Coversong Roads

mercoledì, agosto 27, 2008

Scientific American, March 2005

Die Zeit läuft. Es ist schon drei Jahre her, dass der Tsunami eine verheerende Katastrophe mit űber 225.000 Toten im Indischen Ozean auslőste.

Der Rűckblick 150 Jahre zurűck auf das Jahr 1855, in dem eine Anzahl von Waffenverbesserungen der englischen Armee fűr den Krimkrieg vorgestellt worden waren. Sie wurden űbergangen, denn Lord Fitzroy Somerset, der Kommandeur, meinte: „Erfindungen von Waffenverbesserungen heben den Schwachen auf die Ebene des Starken. Wir sind stark und benőtigen diese daher nicht.“ Gut was? Lol

In „Misconceptions about Big Bang“ versuchen Charles H. Lineweaver und Tamara M. Davis zu erklären, was es mit dem Urknall auf sich hat. So fand der Big Bang nicht in einem vorher existierenden leeren Raum statt, sondern es war eine Explosion des Raumes selbst. Was nun auβerhalb des Raumes ist, davon hat niemand eine Ahnung. Galaxien entfernen sich voneinander durch seine Expansion.

In „How did Humans first alter Global Climate?“ behauptet William F. Ruddiman, dass der Mensch dies bereits um die achttausend Jahre in der Vergangenheit durch die Abholzung der Wälder startete. Die Veränderung also nicht erst durch unsere Industrialisierung begann.

Chris L. Barrett, Stephen G. Eubank und James P. Smith beschreiben den Vorgang einer simulierten Verbreitung von Pockenerregern in Portland, OR. Das Computerprogram „EpiSim“
gibt Informationen űber die Verbreitungsgeschwindigkeit unter natűrlichen Bedingungen und unterschiedlichen Vorbereitungen.

Steven Ashley berichtet űber die Anstrengungen der Autoindustrie, brauchbare Treibstoffzellen-Fahrzeuge zu fertigen. Schwierigkeiten dahin zu gelangen, gibt es genug. Z.B. ist der Wasserstoff nicht rein genug, und es gibt keine Infrastruktur von Wasserstoff-Tankstellen. Die Industrie wird keine bauen, so lange es nicht genűgend Fahrzeuge gibt, und die Autoindustrie weigert sicht Fahrzeuge herzustellen, so lange kein Distributionsnetz besteht.

Dann geht es um den Lupus, genauer um den Lupus Erythematosus, eine Autoimmunkrankheit, die Antikőrper das eigene Gewebe attackieren lässt, darunter Haut, Gelenke, Nieren, Herz, Lungen, Blutgefäβe, Gehirn. Signale zwischen B-Immunzellen scheinen gestőrt, es werden falsche Befehle produziert. Derzeitige Medikamente schwächen das Immunsystem auf Kosten erhőhter Anfälligkeit durch Erreger anderer Krankheiten. Es gibt Ansätze zur Entwicklung spezifischer Medikamente, doch steht die Wissenschaft erst am Anfang.

Interessant ist der Beitrag „Inventor of Dreams“ űber Nikola Tesla, dem Erfinder des Wechselstrom-Motors. Tesla, der von 1856 bis 1943 lebte, hatte grandiose Ideen. Die Erzeugung von Wechselstrom war die herausragende. Er entwickelte einen Zweiphasenmotor, der űber zwei Induktionsspulen phasenverschobenen Strom erzeugte. Er liebte es, űber gigantische Drahtspulen spektakuläre Effekte zu erzeugen. – Am schőnsten fand ich jedoch seine abstrusen Ideen. Eine davon war die drahtlose Verbreitung elektrischer Energie durch die Erdkruste. Da Sender sowie Empfänger geerdet waren, plante Tesla, elektrischen Strom in die Erdkruste zu pumpen, der auf der ganzen Welt angezapft werden konnte. Er baute eine gigantische Signalanlage, von der er behauptete, dass sie Energie zum Mars gesandt hätte, denn von dort habe er eine Antwort erhalten.

Spinnerein dieser Art vermisse ich in unsere rationalen Zeit. Vielleicht gehőrt die Stringtheorie dazu, in der es ein Multiversum gibt, aus dem Gravitation aus einem Universum in ein anderes sickert. Nur ist diese Art von Gedankengang fuer das gemeine Publikum nicht so eingängig.

lunedì, agosto 18, 2008

Scientific American, February 2005

Endlich einmal wieder eine Ausgabe durch. Helicobacter Pylori, wer kennt ihn nicht, ist er doch ein ständiger Begleiter der Menschen gewesen. In den entwickelten Ländern macht sich die Mikrobe jedoch aufgrund von besseren Hygieneverhältnissen rar. Zum einen ist es gut, durch den Bazillus verursachte Magengeschwűre gehen zurűck, zum anderen wiederum ist es schlecht, denn mit dem Helicobacter verschwindet ein Regulativ der Magensäure und Krankheiten der Speiserőhre nehmen
zu.

Jakob Reichel schreibt von Atom Chips. Es geht um das Bose-Einstein Kondensat, in welchem hunderttausende von Atomen im gleichen Quantenzustand gehalten werden. Das ermőglicht, ihre gleichzeitige Wellenfunktion zu erkennen. Die Schwierigkeit besteht daran, ein derartiges Kondensat zu erzeugen. Dieser Artikel beschreibt, wie dies mit Hilfe von Mikrochips erleichtert werden kann.

Kate Wong erzählt von spektakulären Funden in Indonesien, wo Űberreste einer Pygmäenrasse entdeckt wurden, die vor 13000 Jahren gelebt haben soll.

Javed Mostafa schreibt von besseren Suchmaschinen als die zur Zeit vorkommenden. Nun, bis heute gibt Google den Ton an.

In „Making Memories Stick behandelt R.Douglas Fields den Űbergang vom Kurzzeit- zum Langzeitgedächtnis. Wenn die Eindrűcke űberwechseln, werden bestimmte Synapsen verstärkt, Andockpunkte von Dendriten zweier Gehirnzellen. Dieser Artikel berichtet von Untersuchungen, die darűber Aufschluss geben sollen, ob und wie Gene entscheiden, welche Synapsen verstärkt werden sollen.


sabato, agosto 16, 2008

Gestern war űber unseren Dächern ein Regenbogen zu sehen.

Meiner Frau erzählte ich, an einem seiner Enden sei ein Eimer Gold vergraben. Sie schwang sich mit Schaufel und Eimer aufs Fahrrad und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Nun frage ich mich, wo sie mit dem Eimer voller Gold abgeblieben ist.

mercoledì, agosto 13, 2008


Smog Alarm in Second Life.

Meine japanische Freundin und ich stűlpten uns sofort die Gasmasken űber, als wir auf meiner Insel tanzten. Im Űbrigen ist mein Name Thibaud, Klaus Thibaud und meine kleine Insel heiβt Sea Breeze Island. Besucht mich mal.

Zurűck zum Smog. Wir hatten Glűck, es war nur ein Probealarm.



Von den Schreib-Kollegen aus Schreib-Lust wurden mir noch ein paar Korinthen angekreidet. Ich meine die Geschichte Hanna auf der Bank. Ich habe sie verbessert und hoffe, einige Unstimmigkeiten sind jetzt beseitigt.


martedì, agosto 12, 2008

Vector 256, Summer 2008

Das Hauptthema dieser Ausgabe ist Arthur C. Clarke, der in diesem Jahr gestorben ist. Als Jugendlicher habe ich einige seiner Bűcher gelesen. Es waren amerikanische Taschenbűcher. Zu der Zeit war ich Lehrling bei Stilke, welche eine Anzahl von Bahnhofsbuchhandlungen unterhalten. Wir wurden durch alle Abteilungen geschleust. So landete ich auch in der Buchabteilung, wo wir dreiβig Prozent auf alle Taschenbűcher bekamen. Ich kaufte SF und vertrieb sie űber meine Fanzines. Ich erinnere mich an „Childhoods End“ von Clarke, an seine Geschichte „Nine Billion Names of God“ und dann an eine, deren Titel ich nicht mehr weiβ. Sie ist bei mir hängen geblieben. Es ging um eine Männerrunde, deren Mitglieder sich gegenseitig besuchten. Bei einem Besuch stellten sie fest, dass ihr Gastgeber sich in ein Hinterzimmer verkrochen hatte. Sie sahen, er hatte sich Kopfhőrer űbergestűlpt, die er mit einem Musikapparat verbunden hatte, und er war nicht ansprechbar. Einer der Besucher zog ihm die Hőrer vom Kopf und doch änderte sich nichts an seiner Abwesenheit. Ein anderer fand Notizen und sie lasen, der Gastgeber war auf der Suche nach dem perfekten Ohrwurm, einer Musik, die alles andere in seinem Gehirn űberlagern wűrde. Anscheinend hatte er Erfolg.

Graham Sleight interviewt Roz Kaveneigh. Sie ist Rezensentin von SF-Romanen fűr Vector und diverse britische Zeitungen.
Es gibt eine Analyse der Fernseh Serie „Due South“: „The destination of Benton Fraser, Season One of Due South”.. Obwohl Sarah Monetto ihre Doktorarbeit űber den Canadian Mountie mit dem tauben Wolf schreibt, wäre dieser Beitrag eher fűr eine Fernsehzeitschfit angemessen.. Fűr mich hat dies zu wenig mit SF zu tun.

Wie gewohnt enthält Vector eine Reihe von Buchbesprechungen. Und von Saxon Bullok erfahren wir etwas űber die Fernsehserie Torchwood.

Apropos Fernsehserien. Ich habe gestern die letzte Folge der dritten Serie von Lost gesehen, deren DVDs ich mir im Supermarkt besorgen konnte. Die vierte Serie läuft zur Zeit im Fernsehen und ist als DVDs noch nicht verfűgbar. Lost gefiel mir, auch wegen der Charaktere, die alles andere als politsch korrekt sind. Im Gegensatz zu Raumschiff Enterprise, wo die Direktive der Star Főderation den Verhaltensspielraum stark eingrenzt. Sawyer von Lost war ein Betrűger, Jin der Koreaner hat im Auftrage seines Schwiegervaters Knochen gebrochen. Kate hatte ihren Stiefvater, weil er ihre Mutter misshandelte, mit seinem Haus in die Luft gejagt. Das geschah jedoch alles, bevor ihr Flugzeug auf einer unbekannten Insel mitten im Ozean eine Buchlandung machte. Von diesem Zeitpunkt an steigt die Spannung von Episode zu Episode. Zu empfehlen.

lunedì, agosto 11, 2008


Vector 255, Spring 2008

„2007 in Review“. Es geht um einen Rűckblick auf das vergangene Jahr. Zum einen um die von den Rezensenten favorisierten SF-Romane, um Filme des letzten Jahres, um die Fernsehserien.

Die Autorin Kelly Link wird interviewt und Bűcher werden besprochen. Diesmal erhält keines das Vector Siegel. Stephen Baxter beklagt sich darűber, dass Science Fiction als Literatur fűr Geeks angesehen wird, so dass einige Autoren, die SF geschrieben haben behaupten: „Das ist keine SF.“ Hum, ich bin ein Geek und stolz darauf. Und wenn ich ein Buch lese wie „The Time Traveller’s Wife“ und Audrey Niffenegger sagt dazu, SF ist das nicht. Fűr mich ja.

domenica, agosto 10, 2008

Vector 254, Nov/Dez 2007

Ich bin am Boden meines Stapels angelangt. Nov/Dez 2007. Nun kann es nur noch aufwärts gehen. Vector ist das „critical journal of the British Science Fiction Association“. “Reimaging History” ist das Thema. Mit anderen Worten “Alternative Geschichte”. Sie wird intelligent abgehandelt mit einigen ihrer Facetten. Im Grunde geht es auch hier wieder um Entscheidungen. Was wäre passiert, wenn eine Person anders entschieden hätte. Sagen wir nicht, mit zwei fűnf Cent Stűcken anstatt mit einem Zehner bezahlt, aber wenn Hitler keinen Krieg angezettelt hätte, dann wäre eine alternative Geschichte real. Wenn wir noch die Multiversums Theorie mit einbringen, wird es doch erst recht interessant.

