Coversong Roads

martedì, aprile 14, 2009

Phantastisch 33

bringt Interviews mit Wolfgang Hohlbein, Frank Schweizer, Martin Clauß und Oliver Scholl. Habe nie von denen etwas gelesen. Mir reichen meine englischsprachigen SF-Magazine. Es gibt eine Besprechung René Clairs Film "Paris qui dort" von 1923, in dem ein Nachwächter des Eiffelturmes am Morgen ein Paris vorfindet, in dem alle Menschen bewegungslos geworden sind.
Jochen Adam beschreibt Gail Martins Zyklus "Die Chroniken des Beschwörers". Christian Endres stellt dem Leser den Bildroman Shaun Tans "Ein neues Land" vor. Olaf Kemmler frag in seinem Beitrag "Wie viel Science verträgt die Fiction?" Und Heiko Langhans hat eine SF-Anthologie aus dem Jahre 1946 erworben. Die meisten Geschichten stammten aus John W. Campbells "Astounding", das ich jetzt als "Anlalog" beziehe. Horst Illmer schreibt über die Überwindung des Biedermeiers durch die Science Fiction. Es geht dabei um die Romane Kurd Lasswitz, Mathematikers und Dr. der Philosophie, der von 1848 bis 1910 gelebt und neben seiner Tätigkeit als Lehrer eine stattliche Anzahl von Zukunftsromanen schrieb. Fast am Ende dieser Ausgabe sehe ich ein Portrait von Achim Schnurrer über L. Frank Baum, dem Autoren der bekannten Erzählung "The Wonderful Wizard of Oz". Und ganz am Schluss gibt es eine Besprechung des phantastischen Romans "Der verwunschene Zwilling" von Lynn Flewelling.

domenica, aprile 12, 2009



Scientific American, March 2004

Das Magazin lag zuunterst in meinem ungelesenen Stapel. Zum Glück das einzige des Jahres. Einige Beiträge sind sicher überholt, jedoch nicht der kurze über den Grippe-Impfstoff. Einhundert Millionen Eier benötigt man für ein Serum in den U.S.A. Grippeviren werden in Eier injiziert, der Embrio angesteckt, das resultierende Virus geerntet, gesäubert und fuer den neuen Impfstoff benutzt. Nur ist das sogar mit Robothilfe ein langwieriges Verfahren. Forscher meinten damals, das Serum auch mit Hilfe von Zellkulturen entwickeln zu können. Ich habe mal gegoogelt. Es blieb beim alten Verfahren.

Es gibt einen Bericht über den Marsrover Spirit, der sich am 3. Januar 2004 vom Mutterschiff löste, um auf die Oberfläche des Mars niederzugehen.

Dann lese ich einen Bericht über ein 200 Meilen Rennen in der Mojave Wüste, das von Robotfahrzeugen ausgetragen werden sollte und über die Schwierigkeiten, so etwas zustande zu bringen. Das Rennen wurde von der DARPA gesponsert, die eine Million US Dollar als Preisgeld ausgesetzt hatte. DARPA = Defense Advanced Research Project Agency. U.S.-Militärs also. Ich habe nicht herausgefunden, ob 2004 jemand gewonnen hat. In 2007 war es das Team von Stanford.

Weitere Artikel: Defusing the Global Warming Timebomb, es geht dabei um die globale Erwärmung, welche Komponenten dazu beitragen usw.; The Addicted Brain, wie das Gehirn auf Drogen reagiert; The Threat of Silent Earth Quakes. Erdbeben, die nicht vorher rumpeln; The Fairest Vote of All, in dem die gängigen Wahlverfahren optimiert werden.

