Coversong Roads

sabato, marzo 08, 2014

Red Associates

Hätte nicht gedacht,
 
dass man mit Gesellschaftswissenschaften auch gutes Geld machen kann; doch der „Business Week“-Artikel über RedAssociates erweiterte meinen Horizont. Red wurde von zwei Dänen in Kopenhagen gegründet. Sie durchforsten philosophische Texte, um Kunden mit neuen Erkenntnissen zu versorgen, wie sie ihre Produkte besser an den Mann bringen können. Also einmal Heidegger vorwärts und rückwärts gelesen und Unternehmen profitieren davon. Es sind Kunden wie Intel, Novo Nordisk, Beiersdorf, Samsung, die sich von ihnen beraten lassen. Inzwischen hat Red eine Filiale in New York und 70 Mitarbeiter, die Soziologie, Politologie, Geschichte, Anthropologie studiert haben. Kunden werden pro Monat 250.000 bis 300.000 Dollar berechnet.

giovedì, marzo 06, 2014

Spiegel Artikel über Google




Starker Artikel über Google.
Ich hatte angenommen, dass Larry Page und Sergey Brin SF-Fans seien. Vielleicht sind sie das, nur in Wikipedia stand nichts darüber. Dann hätte ich gesagt: Sind wir nicht die größten?, lol.
Genügend Phantasie bringen die Leute auf, und um die Ideen umzusetzen sind Kenntnisse der Computeristik und Physik ideal und Geld natürlich. Eine meiner Prognosen ist, dass in ferner Zukunft die technische Elite irgendwann genug von dem hat, was der Durchschnittsmensch auf der Erde macht und einen eigenen Staat mit rigiden Zulassungskriterien gründet oder sich auf einen anderen Planeten verzieht.

 

 

 

 


lunedì, marzo 03, 2014

Scientific American, February 2014



Scientific American, February 2014

„The Proton Problem“ beschreibt, wie zwei Gruppen von Wissenschaftlern mit unterschiedlichen Methoden ein Proton maßen und verschiedene Resultate dabei herauskamen. „Hey, what´s going on?“ könnte man singen. Dargestellt werden die beiden Methoden. Nachdem man alle möglichen Fehler ausgeschlossen hat, sind die Forscher ratlos.

Physik scheint doch anders zu funktionieren, als die Wissenschaftler annehmen. Denken wir nur an die Darstellung des Sonnensystems von Tycho Brahe.

„Remembrance of all Things past“. Es gibt Personen, die können über Dekaden hinweg aufzählen, zu welchem Datum welche in Medien veröffentlichte Ereignisse stattgefunden haben. Eine Frau mit diesen Fähigkeiten hatte sich bei Forschern per e-mail gemeldet. Nachdem dies in der Presse publiziert worden war, meldeten sich hunderte von weiteren Personen. Sie wurden auf Highly Superior Autobiographical Memory (HSAM) getestet. Um die 50 Individuen wurden herausgefiltert. Jedoch die Ursache dieser Eigenschaft bleibt ungeklärt.

„An indirekt Way to tame Cancer“. Die Struktur von Krebszellen verhindert, dass Medikamente diese ungehindert erreichen. Blutgefäße von Tumoren sind porös, krümmen sich in alle Richtungen. Damit ist die Sauerstoffzufuhr gefährdet. Man könnte annehmen, das sei positiv und der Tumor würde absterben. Gefehlt. Es fördert die Metastasenbildung. Das solide Gewebe eines Tumors, die Matrix, trägt ebenfalls dazu bei, den Sauerstoff fernzuhalten. Die Bestrebungen der Forscher gehen dahin, die Defekt zu beheben, und damit zu ermöglichen, dass Medikamente ungehindert ihr Ziel erreichen.

„Mind Games“. Vor kurzem hatte ich einen Artikel im SPIEGEL über Computerspiele gelesen. Die kamen nicht schlecht weg. Beschleunigen Reaktionsfähigkeit, Entscheidungsfindung und überhaupt, lol. Ich selbst spiele Tropico. Das keept mich busy neben dem anderen Zeug, was ich mache.

