Coversong Roads

venerdì, agosto 14, 2009

Ich sitze im Zug “Freccia Rossa”,

dem roten Pfeil, der mich in einer Stunde von Bologna nach Mailand bringen soll. Ein oller Intercity braucht noch über zwei Stunden dafür. Noch ist der Zug nicht abgefahren. Ich war überrascht, dass es so schnell gehen soll. So werde ich gemütlich zum deutschen Generalkonsulat spazieren können, um meinen Reisepass zu erneuern. Doch nun zu


Analog, Science Fiction and Fact, Oct 2009

In der Story “An idea whose time had come” entfaltet Robert Grossbach eine mögliche nahe Zukunft vor unseren Augen, in der einige Trends aus der Gegenwart fortgeschrieben werden:
Im Jahr 2115 sind die US auf den Status einer drittrangigen Nation zurückgefallen. Asien hat einen Handelsüberschuss von etwa vier Trillionen Dollars und zwingt den U.S.A. von Zeit zu Zeit seinen willen auf, indem es droht, deren Schatzbriefe nicht mehr zu kaufen. Und die UNO hat die U.S.A. von der Benutzung des Space Elevators ausgeschlossen, weil diese ihre Beiträge nicht mehr zahlen konnten.

In diesem Umfeld hat ein politischer Berater, der Protag, eine Idee. Die U.S.A. brauchen einen HI-Präsidenten. HI = Hybrid Intelligenz = Künstliche Intelligenz mit humangenetischen Einsprengseln. Der Protag, ein Demokrat, versucht seine Partei darauf einzustimmen. Einige Staaten der U.S.A. besitzen bereits einen HI-Governeur und fahren gut damit, doch eine Maschine als Präsidenten vorzuschlagen... Sie sehen in dem Governeur von Oregon, John Stanford76, einen geeigneten Kandidaten. Bill Gates und Steve Jobs, die sich schon mehrfach das Leben haben verlängern lassen, bewerben sich mit ihren Betriebssystemen.

Der Wahlkampf beginnt. In den Meinungsumfragen stehen die Chancen gut. Dann gibt es einen Rückschlag: Stanford76 hat seine Sekretärin geheiratet. Umfragewerte fallen ins Bodenlose, dann fielen Stanford und seine Frau einem Anschlag zum Opfer. Während Stanford mehrere Kopien von sich besitzt, ist seine Frau für immer tot. Durch den Mitleidseffekt steigen Stanfords Umfrageergebnisse wieder an. So wird er Präsident der U.S.A. und holt die U.S.A. aus ihrem Tief. Der Protag wird zum Chief of Staff ernannt. Er ist einer der ersten, der erfährt, dass der Präsident sich plötzlich nicht mehr bewegt. Re-boot hilft nicht. Das Betriebssystem ist abgestürzt. Der Protag ruft die Hotline an und befindet sich in einer Warteschleife, bis er jemanden in einem indischen Callcenter an den Apparat bekommt. Fragen wie: „Können Sie mir die zwanzigstellige Nummer vorlesen, die auf der Packung steht?“ führen zur Frustration.

Ein Virus war es, der den Präsidenten erstarren ließ. Während seiner „Auszeit“ wurden alle wichtigen Systeme wie die militärischen, nationale Sicherheit, Luftraumüberwachung, Rentenversicherung, GPS, Lebensverlängerung, Elektrizitätsnetz, Flug- und Hotelbuchung infiltriert und unbrauchbar gemacht.

Der Protag, Chief of Staff, zieht sich aus der Politik zurück und wenn immer ihm eine zündende Idee einfällt, behält er sie für sich.


Jetzt gammle ich noch vier Stunden

auf dem Mailänder Bahnhof herum. Außerhalb der Halle ist es einfach zu heiß, noch mit der U-Bahn woanders hinzufahren und dann auf den Straßen herumzulaufen.

Das Konsulat war leicht gefunden. Ich war schon zwei mal dort, nur weiß ich nicht mehr wozu.
Mir wurde erzählt, ich habe nicht alle Unterlagen mitgebracht. Hum, ich habe es noch mal später im Internet nachgeprüft, sie hatte Recht. Geburtsurkunde und Wohnsitzbescheinigung der Kommune. In der Bahnhofshalle wimmelt es von Leuten. Drei steinerne Bänke für alle. Auf einigen Bahnsteigen sind auch noch welche, aber nicht auf meinem. Auf jeder vorspringenden Kante sitzt ein Hintern. Meiner auch. Herrlich aussehende Frauen. Erinnert mich an Second Life.
Eine stattliche Anzahl von Chinesinnen. Als ich das letzte Mal hier war, waren sie so gut wie nicht vorhanden gewesen. In unserem Dorf haben wir auch ein paar. Sie betreiben die Bar. Nun muss ich auch noch chinesisch lernen, lol. In unserer Bar trinke ich Ginger, ein rotes bitteres erfrischendes Getränk, das es auch im Supermarkt gibt.

Vorhin streifte ich für eine Viertelstunde

auf der Schattenseite einer Straße auf der Suche nach einer geöffneten Bar herum. Viele Geschäfte, Restaurants und Bars haben im August, der italienischen Ferienzeit geschlossen. Ich fand eine. Ginger gab es nicht, dafür ein „San Bitteerr“, ein Glas für zwei Euro. Aufschlag von einhundert Prozent. Ich kaufe mir ein Brötchen mit Salami und setze mich auf eine Bank von Bahnsteig 16. 15, von dem ich später abfahre, hat keine. Ich schreibe meinen Blog, lese die Scientific American. Ein Schwarzer liegt bei mir auf der Bank, eine Sackkarre neben sich. Selbsternannter Dienstmann.


Die Fahrt verlief nach Plan, eine Stunde und ein italienisches Mirakel. Hightech.

Nun sitze ich auf dem Busbahnhof in Bologna.

Auf dem Weg dorthin nahm ich wieder einen San Bitteerr zu mir, diesmal mit zweihundert Prozent Aufschlag. Mich erinnert das an die Story mit dem japanischen Paar, das ein Essen in einem römischen Restaurant eingenommen hatte und dafür über fünfhundert Euro zahlen musste. Nachdem das bekannt wurde, schloss man das Restaurant. Doch solche Abzockerei ist nicht neu. Im Fernsehen beschwerte sich jemand, der für die Reinigung von fünf Oberhemden einhundertfünfzig Euro zu zahlen hatte. Dieses Geschäft hatte jedoch eine Preisliste aushängen. Anscheinend gibt es genug, die sich damit brüsten, ihre Klamotten in diese Reinigung gebracht zu haben.

Dann kam ich auf dem Weg zur Busstation an der Buchhandlung vorbei, wo ich vor Jahren für dreitausend Lire die Geschichten H.P. Lovecrafts auf italienisch erstanden hatte. Der Preis war ökonomisch und die Geschichten vom Altmeister des Horrors.

Im Autobus ist schlecht zu schreiben. Schlaglöcher und Federung verhindern es. Deswegen höre ich jetzt auf. Formel 1 ist gar nichts dagegen. Schuhmacher bleibt angeraten auch nicht in einen unserer Busse zu steigen.

martedì, agosto 11, 2009

Filme in denen Aliens auf der Erde landeten


1. They live
2. Cocoon
3. The Man who fell to Earth
4. The Hidden
5. Starman
6. Alien Nation
7. ET
8. The Day the Earth stood still
9. The Thing
10. Invasion of the Body Snatchers

Ich kenne 2, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Wer kennt die anderen?

lunedì, agosto 10, 2009


Scientifc American, September 2006

Diese Ausgabe widmete sich dem Treibhaus Effekt und versuchte eine Antwort auf die Frage zu finden, wie man damit umgeht. Diese sind Hauptverursacher der Kohlenstoffemissionen, die den Treibhauseffekt verursachen, die Gefahrenquelle der Erwärmung unserer Atmosphäre mit katastrophalen Folgen.

Die U.S.A. mit etwa fünf Prozent der Erdbevölkerung verursacht rund fünfundzwanzig Prozent der Emissionen. Die gegenwärtige Menge an ausgestossenem Kohlendioxyd erreicht knapp 400 ppm (parts pro million) der Erdatmosphäre. Im Jahr 2050 könnten es ohne radikale Gegensteuerung um die 500 ppm werden, und das ist, wie uns erzählt wird, bei weitem zu viel. Die folgenden Artikel behandeln Maßnahmen, die ergriffen werden können, um den Zuwachs abzubremsen und wenn möglich zu stoppen.

Robert H. Socolow und Stephen W. Pascala haben einen „Plan to keep Carbon in Check“. Um die Kohlendioxyd-Emissionen konstant zu halten, müssen vorhandene Technologien besser nutzbar gemacht werden. 1952 war der Anteil am Ausstoß in den U.S.A. noch 39 Prozent, 2002 23 Prozent und wird in dem Maß sinken, in dem China und Indien ihren Kfz-Bestand vermehren.

Manche Vorschläge mögen auf den ersten Blick blauäugig erscheinen, doch bei näherem Hinsehen doch machbar.

Fahre nur die Hälfte an Kilometern.
Verbrauche fünfundzwanzig Prozent weniger Strom
Erhöhe die Wirtschaftlichkeit von Fahrzeugen
Erhöhe die Effizienz von Kohlekraftwerken von vierzig auf sechzig Prozent
Ersetze einen Teil der Kohlekraftwerke durch Gaskraftwerke
Installiere Tanks in der Erde zur Speicherung von Kohlendioxyd
Stop die Entwaldung
Konserviere den Ackerboden durch neue Pflugverfahren
Treibe Fahrzeuge mit Ethanol an
Erhöhe vom Wind erzeugte Energie um das achtzigfache
Erhöhe die Solarenergie um das siebenhundertfache
Baue nukleare Anlagen

Weitere Artikel gehen ins Detail

„Fueling our Transportation Future“. Verbesserung von Kfz-Technologie, Reduzierung der Fahrzeuggröße, Erstellung anderer Treibstoffe und Änderung der Fahrzeugnutzung.

In „An efficient Solution“ geht es um Energieeinsparung in Gebäuden.

„What to do about Coal“ beschreibt die Speicherung von Kohlendioxyd in der Erde.

„The Nuclear Option“ schlägt Hunderte von neuen Reaktoren vor. Dem steht, wie auch im Artikel zugegeben wird, das ungeklärte Problem der Endlagerung sowie die Fehleranfälligkeit der Reaktoren gegenüber. – In Italien quatschen Politiker vollmundig davon, neue Meiler zu konstruieren ohne zu sagen, wo der Abfall hin soll.

In „The Rise of Renewable Energy“ werden Windturbinen, Solarzellen und Biotreibstoff angesprochen. Saubere Energie,die ich zusammen mit einer Gebäudeisolierung für am geignetsten halte, um den Treibhauseffekt zumindest konstant zu halten.

„High Hopes for Hydrogen“. Mit Wasserstoff angetriebene Fahrzeuge sind eine Option, die jedoch Jahrzehnte an Entwicklung und Organisation in Anspruch nehmen wird.

„Plan B for Energy“ behandelt mögliche in der Zukunft liegende Technologien wie Nukleare Fusion, Windturbinen in dreitausend Meter Höhe, Solarzellen der Nanotechnologie, ein globales Elektrizitätsnetz, Gezeitenkraftwerke, Treibstoff erzeugende Mikroorganismen.