venerdì, aprile 10, 2009


Fantasy & Science Fiction, Apr/May

Das Magazin erscheint nun zwei-monatlich mit einer erhöhten Seitenzahl. Vermutlich will Gordon Van Gelder Versandgebühren sparen. Wie auch immer, für mich ist es gut, habe ich doch nicht so oft zu lesen dafür 250 Seiten auf einen Schlag. Das ist auch nicht ohne. Diese Ausgabe enthält neun Stories, davon zwei classical Reprints: "The Brave Little Toaster" von Thomas M. Disch sowie Sea Wrack von Edward Jesby. Sea Wrack hat mir besser gefallen, obwohl Jesby es noch nicht wie Disch zu einem Wikipedia Eintrag geschafft hat. Disch hat sich letztes Jahr das Leben genommen. Ungewöhnlich für einen SF-Autoren, so meine ich. Aber er war auch Poet. Das erinnert mich an meine Story "Der Friedhofs-Poet" und damit sind Assoziationen hergestellt. Audrey Ferman hat Dischs Geschichte vorgeschlagen. Sie scheint eine Bibliothekarin zu sein, sagte mir Google, und hat wohl in der Kinderbuchabteilung gesucht. Die Story wurde1981 für den Hugo und den Nebula Award nominiert, 1986 als Kinderbuch herausgebracht und 1987 als Cartoon verfilmt. Es geht darum, dass sich ein alter Hoover-Staubsauger, eine Heizdecke, eine Tischlampe, ein Radiowecker und ein Toaster auf den Weg machen, um ihren Besitzer zu suchen, der sie vor einem Jahr in einer Holzhütte alleingelassen hat. Wie gesagt, eine Story für Kinder.

Edward Jesbys Story "Sea Wrack" stammt aus den sechzigern und handelt von einem Aquaman, der aus dem Ozean kommend in den am Meer liegenden Besitz eines reichen Paares emporsteigt, die Frau verwirrt, die Diener hörig macht und einen der ihn herausfordernden Gäste im Wasser umbringt. Nach seinem Erkundungstrip schwimmt er davon, um das nächste Mal mit seinen Artgenossen wieder aufzutauchen und eine Invastion zu starten.

giovedì, aprile 09, 2009




Samson vs. The Vampirewomen

Das war wohl einer der blödsinnigen Filme des Mysterie Science Theaters 3000. Ein Film aus Mexiko. Ein Ringer mit Silbermaske wird zur Hilfe gerufen, das Kidnappen der Tochter des Professors zu verhindern. Vampirfrauen versuchen ihrem Meister eine Braut zu verschaffen.

Wanderhure

Im letzten Spiegel stand: Das Buch wird verfilmt. Vor ein paar Jahren war Iny Lorentz mit uns auf dem Oldie-Con. Ist zwar kein SF, was sie schreibt, und ich hatte keine Ahnung, dass sie mit ihren historischen Krimischinken Bestsellerautorin ist, als sie mir beim Steak gegenübersaß. Unterwössen, Urquelle des Vurguzz. Wir hatten Bombemwetter in Bayern, deutsche SF-Größen zuhauf, mich eingeschlossen (grins). Bier und Gespräche flossen reichlich und dieses Jahr geht es wieder dorthin. Das Zimmer ist schon bestellt.

mercoledì, aprile 08, 2009


Interzone, March/April 2009
Das Titelbild ist urig, erinnert an eine Zeppelinstation in einer Jule Verne Geschichte, obwohl der natürlich nie Zeppeline in seinen Geschichten hatte.

Bis auf Bruce Sterling las ich nur mir unbekannte Autoren, was ok ist, solange sie gut sind. Zum Beispiel Matthew Kressel. In seiner Story "Saving Diego" geht es um zwei Freunde, die um zwölftausend Lichtjahre auseinander leben. Vor Jahren hatten sie zusammen gekokst und Tabletten an Junkies verkauft, die damit in virtuelle Welten eintauchten, Dinge taten, die im Real Life nicht zulässig waren. Diego war mit Stoff vollgepumpt, als die Polizei auftauchte. Protag Mikal machte sich aus dem Staub und ließ Diego zurück. Nun sah er ihn am anderen Ende der Galaxis wieder. Und wieder war er vollgekokst, diesmal mit einem Stoff seiner Gastwelt. Mikal war Diegos Ruf gefolgt, ihn von seiner Sucht zu befreien.

Er versucht es, in dieser eigenartigen Welt, in der das Zeug, das Diego raucht, von den Bewohnern der Welt nur an religiösen Feiertagen konsumiert wird. Mikal probiert es und fühlt sich eins mit dem Kosmos, der doch nur, wie sich später herausstellt, eine Sonnensysteme verschlingende Identität ist, die Diego als Pet, als Art von Haustier hält, das ihr die Langeweile vertreibt.