In diesem Artikel nun werden Computerspiele auch positiv bewertet. Nicht die Shoot- und Ballerspiele, sondern welche, die Kombinationsfähigkeiten voraussetzen. Der Autor plädiert sogar dafür, dass Spiele in Schulen eingesetzt werden. Keine schlechte Idee. Muss ja nicht gerade ping-pong sein. Ich erinnere mich an einen Kurs über Datenfernverarbeitung in den 80er Jahren, den ich in Hamburg-Ochsenzoll besuchte. In der Pause konnte man einen der ersten Apple-Computer benutzen. Der hatte Ping-Pong drauf. Das waren noch Zeiten. – Interessant ist die Website Gamestar Mechanic, in der Kids das Design und Erstellen von Computerspielen beigebracht wird.

„Brainy Birds“. Hühner, sie sind schlauer als angenommen. Und trickreich. Hähne schlagen bei Bedrohung Alarm, wenn ein Huhn in der Nähe ist und lassen es bleiben, wenn es ein Hahn ist, in der Hoffnung, dass es diesen erwischt. Von diesen Viechern kann man lernen, lol.

Es folgen zwei Artikel, die ich überaus langweilig fand. In „The liquid rope trick“ wird versucht zu ergründen, warum Sirup Spiralen bildet, wenn er aus einem Behälter fließt. Es gibt verschiedene Parameter, die dies beeinflussen und erfordert einen gewaltigen Anteil an Computerpower, um eine allgemeingültige Formel zu ermitteln.

In „never say never“ geht es um Statistik und um das Unwahrscheinlichkeitsprinzip. Zufälle spielen eine Rolle. Beim Lottospielen zum Beispiel. Ich lasse es mal dabei. Habe keine Lust, da einzusteigen.


mercoledì, febbraio 26, 2014

Scientific American, January 2014




Scientific American, January 2014
Schon eine Ausgabe im Rückstand. Und dann habe ich noch einen Haufen SF-Magazine durchzuarbeiten. Nun ja. Eine Hand ist noch verbunden, die andere schmerzt. Aber trotzdem. Ich glaube, ich werde alt, lol.
„Our Unconscious Mind“. Vor einigen Jahren behaupteten Wissenschaftler, dass das Unterbewusstsein unsere Aktionen programmiere. Daraus konnte man ableiten: Wenn wir Verbrechen begehen, können wir gar nichts dafür. Hat ja unser Unterbewusstsein projektiert. Ich habe, glaube ich, mal eine Story darüber verzapft. Ah, hier ist sie: „Freier Wille“.

Soweit geht dieser Artikel nun nicht. Entscheidungen des Unterbewusstseins beschränken sich eher auf Routineaktionen im Alltag. Oder, wenn wir unbewusst jemanden imitieren, wenn bei schönem Wetter unsere Gedanken eine freundlichere Färbung bekommen, so sind dies Dinge, die sich in unserem Unterbewusstsein abspielen. 

„The Search for Life on faraway Moons“. Bei der Suche nach Exoplaneten stellten Astronomen fest, dass viele von ihnen Gasplaneten sind, wie bei uns der Jupiter. Dennoch: Einige Forscher sind nun der Ansicht: Wenn sich schon auf bestimmten Planeten kein Leben entwickeln kann, sind vielleicht deren Monde dazu geeignet. Das herauszufinden ist eine harte Nuss. Man versucht es mit dem Kepler Space Telescope, das auch auf den Planeten Kepler-22b gerichtet ist. Monde können unterschiedlich entstehen: Entweder bilden sie sich mit den Planeten aus Gas, das sich abkühlt und verdichtet, oder sie werden bei einer Kollision aus einen Planeten herausgesprengt, wie es bei der Erde der Fall war. - Ein Planet wackelt, wenn sein Mond ihn umkreist; genauso wie Sterne, wenn Planeten um sie herumsausen. Viel Glück beim Suchen.
„Simulating a living Cell“. Der Autor dieses Beitrages meint, bisher habe man die Interaktion von Bakterien in Computerprogrammen abzubilden versucht. Er versuche es nun an einem einzelnen Bazillus. Das sei wohl einfacher. Wäre ich nie drauf gekommen, lol. Immerhin hat das Programm eines Bakteriums schon neue Erkenntnisse gebracht. Obwohl es noch nicht optimal ist, denkt man schon darüber nach, Computermodelle für menschliche Zellen und Organe zu schreiben.
„The long slow Rise of Solar and Wind“. Es läuft darauf hinaus: Es dauert alles länger als man denkt.  Der Autor macht das an der Historie fest. Jede Transformation dauert um 50 bis 60 Jahre. So war es bei der von Holz auf Kohle, Kohle auf Erdöl, Öl auf Erdgas und nun Gas auf moderne Energiegewinnung.