Der ganze Komplex ist faszinierend. Meiner Ansicht nach sollte ein jeder darüber nachdenken, was für einen Beitrag er zur Energieeinsparung leisten kann und vielleicht fällt ihm etwas ein, auf das die Autoren dieser Artikel noch gekommen sind.

venerdì, agosto 07, 2009




Stammtisch-Bote 18

Kam heute ins Haus geflattert. War ja schnell durchzulesen. Ich sehe gerade, wie Kirk aus einem Berg von Tribbles heraussieht. Ist eben alles SF, auch Second Life, wo mein Rasta Bruder auf seiner Insel herumhängt. Und dann sagt man, Männer können nicht multitasken.

Auf der Rückseite sieht man Werbung für den 7. SF-Oldie-Kon vom 12 bis 14 Juni 2008 in Unterwössen. Was sagt mein interner Kalender? Vor der Produktion des Fanzines wurde die Zeitmaschine eingesetzt.Es gibt einen Rückblick von Heinz Zwack über seine nebenberufliche Übersetzertätigkeit von SF-Romanen. Übrigens ein netter Bursche. Das erinnert mich daran, ich hatte auch mal übersetzt. Porno für Wolfgang M. Biehler, ein Mitglied der Science Fiction Gemeinschaft Hamburg, der für einige Zeit Herausgeber der St. Pauli Nachrichten war und dann Comics herausgab.

Ich hatte eintausend Mark fuer eine Übersetzung bekommen und war in zwei Wochen damit fertig. Biehlers Lektor meckerte, dass ich Zeitsprünge wie A.E. Van Vogt eingebaut hätte, lol. Aber ich wollte mit dem Zeug schnell fertig werden. Dann übersetzte ich noch einen Jack Williamson und verlängerte die Story auf Wunsch, weil sie Biehler zu kurz vorkam. Ich strickte noch ein Abenteuer dazu.

Hier bin ich mit Biehler, der seine Pfeife nie ausgehen ließ, zu sehen.

Wieder zum Stammtisch-Boten zurück. Hope, der Herausgeber wollte von einer Mauer springen. Danach hat er die Rehab-Klinik zum zweiten Mal kennengelernt. Gute Besserung.

P.S. Der SF-Fan, der mit seiner Frau die Tango-Einlage gegeben hatte, heißt Peter Ripota.

giovedì, agosto 06, 2009

Phantastisch 3/2009

Es gibt Nachrufe auf John Updike und James Graham Ballard, etwas über Hörbücher, neue Sekundärliteratur, Interviews mit Matthew Reilly, Claudia Kern, Bernd Rümmelein.

Ich lese über Thomas Pynchon, Jochen Adam, Ernst Wurdack, in dessen Verlag eine meiner Geschichten in einer Anthologie untergekommen war. Der phantastische Film Rainer Erlers „Die Delegation“ wird von Carsten Polzin vorgestellt. Olaf Kemmler fragt „Wieviel Science verträgt die Fiction?“ Hier wird auf harte Wissenschaften wie Physik, Chemie, Astronomie abgestellt. Social Sciences gehören eben auch dazu.

Es gibt einen Haufen Buchbesprechungen und ein Porträt der Autorin Juli Zeh und von Jean Paul, einem Klassiker der phantastischen Literatur.

Das Magazin ist Top, wie immer zu empfehlen.


Web 2.0 macht es möglich

Online Aktivisten wie die Piraten Partei mischen sich in den Wahlkampf ein. So stand es im Spiegel der letzten Ausgabe. Nur ist das zu kurz gegriffen.

Ich meine, das Internet bietet Möglichkeiten, die Gesellschaft an den politischen Parteien vorbei zu verändern. Leute, die SF kennen, sollten in der Lage sein, ihren Beitrag zu leisten und sind aufgerufen eine Webseite aufzumachen, in der Ideen für eine neue Gesellschaft bepunktet werden. Vorausdenken ist angezeigt.

Was mir gerade so einfällt:

Religiöse Fanatiker auf den Mond schießen und solange das nicht geht, auf einen Kontinent abschieben
Menschen nach ihrem Schulabschluss kategorisieren und jeweils auf einem eigenen Kontinent unterbringen
Beschlossene Projekte kontinentübergreifend realisieren

Das mag hirnrissig klingen, aber es sollte out-of-the-box gedacht werden, sich das Unvorstellbare vorstellen. Ein Brainstorming muss her, in dem auch die hirnrissigsten Ideen zugelassen sind. Ideen sollten im Internet bewertet werden und die besten sollten durch eine immer stärker werdende und die alten Parteien ablösende Bewegung realisiert werden können.

Werte, Industrie, Handel, Kultur werden sich grundlegend ändern. Es läuft ohnehin darauf hinaus. Das Internet gibt Impulse, und politische Parteien in ihrer jetzigen Form gehören abgeschafft, denn Politik bringt es nicht. Es müssen andere Kapazitäten her, denn Politiker denken nicht, sie furzen.
Sie sollten auf den Proleten Kontinent abgeschoben werden.

Proleten aller Länder vereinigt euch. Bezieht euren Kontinent und macht euren Scheiβ allein. Damit ist eine der größten Entwicklungsbremsen für den Rest der Menschheit beiseite geräumt.
Sie muss einen Sprung nach vorn machen, und wenn ein Teil der Menschheit davon abgekoppelt wird, so sei es drum

mercoledì, agosto 05, 2009


Interzone 223, Science Fiction & Fantasy July/August 2009

Enthält drei Geschichten von Dominic Green: Butterfly Bomb, Coat of many Colours, Glister. Er stellt vier Stories auf der Homepage http://homepage.ntlworld.com/lumfylomax/ zum Download zur Verfügung. Eine von Greens Stories toppte 2005 als beste Interzone-Geschichte. Er lässt seine Phantasie Amok laufen, und ich hatte Schwierigkeiten ihm zu folgen. Das mag daran liegen, dass mir die Haarwurzeln der englischen Sprache, obwohl ich zehn Jahre mit Unterbrechungen in den U.S.A. tätig war, in ihrer Vielfalt nicht alle bekannt sind. Angelsachsen, wenigstens, die gut lesen und schreiben können, haben es einfacher mit ihm.

Dass Intelligenz aus allen seinen Poren spritzt, kann man seiner zweiten Story entnehmen, die im Amazonasgebiet Brasiliens spielt. Brasilien fasziniert mich, am liebsten würde ich den ganzen Amazonas mal rauf und runterfahren. Das Dumme ist, meine Frau ist dagegen. So bleiben es wohl die fünf Kilometer zum nächsten Supermarkt. Doch zurück zur Geschichte. Allein die Namen sind lesenswert, wie Doctor Diogenes Brum De Santana, Regimento do Martir Chico Mendes. Green füllt die Story mit allem Möglichen, mit Genexperimenten für eine Hamburger Food Kette. Angeblich aus Dino-DNA, in Wirklichkeit aus der DNA eines primitiven Vogels aus dem Regenwald. Der unerwartete Effekt, sind die Farben auf dessen Haut, die sich ständig ändern, so dass die Experimenter Kontakte zu Mailänder Modehäusern geknüpft haben.

Die Protagonistin soll nun, bevor Verträge abgeschlossen werden, herausfinden, dass das genetisch veränderte Tier nicht intelligent ist. Dann läßt sie ihren Papageien Nummern sagen, und die Summe erscheint auf der Haut des Versuchstieres, dann andere Zeichen, die Zahl 46, die Buchstaben der Nucleotiden GATCU; was darauf schliessen läßt, dass sich die Zahl 46 auf die Anzahl der menschlichen Chromosomen bezieht und weiter, dass genetische Elemente von Menschen in das Tier eingebaut worden waren. Dann zeigt sich auf der Haut die Schrift „Department of Defense United States of America“. Damit ist der Traum einer geschäftlichen Nutzung des Experiments ausgeträumt.

Gradliniger und einfacher zu verstehen ist „Silence and Roses“ von Suzanne Palmer.

In einem von der Gesellschaft abgeschotteten Altenpflegeheim fahren Roboter die Insassen im Park spazieren. Die Pensionäre sind schweigsam geworden, reden und bewegen sich nicht. Tag für Tag gehen die Roboter ihrer Arbeit nach, bis Button-4-Circle-Peach auf eine junge Frau stößt, die mit Hilfe eines Baumes über die Mauer geklettert war. Erst durch sie und später durch den Zugriff auf die medizinische Online-Bibliothek erfahren die Roboter, dass die Insassen tot sind und in die Erde gehören. Die Reaktion der Roboter lässt nicht auf sich warten. Einer stürzt sich in einen Teich und wird funktionsunfähig, ein anderer lässt sich mit seinem Pflegling begraben, ein dritter zündet einen Flügel des Altenheimes an und verbrennt mit den dort liegenden Toten.

Button-4-Circle-Peach liest dem Mädchen seine Gedichte vor und versucht Freundschaft mit ihr zu schließen, doch ist der die Umgebung nicht geheuer. Sie ist schwanger und bekommt bald darauf ein Kind, das sie dem Roboter überlässt, der frustriert für sich nach einer neuen Aufgabe gesucht hatte. Die Frau, die sich in einer durch Kriege zerrütteten Gesellschaft nicht mit einem Kind der Sünde, wie sie es nennt, hätte zeigen dürfen, wird von Button über die Mauer zurückgeschleust und macht sich davon.

Diese Story erinnert mich an Clifford D. Simaks Geschichten, dessen Stories, soweit ich mich erinnern kann, ähnlich gestrickt waren.

lunedì, agosto 03, 2009

Digg interviewt Marissa Mayer

Marissa sieht aus wie das amerikanische girl next door, ist Google Vice President of Search Products & User Experience. Kevin Rose, der Gründer von Digg interviewte Marissa. Die Fragen konzipierten Digg User. Nun, es kam wenig dabei heraus, aber trotzdem war das Interview interessant. Das Neuste von Google ist Google Waves, ein Collaboration Tool, ein Mittel der Zusammenarbeit, mit dem man eine Welle erzeugt und Personen hinzufügt. Jeder dieser Leute kann RTF Texte, Abbildungen und Dinge vom Web hinzufügen und innerhalb des Teams editieren.

Ich meine es ist nicht neu, ein neuer Anlauf, aber vielleicht setzt es sich durch.

Hier nun das Interview.

venerdì, luglio 31, 2009

Fantasy & Science Fiction, August/September 2009

256 Seiten und 34 Grad im Schatten. Pffff.

Wenn Albert E. Cowdrey eine Story abliefert, spielt deren Handlung meist in Louisiana, dem Südstaat mit seinem scharf gewürztem Essen, den Bayous, dem trägen Mississippi, der sich über 3700 Kilometer durch die U.S.A. windet. Ich selbst hatte in meinem Pickup auf dem Weg nach Texas Louisiana passiert und trage gerade das T-Shirt, das ich dort an einer Highway Tankstelle gekauft hatte.

Protag Jimmy Johnny (JJ) Link lebt in einer typisch amerikanischen Kleinstadt, wo Verkehrsampeln mit grünen Straßenschildern über Kreuzungen an Drähten hängend im Wind schaukeln. Wo es einen Truck-Stop und jetzt Frauenhäuser, Kneipen und ein Spielcasino gibt. JJ besitzt die Fähigkeit zu sehen, welche Karten ein Mitspieler in der Hand hält, wenn er auf ihre Rückseite sieht. – Und dann geschieht es, dass Sarah, die Tochter des Bankpräsidenten, entführt wird. Und als sich JJ in einem Leserbrief an die lokale Zeitung darüber beschwert, dass man ihm dem Zutritt zum Spielcasino verweigert habe, nur weil er ESP hat, wird der Sheriff auf ihn aufmerksam. JJ wird verpflichtet, betastet einige von Sarahs Utensilien und führt den Sheriff zu ihrem Versteck. Später lassen sie den Täter hochgehen.