Mikals Hilfe zahlt sich aus. Doch je mehr Diego von seiner Sucht befreit wird, desto stärker wird Mikal in sie hineingezogen. Schließlich macht Diego sich auf den Weg zurück zur Erde und läßt Mikal zurück.

Das Setting Bruce Sterlings Story "Black Swan" spielt in Italien, meinem Gastland. Noch genauer, im Café Elena auf der Piazza Vittorio Veneto in Turin.

Luca, ein Technoblogger, wird von Massimo Montaldo mit technischen Daten gefüttert, die aus einem anderen Italien stammen, das die Physik der Parallelwelten erforscht hat. Montaldo ist mit einem Laptop unterwegs, dessen Funktionstasten F1, F2, F3 es ihm erlauben, auf andere Welten zu springen, von denen er einige selbst erzeugt hat. Bekannte Persönlichkeiten haben sich auf diesen Welten unterschiedlich entwickelt. In einem anderen Italien wurde der Schriftsteller Italo Calvino ein bekannter Physiker. Olivetti hielt sich als Chiphersteller und Nikolas Sarkozy wurde ein mafiöser Diktator, der Montaldo umbringen lässt. Luca bleibt nichts anderes übrig, als sich Montaldos Laptop zu schnappen und sich aus dem Staub zu machen. F1, F2, F3.

martedì, aprile 07, 2009

Erdbeben in Mittelitalien.

Das nimmt einen mit und geht nicht spurlos vorűber. So erging es wohl jedem in unserem Dorf. In der Nähe von Ferrara haben wir davon nichts mitbekommen. Gestern las ich von den ersten Toten in Spiegel Online, während die Zeitung nur von einem harmlosen Erdstoß in der Nähe von von Forli berichtete. Doch die Ausgabe von heute war voll erschütternder Fotos. Eine Katastrophe. Schon sind 179 Tote gezählt, die von den Trümmern ihrer Häuser begraben wurden. Und der Counter läuft weiter.

martedì, marzo 31, 2009


Analog, Science Fiction and Fact, May 2009

Es ist das Jahr 2057 und Peter Frondelli, kurz nachdem er seiner Freundin, der Opernsängerin Angee einen Heiratsantrag gemacht hat, erfährt, dass er Glück hat, für das erkrankte Mitglied einer Saturnexpedition einzuspringen. Frondelli bekommt postwendend, nachdem er dies seiner Verlobten erzählte, den Ring mit einem Abschiedsbrief zurück. Er begibt sich auf das Schiff und lässt sich, um nicht an seine Ex-Verlobte denken zu müssen, in Stasis versetzen. Bei den Saturnmonden erwacht er. Eine Meldung wartet auf ihn, dass seine Ex ihn nach wie vor liebt und durch ihre vermeintliche Trennung es ihm hatte erleichtern wollen sich auf die von ihm heissgeliebte Expedition zu begeben.

Auf dem Schiff lernt er eine Frau kennen, die sexuell nachholen will, was sie in ihrer Stasis versäumt hatte. Frondelli lehnt ab, was dazu führt, dass er nicht zur Mannschaft gehört, die einen der Saturnmonde untersucht. Stattdessen fliegt Frondelli die Raumfähre mit einem Kameraden und etwas klatscht im luftleeren Raum gegen ihre Kabine und setzt sich auf der Außenhaut der Fähre fest.

So haben die beiden im Gegensatz zur Expedition des Saturnmondes die eigentliche sensationelle Entdeckung einer sich im All fortbewegenden lebenden Einheit gemacht, deren Flügel als Sonnensegel benutzt werden. Damit haben wir auch in dieser Analog Geschichte wieder den technischen Aspekt. Weiterhin erfahren wir, dass auch Angee ihre Opernkarriere aufgegeben hat, sich in Stasis versetzen läßt, um mit Frondelli einen Altersgleichstand zu haben. Wäre doch nicht gut gewesen, wenn er bei seiner Rückkehr einer alten Frau den Verlobungsring über den Finger hätte streifen müssen.

venerdì, marzo 27, 2009


Asimov’s Science Fiction, April/May 2009

Brian Stableford läßt mit “The Great Armada“ eine Geschichte vom Stapel, die eine Art Kreuzung zwischen Jules Verne und H.G. Wells Geschichten ist. Man steigt auch nicht sofort dahinter, um was es eigentlich geht. Wird doch vorausgesetzt, dass man Stablefords Stories von 2006 und 2007 gelesen und den Inhalt behalten hat.

