Coversong Roads

domenica, maggio 21, 2006

Mit dem Titel ‘Adler des Geistes’

bezieht sich der Spiegel (20/2006) auf Philosophen der Aufklärung Voltaire, Diderot, Rosseau, Kant, denen neben anderen eine Ausstellung in Paris gewidmet ist.
Die Ausstellung läuft in der französischen Nationalbibliothek unter dem Titel ‘Aufklärung! Ein Erbe für morgen’ und der Artikel von Romain Leick darüber lässt einen darüber nachsinnen, was seit dem Beginn der Aufklärung auf der Erde schief gelaufen ist.
Aufklärung wurde von Kant wie folgt definiert: ‘Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.”
All das war schon im 18. Jahrhundert bekannt. Was haben wir inzwischen erreicht? Sind wir aufkgeklärt und in der Lage den Verstand ohne Anleitung zu benutzen?

giovedì, maggio 18, 2006

Deutscher Science Fiction Preis

Nominierungen 2006

Roman:

Baier, Michael R.Coruum – Volume 1(Verlag Michael Baier)
Jeschke, WolfgangDas Cusanus-Spiel(Droemer-Knaur)
Lehr, Thomas42(Aufbau Verlag)
Marrak, MichaelMorphogenesis(Bastei-Lübbe)
Strübing, VolkerDas Paradies am Rande der Stadt(yedermann)


Kurzgeschichte:

Erler, RainerAn e-star is born(in “Die Legende von Eden” – Visionen 2; Shayol Verlag)
Haubold, Frank W.Die Legende von Eden(in “Die Legende von Eden” – Visionen 2; Shayol Verlag)
Hebben, FrankMemories(in c’t 8/2005)
Iwoleit, Michael K.Psyhack(in nova 8; Verlag Nummer 1)
Iwoleit, Michael K.Planck/Zeit(in “Die Legende von Eden” – Visionen 2/ Shayol Verlag)
Jänchen, HeidrunElisa(in c’t 14 und 15/2005)

Küper, ThorstenSpiegelbild des Teufels(in “Die Legende von Eden” / Visionen 2; Shayol Verlag)
Küper, ThorstenWarten auf Kogai(in nova 7, Verlag Nummer 1)
Andromeda Nachrichten 210

Die Leute vom Science Fiction Club Deutschland (SFCD) haben Mühe, sich auf das Internet umzustellen. Anscheinend klappt es nicht, die Homepage mit Beiträgen zu füttern. Andromeda selbst hat seine Sparten wie Literatour, Cinema, Reisswolf, Perry Rhodan, Fantasy, Games, Fanzines, Cons und Stammtische, Science. Ich erspare mir, näher darauf einzugehen mit Ausnahme der in ‘Games’ aufgelisteten Computerspiele. Die mit Spielspaß 90% empfohlenen Spiele sind: Ankh, Black & White, Fable: The lost chapters, Peter Jackson’s King Kong, X Reunion. Zwei von Armin Rößler im Wurdack Verlag herausgebene Taschenbücher wurden besprochen. Golem und Goethe sowie Überschuss. SF-Stories natürlich. Ich finde es prima, dass Leuten, die SF-Stories schreiben, die Möglichkeit gegeben wird, ihre Geschichten vorzustellen.
Second Life, über 200.000 Personen führen ein zweites Leben im Internet. Sie bauen, machen Geschäfte, lernen sich kennen, lieben, gründen Familien, bekommen Kinder, werden alt. Alles Virtuell. Leserbriefe auf einen Artikel in einer der letzten Business Weeks über Second Life geben Einblick darüber, wie die virtuelle Welt immer mehr in unser Privatleben eindringt. Ein Leser schreibt, wie seine zwanzigjährige Ehe zu Bruch ging, als seine Frau sich in einen virtuellen Second Life-Residenten verliebte. Eine andere Frau schreibt, wie sie in Second Life mit ihrem Freund eine Familie gründet und dort Kinder bekommt.
Mir persönlich reicht es schon, wenn ich mit meinen virtuellen brasilianischen Freunden in den Chaträumen Musik mache oder mit meiner virtuellen Freundin Rita Gedanken austausche, in denen wir beide hoffen, dass Virtualität Wirklichkeit wird.

