Coversong Roads

sabato, luglio 19, 2008


Warum werden Australier ihre Wolle nicht mehr los?

Weil sie ihren Merinoschafen den Arsch glatthobeln. Und das ohne Betäubung. Grund, das faltige Hinterteil von Merinos ist Biotop für fleischfressende Maden. Die Prozedur, Mulesing, wurde nach John Mules benannt, der sie vor rund siebzig Jahren zum ersten Mal anwandte. Sie wird von der Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) heftig kritisiert. Um dreißig Firmen wie Benetton, H & M, Timberland, Hugo Boss, kaufen ihre Wolle jetzt woanders. Wer will auch Pullover aus Wolle dieser armen Viecher tragen.
Die News aus der Business Week vom 21.7. zeigen doch, was Business fuer ein mannigfaltiges Spektrum umfasst.

domenica, luglio 13, 2008


Scientific American, January 2005

Wieder eine durchgeackert. Erinnert mich an Astronomie, je tiefer man ins All sieht, desto älter sind die Galaxien zu dem Zeitpunkt, an dem sie sichtbar sind. Je tiefer die Scientific Americans in meinem Stapel liegen, desto älter sind sie.

In dieser Ausgabe wird unter “A bad fix for Hubble?” darüber spekuliert, ob die Reparatur durch Roboter nicht zu riskant ist. Alles was ich nun weiß ist, dass sie gelungen ist.

Hans Moravec wird vorgestellt. Er ist Robotics Ingeneur und Programmierer, stark von der Science Fiction beeinflusst. Arbeitet im Robotic Institute der Carnegie Mellon Universität und er war es, der behauptete, eines Tages würde das Bewusstsein des Menschen in einen Computer geladen. Auch meint er, dass um die 96 Prozent der Lebenwesen auf der Erde aussterben werden, unter ihnen die Menschen. Roboter werden unser Erbe übernehmen.

Im Artikel “Immunity’s early warning system” beschreibt Luke A.J. O’Neill das Innate und das Adaptive Immune System. Es geht um Pathogene, Cytokine, Makrophagen, Monocyten, B-Zellen, Antigene, Rezeptoren. Einer von ihnen ist der Toll-Like-Rezeptor (TLR). Er wurde von Christiane Nusslein-Volhard entdeckt. Toll ist das deutsche Wort toll. Vom Sinn her wäre ‘eigenartig’ wohl genauer gewesen, jedoch Eigenartig-Like-Rezeptor hörte sich noch seltsamer an. Toll steht in diesem Kontext für ‘weird’ = eigenartig, seltsam. Der Körperbau von Fruchtfliegen gerät durcheinander, wenn der TLR fehlt. Rezeptoren dieser Art aktivieren das Verteidigungssystem einer infizierten Zelle.

Im Artikel “The midlife crisis of the cosmos’ berichtet Amy J. Barger, dass die Zeit der Geburten grosser Galaxien vorbei ist. Vor etwa zehn Milliarden Jahren war im Universum eine höhere Aktivität zu verzeichnen. Die Galaxien waren größer als die, die zu unserer Zeit Sterne in die Welt setzen. Scheiben von Materie, die um supermassive schwarze Löcher mit einem Gewicht von milliarden Sonnen kreisen, werden von diesen absorbiert. Das im Zentrum unserer Milchstraße befindliche schwarze Loch ist nur noch schwach aktiv, da es keine Materie mehr in seiner Umgebung hat, von der es sich hätte ernähren können. Die Formation von Sternen wird nun in Galaxien mittlerer Größe ausgelöst und irgendwann sind auch diese am Ende. Im Weltall wird es ruhiger werden, je mehr es expandiert.