Ein paar Jahre lebte ich in South Carolina, im Bibelgürtel, wo ich am Sonntag im Supermarkt eine Flasche Rotwein wieder ins Regal zurückstellen musste. Die Wochenenden traf ich mich mit Jack und Shirley, einem älteren Ehepaar im Blind Horse Saloon, einer Country Bar. Wenn ich ihre Kinder traf, sollte ich nicht verraten, dass ihre Eltern Alkohol getrunken hatten. Die Frau des Sohnes von Shirley hatte eine Orgel im Wohnzimmer stehen, die sie wie Captain Nemo auf der Nautilus unter Absingen religiöser Lieder malträtierte. Ihr Mann war Taxidermist, der Tiere ausstopfte. Der Sohn zeigte mir voller Stolz die Kühltruhe in der Garage, aus der Dutzende von Schlangen zu Boden fielen, als er die Tür öffnete. Die Erinnerung daran hatte mich vor Jahren veranlasst, einen Roman anzufangen. Es ging um ein Mitglied des Ku Klux Klan, der Köpfe von Schwarzen einbalsamierte. Ich muesste das Manuskript noch irgendwo auf der Platte haben. In Laurens, wo meine ehemaligen Freunde wohnen, gibt es ein Ku Klux Klan Museum. Jemand vom Ort, dem das peinlich war, hatte seinen SUV ins Schaufenster gecrasht. Hat nichts genutzt. Die Behörden waren machtlos, gegen den KKK-Mann vorzugehen, obwohl er T-Shirts verkaufte, auf denen Schwarze an brennenden Kreuzen zu sehen waren.
Hier seht ihr mich in Shirleys und Jacks Küche.




Wer die Fernsehserie „In the Heat of the Night“ kennt, die eine Kleinstadt der Südstaaten zeigt, in der die Polizei Verbrechen aufzuklären versucht, wundert sich nicht, wie dort Korruption, Ignoranz und Rassenhass sich zu einer unheilvollen Allianz verbunden haben.

Das waren noch Zeiten,
als ich Vorsitzender der Science Fiction Gemeinschaft Hamburg (SFGH) war. Hier seht ihr sie bei seriöser Arbeit. Die Gitarre benötigte ich zum Start meiner Amateur-Rockerkarriere.

sabato, luglio 25, 2009


Andromeda Nachrichten 226

In ihr wird das nächste Thema für das Story Center angekündigt, „Inzucht/Inzest“. Gewagt? Sicher nicht für einen Sfler, wenn er dieses Thema in eine andere Umgebung hievt, in eine andere Gesellschaft einbettet.

Es gibt Berichte über „Yuris Night“ in Darmstadt, den SchloßCon in Schwerin. Dort nahmen Dirk C. Fleck und Karla Schmidt den Deutschen SF-Preis für den Roman „Das Tahiti-Projekt“ und für die Kurzgeschichte „Weg mit Stella Maris“ entgegen. Den Curt-Siodmak-Preis bekam der Trickfilm „Wall E“.

Ich lese Filmbesprechungen, einen UFO-Sekten Vergleichstest, Besprechungen von E-Games, etwas über Perry Rhodan Neuerscheinungen. Ein Wahnsinn, wieviel Seiten dafür verbraten werden. Zum Glück schreibt Robert Hektor auch über wissenschaftliche Dinge wie die Weltraumteleskope Herschel, Planck und Hubble.

Gegen Ende taucht ein Artikel über Nazi-SF auf. Mir war nicht bewusst, dass es so etwas gibt. Diese Ausgabe ist handwerklich gut gelungen. Mich persönlich interessieren die Besprechungen weniger, da ich mit meinen abonnierten SF-Magazinen genug zu lesen habe.
Und auf einmal wurde mir ganz anders :-))












Asimov’s Science Fiction, August 2009

In „California Burning“ von Michael Blumlein geht es nicht um die Waldbrände in diesem Staat. Die bilden jedoch den Hintergrund. (In diesen Tagen brennt Sardinien ebenfalls, weil Idioten da unten in der Hitze zu Pyromanen werden). Es geht vielmehr um einen Ich-Erzähler, einen Protag den ich P nenne. P liefert seinen toten Vater im Krematorium ab, um ihn in Asche verwandeln zu lassen. Wider Erwarten bleiben die Knochen erhalten. Eigenartig, doch dies sei schon öfter vorgekommen, wurde P erzählt. In diesem Falle wurden Knochen und Asche begraben. P besteht auf eine Verbrennung. Die Asche wird eingetütet, Knochen kommen in eine Kiste und P zieht damit nach Haus.

Zwei Männer, die wie Typen von dem FBI aussehen, besuchen P und fragen nach seinem Vater und möchten die Überreste mitnehmen. P lehnt ab und erzählt seiner Mutter von diesen Vorgängen. Diese erinnert sich an Adolph, einen Freund der Familie. Er habe Chemie studiert. Vielleicht könne der helfen.

Adolf macht Andeutungen, dass der Vater nicht derjenige sei, wie er ihn gekannt habe. Auch Adolph möchte die Überreste, um die Knochen in Asche zu verwandeln. P lehnt wieder ab. Doch als P die Kiste öffnet, findet er Asche vor, die seine Mutter und er über die Landschaft streuen.

Meine Beschreibung gibt den Inhalt dieser Story unvollständig wieder. Sie ist gut geschrieben, mit belebenden Dialogen und war für mich die Beste dieser Ausgabe.

Robert Silverberg, Jahrgang 1935, Grand Master of SF, berichtet in seiner Kolumne „Reflections“, von seinen Bemühungen, seine in andere Sprachen übersetzten Werke zu sammeln. Ist schon beeindruckend, in wie vielen Ländern sie gelesen werden.

giovedì, luglio 23, 2009

Im Spiegel lese ich einen Artikel über deutsche Banken,

die jetzt mit Krediten knausern. So, wie ich es sehe, handelten einige angelsächsische Banken verbrecherisch, deutsche provinziell und wie Dilettanten. Besonders die Landesbanken. Es kann doch nicht sein, dass die das meisten Geld verzocken und immer noch da sind. Wäre das nicht ein Wahlkampfargument für die Pirantenpartei?
Star Trek mit Kirk und Spock

Die Serie läuft zur Zeit bei uns auf Italia Sette (7). Wenn ich nicht auf der Terrasse eingepennt bin, sehe ich sie mir an. Es ist doch herrlich, wie die Mannschaft auf der Brücke durcheinander purzelt. Das war danach ein Highlight bei den Schweinen im Weltall der Muppet Show.

lunedì, luglio 20, 2009

Wir werden ewig leben im Silizium

na, sag ich doch, lol

Analog Science Fiction and Fact, Sept. 2009

In “Evergreen” von Shane Tourtellotte triff Andrew auf Alice. Er ist überrascht. Er hatte sie einmal auf einem Kinderspielplatz herumtollen sehen. Und nun ist sie die Person, die für die Firma, in der er arbeitet, ein KI-Programm entwickeln soll. Alice gehört zu denen, die im Mutterleib genmanipuliert, im Alter von acht Jahren aufgehört haben zu wachsen. Frozen, eingefroren. Alice, eine erwachsene Person in dem Körper eines Kindes. So wie Andrew. Er ist frustriert, möchte sich als Erwachsener sexuell ausleben und begehrt gegen seinen Zustand auf. Alice ist pragmatisch, sieht positiv, dass sie länger leben wird und kann mit Andrews sexuellen Avancen nichts anfangen. Sie läuft ihm davon.
Später, in der geschlossenen, von einem Freund für die „Frozen“ konzipierten Wohnanlage „Evergreen“, sieht Andrew einen Möbelwagen mit Alices Computerausstattung. Auch Alice zieht dort ein und er fragt sich, ob sie sich wieder näherkommen werden.

In dieser Story wird dem Leser die psychologische Dynamik vermittelt. Die Konditionen sind gleich, das Verhalten der Beiden darunter unterschiedlich.
Scientific American, July 2006

Im Oktober, so las ich, soll der Impfstoff gegen die Schweinegrippe eingesetzt werden. Solange die pharmazeutische Industrie Millionen von Hühnereiern zu dessen Herstellung benutzen muss, wird es nicht schneller gehen. Vor Jahren schon wurde an einem neuen Verfahren mit Zellkulturen gebastelt Vielleicht hätten sie es Dr. Bunsenbrenner-Honigtau übertragen sollen.
Ray Kurzweil kündigt in „Reprogramming Biology“ an, was die Menschheit erwartet: Die Änderung ihrer genetischen Programmierung und den Einsatz von Nanotechnologie. Kurzweil ist ein Futurologe, der sich wohl um einige hundert Jahre irrt.

Mario Livio zählt in „Hubble´s Top Ten” auf, welche astromischen Erkenntnisse durch das Teleskop vorangetrieben wurden. Inzwischen wurde das Teleskop ja optimiert. An der Spitze der Top Ten stand der Crash des Kometen Shoemaker-Levy in den Jupiter, als zweites die Entdeckung extrasolarer Planeten.

Stem Cells: The Real Culprits in Cancer? Entartete Stammzellen können zu Krebs führen, in dem Moment, wenn der Stop der Zellteilung außer Kraft gesetzt wird.
The Quest for a Superlens: In der negativen Refraktion laufen Lichtwellen rückwärts. Dieser Vorgang lässt sich nun mit Metamaterialien herbeiführen, Material aus mikrokopischen Strukturen, die den negativen Lichtbrechungsindex auslösen und Baustein hochempfindlicher Linsen werden können.

In dem Artikel „What Birds see“ wird die Struktur ihrer Augen beschrieben. Sie haben vier Arten von Conezellen, den für die Farberkennung zuständigen Zapfen. Nicht der Gattung der Säugetiere angehörenden Arten sehen auch im ultravioletten Bereich, der als Farben wahrgenommen wird, die wir nicht kennen.

„Powergrid for the Hydrogen Economy.” Es wird ein Energienetz aus Superkabeln vorgestellt, die zum einen elektrischen Strom, zum anderen ultragekühlten Wasserstoff, der die Leitfähigkeit der Kabel erhöht und als Energiequelle von Kraftfahrzeugen dienen könnte, weiterleiten..

CSI: Reality: Der Inhalt der forensischen Fernsehsendungen wird mit der wissenschaftlichen Aufklärung von Verbrechen in der realen Welt verglichen. Sendungen dieser Art tragen zur Popularisierung dieses Bereiches bei. Die Zahl von Studienzugängen erhöht sich. Auf der anderen Seite wird von Geschworenen in amerikanischen Gerichten jetzt teilweise vorausgesetzt, dass forensische Institute ebenso schnell Ergebnisse liefern, wie sie es von den Fernsehsendungen her gewohnt sind. Dort sind die Labors mit einigen Geräten ausgestattet, die es in der Form gar nicht gibt. Fiktion und Realität stoßen hart aufeinander.

Gary Stix, Special Project Editor von Scientific American berichtet in seinem Artikel „A Farewell to Keywords“ von Versuchen, Bilder anhand von einem Beispielfoto im Internet aufzuspüren. Mich selbst interessiert es im Hinblick auf Texturen für Second Life, die dort zur Herstellung von Kleidung, Schuhe eingeschlossen, verwandt werden können.

sabato, luglio 11, 2009

Heute fehlt der Wagemut

meint Jesco von Puttkamer in der letzten Spiegel Ausgabe. Er wurde dort in seiner Rolle als Programm-Manager für die Internationale Raumstation und zukünftige bemannte Raumflüge bei der NASA interviewt. Dass er mit seinen 75 Jahren dort noch mitgestaltet, zeugt von Qualifikation und Durchhaltewillen. Der Ingenieur war SF-Fan der ersten Stunde, SF-Autor, Übersetzer und wurde von Wernher von Braun in die U.S.A. geholt, um am Bau der Saturn-Rakete mitzuarbeiten.

