Coversong Roads

lunedì, dicembre 03, 2007

Interzone, Science Fiction & Fantasy, 209
25th Anniversary issue

Es dauert, meinen Schreibtisch zu entrümpeln. Diese Ausgabe ist von April 2007 und extrem
Englisch. Das ist kein Nachteil. Mit dieser Ausgabe begeht Interzone ihr 25jähriges Jubiläum und enthält Stories einiger populärer britischer SF-Autoren. Geschichten oder Romane kenne ich von Alastair Reynolds, M. John Harrison und Gwyneth Jones. Harrison war mein favorisierter Autor. Sein Viriconium hatte mich zu einigen SF-Stories inspiriert. Die Geschichte in dieser Ausgabe ist jedoch eine Schreibübung. Wenigstens auf den ersten Blick, vielleicht steckt mehr dahinter. Es geht um einen Privatdetectiv, der von Nachbarn, Freunden Vermisster gerufen wird, deren Verbleib ausfindig zu machen. Und es gibt auch diese, sie haben sich aus ihrem Leben, dass sie führen
wollten, abgemeldet. Sitzen ihrer Frau am Frühstückstisch verständnislos gegenüber. Sind aus ihrem eigenen Leben verschwunden. Hier ist es die Frau, die sagt, mein Mann ist nicht mehr da.
Ihr sitzt eine Hülle gegenüber, mit der sie nichts anfangen kann.

Und dann die Geschichte ‘Tears for Godzilla’ von Daniel Kaysen. Die liest sich so, wie P spricht. P ist eine meiner Freundinnen aus dem Second Life. Im Ersten und realen Leben wohnt sie in Cambridge, ist um die 40, single und hat gerade einen neuen und langweiligen Job angetreten. Am Computer, der sie auch nach Feierabend nicht loslässt. Nun wurde sie Mistress. “Oh, ich bin ganz und gar verrückt, hahaha, was habe ich gemacht? Ich habe mir noch einen weiteren Sklaven zugelegt.” BDSM Szenerie im Second Life, whips, paddles, floggers, cages, chains. “Ich muss nicht ganz dicht sein”, sie versteht sich selbst nicht mehr. “Was mache ich nun, ich kann nicht aufhören, omg!” Sklaven sind ihr neues Hobby. Zum schiessen. Doch zurück zur Geschichte: Ein Horrorautor erhält eine E-Mail von einer alten Flamme. Es gelingt ihm nicht, Phantasie und Realität auseinander zu halten, wenn er mit Amanda im Coffeeshop ansteht. Er sieht wie Amanda erbleicht und dreht sich um. Ein Mann hält sich den Kopf mit schmerzverzerrtem Gesicht und stößt ein Heulen aus, das eines Mannes in Agonie. Dann fällt er zu Boden. Aus seinem Kopf rinnt Blut und anderes dunkles Zeug, die sich zu einer Lache formen, und der Protagonist sagt zu Amanda, “Wir gehen besser.” Er zieht Amanda aus dem Local, der blutende Mann springt vom Boden auf und folgt ihnen. Es ist Amandas Ex.
Dann sitzen sie sich im Café gegenüber, Amanda und er. Sie sagt nicht viel. Fast nichts. Hat er was falsch gemacht. Wenn ja, was? Ist etwas passiert? Wenn ja, wo? Oder war sie so von Natur aus? Dem Horrorautor fallen tausend Gründe ein, warum es mit ihm und Amanda nicht funktionieren würde. So wie sich P das Gehirn malträtiert, wie sich ihre neue Manie, sich im zweiten Leben männliche Sklaven zu halten, auf ihr Befinden auswirken wird.

Nick Lowes ‘Mutant Popcorn’ behandelt folgende Filme: The Fountain, Arthur and the Invisibles,
Eragon, Night at the Museum, It’s a Boy-Girl Thing, Deja vù.
Folgende SF-Romane wurden besprochen: Kim Stanley Robinson: Sixty Days & Counting, Sergei Lukyanenko: The Day Watch, Ken MacLeod: The Execution Channel, Naomi Novik: Temeraire: Black Powder War, Robert J. Sawyer: Rollback, Charlie Huston: No Dominion, Ed Gorman: The collected Ed Gorman, Charles Stross: Glasshouse.

giovedì, novembre 29, 2007

Interzone, Britain’s longest running Science Fiction Magazine, 208


Ausgabe 208. Wer hätte gedacht, dass sich Interzone so lange hält. Und ich habe noch eine Anzahl
weiterer Ausgaben zu beackern. Sie haben sich bei mir angesammelt. Nun ja, Second Life.... .

Die Story, die ich diesmal vorstelle ist reichlich lang, doch meine Beschreibung bleibt kurz. “Islington Crocodiles” von Paul Meloy ist eine Story, die sich langsam entwickelt.