W. Wayt Gibbs beschreibt in “Considerate Computing” Bemühungen, Personal Computer, Faxmaschinen, Handies, andere Telefone, dazu zu bringen, den Anwender nur dann zu behelligen, wenn dieser Zeit dafür hat, damit er konzentriert arbeiten kann. Damit sind sie jedoch noch nicht weit gekommen. Und überhaupt, hätten sie erst mal mit den Telefonen in Privathäusern angefangen, um Anrufe von Call-Centern rauszufiltern. Ich bringe ein paar Schlagworte, aus denen sich jeder selbst ein Bild zusammensetzen kann: Date and time, ambient acoustics, conversation in progress, interaction with computers, gaze direction, location, wireless signal, deadlines, schedules.

“Capturing a killer virus.” Es geht um den tödlichen Grippe Virus, der um 1918 über 40 Millionen Menschen getötet hatte. Diesen haben sich Wissenschaftler nun mitVirusabschnitten aus Leichenteilen zusammengebastelt um herauszubekommen, warum gerade dieser so virulent war. Sie müssen noch weiter daran arbeiten, da noch kein brauchbares Ergebnis vorliegt.

Im folgenden Artikel geht es um Quantum Kryptographie, mit deren Hilfe Mitteilungen mit einem unbrechbaren Code verschlüsseln werden können. Es geht um Qubits, Heisenbergs Unschärfetheorie und um die Erfindung Charles Bennets, der die Kryptographie auf Basis der Quantenmechanik mitentwickelte. Genug davon, bevor mir der Kopf platzt, und das bei einer Hitze von 34 Grad im Schatten.

Am Schluss der Ausgabe widersprechen Psychologen der Auffassung, dass ein weniger ausgeprägtes Selbstbewusstsein zu schlechteren Ergebnissen in Studium und Beruf führt. Menschen mit erhöhtem Selbstvertrauen verstehen es jedoch, glücklicher und aktiver zu leben.

venerdì, luglio 11, 2008


Italienische Rasta dürfen haschen

Das oberste Gericht, die Cassazione hob ein Urteil auf, dass einem Italiener, der Hanf im Garten angebaut hatte, schuldig sprach. Er behauptete, er sei Rasta. Und so meinte die Cassazione, das sei natürlich was anderes, da es für Rastas eine heilige Pflanze sei, die der Meditation und Kontemplation diene. Danach kann der Freigesprochene soviel weed anbauen, wie er will, wenn es seinem persönlichem Gebrauch und dem anderer Rastas diene.

Die Cassazione hatte vor Jahren ein anderes Ei gelegt als es urteilte, eine Frau sei nicht vergewaltigt, wenn sie Jeans trüge. In dem Fall hätte sie dem ‘angeblichen’ Vergewaltiger geholfen, die Hose herunter zu bekommen.

giovedì, luglio 10, 2008


Kernkraft – Ja bitte?

So steht es im letzten Spiegel. Das Pendel bewegt sich zurück. In den 50er Jahren sahen wir in der Klasse den Dokumentarfilm ‘Unser Freund das Atom’, dann bekamen wir beim Bund eine Strahlenschutzplane und ein Strahlendosimeter. Erstere hatten wir bei einem Atomangriff über unseren Kopf zu ziehen, letzteres mussten wir am Hals tragen. Es gab die bekannten Zwischenfälle in den Reaktoren, Probleme bei der Endlagerung und jetzt, wo Strom-, Gas- und Treibstoffpreise in die Höhe schnellen, ist die Atomtechnik wieder in, mit allen ihren vielen Unbekannten.

sabato, luglio 05, 2008




Kleidung für übergewichtige Kinder

Die gleiche Ausgabe der Businessweek brachte einen anderen interessanten Artikel mit “Bigger Kids want to dress cool too”. Kleidung für übergewichtige Kinder wird in den U.S.A einen Zuwachs bis 2012 von 41 Prozent haben. Da tut sich ein Markt auf. Der Prozentsatz an übergewichtigen U.S.-Amerikanern ist nachweislich höher als der an Europäern mit den gleichen Problemen. Ich hatte eine Menge dieser Couchpotatoes gesehen. Den Trend zur Verfettung scheint es jedoch in allen zivilisierten Ländern zu geben. Ich liege auf der Terrasse in meinem Gartenstuhl und sehe auf meinen Bauch, aus meinen Augenwinkeln, und denke, noch zu heiß zum Radfahren, deshalb zurück zum Thema. Leute, hier tut sich eine Marktlücke auf. Kleidung für dicke Kinder. Macht was daraus. Stellt das Zeug her und verkauft es online.