Mit dem fehlenden Wagemut meint er, dass zu Zeiten der Mondflüge niemand wusste, ob es klappen würde und das Risiko eingegangen ist.

giovedì, luglio 09, 2009


Scientific American, June 2006

Wissenschaft erzeugt Hoffnung. Dies Titelblatt zum Beispiel. „Engineering Life. Genetic Circuits. will revolutionize Medicine, Energy and Biotech”. Drei Jahre später sehe ich nichts davon. Es ist interessant, diese Artikel aus der Zukunft heraus zu betrachten.

Bei einem Artikel über Supervulkane geht es in die Vergangenheit und Forschungen deuten daraufhin, dass es einige davon gab. Vor rund 640.000 Jahren brach einer im Yellowstone National Park aus und bedeckte die Umgebung mit 1.000 Kubikkilometern Schutt. Der Vulkanausbruch des Mount St. Helens schleuderte 1980 nur um die .5 Kubikkilometer Schutt in die Luft. Das war für unsere Verhältnisse schon ein gewaltiger Ausbruch.

In „Engineering Life“ versuchen die Autoren Methoden einzuführen, wie sie bei der Herstellung von Mikrochips angewandt werden. Sie nennen es Biofab, die künstliche Gene für eine Reihe von Anwendungen wie Medizin, neue Materialien, Sensoren, Abfallverarbeitung und Energieerzeugung produzieren und kombinieren soll. Ich könnte jetzt ätzen, dass es noch hundert Jahre dauern wird, bis alle Hürden dazu überwunden sein werden, doch wenn nicht jetzt damit angefangen wird, wann sonst?
In „Wading in Waste“ macht sich Michael A. Mallin Sorgen darüber, dass dichte Besiedelung und die Zubetonierung von Badeorten zur Verseuchung der Küsten mit Krankheitskeimen führt, und weist dies anhand von Statistiken nach. Das Wasser aus überlaufenden Sielen kann nicht mehr im Boden versickern und fliesst in die Küstengewässer.

„Toward better pain control“ ist ein weiterer Artikel dessen Titel mehr verspricht. Unterschiedliche Arten des Schmerzes werden aufgeführt, der Pfad des Schmerzimpulses vom Entstehungsort zum Gehirn aufgezeigt und es wird gesagt, man sollte Schmerzen nicht so hinnehmen sondern agressiv bekämpfen. Doch womit? Die herkömmlichen Mittel wie Aspirin usw sind noch immer die bevorzugten, da alle anderen noch stärkere Nebenwirkungen haben. Viox ist verboten, andere können nur intravenös gespritzt werden, da sie wie Ziconotide sonst den Blutdruck abfallen lassen. Morphium führt zu Abhängigkeiten und andere Schmerzmittel sind in klinischer Erprobung. Ich habe gegoogelt. Von acht hat nur eines auf den Markt gefunden.

In „Dependable Software by Design“ wird mit Alloy des MIT ein Verfahren beschrieben, welches den Entwurf von Computerprogrammen optimiert. Als ehemaliger Programmierer weiss ich, dass es mit unvollständigen und implausiblen Programmvorgaben anfängt, das monströse Programme produziert werden, die später verschlimmbessert werden und durch die später niemand mehr durchsteigt.

Der letzte Beitrag behandelt SUDOKO; seine Geschichte, wie man am besten herangeht sowie einige mathematische Probleme. Z.B. wie viele Gitter können konstruiert werden? 6.670.903.752.021.072.936.960. Was ist die kleinste Anzahl von Startziffern, die zu eindeutigen Lösungen führen? 17.





mercoledì, luglio 08, 2009

„Stattdessen amüsieren sich Beobachter über seine vermeintlichen Liebschaften - und sprechen dem Land die G-8-Qualifikation ab.“

Ist aus Spiegel-Online und es handelt sich um Berlusconi. Verstehe nicht, was die Leute im Ausland gegen ihn haben. Das ist der unterhaltsamste Premier Italiens. Lassen wir ihm seinen Spaβ. Die Italiener machen es.

sabato, luglio 04, 2009

Albedo 36

Das Magazin aus Dublin erscheint in nicht definierten Abständen. Diesmal wird neben Geschichten und Buchbesprechungen Frank W. Haubold erwähnt, der für 2008 die Deutschen Science Fiction Preise abgeräumt hatte, was den besten Roman und die beste Kurzgeschichte angeht. Diese wird nun auf englisch vorgestellt. „Heimkehr“, hier „Homeward Journey“ fiel für mich gegen die anderen ab. Der Schreibstil scheint mir hölzern, liest sich wie ein Dominik. Hum, den hatte ich anno dunnemals gelesen, dann sage ich lieber, ich stelle mir vor, dass Dominik wie der Haubold geschrieben hat. Auf jeden Fall kommt mir die Story deutsch vor. Es tauchen Professoren auf, deren Status in angelsächsischen Stories aus Handlung oder Arbeitsort ableitbar ist.

Albedo führt ebenfalls einen Jahreswettbewerb durch. Der 1. Preis wird mit 1000 Euro dotiert. Colin Henchley gewann ihn mit seiner Story „Twinkle, twinkle“. Sie beginnt mit einem nächtlichen Bombenangriff auf Dresden aus dem 2. Weltkrieg. Die Lancaster ist auf dem Heimflug nach England. Jemand aus der Mannschaft sieht, dass etwas am Flügel hängt. Sieht wie ein Leichnahm aus, doch bewegt er sich. Sie öffnen die Tür und ziehen ihn herein. Zu spät entdecken sie, dass es ein Monster ist, das die Mannschaft nach und nach abschlachtet. Einer von ihr behauptet, dieser Dämon vertrüge kein Sonnenlicht. Übrig bleibt der Pilot, der in letzter Minute die Lancaster in die Morgendämmerung lenken kann. Das Monster verbrennt. Der Pilot springt mit dem Fallschirm ab und lässt die Maschine ins Meer stürzen, weil ihm niemand die Story abgenommen hätte.

Diese Story war spannend. Wenn ich an den dödeligen Professor denke, weiss ich schon, warum ich keine deutsche SF lese. Höchstens meine eigene, lol..
Fandom Observer 241

Fast immer auf der Höhe, aktuell, was Fanzines, Filme, Bücher, Comics angeht. Es gibt einen ausführlichen Bericht über „Battlestar Galactica“, einen über Science Fiction im deutschen Stummfilm, eine Vorschau über das 23. Fantasy-Filmfest im August und Con-Termine. Die Sahne auf der Torte wäre ein Bericht über den Oldie-Con und über uns Koryphäen, die SF-Fans der ersten Stunde gewesen. Die Reporter sind nicht hinter dem Küchentisch hervorgekommen. Vielleicht war ihr Bauch zu dick, lol..

martedì, giugno 30, 2009

Scientific American, May 2006

Nur noch drei Jahre aufzuarbeiten, lol. Ein Klacks, wenn nur nicht immer neue Ausgaben kämen. 2006. In dieser Zeit versuchte die Bush Administration die Wissenschaft in ihrem Sinne zurechtzubiegen und zu beeinflussen. So sollte in dem Bericht der Umweltbehörde entfernt werden, dass Menschen an Klimaveränderungen schuldig sind. Zwei Wissenschaftler wurden aus dem Bioethikrat entfernt, die sich für Stammzellforschung ausgesprochen hatten. Hoffentlich ist Obama etwas aufgeschlossener.

Michael Riordan und William A. Zajc spekulieren über die ersten Mikrosekunden nach dem Big Bang und beschreiben die Arbeit am Atomzertrümmerer in Brookhaven National Laboratory. Nun, nachdem der Large Hadron Collider seine haushohen Magnete zerdetscht hat, kommt dem amerikanischen Collider wieder die Augabe zu, die Partikelforschung voranzutreiben. In den ersten Sekunden nach dem Big Bang war die Temperatur hunderttausendmal größer als die unserer Sonne. Es entstanden neue Elementarteilchen wie Quarks und Gluonen. Diesen Vorgang versucht man im Beschleuniger nachzuvollziehen. Weiteres findet man im folgenden URL. www.slac.stanford.edu

Ehud Shapiro und Yaakaov Benenson berichten über DNA-Computer und beziehen sich auf die von Alan Turing 1936 ersonnene Maschine um sie als DNA mit dem Ziel zu replizieren, sie später als Diagnoseinstrument einzusetzen.
Carina Hoorn beschreibt die Geburt des Amazonas, die so um 16 Millionen Jahre früher eingeleitet worden sein soll. Der Strom in seiner jetzigen Form formierte sich etwa 10 Millionen von Jahren in der Vergangenheit.

Gary Stix berichtet von den Anstrengungen der pharmazeutischen Unternehmen, ein Krebsmittel zu entwickeln. Ausser Herceptin, das 1998 von Genentech entwickelt wurde, war Dimercept im Gespräch. Google ich jetzt danach, finde ich nur alte Webseiten mit dem Begriff. War also ein Schuss ein den Ofen.

Roberto Gilmozzi beschreibt Bemühungen, immer größere Teleskope zu bauen. Zu der Zeit stand das größte (Very Large Teleskopes) VLT in Chile mit seinen 4 Viermeter Spiegeln. Als nächstes ist ein 100m Spiegelteleskop geplant. OWL = Overwhelmingly Large. Preis 1,2 Milliarden USDollar. Nur hat Busch mit seinem Krieg und der mangelnden Finanzaufsicht das Geld bereits verbraten.

Michael S. Wolfe berichtet in „Shutting down Alzheimer´s“ über die Bemühungen, diese Krankheit in den Griff zu bekommen. Alois hatte sie schon vor einhundert Jahren entdeckt. Ich meine, es wird langsam Zeit, dass Wissenschaftler in die Gänge kommen.

Zum Schluss gibt es einen Bericht über den guten alten Rechenschieber, das Handwerkszeug eines jeden Ingenieurs von damals. Wo ist meine Logarithmentafel?

lunedì, giugno 22, 2009


„Notions Unlimited“ by Robert Sheckley, Bantam Books

Dies Buch hatte ich auf dem Oldie-Con in Unterwössen für 1 Euro gekauft. Es hat diesen Pulp-Geruch aus 1968 in diese Zeit hinüber gerettet. Ich kenne ihn von meiner Jugendzeit her, als ich „Amazing Stories“ mit leichtbekleideten Frauen auf dem Cover am Hamburger Hauptbahnhof gekauft hatte. Ich erinnere mich an einige von Sheckleys Geschichten. Die des Saugers, der aus allem seine Energie bezieht und immer weiter wächst, oder die Story mit den Überwachungsvögeln, konstruiert um Personen unschädlich zu machen, die ein Verbrechen begehen wollen. Oft lässt Sheckley die Handlungen seiner Stories auf einen Punkt zutreiben, an dem es für die Menschheit zu spät ist. Diese Art zu schreiben, verstand er meisterhaft.

venerdì, giugno 19, 2009

Fandom Observer 239

Highlights: Nachruf auf James Graham Ballard und ein Bericht über den DortCon 2009. Des weiteren Nominierungen für den Deutschen Science Fiction Preis 2009, den Kurt Laßwitz Preis 2009 und für den Hugo.

Fandom Observer 240

Ein Bericht über das Magazin Starlog, das sein Erscheinen eingestellt hat. Ein Bericht über James Cameron.

