autoklaven, so einer Art Stargate Särgen, wieder zusammengesetzt werden können. Die Handlung der Story zieht sich über hunderte von Jahren hin. Na, dafür ist sie doch relativ kurz, lol.

Einen Satz fand ich ganz gut. Dem Sinn nach: „Aus Langerweile begann sie etwas über Antriebe zu lernen.“ Das hätte ich auch machen sollen. Man langweilt sich doch oft als junger Mensch und gammelt durch die Gegend. Was hätte ich in der Zeit alles lernen können. Im fortgeschrittenen Alter geht es öft wieder weiter. Wenn ich mir die Schnarchnasen ansehe, die den Nachmittag vor der Bar sitzen.....


lunedì, aprile 29, 2013


Analog Science Fiction and Fact, June 2013

 
enthält den dritten Teil des Vierteilers „Dark Secret“ von Edward M. Lerner. Da wird sicher ein Buch draus. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet. Für eine Kurzgeschichte wäre das ungewöhnlich. Einmal aus der des Ingenieur Blake, der mit seiner Frau Rikki und einigen Auserwählten einen von der Künstlichen Intelligenz des Raumschiffs entdeckten Planeten anfliegt

und sich dort mit 1200 oder waren es 12000 Embryonen ansiedelt, da vorauszusehen ist, dass zwei Neutronensterne kollidieren und ein daraus hervorgehender Gamma Ray Burst alles Leben im Sonnensystem vernichten wird. Der Leser lernt die Mannschaft näher kennen. Die Schiffspsychologin Li, die für den harmonischen Umgang der Mannschaft zuständig ist, hat ihre eigenen Vorstellungen und fällt der Delusion of Grandeur zum Opfer. Mit anderen Worten, sie versucht sich als Herrscherin über 6 Menschen und denen, die aus Embryos hervorgehen sollen, zu profilieren. Sie versucht mit Carlos, dem Nanotechniker, eine Front gegenüber dem Rest der Besatzung zu bilden. Sie hat vor, für Carlos, für sich und alle Kinder einen Herrschaftsbereich zu errichten, dem die anderen zuliefern sollen.

Lis Tick soll von ihrer Mutter herrühren, die als Politikerin auf der Erde Erfolg hatte und die Tochter dominierte. Ist das glaubhaft? Hätte sie ihre Absicht so unter Verschluß halten können, bis sie auf dem Planeten gelandet sind? Wer testet eigentlich Psychologen?
 

Ich fand dann die Geschichte „Out in the Dark“ von Linda Nagata gut. Es ist ja angedacht, und das geht aus sporadischen Pressemitteilungen hervor, dass sich einige phantasievolle Unternehmen vorstellen, Raumschiffe in den Asteroidengürtel zu senden, um dort nach Bodenschätzen zu suchen. Ich könnte mir das für Seltene Erden vorstellen.

In der Geschichte nun kommt ein Prospektor aus dem Gürtel zurück, in dem er neben Mineralien auch seine Frau gefunden hat. „Zurück“ heißt hier Sato Raumstation. Protag der Story ist nicht der Schürfer, sondern ein Beamter der Commonwealth Polizei, dessen Faksimile auf die Raumstation gesandt worden war, um die Beiden in Augenschein zu nehmen. Der Frau aus dem Asteroidengürtel, auf der Station nicht registriert, wird eine legale Existenz zugesprochen. Officer Pana, der Polizist der Raumstation, geleitet sie durch den bürokratischen Dschungel. Zeke Cloy, Faksimile und Polizist erhält seine Inkarnation durch die Künstliche Intelligenz der Station und nimmt seine Arbeit auf.

Kurz und gut: Er checkt das Vorgehen des zuständigen Polizisten und verhört die Frau. Heraus kam, dass diese vor zig Jahren mit einem Prospektorenschiff in den Asteroidengürtel geflogen war, dort eine Havarie erlitt und sich in Stasis hatte versetzen lassen, in der sie die Jahre überlebt hatte. Sie wurde von ihrem jetzigen Mann gefunden, wiederbelebt und flog mit ihm unter einem anderen Namen zur Station. Sie änderte ihren Namen, um ihrem Backup auf dem Mars ein sorgenfreies Leben mit ihren Kindern zu ermöglichen. Cloy war sich mit Officer Pana einig, den Vorgang zu den Akten zu legen.

Also ganz einfach. Hätte der Protag auch gleich drauf kommen können, lol.

domenica, aprile 28, 2013


So, bin wieder zurück

Hatte etwas in Hamburg zu erledigen und ich war hin und hergerissen zwischen fliegen und fahren.

War gut, dass ich mich fürs fahren entschieden hatte. So konnte ich locker noch einen Verwandtenbesuch in Bremen machen.
 
 
 
 
Und ich hatte Gelegenheit, meinen Astra mal hoch zu boosten. Ist ja doch etwas anderes als mit 70 auf Landstraßen herum zu zuckeln. Bei den Baustellen gab es ein paar kitzlige Situationen, aber der Wagen zischt aus dem Gefahrenbereich ab wie eine Rakete, wenn es denn sein muss. Und auch bei Regen fährt er souverän schnell. Wenn Wilson Picket durch den Wagen dröhnte, fühlte ich mich high. Mit meinem Pickup kam ich ja nicht schneller als 130 km/h. Mit diesem hier jedoch. Wenn mir keine Baustellen und Brummis im Weg standen. Und der Opel ist besser für einen gerontologischen Test geeignet. Fazit: Es geht noch.



sabato, aprile 20, 2013



Albedo 43

Das irische Magazin kommt immer heraus, wenn es gerade mal Lust darauf hat, und enthält Geschichten einiger Autoren, die wohl gerade einen PubCrawl in Dublin hinter sich gebracht haben. Mit dem Geld, das sie für ihre Geschichten bekamen. Immerhin, denn mir ist das noch nie passiert, obwohl ich vor Jahren ein paar Stories in Small-Press Anthologien unterbringen konnte..

Toll ist es natürlich auch bei „Albedo“ nicht. Für 1000 Wörter gibt es nun 6 Euro anstatt der Hälfte. Da schreibe ich doch lieber einen Beststeller, lol. Und maximal zahlt „Albedo“ für 8000 Wörter. Für darüber hinausgehende wird nichts mehr bezahlt.

Bevor es mit Geschichten losgeht, werden Ergebnisse einer Umfrage präsentiert, die Auskunft darüber geben sollen, welche Themen für Autoren dieser Tage relevant sind. Einige dieser Punkte:

Schreiben, schreiben; E-Books; Marketing; E-Book Piraterie.