In den folgenden Buchbesprechungen werden folgende empfohlen: Tony Ballantyne: Divergence, Jack Dann and Gardner Dozois (eds.): Wizards, Kelly Eskridge: Dangerous Space, Richard Morgan: Black Man.

sabato, agosto 09, 2008



Fantasy & Science Fiction, September 2008

Diese Ausgabe hat einen Hit: Pump Six von Paolo Bacigalupi. Ich hatte schon einige seiner Geschichten gelesen. Der Mann ist gut und zu empfehlen.

Trav kann nicht entlassen werden. Er ist Staatsangestellter, und einer der wenigen, die smart sind. Merkte er doch, dass irgendetwas verkehrt war, als seine Frau mit einem brennenden Feuerzeug ihren Kopf in den Ofen steckte, um nach einem Gasleck zu suchen.

Sommer in New York, heiß und schwül. Trogs bumsten auf den Fußwegen oder lagen herum. Ihre Gesichter mit hervorstehenden gelben Augen sahen wie eingedrückt aus. Art hatte mit einigen Kollegen Pumpen, die Abwässer zu den Kläranlagen beförderten, zu überwachen. Es gab nur wenige Menschen, die wie er ein Manual lesen konnten. Das stellte sich heraus, als einige Pumpen ausfielen und die Abwässer immer höher stiegen. Doch ein Manual lesen und verstehen sind zwei unterschiedlicheSchuhe. Art machte sich zur nächsten Uni auf um jemanden zu finden, der ihm die Dokumentation erklären konnte. Es gab keine Ingenieurabteilung mehr. Die Studenten lagen auf der Campuswiese oder kopulierten auf den Wegen, so wie die Trogs. Nun, man sieht, Lernen wurde weniger wichtig, das sieht man auch daran, dass Art eine alte Dame trifft, die mit einem Professor für Anorganische Chemie verheiratet gewesen war, dem letzten Inhaber eines Lehramtes, der die Stellung gehalten hatte. Studen hatten anscheinend weder Zeit noch Lust noch Intelligenz zum Lernen. Art selbst, eine der seltenen Ausnahmen, bekommt von der Dame eine Reihe von Büchern über die Mechnik von Pumpen in die Hand gedrückt und macht sich auf den Rückweg in der Gewissheit, dass er das Problem in den Griff bekommen wird.

Die längste Story dieser Ausgabe ist “Arkfall” von Carolzn Ives Gilman. Osaji lebt auf einem Wasserplaneten und treibt in einem organischen Schiff durch die trägen dunklen Gewässer. Aus der Geschichte geht nicht hervor, warum sie dort herumgondelt. Und Osaji hat ihre Oma bei sich, von der man erfährt, dass sie es ständig jedem Recht machen will. Und das ist eine Erkenntnis, in der sich das Leben mit dem in unserer Realität deckt. Leute, die allen gefallen wollen, besitzen keine Persönlichkeit. Nun muss Oma mit aufs nächste Schiff, denn Osajis Schwester, die unter einer Kuppel lebt, kann sie aus Platzgründen nicht aufnehmen. Ein Mann von einer anderen Welt wird in das Schiff zu dem Zeitpunkt hineingezogen, an dem die Kuppel explodiert. Die Besatzung des Schiffes ging Verschütt, so dass Osaji, der Mann und die Oma allein in entfernte Gewässer getrieben werden, wo sie küunstliche Strukturen entdecken. Das wars dann auch. Sie bedienen sich einiger Unterwasserkreaturen, die das Schiff gegen die Strömung zu den besiedelten Gebieten ziehen. Oma stirbt, die Schwester lebt und die Geschichte ist zuende.

venerdì, agosto 08, 2008


Ich hőre John Coltrane.
Das hält mich ruhig. Sie haben das Wasser abgestellt. Sie graben wieder irgendwo ein defektes Rohr aus. Sie buddeln immer. Die mangelhafte Qualität der Wasserrohre wird der Arbeitsbeschaffung dienen.
Es wird angenommen, dass hier in Italien um die 40 Prozent Trinkwasser aus den Rohren sickert, anstatt aus dem Wasserhahn zu sprudeln.

Unser Fernseher ist noch in der Reparatur. Mal sehen, wann der Bursche ihn zurűckbringt. Ein Computer ist ebenfalls noch nicht zurűck, kein neuer Router da. John Coltrane hilft.

Kampf um die Identität, Spiegel 32 vom 4.8.2008

Daβ die SPD den ehemaligen Superminister Clemens rausschmeiβen will, zeugt von Altersschwachsinn eines erheblichen Teiles ihrer Mitglieder. Oder ist es Altersstarrsinn? Was Clemens wollte ist doch ein alter Hut. Sagte doch schon vor zig Jahren der olle Graf Lambsdorf: Es muss wieder mehr, besser, härter und länger gearbeitet werden. Nun muss ich relativieren: Ist alles gut und schőn, denn wenn Anforderung und Eignung nicht zueinander finden, verliert die Forderung zwar nicht ihre Gűltigkeit, aber es bleibt alles beim alten. Qualifizierung ist angesagt. Dazu passt ein weiterer Artikel der gleichen Ausgabe. In der Rackow Schule Hamburg werden Schulabgänger getrimmt, einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Habe ich schon erzählt, dass ich vor űber 50 Jahren in der gleichen Schule vorbereitet wurde? Ein Jahr vor meiner Lehre als Einzelhandelskaufmann (kontorbetont). Lol. Kontor, gut was? Es war eine Klasse der hőheren Handelsschule. Wir paukten Steno, Schreibmaschine, Buchhaltung, kaufmännisches Rechnen, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Handelsenglisch, Staatsbűrgerkunde, das letztere von einem Nazi. Wir wurden gedrillt, dass ich jetzt noch stenografieren kőnnte. Und noch immer bin ich einsame Spitze beim Tippen auf der Tastatur, dann wieder, wo bin ich das eigentlich nicht? J Es lohnt sich etwas űberheblich zu sein, man traut sich mehr zu. Asdf őlkj, asdf őlkj, geht doch J. Der Protag meiner Story ‚Verratene Liebe’ hőrte sich gleichfalls John Coltrane an. Nette kleine Geschichte, sie steht in einer Anthologie. Seht sie euch auf meiner Homepage an. Zurűck zum Spiegel.

67 Teilnehmer starteten in diesem Aufbaukurs, 16 von ihnen kapitulierten schon nach Tagen. Frage ist, hätte man diese einnorden kőnnen? Das bringt mich zu einem anderen Artikel. „Bruch des bősen Zaubers“. Kindesmiβhandlungen erzeugen Änderungen im Gehirn des Kindes. Das Gen fűr einen Rezeptor der Stressverarbeitung wird abgeschaltet. Das fűhrt zu Verhaltensstőrungen und Gesundheitsschäden wie Depression, Asthma, Fettsucht, Arterienverkalkung. Ich behaupte nicht, dass die 16 kapitulierenden Leute misshandelt worden waren. Doch wäre es an der Zeit genauer zu untersuchen, was sie zu diesem Verhalten veranlasste.

Interessant war auch der Spiegel Artikel „Du bist Wűste und Meer“. Es geht um das Verhältnis zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Lt. Spiegel zwei der grőβten Lyriker der Nachkriegszeit, beide tot. Ich sollte mir einen Bachmann Band gőnnen.




giovedì, agosto 07, 2008


Brian Aldiss


einem der ältesten und bekanntesten britischen SF-Autoren wurde von der Liverpool University die Ehrendoktorwürde verliehen.


Quelle: David Langfords Ansible


im neuen Fandom-Observer steht etwas über den letzten Oldie-Con der dieses Jahr in Wetzlar stattfand. War für mich zu weit weg. Nun, der nächste findet wieder in Unterwössen statt mit der Chance, dass ich daran teilnehmen werde.


Bevor ich es vergesse, ich fange langsam wieder damit an Kurzgeschichten zu schreiben. Hier ist die erste, die ich für den August bei der Schreib-Lust eingereicht habe.

Hanna auf der Bank

"Und ich dachte, ich sei etwas besonderes für dich." Monika ging neben ihm und sah auf den Boden.
"Hum." sagte Karl. Was besonderes? Das war ihm nie in den Sinn gekommen. Es war Abend. Das satte Grün des Rasens verlor sich in der Dunkelheit. Vögel hoben sich wie Scherenschnitte gegen den Himmel ab.
"Nun sag doch was. Ich habe dich gestern hier mit einer anderen gesehen."
"Was, auf der Bank, vor den Rosenbeeten?"
Monika nickte.
Die Straße, die sie überquerten, führte von einem Ende des Parkes zum anderen. Autoscheinwerfer spiegelten sich auf dem Asphalt. Karl war als kröchen sie auf ihn zu. Zwei Läufer joggten vorbei.
"Es war dort gewesen." Karl streckte seinen Arm aus. Sie gingen zu den Rosen mit den abendlich matten Farben. Drei Bänke standen dort. Eine war besetzt.
"Diese Frau?", fragte Karl.
"Ja, genau diese. Sie liest."
"Ja", sagte Karl.
"Sie liest ein Buch." Monika näherte sich der Frau mit den roten Haaren und dem bleichen Gesicht. Soll ich ihr sagen dass es meine ist? Karl entschied sich dagegen.
Monika ging zu Karl zurück. "Kennst du sie?"
"Keine Ahnung."
"Was? Kennst du sie nun oder nicht?"
"Irgendwie kommt sie mir bekannt vor", meinte Karl.

Am nächsten Tag regnete es und sie nahmen ein Taxi. Monika besaß eine kleine Wohnung in einem Hochhaus hinter dem Park und Karl verbrachte eine weitere Nacht bei ihr. Wieso Monika und nicht Hanna? Letztere war vor drei Tagen aus dem Haus gegangen, um im Park spazieren zu gehen. Nun saß sie jeden Tag ein paar Stunden vor den Rosenbeeten, las in einem Buch und erkannte ihn nicht. Wo kam sie her? Wo ging sie hin? Was war das für ein Buch? Dünn, mit einem schwarzen Einband, den kein Titel zierte. Hanna hatte nie umgeblättert. Hatte sie? Nein. Stundenlang musste sie auf die gleiche Seite gestarrt haben. Ein scheußliches Gefühl von Einsamkeit überkam ihn.

Am Tag darauf war es bewölkt. "Da ist sie wieder." Monika ging an der Frau vorbei, doch Frank blieb stehen. "Hanna!", brüllte er.
"Hanna?". Monika stellte sich neben ihn. "Hanna! sieh mich an!" Franks Kopf wurde rot. Er beugte sich zu seiner Frau hinab und schlug ihr das Buch aus der Hand.
"Was machst du da? Und Hanna, du kennst sie also." Monika hob das Buch auf.
"Es ist meine Frau! Es ist meine...." Karl beobachtete, wie Monika neben Hanna auf der Bank Platz nahm und das Buch aufschlug. Dann fing sie an zu lesen.





martedì, agosto 05, 2008



Matrix, the media magazine of the British Science Fiction Association.

Matrix gibt es seit zig Monaten nur noch online, und ich habe weder Zeit noch Lust gehabt, die Webseite der BSFA aufzurufen. Lieber blättere ich in aller Ruhe im Liegestuhl. Gestern hatten wir 38º. Mehr als im Liegestuhl Seiten umzublättern war ohnehin nicht drin. Die BSFA wurde dieses Jahr 50 Jahre alt. Der SFCD ist, glaube ich, noch älter. Reife Leistung oder Beharrungsvermőgen? Immerhin gab es Interessenten genug, die Show am laufen zu halten. Science Fiction und ihr Umfeld, die Zukunft, und alles was mit ihr zusammenhängt, ihr Reiz lässt sich nicht wegrationalisieren. Im Grunde geht es doch um Entscheidungen eines jeden einzelnen, die bewirken, wie unsere Zukunft aussehen wird. Je mehr Fanatiker und Idioten an Entscheidungsprozessen beteiligt sind, desto dűsterer wird sie sein. Wieso macht sich niemand darűber Gedanken, wie man Fanatikern den Fanatismus nehmen kann? Und wie kann ich Schwachkőpfe zu intelligenten, műndigen Staatsbűrgern erziehen? Sind Fanatiker gefährlicher als Idioten? Von den letzteren gibt es welche in hohen Positionen. Denken wir nur an die Banken, denen erlaubt worden war, ganze Volkswirtschaften in den Abgrund zu reiβen, in dem sie Trillionen von Dollars verzockten. Idioten sind nicht ungefährlicher. Fanatiker sind per Definition Idioten, aber Idioten sind nicht unbedingt Fanatiker.