Ray Cade träumt seinen Favoritentraum. Er befindet sich in einem Schloss. Vor einem König defilieren nackte Frauen. Ray erschiesst den König, setzt sich auf dessen Thron und brüllt: “Der König bin jetzt ich.” Ray ist jedoch nicht die Hauptfigur der Story. Das ist Steve Iden, ein Mann für ausgefallene Jobs. Z.B. Bukkake DVDs aus Amsterdam nach London zu schmuggeln. Als ob das verboten wäre. Bukkake ist, so habe ich in SL gelernt, wenn nackte Männer im Kreis um eine auf den Boden liegende nackte Frau herumstehen und auf sie wichsen. Soviel zum erzieherischen Effekt von SL. Wie auch immer, Steve wird von seinen Auftraggebern zu einem anderen Job verdonnert, mit ihnen einen bestimmten Stein aus der Bank von England herauszubrechen. Sie machen das, und bringen ihn Rays Wohnung, in der Steve erklärt wird, dass der Stein die Kraft und Energie Londons enthält. Ray haut mit einem Schwert den Stein entzwei und brüllt: “I am the fucking king now.” Ein paar Wochen später sitzt Ray im Irrenhaus.

Jetzt geht es erst richtig los. Steve verliebt sich in Claire, Rays Schwester, sie wird später schwanger und die Hölle bricht los. Es geht zu wie bei Quartermass. Portale öffnen sich über London, und gewaltige Maschinen erscheinen am Himmel. Plummer, jemand aus Steves Gruppe bringt ihn dazu, mit ihm Claire aus deren Wohnung herauszuholen, da, so wie er sagt, Monster durch die Portale kommen werden, um das Baby aus Claire herauszuschneiden.

Das Baby gehört zu den Kindern, die das Chaos auf der Erde beenden sollen. Plummer ist einer der Guten, ein Helfer der den wenigen Ausserplanetarischen, welche sich auf dieses Ereignis vorbereitet haben, zur Seite steht.

Am Ende stoßen Monster durch die Portale auf die Erde. Eines von ihnen erwischt Claire und hält ein Messer für das Baby bereit. Doch dieses wehrt sich. Mit den anderen Kindern zerstört es die Eindringlinge. Plummer öffnet ein Portal für Steve und Claire, die nach Zögern mit ihrem Baby für immer von der Erde verschwinden.

Neben anderen Geschichten wird Elizabeth Hand interviewt. Es gibt Film- und Buchbesprechungen. Susanna Clarke und Neil Gaiman erzählen, in welcher Weise sie ShortStories produzieren.


domenica, novembre 25, 2007

Fantasy & Science Fiction, Dec 2007

‘Who brought tulips to the Moon’? von S.L. Gilbow

Das Thema ist nicht neu, ich erinnere an den Film “Soylent Green” (1973) mit Charleton Heston. Aber immer aktuell, lol.

Mr. Hudson ist mit Sohn und Schwiegertochter auf den Mond geflogen. Er ist 94 Jahre alt und wie seine Schwiegertochter meint, ist es jetzt für ihn soweit.

“Smooth Passing, we make the next step easy”, steht auf einem Schild im Lunacy Park. Schwiegertochter Laura drängt zur Eile, sie drängt immer. An der Rezeption sind sie noch einmal gehalten, ihr Einverständnis für den nächsten Schritt zu geben. Sohn Danny gibt das Formular ab und alle drei legen ihre Hand auf den Pad.

Mr. Hudson verbringt den nächsten Tag, und den letzten vor dem Schritt in das Reich der Toten in
Gesellschaft einer alten Dame, die sich auch für den Übergang entschlossen hat. Nur, Mr. Hudson
wurde gedrängt. Von seiner Schwiegertochter. Sie drängt immer.

Er wundert sich, dass er am nächsten Tag wieder aufwacht und ist geschockt, als ihm sein
Sohn die Urne von Laura zeigt. Danny hatte ihren Namen in das Formular eingetragen. Mr. Hudson
ist erleichtert und traurig zugleich. Doch so traurig auch wieder nicht.

martedì, novembre 20, 2007

Fuer meine Kurzgeschichten habe ich eine andere Website gebaut, weil der andere Provider die vorherige nicht mehr unterstuetzt. So sind meine Stories nun auf Google zu finden. Siehe auf der rechten Seite unter Homepage. Diese wird noch um einige Bilder ergaenzt.
Albedo 33,

Das Magazin aus Dublin enthält Science Fiction, Fantasy und Horror sowie Stories gemischt mit diesen Genres. Andrew McKenna’s ‘Barrelhouse’ ist eine davon.

Das Zentrum der Stadt ist zum Slum verkommen. Ein Junge rettet sich aus seinen Tiefen in das Barrelhouse der Righteous Fellowship of the Lord. In den Augen des Jungen eine von Mönchen geleitete Sozialstation. Er wird aufgenommen, ihm wird eine Zelle zugewiesen, unter die Dusche gesteckt, wieder herausgezogen und grün und blau geprügelt. Der Junge nannte sich Blowjob, nun heisst er Tobias. Für freie Unterkunft und Verpflegung soll er sogenannte Mischräume reinigen. Die Mönche stellen Seife und Öle her, die unter den Armen in fernen Ländern verteilt werden. Tobias wird ein anderer Junge zur Seite gestellt, der mehr daran interessiert ist herauszufinden, was aus dem oberen Stock in die Silos fliesst. So klettert er die Leiter zur Tankfüllung hinauf und fällt hinab.
McKenna hält die düstere Spannung aufrecht. Und je mehr Tobias den Tod in den Räumen riecht, desto verzweifelter versucht er zu entkommen. Ohne Erfolg.