Nun zu den Geschichten. Nur eine hatte einen Anstrich von SF. Eher eine Mischung von SF und Horror. Allein die Verbrechen, für die Insassen des Swamp-Lagers bestraft wurden, erspare ich mir aufzuzählen. SF-Komponenten sind Spaghetti-Men, zwei Monde über Papilio, die in das

Lager verbannten Kreaturen diverser Welten. Unter ihnen zwei weibliche Nokts, deren Vagina in ihrem Kopf steckt. Dann der Sumpf um das Lager herum, der Fliehende absorbiert.

Bambam, Kumpel des Protags Peñero hält es nicht mehr aus und fällt nachts in der Baracke über die Nokts her, die wiederum seine Pigmente aufsaugen. Das alles ist für einen SF-Fan nachzuvollziehen. Dass die Sphagetti-Men, nach dem die Gefangenen den Grund und Boden um die Lagerbaracke herum bearbeitet haben, ihren Trenchcoat öffnen und die von ihren Körpern hängenden schwarzen Tentakeln als Saatgut verwenden. Das kann man gedanklich ja auch noch verdauen. Doch dann nehmen die Spaghetti-Men ihre Masken ab und die Gefangenen werden in ein hinter der Maske erscheinendes Schwarzes Loch hineingezogen um selbst zu Spaghetti-Men zu werden. Das kann man doch nur verstehen, wenn man sich LSD reingezogen hat.

Auf der anderen Seite: Wer weiß, was noch alles auf die Menschheit zukommt. Für sie sind doch erst ein paar Millionen Jahre vergangen und „you have seen nothing yet“.




giovedì, aprile 18, 2013


Andromeda Nachrichten 241

Beeindruckendes Titelbild. Neu ist wohl, dass unter dem Mantel von „Andromeda“ der Verlag AndroSF p. Machinery entstand, der deutsche Sf-Romane und -Kurzgeschichten herausgibt.

Es gibt eine Notiz über die Wiederauflage von Sun-Koh Geschichten, die 1933-1936 in Heftform erschienen waren. Jetzt hat sie der Verlag Dieter von Reeken herausgebracht.

Ich sehe Con-Termine. Vom Oldie-Con ist nichts zu sehen. Ich wühle im Internet herum. Im Fandom Observer lese ich nur etwas über den aus dem Jahre 2011. Was gibt’s sonst noch? Gaisbauer, Gustav.

Ich finde seine Homepage. 30.5. - 2.6. also. Hotel Restaurant Gabriele, Bründlsberggasse 14, 83246

Unterwössen, Tel.: 0049 (0) 8641-97570. Ich habe mal die Zimmerverfügbarkeit überprüft. Nichts mehr frei. Man könnte zwar über das Fremdenverkehrsamt eine andere Pension buchen. Aber ich lasse es mal bleiben.

Der MucCon wäre auch interessant. Er ist mit dem SFCD Jahrescon verknüpft. Soll vom 25. - 27.10 im Bürgerhaus Garching, Börsenplatz 9, 85748 Garching bei München stattfinden. Www.muc-con.org. Was mich wundert: der MucCon ist Anhängern der phantastischen Literatur gewidmet und ich kann nicht erkennen, wie der SFCD dazu passt. Mit Zwergen und Elfen habe ich nichts am Hut.

Jürgen Lautner schreibt vom DortCon, der im März stattfand. Thema war die Technische Singularität. Können die Menschen sich nicht abschminken, ein Teil davon zu werden? Sie gehört den Maschinen. Anscheinend gab es allerhand über Steampunk zu erfahren. Hätte mich auch interessiert. Lautner gab zwei Vorträge über das Thema.

Satt gibt es wieder über Bücher, Verlage deutschsprachiger SF und Fantasy zu lesen. Hermann Urbanek stellt in seiner Literatour eine nicht enden wollende Liste von Neuerscheinungen vor. Ist doch was, wenn Leute so viel schreiben. Ich selbst bin froh, wenn ich meine Blogeinträge zustande bringe.

Neben einem Interview mit dem Filmemacher Rainer Erler gibt es dann die üblichen Spalten. Und

2014 findet der SFCD-JahresCon in Schwerin statt. Am 18.-20. Juli.

Ich selbst werde wohl nächsten Dienstag mit meinem neuen Astra in zwei Tagen nach Hamburg hochdüsen. Vermutlich dann vom Mittwoch an bis zum Freitag im IBIS-Hotel an der Pappelallee absteigen. Ich muss mir mal wieder ein Brötchen mit Bismarckhering reindrücken, lol.
























Im Spiegel-Artikel „Messis Freiheit“

von Dirk Kurbjuweit kann man herrlich sehen, was gutes Schreiben ausmacht. Es geht um Architektur und den Architekten Wolf D. Prix, der den Auftrag ergatterte, die EZB-Zentrale in Frankfurt am Main neu zu bauen.

Ich zitiere mal: „....in der Architektur wurde das Schützende der Gebäude ebenfalls zum Thema, sagt Prix, neben der Schwerelosigkeit, was sich am besten an der Liege von Le Corbusier zeigte, denn die
ahme die liegend-schwebende Position der Astronauten in ihren Raumkapseln nach. „Das ist kein Zufall“, sagt Prix.

Nun könnte man nachschlagen und herausfinden, dass Le Corbusier seine Liege im Jahr 1928 entworfen hat, als die Raumfahrt noch eine Utopie war, aber es wäre kleinlich, Prix damit widerlegen zu wollen. In seinem Denken der großen Zusammenhänge gibt es keinen Zeitpfeil, auf dem ein Tag brav dem anderen folgt....“ Zitat Ende

Was hätte ich anstelle dessen geschrieben? Dümmeres natürlich. Wie zum Beispiel: „Der Mann hat sie wohl nicht alle. Die Liege wurde entwickelt, als Raumfahrt ein Konzept war und in Büchern beschrieben wurde.“ Ein höchst uneleganter Gegensatz zu dem was Kurbjuweit zu Papier gebracht hatte.










mercoledì, aprile 17, 2013



Interzone 245, New Science Fiction and Fantasy, Mar-Apr 2013

Aufmachung gut wie immer. Illustrationen hinreißend. Was die Stories angeht: Die Mehrzahl wäre besser in „Black Static“, dem Horror-Magazin der TTA-Press aufgehoben gewesen. Die einzig pure SF-Geschichte ist „The international Studbook of the Giant Panda“ von Carlos Hernandez. Sie ist reichlich schräg.