In beiden Ausgaben wie immer reichlich Buch-, Fanzine-, Hörspiel-, Film-, Spiel-, Fernsehserienbesprechungen.

giovedì, giugno 18, 2009

Fantasy & Science Fiction, June/July 2009

Doppelausgabe, 250 Seiten. „Economancer“ von Carolyn Ives Gilman. Sie erklärt, wie sich eine kleine Nation in der Weltwirtschaftskrise behauptet.
Es beginnt damit, dass Simon sich von seiner Freundin Jane dazu verleiten lässt, nach Nanonesia zu einem Vorstellungsgespräch zu fliegen. Simon, der auf der London School of Economics studierte und danach in der Barlay´s Bank angestellt war, findet sich am Ziel in der Penthouse-Suite eines Luxushotels. Am nächsten Tag, in der Sinoa Bank, wird Simon klar, dass man von ihm erwartet den Dollarkurs abstürzen zu lassen. Die Leute von der Bank glauben, er sei auf der London School of Economancy gewesen, auf einer Schule, die, wie er später herausfindet, lehrt, Weltwirtschaft durch Magie zu beeinflussen.

Simon lernt die Mitglieder der Zentralbank kennen, deren Vorstandsvorsitzender es durch jahrzehntelange Erfahrung dazu gebracht hat, den Wirtschaftskreislauf mit seinen Kapitalströmen, der Allokation von Resourcen als organisches System zu betrachten. Mitglieder des Vorstandes besitzen spezifische Talente, dieses System zu beeinflussen. Simon lernt die kultivierten Talente einzelner Vorstandsmitglieder anhand von CDOs, Collaterized debt obligations, welche die Wirtschaftskrise heraufbeschworen hatten, kennen. Einer ist auf Gift spezialisiert, auf diese toxischen Papiere wie CDOs, Derivate; ein anderer auf Stabilisierung und ein dritter kann den Risikodämon heraufbeschwören. Während Simon anhand seines Blackberrys ein CDO als Triple-A einstuft, beschwört der Risikospezialist den Dämon herbei, der aussagt, der CDO wird in der Finanzwelt als wertvoll und dann als wertlos angesehen werden. Eine Risikobombe, wie der Mann sagt. Ein Merrill Lynch oder Lehman Brothers-Fluch liegt auf den Papieren.

Am nächsten Tag wird Simon verhaftet mit der Begründung, er habe sich unter falschem Namen das Vertrauen der Banker erschlichen. Der wahre Simon sei ein anderer, der gerade eingetroffen ist. Es stellt sich heraus, dass es zwei von ihnen mit gleichem Namen gibt.
Am Schluss der Geschichte lässt sich Simon von seinem Namensvetter, der die London School of Economancy besucht hat, anheuern, um gegen die hartherzigen Massachuseti, die mit ihrer Numerologie das Finanzsystem der Insel zu Boden werfen wollen, vorzugehen.

Gilman liegt gar nicht falsch mit ihrer Geschichte. Ich las eben einen Business Week Artikel, in dem versucht wurde, hinter die Erhöhung des Ölpreises zu kommen. Februar kostete ein Barrel Öl noch 34 USD, jetzt um die 70. Die Tanks sind gefüllt, der Verbrauch gefallen. Nach der Logik sollte der Preis nicht höher als 50 Dollars liegen. Der Rest beruht auf Perzeption. – Preisfluktuationen basieren auf Annahmen. Dämonen auch.

mercoledì, giugno 17, 2009

World-Con dieses Jahr in Montreal
(Quelle Dave Langfords „Ansible“)

6-10 Aug [] ANTICIPATION (67th Worldcon), Palais des congres de Montreal,Montreal, Canada. Membership rates _until 15 July_: $Can240/$US210/Pounds135/Euro150/Yen20,000 reg; upgrade supporting to full membership,$Can185/$US160/Pounds105/Euro115/Yen15,000; supporting $Can55/$US50/Pounds30/Euro35/Yen5,000. _Hugo voting (online or mail) closes 3 July._Contact PO Box 105, Station NDG, Montreal, QC, H4A 3P4, Canada.

lunedì, giugno 15, 2009

Innovation interrupted

ist der Titel der letzten „Business Week“. Es stimmt ja auch. Es kommt nicht mehr viel Neues, und überhaupt nichts bahnbrechendes. Evolution, keine Revolution, keine disruptive Technology. Nehmen wir Microsoft, das letzte Mal wo das Unternehmen innovativ war, fand statt, als es von Windows 3.1 zu Windows 95 überging. Danach wurde es lahm. Wir bewegten uns von Bulletin Boards und langsamen Modems, die gegen Telephonhörer gepresst wurden zum Internet, zu Routern und WiFi. Aber dann war Schluss. Die Entwicklung von Handies ist auch schon eine Weile her.

Die „Business Week“ listet Felder auf, die 1998 innovativ erschienen, viel versprachen und heute enttäuschen. Krebsbehandlung, Klonen, mit Treibstoffzellen angetriebene Fahrzeuge, Gentherapie, schnellere Entwicklung von Medikamenten, miniaturisierte Maschinen auf Silikonbasis, schnelles Internet über Satelliten, Spracherkennung, Entwicklung organischen Gewebes.

In diesen Feldern wird gearbeitet, doch gestaltet sich alles komplizierter als angenommen. Messbare Erfolge stellen sich nur langsam ein. Ich frage mich, ob die Allokation menschlicher Resourcen und die Organisation optimal ist.

domenica, giugno 14, 2009



Oldie-Con in Unterwössen

Meine Neuronen verdampften. War es die Hitze oder das Alter? Auf meinem Weg zum SF-Oldie Con in Unterwössen/Oberbayern erwischte ich die falsche Autobahnauffahrt. Sie hatten sie verändert und die Beschilderung war chaotisch. Ich fuhr Richtung Modena und wollte doch zum Brenner. Ich nahm die nächste Ausfahrt und kehrte um. Dann wurde mein Pick-Up auf den Steigungen so langsam, dass ich mich zwischen die Lastwagen einreihen musste. Nachdem ich auf dem nächsten Rastplatz eine Pause gemacht hatte, fuhr der Wagen schneller und mir drängte sich der Verdacht auf, ich sei mit angezogener Handbremse gefahren, im diesem Falle eine, die mit dem Fuß zu betätigen und mit der Hand wieder zu lösen ist. Nur hatte ich keine rote Lampe leuchten sehen. Mir blieb nur übrig, es auf der Rückfahrt zu testen.
Als ich abends im Hotel Gabriele ankam, gab es nichts mehr zu essen, dafür reichlich Bier. Ich beschränkte mich auf einen halben Liter. Hope, der Vater des Cons und Organisator, hatte sich wieder die Knochen gebrochen und fehlte. Wolfgang T., der Jule Verne Experte, den ich noch aus meiner Jugend her kenne, konnte aus Krankheitsgründen auch nicht mehr kommen. Waldemar Kumming vom geschätzten Munich Round Up tauchte ebenfalls nicht auf. Es brechen ein paar Stützen weg und werden nicht ersetzt. Wir brauchen frische Oldies. Fragen wurden aufgeworfen wie „Wo bleiben die Bücher- und Fanzinesammlungen, wenn ein Oldie nach dem anderen den Löffel abgibt?“ Es bietet sich die Bibliothek in Wetzlar an. Der nächste Con soll dort stattfinden und dieses Thema wird dort sicher zur Sprache kommen.
Hope war nicht da, und es gab keine Namensschilder. Einige Leute kannte ich, Dieter Braeg, Franz Rottensteiner und Juergen vom Scheidt zum Beispiel, doch hatte ich keine Lust all die anderen nach ihrem Namen zu fragen. Dahingenuscheltes hätte ich ohnehin wieder vergessen. Namen sind Schall, sind Rauch und es war auch so gemütlich.

Am nächsten Tag wurden zu Mittag Second Hand Taschenbücher und Poster verkauft. Für einen Euro erstand ich Robert Sheckleys „Notions Unlimited“. Ein Autoren Favorit, der meine Jugend bereichert hatte. Zum Essen gingen wir in den Ort hinab, vorbei an Weiden, Kühen, rustikalen bayerischen Häusern, von deren Balkonen knallrote Geranien zu uns herabwinkten. Das Essen war gut und preisgünstig. Wir unterhielten uns über Themen wie „Die Welt der festgeschraubten Stühle“, verschroben wie wir waren. – Zu Abend saßen wir an mehreren Tischen bei einem Glas Wein oder Bier oder Apfelschorle zusammen. Aus Norddeutschland war niemand anwesend, dafür jedoch Österreicher, von denen mir einer mit lauter Stimme das Trommelfell malträtierte. Mir steht nicht an zu behaupten, er redete Stuß, da ich ihn nicht verstand. Nur lachte er nach jedem dritten Satz und als er sich darüber mokierte, dass Jürgen vom Scheidt sich das letzte Mal von ihm mit der Bemerkung abgesetzt hatte: „Ich kann das nicht mehr hören!“, fand ich es gut, dass unserer österreichischer Freund gut daran getan hatte, seine Mundart beizubehalten, obwohl ich aufgrund meiner über dreußigjährigen Ehe gelernt habe, mir den größten Scheiss anzuhören ohne mit der Wimper zu zucken. Und- „ich kann das nicht mehr hören“. Vielleicht hatte vom Scheidt auch nur ausdrücken wollen, dass die Batterien seiner Hörgeräte entladen waren.

Das Paar, das Mittags die Ein-Euro-Bücher verkauft hatte, führte am Abend einen ausdrucksvollen Tango vor. Neben SF ihre zweite Leidenschaft.

Die Leute waren interessant, nicht nur dass uns gemeinsame Interessen verbanden. Astronomen, Psychologen, Sinologen, Literaten, erzählten über die SF hinausgehend aus ihren Gebieten. Über Wetter, Unterkunft, Essen konnte ich mich nicht beklagen und mein Pick-Up kriecht wirklich so langsam die Steigungen empor, ohne angezogene Handbremse. Ich musste bis in den dritten Gang zurückschalten. Eine Möglichkeit, ihm mehr Fahrt zu geben, sehe ich noch. Den Luftfilter. Ich hätte ihn vor der Fahrt erneuern lassen sollen. Das werde ich mir für nächste Woche vornehmen.

mercoledì, giugno 10, 2009

Interzone 222

Dieses britische SF-Magazin ist empfehlenswert, habe ich es richtig geschrieben? Mein Deutsch degradiert langsam, dafür wird mein Italienisch besser. Raccomandabile.
Im Gegensatz zu denen in amerikanischen SF-Magazinen, haben diese Stories teilweise einen düsteren Touch. Nehmen wir „Johnny and Emmie-Lou get married“ von Kim Lakin-Smith. Es geht um zwei Banden, ein Autorennen mit Johnny und Emmie-Lou in dessen Chevy und Billy, dem Rivalen im Daimler Dart. Aufgemotzte Karren. Johnny von den Flies, Emmie-Lou von den Rocketeers. Das konnte nicht gutgehen. Billy von den Rocketeers versucht ihm das Mädchen mit dem Rennen wieder abzujagen. Es wird mörderisch und Johnny gewinnt. Billy rammt Emmie-Lou ein Messer in den Leib, Johnny schneidet Billy die Kehle durch. Johnny ergreift den Priester und heiratet sein Mädchen. Die Rocketeers umzingeln Johnny. Die Flies stürzen vom Himmel herab und stellen sich vor ihn, und die Schlacht beginne, während Johnny das Mädchen an sich drückt und die Blutung zu stillen sucht. Spannung, Drama, düstere Atmosphäre.