Es geht um die drohende Armada der Seleniten, von Mondbewohnern, um das Fleshcore, die Zentrale eines interstellaren Zusammenschlusses interstellarer Nationen, die im Mittelpunkt der Galaxis angesiedelt ist, um intelligente Spinnen und um die Shadows, die um das schwarze Loch im Zentrum der Galaxis kreisen und die höchste Entwicklungsstufe darstellen, die sie befähigen, Sir Francis Bacon, der uns aus der englischen Geschichte geläufig sein sollte, den Angriff der
Seleniten auf die Erde abwehren zu lassen.

Eine andere lange Story ist „The Spires of Denon“ von Kristine Kathryn Rusch. Eine Geschichte, die űber fünfzig Seiten dahinplätschert. Mit anderen Worten, es passiert nicht viel. Ein Sicherheitsfachmann wird mit seiner Crew angeheuert, eine Archäologengruppe auf einem Planeten zu schűtzen, die in einer Stadt nach Artifakten einer alten Zivilisation sucht. Nun, die Chefin der Gruppe hat in unterirdischen Höhlen einige von ihnen sichergestellt, um sie, wie sich später herausstellt zu verkaufen. Zwei Regierungsbeauftragte sind hinter ihr her. Das wars im Grunde schon. Und das űber 50 Seiten. Ist das keine Leistung?

martedì, marzo 24, 2009

Ein neuer Besuch bei Ray Kurzweil

Wer kennt ihn nicht? Wohl die meisten , aber wenn man sich für SF interessiert und mit der näheren Zukunft beschäftigt, stößt man auf seinen Namen. Vor Jahren habe ich sein Buch ´The Age of Spiritual Machines´gekauft und gelesen. Auf mehreren Seiten skizziert er eine Zeitlinie beginnend mit der Geburt des Universums bis zu dem Zeitpunkt in dem eine Kombination von Mensch und Computer über dessen Schicksal spekuliert.

Kurzweil wurde fünfzehnmal mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Er ist also nicht nur ein gepflegter Spinner (aber auch, hehe), sondern hat durch seine Erfindungen wie die Lesemaschine für Blinde einen Beitrag für unsere menschliche Gesellschaft geleistet.
Dass er sich später seinen Kopf einfrieren lassen wird, weil die Unzahl von Vitaminen und Ergänzungsstoffen, die er täglich zu sich nimmt, ihm es wohl doch nicht erlauben, die prognostizierte Zeit zu erreichen, in der man das Bewußtsein auf eine Festplatte laden kann, zeugt davon, dass er an eine Zukunft glaubt, in der Menschen und Computer miteinander verschmelzen.

Hier ein Video, in der er sein neuestes Buch ´The Singularity is near´ erläutert.
Ich stieß wieder auf Kurzweil in der letzten Ausgabe der Business Week, die sich in ihrem Artikel ´The School of Future knocks´ mit der Singularity University beschäftigt, die im NASA Ames Research Center in Mountain View, Calif untergebracht ist. Das Unternehmen Google, das seine Finger überall dort hat, wo die Zukunft gestaltet werden kann, ist einer der Hauptsponsoren. Das Institut hat sich vorgenommen, Studenten und Manager mit disruptiven Technologien vertraut zu machen, welche konservative Verfahren und Prozeduren ablösen könnten.
Im Grunde geht es darum, Trends frühzeitig aufzuspüren und zu handeln, bevor es die Mitwettbewerber machen.

lunedì, marzo 23, 2009

Stephen Wolfram,

dessen Computerprogram Mathematica weltweite Popularität erlangt hat, schrieb doch diesen Wälzer „A new kind of Science“, in dem er alle Prozesse in der Natur auf mathematische Gleichungen zurückführt.