Auf dem Panda Mission Campus soll die Fortpflanzungsfähigkeit von Pandas sichergestellt werden. Roboter, aussehend wie Riesenpandas, sollen diesen einige Tipps geben. Die Roboter bewegen sich nach Anleitungen von Menschen, die diese Bewegungen in einem Anzug durchführen, der virtuell mit den Robotern verbunden sind. Eine Journalistin, der Protag, wird angeheuert, den weiblichen Part zu übernehmen. Männlicher und weiblicher Pandaroboter geben den echten Tieren eine Life-Show. Das ist der Plan. Protag Gabrielle wird angewiesen, sich auszuziehen, den Anzug anzulegen, sich auf den Boden zu knien und den Arsch in die Luft zu recken, lol. Ihr Partner, der ebenfalls in einem Anzug steckt, soll den Part des Pandamännchens übernehmen.

Jetzt kommt eine Terroristengruppe ins Spiel, die es darauf anlegt, das Projekt auszuhebeln. Sie wirft der Panda Mission vor, mit ihm gegen Gottes Gebot zu verstoßen. Während die Protag ihren Hintern und damit den des weiblichen Pandaroboters in die Höhe reckt, dringt ein Terrorist in den Campus ein. Der Partner der Protag macht sich mit seinem Roboter auf Terroristenjagd, während ein männlicher Panda den weiblichen Roboter bespringt.

Alles ganz schön und gut. Interessant wäre es gewesen, wenn der Panda den Protag besprungen hätte. Aber wäre das noch SF gewesen?


lunedì, aprile 15, 2013


Oblivion

Vorgestern haben wir uns den Film angesehen. Auf jeden Fall knallt es schön, und die Drohnen sind auch flink, und ich mag Drohnen*. Der nun auch schon etwas älter aussehende Tom Cruise passt gut in die Handlung. Ich will nun nichts über die Handlung berichten, da der Film gerade angelaufen ist. Nur so viel: Erstens ist es anders, und zweitens als man denkt.

*An alle Bastler: Vergesst Elektrische Eisenbahnen, es gibt eine Do-It-Yourself Gruppe für Drohnenbauer. Seht euch die Homepage an. Das neue Ding.

domenica, aprile 14, 2013



Exoskelette sind im Kommen.

Die Idee ist alt, stammt aus der SF. Siehe Heinleins 1959 „Starship Troopers“, Marvel Comics „Ironman“. Zur Zeit ist Lookheed Martin dabei letzte Hand an HULC zu legen. Human Universal Load Carrier. HULC wurde für das Militär entwickelt. Soldaten können mit ihm ein paar Kilos mehr auf ihre Schultern wuchten.

Dann das Unternehmen Argo. Es verkaufte so um 20 Exoskelette an Patienten in Europa, die ihre Beine nicht mehr bewegen konnten.

Hier ein Foto aus der „Business Week“, das eines Exoskelettes von Ekso Bionics.


mercoledì, aprile 10, 2013



Fantasy & Science Fiction, Mar/Apr 2013

Albert E. Cowdreys „The Assassin“ gefiel mir am besten. Meistens schreibt er spooky stuff, Spukgeschichten, deren Handlung im tiefen Süden der U.S.A abläuft, vor allem in Lousianna. Diesmal sind es keine Geister. Protag Andy soll den Weltpräsidenten töten. Dass es nun eine Weltregierung gibt, finden einige Gruppen gar nicht gut und schmuggeln Andy in das Pentagon ein, wo der Präsident eine Rede halten soll. Das Attentat ist ein Flop. Andy wird erwischt, gefoltert und in ein Gefängnis der Tuamotu Penal Colony gesteckt. Die Strafkolonie befindet sich auf einer tropischen Insel.

Andy gelingt mit Hilfe von Freunden der Ausbruch. Er wird nicht verfolgt, kommt bei Eingeborenen unter und lebt mit ihnen unter einfachen aber idyllischen Bedingungen. Er nimmt sich eine Bewohnerin der Insel zur Frau. Wendepunkt: Er wird mit anderen gewahr, dass die Gefängnisinsassen auf einen alten Schoner gebracht werden, der in einer Bucht vor Anker liegt. Das Schiff fährt aufs Meer hinaus und wird von einer Fregatte versenkt. Das soll nicht ungeahndet bleiben und es ergibt sich ein weiterer Mordauftrag.

Mit Hilfe von Gleichgesinnten gelingt es Andy, diesen zu erfüllen. Opfer ist der Chef der Weltsicherheitsbehörde. Einen Präsidenten gab es nicht mehr, da die Administration der Welt von Maschinen durchgeführt wird. Andy inzwischen für tot erklärt, gelingt es, sich unerkannt auf seine Idylle zurückzuziehen.


lunedì, aprile 08, 2013



Asmov's Science Fiction, April/May 2013

Es gibt einige Briten, die Stories in „Asimov's“ veròffentlichen. Spricht für die Qualität dieser Autoren. Neil Asher ist einer von ihnen. Seine Story „The other Gun“ ist eine embedded Story, Bestandteil einer Trilogie. Nachteil für den Leser. Obwohl die Handlung in sich abgeschlossen ist, bildet sie den Ausschnitt eines Bildes, das der Leser zur Gänze in sich aufnehmen möchte. Protag ist Tuppence, der sich als Cyborg verdingt und mit seiner weiblichen Begleitung, einem als Saurier zusammengeflickten Humanoiden seinem extraterristrischen Klienten eine Waffe aufspüren soll, um eine Rasse zu vernichten, die das Volk des Klienten bis auf diesen dezimiert hat.

Am Ende stellt sich heraus, dass der Alien die Wahrheit verdrehte. Er wird durch Tuppence und Harriet vernichtet. Der Twist: Die Rasse war wirklich mörderisch. Harriet, der Saurier mit humanem Innenleben, arbeitete für sie.

Und nun? Muss man sich alle drei Bücher kaufen, um zu sehen, wie die Story zu der Trilogie passt?




Analog Science Fiction and Fact, May 2013

Obwohl „Analog“ mein bevorzugtes SF-Magazin ist, haben mich die Stories dieser Ausgabe nicht vom Hocker gehauen. H.G. Stratmanns „Prometheus“ brachte mich zum Gähnen. Der gleichnamige Film war interessanter. Jedesmal wird mir anders, wenn ich eine Geschichte aus der Perspektive von Aliens lese, mir ihre Namen wie Hk-Tyja, TP-Tyja und CST-Tyjo merken muss.

Ich fand die 2. Folge von Edward M. Lerners „Dark Secret“ in dieser Ausgabe am besten, obwohl sich dort auch nichts Weltbewegendes abspielte. Jedoch machte die Charakterisierung der Personen neugierig auf das, was noch kommen würde. Der 1. Teil der vorhergehenden Ausgabe war lahm, da es dort nur um die Exploration eines fremden Planeten ging, der eine Schiffsmannschaft mit 12.000 Embryonen aufnehmen soll. Es war so ähnlich, wie die Beschreibung Edgar Alan Poes, wie er einen Waldweg hinabspazierte. In „Dark Secret“ war es etwas felsiger, lol.