Wenn es SF ist, dann die einer sehr nahen Zukunft. Ist es Horror, dann ist es der von gestern. Die Story ist empfehlenswert.

Andere Geschichten dieser Ausgabe sind kürzer, aber nicht besser. Interviews gibt es mit Geoff Ryman und Sam Millar. Darüber hinaus einen Beitrag über Self Publishing und Buchbesprechungen.

sabato, novembre 17, 2007

Andromeda Nachrichten 215

ist das Magazin des Science Fiction Club Deutschlands, über 200 DIN A4 Seiten stark. Und der Redakteur ist wieder ein anderer: Michael Haitel.Er war es schon einmal und hatte es gut gemacht.
Bei ihm konnte ich ein paar meiner Geschichten unterbringen. Wenn mir Second Life etwas mehr Zeit ließe, würde ich mal wieder eine Story zu Papier bringen. Vielleicht sollte ich mir einmal wieder die Zeit dafür nehmen.

Herbert W. Frankes achtzigster Geburtstag wird gewürdigt. Professor, Kybernetiker, Media-Künstler und SF-Autor.

Es gibt einen Artikel von Georg Joergen. Der ist Risszeichner. Auf über sechs Seiten sind die Hefte aufgeführt für deren Raumschiffe Joergen Zeichnungen geliefert hat. Nicht nur für Raumschiffe, auch fur Kaufhäuser, Gleiter, Hibernationskammern, Waffen. Es ist, so meine ich, schon stark, sich in einen Schwerlast Transportgleiter einzuarbeiten.

Borg Krämer schildert den Inhalt neuer SF-Filme. Birgit Fischer gibt die Zeitpunkte von Cons und Treffs bekannt. Nun, die Termine sind Vergangenheit, da Andromeda schon seit Monaten auf meinem Schreibtisch liegt. Es gab Berichte über MiniCons. Auf dem Starport Darmstadt – Alternative Welten Con war Jean Luc Picard, Patrick Stewart zu sehen. Und dann (meistens bebrillte) SF-Fans.

Ausführlich werden Romane und Geschichten der Kandidaten fuer den Deutschen SF-Preis (DSFP) beschrieben. Mit einigen hatte ich in der Vergangenheit per E-Mail oder Webkommentar Kontakt: Armin Rößler, Desirée und Frank Hoese, Uwe Post.

Karl. E. Aulbach bearbeitet die Sparte Fantasy, Armin Möhle die Fanzines. Gerd Frey berichtet über PC Games. Seitdem ich in Second Life eine Insel, eine Country Bar, eine Bildergalerie, mein Winter- sowie mein Sommerhaus unterhalte, habe ich für andere Computerspiele keine Zeit mehr.

Hermann Urbanek machte seine LiteraTour, berichtet über Neuerscheinungen von SF- und Fantasy Büchern und Heften. Eine überraschende Anzahl dieser Produkte kommt im Erscheinungszeitraum von Andromeda auf den Markt.

In Michael Haitels Musik-Sparte schreibt Ralf Boldt über phantastische Motive in der Alternativen Musik. Boldt bearbeitet darüber hinaus die Perry Rhodan Spalte. Den hatte ich gelesen, als ich ziemlich jung war. Und den Rhodan gibts noch, wo ich ziemlich alt bin. Band 2387. Hum. Ja. Toll?
Oder ein Zeichen von Verblödung der Leserschaft?

Buchbesprechungen findet man in der Spalte Reisswolf. Ich werde mit SF-Magazinen zugebaggert. Die Bücherspalte brauche ich daher nicht zu lesen. – Am Schluss finde ich Wissenschaftsbeiträge und SF-Stories von Mitgliedern.

So langweilig Andromeda erscheinen mag, da viele Sparten, Artikel bei mir auf wenig Interesse stoßen, so muss ich doch den Fleiß, die Sachkenntnis der Beitragenden anerkennen.


venerdì, novembre 16, 2007

Fantasy & Science Fiction, Oct/Nov

Dieses Magazin, eine Doppelausgabe mit 240 Seiten, hat seinen Inhalt zur Fantasy verlagert. Und die Science Fiction Stories sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Wenig von fremden Planeten und deren Bewohnern, Raumflügen, Abenteuern. Die Zukunft ist dichter herangerückt, fast mit Händen zu greifen. Meine favorisierte Story dieser Ausgabe ist eine moderne Geistergeschichte, weit entfernt von Science Fiction.

In der Geschichte ‘Two weeks after’ von M. Ramsay Chapman geht es um den Taxifahrer Jack und um seinen Fahrgast April. Jack fährt April zu ihrem Haus. In zwei Stunden, so machten sie es aus, würde er sie wieder abholen. April steigt aus, geht ins Haus und sucht ihren Mann Kyle auf. April ist tot, und das seit zwei Wochen. Autounfall. In Jacks Taxi.