„Life under the Lens“. Es werden jedes Jahr im Rahmen der 2013 Olympus Bioscapes International Digital Imaging Competition über ein Mikroskop aufgenommene Fotos dargestellt. Einige Beispiele sind Bladderwort Trap, Lung Cells, Palm Tree, Dinosaur Bone, Bat Embryo, Mouse Neurons, Lily Bud, Rotifiers. Www.olympusbioscapes.com  

„The Ultimate X-Ray Machine“. Röntgenstrahlen mit der größten Power. Die abgebildete Maschine ist ein Monster, eine Ausgeburt aus Reagans Star War Konzept. In weniger als eine trillionste Sekunde erhitzt sie ein Atom auf eine Million Grad Kelvin. Trifft der Strahl auf ein Atom, kocht er dessen Elektronen von innen nach außen weg. Ein normaler Laser reicht dazu nicht aus. Es müssen Strahlen mit der kürzesten Wellenlänge sein: also X-Rays. Atome speichern Photonen, Licht , dass durch eine von Albert Einstein entdeckte Methode freigesetzt wird. Die „stimulated Emission“. Wenn ein Atom Energie absorbiert hat und man es mit einem Photon der gleichen Energiemenge befeuert, klont das Atom dieses Photon. Diese Photonen befeuern weitere Atome. Auf diese Weise wird Laser-Licht erzeugt. Spiegel werden eingesetzt, um den Lichtstrom nicht abreißen zu lassen. Bei Roentgenstrahlen bringt das natürlich nichts. Hier hilft nur ein Elektronenbeschleuniger, ein Undulator. Der X-Ray Laser dient der Grundlagenforschung. Astrophysik, Genetik.

„The Case against Kopernikus“. Der Autor stellt drei Modelle vor, die existierten und verbindet sie mit den Astronomen, die sich dazu bekannten. Tycho Brahe entwickelte das Geoheliozentrische Modell, in dem Planeten außer der Erde um die Sonne kreisen, die wiederum die Erde umrundet. Modelle dieser Natur hielten sich relativ lange, in Ermangelung von Theoretikern, die danach kamen.

 

 

 

 

 

 


domenica, febbraio 23, 2014

aus Italien



So, jetzt habe ich genügend brasilianische Karaokeplätze in Second Life unsicher gemacht und lege eine Pause ein.
Inzwischen hat Italien eine neue Regierung. Mehr als 6 Monate gebe ich den Leuten nicht. Well, irgendwann müssen die jugendlichen Arbeitslosen mal weg. Dann brauchen diese auch ihre tote Mamma nicht mehr in den Freezer zu stopfen, um deren Pension zu kassieren.
Vor ein paar Tagen hat sich ein Pizzaiolo (jemand der Pizza macht) umgebracht, weil das Ordnungsamt eine Strafe über 2000 Euro, zahlbar innerhalb von 24 Stunden, verhängt hat. Grund: Der Mann hatte seine Frau als Aushilfe an die Kasse gesetzt und sie nicht als Arbeitskraft registrieren lassen. Mit so einem Scheiß müssen sich die Leute in Italien abärgern. Der Witz dabei ist: Behörden genehmigen sich eine Zahlungsfrist von über sechs Monaten.


venerdì, febbraio 21, 2014

Damenuhren


Was Armbanduhren betrifft,
so trage ich eine gewöhnliche mit mir herum, die mal um 60 Euro gekostet hat. Teure werden meist von Männern als Statussymbol gekauft. Nun sagt die Industrie, Frauen brauchen auch so eine. Wer seiner Frau eine teure Uhr schenken will, sehe sich die Internet-Seiten folgender Unternehmen an, deren Namen ich einem Artikel der „Business Week“ entnommen habe.