Stammzellen revisited.

Dass es mit der Verwendung von Stammzellen interessanter wird, zeigt der Artikel „Der Zellenzüchter“ aus dem letzten Spiegel. In ihm wird die Arbeit des Unternehmens Advanced Zell Technologz (ACT) und seines Chefwissenschaftlers Robert Lanza beschrieben. Er arbeitet mit induziert pluripotenten Stammzellen und steht in Konkurrenz mit Shiniya Yamanaka aus Kobe, über den ich etwas in einem vorhergehenden Eintrag gepostet hatte. Es tut sich etwas.


mercoledì, aprile 03, 2013

Fandom Observer 286

Sun Koh, der Erbe von Atlantis. - Dieter von Keeken brachte die 1933 – 1936 erschienenen Romanhefte neu heraus. Ist doch was.

Wie üblich gibt es Fanzinebesprechungen, die von Büchern, etwas über Filme, z.B. Hänsel und Gretel, die nun gegenüber der Märchenfassung recht hot aussieht. Dann lese ich etwas über Marvel Comics und zu guter Letzt einen Bericht über den DortCon.


Scientific American, Nov 2012

Vor 35 Jahren startete die Voyager 1 und ist jetzt 18.2 Milliarden km von der Sonne entfernt. Nun wird der interstellare Raum durchflogen.

„The inner life of Quarks“. Partikel werden immer kleiner. Die These ist nicht neu. Als meine Mutter und meine Tante eine Leihbücherei unterhielten, und das war in den 50ern und 60ern, las ich schon einen SF-Roman, in dem Menschen auf Atomen lebten. Der Teilchenzoo war jedoch noch nicht so ausgeprägt. Im Standard-Modell haben wir Quarks und Leptonen. Quarks sind entweder Protonen und Neutronen. Leptomen sind Elektronen. Dazu noch: Quarks bestehen aus drei Generationen: 1. Up, down; 2. Charme, Strange, 3. Top, Bottom. - Leptonen: 1. Elektron Neutrino, Elektron; 2. Muon Neutrino, Muon; 3. Tau Neutrino, Tau.

Die Theorie geht dahin, dass Quarks und Leptonen aus Preonen bestehen in einer Dimension von weniger als 10 hoch minus 18. Wenn ich nur wüsste, wo die Symbole im Open Office stehen?

„Grow your own Eye“. Wenn das so einfach wäre. In Kobe, Japan, versuchen sie es mit embryonalen Stammzellen. Womit sonst? Zuerst die Augenhöhle, dann die Retina. Versuche, Stammzellen über ein Gerüst wachsen zu lassen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Forscher versuchen es nun mit einer Nährlösung und Feeder-Zellen. Diese veranlassen die Stammzellen, sich in die gewünschten Körperzellen zu umzuformen. In diesem Fall dienen sie der Entwicklung des menschlichen Auges. Wie das mit den Feeder-Zellen funktioniert, habe ich entweder überlesen, oder es stand nicht im Artikel. Ergebnis: Die Zellen bauten eine Augenhöhle, die mit einer Retina ausgekleidet war. Es wird angestrebt, sie bei den Augenerkrankungen Makulare Degeneration, Retinitis pigmentosa und bei Glaukoma einzusetzen.

„Global Warning, faster than expected?“. Ja, lol. Und zwar durch Feedback Loops. Betrüge die Erderwärmung nur 2 Grad Celsius, könnten wir uns ruhig zurücklehnen. Doch dann passiert es. Eis schmilzt auf dem Meer. Wasser erwärmt sich und läßt noch mehr Eis schmelzen. Abschmelzen von Permafrost setzt mehr CO2 und Methan frei, die noch mehr Permafrost abschmelzen. Übrigens hatten wir in Grönland vor 55 Millionen Jahren Krokodile in Grönland. So lange wird es mit der hiesigen Klimaerwärmung wohl nicht dauern. In den letzten 100 Jahren gab es eine durchschnittliche Erwärmung von 0.8 Grad Celsius. Meinungen über die Rasanz der künftigen Erwärmung driften auseinander. Bewohner von Küstenstädten sollten jedoch ihre Badehose nicht aus den Augen verlieren.

„The Strangest Bird“. Damit ist der Penguin gemeint. 60 Millionen von Jahren haben sie überlebt, Die Urahnen wuchsen in Neuseeland auf und breiteten sich von dort auf allen Kontinenten aus, entwickelten einen Wärmeaustauscher, der es ihnen ermöglichte sich an extrem kalten Orten niederzulassen.

„America´s Science Problem“. Hier wird der Irrglaube von US-Politikern aufs Korn genommen, Politikern beider Parteien, was die Wissenschaft angeht. Hoffentlich bekommen sie nicht die Oberhand. Wir haben schon genug Talibane. Als die Ausgabe erschien, war Wahljahr. Scientific American stellte den beiden Kandidaten Fragen zur Wissenschaft. Bei ihren Antworten hatten die Republikaner die schlechteren Karten. Man hört nicht viel darüber, ob es auch in Deutschland Typen in hervorragender Position gibt, welche Darwins Entwicklungstheorie leugnen, nicht an die Erwärmung des Klimas glauben, das Alter der Erde auf 2000 Jahre schätzen. Vermutlich ist das eine US-amerikanische Bizzarität.

„Autism and the technical Mind“. Hols der Geier. Was heißt Autism auf Deutsch? Durch meine lange Abwesenheit aus Deutschland entfallen mir doch wenig gebrauchte deutsche Wörter. Nun, ich sag mal „Autismus“. Der Autor berichtet über eine Studie, die diese genetische Krankheit zum Inhalt hat. Danach haben Autisten häufiger als Andere Ingenieure, Mathematiker und Wissenschaftler anderer technischer Disziplinen als Eltern, Großeltern. Interessant ist, dass Autisten 4 x häufiger bei Jungen auftreten. Vielleicht gibt es eine Verbindung zu Studienwahlfächern von Jungen und Mädchen.

„A new Enlightenment“. Ein Fakt ist, so beschreibt es der Artikel, wenn man in seinen Aktionen völlig rational vorgeht, dann irgendwann auf ein Paradox stößt. Marquis de Condorcet, ein Anführer der Französichen Revolution, wird erwähnt. Idealistischer Bursche. Er schrieb: „Die Zeit wird kommen, wenn die Sonne auf einen Planeten freier Menschen scheint, die nur Vernunft als ihren Meister anerkennen und mit dem Gewicht der Ratio Anzeichen von Aberglauben und Tyrannei in Keim ersticken werden“. Von dieser Zeit sind wir auch jetzt noch weit entfernt, sag ich mal. Dann wurde Condorcet von den Jakobinern ins Gefängnis gesteckt und starb einen Tag danach. Tja, so kann es einem gehen, der etwas rational durchziehen will.