Bei diesen Petroleumpreisen

und der erstaunlichen Zahl von 30 Millionen Tonnen pro Jahr, die auf US-Müllhalden gekippt werden, lohnte es sich, über Bioplastik nachzudenken. Ein Material, das sich zu Erde kompostieren lässt. Langsam kommt die Produktion in Gang.

Eine Anzahl von Unternehmen nimmt die Produktion auf. Aus der Business Well vom 30.6. sehe ich, wie Metabolix, Mirel genannt, in Behältern von genmodifizierten Mikroben erzeugt wird. Sie ernähren sich von Glukose des Getreides, formen den Zucker in Fette um, die etwa 80 Prozent des Gewichtes der Zellen ausmachen. Diese werden geerntet, getrocknet und zu Scheiben geformt.

Bioplastik ist zur Zeit teurer als die konventionelle, aber es ist abzusehen, dass sie mit erhöhtem Ausstoß die aus Petroleum hergestellte ablösen wird. Hoffentlich.

giovedì, luglio 03, 2008


Urknall im Labor

Mit ‘Big Bang’ hatte ich vor Jahren eine Story geschrieben, die annähernd das widergibt, was sich jetzt in Wirklichkeit abspielt, ohne die in der Story geschilderte Konsequenz einer drohenden Vernichtung der Erde. Nun wird der LHC (Large Hadron Collider) bald eingeschaltet, wie der Spiegel in seiner letzten Ausgabe berichtet. Ein Teilchenbeschleuniger mit einem Ring von 27 km Länge, durch das Schwärme von Protonen gejagt werden, deren Kollision nahe an den Urknall herankommen soll. In diesen Buchteilen einer Sekunde werden Temperaturen von einigen Billionen Grad Hitze freigesetzt. Es soll ein Quark-Gluonen Plasma entstehen, das sich für zehn Billionstel Sekunden nach dem Urknall bildete, ein Brei, der nach dem Zerfall durch geringe Unebenheiten dafür sorgte dass sich später Galaxien bildeten.

Der Urknall fand vor ungefähr 13.7 Milliarden von Jahren statt. Jetzt suchen wir nach schwarzer Materie, schwarzer Energie, Higgs Bosonen, versuchen die String Theorie, die Theorie der Super Symmetrik zu erhärten oder zu beweisen. Hier ist sicher nicht der Platz ausführlich darauf einzugehen, obwohl es darüber genügend Artikel in meinen Scientific Americans gibt. Das LHC könnte dazu beitragen, eine Welttheorie zu entwickeln, die alle bisher aufgestellten zusammenfasst. Vielleicht kann nachgewiesen werden, wie lt. Stringtheorie Teilchen aus anderen Dimensionen in unsere eigene dringen.

mercoledì, luglio 02, 2008

Fantasy & Science Fiction, July 2008

Nun gut, hier stehen Geschichten, mit denen man etwas anfangen kann. “Fullbrim’s Finding” von Matthew Hughes zum Beispiel. Doldan Fullbrim war verschwunden. Das sagte seine Frau Caddice. Freelance Discriminator der Alten Erde, Henghis Hapthorn machte sich auf die Suche nach ihm und fand heraus, dass Fullbrim mit seinem Raumschiff nach Greylag geflogen war. Ein Planet, auf dem sich sehr wenig befand, wie ein kleiner Raumflugplatz, eine Bar. War es eine Bar? Eher ein Hotel, aber das war es auch nicht. Es enthielt Zellen, wie der Innkeeper Hapthorn erzählte. Darin lagen, saßen, standen diejenigen, die dem steinigen Pfad in die zerklüfteten Berge gefolgt waren, um nach dem Sinn des Lebens, der Substanz hinter der Form, zu forschen. Sie waren mit trübem Blick und leergefegtem Gehirn zurückgekehrt und Froust, der Innkeeper gab ihnen eine Zelle zum leben, aus der sie nicht wieder herauskamen. Sie antworteten ihm nicht, wenn er sie über ihren Aufenthalt in den Bergen ausfragte.