Alan Baxter, der harte SF schreibt, bringt uns die Ergebnisse seiner Studien nahe, die er fűr eines seiner Bűcher betreibt. In „Resonanzen“ berichtet er űber den Einfall der Araber in Europa im Jahr 732. Er fragt, was wäre passiert, wenn der arabische Feldherr Al-Rahman nicht von Charles Martel, dem fränkischen Kőnig Karl der Hammer bei Poitiers geschlagen worden wäre. Wűrde Oxford jetzt eine Koranschule sein? Wie gesagt, Entscheidungen bestimmen die Zukunft. Eine muss dazu beigetragen haben Al-Rahman tőten zu kőnnen.

James Bacon berichtet űber eine Lesung mit Alan Moore und Michael Moorcock. Anlaβ ist die Anthologie «London: City of Disappearances”.

Eines der Werke Neil Gaimans wurde mit Michelle Pfeiffer und Robert de Niro verfilmt. „Stardust“ ist einer der vielen Filme, die ich noch nie gesehen habe. Paul Skevington besprach ihn. Weitere Filme: Resident Evil: Extinction, Planet Terror, Death Proof, 30 Days of Night, The Seeker: The Dark is rising, Black Sheep.

Alles in allem war Matrix gut zu lesen. Dies war die letzte gedruckte Ausgabe. Schade drum. Vielleicht muss ich doch einmal die letzten Matrix online ansehen. Ich werde darűber berichten.

domenica, agosto 03, 2008



Andromeda Nachrichten 221

Wieso war noch eine weitere Andro in der Post? Für einen Con-Report? Starport-Con in Darmstadt, welcher das auch sein mag. Die Bücherecke bringt Verlagsprogramme. Es gibt Filmbesprechungen, einen UFO-Seiten Vergleichstest der Heaven´s Gate, Raelianer, Ashtar Command-Bewegung, Scientology, Star-Trek. Bewertung erfolgt über einen Selbstmord- und einen Spaßfaktor. Ist doch gut, dass der Selbstmordfaktor bei den Trekkies 0 ist. Nun kann ich mir meine Startrek DVDs doch glatt weiter ansehen.

Bei den Spielen gibt es Auskunft über Turning Point: Fall of Liberty und Assassin´s Creed. Ich lese Fanzinebesprechungen, dann könnte ich, wenn ich wollte Unmengen von Kommentaren zur Maddrax Serie lesen. Der Bericht über das Zita Rock Festival in Berlin macht mich perplex. Bin ich so sehr aus dem Loop, dass ich nicht weiß, was es mit SF zu tun hat?

Unter Science bringt Robert Hektor etwas über Parallelwelten des Hugh Everett. Über diesen habe ich schon vor Ausgaben in Phantastik gelesen. Hektor beschreibt, und das finde ich gut, das Quantenuniversum. Jeder sollte wissen, was Superpositionen, Dekohärenzen, Qubits sind, damit Neugier erweckt wird, sich intensiver mit jenen Problemen zu befassen. Vielleicht gibt deren Erklärung uns eine bessere Sicht auf die Welt, in die wir leben.

Fotos werden nachgeliefert, wenn mein PC wieder laeuft.


Andromeda Nachrichten 220

Nun, der SFCD ist ein Verein, der Science Fiction Club Deutschland und Deutsche besitzen nicht die Leichtigkeit, ihre Leser mit dem Vereinsgesülze zu verschonen. Auch Kritiken an dem Magazin sollten, so sehe ich es, über E-Mail an den Redakteur herangetragen werden. Damit wären schon ein paar Störfaktoren beseitigt.

Interessant war Birgit Fischers Bericht ihres Besuches in Peenemünde. Schimmern doch, auch anhand der Fotos, die makaber technischen Versuche des Dritten Reiches hindurch, Fortschritte der Raketentechnik in den Dienst der Kriegsmaschine einzuspannen.

Andreas K.H. Von Rüdens “Doktor ... Wer” ist eine Zusammenfassung der Dr. Who Serie, die von der BBC vor kurzem wieder zum Leben erweckt worden war. Ich werde mir demnächst die DVDs besorgen. Zur Zeit sehe ich nur Star Trek (next Generation), Lost und Stargate.
Daniel Klapowski berichtet in seinem Telekolleg über Antriebssysteme wie Antigravitation, Sonnensegel, Künstliche Schwerkraft, Kernreaktor Antrieb, Atombomben Antrieb, Plasmaantrieb, schwarze und Wurmlöcher, Warp und Subraumantrieb. Klapowski spinnt drauflos. Machten es doch mehr. Es wäre lustiger im Science Fiction Club Deutschland.
An Spielen werden Experience 112, Lost, Sunrise und Perry Rhodan vorgestellt. Mist, meine Tropico Disc steckt in dem Computer, der bei meinem Tabakhändler auf seine Reparatur wartet. Wir wissen nur, dass das Netzteil defekt ist. Hoffentlich ist das alles. Bei dem PC, den ich im Haus habe, ist es die Netzkarte. Und es gibt keinen Zugang zum Internet. Ich muss mich mit dem langsamen Laptop zufriedengeben. Abgesehen, dass ich den neuen Router benötige.
Jean Michel Jarres elektronische Musik Oxygene, ihre Remoderinisierung. Instrumente wie ARP, Mellotron, Moog Synthesizer, Matrisequenzer, Theremin werden kurz beschrieben. Es gibt eine Reihe von Buchbesprechungen. Im Grunde müßig, das zu erwähnen. Andro ist kurzweiliger geworden. Wenn das Vereinsgesülze außen vor bleibt, befindet es sich auf dem richtigen Weg. Ad astra.

sabato, agosto 02, 2008

Sie wissen, was in deinem Apothekerschrank ist

Unter dieser Überschrift brachte die letzte Business Week einen Bericht über die neue Methode der US-amerikanischen Krankenversicherungen. Firmen wie Medpoint und Intelliscript haben Datenbanken von Personen und über deren Medikamente aufgebaut, die sie in den Apotheken kaufen. Online-Reports darüber stehen Versicherungen zur Verfügung, 15 Dollar pro Bericht. Tja, und wenn herauskommt, dass eine Person zum Beispiel ständig Blutdruckpillen benötigt, wird ihr die Aufnahme verweigert, da die Kosten schon vorhersehbar sind. Amerikanische Krankenversicherungen wollen kerngesunde Mitglieder, die Beiträge zahlen und keine Kosten verursachen. Kein Wunder, dass um die 40 Prozent der Amerikaner nicht versichert sind.

venerdì, agosto 01, 2008

Internetfreie Tage (unfreiwillig)

In der Nacht kam das Gewitter. Das Grummeln des Donners näherte sich und der Widerschein der Blitze irrlichtete durch das Schlafzimmerfenster.
“Das ist ein modernes Gewitter”, meinte meine Frau. “Psychodelisch, nicht nur wie das altmodische von vorgestern.” Es glich Spielbergs Begegnung der dritten Art. Man erwartete eine Riesen-Untertasse. Meine Frau war wach. Plötzlich regnete es und ein peitschender Knall vor dem Haus übertönte alles.
“Jetzt hat es eingeschlagen, mach mal Licht.” Es blieb dunkel. Nach dem Hochkippen des Hauptsicherungsschalters schien alles in Ordnung.
“Es schlug im Haus ein”, meinte sie. Ich sagte: “Der Knall war draußen. Vielleicht war es die Antenne vom Toröffner.” Schon war meine Frau an der Fernbedienung. Das Tor bewegte sich nicht. Nun schieben wir es mit der Hand auf und zu. Der Elektriker hat sich für Dienstag angesagt. Wir haben Donnerstag. Einer meiner Pcs war ausgefallen. Ich hätte den Strom über meinen Surge Protector abschalten sollen. Meine Dusseligkeit. Der Computer steht jetzt bei unserem Tabakhändler, der sich auf Pcs versteht, sie zusammensteckt und repariert. Der Fernseher bringt keinen Ton, auch nicht der meines Schwagers, der über uns wohnt. Es muss die Antenne sein. Der Bursche, der sich auf Fernseher versteht kommt auch diese Tage. Einen meiner Anrufbeantworter hat es auch erwischt. Ich werde einen neuen kaufen und dann mein Moden. Oder ist es die ADSL Leitung? Innerhalb von 48 Stunden wurde mir von der Telecom ein Bescheid zugesagt. Ich verdopple diese Zeit und hoffe, dass es noch im August klappen wird. Wo ist ein Internet Café? Mein Tabakhändler konnte mir keines nennen. Er suchte auf seinem Computer unter pagine bianche, pagine gialle, weiße, gelbe seiten und fand keines. Schwach, nicht wahr? Ich musste ran und fuhr nach Finale Emilia, in die 3 km entfernte Kleinstadt. Der dortige Computerhändler nannte mir ein Phone Center. Dort konnte ich mich einloggen und über Paypal die August Gebühr für mein Sommerland in Second Life bezahlen, über MSN zwei Freundinnen benachrichtigen, die in Second Life spielen, dass ich fuer einige Zeit off-line sein würde. Ich habe mir ein zweites ADSL-Modem bestellt, was morgen kommen wird. Doppelt hält besser. Aber vermutlich ist die ADSL-Leitung defekt. Das Telefon unserer Nachbarin funktioniert auch nicht.

Der Techniker kam vorbei und tauschte das Modem aus. Er stellte fest das die scheda di rete, das Netzmotherboard des Pcs ebenfalls defekt war. Ich arbeite nun mit meinem langsamen Laptop. Im Moment ist mir noch nicht klar wieso er drahtlos funktioniert, weil er direkt mit dem Modem verbunden ist, aber wenn ich meinen Router ausschalte bekomme ich keine Verbindung. Wie auch immer, langsam komme ich wieder in die Gänge.

mercoledì, luglio 30, 2008



Fantasy & Science Fiction, August 2008

Die längsten Stories sind Fantasy und gute obendrein. Die kürzeste ist 2 Seiten lang und von Scott Dalrymple. “An open letter to Earth” ist zum lachen. Aliens entschuldigen sich für das Kidnappen. Nur sie fanden die Zeugenaussagen im Fernsehen so putzig, dass sie es immer wieder taten. “We would be remiss if we failed to mention the anal probing. For the longest time we swear we thought those were data ports.” Einfach zum kringeln.

Die beste Story jedoch, und das ist SF, kam von Charles Coleman Finley. Im “The political Prisoner” geht es um Max, einen politischen Offizier der Abteilung politische Erziehung, einer der beiden Faktionen, die auf dem Kolonistenplaneten das Sagen haben. Die andere ist der Geheimdienst, für den er ebenfalls arbeitet. Ein Doppelagent eben. Nun, aus einem gelandeten Raumschiff kommend wird er verhaftet und in einem Gefangenenwagen abtransportiert. Da sie an einem Hinrichtungsschafott vorbeikommen bekommt er en passant mit wie ein Andoreaner exekutiert wird. Der hat das Pech von einem anderen Planeten zu stammen, auf dem genetische Modifikation als wissenschaftlicher Fortschritt angesehen wird. Hier jedoch ist es Teufelszeug, die Regierung besteht aus religiösen Rigoristen, so wie in den Südstaaten der U.S.A., nur noch schlimmer. Das mixt sich gepaart mit ausländerfeinlichem Einschlag zu einem Cocktail an Hass, Einschüchterung und Angst.