Oder jetzt die italienischen Wahlen. Die Leute bekommen einfach nicht hin, eine Regierung auf die Beine zu stellen. Insofern ist der Artikel natürlich bescheuert. Denn Irrationalität erzeugt sicher noch weniger ein vernünftiges Ergebnis. Und eine große Anzahl von Italienern hat nun mal den Hang nicht weiter zu denken, wie eine fette Sau springt.

Ok. Das war ein Beispiel von mir. Der Autor bringt das Prisoner´s Dilemma ins Spiel. Ich will nicht näher darauf eingehen, kann gegoogelt werden. Als Erleuchtung dient nun die Quantenmechanik, die bei Entanglement, der Verbindung eines Partikels mit einem anderen, nicht erlaubt, dass eine Partei ihr Vorgehen in letzter Minute ändert. Sollte sie es tun, ändert sich das Vorgehen der anderen Partei mit. Das hilft dabei, Paradoxe auszuschalten.


sabato, marzo 23, 2013



Scientific American, Oct 2012

„State of the World´s Science“, in anderen Worten: Wie sieht es mit der Wissenschaft in der Welt aus? Gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass die Schwellenländer mehr Resourcen in die Forschung pumpen. Die Aussage dieses Artikels: Wissenschaft is umso effektiver, je Länder übergreifender sie betrieben wird. Interessant ist, dass neben den BRIC-Ländern auch die Türkei seit 1995 sechs mal so viel finanzielle Mittel in die Forschung und Entwicklung gepumpt hat. Die Anzahl der Wissenschaftler ist um 43 % gestiegen. Deutschland steht immer noch sehr gut da. Die Gelder für Forschung kommen letztendlich der Wirtschaft zugute. Internationale Forschung erhöht Output. Restriktive Einwanderungsgesetze stehen dem entgegen, doch das Internet hilft.

Interessant, dass Italien noch zu den 10 Ländern mit dem größten Forschungsoutput gehört. Bei diesem Chaos hier ist das verwunderlich und so wie ich es sehe, wird es aus dieser Gruppe bald herausfallen.

„Why Germany still makes things“.

Da wundern sich die Amerikaner, lol. Ich sage: Weil wir gut darin sind. Es kommt immer noch auf das Land an, die Kenntnisse, den Willen seiner Menschen, auf die Infrastruktur, die Gesetze, auf die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie. In diesem Artikel wird das an einem Beispiel der Technischen Universität München und BMW deutlich gemacht. Es geht darum, ein schnelleres Verfahren zu entwickeln, Kohlenstoff-Komposit herzustellen. Was in Deutschland hilft, ist das Wechseln von der Forschung in die Industrie und umgekehrt. Natürlich ist in dem Land auch nicht alles Gold. Innovation ist dort seltener als in den U.S.A. Die Leute haben Phobien gegenüber dem Fortschritt, meckern viel. Denken wir nur an die Gentechnik, genmanipulierte Pflanzen, Fracking. Doch die Forschung schreitet zügig voran. Es gibt ein Scoreboard über „The Worlds best Countries in Science“: USA; Germany, China, Japan, UK, France, Canada, South Korea, Italy.

In einem anderen Artikel wird gefragt: „Can China keep rising?“ Obwohl das Land die höchste Studentanzahl hat, entsprechen 80 Prozent nicht dem internationalen Standard.

„Citizen Science O.“

Hier schwurbelt ein Professor, Präsident der Arizona State University. Dort haben sie, so berichtet er, traditionelle Fächer wie Biologie, Geologie, Astronomie aufgegeben und in einer Schule der Erdkunde und Raumfahrt zusammengefasst. Grund ist: STEM (Science, Technology, Engineering und Mathematic) begeisterten nur 20 Prozent der Studenten. Die anderen machten einen Bogen um diese Fächer. Die Rekonfiguration der Fächer soll das ändern.

„The other 1 Percent“

Das sind die anderen. Die einen, von denen in diesem Artikel nicht die Rede ist, sind die 1 Prozent, die den größten Anteil des Vermögens einer Popolation besitzen.

In diesem Artikel geht es um Full Professors. Volle Professoren, hoffentlich nicht sternhagelvoll, lol.

Es ist der höchste Professorenrang in den U.S.A. Der Autor meint, bei Akademikern macht es Sinn, sie unterschiedlich zu bezahlen. Die U.S.A. Erzeugen die meisten Nobelpreisträger, wissenschaftliche Veröffentlichungen und Patente. Ihre Universitäten sind am besten ausgestattet. Sie locken die besten Akademiker in das Land, stellen mehr Resourcen für sie bereit, bezahlen besser als andere Länder. In Deutschland und Frankreich Professoren 4500 Euro. Das sind 55 Prozent dessen, was sie in den U.S.A verdienen könnten. Dort verdienen produktive Professoren vier bis fünf mal soviel wie jemand, der gerade anfängt.

Innerhalb der U.S.A gibt es auch Abwanderungsbewegungen in private Institutionen, die besser als staatliche zahlen. Wäre das etwas für mich gewesen? Wenn ich jünger gewesen wäre, sicher. Nur hätte ich erst mal den Master, dann den Doktor machen müssen. Ich hatte mich für Psychologie interessiert.

Anschließend wird Paul Nurse, Präsident der British Royal Society interviewt. Er meint, dass China und Indien wissenschaftlich so stark aufholen, sei ein Plus für die Forschung generell. Stimmt, oder?

„The Language of the Brain“.

Wird von den Autoren ziemlich hochgepusht. Im Grunde bleibt vom Ergebnis ihrer Untersuchungen

nur übrig, dass der Zeitpunkt, zu dem Impulse von Nervenzellen als Gesamtheit an andere über Axone und Synapsen übertragen werden, für ihre Interpretation eine Rolle spielt. Für die Untersuchungen wurde das optische System des Menschen benutzt, da dies am besten erforscht ist.

Objekte, die sich nicht verändern, sind gespeichert und werden nicht jedes Mal wieder interpretiert. Bis vor kurzem war es nur möglich, das Signal eines einzigen Neurons zu erfassen. Heutzutage können die Impulse einer Neuronengruppe erfasst werden..Hierbei geht es um die Verfolgung von Zacken, die entstehen, wenn die elektrische Spannung einen Schwellenwert überschreitet.

„Ecosystems on the Brink“.