Jack, der ebenfalls tot ist, sucht seine Frau Patty auf. Die Geschichte beschreibt die Reaktion von Kyle und Patty, welche die ganze Skala an Emotionen umfasst. Jack bringt seiner Frau einen totsicheren Aktientip mit dem Rat, Aktien dieser Gesellschaft zu kaufen und für fünf Jahre zu halten.

Nach zwei Stunden fährt Jack mit seinem Taxi vor und holt April mit seinem Taxi wieder ab. Keine Ahnung wo sie hinfahren.

martedì, novembre 06, 2007

Asimov’s Science Fiction, Dezember 2007

Nun, Alan Steele setzt seine Saga um den Planeten Coyote mit ‘The Pride of Cucamonga’ fort, in dem ein Renegat von der Erde sich als blinder Passagier auf den Weg zu diesem Planeten macht. Er wird dort ins Gefängnis geworfen und später freigekauft, um als Shuttle Pilot auf einem Raumschiff Dienst zu tin.

Man sieht sofort, dass es ein Buch werden soll, das aus diesen Geschichten besteht. Steele pumpt die Geschichten auf. Er sagt, was die Leute im einzelnen essen, was für Bier sie trinken. Der Protag ist etwas einfältig, und das in Ich-Form, lol. Nun ja.....

Eine andere Story, ‘do {this}’ von Stephen Graham Jones enthält so gut wie keine Handlung. Nur dieses. Ein Junge versucht des Nachts seinem Computer Sätze zu entlocken, die darauf schließen lassen, das er intelligent ist. Vorher hat sein Vater mit ihm über den Mittagstisch hinweg diskutiert und behauptet, dass die Metapher das Instrument sei, dass uns sprachlich von anderen Lebewesen unterscheide. Der Junge baut einen Wortgenerator und verbindet diesen mit einem elektronischen Wörterbuch, um zu sehen, was das Program daraus macht. Wenn der PC dann mit einem anderen PC kommuniziert um dessen Sprachschatz zu testen, bleibt es dem Jungen sowie dem Leser vorbehalten zu behaupten, der PC sei zu Intelligenz fähig.


mercoledì, ottobre 31, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, December 2007

Irgendwann müssen die Ideen doch versiegen, könnte man glauben. Ist nicht so, Autoren ziehen sie aus den unterschiedlichsten Schubladen. In ‚“Domo Arigato,“ says Mr. Roboto’, geht es um den Prospektor Calley, der von einer Minengesellschaft beauftragt wurde, im Asterioidengürtel einen Claim abzustecken. So weit so gut, ein alter Hut. Der Umstand, dass auf dem gleichen Asteroiden ein weiteres Schiff gelandet ist, macht das Vorhaben komplizierter.

Es geht um einen Space Elevator sprich Fahrstuhl, für den, um einen solchen zu bauen, die Nanotechnologie bereitstand. Diesen von oben nach unten zu konstruieren, war ein technisches und wirtschaftliches Erfordernis. Das Material konnte aus kohlenstoffhaltigen Chondritmeteoren gewonnen werden. Dieser Asteroid, aufdem die beiden Raumschiffe standen, war einer.

Das zweite Raumschiff, zu dem sich Calley bewegt, ist japanisch. Pilot ein drei Meter hoher Roboter, ein Ausbund an künstlicher Intelligenz, der behauptet, dass er für seinen Auftraggeber den Asteroiden beanspruche. Dann kommt ein Solarsturm auf.

Stunden später taucht der Roboter vor Calleys Schiff auf und erzählt, der Sturm habe seine Funtion so beinträchtigt, dass er sein eigenes Schiff nicht zur Erde zurückzuführen in der Lage sei. Da der Roboter seinen Anspruch nur dann legalisieren kann, wenn er auf der Erde auftaucht, musste Calley die Bedingung stellen, dass der Roboter auf seinen Claim verzichtete, wenn er mitgenommen werden wollte.

So geschah es. Calley brachte die CPU des Roboters sowie seinen eigenen Anspruch auf den Asteroiden nach Haus.

sabato, ottobre 27, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, November 2007

In der Story ‘The Suit’ von Bud Sparhawk geht es um Zukunftsprobleme aus dem Alltag, und in diesem Falle um einen Anzug mit einem defekten Programm. Unpatched, wie der Protag sagt. Das Anzugprogramm hat nicht mitbekommen, dass sein Eigner Milch hätte bestellen müssen. Es gibt ein milchfreies, kalorienarmes Frühstück, denn die Badezimmerwaage hatte Übergewicht festgestellt, und die Toilette einen überhöhten Zuckergehalt im Urin.

Besass die defekte Version 6.3 für den Icherzähler den Vorteil, dass er nicht mit instant messages von anderen Anzügen bombardiert wurde, so wurmte es ihn dennoch, dass er keine Profile und Visitenkarten mit anderen Anzugträgern austauschen konnte. Version 7.0 war angekündigt, und der Protag machte sich daran einen Anzug mit diesem Programm zu kaufen. Er war noch nicht an Lager. Der Käufer entschloss sich zu einem Jacket und einem paar Schuhe. Das Programm des Verkaufsroboters war auch nicht ausgereift. Der Protag merkte es, als ihm Frauenpumps angeboten wurden. Eine junge Frau fand sie attraktiv genug, um sich welche zuzulegen. Protag und Verkaufsroboter einigten sich auf ein paar Loafers für Männer. Doch als er das Paket zu Hause auspackte, waren es diese Frauenpumps. Dann klingelte das Telefon, und die nette Käuferin aus dem Geschäft erzaehlte ihm, dass sie seine Loafers in der Wohnung habe, dass sie die Pumps sofort bräuchte, weil sie die Verabredung zu einer Party habe.