Max kommt für einige Augenblicke frei, dann wird sein Protektor vom Geheimdienst erschossen und er selbst zu einer Terraforming Station gebracht. Der Hauptteil der Geschichte nun besteht aus dem Leben der Gefangenen dort und zeigt auf, wie sich die einheimischen Gefangenen und die ebenfalls festgesetzten Adoreaner immer sympathischer werden.
Am Ende wird Max vom Kommandeur des Geheimdienstes, für den Max ja ebenfalls tätig war, erkannt und freigesetzt.
Das Thema ist nicht neu. Interessant zu lesen ist die Beschreibung des Gefangenenverhaltens unter diesen harschen Bedingungen, das Terraformen, die Schikanen der Aufseher und man sieht, dass das, was bei uns zur Zeit, siehe Guantamano, geschieht, später auf kolonisierten Planeten ebenfalls ablaufen kann.

domenica, luglio 27, 2008



Analog Science Fiction and Fact, Sept. 2008


Die letzte Ausgabe war vom Mai. Sind US-Amerikaner auch gut organisiert, schliesslich stammen die meisten Management Theorien von ihnen, so haben sie doch Schwierigkeiten Abo-Verlängerungen nahtlos an die alten anzuhängen.
Der Wissenschaftsbeitrag “Follow the Nanobrick Road” von Edward M. Lerner war allein schon die Ausgabe wert. Er bringt mich auf den neuesten Stand, was Nanotechnologie angeht. Er ist nüchtern, down to earth, ein Gegensatz zu K. Eric Drexlers Buch “Engines of Creation: The Coming Era of Nanotechnology.” Das Buch kam 1986 heraus und in ihm sah Drexler sogenannte Assembler voraus, aus Nanoteilchen zusammengesetzte Maschinen, die sich selbst und alles auf der Erde herstellen könnten. Sie brauchten nur Atome zu Molekülen zusammenzusetzen und diese zu gewünschten Produkten. Einfach, wie?
Gerade gestern gab es bei uns “Stargate” im Fernsehen, in dem das Replikantengegenstück von Samantha Carter das Bewußtsein Dr. Daniel Jacksons nach Spuren der Antiken Rasse scannte. Diese Rasse hatte dem Universum die Stargates hinterlassen.Replikanten dieser Serie modifizierten Materialien aus dem Stand mit Hilfe der Nanotechnologie. Drexler selbst ist wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt und hat verworfen, was er seinerzeit geschrieben hatte, denn Nanotechnologie kommt nur schrittweise voran. Wie sehen die nächsten Schritte aus? Lerner meint, es seien Nanokomponenten, die nach und nach gebaut und in einer Komponentenbank gesammelt werden. Aus diesen könnten im Laufe der nächsten fünfzehn Jahre funktionsfähige Systeme entstehen. Weitere 20 Jahre könnten vergehen, um produktionsfähige Fabrikationssysteme arbeiten zu lassen. So viel ist noch zu lernen. Nanotubes, Röhren also, wie lang können sie werden? Ein Nanometer ist ein milliardstel Meter. Die aufgezeigten Schritte zu einem ProduktionsNanosystem wurden vom Foresight Nanotech Institute geplant, eine Roadmap wurde erstellt. Die Natur ist der lebende Beweis dafür, dass organische und anorganische Objekte auf Nanobasis erstellt werden können. Der Mensch strebt danach, dies nachzumachen. Doch alle Proteine zu entwerfen ist bei unserem Wissensstand aussichtslos. Wir kennen zu wenig über deren Faltung, die für ein Protein in vielfacher Form erfolgen kann. Allein Blue Gene, IBMs schnellster Computer, braucht mehrere Wochen Computerzeit, um die Faltung eines einzigen Proteins zu berechnen.
Wie ich im Spiegel las, gibt es bereits Produkte mit Nanopartikeln wie Sonnenschutz, Textilien. Als nächstes sind Nanokomponenten in Fotozellen, Treibstoffzellen, Kabeln, Drähten vorgesehen, bis hin zum Raumfahrstuhl, der sich an einem aus Nanoröhren gefertigten Kabel zur Raumstation hoch-zieht.
Was Raumfahrstühle angeht. Arthur C. Clarke, über den in dieser Ausgabe ein Nachruf erscheint, hatte sich in seinen letzten Jahren intensiv damit beschäftigt.
Kein Geheimnis ist, dass es zwischen Physik und Science Fiction eine Affinität gibt. Lerner, der den Nanoartikel geschrieben hat, ist Physiker und SF-Autor. Stanley Schmidt, Analogs Redakteur, ist gleichfalls Physiker. In dem Leitartikel dieser Ausgabe beklagt er sich darüber, dass es so viele Bücher gibt, die menschliche Schicksale, Konfliktsituationen, Liebe usw. beschreiben, mit anderen Worten den Menschen in den Mittelpunkt stellen, ohne Wissenschaft und Technik mit einzubeziehen. Es ist offenkundig, dass Fächer wie Mathe, Physik, Chemie, Biologie in den meisten Ländern nicht sehr beliebt sind. Jugendliche, die sich mit Fächern wie diesen beschäftigen, werden als Nerds, Geeks, Dorks abgetan. Aber letztendlich werden sie als Erwachsene zufriedener sein, als diejenigen, die sich mit wiederholbaren Tätigkeiten ihr Arbeitsleben versauen.
Analog ist von der Tradition her, schliesslich ging es aus John.W. Campbells “Astounding” hervor, das amerikanische Magazin der Hard SF. Beispiel: Die Story David W. Goldmanßs “Invasion of the Pattern Snatchers”. Der Titel ist in Anlehnung an Jack Finneys SF-Roman “Invasion of the Body Snatchers”, der zwei Mal verfilmt worden war. 1956 und 1978. Das zweite Mal mit dem schröcklichen Donald Sutherland. Zurück zu den Pattern Snatchers.
Die Affiliated Planets Unified Defense Force kämpft um die Vorherrschaft in dem von Menschen bewohnten Weltraum. Planeten, die nicht zur Allianz gehören, wird eine Mikrobe in die Atmosphäre gesprüht, aufgrund derer nur Mädchen geboren werden. Doch auf der Welt Nieuw Vlaanderen funktioniert das nicht. Surgeon-at-Arms Roald Vik von der 3rd Armored Biomedical Brigade muss selbst nach dem Rechten sehen, und er findet sich in einem Krankenbett auf dem Planeten wieder. Er täuscht Amnesie vor und findet heraus, dass er sich in Quarantäne befindet, da er sich mit Besnoitia Speecki angesteckt haben soll. Dermanyssus Speecki ist ein Parasit, der den Menschen als Wirt benutzt, auf dem Planeten jedoch nicht mehr vorhanden gewesen war.
Er bewirkt in dem Befallenen neurophysiologische Veränderungen, die darin gipfelten, dass der Wirt seinen Parasiten nicht mehr erkannte. Das Antibiotikum Koningmyzin hatte den Parasiten auf Nieuw Vlaanderen ausgerottet und damit auch neurale Störungen, deren Ursache nicht bekannt war, verhindet. Der Parasit unterdrückte, dass logische Muster, Pattern, im Leben erkannt werden konnten. Erst nach seiner Ausrottung wurde Statistikern gewahr, dass die Anzahl von Frauen im Verhältnis zu den Männern stark zugenommen hatte. Man fand das modifizierte Bakterium und entwickelte ein Gegenmittel.
Vik wird als geheilt entlassen. Man gibt ihm das Gegenmittel für seinen Planeten mit auf den Weg, sagt jedoch nicht, dass er sich zweimal im Jahr erkälten wird und über seinen Planeten ein Virus propagiert, welches verhindert, dass Nieuw Vlaanderen, sein Name, seine Position erkannt werden können.. Damit sind Bewohner jenes Planeten vor Zugriff und Attacken der Allianz geschützt.

venerdì, luglio 25, 2008

Shit, zu spät :-)

Ich wollte mal wieder bei www.schreib-lust.de mitmachen, war aber so oberflächlich, dass ich die deadline übersah. Es war der 22. Juli und das Thema war ´das letzte Mal´. Nun, es wird das letzte Mal sein, dass ich eine deadline übersehe. Aber meine Geschichte war ohnehin noch nicht das Gelbe vom Ei. Wenn man ein paar Jahre nicht mehr geschrieben hat und sich nicht aufs Schreiben konzentriert, kann man keinen Blumentopf gewinnen. Wie auch immer, ich lade meine Story hier mal ab. Die nächste wird hoffentlich besser.


Rückkehr

Unter dem Licht der Mittagssonne wurden Details sichtbar. Der Landeplatz glich einer Kraterlandschaft. Niko gab die Koordinaten ein, um das Raumschiff sicher zu landen.. Mühsam erhob er sich aus seinem Sessel, um wieder hinein zu fallen. Seinem Körper war diese Schwerkraft nicht mehr vertraut und wo war das Empfangskommitee?
Eine Viertelstunde saßen sie auf der zerklüfteten Rollbahn, bevor sich zwei Funktionäre in weissen Schutzanzügen vor ihnen aufbauten.


"Als ich dich das letzte Mal sah, trugst du Zahnspangen."
Nikodemus saß im Rollstuhl, Lena ebenfalls, durch eine Glaswand getrennt.
"Und jetzt trage ich ein Gebiss." Lenas Hand zitterte.
Hinter ihnen hatten sich Roboter aufgebaut, deren augenlose metallisch glänzenden Köpfe nichts über ihre Fähigkeit verrieten, selbständig zu denken..
.
Sie saßen Quarantäne. Seine Mannschaft und er hatten drei Jahre im Weltraum verbracht, während die Erde siebzig hinter sich gelassen hat.. Zeit war relativ, wer wusste das nicht,
und doch überwältigte ihn der Schock, als er auf die alte Frau hinter der Scheibe sah, die er als Teenager in Erinnerung hatte.
"Als ich das letzte Mal welche gesehen habe, waren Rollstühle motorisiert. Warum diese nicht?"
"Dafür gibt es doch Roboter." Auf einem Bildschirm wurden Menschen von Robotern exekutiert.
"Sind das auch eure?"
"Nein, es sind die der anderen", antwortete Lene ohne sich umzudrehen.
"Scheißspiel", rief er seinen Kollegen zu, die sich mit wem auch immer durch die Glaswand unterhielten oder gelangweilt umher sahen. "Warum sind wir auf Quanrantäne? Es ergibt keinen Sinn."
"Roboter, die Rollstühle schieben und Menschen umbringen", gab ein Kamerad von sich. "Was ist passiert?"
Das Personal war sicher schon beim Studium der Logbücher, oder wurde auch das von Robotern übernommen? Und sie würden ein paar Tage brauchen bis sie zu dem Punkt in dem Protokoll kamen, an dem die Mannschaft einen bewohnbarten Planeten entdeckt hatte.
"Wir befinden uns im Krieg." Lena sagte das so beiläufig, als ob es der Normalzustand sei. Vielleicht war er es. "Ich gehe besser", rief sie über ihre Schulter hinweg.
"Und wer gewinnt?", rief eine Frau aus der Mannschaft ihr nach. "Die anderen."
"Und warum Krieg?" "Es fing mit einem Patentstreit an." Niko hörte die Worte kaum.
"Das letzte Mal war alles friedlich." Niko sah sich in einer Reihe mit seinen Kameraden vor dem Präsidenten, der sie in den Weltraum verabschiedete, um den überlichtschnellen Antrieb zu testen. Und nun?
Dieses Mal zwei Männer in Schutzanzügen und eine Phalanx von Robotern, die sie am Raumschiff abgehlolt hütten. Einen Tag später kamen Lena,und andere Besucher.
Ein Schlag erschütterte das Gebäude. "Achtung Bombenalarm. Achtung Bombenalarm. Alles in die Bunker." Die Roboter drehten sich um und verschwanden..
"What the fuck? Was ist? Wer greift uns an und wo sind die Bunker?" Granaten rissen das Rollfeld auf. Eine Wand fiel in sich zusammen.
"Zurück ins Schiff", schrie Niko und griff nach den Rädern des Rollstuhls. Unter dem Heulen der Raketen, dem Rumsen der Mörser und dem Krachen der Einschläge bewegten sie sich zum Schiff zurück. Im Fahrstuhl atmeten sie auf. Sie schleppten sich zu ihren Plätzen. Langsam löste sich das Raumschiff von der Erde und machte sich auf den Weg zu ihrem neuentdeckten Planeten.

mercoledì, luglio 23, 2008


“Yes, we can!”