Hapthorn und Froust entdeckten Fullbrim auf einem Hügel. Fullbrims Geist schien so leer wie der aller anderen, die sich in die Berge gewagt hatten. Es war aus Fullbrim nichts herauszubekommen, er schluchzte nur und Froust steckte ihn zu den anderen. So machte sich Hapthorn auf den Weg, an dessen Ende sich eine Höhle auftat, und er kam zurück, in einem Stück, alert wie eh und je. Was unterschied ihn von den anderen? Jene hatten, so fand er heraus, die Perfektion gesucht, die hinter dem sichtbaren Schaum des Universums verborgen war. Nur gab es sie nicht, diese Perfektion. Die Sucher, wie Haphtorn auch, begegneten einer Einheit, welche ihre Gestalt annahm. Die Geschichte war die, wie Hapthorn Froust erzählte, dass dieses Universum eine defekte Ausführung war. Ein missglückter Entwurf, von dem sich der oberste Schöpfer abgewandt hatte um danach das perfekte Universum zu erzeugen. Da sein Helfer an diesem Werk, an diesem Universum hing und es nicht zerstören wollte, wurde er überall dorthin verbannt, wo er diesen Entwurf realisiert hatte. Für die Besucher war es eine Enttäuschung. Das idealisierte Universum hatte sich als defekter Entwurf erwiesen. Der in der Höhle hausende Helfer war dazu verurteilt worden, die Menschen darüber aufzuklären, und wurde bestraft, ihre Enttäuschung mit zu erleben.

Es gab weitere gute Geschichten in dieser Ausgabe, und das Lesen hat Spaß gemacht.apH

martedì, luglio 01, 2008




Fünfzig Jahre Emanzipation. Was vom Mann noch übrig ist.

Der Spiegel befasst sich in der vorletzten Ausgabe mit diesem Thema. Mit anderen Worten: Der Mann wird demontiert, disassembled. Mädchen und Frauen befinden sich auf der Überholspur. In der Schule sind sie fleissiger, schneiden mit ihren Noten besser ab, und sind später tüchtiger, und, es wird ja schon daran gearbeitet, eines Tages braucht der Mensch für die Fortpflanzung keinen Mann mehr. Der Mann, eine aussterbende Spezies? – Doch wenn ich mir die Dynamik in der Virtuellen Welt des Second Life betrachte, sieht es für den Mann so schlecht nicht aus. Viele Frauen, auch im Realen Leben so dominierend, werden im Second Life plötzlich zu Sklavinnen, die sich dem Mann zu Füßen werfen, ihn anbeten, lieben und auf sein Wort warten. Und ich frage mich, warum ist das so?

Auf diesem Second Life Foto bin ich mit meinen Sklavinnen Mawumba und Yumigon zu sehen.
Sie brauchen Anleitung, wollen wissen, wo es lang geht. Von ihnen gibt es mehr als man sich vorstellen kann. Second Life wimmelt von ihnen. Warum? Das ist eine Untersuchung wert.

Der Mann nimmt jedoch seine Demontage wahr, wenn sich seine Frau einen anderen sucht. Es gab Monate, da wurde jeden zweiten Tag in Italien eine Frau umgebracht, weil sie sich einem anderen zugewandt hatte. Eifersucht? Eher wohl die Erkenntnis des eigenen Versagens, das durch das Verhalten der Frau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Frauen wechseln Partner häufiger als Männer. Die Zeichen sind daher widersprüchlich. Der Mann wird sich einmal neu definieren müssen. Familienoberhaupt, Versorger? Das kann er sich in dem Maße abschminken, in dem die Frau das Geld nach Haus bringt und dem Mann im Berufsleben irgendwann den Rang ablaufen wird. Liebhaber? Wenn ich mir im Second Life die Anzahl der Frauen ansehe, die dort eine lesbische Beziehung eingeht, dann ist es damit auch nicht so weit her. Frauen scheinen für viele Geschlechtsgenossinnen die besseren Liebhaber zu sein, und das, was im Second Life passiert, wirft seinen Schatten in die Reale Welt. Die Demontage des Mannes setzt sich fort.¨