Der Protag irrte mit dem Schuhkarton durch die Strassen und verfluchte den Umstand, dass sein Anzugprogramm nicht das Profil mit der Adresse der Frau hatte herunterladen können.

Am Schluss der Geschichte fanden sie sich beide in ihrer Wohnung. Die Programme liessen sie ausgeschaltet.

Als ich die Geschichte las, kam mir Second Life in den Sinn. Jeder unserer Avatare hat ein Profil über seine Vorlieben, Fähigkeiten, Orte, die er gern besucht. Wie in der Story, nur dass dort die Profile des Gegenüber vom Anzugprogramm heruntergeladen werden, und sich im Second Life jeder das Profil eines anderen sich in der Nähe befindlichen Avatars ansehen kann. Dort gibt es Kühlschränke nur zur Dekoration, desgleichen kommen Avatare ohne Essen aus. Doch wird auch in dem Internetspiel heftig geflirtet und Sex hat dort einen höheren Stellenwert als im Zukunftsambiente der eben geschilderten Geschichte.

mercoledì, ottobre 24, 2007

Die 5. Etage hat keinen Empfang.

Das ist ein dickes Ei. Ich sitze im Ibis Hotel Pappelallee in Hamburg und kann mit meinem Laptop nicht ins Internet einloggen.

Saesse ich in der 2,3,4 Etage haette ich mit einem Voucher Code einloggen koennen, aber so. Kein second Life. Nun das first Life war schon anstrengend genug. Ich habe mir in Hamburg die Hacken abgelaufen und den Hintern abgefroren. Gut, dass meine Girls aus dem Second Life nicht sehen, wie abgenutzt ich aussehe. Es war meine Mutter, sie wollte unbedingt in ein Heim, obwohl sie mit 91 noch ganz lustig in ihrer Wohnung herumtuetert. Nun, ja, Aufforderung an mich, in Hamburg mal nach dem Rechten zu sehen. Rein in die German Wings, die mich von Bologna nach Koeln flogen und dann stand ich abends verloren auf dem zugigen Flughafenbahnhof. Das Reisecenter hatte geschlossen und ich machte das naechst Logische, ich fuhr mit der S-Bahn zum Koeln Hauptbahnhof, wo ich so gegen 22:00 noch einen Zug erwischte, so dass ich gegen 2:30 morgens am Flughafenhotel in Hamburg ankam.

Heute haben wir fuer meine Mutter wohl einen Platz gefunden. Sie bekommt in den naechsten Tagen Bescheid. Ich machte Einkaeufe fuer sie im Supermarkt, holte Geld von der Post und kaufte auch fuer mich ein: Schwarzbrot, eingelegten Heering, Unterhemden, Burlington Socken fuer 9 Euro das Paar (man goennt sich ja sonst nichts) und nen Wecker, denn ich muss morgen frueh hoch. Meine Mission ist fuers erste hier beendet. Der Umzug wird im Dezember stattfinden, da das Altenheim gerade umgebaut wird.

Und dann die Behoerdengaenge. Die Dame von der DAK war sofort ansprechbar und bescheinigte, dass meine Mutter, solange sie noch autonom ist, keinen Pflegezuschuss erhalten wird. Dann ging ich zum Sozialamt und mir wurde gesagt, die haetten nur von 8:30 eine Stunde geoeffnet. So stiefelte ich heute morgen ein zweites Mal dahin. Zwei Frauen tackerten vorbei ohne zu gruessen und verschwanden in ihren Zimmern. Ich sass als Behoerdenopfer im Korridor und wurde in der ersten Viertelstunde nicht hereingerufen. Tja, so ist das in Deutschland. Ich machte mich davon, zur Not kann ich auch anrufen. Meine Zeit lief davon, ich musste mit der Heinleiterin sprechen, was wir auch taten.

Gestern sass ich noch im IBIS-Airporthotel und hatte Glueck. Zum einen, weil ich ein deutsches Laptop-Anschlusskabel erwischt hatte. Mein italienisches passte in keine Steckdose. Zum anderen, gab es einen Hotpoint von einer Steffie, den ich mir fuer den Internetanschluss zunutze machte, um meine Lieblingsfreundin Anske zur Verzweiflung zu bringen. Das macht die Liebe im Second Life. Es ist so einfach Freundschaften zu schliessen und Pixelsex zu machen. So rumst es jeden Tag dort irgendwo in den Beziehungen. Waere ich nur ein Geek, der nichts anderes im Sinn hat als Programme zu schreiben und irgendetwas in Second Life zu bauen, gaebe es eine Aura der Langeweile um mich herum. Doch so lebe ich eine staendige Soap Opera.