Ich fange an, die Titelgeschichte “Obama für Deutschland” im neuen Spiegel zu lesen. Ich zitiere: “Hubertus Heil, Generalsekretär der SPD, hat schon versucht, mit Obamas Wahlkampfparole Stimmung zu machen. “Yes, we can!” krähte er seinen Genossen zu. Vergeblich. Charisma steckt nicht in Worten, sondern in Rednern.” Zitat Ende.

Hier in Italien hat Walter Veltroni, Chef der linken Partito Democratico das Gleiche versucht und ist damit auf den Bauch gefallen. Die letzte Wahl hat er gegen Berlusconi haushoch verloren. Ich finde den Satz ohnehin idiotisch. So um die 60 Prozent der Menschen sind Idioten, das sagte schon mein Geschichtslehrer, um die 30 Prozent Mittelmaß, da gehöre ich wohl auch zu und um die 10 Prozent bringen uns voran. Nur Gruppen haben Macht. Wenn jemand zu fleißig, zu tüchtig ist, sorgen sie oft dafür, daß der kein Bein an die Erde bekommt. Das ist so, als wenn jemand den Akkord nach oben oder nach unten versaut, indem er entweder mehr gute Stücke oder mehr Ausschuss produziert. Beides wird von der Gruppe unterbunden. Oder wie sieht es aus mit Leuten, die meinen, eine Steuererklärung sollte auf einem Bierdeckel Platz haben und das Rezept gleich mitliefern. Auch das wurde mit fadenscheinigen Gründen hintertrieben. Menschen wie Obama mögen Aufbruchstimmung erzeugen, nur was nützt das, wenn Wallstreetgeier und Banker sowie Bush mit seiner unsäglich teuren Kriegsführung die Wirtschaft zugrunde richten können. Es ist doch so, dass bei unterschiedlichen und gleich mächtigen Interessengruppen man sich nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen kann. Und jetzt noch einmal den Spruch “Yes, we can!” Wie hohl klingt das?

Ich finde Berlusconi, so seltsam es klingen mag, erfrischend. Ein Clown und Spinner, zugegeben. Aber zugleich ist er Mover and Shaker, ein Macher. Als erstes machte er ein Gesetz, das ihm Immunität während der Legislaturperiode sichert. Damit hat er sich die Justiz vom Hals geschafft, die, so lahmarschig sie sonst ist, Zeit gefunden hat, Berlusconi an den Kragen zu wollen. Hatte ich schon erzählt, dass das Oberste Gericht, die Cassazione sein Urteil von 1999 widerrufen hat, in dem es behauptete, dass es keine Vergewaltigung sei, wenn das Opfer Jeans trüge. Das erinnert mich an die Katholische Kirche die vor einigen Jahren meinte, Gallileo sei wohl zu Unricht beurteilt worden. Berlusconi hat nun die verhasste kommunale Grundsteuer, die ICI, abgeschafft und die Müllberge in Neapel beseitigen lassen. Er tut was und weil er im Machterhalt talentiert ist und auf Interessengruppen pfeift, bringt er etwas zustande.

“Yes, we can!” Warten wir ab, ob Obama nur Sprüche klopft. “Yes, we can!” Dann mach mal.

martedì, luglio 22, 2008

Phantastisch 3/2008

Horst Illmer gibt einen Überblick auf neue Hörbücher. Ich erinnere mich noch daran, als wir in unserer Science Fiction Gemeinschaft Hamburg SF-Hörspiele produziert und die Geräusche dafür mit Haushaltsgegenständen hinbekommen hatten. Das war Anno Dunnemals. Nun gibt es Hörbücher.

Interview werden Richard Morgan, Will Elliott, Uschi Zietsch. Es wird ein Buch von Abdourahman A. Waberi besprochen. “In den Vereinigten Staaten von Afrika”. In Europa und Nordamerika toben Bürger- und Stammeskriege. Na denn....

Bernard Caw schreibt von Battletech-Romanen, in denen die Menschheit in Hohlräumen der Erde lebt und auf deren Oberfläche Kampfmaschinen wüten.

Carsten Polzin sieht sich für uns den phantastischen Film “Deluge” aus dem Jahre 1933 an.
Christian Humberg berichtet über die phantastische Hörspielserie “Die schwarze Sonne”.
Christian Hoffmann bringt uns den Vater der russischen phantastischen Literatur Nikolai Gogol nahe.

Ein Nachruf auf Arthur C. Clarke darf nicht fehlen. Dann gibt es noch einen auf den Perry Rhodan Autor Ernst Vlcek, den ich mal auf einem SF-Oldie-Con gesehen hatte.

Achim Schnurrer portraitiert den Roland Kohlsaat, der Comics für die Kinderserie Sternchen produziert hatte.

Götz Roderer unterhält uns in seiner wissenschaftlichen Kolumne mit den neuesten Theorien über das Universum. Was gibt es da? Die Stringtheorie natürlich. Im Grunde ganz einfach. Wir haben ausser den uns bekannten Dimensionen Höhe, Länge, Breite und Zeit noch 7 weitere, so dass wir auf 11 kommen. Die sieben zusätzlichen sind zu Plankkonstanten von 10-35 zusammengerollt. Was
die Zeit angeht, ist sie doch ein feststehender Faktor, der physikalisch keine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennt. Das sind Konstrukte unseres Gehirns, das nicht die Zeit als Dimension zu sehen in der Lage ist. Es wird nun angenommen, dass unser Universum mit vielen anderen in einem Hyperraum von elf Dimensionen existiert und die Gravitation aus unserem Universum in den Hyperraum sickert.

Interessant, das Ganze. In dem Maße, in dem ich meine aufgelaufenen Scientific Americas durchackere, in dem Maße werde ich schlauer und kann mehr darüber berichten.

Wie immer ist Phantastisch Gedankenfutter und jedem Interessierten zu empfehlen.

sabato, luglio 19, 2008


Warum werden Australier ihre Wolle nicht mehr los?

Weil sie ihren Merinoschafen den Arsch glatthobeln. Und das ohne Betäubung. Grund, das faltige Hinterteil von Merinos ist Biotop für fleischfressende Maden. Die Prozedur, Mulesing, wurde nach John Mules benannt, der sie vor rund siebzig Jahren zum ersten Mal anwandte. Sie wird von der Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) heftig kritisiert. Um dreißig Firmen wie Benetton, H & M, Timberland, Hugo Boss, kaufen ihre Wolle jetzt woanders. Wer will auch Pullover aus Wolle dieser armen Viecher tragen.
Die News aus der Business Week vom 21.7. zeigen doch, was Business fuer ein mannigfaltiges Spektrum umfasst.

domenica, luglio 13, 2008


Scientific American, January 2005

Wieder eine durchgeackert. Erinnert mich an Astronomie, je tiefer man ins All sieht, desto älter sind die Galaxien zu dem Zeitpunkt, an dem sie sichtbar sind. Je tiefer die Scientific Americans in meinem Stapel liegen, desto älter sind sie.

In dieser Ausgabe wird unter “A bad fix for Hubble?” darüber spekuliert, ob die Reparatur durch Roboter nicht zu riskant ist. Alles was ich nun weiß ist, dass sie gelungen ist.

Hans Moravec wird vorgestellt. Er ist Robotics Ingeneur und Programmierer, stark von der Science Fiction beeinflusst. Arbeitet im Robotic Institute der Carnegie Mellon Universität und er war es, der behauptete, eines Tages würde das Bewusstsein des Menschen in einen Computer geladen. Auch meint er, dass um die 96 Prozent der Lebenwesen auf der Erde aussterben werden, unter ihnen die Menschen. Roboter werden unser Erbe übernehmen.

Im Artikel “Immunity’s early warning system” beschreibt Luke A.J. O’Neill das Innate und das Adaptive Immune System. Es geht um Pathogene, Cytokine, Makrophagen, Monocyten, B-Zellen, Antigene, Rezeptoren. Einer von ihnen ist der Toll-Like-Rezeptor (TLR). Er wurde von Christiane Nusslein-Volhard entdeckt. Toll ist das deutsche Wort toll. Vom Sinn her wäre ‘eigenartig’ wohl genauer gewesen, jedoch Eigenartig-Like-Rezeptor hörte sich noch seltsamer an. Toll steht in diesem Kontext für ‘weird’ = eigenartig, seltsam. Der Körperbau von Fruchtfliegen gerät durcheinander, wenn der TLR fehlt. Rezeptoren dieser Art aktivieren das Verteidigungssystem einer infizierten Zelle.

Im Artikel “The midlife crisis of the cosmos’ berichtet Amy J. Barger, dass die Zeit der Geburten grosser Galaxien vorbei ist. Vor etwa zehn Milliarden Jahren war im Universum eine höhere Aktivität zu verzeichnen. Die Galaxien waren größer als die, die zu unserer Zeit Sterne in die Welt setzen. Scheiben von Materie, die um supermassive schwarze Löcher mit einem Gewicht von milliarden Sonnen kreisen, werden von diesen absorbiert. Das im Zentrum unserer Milchstraße befindliche schwarze Loch ist nur noch schwach aktiv, da es keine Materie mehr in seiner Umgebung hat, von der es sich hätte ernähren können. Die Formation von Sternen wird nun in Galaxien mittlerer Größe ausgelöst und irgendwann sind auch diese am Ende. Im Weltall wird es ruhiger werden, je mehr es expandiert.

W. Wayt Gibbs beschreibt in “Considerate Computing” Bemühungen, Personal Computer, Faxmaschinen, Handies, andere Telefone, dazu zu bringen, den Anwender nur dann zu behelligen, wenn dieser Zeit dafür hat, damit er konzentriert arbeiten kann. Damit sind sie jedoch noch nicht weit gekommen. Und überhaupt, hätten sie erst mal mit den Telefonen in Privathäusern angefangen, um Anrufe von Call-Centern rauszufiltern. Ich bringe ein paar Schlagworte, aus denen sich jeder selbst ein Bild zusammensetzen kann: Date and time, ambient acoustics, conversation in progress, interaction with computers, gaze direction, location, wireless signal, deadlines, schedules.

“Capturing a killer virus.” Es geht um den tödlichen Grippe Virus, der um 1918 über 40 Millionen Menschen getötet hatte. Diesen haben sich Wissenschaftler nun mitVirusabschnitten aus Leichenteilen zusammengebastelt um herauszubekommen, warum gerade dieser so virulent war. Sie müssen noch weiter daran arbeiten, da noch kein brauchbares Ergebnis vorliegt.

Im folgenden Artikel geht es um Quantum Kryptographie, mit deren Hilfe Mitteilungen mit einem unbrechbaren Code verschlüsseln werden können. Es geht um Qubits, Heisenbergs Unschärfetheorie und um die Erfindung Charles Bennets, der die Kryptographie auf Basis der Quantenmechanik mitentwickelte. Genug davon, bevor mir der Kopf platzt, und das bei einer Hitze von 34 Grad im Schatten.

Am Schluss der Ausgabe widersprechen Psychologen der Auffassung, dass ein weniger ausgeprägtes Selbstbewusstsein zu schlechteren Ergebnissen in Studium und Beruf führt. Menschen mit erhöhtem Selbstvertrauen verstehen es jedoch, glücklicher und aktiver zu leben.

venerdì, luglio 11, 2008


Italienische Rasta dürfen haschen

Das oberste Gericht, die Cassazione hob ein Urteil auf, dass einem Italiener, der Hanf im Garten angebaut hatte, schuldig sprach. Er behauptete, er sei Rasta. Und so meinte die Cassazione, das sei natürlich was anderes, da es für Rastas eine heilige Pflanze sei, die der Meditation und Kontemplation diene. Danach kann der Freigesprochene soviel weed anbauen, wie er will, wenn es seinem persönlichem Gebrauch und dem anderer Rastas diene.

Die Cassazione hatte vor Jahren ein anderes Ei gelegt als es urteilte, eine Frau sei nicht vergewaltigt, wenn sie Jeans trüge. In dem Fall hätte sie dem ‘angeblichen’ Vergewaltiger geholfen, die Hose herunter zu bekommen.

giovedì, luglio 10, 2008


Kernkraft – Ja bitte?