Paul de Filippo wird interviewt. Dann wie üblich Buch- und Filmbesprechungen. A propo Film. Wir hatten uns letzte Woche den neuen Star-Trek im Kino angesehen. Was für ein Unterschied zu den original TV-Episoden. Die Serie lief gestern in Italia 7 an. Allein die Geräusche, wenn teleportiert wurde. Zu der Zeit war es noch neu, die Spannung wurde mit Geräuschen und Geflimmer unterlegt. Tja, die Apparatur war ja auch etwas älter, lol.

domenica, giugno 07, 2009

Asimov’s Science Fiction, July 2009

Kit Reed wirft mit „Camp Nowhere“ neues Licht auf die Kaste der Psychologen. In dieser Geschichte geht es um eine Familine,um Vater, Mutter, Tochter Chazz, aus deren Perspektive die Story abläuft. Die Familie quartiert sich auf einer Ferieninsel in einem Camp ein. Der Tochter wird klar, dieser Urlaub ist für die Eltern gedacht. Diese werden abends zu einer Gruppensitzung abgeholt, während die Tochter in dem Blockhaus des Camps zurückgelassen wird.
Am nächsten Tag, schleicht Chazz durch den Wald zum Sitzungsort und erlebt, wie einem Mann von den Psychologen des Camps das Innerste nach Außen gekehrt und wie er weinend an dem Ort gelassen wird. Chazuz freundet sich mit dem Mann an und versucht ihn aufzubauen.
Als ihre Eltern wieder zu einer dieser Sitzungen abgeholt werden, geht Chazz ihnen nach und verbirgt sich hinter den Bäumen. Sie beobachtet das Spiel, das die Psychologen mit ihnen treiben, hört, wie sie herausbekommen, dass deren Zwistigkeiten, ihr Zang und Streit begann, als Chazz auf die Welt kam. Diese fällt aus allen Wolken, und als sie die Psychologen in dem Wald entdecken und auf die Plattform schleppen, die Psychologen rufen: „Chazz, wir wollen deinen Schmerz spüren!“, die Eltern dann verbal auf sie eindreschen, bricht für sie eine Welt zusammen.
Plötzlich geht das Licht aus. Ihr Freund hat die Leitung gekappt und nutzt die Dunkelheit und Verwirrung um Chazz von der Plattform zu ziehen. Sie halten sich im Wald versteckt und hören die Psychologen rufen: „Chazz, komm zurück. Wir wollen deinen Schmerz spüren!“ Ihnen wird klar, dass die Psychologen aus den seelischen Schmerzen der Opfer ihre Energie ziehen. Ihr Freund läuft mit Chazz zu einem gefundenen Ruderboot, mit dem sie das Festland erreichen. Beide suchen das Weite, so weit wie möglich von Chazz Elternhaus entfernt.

Eine boshafte Story, die Shrinks, Psychologen nicht gefallen wird.

venerdì, giugno 05, 2009


Scientific American, January 2006

Vor mehr als 150 Jahren wurde über die Vor- und Nachteile der Arbeitsteilung philosophiert. Am Beispiel einer Nadel, zu deren Herstellung um die zwanzig Teile nötig waren. Der Autor schrieb über die Perfektion, wenn der Arbeiter immer das gleiche Teil zu fertigen hätte, wie zum Beispiel den Nadelkopf. Aber auch darüber, dass bei dieser Tätigkeit, der Kopf dieses Arbeiters über Generationen hinweg in Größe und Substanz diesem Nadelkopf immer ähnlicher werden würde.

Subhanjoy Mohanty und Ray Yazawardhana nahmen sich mit „The Mystery of Brown Dwarf Origins“ die braunen Zwerge vor. Eine Kreuzung von Mini-Sternen und Mega-Planeten. Zu Beginn entwickeln sie sich wie andere Sterne, doch nach rund 100.000 Jahren hört ihr Wachstum plötzlich auf. Dazu gibt es zwei Theorien. 1. Der Himmelskörper wird von anderen aus der Gaswolke geworfen. Dadurch wird ihm die Substanz für das Wachstum entzogen. 2. Turbolenzen schütteln benachbarte Himmelskörper durcheinander. Braune Zwerge fallen in die unterste Größenskala.

Georg M. Church meint in „Gene for All“, dass die Kenntnis der Gene zu einer personalisierten medizinischen Behandlung führen wird. Nun sind ein paar Jahre vergangen und in einem der letzten Spiegel las ich, das sei Unsinn und mit Lesen im Kaffeesatz vergleichbar.

Erich L. Geist, Vasily V. Titov und Costas E. Synolakis nahmen sich den Tsunami von 2004 vor, der um die 225.000 Menschen das Leben gekostet hatte. Andere Zahlen sind ebenfalls beeindruckend. Tektonische Platten in einer Länge von 1200 km klebten zusammen. Die aufkommende Spannung ließ eine davon über acht Meter in die Höhe schnappen und löste damit den Tsunami aus, der sich in zwei Richtungen ausbreitete, auf das offene Meer und auf die Küste zu. Dort erreichten Wellen eine Höhe von dreißig Metern. – Die Autoren befürworteten ein umfassendes Bojen-Warnsystem.

Das hatten wir schon mal: Die von der DARPA gesponserte Robot-Rally. Ein Jahr später gab es also wieder eine. 2004 hatte es kein Robotfahrzeug geschafft, das Ziel zu erreichen. Diesmal war es anders. Fünf Fahrzeuge schafften es, die 132 Meilen lange Strecke zu bewältigen. Teilnehmer kamen aus sieben Nationen und zweiundvierzig Staaten der U.S.A. Sieger wurde das Fahrzeug Stanley der Stanford University.

The Maternal Brain. Craig Howard Kinsley und Kelly G. Lambert, zwei Neurowissenschaftler, fanden heraus, dass sich das Gehirn von Frauen während der Schwangerschaft verändert. Estrogen und Progesterone, Prolactin, Oxytocin, Endorphine, sind Hormone, die während der Schwangerschaft verstärkt ausgeschüttet werden und in Teilen des weiblichen Hirnes, wie z.B. Amygdala, Nucleus Acumbens, dem Hypothalamus, Veränderungen hervorrufen, die Bindungs- und Lernfähigkeit von Frauen steigern. – Nun lernen, wie man liest, Mädchen ohnehin besser aus Jungen. Würden Mädchen in den Schulen schwanger, würde der Abstand noch größer werden.

Gary Styx schreibt in „Recognition Engines“ über Spam erkennende Software und beschreibt die Prozessoren dafür als Finit-State-Machines, die im Gegensatz zu den konventionellen Von-Neumann Maschinen Aufgaben nicht sequentiell, sondern parallel anpacken können. Die Finit-State-Maschine basiert auf Turings Theorien.

Zum Schluss gibt es noch einen Artikel, dessen Thema den meisten von uns wohl am Herzen liegt. Mit „Protecting more than Animals“ beschreiben Alan M. Goldberg sowie Thomas Hartung die Möglichkeiten, Test an Tieren weiter zu reduzieren. Tests an Tieren sind ohnehin eine Sauerei. Über 100.000 chemische Substanzen werden an ihnen ausprobiert. Millionen von Tieren werden benutzt, um die Sicherheit dieser Substanzen zu bestimmen, und es kommen jährlich tausende von neuen Chemikalien hinzu.

giovedì, giugno 04, 2009


Der deprimierte Mafia Boss

Giacomo Ieni, mutmaßlicher Boss des Pillera Clans in Catania auf Sizilien, braucht nicht ins Gefängnis. Depressione Malinconica, tja nun, da bleibt, nach der Auffassung des Gerichts, nur das Hausarrest.
Auf Reisen

lese ich mehr, und das ist kein Wunder. Second Life ist fern und ich kann nicht die ganze Zugfahrt aus dem Fenster sehen.

Am Montag Nachmittag flog ich von Bologna nach Köln und setzte mich dann in den Zug, um nach Hamburg zu kommen. Ich hatte alles im Internet gebucht: Flug, Zug, Hotel. Cool. Jetzt sitze ich im Ibis Hotel und sehe mir einen Tatort im Fernsehen an.

Dienstag. Der Besuch bei meiner Mutter ist beendet, Hacken sind abgelaufen. Burlington Socken gekauft. Morgen geht es wieder nach Italien zurück.


Das Wetter war phantastisch und ich machte es mir am Hafen bequem, sah den Schiffen zu und las den Spiegel. In dem stand, dass German Wings ab Ende Oktober fünf Flüge von Köln nach Hamburg unterhalten wird. So lange werde ich warten, bevor ich wieder nach Hamburg komme.

Mittwoch. Ich liege auf meinem Hotelbett und warte darauf, dass ich geweckt werde. Frühstück ist um 6:30. Danach muss ich mich sputen, um zum Bahnhof zu kommen. Ich las den KulturSpiegel. Bewundere die Leute, welche Romane schreiben. Ich sollte mir zum Schreiben auch wieder mehr Zeit nehmen. Ist nur eine Frage der Disziplin.

Nun sitze ich auf dem Flughafen Köln/Bonn. Wirtschaftskrise. Die Wirtschaftswissenschaftler reden von Deflation. Solange Brötchen und kleines Kölsch 8.50 Euro kosten, glaube ich es nicht.

venerdì, maggio 29, 2009


Vector, The Critical Journal of the Britsh Science Fiction Associaton, Autumn 2008

Schon ein halbes Jahr her, aber ich arbeite meine Zeitschriften langsam auf.
Adam Roberts schreibt über „Doris Lessing and SF“. Sie wird neunzig Jahre alt und hatte 2007 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Mit ihren Zukunftsromanen können SF-Fans jedoch nicht warm werden. Roberts begründet, warum. Sie wuchs in Zimbabwe, dem früheren Rhodesien auf und rührte afrikanische Spökenkiekerei in ihren Büchern unter, dass sie für SF-Fans ungenießbar wurden.

In „And the Law won“ beschreibt Jonathan McCalmot das Zusammenspiel physikalischer Gesetze mit der SF. Es fängt mit Aristoteles an, der Feuer, Wasser, Luft und Erde als Elemente ansah, leitet zu Einsteins Relativitätstheorie über, zu Feynmans Quanten Elektrodynamics, endet mit der Stringtheorie. Da die Gleichungen zur Weltformel nicht aufgehen, geht es mit der dunklen Materie weiter, welche die Beschleunigung des Universums nach dem Big Bang erklaert und wir sind an der vordersten Front, an der Wissenschaftler mit der Stange im Nebel herumstochern.
McCalmot erwähnt einige SF-Autoren, die in ihren Romanen die zur Zeit gültigen physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt haben, so dass Ereignisse für die Protags nicht vorausschaubar sind.

Frank Ludlow behandelt in „on the Art of Reviewing“ unterschiedliche Stile von Buchbesprechungen und rennt offene Türen ein, wenn er sagt, dass sie konstruktiv sein sollten. Und dann finden wir sie: Besprechungen. Nur vermisse ich das Vektor Gütesiegel.