Ökosysteme können kippen. Wenn z.B. Düngemittel in einen See laufen. Forscher haben einen an der Grenze von Wisconsin und Michigan getestet. Sie bevölkerten den See mit Barschen, die ansässige kleine Fische weg fraßen. Diese hatten Kleintiere wie Wasserflöhe gefuttert, welche sich nun überproportional vermehren konnten und sich von Algen ernährten. Ergebnis: Der See wurde klarer.

In dem Artikel wurden eine Reihe von Beispielen aufgezeigt, in denen das System kippte. Leicht zu erkennen. Wenn im Yellowstone National Park die Wölfe dezimiert werden, werden Bäume zerstört. Elche, die diese fraßen, konnten sich großzügiger vermehren. Forscher versuchen nun anhand von mathematischen Modellen zu erkennen, wann ein Ökosystem umzukippen droht.

„The Higgs at last“.

Higgs-Boson. 1964 hatte Higgs ein Research Paper verfasst. Zwei Wochen zuvor gab es schon eines von Englert und Brout. Danach das von Guralnik, Hagen und Kibble. Das vom Cern entdeckte Boson ist Teil des Standard Modells, ein Set von Theorien, die Teilchenphysik erklären. Das Higgs-Boson ist Teil eines ätherischen Elements, das den Kosmos durchzieht und Partikeln Masse verleiht.

Zuvor wurden Quarks, Gluonen, W- und Z-Bosonen entdeckt. Higgs war das Teilchen, das noch fehlte. Jetzt ist es da. Und nun?

Ursprünglich hatten die U.S.A vor, einen SSC (Superconducting Supercollider) zu bauen. Wurde zu teuer. Das Higgs Boson kann nicht direkt beobachtet werden, es würde zu schnell in andere Partikel zerfallen. Alle Daten der CMS- und Atlas-Experimente, die im CERN liefen wurden gespeichert und in ihrer Gesamtheit durchsucht.

„True Wisdom of Psychopaths“.

Scheint gerade en Vogue zu sein. Außer dem Artikel im „Scientific American“ las ich ein Interview im Spiegel darüber und sah eine Episode Star Trek, die auf das Thema anspielte.

Für den Autoren gibt es einen gemeinsamen Nenner bei Sadam Hussein, Hanibal Lecter und einen konzentriert operierenden Neurochirurgen. Sie haben weder Mitleid noch Mitgefühl, sind fokussiert, fähig, Menschen zu manipulieren und sie für ihre Ziele einzuspannen. Das letztere ist beim Neurochirurgen natürlich nicht der Fall. Doch Mitleid und Mitgefühl leistet er sich genau so wenig wie ein Manager. Es sind knallharte Typen, zielgerichtet und von Erfolg verwöhnt.

Man stelle sich die Charakterzüge eines Psychopathen wie Knöpfe eines Mischpultes vor, mit dem Furchtlosigkeit, Fokus, Mangel an Emphatie und mentale Härte optimal eingestellt sind. Bei Kriminellen sind zusätzlich Agressivität, die Lust am Manipulieren hochgedreht.

Im Spiegel No. 10 gab es ein Interview mit dem Psychologie-Professoren Borwin Mandelow über dessen Buch „Wer hat Angst vorm bösen Mann“. In seinem Buch versucht er zu ergründen, wie Psychopathen wie Stalin, Hitler, Serienkiller ticken. Die Einzelheiten des Interviews sind mir abhanden gekommen. Es schlägt jedoch in die gleiche Kerbe wie der „Scientific American“ Beitrag.

Was nun die Startrek Episode angeht. Vielleicht erinnert sich jemand an die Szene, wo auf Worf ein Fass im Shuttle-Raum fiel und er sich eine Reihe von Wirbeln brach. Die Ärztin Beverly Crusher versuchte Worf mit herkömmlicher Behandlung das Leben zu erleichtern. Die eingeflogene Neurochirurgin schlug eine neuartige ungetestete Operationsmethode vor, mit der Worfs Rückgrat durch ein neu erzeugtes substituiert werden konnte. Das ließ mich an den Artikel denken. Hier war die dafür erforderliche Skrupellosigkeit ein Plus. Worf hat sich für den Austausch entschieden, weil er als Krüppel in seiner Welt nicht hätte existieren können, ohne permanenten mentalen Schaden zu erleiden.






domenica, marzo 17, 2013


Interzone 244, Jan-Feb 2013

Die englische TTA-Press hat die von ihr veröffentlichen Stories aufgeteilt in SF (Interzone), Horror (Black Static), Crime (Crime Wave). Hin und wieder erhält der Verlag exzellente Geschichten, die er nicht in diese Kategorien einordnen kann. Dafür gibt es künftig die Beilage FLUX.

In der englischen Presse hängen Leute herum, die mit SF nichts anfangen können. Robert McCrum zum Beispiel schreibt im „Guardian“: „Science Fiction is the cockroach in the house of books: It survives on scraps and never goes away.“ (Quelle: David Langfords "Ansible").

Technik wird zunehmend komplexer und damit auch SF. Es wimmelt von Genetik, damit von Mitochondrien, RNA, DNA, von Schwarzen Löchern, schwarzer Materie und was weiß ich nicht alles. Davon war in den 60ern noch nicht die Rede. Junge Leute lernen vermutlich darüber in der Schule, nur alle anderen hängen zurück. So ist SF unserer Tage nicht einfach zu verstehen. Wenn schon, wie ich im vorhergehenden Beitrag schrieb, die Aufnahmefähigkeit der Menschen für die heutige Technologie und erst recht nicht für die von morgen ausreicht, so setzt SF unserer Zeit noch eins drauf.

„Sky Leap – Earth Flame“ von Jim Hawkins zum Beispiel. Protag sind die beiden Teenager Mariam und Victor, in deren Hirn die Künstliche Intelligenz „Axon“ eingesetzt ist. Diese ist jedoch nur Ausläufer eines biologischen Hirns, welches so lange mit erzeugten Neuronen angereichert wird, bis es einen Tank ausfüllt, der ein Fassungsvermögen von 300 menschlichen Gehirnen hat. Mariam, Victor und Axon erhalten den Auftrag ein verschollenes Schiff aufzuspüren, welches den Auftrag hatte, ein Fragment Schwarzer Materie so abzulenken, dass es nicht, wie vorhergesehen, in vierhundert Jahren alles Leben in dem Teil der Milchstrasse auslöscht, in dem sich die Erde und andere von Menschen besiedelte Planeten befinden.