So steht es im letzten Spiegel. Das Pendel bewegt sich zurück. In den 50er Jahren sahen wir in der Klasse den Dokumentarfilm ‘Unser Freund das Atom’, dann bekamen wir beim Bund eine Strahlenschutzplane und ein Strahlendosimeter. Erstere hatten wir bei einem Atomangriff über unseren Kopf zu ziehen, letzteres mussten wir am Hals tragen. Es gab die bekannten Zwischenfälle in den Reaktoren, Probleme bei der Endlagerung und jetzt, wo Strom-, Gas- und Treibstoffpreise in die Höhe schnellen, ist die Atomtechnik wieder in, mit allen ihren vielen Unbekannten.

sabato, luglio 05, 2008




Kleidung für übergewichtige Kinder

Die gleiche Ausgabe der Businessweek brachte einen anderen interessanten Artikel mit “Bigger Kids want to dress cool too”. Kleidung für übergewichtige Kinder wird in den U.S.A einen Zuwachs bis 2012 von 41 Prozent haben. Da tut sich ein Markt auf. Der Prozentsatz an übergewichtigen U.S.-Amerikanern ist nachweislich höher als der an Europäern mit den gleichen Problemen. Ich hatte eine Menge dieser Couchpotatoes gesehen. Den Trend zur Verfettung scheint es jedoch in allen zivilisierten Ländern zu geben. Ich liege auf der Terrasse in meinem Gartenstuhl und sehe auf meinen Bauch, aus meinen Augenwinkeln, und denke, noch zu heiß zum Radfahren, deshalb zurück zum Thema. Leute, hier tut sich eine Marktlücke auf. Kleidung für dicke Kinder. Macht was daraus. Stellt das Zeug her und verkauft es online.



Bei diesen Petroleumpreisen

und der erstaunlichen Zahl von 30 Millionen Tonnen pro Jahr, die auf US-Müllhalden gekippt werden, lohnte es sich, über Bioplastik nachzudenken. Ein Material, das sich zu Erde kompostieren lässt. Langsam kommt die Produktion in Gang.

Eine Anzahl von Unternehmen nimmt die Produktion auf. Aus der Business Well vom 30.6. sehe ich, wie Metabolix, Mirel genannt, in Behältern von genmodifizierten Mikroben erzeugt wird. Sie ernähren sich von Glukose des Getreides, formen den Zucker in Fette um, die etwa 80 Prozent des Gewichtes der Zellen ausmachen. Diese werden geerntet, getrocknet und zu Scheiben geformt.

Bioplastik ist zur Zeit teurer als die konventionelle, aber es ist abzusehen, dass sie mit erhöhtem Ausstoß die aus Petroleum hergestellte ablösen wird. Hoffentlich.

giovedì, luglio 03, 2008


Urknall im Labor

Mit ‘Big Bang’ hatte ich vor Jahren eine Story geschrieben, die annähernd das widergibt, was sich jetzt in Wirklichkeit abspielt, ohne die in der Story geschilderte Konsequenz einer drohenden Vernichtung der Erde. Nun wird der LHC (Large Hadron Collider) bald eingeschaltet, wie der Spiegel in seiner letzten Ausgabe berichtet. Ein Teilchenbeschleuniger mit einem Ring von 27 km Länge, durch das Schwärme von Protonen gejagt werden, deren Kollision nahe an den Urknall herankommen soll. In diesen Buchteilen einer Sekunde werden Temperaturen von einigen Billionen Grad Hitze freigesetzt. Es soll ein Quark-Gluonen Plasma entstehen, das sich für zehn Billionstel Sekunden nach dem Urknall bildete, ein Brei, der nach dem Zerfall durch geringe Unebenheiten dafür sorgte dass sich später Galaxien bildeten.

Der Urknall fand vor ungefähr 13.7 Milliarden von Jahren statt. Jetzt suchen wir nach schwarzer Materie, schwarzer Energie, Higgs Bosonen, versuchen die String Theorie, die Theorie der Super Symmetrik zu erhärten oder zu beweisen. Hier ist sicher nicht der Platz ausführlich darauf einzugehen, obwohl es darüber genügend Artikel in meinen Scientific Americans gibt. Das LHC könnte dazu beitragen, eine Welttheorie zu entwickeln, die alle bisher aufgestellten zusammenfasst. Vielleicht kann nachgewiesen werden, wie lt. Stringtheorie Teilchen aus anderen Dimensionen in unsere eigene dringen.

mercoledì, luglio 02, 2008

Fantasy & Science Fiction, July 2008

Nun gut, hier stehen Geschichten, mit denen man etwas anfangen kann. “Fullbrim’s Finding” von Matthew Hughes zum Beispiel. Doldan Fullbrim war verschwunden. Das sagte seine Frau Caddice. Freelance Discriminator der Alten Erde, Henghis Hapthorn machte sich auf die Suche nach ihm und fand heraus, dass Fullbrim mit seinem Raumschiff nach Greylag geflogen war. Ein Planet, auf dem sich sehr wenig befand, wie ein kleiner Raumflugplatz, eine Bar. War es eine Bar? Eher ein Hotel, aber das war es auch nicht. Es enthielt Zellen, wie der Innkeeper Hapthorn erzählte. Darin lagen, saßen, standen diejenigen, die dem steinigen Pfad in die zerklüfteten Berge gefolgt waren, um nach dem Sinn des Lebens, der Substanz hinter der Form, zu forschen. Sie waren mit trübem Blick und leergefegtem Gehirn zurückgekehrt und Froust, der Innkeeper gab ihnen eine Zelle zum leben, aus der sie nicht wieder herauskamen. Sie antworteten ihm nicht, wenn er sie über ihren Aufenthalt in den Bergen ausfragte.

Hapthorn und Froust entdeckten Fullbrim auf einem Hügel. Fullbrims Geist schien so leer wie der aller anderen, die sich in die Berge gewagt hatten. Es war aus Fullbrim nichts herauszubekommen, er schluchzte nur und Froust steckte ihn zu den anderen. So machte sich Hapthorn auf den Weg, an dessen Ende sich eine Höhle auftat, und er kam zurück, in einem Stück, alert wie eh und je. Was unterschied ihn von den anderen? Jene hatten, so fand er heraus, die Perfektion gesucht, die hinter dem sichtbaren Schaum des Universums verborgen war. Nur gab es sie nicht, diese Perfektion. Die Sucher, wie Haphtorn auch, begegneten einer Einheit, welche ihre Gestalt annahm. Die Geschichte war die, wie Hapthorn Froust erzählte, dass dieses Universum eine defekte Ausführung war. Ein missglückter Entwurf, von dem sich der oberste Schöpfer abgewandt hatte um danach das perfekte Universum zu erzeugen. Da sein Helfer an diesem Werk, an diesem Universum hing und es nicht zerstören wollte, wurde er überall dorthin verbannt, wo er diesen Entwurf realisiert hatte. Für die Besucher war es eine Enttäuschung. Das idealisierte Universum hatte sich als defekter Entwurf erwiesen. Der in der Höhle hausende Helfer war dazu verurteilt worden, die Menschen darüber aufzuklären, und wurde bestraft, ihre Enttäuschung mit zu erleben.

Es gab weitere gute Geschichten in dieser Ausgabe, und das Lesen hat Spaß gemacht.apH

martedì, luglio 01, 2008




Fünfzig Jahre Emanzipation. Was vom Mann noch übrig ist.

Der Spiegel befasst sich in der vorletzten Ausgabe mit diesem Thema. Mit anderen Worten: Der Mann wird demontiert, disassembled. Mädchen und Frauen befinden sich auf der Überholspur. In der Schule sind sie fleissiger, schneiden mit ihren Noten besser ab, und sind später tüchtiger, und, es wird ja schon daran gearbeitet, eines Tages braucht der Mensch für die Fortpflanzung keinen Mann mehr. Der Mann, eine aussterbende Spezies? – Doch wenn ich mir die Dynamik in der Virtuellen Welt des Second Life betrachte, sieht es für den Mann so schlecht nicht aus. Viele Frauen, auch im Realen Leben so dominierend, werden im Second Life plötzlich zu Sklavinnen, die sich dem Mann zu Füßen werfen, ihn anbeten, lieben und auf sein Wort warten. Und ich frage mich, warum ist das so?

Auf diesem Second Life Foto bin ich mit meinen Sklavinnen Mawumba und Yumigon zu sehen.
Sie brauchen Anleitung, wollen wissen, wo es lang geht. Von ihnen gibt es mehr als man sich vorstellen kann. Second Life wimmelt von ihnen. Warum? Das ist eine Untersuchung wert.

Der Mann nimmt jedoch seine Demontage wahr, wenn sich seine Frau einen anderen sucht. Es gab Monate, da wurde jeden zweiten Tag in Italien eine Frau umgebracht, weil sie sich einem anderen zugewandt hatte. Eifersucht? Eher wohl die Erkenntnis des eigenen Versagens, das durch das Verhalten der Frau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Frauen wechseln Partner häufiger als Männer. Die Zeichen sind daher widersprüchlich. Der Mann wird sich einmal neu definieren müssen. Familienoberhaupt, Versorger? Das kann er sich in dem Maße abschminken, in dem die Frau das Geld nach Haus bringt und dem Mann im Berufsleben irgendwann den Rang ablaufen wird. Liebhaber? Wenn ich mir im Second Life die Anzahl der Frauen ansehe, die dort eine lesbische Beziehung eingeht, dann ist es damit auch nicht so weit her. Frauen scheinen für viele Geschlechtsgenossinnen die besseren Liebhaber zu sein, und das, was im Second Life passiert, wirft seinen Schatten in die Reale Welt. Die Demontage des Mannes setzt sich fort.¨




venerdì, giugno 27, 2008


Interzone, Science Fiction and Fantasy, June 2008-06-27

Aus David Langfords ‘Ansible’ erfahren wir von Terry Pratchetts Million Dollar Spende zur Bekämpfung von Alzheimer, der bei ihm festgestellt wurde. Seine Fans versuchen nun, den gleichen Betrag zusammen zu bekommen.

Die Stories sind lala, intellektualisiert und keine von ihnen blieb in meinem Gedächtnis haften. Nicht gut, so was. Es ist, als hätten die Autoren den Ehrgeiz gehabt, so unverständlich wie möglich zu schreiben. Der Story-Inhalt entfernt sich damit von der nahen Zukunft, die heutzutage meistens als Hintergrund dient, hat aber auch nichts mit ferner Zukunft zu tun. Wenn überhaupt, dann vielleicht mit Parallelwelten, in der Geschichten wie diese irgendeinen Sinn machen. Es lohnt sich nicht für mich, diese Stories zu referieren. Es dauerte zu viel Zeit, die Absicht der Autoren zu hinterfragen.

Alister Reynolds und Greg Egan werden interviewt. Für Autoren des UK und Irlands wird ein Kurzgeschichtenwettbewerb ausgerufen, dessen Gewinner auf der Geburtstagsparty der BSFA, der Britisch Science Fiction Association zu derem fünfzigjährigen Bestehen 500 englische Pfund erhält. - Das erinnert mich daran, dass ich bei PayPal mein Abonnement kündige, da die BSFA Fanzines nur noch online erscheinen. Ich bin nunmal ein Anhänger des auf Papier gedruckten Wortes.

martedì, giugno 24, 2008



La Spagna ci batte anche nel PIL

PIL ist Prodotto Interno Lordo = Bruttosozialprodukt und Italien stellt schockiert fest, dass sich die Schere zwischen Spanien und Italien noch weiter zu Ungunsten Italiens geöffnet hat. Waren die Kennzahlen 2006 noch 105 (Spanien) und 103 (Italien), so sind sie heute 107 zu 101.
Vorgestern bekamen sie eins aufs Dach durch die Strafstöße in Wien. Heute lese ich die Schlagzeile “Spanien schlägt uns auch im Bruttosozialprodukt” in meiner Zeitung ´Il Resto del Carlino´. Was sind die Gründe dafür? Guiseppe Roma vom Umfrageinstitut Censis meint:
Die organisierte Kriminalität im Süden, 2. Der aufgeblähte bürokratische Apparat des Staates. Die langsame Justiz inbegriffen.