Nun gut, OpenOffice auf meinem Laptop vergibt keine Sonderzeichen ueber Shortkeys. Man moege mir die fehlenden Umlaute nachsehen. Ich hoffe nur, dass ich morgen frueh den Zug nicht verpasse, der um 6:46 Richtung Koeln abfaehrt.



24.10.07 6:20

Der kleine Warteraum zwischen Gleis 13a und 14a ich mit meinem Laptop auf dem Schoss, die blaue Reisetasche und die des Laptops zu meinen Fuessen. Bremsen kreischen durch den Morgen, Lautsprecheransagen scheppern ueber die Bahnsteige hinweg. Neben mir sitzen ein Schwarzer und ein Asiate und spielen mit ihren Handys. Schwanzersatz? Ich wuerde in den U.S.A. Als Kaukasier eingestuft und ich habe nie begriffen warum. Vorher hatte ich mir bei McDonalds ueber der Wandelhalle einen McMuffin reingezogen. Ein paar Penner pennten in den Sitzen. Sonst war es ruhig. Und eine Tasse Kaffe. Neben mir haelt der Zug, der ueber HH-Harburg, Winsen, Lueneburg, Bad Bevensen,Uelzen, Celle nach Hannover faehrt.
Meiner soll um 6:46 abfahren. Jetzt ist es 6:30. Besser, ich packe meinen Laptop ein und gehe zum Abschnitt D. Dort wird mein reservierter Platz warten: Wagen 260, Platz 23.


24. 10.07 13:10

Ich sitze vor Gate 40 auf dem Koelner/Bonner Flughafen und warte auf meinen Flieger. So wie auf dem Hamburger Hauptbahnhof gibt es keinen kostenlosen WiFi Zugang. Die Telekom hat alles mit Beschlag belegt. 1 Stunde 18 Euro per Kreditkarte. Teuer, oder nicht? Dann lohnt es sich doch, mit dem Internet so lange zu warten, bis ich wieder zu Hause bin.

martedì, ottobre 16, 2007

Asimov’s Science Fiction, September 2007

‘My heart as dry as dust’ von Kim Zimring war mein Favorit dieser Ausgabe. Eine Geschichte, in der ein Konflikt die Hauptrolle spielt.

Afrika. Adija wird zur Hinrichtung in ein Stadion geführt. Auf dem Weg zum Schafott denkt sie an den Implant, den sie sich injiziert hatte und an den Grund, der sie hierher gebracht hatte. Ein Retrovirus.

Adija hatte ihn als Impfstoff bereitgestellt ohne zu sagen, dass die Chance bestand, dass um die 10 % gesunder Menschen sterben würden, um 100 % Aidskranke zu retten. – Und sie starben. Und der Implant wirkte, als Adija am Galgen hing. Ihr Hirn wurde weiterhin mit Sauerstoff versorgt. Doch hatte sie nicht damit gerechnet, dass man sie tagelang am Strick hängenlassen würde.


domenica, ottobre 07, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, Oct 2007-10-07

Unter den sechs Stories finde ich die Novelettes ‘El Dorado’ von Tom Ligon und ‘The Hangingstone Rat’ von Barry B. Longyear am interessantesten. Bei ‚El Dorado’ geht es um den Prospektor Victor Gundag, der einen goldhaltigen Asteroiden ausgemacht hat und versucht, andere Schatzsucher von seinem Fund abzulenken, bis er den Claim hat registrieren lassen. Er bekommt nicht mit, dass ein extraterrestrisches Signal aufgefangen wird, das ankündigt, unser Sonnensystem und damit die Erde zerstören zu wollen. Gundags Prospektorenkollegen machen mit ihren Scannern ein Ramjet-Raumschiff aus, das in Richtung Sonne fliegt. Die Unterhaltung der Schatzsucher über eine Ablenkung des Fluges bestätigt den Anspruch von Analog auf Hard-SF, das heißt auf technisch-wissenschaftlich ausgerichtete Stories.
„Searcher: I’m having a brain fart, guys. Honestly, I just passed gas and it gave me a wild idea. An interstellar Ramjet is designed to collect interstellar hydrogen, at something like maybe one atom per cubic centimeter, right? Any hydrogen is actually a pretty pathetic fusion fuel. It’s hard to light off, it’s the reaction rate limiter in stars and it only produces about 1 MEV of usable energy from that positron. The same should be true of the Ramjet. The Deuterium-Deuterium fusion chain makes about 27 times that and it lights off a hell of a lot easier. We’ve got deuterium and we can move it relatively quickly. So anybody here up to calculating what would happen when you put a hundred tons of deuterium, and maybe some Helium-3 for good measure, at maybe a million times the density of interstellar hydrogen, in the pass of a machine designed to eat and burn interstellar hydrogen?”

Am Ende rammt Gundag den interstellaren Ramjet, der dadurch abgelenkt, an der Sonne vorbei schiesst, nachdem Gundag sich schlüssig bewiesen hat, dass er mit dem Goldasteroiden nichts hätte anfangen können, würde das Sonnensystem explodieren.