venerdì, giugno 27, 2008


Interzone, Science Fiction and Fantasy, June 2008-06-27

Aus David Langfords ‘Ansible’ erfahren wir von Terry Pratchetts Million Dollar Spende zur Bekämpfung von Alzheimer, der bei ihm festgestellt wurde. Seine Fans versuchen nun, den gleichen Betrag zusammen zu bekommen.

Die Stories sind lala, intellektualisiert und keine von ihnen blieb in meinem Gedächtnis haften. Nicht gut, so was. Es ist, als hätten die Autoren den Ehrgeiz gehabt, so unverständlich wie möglich zu schreiben. Der Story-Inhalt entfernt sich damit von der nahen Zukunft, die heutzutage meistens als Hintergrund dient, hat aber auch nichts mit ferner Zukunft zu tun. Wenn überhaupt, dann vielleicht mit Parallelwelten, in der Geschichten wie diese irgendeinen Sinn machen. Es lohnt sich nicht für mich, diese Stories zu referieren. Es dauerte zu viel Zeit, die Absicht der Autoren zu hinterfragen.

Alister Reynolds und Greg Egan werden interviewt. Für Autoren des UK und Irlands wird ein Kurzgeschichtenwettbewerb ausgerufen, dessen Gewinner auf der Geburtstagsparty der BSFA, der Britisch Science Fiction Association zu derem fünfzigjährigen Bestehen 500 englische Pfund erhält. - Das erinnert mich daran, dass ich bei PayPal mein Abonnement kündige, da die BSFA Fanzines nur noch online erscheinen. Ich bin nunmal ein Anhänger des auf Papier gedruckten Wortes.

martedì, giugno 24, 2008



La Spagna ci batte anche nel PIL

PIL ist Prodotto Interno Lordo = Bruttosozialprodukt und Italien stellt schockiert fest, dass sich die Schere zwischen Spanien und Italien noch weiter zu Ungunsten Italiens geöffnet hat. Waren die Kennzahlen 2006 noch 105 (Spanien) und 103 (Italien), so sind sie heute 107 zu 101.
Vorgestern bekamen sie eins aufs Dach durch die Strafstöße in Wien. Heute lese ich die Schlagzeile “Spanien schlägt uns auch im Bruttosozialprodukt” in meiner Zeitung ´Il Resto del Carlino´. Was sind die Gründe dafür? Guiseppe Roma vom Umfrageinstitut Censis meint:
Die organisierte Kriminalität im Süden, 2. Der aufgeblähte bürokratische Apparat des Staates. Die langsame Justiz inbegriffen.

Ich selbst würde es so sagen: In Italien wird alles zerredet. Nur Griechenland und Portugal sind noch schlechter dran.

Aber es ist nicht alles von Übel. Hat einer beobachtet? Die italienische Mannschaft hat die Nationalhymne gesungen, die Spanier haben den Mund nicht aufgemacht. In Italien wird gesungen. Angefangen bei meiner Frau :-). Und das ist gut.

sabato, giugno 21, 2008

Monsanto, GMO Erzeugnisse


Die Burschen haben den Bogen raus. Sie produzieren genetisch modifizierte Samen. Nicht für Produkte, die bei Otto Normalverbraucher landen, sondern für Tierfutter,
Ethanol und Textilien verwendet werden. Damit umgingen sie Proteste von Umweltschützern. Nun jedoch, so meinen sie, sei für sie die Zeit gekommen, Samen für Getreide, Reis usw anzubieten, weil diese Produkte knapp und teuer geworden sind. Einige Länder horten sie bereits, und werden, so spekuliert Monsanto, der Frage ob genetisch modifiziert oder nicht, weniger Bedeutung beimessen. Monsantos Aktien sind seit 2003 um 1200 % gestiegen. Das Unternehmen fährt einen jährlichen Gewinn von 20 % ein.
Business Week, June 23, 2008

martedì, giugno 17, 2008



Via la toga al giudice lumaca.