Im letzten „Der Spiegel“ sah ich, dass er nun an einer Suchmaschine arbeitet, WolframAlpha, die im Mai fertiggestellt sein soll. Diese soll nicht nur Webseiten zeigen, sondern auch Antworten auf Fragen liefern.

lunedì, marzo 16, 2009



Fantasy & Science Fiction, March 2009

Editor Gordon van Gelder stellt die Erscheinungsweise auf 2 monatlich um. Das Magazin ist 60 Jahre alt. Nicht, dass es uns jetzt wegstirbt. Alle 2 Monate passt mir jedoch, denn heute waren schon wieder Analog und Asimov´s in der Post.

Die beste Story dieser Ausgabe war ´That hell-bound Train´von Robert Bloch. Sie bekam 1959 den Hugo. William Tenn, der kurz Editor dieses Magazins war und auch schon 87 Jahre auf dem Buckel hat, suchte diese Geschichte für F&SF aus. Tenn war SF-Autor während Bloch, der 1994 starb, dem Horror frönte. Sein populärstes Buch war das verfilmte ´Psycho´.

Was die Story anbelangt, geht es um einen Hobo, der Eisenbahnen liebte. Eines Tages kommt ein Zug vorbei, der neben ihm anhält. Lokomotivführer ist der Teufel, der mit ihm einen Pakt abschließt. Alles weitere hier: http://en.wikipedia.org/wiki/That_Hell-Bound_Train

mercoledì, marzo 11, 2009

Arbeitslose U.S.-Amerikaner leben in Zeltstädten

Ich sehe mir hin und wieder portugiesisches Internetfernsehen an, um mich in die Sprache einzuhőren. Heute brachten sie u.a. ein Video aus Kalifornien, aus dem hervorging, dass Familien, ohne Haus und Arbeit in Zeltstädte ziehen. Beeindruckend.
Analog Science Fiction and Fact, April 2009

Gunfight on Far-Side ist eine abenteuerliche Story. Eine Frau, die sich später als Steuerfahnder outet, besucht einen alten Mann der auf der erdabgewandten Seite des Mondes lebt. Malcolm Bell war der Held eines Shoot-outs der fatal an den Gunfight at the O.K. Corral erinnert, in dem Wyatt Earp die Clanton Familie umgenietet hatte. Auf dem Mond war es nur ein gehirngeschädigter Mann, der es auf Bell absah. Nun Bell gewann den Kampf und erzählte der Frau, dass sich ein extraterrestrisches Paar auf der Far-Side eingerichtet hatte. Am Schluss vergisst die Frau ihre Steuerfahnung und schlieβt sich der Gruppe an, die auf einer anderen Welt mit den Aliens zusammenlebt. Sicher hirnrissig und weithergeholt. Nur, naheliegende Themen scheinen erschőpft zu sein.

Ich sitze mit meinem lahmen Laptop auf der Terrasse

und schon weicht die Sonne dicken Wolken.
Habe gerade ein Account bei Twitter eröffnet. Scheint der neueste Schrei zu sein. What are you doing right now? Idiotisch in meinen Augen, aber was weiß ich schon. Dabei sein ist alles, lol. Ich werde zwei Mal am Tag da rein sehen. Inzwischen gibt es bei dem Verlag Wiley das Buch ´Twitter Power´. How to dominate the market one tweet at the time. Vielleicht kann ich dort Reklame für unseren BDSM-Club in Second Life machen, wo alles Möglich wird, so gar das Gegenteil.

Es war früher einfacher, Trends vorauszusehen. Wozu wird Twitter einmal gut sein und nun, das was in der letzten Business Week steht. THE NEXT NET. Unternehmen werden bald wissen, wo sich ihre Kunden zu jeder Zeit aufhalten. Toll. Und zwar anhand ihrer Telefone, die deren Standorte verraten werden. In den U.S.A gibt es bereits Unternehmen, die Daten dieser Art sammeln und an Abnehmer schicken. Data Mining besonderer Art. Das geht so: Citysense sammelt in San Francisco Abonnenten, die ein Programm auf ihre Handys laden und sich einverstanden erklären, aufgespürt und einem Stamm zugeordnet zu werden. Nachteulen zum Beispiel. So kann eine Nachteule anhand eines Stadplanes auf dem Handy sehen, in welcher Bar die meisten Nachteulen sind. Das kann ausgeweitet werden. Stellen wir uns vor, wir seien alle registriert und in Gruppen eingeteilt. Wir sind alle aufspürbar. In welchen Laden gehen wir, welche Kinos besuchen wir usw. Machen die Leute da mit? Ist fraglich zu diesem Zeitpunkt. Aber soziale Netzwerke desensibilisieren Menschen, die immer mehr bereit sind, ihre Intimsphäre offenzulegen.