The ‚Hangingstone Rat’ hingegen ist eine Kriminalgeschichte mit Harry, einem Detective, der mit einer Katze verheiratet ist und wie Basil Rathbone aussieht. Wer ist Basil Rathbone? Sein Kollege, eine Ente, dessen Bewusstsein wie Harry vor dem klinischen Tod seines Körpers übertragen worden war, und er werden zu seinem Truppenübungsplatz gerufen, auf dem eine Ratte liegt, die vor ihren Augen explodiert. Shad, die Ente verschwindet, Harry wird verletzt ins Krankenhaus gebracht. Es dauert eine Weile herauszubekommen, dass es kein Unfall war, und es dauerte noch länger auf den Täter zu kommen, einen korrupten Polizisten, der mit Shad zusammengearbeitet hatte und nun für einen Governeursposten kandidiert.

Die Handlung war nicht ungewöhnlich, das Setting schon. Harry, ein Mensch, war mit einer Katze verheiratet, und Shad die Ente ebenfalls. Nun ja, Miss Piggy liebte Kermit. Liebe kennt eben keine Grenzen. Und wer redet von Sex? Die Story hat ein Amerikaner geschrieben (grins).

mercoledì, settembre 26, 2007

Asimov’s Science Fiction. Oct/Nov 2007

30 Jahre Asimov’s, erstaunlich. Es gab vorher schon einige gute SF-Magazine wie Galaxy und Astounding, sowie Amazing Stories. Astounding hat sich zu Analog gemorpht. Ich halte die früheren Autoren für besser, obwohl sie es vermutlich nicht sind. Denn es mag an meiner jugendlichen Begeisterung gelegen haben, mit der ich ihre Stories verschlang, während jetzt doch eine gewisse Abgestumpftheit gegenueber außerweltlichen hypothetischen Geschehnissen bei mir Platz gegriffen hat.

Wie auch immer. In dieser Ausgabe gibt es mit ‘Nightfall’ den Reprint einer Isaac Asimov Story, welche Geschichten um Längen schlägt, die von neuen Autoren über das gleiche Thema geschrieben wurden und in dieser Ausgabe zu finden sind. Robert Reed und Carl Frederick kommen nicht an den Meister heran.

Bewohner eines Systems mit sechs Sonnen werden auf das zyklische Ereignis einer Sonnenfinsternis vorbereitet, die alle 2050 Jahre vorkommt und wie die Fundamentalisten predigen, von einer Feuerkatastrophe heimgesucht werden. Der Ablauf: Sonnenfinsternis, Erscheinen von Sternen, Wahnsinn.

Das Umfeld ist ein Observatorium, in dem Wissenschaftler infrage stellen, was die Geschichtsbücher über diesen Zyklus berichten. Sie stellen Experimente mit verdunkelten Räumen an, um herauszubekommen, ob ihr Verstand dadurch geschädigt werden könnte. Doch erst, nachdem das Ereignis eingetreten ist und tausende von Sternen auf sie hinableuchten, fallen auch sie dem Wahnsinn zum Opfer.

lunedì, settembre 17, 2007

Der Spiegel 37/2007

Richard Dawkins wird interviewt. Ich lese das zweite Mal über ihn im Spiegel. Er muss dort Eindruck gemacht haben. Antireligiös, kämpft er in seinen Büchern und Vorträgen um Akzeptanz für seinen Standpunkt. Und es ist komisch. Wieso muss er das? Menschen sind bescheuert.
Es kann doch nicht jede Religion anders und trotzdem richtig sein. Diesen Widerspruch fand Dawkins in jungen Jahren heraus. Und so ist es doch. Nicht alle können richtig sein, aber falsch. Und nun?

Alles Humbug? Logisch. Dawkins, der als Biologe mit seinem Buch ‘Das egoistische Gen’ vor Jahren Furore machte, versucht in seinem neuesten Werk ‘Der Gotteswahn’ davon zu überzeugen, dass der Glaube an Religionen und das was sie darstellen, nicht mit dem Stand der Forschung in Einklang gebracht werden kann.


domenica, settembre 16, 2007

Fantasy & Science Fiction, August 2007

‘Murder in the Flying Vatican’ von Albert E. Cowdrey

Robert Rogers Kohn, pensionierter Oberst der Sicherheitskräfte befand sich in einer ausgedienten Raumstation, nun von Weißen Mönchen bewohnt, eine um die Erde kreisende spirituelle Stätte, in
der Manager ihr Geld zurückließen, um zu meditieren.

Leiter dieses fliegenden Klosters waren der Master, ein in die Jahre gekommener Guru, sowie der Abt, der sich um das Operative kümmerte. Und dann gabe es einen Toten. Vor Kohn, der angefordert wurde, dessen Mord aufzuklären, entfaltete sich ein verwickeltes Szenario.

Die Mönche waren auf der Erde gesuchte Verbrecher, gedeckt durch den Abt. Der Master war durch den Abt mattgesetzt und gefangengehalten. Die mit dem Master verbündete Bordärztin hatte in der Dunkelheit der Abendandacht anstatt der Sicherheitsperson den falschen Mönch umgebracht, einen auf der Erde gesuchten Investmentbetrüger. Dennoch schlug sich Kohn auf die Seite des Masters, und kämpfte mit ihm, der Ärztin und einigen Gästen der Station gegen die Verbrecherbande.