Andy Sawyer beschreibt die erste Vector-Ausgabe von 1958. Die BSFA hat Stehvermögen. In jener Zeit war ich schon einmal Mitglied, bevor die Rock n´ Roll-Welle mich mit riss.

martedì, maggio 26, 2009


Analog, Science Fiction and Fact, July/August 2009-05-26

In dieser Doppelausgabe von rund 200 Seiten ist Daniel Hatchs Story „Seed of Revolution“die längste Geschichte, eine Detectiv-Story mit dem Schauplatz Chamal. Ein Planet, auf dem die Natur den Bewohnern einen umfassenden Gen-Pool bereitstellt. Chamals Bewohner sind intelligente Tiere. Dr. Wu hingegen ist einer der Engel, die auf diesen Planeten hinabgestiegen waren. Sie rücken die falsche Einschätzung zurecht und stellen sich als Menschen vor, die gekommen sind, auf Chamal zu lernen. Dr. Wu wird ermordet, und sein Diener Pog, eine große Spitzmaus, macht sich daran, den Mörder zu finden und das Verbrechen aufzuklären. Seine Bemühungen lassen ihn in Sackgassen und auf Irrwegen laufen. Es stellt sich heraus, dass Pog nicht nur Diener, sondern auch Verkünder Wus Weisheiten ist mit dem Ziel, aus einer kriegerischen und sich bekämpfenden Gesellschaft eine friedfertige und merkantile zu machen.

Wer war der Mörder? Nicht die Miliz, die in Wus Haus eingebrochen war und ihm eine Kugel in den Kopf geschossen hatte. Wu war schon tot, als dies geschah. Es war ein Brieffreund von der Erde, der nicht wusste, dass Pog auf Wus Mindpad mit ihm philosofische Argumente ausgetauscht hatte. Der Wissenschaftler von der Erde gab widerstrebend seinen Irrtum zu, nahm sich aus Schmach das Leben, nachdem er mit einem Attachment Wus Nahrungsmanipulator so eingestellt hatte, dass dieser Wu vergiftete.

Diese Ausgabe für Juli und August enthält einen Beitrag über den mit viel Brimborium angekündigten Large Hadron Collider (LHC). Doch der funktioniert schon seit Monaten nicht mehr. Es wurde still um ihn. Ich googelte und fand heraus, dass Magnete kaputt sind und Protonen wer weiss wohin geschossen waren. Und es wird noch Monate dauern, bis diese Magnete ausgetauscht sind. Dann kann damit bekommen werden, die für Wissenschaftler noch immer rätselhafte Schwerkraft näher zu untersuchen. Sie ist zu schwach, um in eine Weltgleichung eingepasst zu werden. Manche gehen davon aus, dass sie in andere Dimensionen sickert. Ist das Quark? Den kennen die meisten von uns nur aus der Tiefkühltruhe. Dabei gibt es mehrere davon. Partikel, meine ich. Down, up, strange, charm, bottom und top. Dann Leptonen wie muon und Tau.
Die Wissenschaft kennt noch einen Haufen weiterer Partikel. Wenn der LHC wieder funktioniert, wird nach dem Higgs Boson gesucht werden.

Die Wissenschaft tappt im Dunkeln. Schwarze Materie, Schwerkraft, Strings, Higgs Boson. Viele Fragen und unterschiedliche Antworten. Ich nahme an, unser Hirn ist nicht dazu gebaut, gültige Antworten darauf zu liefern. Und die Maschinen, als Hirnverstärker, gehen zu schnell kaputt.

giovedì, maggio 21, 2009



Scientific American, Oct. 2005

Ich habe es wieder geschafft, eine Ausgabe durchzuackern. Harte Arbeit, aber ich werde dadurch ja nicht dümmer :-). Zu jener Zeit hatte der Hurricane Katrina New Orleans verwüstet und die Zeitschrift machte darauf aufmerksam, dass Mark Fischetti schon 2001 in Scientific American auf die Wahrscheinlichkeit einer derartigen Katastrophe hingewiesen hatte. In dieser Ausgabe nun gibt es den Beitrag von W. Wayt Gibbs und Christine Soares "Preparing for a Pandemic". Man ist sich noch nicht sicher, ob die jetzige Schweinegrippe eine Pandemie ist, es sieht jedoch so aus. Zum Glück ist es, obwohl Menschen gestorben sind, eine der harmloseren. Es hätte schlimm kommen können. Dieser Artikel beschreibt die zuständigen internationalen Organisationen, ihre Vorgehensweise und dass die Impfstofferzeugung mit Eiern eine Vorlaufzeit von sechs oder mehr Monaten benötigt. Die Erzeugung von Impfstoffen durch Zellkulturen hat sich noch nicht durchsetzen können.http://www.pandemicflu.gov/

Juan Maldacena bringt einen Artikel über die Schwerkraft, die aufgrund ihrer Schwäche nicht in die Gleichungen passt, mit denen das Universum erklärt werden soll. Wissenschaftler zaubern nun einige Theorien aus dem Hut, von denen eine beschrieben wird: Eine Quantum-Theorie der Schwerkraft. Dazu bedient man sich der Erklärung, dass ein zweidimensionales Universum ohne Schwerkraft einem dreidimensionalen mit Schwerkraft gleicht. Die Grenze zwischen beiden sind interagierende Quarks und Gluonen. Schwierig dort hindurchzusteigen. Ich müsste den Artikel wiederholt durchlesen. Wer will, kann sich des Internets bedienen. http://en.wikipedia.org/wiki/Anti_de_Sitter_space

Did Life come from another world? David Warmflash und Benjamin Weiss schließen diese Möglichkeit nicht aus. Es gibt einige Meteoriten des Mars, die für die Reise zur Erde fünfzehn Millionen von Jahren benötigt hatten. Die Mehrzahl jedoch schafft es in einem Jahr. Da das Innere eines Meteoriten nicht durch die Atmosphäre erhitzt wird, könnten in ihm bestimmte Bakterien überleben.

In dem nächsten Beitrag geht es um Nanocomputer, welche einer der nächsten Schritte sind, wenn Moore`s Law weiter sene Gültigkeit behalten soll. Hewlett Packard arbeitet an diesem Vorhaben, die Defense Advanced Resarch Projects Agency (DARPA) hat Regierungsgeld hineingesteckt. Es geht darum, von den auf Silikon basierenden integrierten Schaltkreisen wegzukommen. Bei der Crossbar Architektur werden Nanostäbe kreuzweise übereinander gelegt und fungieren als Schalter. Die üblichen also, wie OR, XOR, AND usw. Bevor diese Technik in Praxis umgesetzt werden kann, werden Jahre vergehen, da abgesehen von der Lernkurve, Fabriken für Massenproduktion gebaut werden müssten.

Alex P. Meshik berichtet in "The Workings of an ancient Nuclear Reactor" über ein afrikanisches Uranvorkommen, dass sich vor zwei Milliarden Jahren einer Atomspaltung unterzogen hat. Hierbei handelte es sich um die Uranmine in Gabun. Entdeckt wurde dies 1972, als ein Arbeiter in der französischen Uranaufbereitungsanlage feststellte, dass seine Analyse das Uran235 einen Schwund an Isotopen aufwies. Uran235 hätte einen Anteil von 0.720 Prozent haben müssen, es waren aber nur 0.717 Prozent. Es wurde festgestellt, dass sich das Uran in Oklo durch Eindringen von Grundwasser selbst entzündet und den Spaltungsprozess eingeleitet hatte. Nach einer halben Stunde verdampfte das Grundwasser, der natürliche Reaktor stoppte für ein paar Stunden, bis wieder genügend Grundwasser vorhanden war, um den Zyklus wieder zu starten.
http://www.ocrwm.doe.gov/factsheets/doeymp0010.shtml

Interessant war auch Carl Zimmers "The Neurobiology of the Self". Wie vermag das Gehirn eines Menschen feststellen, dass er sich als Selbst erkennt und nicht als jemand anders? Verschiedene Teile des Hirns sind daran beteiligt. Medial Prefrontal Cortex, Precuneus, Anterior Insula. Mirror Neurons, Spiegelneuronen machen emphatisch. Wird jemand verprügelt, versetzen sie den beobachtenden Menschen in die Rolle des Verprügelten und lassen ihn mitempfinden. http://www.scn.ucla.edu/pdf/rt4053_c004lieberman.pdf

Dann noch ein letzter Artikel: "TheLand of Milk & Money" von Gary Styxs. Ziegenmilch, die Medikamente enthält, da die Ziegen genetisch verändert worden waren. Der Tierembryo wird mit einem genetischen Konstrukt geimpft.Transgenische Ziegen kommen auf die Welt, welche später gemolken. Das Medikament wird aus der Milch extrahiert. http://www.transgenics.com/

domenica, maggio 10, 2009

Andromeda Nachrichten 225, Science Fiction Club Deutschland

wurde der European Award als „Best Fanzine“ verliehen.. Nun, das war auf dem EuroCon 2009 in Fiuggi, Italien. Die meisten Italiener haben mit Fremdsprachen nichts am Hut, so konnten sie sich nur anhand der Fotos und Bilder an den Inhalt herantasten. Immerhin: Die Aufmachung ist Klasse. Michael Hailte is de man.

Jürgen Lautner berichtet von der Ausstellung H.R. Giger im Filmmuseum Frankfurt. Giger hatte die Monsterfiguren der Alien- und Species-Filme erschaffen. Er erschuf auch bizarre Non-SF Figuren.

Erich Schreiber behandelte die Buchmesse Leipzig. Lautner besuchte ausserdem den DortCon. Der SFCD-Con findet dieses Jahr im Juni in Schwerin statt.

Es geht mit den Buchbesprechungen weiter, Hörbücher eingeschlossen, dann folgen die Verlagsprogramme. Eine Menge von Seiten, die ich überschlagen konnte, da ich mit Asimov´s, Analog, F & SF sowie Interzone, Albedo genug zu lesen habe. Weiterhin gibt es Besprechungen von Filmen und Computerspielen.

Robert Hektor bringt den Leser auf den neusten Stand der Wissenschaft. Andromeda ist mehr für Hard-Core SF-Leser. Und ein Lob der Aufmachung.

sabato, maggio 09, 2009

Skurril

Die Lega Nord ist mehr als eine skurrile italienische Volkspartei. Ihre Hemden sind grün und ihre Gesinnung ist heimatverbunden mit einem Schuss NPD, was Zugewanderte aus Nicht-EU-Staaten betrifft.

Matteo Salvini, Gruppenleiter der Mailand-Fraktion schlug nun vor, einen Waggon der U-Bahn für Mailänder zu reservieren. Nun fragt sich jeder, auch ein Waggon für die Restitaliener und einen für Personen aus dem Ausland? Berlusconi meint, das sei ein Witz gewesen. Er stand hier in allen Zeitungen.
Mondfinsternis

Mit dem NASA Mondprojekt wird es wohl erst einmal nichts. Ich las heute im "Resto del Carlino", unserer Zeitung, dass Obama es auf unbestimmte Zeit zurückgestellt hat. Die Banker haben nicht nur unzählige Arbeitslose erzeugt, sondern hemmen gleichfalls den technischen Fortschritt.

venerdì, maggio 08, 2009

Asimov’s Science Fiction, Junie 2009

Hebt den Autoren James Patrick Kelly hervor, der fünfundzwanzig Jahre lang im Juni eine Story bei Asimov´s veröffentlicht hat. So auch diesmal. Kelly betreut außerdem die Kolumne „On the Net“, in der er SF-Urls aufstöbert.

Eric Browns Geschichten habe ich in „Interzone“ gelesen, nun auch hier. Mit „Cold Testing“ setzt er seinen Schwerpunkt auf das Verhältnis des Space Captains zu dem Androiden Ella, der wie Commander Data aus der Enterprise nach dem Menschlichen strebt. Ingenieur Kerry hasst Ella, ist eifersüchtig und begleitet die Story mit ihren Hassausbrüchen.

Auf Nova Charon wird das Schiff einem Kältetest unterzogen. Ella macht mit sich das Gleiche, sie verschwindet aus der Kuppel. Nachdem sie zurückgekommen ist, löscht sie ihre Erinnerungen. Nur eine Nachricht ist erhalten geblieben. Sie hat herausgefunden, dass ihr der Captain etwas bedeutet und dass Menschsein Schmerz einschliesst.