Was ist mit mir? Ich bin meistens zu Hause.

venerdì, marzo 06, 2009

Asimov’s Science Fiction, March 2009

Harry Turtledove, ist für seine Alternative Worlds Romane und Stories bekannt. Ich weiß nicht, ob ´Getting Real´ in einer alternativen Welt zuhause ist oder ein ein Abbild unserer nahen Zukunft sein wird. Anlagen zur letzteren sind vorhanden: Die Pleite der U.S.A., wenn China seine monetären Reserven abzieht, was einen kurzen Krieg auslöst, den die U.S.A. nicht gewinnen kann. Sie hat Reparationen zu leisten und eine vorgelagerte Inselkette an die Chinesen abzutreten.

Inzwischen ist China den U.S.A. technologisch um 50 Jahre voraus. Der Beweis sind Avatars, menschengleiche künstliche Gestalten, die verunsicherten amerikanischen Bürgern ´Getting Real´ Kartonschnipsel geben, die diese sich auf die Schläfe drücken und damit in eine virtuelle Welt eintrauchen, in der sie fulminante und sexuelle Abenteuer erleben. Sei es als Anfűhrer einer Wikingerhorde, als Rock n´ Rollstar oder eine andere Traumfigur.

Die amerikanische Regierung geht dagegen mit F27 Jägern an, welche die Luftwaffe zur Inselkette schickt, während die Marine ein Spezialschiff auf die Reise bringt. Die Flieger kehren jedoch zurück und krachen auf die Häuser von Los Angeles während das Schiff versinkt. Und als die Kuppel des Geodomes über Los Angeles zusammenstürzt, vermögen auch Panzer des Heeres gegen der Übermacht der Avatars nichts auszurichten. Je länger die Kriegsversuche der U.S.A. andauern, je härter werden die Sanktionen, mit denen letztendlich die U.S.A. in die Knie gezwungen werden.

Nun, so frage ich mich, ist das eine alternative Welt oder ein Blick auf unsere Zukunft? In meiner Zeitung lese ich, daß General Motors am Abgrund einer Pleite steht. Diese Zukunft hat begonnen.

giovedì, marzo 05, 2009

CVS Dispensing Drugs and Health Reform, Business Week, Febr. 23, 2009

In diesem Beitrag geht es um die US-Apothekenkette CVS, die aus New England Drugstores hervorgegangen, sich zum einem Umsatzbringer von 76 Milliarden US Dollar entwickelt hat. Es geht aber auch um das abartige Gesundheitssystem, in dem um die 40 % der US-Amerikaner nicht versichert sind. CVS plant einen Beitrag fűr die Volksgesundheit zu leisten, in dem es mehr Geld macht. Doch dazu später mehr.

Der Ist-Zustand zeigt Absonderlichkeiten. Wenn ich, als ich in den U.S.A. lebte, ein Rezept einlősen wollte, fuhr ich zu einem Drugstore, in den eine Apotheke integriert war. Der Drugstore enthielt Dinge täglichen Bedarfs wie Papierteller, Zahnpasta, Servietten, Postkarten, und OTC-Medikamente (OTC = Over the Counter )wie Aspirin, Ibuprofen, Abfűhrmittel, Vitamine usw. Dann gab es die Apothekentheke (g) mit dem Drop-Off (Abgabe) und dem Pick-Up (Abhol) Schalter. Am Drop-Off Schalter hinterlegt man das Rezept und die weiβbekittelte Angestellte erzählt einem, dass man in einer halben Stunde aufgerufen wird. Dann legt sie das Rezept zur Seite. Während ich mir in der halben Stunde űberlege, was ich in der halben Stunde machen kőnnte, wird irgendwann eine orangfarbene Rőhre mit 30 Pillen abgefűllt, ein Etikett und ein Beipackzettel gedruckt, das Etikett auf die Rőhre geklebt. Irgendwann hőrt man űber einen Lautsprecher seinen Namen, geht zum Pick-Up Schalter, bekommt das Päckchen und wird um die 30 Dollar los, wenn man versichert ist, wie ich es war. Sonst kostet es wohl noch mehr. – Die Medikamente sind nicht abgepackt, sondern befinden sich in Schűttelbehältern mit Pillenzählern. Es entstehen Packfehler. Aus 125 mg werden 375, aus Xyrobon wird Boroxyn und aus einem Kranken wird ein Toter. Das einzig Positive ist die Refill-Prozedur. Wenn die Pillen aufgebraucht sind, ruft man eine Nummer an, spricht Namen, Medikament auf einen Anrufbeantworter, und man kann das Medikament in einer halben Stunde abholen. Der Arztbesuch wird eingespart.