Die drei fliegen mit einem Raumschiff los, das eine Länge von gut 2 km hat. Die Teilnahme von Axon ist für das Manövrieren des Schiffes erforderlich. Sie suchen und finden das verschollene. Axon rastet aus. Die Ärzte des gefundenen Schiffes kurieren es zu Tode. Miriam und Victor übernehmen das Kommando über beide Schiffe, schließen ihre Hirne mit denen der Mannschaft des gefundenen Schiffes zusammen und machen sich daran, die Schwarze Materie von ihrer Bahn abzubringen. Es geht um Quantenschaum, Schwarze Materie, Schwarze Löcher, die inferiore Gyrus Region des Hirns, um nur einiges zu nennen. Fantasy ist einfacher.




sabato, marzo 16, 2013


Marina Weisband - Wir nennen es Politik

Das Buch wurde im letzten SPIEGEL besprochen. Ich kann mich mit ihren Aussagen identifizieren. Ein Grund für mich, das Buch nicht zu kaufen, da es für mich vermutlich nichts Neues bringt.

Hier einige ihrer Aussagen aus dem SPIEGEL: „Wir leben längst in der Zukunft, nur nicht nach ihren Regeln.“ Klar, oder? HiTec zieht an den Menschen vorbei. Die Entwicklung überrollt uns. „Digitales Proletariat der digitalen Revolution, vergleichbar mit dem Proletariat der Industriellen Revolution.“ Ist natürlich noch eklatanter als anno dunnemals, da unsere Gesellschaft immer mehr zur Wissensgesellschaft wird. Ich, in meinem fortgeschrittenen Alter, muss gegen den Ausfall meiner Hirnzellen ankämpfen. Und nun denken wir mal an die Leute, die ihr Hirn noch weniger benutzen als ich. Konsequenz ist, so sagt Weisband „Was wir nun brauchen, ist ein Grundeinkommen für alle, denn kein Mensch darf in dieser Gesellschaft Existenzängste haben, weil das die Partizipation unmöglich macht.“

Einverstanden. Nur, was heißt schon Partizipation. Denken wir dabei an die letzten Wahlen in Italien. Das reinste Chaos als Ergebnis. Und die Piraten, die sich im Internet angiften. Piraten, deren Aushängeschild die Weisband war, bevor sie sich entnervt ausgeklinkt hat, gehören dem digitalen Proletariat an, ohne dass sie dessen gewahr werden. Denn außer twittern und Facebookeinträgen haben die nichts drauf. Liquid Feedback, dieser Abstimmungsmechanismus läuft nach Hörensagen noch immer nicht rund und es hat schon Jahre auf dem Buckel. Theorie und Praxis klaffen auseinander, und Piraten sind ignorant und psychisch zu labil, um diese Lücke überbrücken zu können.

Ein weiterer Versuch, politische Parteien auszuhebeln, wird in Italien gestartet. Ob es Beppe Grillo mit seinen Anhängern gelingt, an deren Stelle ein vom Internet gespeistes partizipatorisches System zu setzen, werden wir abwarten müssen. Auf jeden Fall hat er in Italien die Parteienlandschaft hübsch aufgemischt.

Gesellschaftliche Umbrüche. Es könnten turbulente Zeiten auf uns zukommen. Wenn die Parteien versagen, die Teilnahme am Internet außer Hassausbrüchen nichts bringt, muss ein Zentralcomputer her, der die Welt regiert. Zukunftsmusik? Sicher, aber wenn die technologische Entwicklung in dieser Schnelligkeit weiter an uns vorbei zieht, wird daraus sicher schneller Gegenwart, als wir uns das heute vorstellen können.









venerdì, marzo 15, 2013




Fantasy & Science Fiction, Jan/Febr 2013

250 Seiten. Da musste ich erst mal durch. Und wenn nur eine Story SF ist, die anderen Fantasy, Horror, dann ist das Arbeit. Die SF „Watching the Cow“ stammt von Alex Irvine. Die Schwester des Protags war in einem Unternehmen beschäftigt, das Spiele für VR-Konsolen entwickelte. In ihrem Labor schickte sie aus Versehen einen Impuls an jede dieser Konsolen, der die Spieler erblinden ließ. Im Gegensatz zu ihren Eltern nehmen die Kinder es gelassen hin, da sie plötzlich mit den Mitspielern off-line kommunizieren können. Der Protag, dessen Kinder ebenfalls betroffen sind, tut sich mit seiner Schwester zusammen, um die Kinder wieder in ihren früheren Zustand zu versetzen. Am Ende können diese zwar wieder sehen, jedoch sind die Eltern nicht glücklich darüber, dass die Spieler telepatisch über den Erdball kommunizieren können. Die neue Generation ist auf einer höheren Entwicklungsstufe gelandet.

Obwohl ich SF vorziehe, so fand ich in dieser Ausgabe Desmond Warzels Story „The Blue Celeb“ am besten. Setting ist Harlem. Ist als New Yorker Stadtviertel bekannt, das in der Mehrzahl von Farbigen besiedelt ist. Aus Erfahrung weiß ich, dass es in jeder größeren Stadt solche Viertel gibt. Es wird einem abgeraten des nachts dort umherzuschlendern.

In dieser Story unterhalten Bill, der Erzähler und Joe, beide Vietnam Veteranen in Harlem ihren Friseurladen, vor dem seit Tagen ein blaues Auto steht. Frank, ein Polizist, der sich in der Verwaltung nach oben gearbeitet hat, lässt sich als Stammkunde die Haare schneiden. Die beiden Friseur erzählen ihm, dass jeder der, ob Junkie, Dieb, oder aus Neugier in das Auto gestiegen ist, am nächsten Tag tot aufgefunden wurde. Frank beschließt, den Wagen abschleppen und verschrotten zu lassen. Als die drei vor dem Laden ein Bier aufmachen, fallen Schüsse. Frank springt in seinen Wagen und fährt dorthin. Joe, dem es mit Bill zu langweilig wurde, stiefelt ihm nach. Er kommt mit Franks Auto zurück, zieht ein totes kleines Mädchen heraus und legt es in den blauen Wagen. Frank begreift sofort, dass Joe meint, der Wagen funktioniert auch anders herum. Frank erscheint mit anderen Polizisten und ruft eine Ambulanz herbei. Stunden später trifft eine Frau ein, geht auf Joe zu, umarmt ihn und bedankt sich. Sie wisse nicht, wie er es gemacht habe, aber im Krankenhaus seien Einschuss- und Austrittslöcher verschwunden und ihre Tochter wieder yum Leben erwachtg.