Spannend.

martedì, settembre 11, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, September 2007

Eine weitere Story von C. Sanford Lowe and G. David Nordley. HiTec-Junk, aber die spannendste dieser Ausgabe. ‘Vertex’ baut mit Personen und Handlung auf vergangenen Geschichten auf, in denen es darum ging, mit vier Milliarden Tonnen schweren Impaktoren aus Eisenstäben aus vier Richtungen auf den Mond eines im Raum umher irrenden Planeten zu schießen, um ein Mini-Schwarzes Loch zu erzeugen, dessen Energie für ultralichtschnelle Antriebe ausgenutzt werden könnte.

Zwei Parteien versuchten das Projekt zu sabotieren oder an sich zu reißen, während die Betreiber des Black Hole Projects mit Mühen dagegen hielten und zum Schluss die Partie für sich entschieden.

Eines der Forschungsschiffe hatte das schwarze Loch nach seiner Entstehung eingefangen. Es konnte sich jedoch nicht von ihm lösen, als der megalomane Kapitän eines Kampfraumers das Forschungsschiff zur Aufgabe des schwarzen Loches zwingen wollte und es unter Beschuss nahm.
Die Lösung war zum Lachen. Zuführung von Energie in Form von Wasser aus dem Tank des Raumschiffes. Auf diese Weise wurde das schwarze Loch freigesetzt und dem Verfolger ausgeliefert, der in die vom schwarzen Loch freigesetzte Hawkings Strahlung geriet, zerbarst und in Flammen aufging.

Wie ich das sehe, werden sich die Geschichten über das Black Hole Project in einem Buch wiederfinden.

venerdì, settembre 07, 2007

Der Tod Luciano Pavarottis
hat uns mitgenommen. Meine Frau und ich saßen uns erschüttert am Küchentisch gegenüber und versuchten die Nachricht zu verarbeiten. Niemand ist unsterblich, doch Menschen wie er verdienten es zu sein. Er war von Wert, brachte unzähligen Menschen Freude und seine Werke werden die Zeit überdauern.

martedì, settembre 04, 2007

Im vorletzten Spiegel (35/2007) las ich ein interessantes Gespräch mit dem Hirnforscher Gerhard Roth. In ‘Das Ich ist eine Einbahnstraße’ kristallisierte sich für mich folgendes an wissenswertem heraus:

Es ist unmöglich das Grundgerüst seiner Persönlichkeit zu verändern. Gegenüber stehen sich Verstand, Emotion und unbewusster Antrieb. Der letztere gewinnt.

Roth machte das an einem Beispiel deutlich: “Immer wieder nehme ich mir vor, weniger Termine anzunehmen. Und dann erreicht mich die freundliche Anfrage: “Herr Roth, kommen Sie kurzfristig für einen Vortrag nach München?” Und bald darauf bin ich dort.”

Der unbewusste Antrieb ist wie Roth meint “eine Urform unseres Selbst, die psychische Grundausrüstung, mit der wir auf die Welt kommen.” Gene bestimmen zwischen 20 und 50 Prozent die Persönlichkeit eines Menschen. Später das, was eine Frau während der Schwangerschaft erlebt. Danach die ersten drei Jahre.

Ein weitere Erkenntnis aus dem Gespräch: Wir sehen uns immer positiver als die anderen es tun.

Was ergibt sich daraus? Ich fand mich schon immer gut, und wenn die anderen mich auch so finden, um so besser, und wenn nicht, was soll’s? – Und mein Verstand sagt mir: Eigentlich müsste ich den Schreibtisch aufräumen. Ich schalte dann doch lieber meine PCs ein und versuche im Second Life mit einer Frau zu flirten.

domenica, settembre 02, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, July/August 2007

Eine Doppelausgabe von 240 Seiten. Ziemlich viel Lesestoff, vor allem, wenn ich bei über 30 Grad im Schatten im Liegestuhl einschlafe. Zehn Geschichten, einige pseudotechnisch. Wie die von C. Sanford Love G. David Nordley: ‘Loki’s Realm’. Es geht wieder um das Black Hole Projekt (BHP), in dem aus vier Sternensystemen Impaktoren von vier milliarden Tonnen Schwere aufeinander zurasen sollen, um ein künstliches schwarzes Loch zu erzeugen. Ich meine, das geht sicher einfacher, aber wie auch immer....

Die für mich beste Story dieser Ausgabe ist “The Test” von Kyle Kirkland. Das Thema ist nicht neu. Professor Bartholow Niblet wird auf seinem Heimweg von einem jungen Mann aufgehalten, der eine Riesenfledermaus hochhält, die zu ihm sagt, die Erde sei in Gefahr. Sie, die Fledermaus könne sie, die Erde, und damit Niblet retten, wenn er einen Test bestehen würde. Der Test bestünde darin herauszufinden, ob er frei von Vorurteilen sei.

Prof. Niblet gibt die richtige Antwort, der junge Mann sagt, Niblet habe den Test bestanden und er entschuldigt sich für die hässliche Fledermaus und sagt, diese sei nur eine Attrappe.

“Das war mir klar”, meint der Professor, ein über uns stehendes Wesen kann nur so aussehen wie wir. Plötzlich verschwindet der junge Mann.