Wieder zum Artikel zurűck: Was will CVS? Geld machen mit einem Beitrag zur Gesundheit. Die Apotheke hat vor, aufgrund seiner Kundendaten die Patienten anzurufen und zu erinnern, wenn ihre Pillen aufgebraucht sind. Das ist ähnlich, wenn ein Autohändler anruft und an die fällige Inspektion erinnert. Fűr Patienten wie fűr Autos von Vorteil. In Italien machen es weder Apotheken noch Autohändler. Zu blőd oder ignorant? In den U.S.A. machen es die Autohändler. Die CVS sieht einen Nachholbedarf beim Management von chronischen Krankheiten und der Vereinfachung von Prozeduren, die man sich schon lange hätte einfallen lassen kőnnen.

domenica, marzo 01, 2009

Scientific American, February 2009

Über die ´Nackte Singularität´aus dieser Ausgabe hatte ich etwas geschrieben. Nun der Rest an Beiträgen:

Nanomedicine targets Cancer. Wenn ich mir ansehe, in welchem Schneckentempo Fortschritte in der Krebsbekämpfung erzielt werden, wird das Thema dieses Beitrages wohl erst im nächsten Jahrhundert relevant. Es geht um einen Systemansatz, in dem der Körper eines Lebewesens als ein komplexes Netzwerk molekularer Interaktionen angesehen wird. Extrem miniaturisierte Geräte könnten durch Messungen Systemfehler aufspüren und Gegenmaßnahmen einleiten. Als erstes werden die Daten des Genetischen Codes in einem Computermodell abgelegt. Wenn Nanosonden Abweichungen davon feststellen, wird gegengesteuert. Einfach, nicht wahr? (K. grinst):

In ´The Origin of Land under the Sea´ wird berichtet, wie Lava durch poröse Gesteinsschichten nach oben sickert und sich auf dem Meeresboden ablagert.

Und nun etwas für uns SF-Guys: ´New Dawn for Electric Rockets´. Es geht um die Technik von elektrischen Raketen. 1903 begann es mit Konstantin E. Tsiolkovsky, der die Raketengleichung aufstellte, die noch immer benutzt und zur Schätzung des Treibstoffverbrauches herangezogen wird.
Einige andere Namen: Robert H. Goddard (1906), Ernst Stuhlinger (1954), Adriano Ducati (1962). Für weite Strecken sind Plasma- und Ionenraketen am besten geeignet. Sie besitzen nicht die Anfangsgeschwindigkeit chemischer Raketen, können ihren Antrieb jedoch aus Solarzellen speisen, während der chemische Treibstoff längst aufgebraucht ist.

Sculpting the Brain. Die Struktur des cerebralen Kortex ist Gegenstand dieses Artikels. Der Natur ist es gelungen, die Oberfläche eines Gehirns höherentwickelter Lebewesen zu vergrößern. Auf das Gehirn eines Fötus wirken mechanische Kräfte ein, wenn Neuronen ihre Verbindungen zu den Nachbarn herstellen. Die Axonen spannen und ziehen einen Teil der Gehirnoberfläche mit sich, so daß diese hügelig wird Wo es bei diesen Prozessen zu Störungen kommt, entstehen Schizophrenie, oder Autismus. Was nach wie vor unmöglich ist: Anhand eines Kortex herauszufinden, ob das Hirn einem Mőrder oder einem Genie gehört.

venerdì, febbraio 27, 2009

Interzone, Science Fiction and Fantasy, February 2009

Ich schrieb schon mehrere Male: Stories in Interzone, dem britischen SF-Magazin, das nun schon 220 Ausgaben herausgebraucht hat, passen nicht recht in die glatte SF-Story Landschaft. Sie sind bizarrer. Wie ‚Sinner, Baker, Fabulist, Priest; Red Mask, Black Mask, Gentleman, Beast’ von Eugie Foster.