Das ist doch schon mal was. In Italien haben sie einen Schnecken-Richter vor die Tür gesetzt. Edi Pinatto hatte acht Jahre dazu gebraucht, eine schriftliche Urteilsbegründung zu erstellen, und zwar gegen den Mafia-Can Madonia. Der wurde wegen dieser Verspätung vorzeitig wegen Verjährung aus dem Gefängnis entlassen und kann seinen Geschäften nachgehen. Edi Pinatto kann jedoch an seinem Schreibtisch weiterschlafen, solange die Begründung der Entlassung nicht schriftlich vorliegt. Hoffentlich dauert das keine weiteren acht Jahre.

lunedì, giugno 16, 2008


American Dream,

der amerikanische Traum. Diesen Begriff hört man doch öfter. Hier ist die Definition: Die Möglichkeit, ein nettes Haus, finanzielle Sicherheit für dich und deine Familie und eine Hoffnung für die Zukunft zu haben. Business Week, June 16, 2008

Wie lautet die Definition eines deutschen Traumes?

domenica, giugno 15, 2008


Grey Goo

Eric Drexler, Guru der Nanotechnology verstand darunter sich selbst replizierende Nanobots, die alle Objekte auf der Erde verschlingen.
Nun wűnscht er sich, diesen Begriff nie geprägt zu haben.

Nanotechnology. Kurt Vonnegut schrieb in ‚Cat’s Cradle’ von der ‚Seed’
‚tiny grain of undesired crystal pattern. The seed, which had come from God-only-knows-where, taught the atoms the novel way in which to stack and lock, to crystallize, to freeze.In Vonneguts Buch friert die ganze Welt ein.

Kleine Teilchen, grosses Risiko. Der Spiegel 24/2008 bringt einen Artikel űber potentielle Gefahren von Nanoteilchen in Alltagsprodukten wie Sonnencreme, Zahnpasta, Antifaltencreme und Kaugummi, Socken und Wandfarbe. Niemand kann abschätzen, welchen Einfluβ die darin verarbeiteten Nanoteilchen langfristig auf den menschlichen Organismus ausűben kőnnten. Erste Bedenken werden erhoben. Warten wir ab, wie es weiter geht.

martedì, giugno 10, 2008

Clinica Omicidi – Die Mörderklinik
Ich glaube, ich muss öfter einmal berichten, was in Italien passiert. Heute fand ich unter dieser Überschrift einen Artikel auf der ersten Seite des ´Il Resto del Carlino´, unserer Tageszeitung. Dreizehn Ärzte einer Privatklinik wurden unter dem Verdacht festgenommen, dass sie ungerechtfertigte Eingriffe an ihren Patienten durchgeführt haben, um vom nationalen Gesundheitsdienst Geld abzuzocken. - So wurden Brüste wegoperiert, wo eine Biopsie genügt hätte. Fünf Patienten sind aufgrund dieser Eingriffe zu Tode gekommen.
“Es sind 44000 Euro angekommen”, so wurde die Ankunft von vier Patienten kommentiert. - Das ganze flog durch Abhören von Telefongesprächen auf. Dieses Thema wird von den Politikern hier diskutiert. In Italien ist es wohl erforderlich, Gespräche abzuhören, um Praktiken wie die oben geschilderte zu unberbinden.



Gewohnheitsänderungen durch hohen Ölpreis?