Mit „Dieter“ hatte ich ein Android-Mensch Verhältnis beschrieben. Nur dort kam es zum Happy End.

lunedì, maggio 04, 2009

Analog Science Fiction and Fact, June 2009-05-04

Dies Magazin, auch “Astounding”, der Vorgänger, ist oder war eine Domäne von SF-Autoren, die der Physik nahestehen. Richard A.Lovett ist einer von ihnen. Seine Geschichte heißt „Attack of the Grub-Eaters“. Im Internet-Forum „Rasen und Garten“ bittet Garden Warrior um Rat. Maulwürfe hätten seinen Garten unterwandert. Was könnte er dagegen unternehmen? Er habe gegraben und parallel zueinander verlaufende aus einem harten Material bestehende Röhren gefunden. Könnten Maulwürfe so etwas machen?

Es fehlte nicht an Hinweisen aus dem Forum. Jemand stellte fest, dass in der Nähe Garden Warriors ein Meteorit eingeschlagen sei. Ein anderer sah in den Nachrichten, wie im nächsten Ort Gas aus den Sielen strömte, Mensch und Tier umbrachte. Das Forum suchte nach Erklärungen, dann nach Maßnahmen, dies abzustellen. Erstaunlich, wieviel physikalische Kenntnisse das Gartenforum offenbarte. Die letzte Hypothese war, es seien keine Maulwürfe, sondern eine Invasionsgruppe, die Terraforming betrieb, indem sie versuchte die Atmosphäre zu verändern und dass Sauerstoff für diese Röhren legenden Wesen tödlich war.

Garden Warrior fuhr in den toten Nachbarort und lud so viel Sauerstoff-Flaschen wie möglich auf seinen Pick-Up Truck. Mit Hilfe seiner Forum-Buddies gelang es ihm, die Invasionstruppe zu vernichten.

Editor Stanley Schmidt, übrigens auch Physiker, stellt unter der Überschrift „Sign of Respect“ die These auf, dass sich die Vorschrift, den Hut beim Betreten einer Wohnung abzunehmen,. verselbständigt habe. Schmidt nennt den Vorgang „Phantom Tyrant“, weil niemand weiß, wo diese Sitte entstanden ist und warum sie fortgeführt wird.

Den Science Fact behandelt Michael Carroll „Futuropolis: How NASA plans to create a permanent presence on the moon“. Der Plan heißt “Constellation Architecture”. Der Nachfolger der Spaceshuttle wird entworfen. Der Launcher heißt Ares. Im Huckepack reitet das Raumschiff Orion (das kennen wir doch, lol). Dieser Orion fasst 4-6 Astronauten und wird von der Erde zum Mond fliegen. Ein anderer Shuttle wird die Crew von der Mondumlaufbahn auf die Oberfläche bringen. Weiterhin befasst sich der Artikel mit der Architektur von Modulen zur Unterbringung der Astronauten auf dem Mond, darüber hinaus mit dem Design von Mondfahrzeugen. Bevor es zum Mars geht, soll erst einmal auf dem Mond ein Stützpunkt angelegt werden. Jahre wurden nicht genannt.

Jeffery D. Kooistra schreibt in seiner Kolumne „The Alternative View“ etwas, was auch auf mich zutrifft. „A great many Analog readers grow up as self-educating individuals.“ Sie sind interessierter als der Mainstream-Mensch, bringen sich ständig selbst etwas bei und genießen es.


domenica, maggio 03, 2009

Scientific American, Oct. 2005

Inzwischen ist eine Menge Wasser die Wümme hinuntergeflossen. Mehr als drei Jahrgänge muss ich noch durchackern.
Grinsen musste ich bei dem Anblick des Ejektor-Beds, das 1855 patentiert worden war. Wenn der Schläfer über eine festgelegte Zeit im Bett bleibt, dreht sich das Bett wie eine Kipplore auf die Seite und lässt den Schläfer auf den Boden plumpsen.
Francois Combes schreibt über galaktische Ringe in "Ripples in a Galactic Pond". Es geht um durch Gravitation verursachte galaktische Wellen, welche die Konfiguration innerhalb der Galaxis verändern. Hier eine interessante URL über extragalaktische Astronomie: http://nedwww.ipac.caltech.edu/level5/

Terry Kenakin berichtet über die Zellrezeptoren GPCRs, G-Protein Coupled Receptors, an denen über die Hälfte von Medizinmolekülen andocken. The Theorie läuft darauf hinaus, GPCRs zu bewegen, bestimmte Signale zu unterdrücken, die zu Krankheiten führen können.
John W. Valley meint in "A cool early Earth" aufgrund von Mineralienfunden in Australien, daß die über vier Milliarden Jahre alte Erde etwa vierhundert Millionen Jahre eher abkühlte als angenommen.

Nun wird es interessant. "The forgotten Era of Brain Chips." John Horgan stellt den neunzigjährigen José Manuel Rodriguez Delgado vor, einen Physiologie Professor der Yale Universität. Er hatte sich an dem großen spanischen Neurowissenschaftler Santiago Ramon y Cajal orientiert. 1946 begann sein Schaffen in der Yale Universität, er stellte sich gegen die damals vorherrschende Lobotomie und befürwortete elektrische Stimulation mit Hilfe von im Gehirn implantierter Elektroden. Delgado bastelte Geräte, die es ihm erlaubten, Epileptiker und Schizophrene mit diesen Elektroden zu kurieren. In Experimenten konnte er Angst, Wut, Lust, Fröhlichkeit, Depression hervorrufen und in der limbischen Region Depressionen entgegenwirken. Sein bekanntestes Experiment fand in einer Bullenzuchtstation statt, in der er einen auf ihn zulaufenden Stier mit dem Knopfdruck eines Handtransmitters nur einen Meter vor ihm zum Stehen brachte. 1969 veröffentlicht er ein Papier: "Physische Kontrolle des Gemüts: Auf dem Wege zu einer psychozivilisierten Gesellschaft".

Es ist anders gekommen. Medikamente haben die Hirnstimulation abgelöst, obwohl die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) weiterhin Forschung in dieser Richtung unterstützt mit dem Ziel, die kognitive Kapazität von Soldaten zu verbessern.

In diesem Zusammenhang ist das Interview im letzten Spiegel "Weltformel der Seele" mit dem Psychiater Florian Holsboer interessant. Er ist seit zwanzig Jahren Leiter des Max Planck-Instituts für Psychiatrie und führt psychische Störungen, auch wenn Umwelteinflüsse eine Rolle spielen, letztendlich auf die Expression von Genen zurück. Ist ja auch logisch. Die Arbeit der Gene verändert sich auch durch die Umwelt, in der ein Mensch lebt. Dafür das richtige Heilmittel zu finden... Der Mensch besitzt um die 21000 Gene mit über drei Milliarden Basenpaaren. Sich da durchzuackern, braucht wohl noch ein Weilchen.
Ich finde das Gehirn faszinierend, besaß ein Computerspiel "Life and Death the Brain". Es lief noch unter Dos, aber als Arzt verlieh es mir ausreichende Möglichkeiten, Gehirne zu operieren und Patienten in die Leichenhalle zu schicken, lol. Es hatte mich auch inspiriert eine Kurzgeschichte über Hirnchirurgen zu schreiben: Bachkantaten.

Gene selbst können schon vor langer Zeit mutiert sein. Dennis Drayna beschreibt "Founder Mutations". Zwei Männer, zum Beispiel, wohnen zigtausend Kilometer von einander entfernt und haben die gleiche seltene Krankheit. Es kann mehrere tausend Jahre her sein, dass ihr Stammvater eine genetische Mutation erfuhr, die sich über die Jahre hinweg in einem Teil der Menschheit verbreitet hat. Man kann herausfinden, zu welcher Zeit sich ein Gen verändert hat, indem man den Haplotypen misst, einen Genabschnitt, der sich von Generation zu Generation verkürzt. Ein Beispiel dafür ist die Sichelzellenanemie, die auf einer Founder Mutation beruht.

Es gibt noch einen Artikel über Smart-WiFi. Den übergehe ich mal. WiFi ist inzwischen smarter.

venerdì, maggio 01, 2009


Phantastisch 34

Es gibt einige Beiträge, die es wert sind, näher betrachtet zu werden. Zum Beispiel der über Edgar Allan Poe. Der von Christian Endres: „Eine Reise durch die Wirren Träume des Edgar Allan Poe“. Er hätte diesen Januar seinen zweihundertsten Geburtstag feiern können, wenn ihm nicht nach vierzig Jahren der Tod im Weg gestanden hätte. Ich habe 4 Bücher von ihm und auf italienisch. In diesem Zusammenhang fällt mir Vincent Price, der Altmeister des Horrors ein, der in Youtube mit „The Cask of Montillado“ zu sehen ist. Nicht nur das, es gibt Weiteres von Poe mit ihm: ein trailer des „The Fall of the House of Usher“ von Roger Corman, „The Tell-Tale Heart“, ein Trailer des „The Masque of the Red Death“, ein Trailer des „The Raven“ ect.

Ich las noch einmal „Il barile di Amontillado“ = „The Cask of Montillado“ , in der der Protag seinen Freund, der ihn wiederholt gekränkt hatte, mit der Bitte herauszufinden, ob es sich bei dem gekauften Wein wirklich um einen Amontillado handelt, in seinen Weinkeller lockt und dort einmauert. Doch zurück zu Phantastisch. Endres geht zu einem Comic über Poe über, das auf einer Comic-Website zu finden ist. Die Zeichnungen sind großartig.

Max Pechmann schreibt über den postmodernen Horrorfilm der 70er Jahre, über die Filme der Hammer Productions, die Roger Cormans, die auch wieder Edgar Allan Poe mit einschließen, dann die Zombiefilme wie „Night of the Living Death“, spanische Filme wie „La Noche de Walpurgis“.

Ich erinnere mich an „Das Grauen schleicht durch Tokio“, lol, wo eine glibberige Masse die Toilette hochkam. Glibberig? Dann kann „Blob“ nicht fehlen. „Dracula“ war ein Klassiker, „Frankenstein“ ebenfalls. „Night of the Living Death“ war ein gutgemachter Zombiefilm, den ich in den USA sah. Als Junge sah ich mit meinem Freund „Dr. Fu Man Chu“. Im Vorfilm gab es „Roboter des Grauens“. Sie bestanden aus Blechbüchsen, lol.
Olaf Kemmler fragt in seinem Beitrag „Wie viel Science verträgt die Fiction“.
Er startet mit Hugo Gernsback, der den Begriff „Science Fiction“ prägte und mit „Ralph 124C 41+“ selbst einen SF-Roman schrieb. Hier ist „The New Science and Invention in Pictures“ aus dem Jahr 1924 von ihm.


Das Titelbild bezieht sich auf den Artikel „Scientific Mating (wissenschaftliche Paarung)“. Die Ausgabe enthält neben einer Reihe von technischen Beiträgen den vierten Abschnitt einer SF-Story von Ray Cummings „The Man on the Meteor“. Eine Wahnsinnsausgabe voller Zeichnungen und anderen Abbildungen. Ich kaufte sie für wenig Geld vor über 40 Jahren in einem Londoner Antiquariat.

Hermann Ibendorf-Rosenhof stellt eine Reihe von Nachschlagewerken über Science Fiction vor.
Dann gibt es wie üblich Buchbesprechungen. R. Scott Bakker, Dmitry Glukhovsky, Keith Donohue und Daniela Knor werden interviewt.

Rundherum wieder eine interessante Ausgabe