Trotzdem lassen die drei, Bill, Joe und Frank den Wagen abschleppen und von der Schrottpresse in einen Metallwürfel verwandeln.


lunedì, marzo 11, 2013



Asimov's Science Fiction, March 2013

Kristine Kathryn Rusch zitiert Werner Heisenberg, bevor sie mit ihrer Story „Uncertainties“ loslegt. „`When we know the present precisely, we can predict the future,` is not the conclusion but the assumption. Even in principle we cannot know the present in all detail....“

Ich stelle mir vor, wie sich jedes Atom, jedes Molekül verhält und leite davon die Zukunft ab. Ginge das? Meine Moleküle inbegriffen. Ausgehend von der allumfassenden Kenntnis der Gegenwart und der nahen Zukunft agiere ich. Geht nicht. Ich kann es nicht, mein Laptop auch nicht, lol. Doch darauf wird es irgendwann einmal hinauslaufen. Ein Wettrennen. You have seen nothing yet :-). Lt. Quantenmechanik verhält sich ein beobachtetes Quantenteil anders als ein unbeobachtetes. Oder auch nicht. Ungewiss. Wat nu? Ich beobachtete alle Moleküle, weiß wie aufgrund ihrer Prozesse die Zukunft aussähe. Wenn ich wollte, könnte ich auch die Vergangenheit hervorholen, aufgrund der Molekülkonstellation in der Gegenwart und zurückrechnen. Wenn ich nicht beobachte, verhalten sich Atome und damit Moleküle anders. Aber wie? Keine Ahnung. Dafür haben wir Quantenmechanik und später Quantencomputer. Stellen wir uns einen Superquantencomputer vor. Er sammelt Info über alles auf der Welt und damit auch über sich selbst in Real Time, analysiert und manipuliert sie, dass sie in das ebenfalls analysierte Kriterienraster passt. Beim Frühstück dachte ich an einen Schwarzfahrer. Den würde es natürlich nicht mehr geben.Iterieren wir mal rückwärts. 1. Kontrolleure erwischen ihn auf frischer Tat. 2. Er wird umgepolt. Keine Ahnung, wie das passiert. Aber da alle Moleküle manipuliert werden können, ist das kein Problem. Geht über „Brave New World“ hinaus. Aber wer will schon Schwarzfahrer in der Gesellschaft, lol. Das Verbot von Genmanipulation an Pflanzen in Deutschland wird nur einige Jahre dauern, und in einigen Jahrhunderten ist die Genmanipulation von Menschen alltäglich. Irgendwann wird sich die Menschheit Maschinen unterordnen und einen Computer als Autorität anerkennen. Damit es schneller geht, benötigen wir eine neue Religion. Freiwillige vor :-)

„Feral Moon“ von Alexander Jablokov hat alles, was eine SF-Story ausmachen kann. Attacke auf den Marsmond Phobos, der von den Phobs besiedelt wird. Bescheuert ist, dass kein Grund für die Attacke auf den Mond angegeben wird. Der Mond wurde zuvor nur von Touristen besucht, und nun fallen Unionstruppen über ihn her. Unverständlich. Vermutlich geht es um Vorherrschaft im Sonnen-System. Zur Zeit ist es auf der Erde ja ruhig. Mal sehen, was die Chinesen machen, wenn sie die U.S.A in allen Bereichen überholt haben. Wie auch immer, auf Phobos geht es rund. Im Detail werden Taktik der irdischen Truppen, die unterirdische Struktur von Phobos beschrieben. Der Protag, Preceptor Kingsman, geschieden, aus dem Militärgefängnis entlassen, wird der Truppe als Beobachter zugeteilt. Er besitzt die Entscheidungsbefugnis, die Operation abzubrechen. Ins Gefängnis kam er, weil er die Lage nach der Eroberung von Kalatra, wo immer das auch war, falsch eingeschätzt hatte. Nach der Eroberung rebellierte das Volk und es kam zu erheblichen Verlusten unter Kingsman Soldaten.

Kingsman läßt auf Phobos den Angriff laufen und am Ende erringen seine Truppen den Sieg mit Hilfe von Schrotträumern, die Phobs-Soldaten nach und nach aus dem Orbit polken. Damit ist Kingsman rehabilitiert und bezieht mit ein paar Gefolgsleuten Position auf einem Asteroiden, den er zu einer Station umbaut, die dazu dient, eventuelle Angreifer von den äußeren Planeten abzufangen.


venerdì, marzo 08, 2013



Analog Science Fiction and Fact, April 2013

Edward M. Lerner startet die 4-teilige Serie „Dark Secret“. Mehrteilige Stories werden oft zu Romanen verwurstet. Sie haben den Nachteil, dass es lahme Strecken in ihnen gibt. Der Anfang hier zum Beispiel. Der Protag landet mit seiner Frau irgendwo außerhalb des Sonnensystems mit seinem Shuttle, während das Raumschiff sich im Orbit befindet. Die beiden klettern über Stock und Stein. Das wars dann schon. Dann kommt die Rückblende, lol.

70 Jahre vorher. Der Protag ist dort auch schon erwachsen. Die Leute altern also langsamer. Er befindet sich auf dem Mars und erhält die Info, dass ein GRB, ein Gamma Ray Burst bevorsteht, der das Sonnensystem trifft. Blöd ist nur, dass man nicht erfährt, von welchem explodierenden Stern er verursacht wird. Wie auch immer. Alles Leben auf dem Sonnensystem ist zum Untergang verurteilt. Der Protag wird einer Mannschaft zugeordnet, die mit einem Raumschiff, das mit einem DED (Dark Energy Drive) ausgestattet ist, einen bewohnbaren Planeten ausfindig machen soll. Sie fliegen los. - Wenn ich den vierten Teil gelesen habe, werde ich über das Ergebnis berichten.

Eine andere Story dieser Ausgabe, „Launch Window“ von Sarah Frost, fand ich nun interessant. Protag Misty macht sich auf, ihre Schwester zu besuchen, die sich anschickt mit anderen in den Weltraum vorzustoßen. Misty muss den Spacelift benutzen, der mehrere Tage benötigt, bis zur Spaceplatform hochzufahren. Dort angekommen, trifft sie zu spät ein, um mit dem Shuttle zum Startplatz zu fliegen. Eine Staatsangestellte, die dort ebenfalls hin will, nutzt ihre Autorität zu erreichen, dass Misty und sie mit einem RAM-Jet zum Startplatz geflogen werden. (Über einen RAM-Jet habe ich vor Urzeiten in meinem Blog geschrieben).

Misty trifft ihre Schwester, versucht sie zum Bleiben zu überreden. Doch die lässt sich nicht umstimmen. Misty erkennt, wie sehr es der am Herzen liegt, in den Kostmos vorzustoßen. Die

Beamtin tröstet Misty und zieht ein Schreiben hervor, das sie autorisiert, den Start des Raumschiffes zu verhindern und das ganze Projekt abzubrechen.

Misty entreisst der Frau das Schreiben, verbrennt es. Die Frau spuckt Gift und Galle, während das Schiff abhebt.

Gut gemacht, sage ich. Wo kämen wir denn hin, wenn irgendein Regierungsangestellter die Träume der Menschheit zerstörte? :-)