Mandel, Chef-Volkswirt der Business-Week, wagt einen Blick in die Zukunft. Menschen werden ihre Autos weniger fűr Vergnűgungsfahren benutzen und noch mehr in die Virtuelle Welt eintauchen. Manager werden mehr űber Videokonferenzen kommunizieren anstatt in ein Flugzeug zu steigen. Da gedruckte Zeitungen ausgefahren werden műssen, werden einige nur noch online zu sehen sein. Kurz und gut, physische Aktivität wird durch digitale ersetzt.

giovedì, giugno 05, 2008


Scientific American August 2004

Mit dem Lesen hinke ich noch einige Jahrgänge hinterher, aber wird schon werden. In dem Leitartikel ging es um die grüne Genrevolution. In Zambia und Zimbabwe protestierten Einwohner gegen GM, also genetisch modifizierte Ernten. Jetzt, wo Getreidepreise in die Höhe getrieben werden, wird wohl jeder froh sein, wenn er Getreide, Brot usw zum moderaten Preisen einkaufen kann, genmodifiziert oder nicht. In diesen Tagen kommt die FAO, die U.N. Food and Agricultural Organization, zusammen und bespricht die düstere Situation der Getreideknappheit.

Es gab eine Beschreibung von RFIDs, den Radio Frequency Identification Schildern, die sich jedoch nur begrenzt durchsetzen konnten, da sie 30 bis 50 US cent noch zu teuer sind. Für die Lagerhaltung sind sie geeignet bei Identifizierung ein- und ausgehender Waren. An Paletten befestigt, kann ein Radioempfänger den Inhalt erkennen und an den Computer weiterleiten. Sie wären auch für Warenpositionen in den Supermärkten geeignet, doch der hohe Preis spricht gegen die Anwendung.

In ”Back to the future of cereals” geht es darum, wie man am besten die Gene von Getreide erkennt und klassifiziert, um auf dieser Grundlage krankheitsresistentere und ergiebigere Getreidearten zu erzeugen. Ich las, dass Reis um die 30000 bis 50000 Gene besitzt. Wäre interessant zu wissen, das die Pflanzen damit machen.

Bei “Electrodynamic Tethers in Space” wird ein Seil konzipiert, das in einer Länge von 20 kilometern für Strom in Satelliten sorgt. In dem Artikel stellt man es sich so vor, dass zwei Satelliten durch ein Seil miteinander verbunden sind. Das Seil liefert Strom, den es aus der elektrisch leitenden Ionosphäre holt. Man hält es auch für denkbar, dass Raumschiffe spägter so ein Seil hinter sich herziehen.

In “Virtual – Reality Therapy” wird beschrieben, wie Eintauchen in Virtuelle Spiele Schmerzen verdrängen kann. Man hat dies an Patienten mit Verbrennungen der Haut getestet. Es ging darum, Gedanken von Schmerzen abzulenken. MRI-Scans zeigten auf, wie Hirnaktivität in mit Schmerzen assoziierten Regionen durch Aktivität in Virtuellen Spielen reduziert wird. - Es ist, so wie ich denke, auch bei häuslichen Problemen wirksam. Viele Frauen, sicher auch Männer, tauchen in Second Life auf, die im realen Leben gegen häusliche Schwierigkeiten ankämpfen (sehr oft der Ehemann) und sie versuchen in ihrer virtuellen Welt einen Zipfel Glück zu ergreifen.

Es dauert doch alles länger als die Autoren annehmen. Wie oft las ich schon etwas über neue Fortschritte zur Krebsbekämpfung, und es wird noch hundert Jahre dauern, bevor da ein Durchbruch geschafft wird. Im Artikel “Next Stretch for Plastic Electrons” geht es nicht um diese Volkskrankheit, sondern um Organische Halbleiter. Sie könnten helfen, RFIDs so preiswert zu machen, dass sie auf jeden Warenposten befestigt werden könnten, da RFIDs aus Plastik viel billiger sein würden. Doch nun sind wir schon vier Jahre weiter und in Supermärkten ist davon nichts zu sehen.