Ich selbst würde es so sagen: In Italien wird alles zerredet. Nur Griechenland und Portugal sind noch schlechter dran.

Aber es ist nicht alles von Übel. Hat einer beobachtet? Die italienische Mannschaft hat die Nationalhymne gesungen, die Spanier haben den Mund nicht aufgemacht. In Italien wird gesungen. Angefangen bei meiner Frau :-). Und das ist gut.

sabato, giugno 21, 2008

Monsanto, GMO Erzeugnisse


Die Burschen haben den Bogen raus. Sie produzieren genetisch modifizierte Samen. Nicht für Produkte, die bei Otto Normalverbraucher landen, sondern für Tierfutter,
Ethanol und Textilien verwendet werden. Damit umgingen sie Proteste von Umweltschützern. Nun jedoch, so meinen sie, sei für sie die Zeit gekommen, Samen für Getreide, Reis usw anzubieten, weil diese Produkte knapp und teuer geworden sind. Einige Länder horten sie bereits, und werden, so spekuliert Monsanto, der Frage ob genetisch modifiziert oder nicht, weniger Bedeutung beimessen. Monsantos Aktien sind seit 2003 um 1200 % gestiegen. Das Unternehmen fährt einen jährlichen Gewinn von 20 % ein.
Business Week, June 23, 2008

martedì, giugno 17, 2008



Via la toga al giudice lumaca.

Das ist doch schon mal was. In Italien haben sie einen Schnecken-Richter vor die Tür gesetzt. Edi Pinatto hatte acht Jahre dazu gebraucht, eine schriftliche Urteilsbegründung zu erstellen, und zwar gegen den Mafia-Can Madonia. Der wurde wegen dieser Verspätung vorzeitig wegen Verjährung aus dem Gefängnis entlassen und kann seinen Geschäften nachgehen. Edi Pinatto kann jedoch an seinem Schreibtisch weiterschlafen, solange die Begründung der Entlassung nicht schriftlich vorliegt. Hoffentlich dauert das keine weiteren acht Jahre.

lunedì, giugno 16, 2008


American Dream,

der amerikanische Traum. Diesen Begriff hört man doch öfter. Hier ist die Definition: Die Möglichkeit, ein nettes Haus, finanzielle Sicherheit für dich und deine Familie und eine Hoffnung für die Zukunft zu haben. Business Week, June 16, 2008

Wie lautet die Definition eines deutschen Traumes?

domenica, giugno 15, 2008


Grey Goo

Eric Drexler, Guru der Nanotechnology verstand darunter sich selbst replizierende Nanobots, die alle Objekte auf der Erde verschlingen.
Nun wűnscht er sich, diesen Begriff nie geprägt zu haben.

Nanotechnology. Kurt Vonnegut schrieb in ‚Cat’s Cradle’ von der ‚Seed’
‚tiny grain of undesired crystal pattern. The seed, which had come from God-only-knows-where, taught the atoms the novel way in which to stack and lock, to crystallize, to freeze.In Vonneguts Buch friert die ganze Welt ein.

Kleine Teilchen, grosses Risiko. Der Spiegel 24/2008 bringt einen Artikel űber potentielle Gefahren von Nanoteilchen in Alltagsprodukten wie Sonnencreme, Zahnpasta, Antifaltencreme und Kaugummi, Socken und Wandfarbe. Niemand kann abschätzen, welchen Einfluβ die darin verarbeiteten Nanoteilchen langfristig auf den menschlichen Organismus ausűben kőnnten. Erste Bedenken werden erhoben. Warten wir ab, wie es weiter geht.

martedì, giugno 10, 2008

Clinica Omicidi – Die Mörderklinik
Ich glaube, ich muss öfter einmal berichten, was in Italien passiert. Heute fand ich unter dieser Überschrift einen Artikel auf der ersten Seite des ´Il Resto del Carlino´, unserer Tageszeitung. Dreizehn Ärzte einer Privatklinik wurden unter dem Verdacht festgenommen, dass sie ungerechtfertigte Eingriffe an ihren Patienten durchgeführt haben, um vom nationalen Gesundheitsdienst Geld abzuzocken. - So wurden Brüste wegoperiert, wo eine Biopsie genügt hätte. Fünf Patienten sind aufgrund dieser Eingriffe zu Tode gekommen.
“Es sind 44000 Euro angekommen”, so wurde die Ankunft von vier Patienten kommentiert. - Das ganze flog durch Abhören von Telefongesprächen auf. Dieses Thema wird von den Politikern hier diskutiert. In Italien ist es wohl erforderlich, Gespräche abzuhören, um Praktiken wie die oben geschilderte zu unberbinden.



Gewohnheitsänderungen durch hohen Ölpreis?

Mandel, Chef-Volkswirt der Business-Week, wagt einen Blick in die Zukunft. Menschen werden ihre Autos weniger fűr Vergnűgungsfahren benutzen und noch mehr in die Virtuelle Welt eintauchen. Manager werden mehr űber Videokonferenzen kommunizieren anstatt in ein Flugzeug zu steigen. Da gedruckte Zeitungen ausgefahren werden műssen, werden einige nur noch online zu sehen sein. Kurz und gut, physische Aktivität wird durch digitale ersetzt.

giovedì, giugno 05, 2008


Scientific American August 2004

Mit dem Lesen hinke ich noch einige Jahrgänge hinterher, aber wird schon werden. In dem Leitartikel ging es um die grüne Genrevolution. In Zambia und Zimbabwe protestierten Einwohner gegen GM, also genetisch modifizierte Ernten. Jetzt, wo Getreidepreise in die Höhe getrieben werden, wird wohl jeder froh sein, wenn er Getreide, Brot usw zum moderaten Preisen einkaufen kann, genmodifiziert oder nicht. In diesen Tagen kommt die FAO, die U.N. Food and Agricultural Organization, zusammen und bespricht die düstere Situation der Getreideknappheit.

Es gab eine Beschreibung von RFIDs, den Radio Frequency Identification Schildern, die sich jedoch nur begrenzt durchsetzen konnten, da sie 30 bis 50 US cent noch zu teuer sind. Für die Lagerhaltung sind sie geeignet bei Identifizierung ein- und ausgehender Waren. An Paletten befestigt, kann ein Radioempfänger den Inhalt erkennen und an den Computer weiterleiten. Sie wären auch für Warenpositionen in den Supermärkten geeignet, doch der hohe Preis spricht gegen die Anwendung.

In ”Back to the future of cereals” geht es darum, wie man am besten die Gene von Getreide erkennt und klassifiziert, um auf dieser Grundlage krankheitsresistentere und ergiebigere Getreidearten zu erzeugen. Ich las, dass Reis um die 30000 bis 50000 Gene besitzt. Wäre interessant zu wissen, das die Pflanzen damit machen.

Bei “Electrodynamic Tethers in Space” wird ein Seil konzipiert, das in einer Länge von 20 kilometern für Strom in Satelliten sorgt. In dem Artikel stellt man es sich so vor, dass zwei Satelliten durch ein Seil miteinander verbunden sind. Das Seil liefert Strom, den es aus der elektrisch leitenden Ionosphäre holt. Man hält es auch für denkbar, dass Raumschiffe spägter so ein Seil hinter sich herziehen.

In “Virtual – Reality Therapy” wird beschrieben, wie Eintauchen in Virtuelle Spiele Schmerzen verdrängen kann. Man hat dies an Patienten mit Verbrennungen der Haut getestet. Es ging darum, Gedanken von Schmerzen abzulenken. MRI-Scans zeigten auf, wie Hirnaktivität in mit Schmerzen assoziierten Regionen durch Aktivität in Virtuellen Spielen reduziert wird. - Es ist, so wie ich denke, auch bei häuslichen Problemen wirksam. Viele Frauen, sicher auch Männer, tauchen in Second Life auf, die im realen Leben gegen häusliche Schwierigkeiten ankämpfen (sehr oft der Ehemann) und sie versuchen in ihrer virtuellen Welt einen Zipfel Glück zu ergreifen.

Es dauert doch alles länger als die Autoren annehmen. Wie oft las ich schon etwas über neue Fortschritte zur Krebsbekämpfung, und es wird noch hundert Jahre dauern, bevor da ein Durchbruch geschafft wird. Im Artikel “Next Stretch for Plastic Electrons” geht es nicht um diese Volkskrankheit, sondern um Organische Halbleiter. Sie könnten helfen, RFIDs so preiswert zu machen, dass sie auf jeden Warenposten befestigt werden könnten, da RFIDs aus Plastik viel billiger sein würden. Doch nun sind wir schon vier Jahre weiter und in Supermärkten ist davon nichts zu sehen.

Es gibt ein Interview mit dem Physiker Lawrence M. Krauss, der sich darüber aufregt, dass sich Befürworter des “Intelligent Designs” in die Schulkommitees einschmuggeln, um ihre Linie im Unterricht durchzusetzen. Seiner Ansicht nach hatte sich die Wissenschaft in den Nachkriegsjahren zu sehr von der Öffentlichkeit abgekapselt, so dass diese jegliches Interesse daran verloren hat. Dadurch haben sie diesen Blödmännern mit ihrem Intelligent Design Türen und Tore geöffnet.

Der Artikel Arsenic Crisis in Bangladesh war hochinteressant. Man kann sehen, was für Folgen es hat, wenn man in seinen Tests nicht gründlich genug ist. Vor den 70ern hatten die Einwohner ihr Wasser aus Flüssen, Seen und Teichen geholt und sich damit eine Reihe von Krankheiterregern eingefangen. Dann hatte man damit begonnen, tiefer nach Wasser zu bohren. Das Wasser war sicher, so dachte man. Doch die Dorfbewohner wurden plötzlich wieder krank und es stellte sich heraus, dass in dem Wasser der Tiefe Arsen war, das aus dem Mineral herausgewaschen war. Es bildeten sich Geschwüre auf der Haut, Menschen starben. Jetzt wird es Jahre dauern, bevor man dieses Problem in den Griff bekommt.

sabato, maggio 24, 2008


Phantastisch, neues aus anderen Welten, 2 - 2008

Es gibt Nachrufe, Nachrichten über Neuerscheinungen, SF + Fantasy in den Medien, Interviews mit Jim C. Hines, Nicole Rensmann, Stephan R. Bellem u. Christian Marmonnier. Wenn ich so etwas lese, kommt es mir eigenartig vor, dass ich die meisten Leute nicht kenne, aber dann: Ich lese ja wenig SF-Bücher. Ausnahme hier Nicole Rensmann, da ihre Interviews in dieser Zeitschrift veröffentlicht werden.

Carsten Polzin bespricht Alain Resnais Film ‘Letztes Jahr in Marienbad’.
Hermann Ibendorf-Rosenhof erzählt davon, welche Literatur-Nobelpreisträger auch SF oder Fantasy geschrieben haben.
Bartholomäus Figatowski erinnert uns an Robert A. Heinlein und dessen Titel ‘Das neue Buch Hiob!
Helmut W. Mommers würdigt das Computer Magazin c’t anlässlich seines zwanzigjährigen Bestehens. In c’t sind auch SF-Geschichten zu finden.
Max Pechmann schreibt über Horrorfilme aus Südkorea.
Tommi Brem berichtet aus der Master Class in Science Fiction Criticism 2007 in Liverpool.
Horst Illmer schreibt über den Bibliothekar Hermke Eibach, der in Würzburg eine SF Fantsy Bücherei betreibt.
Achim Schnurrer beschreibt unter ‘Klassiker der phantastischen Literatur’ das Leben von Michail Bulgakow.
Dirk van den Boom beschäftigt sich mit Militäry Science Fiction.
Alles in allem 70 Seiten mit interessanten Beiträgen. Zu empfehlen.

domenica, maggio 18, 2008


Stammtisch-Bote, Ausgabe 17

Lag unter einem Stapel auf meinem Schreibtisch. Die Ausgabe muss um Ostern erschienen sein. Herausgeber Hope Schwagenscheidt ist der Organisator des SF-Oldie-Kons, der alle zwei Jahre stattfindet. Dieses Jahr ist er in Wetzlar, vom 27. bis 29. Juni im Hotel Bűrgerhof. Fűr mich zu weit. Unterwőssen in Bayern war noch zumutbar.