Auf die Fresse gefallen


Auf die Fresse gefallen.

Ich gehe jetzt langsam auf die 75 zu. Bis auf den Umstand, dass hin und wieder mal an mir herumgeschnippelt wird, geht es mir ganz gut. Nun bin ich auf die Fresse gefallen, über ein Restaurant-Plakat, das auf dem Fahrradweg lag. Ich hatte den Hörer meines Voice-Recorders, mit dem ich Portugiesisch abhörte, im Ohr und meinen Blick gegen den Himmel gerichtet. Mein Powerwalk hat sich ins Gegenteil verwandelt. Sportverletzung.

Von vier Uhr nachmittags bis ein Uhr morgens in der Notaufnahme. Geröntgt. Keine Brüche an Händen und Unterarmen festgestellt. War schon mal gut. Beide Handgelenke sind jedoch schön verstaucht und die Blutergüsse am rechten Arm sind jetzt auch sehenswert.

Am nächsten Morgen befand ich mich in der Orthopädie. Die Jungs haben linke Hand und Unterarm bandagiert, den rechten Arm freigelassen. Der schmerzt weiter und ich habe keine Lust Tabletten zu nehmen. Im Gegensatz zu den ersten Tagen kann ich ihn schon etwas besser bewegen.

Verstehe nur nicht, warum sie meinen rechten Arm nicht auch bandagiert haben. Vermutlich wollten sie mir das Tippen auf der Tastatur erleichtern. Man muss schon mal Abstriche machen. Schließlich ist für über 65  jährige, die weniger als 33.000 Euro im Jahr bekommen, die Krankenversorgung umsonst. Nächsten Donnerstag wird der Verband des linken Armes abgenommen und noch einmal geröngt.

Meine Frau musste lachen, als sie sagte, ich sei schon ein schräger Typ. Mir gehe es doch gut. Ich mache keine Hausarbeit, fahre mit dem Rad, gehe in die Kaffebar, mache meinen Powerwalk, schreibe Kurzgeschichten, singe im Karaoke im Second Life, lese Science Fiction und anderes. Und dann pataplumm falle ich auf die Fresse. Ich antwortete: „Ich bin nicht geeignet für konstantes Wohlbefinden.“

 

domenica, febbraio 09, 2014

Story: Vergessener Hochzeitstag

Ich habe wieder eine neue Story verzapft. Sie gehört zu den Kommissar Schneider Geschichten. Hier ist sie:
Vergessener Hochzeitstag

Hamburger Schmuddelwetter am Abend. Regen prasselte auf die Fensterscheiben. Schneider räkelte sich auf seinem Sitz, verschränkte die Hände hinter dem Kopf und blinzelte über die Tischlampe hinweg zu Udo.

“Bei so einem Wetter gibt es nur eines: Kopf runter und arbeiten.”
“Tu ich ja, tu ich ja.” Udo Schmitz haute in die Tasten. “Ich versuche mich an einer Story für Schreib-Lust.” Udos Blick löste sich vom Bildschirm. “Wenn es nichts zu tun gibt, kommt es mir vor, als würde die Zeit stehen bleiben, und ich sei der einzige auf der Welt, der trotzdem was macht.“
 
Aus dem Gebäude war kein Laut zu vernehmen.
„Fahren die Autos noch?” Unwillkürlich spähte Schneider aus dem Fenster. Er sah Scheinwerfer von Autos, die wie Käfer auf der Straße zu kriechen schienen. Schneider und Udo saßen zwanzig Stockwerke höher im Polizeipräsidium und kein Mord kam des Weges.
“Wenn nichts passiert, komme ich auf dumme Gedanken”, brummte Udo. “Wieso mordet denn niemand? Was denken sich die Leute eigentlich?”
“Wie auch immer”, Udo lehnte sich zurück. “Du wirst sicher früher nach Haus gehen, wo du doch Hochzeitstag hast.”
“Wa...? Hochzeitstag? Verdammter Mist. Hab ich doch glatt vergessen.” Schneiders Gesicht rötete sich. Er sprang vom Stuhl hoch und schlüpfte in seinen Mantel.
“Ich sause mal zum Blumenladen.”