Es gibt ein Interview mit dem Physiker Lawrence M. Krauss, der sich darüber aufregt, dass sich Befürworter des “Intelligent Designs” in die Schulkommitees einschmuggeln, um ihre Linie im Unterricht durchzusetzen. Seiner Ansicht nach hatte sich die Wissenschaft in den Nachkriegsjahren zu sehr von der Öffentlichkeit abgekapselt, so dass diese jegliches Interesse daran verloren hat. Dadurch haben sie diesen Blödmännern mit ihrem Intelligent Design Türen und Tore geöffnet.

Der Artikel Arsenic Crisis in Bangladesh war hochinteressant. Man kann sehen, was für Folgen es hat, wenn man in seinen Tests nicht gründlich genug ist. Vor den 70ern hatten die Einwohner ihr Wasser aus Flüssen, Seen und Teichen geholt und sich damit eine Reihe von Krankheiterregern eingefangen. Dann hatte man damit begonnen, tiefer nach Wasser zu bohren. Das Wasser war sicher, so dachte man. Doch die Dorfbewohner wurden plötzlich wieder krank und es stellte sich heraus, dass in dem Wasser der Tiefe Arsen war, das aus dem Mineral herausgewaschen war. Es bildeten sich Geschwüre auf der Haut, Menschen starben. Jetzt wird es Jahre dauern, bevor man dieses Problem in den Griff bekommt.

sabato, maggio 24, 2008


Phantastisch, neues aus anderen Welten, 2 - 2008

Es gibt Nachrufe, Nachrichten über Neuerscheinungen, SF + Fantasy in den Medien, Interviews mit Jim C. Hines, Nicole Rensmann, Stephan R. Bellem u. Christian Marmonnier. Wenn ich so etwas lese, kommt es mir eigenartig vor, dass ich die meisten Leute nicht kenne, aber dann: Ich lese ja wenig SF-Bücher. Ausnahme hier Nicole Rensmann, da ihre Interviews in dieser Zeitschrift veröffentlicht werden.

Carsten Polzin bespricht Alain Resnais Film ‘Letztes Jahr in Marienbad’.
Hermann Ibendorf-Rosenhof erzählt davon, welche Literatur-Nobelpreisträger auch SF oder Fantasy geschrieben haben.
Bartholomäus Figatowski erinnert uns an Robert A. Heinlein und dessen Titel ‘Das neue Buch Hiob!
Helmut W. Mommers würdigt das Computer Magazin c’t anlässlich seines zwanzigjährigen Bestehens. In c’t sind auch SF-Geschichten zu finden.
Max Pechmann schreibt über Horrorfilme aus Südkorea.
Tommi Brem berichtet aus der Master Class in Science Fiction Criticism 2007 in Liverpool.
Horst Illmer schreibt über den Bibliothekar Hermke Eibach, der in Würzburg eine SF Fantsy Bücherei betreibt.
Achim Schnurrer beschreibt unter ‘Klassiker der phantastischen Literatur’ das Leben von Michail Bulgakow.
Dirk van den Boom beschäftigt sich mit Militäry Science Fiction.
Alles in allem 70 Seiten mit interessanten Beiträgen. Zu empfehlen.

domenica, maggio 18, 2008


Stammtisch-Bote, Ausgabe 17

Lag unter einem Stapel auf meinem Schreibtisch. Die Ausgabe muss um Ostern erschienen sein. Herausgeber Hope Schwagenscheidt ist der Organisator des SF-Oldie-Kons, der alle zwei Jahre stattfindet. Dieses Jahr ist er in Wetzlar, vom 27. bis 29. Juni im Hotel Bűrgerhof. Fűr mich zu weit. Unterwőssen in Bayern war noch zumutbar.

Die Ausgabe enthält die Geschichte ‚Ostern im Jahre 3000’aus dem Jahre 1928. Sie stammt aus der Blauband Woche, die von 1925 bis 1931 erschien und beim Kauf von einem Pfund Feinkostmargarine ‚Schwan im Blauband’ dem Kunden mitgegeben wurde. Das waren noch Zeiten.