Die Ausgabe enthält die Geschichte ‚Ostern im Jahre 3000’aus dem Jahre 1928. Sie stammt aus der Blauband Woche, die von 1925 bis 1931 erschien und beim Kauf von einem Pfund Feinkostmargarine ‚Schwan im Blauband’ dem Kunden mitgegeben wurde. Das waren noch Zeiten.

venerdì, maggio 16, 2008


Ein Wahnsinn.
Ich lese gerade in der Businessweek von einem Vater, der für seinen studierenden Sohn eine Krankenversicherung abgeschlossen hat. Sie leben in den U.S.A. und der informierte Leser ahnt was kommt. Der Junge wurde mit einer Nervenkrankheit, dem Guillain-Barre’s Syndrom ins Krankenhaus eingeliefert. Die Versicherung bezahlte gerade mal 22.800 Dollar von 206.325, die dem Vater für 14 Tage Intensivbehandlung in Rechnung gestellt worden waren.

Ein anderer Student fiel hin und brach sich das Kinn, blieb 48 Stunden im Hospital und nahm eine Rechnung über 24.098 Dollar mit nach Haus. Die Versicherung bezahlte 6.260 Dollars. Toll, was?
Fantasy & Science Fiction, June 2008

Diesmal gibt es unter anderem eine hardboiled SF-Story von Ted Kosmatka die gefiel. In ‘The Art of Alchemy’ geht es um einen Metallurgen, der in der größten Stahlküche der Welt Metalle entwickelt, die bei einer bestimmten Temperatur eine gewünschte Form annehmen. Ihm und seiner im Management dieser Gesellschaft arbeitenden Freundin wird von einem obskuren Russen ein Nanodraht und dessen Herstellungsverfahren angeboten. Der Draht kann für jede gewünschte Länge hergestellt werden. Als die Beiden in einem zweiten Treffen den Verkauf abschließen wollen, begegnet ihnen anstelle des Russen ein Sicherheitsmann ihrer Firma, der von ihnen das Drahtmuster zurückfordert. Er zeigte ihnen den Chip mit der Herstellungsmethode, den er dem Russen abgenommen hatte, der nun tot ist. Die beiden fliehen und es entwickelt sich eine Hatz, an deren Ende der Sicherheitsbulle durch den Draht ums Leben kommt und das Herstellungsverfahren ins Internet gestellt wird.

Wir kennen ja die Gerüchte, in denen Erfindungen von Großunternehmen aufgekauft und totgeschwiegen werden, um die eigenen Produkte nicht unverkäuflich werden zu lassen.

martedì, maggio 13, 2008


Interzone, Science Fiction & Fantasy, April 2008

David Langfords Ansible enthält Neuigkeiten, Tratsch und auch Bestürzendes. Terry Pratchett gab bekannt, dass er an Alzheimer erkrankt ist. Hoffentlich findet mal jemand einen Weg, diese progressive Demenz beseitigen zu können.

Es gibt ein Interview mit Mike Carey, Autor und Comic Texter. Eines ist schon mal gut. Man findet keine aufgezuckerte Fantasy in dem britischen SF und Fantasy Magazin. Die Stories sind nicht so slick und rund wie in den amerikanischen SF-Zeitschriften. Z,B Jamie Barras ‘The Endling’. So nach acht engbedruckten Seiten klamüserte ich die Konfiguaration heraus, in der sich die Figuren befanden. Nicht einfach, da die Perspektive ständig wechselte und ein roter Faden in der Geschichte nicht zu erkennen war.

Patrick Samphires ‘Dragonfly Summer’ erzählt von vier Personen, einem gemischten Doppel, die sich nach einigen Jahren dort wieder treffen, wo sie einen phantastischen Sommer verbracht hatten. Nur die Windmühle, unter der sie sich geliebt hatten, war nicht mehr da. Es habe dort noch nie eine gegeben, wie Leute im Pub des Ortes behaupteten. Es werden die Gefühle der einzelnen beschrieben, und wie sie sich im Laufe der Jahre verändert hatten. Eine psychologische Fantasy, die sich wohltuend von dem Schmalz dieses Genres abhebt.

Stark war Jay Marchands ‘Holding Pattern’, mit dem die fast endlosen Schleifen über dem Flughafen vor dem Landeanflug beschrieben werden. In diesem Falle wird die Maschine abstürzen. Das ist immer so, wie der Alien auf A1 in der Business Class der Stewardess Nanette erzählt. Denn Holding Pattern ist auch, dass sie in einer Zeitblase gefangen sind, welche die Situation mit kleinen Abweichungen von neuem hervorbringt. Dem Alien ist es egal, er hat sich in Nanette verliebt und nicht daran interessiert aus der Zeitschleife herauszubrechen. Er gibt Nanette einen Stift, der ihr wieder eine normales Leben ermöglichen würde. Doch nachdem der Alien ihr erzählte, dass sie in einer der Episoden heißen Sex im Flugzeugkorridor gehabt hatten, gibt sie ihm das Gerät
zurück.

Dark SF, Dark Fantasy. Die Redakteure von Interzone haben ein Händchen dafür.

venerdì, maggio 09, 2008


Das Böse nebenan, Spiegel 19, 5.5.08

Der Fritzl, so ein Idiot. Er hat das Leben nicht verstanden. Ich meine, man sollte doch versuchen, seine Kinder so ins Leben zu schicken, dass sie dort bestehen und möglichst noch erfolgreicher werden, als man selbst es ist. Sie einzumauern und sich an ihnen ständig zu vergehen zeigt, wie beschränkt der Mann in seiner Lebensführung war.

Und damit stellt sich wieder die Frage, welche schon häufiger diskutiert wurde: Begeht der Mensch aus freien Stücken Verbrechen, oder kann er gar nichts dafür?

Einige Neurologen behaupten, es gäbe keinen freien Willen. Alles sei schon vorher vom Gehirn festgelegt, bevor im Bewusstsein die Entscheidung getroffen wird. Im Grunde ist es dann ja keine Entscheidung mehr. Jetzt wird gescannt was das Zeug hält, in welchen Hirnregionen werden die Entscheidungen vorbereitet und unbewusst getroffen? Und was ist der Auslöser dafür?

Eine rein biologische Deutung würde das ganze Strafrecht umkrempeln. Besonders dann, wenn es Verhaltenskorrekturen gäbe.

Im Second Life gibt es Rollenspiele, bei denen es auch nicht zimperlich zugeht. Nur, wenn sich jemand aus seiner Zelle teleportiert oder den Computer abschaltet, dann hat er sich befreit. Und das fehlt im wirklichen Leben.


Fantasy & Science Fiction, May 2008

Das Schwergewicht liegt doch mehr auf Fantasy. Sollte ich mal ein Abonnement nicht verlängern, dann ist F & SF der erste Kandidat. Ich ziehe SF vor. Aber auch die SF war schon einmal spannender.

Robert Reed, Vielschreiber, hat mit ´Reunion´ eine seiner schwächeren Geschichten vorgestellt. Es geht um ein Klassentreffen, an dem eine Gruppe teilnimmt, deren Mitglieder im Leben besonders erfolgreich waren. Die Tochter eines der Klassenkameraden macht sich daran herauszubekommen wie er ums Leben kam. Sie stört die angenehme Atmosphäre mit ihren Fragen, aber mehr gibt die Geschichte im Grunde nicht her, da sie sich in Vermutungen ergeht und keine Antwort erhält.

´Immortal Snake´von Rachel Pollack ist eine Fantasy. Sie hat doch mit Märchen eine starke Ähnlichkeit. Priester deuten Wolken und leiten ihre Anleitungen für die Bevölkerung daraus ab. Einer aus dem Volk wird zur Immortal Snake, zur unsterblichen Schlange auserwählt. Er ist der uneingeschränkte Herrscher solange es die Wolken und mit ihnen die Priester erlauben. Irgendwann kommen diese und häuten ihn. Seine Haut wird auf einen Pfahl gespiesst und ein neuer Herrscher gekürt. Vor diesem Hintergrund spielt sich die Liebe seiner Schwester zu einem Sklaven ab, der ein talentierter Geschichtenerzähler ist. Er bringt es sogar fertig, mit seinen Geschichten die Priester von ihrer Wolkeninterpretation abzulenken.
Usw. Usw. Kurz und gut, auch die anderen Geschichten rissen mich nicht vom Hocker.

mercoledì, maggio 07, 2008


Den Clarke Award 2008 gewann Richard Morgan fuer seinen Roman Black Man. Also ran Leute und lesen :-)
Fandom Observer 227

Startet mit einem Nachruf. Enrst Vlcek starb im April. Er war eine zeitlang Perry Rhodan Chefautor. Ich hatte mal mit ihm auf einem Oldie Con gesprochen. Er war so um die 2 Jahre jünger als ich und wenn ich mir sein Bild ansehe, hatte er Ähnlichkeit mit Giovanni Agnelli, dem verstorbenen Chef des Fiat-Clans.

Es gibt einen interessanten Beitrag über den Eastercon, der in Heathrow stattfand. Charles Stross, China Mièville, Neil Gaiman, Tanith Lee, Cory Doctorow waren Ehrengäste. Wenn ich nur wüsste, wer den Beitrag geschrieben hat? .

Dann die üblichen Fanzine-, Buch-, Hörspiel-, Film-, Fernseh-, Comicbesprechungen. Mit einem Conkalender schliesst das informative Onlinemagazin ab.



sabato, maggio 03, 2008


Die Ölkrise hat uns erfasst,

eine Lebensmittelkrise lauert hinter der Ecke. Chinesen und Inder haben das gute Leben entdeckt. 1,3 Milliarden Chinesen und 1,1 Milliarden
Inder haben Appetit auf Fleisch. Viehfutter wird benötigt. China kauft Brasilien das Soja ab. Obwohl Reis Grundnahrungsmittel in China ist und dort auch angebaut wird, muss er für 130 Millionen Menschen eingeführt werden. Wer kann verdenken, dass unsere asiatischen Freunde besser leben wollen. So etwas nennt man Konvergenz.
Analog, Science Fiction and Fact, May 2008

Autoren lassen sich schon was einfallen. Die Story 'Test Signals' von David Bartell zum Beispiel. Der Ich-Erzähler X arbeitet in einem Unternehmen, in dem ein Supercomputer Genome millionenfach kombiniert und an ein Subsystem weitergibt, das diese Kombinationen virtuell nachbaut. Diese werden auf ihre wissenschaftliche Nutzbarkeit hin überprüft. Mitarbeiterin Tina hat eine neue Kombination entdeckt. Bevor sie die Entdeckung bekannt gibt, erzählt sie es X, denn die im Untersystem nachgebaute auf dem Bildschirm dargestellte Konfiguration gleicht ihm. Beide besitzen vier Arme, von denen zwei überflüssig sind. Tina sagt X, dass sie mit ihm schlafen werde, sobald er seine Surplusarme entfernt hat. X geht darauf ein und lässt sich operieren, nicht wissend, dass Tina im Auftrage der Firma arbeitet, und dass die Arme wieder nachwachsen. Der Firma ging es darum, an die Arme von X heranzukommen, um sie wissenschaftlich zu verwerten. Der Protag erfährt zu spät davon. Tina nimmt sich das Leben, X reicht eine Sammelklage ein.

Dies ist wieder eine Geschichte, die aus der nahen Zukunft stammen könnte. BEMs, bug eyed monster und Aliens haben häufig ausgedient.

In ´The Night of the RFID´, der Titel ist angelehnt an die “Night of the Triffids´, geht es um Radio Frequenz Identification Ships, welche von der Regierung zur Überwachung ihrer Bürger hergezogen werden. Homeland Security, die aufgrund des Anschlages vom 11. September gegründet worden war, machte sich zunutze, dass sie RFIDs inzwischen allgegenwärtig waren und persönliche Daten täglich ausgewertet wurden, bis ein Student in den Computer hackte und in South Carolina die Nutzer revoltierten, bis die Revolte in alle Staaten schwappte. Auch dieses könnte in naher Zukunft spielen. Wenn die Garanten persönlicher Freiheit versagen könnten Situationen wie diese entstehen.