Schneider stand wie ein begossener Pudel im Regen, zückte sein Handy und rief Udo an. “Heinrich hier. Ich komme nicht mehr zurück. Der Händler an der Ecke hat schon zu. Werde mir die Blumen im Hauptbahnhof besorgen.” Er setzte sich in sein Auto und fuhr los.

Er raste durch die Bahnhofshalle. Eine Frau rempelte ihn an. “Das ist doch...”, entfuhr es ihm. “Die Monika.” Die Frau trat zurück und lächelte.
“Wow!”, rief Schneider. “Du siehst ja aus wie damals! Ich hätte nicht gedacht, dass du es bist!”
Die Frau war jung, blond, gut gekleidet und wirkte nervös. “Ruf mich mal an, ich gebe dir meine Karte.” Sie kramte in ihrer Handtasche. Eine Pistole fiel heraus und knallte auf die Fliesen. Ein Schuss löste sich, traf einen Mann mit Hut und Spazierstock, der auf den Boden fiel.
 
“Oh”, rief Monika. “Das wollte ich nicht. War doch für meinen Ex!” Schneider rief Polizei und Ambulanz. Eine Menschentraube hatte sich um den alten Mann gebildet. Bahnpolizei löste die Menge auf. Sanitäter eilten mit einer Trage herbei und mit Mann und Trage wieder davon. Schneider und Monika wurden zur nächsten Wache gefahren. Dort wies sich Schneider aus und gab den Hergang zu Protokoll. Dann verabschiedete er sich hastig von Monika.
“Ich muss zurück zum Hauptbahnhof und Blumen für meinen Hochzeitstag besorgen.” Er wandte sich zum Gehen.
„Heinrich!“, rief Monika und streckte ihm eine Visitenkarte entgegen.

„Glück gehabt!“, rief Schneider, als er am nächsten Morgen ins Büro kam. „Noch Blumen bekommen. Ich habe Emma dann in Daniel Wischers Fischbratküche eingeladen. Sie war ganz aus dem Häuschen.“
„So eine Frau brauche ich auch“, meinte Udo. „Die bei Scholle mit Kartoffelsalat in Ekstase gerät.“
Schneider setzte sich an seinen Schreibtisch und holte die Utensilien aus der Schublade.
„In der Bahnhofshalle habe ich eine ehemalige Klassenkameradin getroffen.“ Er zog die Karte hervor. „Monika Schwarzmann. Sie sah genau so aus wie vor 30 Jahren. Hatte sich überhaupt nicht verändert. Deshalb habe ich sie nicht gleich erkannt.“
„Was?“ Udo rollte mit den Augen. „Sie sah genau so aus wie vor 30 Jahren und du hast sie nicht erkannt?“
„Alterszuschlag, Mann“, reagierte Schneider ungehalten. „Sie hätte doch anders aussehen müssen.“ Schneider hielt inne. „Irgendwas war da noch. Stimmt. Sie wollte ihren Ex erschießen.“
Schneider richtete sich auf. „Udo, da müssen wir aufpassen.“ Er erzählte Udo von der Pistole, aus der sich ein Schuss gelöst hatte und zog das Telefon zu sich heran. Schneider ließ sich mit der Polizeiwache am Hauptbahnhof verbinden. Nach einer Weile legte er auf.
„Die Waffe war registriert“, meinte er. „Und der Mann war nur hingefallen, weil die Kugel seinen Spazierstock getroffen hat. Monika wurde nach Hause geschickt.“
Udo machte sich an der Tastatur zu schaffen. „Hier ein Wikipedia-Eintrag. Monika Schwarzmann, Chemikerin, geboren 5.10.1966. Verheiratet mit einem Boris Schwarzmann“.
Udo sah zu Schneider herüber. „Und hier ist ein Bild von ihr. Darauf sieht sie eher aus wie fünfzig.“
Schneider ging um die Schreibtische herum, sah auf Udos Bildschirm und kratzte sich am Kopf.
„Unmöglich. Die Frau in der Bahnhofshalle sah aus wie 20. Das muss dann die Tochter sein.“
Schneider ging an seinen Platz zurück, sah auf die Karte und langte nach dem Telefon. „Udo, wir sollten sie mal besuchen.“