Űber die Bűrger des Landes wacht eine maskierte Kőnigin. Masken tragen sie alle in diesem Land.
Die Wohnung des Bűrgers besteht aus einem Schlafraum, einer Kűche und einem Maskenzimmer. Jeden Morgen stűlpt er eine Maske űber. Metallen maskierte Gendarmen wachen darűber. Dotterblume steht fűr Mord, Blau fűr junge Frauen, Schwarz fűr Sex, Orange fűr Agonie, der Jaspis fűrs Kokettieren, Weiβ fűr Gehorsam, Rot fűr Offenbarung, Diamanten fűr den Tod.

Der Protagonist lässt den Leser daran teilhaben, was ihm beim Tragen der unterschiedlichen Masken zustőβt. Er wird von der Dienerin seiner Geliebten entfűhrt, indem sie ihm eine Gehorsamsmaske aufsetzt. Sie begeben sich unter die Halle der Maskenmachergilde. In einem Raum ist eine diamantene Maske ausgestellt, die der Kőnigin gehőrt. Als er gezwungen wird, sich die Maske aufzusetzen erfährt er, dass die Wissenschaftler der Kőnigin auf ihr Geheiβ diese Masken entwickelten, die Bűrger abzulenken, indem sie die in den Masken einprogrammierten Szenarien erlebten, um sie von Mord und Totschlag und anderen kriminellen Aktivitäten abzuhalten. Das einzige, was in diesem Land kriminell ist, wenn tagsűber keine Maske getragen wird. Der Protag muss miterleben, wie die Frau, die ihm die Augen geőffnet hat, von einem Gendarmen getőtet wird und er beschlieβt Chaos in das System zu bringen.

Am Anfang kam ich mit dieser Story nicht klar. Nun ist es fűr mich die beste dieser Ausgabe.

domenica, febbraio 22, 2009

Fantasy & Science Fiction, February

Shadow of the Valley von Fred Chappell war gut zu lesen. Es geht um Shadows, Schatten also, die in Chappells Geschichten ein unentbehrlicher Bestandteil des Menschen sind. In dieser nun geht es um den Lehrling eines Schattenhändlers, der von seinem Meister beauftragt wurde, in einem entlegenen Tal seltene Pflanzen auszugraben und heimzubringen. Pflanzen, fűr die eine starke Nachfrage herrscht. Der Platz ist tődlich, Menschen, die in das Tal gekommen waren, hatten ihre Schatten verloren und verendeten.

Der Protag, der sich Stalwart nennt, stellt eine Truppe aus Wrackpiraten zusammen, die das Geld lockt und sie machen sich auf den Weg. Sie gehen des Nachts, um so wenig Schatten wie nur mőglich zu werfen und haben Műhe bis zum Morgenanbruch mit ihren gesammelten Pflanzen aus dem Tal herauszukommen. Als der Tag heranbricht und die Gruppe das Tal noch nicht verlassen hat, rűcken sie zusammen, so dass nur ein undefinierbarer Schatten exisitiert, der schwerer zu zerstőren ist. Einer der Gruppe verliert jedoch die Nerven und lőst sich von ihr. Ihn trifft das Schicksal.

Eine andere gute Geschichte, von Kristine Kathryn Rusch als die beste der letzten vergangenen Jahre angesehen ist Jack Cady’s ‚The Night we buried Road Dog’.

Hier geht es um das spärlich besiedelte Montana in den U.S.A., um die einsamen Autobahnen und die Autos, die dann doch darűber hinweg jagen. Jesse, baut einen Autofriedhof, der immer mehr Autos aufnimmt. Jesse jagd űber Autobahnen, um den Road Dog zu jagen, der auf Toilettenwände seine Sprűche kritzelt. Jesse, so stellt sich heraus, ist die Road Dog, wenn er nicht Jesse ist.

Die Story wurde 1993 mit dem Nebula Award ausgezeichnet. Die Beschreibung der Landschaft und ihrer Leute kommt gut rűber. Die Story ist lang, spannend und mysteriős.