Monika Schwarzmann trug Jeans und einen Pullover im Schlabberlook. Darin sah sie noch jünger aus. Schneider und Udo saßen mit ihr in einem gemütlich wirkenden Wohnzimmer und tranken Tee.
„Fehlt nur noch Captain Picard. Der trank auch immer Earl Grey“, meinte Udo. Schneider rollte mit den Augen. Er zog den Ausdruck des Wikipedia-Eintrags aus seiner Tasche und schob ihn zu Frau Schwarzmann hinüber.
„Monika. Auf dem Foto siehst du älter aus. Wie hast du es hinbekommen, dich zu verjüngen?“
„Mein Geheimrezept.“ Monika sah die beiden Männer an. „Ich sage nur so viel:
Hormone.“ Die Frau fuhr sich mit den Händen durch das Haar. „Heinrich, du bist Polizist. Das wusste ich. Das Rezept ist in falsche Hände geraten. Mein Ex hat sich eine Kopie verschafft und eine Firma gegründet, die mit Badezusätzen handelt.“
„Und der Verdacht liegt nahe, dass er seine Bade-Öle mit deiner Mixtur anreichern will?“, fragte Schneider.
„Badedas, der Jungendspaß“, ulkte Udo.
Monika nickte. „Ich habe die Hormonzusammenstellung an Mäusen getestet, sie ihnen injiziert. Und erst danach an mir ausprobiert. Badezusätze ungetestet mit diesen Hormonen zu vertreiben ist verantwortungslos. Deswegen war ich so wütend und mit der Pistole in der Handtasche losgezogen.“
 
Udo erhob sich. „Die Mäuse, wo sind die?“
„In meinem Labor nebenan.“ Monika zeigte auf eine Tür. Udo öffnete sie, schaltete das Licht an und rief: „Uh, oh“!
„Was ist?“, fragte Schneider und sprang vom Sitz. Er ging zu Udo ins Labor. Sie sahen einen Käfig aus Plexiglas mit verschrumpelten Mäusekadavern.
 
„Monika!“, rief Schneider. „Irgendetwas stimmt wohl mit der Rezeptur noch nicht.“ Sie hörten ein Röcheln. Schneider und Udo liefen ins Wohnzimmer zurück. Monika lag zusammengefallen in ihrem Sessel. Spasmen durchliefen ihren Körper. Falten bildeten sich wie im Zeitraffer auf Gesicht und Armen. Sie riss ihre Augen weit auf. Dann bewegte sie sich nicht mehr.

Die beiden Polizisten starrten düster auf die Frau.
„Plötzlich und unerwartet…“. Schneider ließ die Worte im Raum stehen und griff zum Telefon.
„Ich rufe einen Krankenwagen.“ Er telefonierte und blieb für eine Weile stumm. Dann erhellte sich sein Gesicht und er schlug Udo auf die Schulter. „Badezusätze, wie? Da sag mir jemand noch mal, wir hätten nichts zu tun.“

Google und Roboter


Google engagiert sich in Robotics.

Letztes Jahr haben neben anderen eine Anzahl von Unternehmen gekauft, die sich mit der Herstellung von Robotern beschäftigen. Boston Dynamics, Schaft, Redwood Robotics, Meka Robotics, sind einige davon.

Hier einige Bilder mit Schaft Robotern. Die haben den letzten DARPA-Wettbewerb gewonnen.