domenica, maggio 07, 2006

Puxa, nossa, portugiesische Donnerwetter

kommen mir über die Lippen und fließen in meine Tastatur, wenn ich mir die Fotos einiger meiner brasilianischen Freundinnen im MSN ansehen. Maria aus Fortaleza in ihrer Prallheit ist eine Bombe, die ich voller Lust im Bett explodieren ließe. Nur, sie hat sich in einen Italiener verliebt, dann schreckte er vor ihrer Schönheit zurück. Er flog ohne sich von ihr zu verabschieden nach Italien zurück. Nun betet er sie von dort aus an und macht ihr den Hof, will wieder zu ihr. Wenn er nicht kommt, dann komme ich.
Dann Mayssa, die jeden Tag im Cybercafé einen Europäer sucht. Sie fängt an, langweilig zu werden, ihr fällt nichts anderes ein als zu sagen, dass ich in ihrem Herzen wohne und sie in mich verliebt sei. Wenn sie das jeden Tag in die Tasten hämmert und ihr nichts weiteres einfällt, dann wird sie wohl bei niemandem eine Chance haben.
Und Irannaair, ebenfalls aus Fortalezza, eine melancholisch sensible Spinne, die in ihrem Haus darauf wartet geliebt zu werden, dass ich mich melde, dass ich zu ihr fahre. Sie schickte mir eines ihrer Liebesgedichte. Ich melde mich nicht, mehr, und sie wartet.
Und heute morgen in der Frühe trieb mich Angela aus Rio de Janeiro im Chatsaal 4 auf, während ich mit Theresa Musik machte, nachdem sie auf mich vergebens im Saal 9 gewartet hatte. Theresa, die ich heute kennenlernte wohnt ebenfalls in Rio. Eine hoffnuglslos romantische Frau, die Richard Kleydermanns Musik im Chatsaal ablädt. Über meine Einladung mit ihr in Rio einen romantischen Spaziergang am Strand unter Sternen zu machen, war sie entzückt. Wie ich denn ihre Musik fände, fragte sie. Sie meine den Kleydermann, der im Saal vor sich hinklimperte. ´Toll´, antwortete ich. Was hätte ich auch sonst sagen sollen? ´Ist es nicht seltsam´, fragte sie, ´dass es Menschen gitbt, die obwohl so weit voneinander entfernt, die gleiche Musik lieben und die gleichen Gedanken haben?´
Und zu Angela. ´Was machst du in diesem Saa?, bändelst du mit einer anderen Frau an?´ Eifersucht im Internet. Das hat mir noch gefehlt. Ich beschloss, unsere virtuelle Beziehung zu rekonfigurieren. Obwohl, wenn ich diesen Italiener bei meiner Sexbombe in Fortalezza erwische..................

domenica, aprile 30, 2006

Asimov’s Science Fiction, March 2006

Sieben Geschichten und the coolest thing of all war die Story ‘The kewlest thing of all’ von David Ira Cleary. Bis auf den Schluss, der die Story im Dämmerlicht der Verständnislosigkeit zurück ließ. Es geht um modische Accessoirs, die sich Personen in den Körper transplantieren lassen. Bonny Brood arbeitet für Terrance, dem Guro der Kewlest Bewegung. Sie soll Katelyn Sayed dazu überreden, sich mit dem neuesten Zubehör auszustatten, kostenlos. Mit Cellphones (Handys) auf den Handflächen, Fernsehempfang auf den Armen. Kurz und gut, einen digitalisierten Körper zu bekommen. Warum das alles, was steckt dahinter? Ich habe es nicht verstanden. Belassen wir es dabei. Der Schluss ist dürftig, doch bis dahin ist ein langer Weg und der Leser identifiziert sich zunehmend mit dem Protag, der Demütigungen aller Art auf sich nimmt, um im Trend zu liegen.

lunedì, aprile 24, 2006

So schön es wäre wieder eine Kurzgeschichte zu schreiben;

in Brasiliens Chaträumen ist es interessanter.

Vorgestern führte Maristella aus Manaus am Amazonas ihre Webcam vor. Einmal im Monat fährt sie fünf Stunden mit dem Bus und zwei Stunden auf dem Amazonas zu dem kleinen Dorf, in dem sie Kindern von 6 bis 14 Jahren das Lesen und Schreiben bei bringt. Sie hat den Kontrakt für ein Jahr. Fünf Tage pro Monat bleibt sie in Manaus, diesem Millionen Moloch von einer Stadt mitten in Amazonien. Und Vorgestern sah ich sie live mit ihrer Familie, Marsmenschen gleich, deren Form in Ungewissheit verschwamm. Brillen glühten in rötlichem Licht und Maristella sagte mir, die Webcam sei sehr alt. Ich glaubte es ihr. Ich fühlte mich unter ihrem Mikroskop. Meine Sony Webcam bringt mich gestochen scharf in ihr Heim und ich sehe nun diese verschwommenen Marsgestalten. Ist das gerecht?

Dann Marineide, Negra Gata aus Curitiba. Ich frage nach ihrem Namorado, auf deutsch Liebhaber und Marineide kann nicht an sich halten. “Er hat aufgelegt, einfach aufgelegt als ich anrief.” “Seine Frau stand wohl neben ihm”, meinte ich. Gestern versprach sie mir eine ‘noite de amour’. Nun gut, erst mal dahin kommen.

martedì, aprile 18, 2006

Analog, Science Fiction and Fact, March 2006

Editor Stanley Schmidt schreibt über logische Durchgängigkeit eines Plots und zieht dazu die amerikanische Fernsehserie ‘House’ heran. Gregory House ist eine Krankenhausarzt, der mit Kriminalfällen konfrontiert, diese auf seine Weise löst. Irgendwo habe ich eine Folge gesehen. Da ich nicht viel auf Fernsehen gebe, kann ich nicht sagen, ob Schmidt mit seinen Behauptungen richtig liegt.

In John Barnes ‘The little white Nerves went last’ gibt es ein Wiedersehen mit seinen Figuren. Nur, wenn einige Monate zwischen den Stories liegen und der Autor voraussetzt, dass der Leser noch weiß, was sich in der vorhergehenden abgespielt hat, dann läuft er mit seiner Geschichte auf. In seinem wissenschaftlichen Beitrag ‘Worlds enough’ berichtet Joel Davis von den Schwierigkeiten, unser Sonnensystem gegen die Himmelskörper abzugrenzen, die mit dem Pluto im Kuiper Belt um die Sonne kreisen. Von Objekten wie Charon, Sedua, Quaor usw. Von den Stories hat mich keine von Hocker gehauen.

lunedì, aprile 17, 2006

Disc Jockey im Chatsaal Nummer 18

Und zwar im brasilianischen. Es geht mit Midis, jenen kleinen Musikdateien, die mit Mikrosofts Mediaplayer abgespielt werden koennen. Mit paste, oder colar, wie es auf portugiesisch heißt, kann man den URL eines Schlagers, der auf einer Midi-Website steht, in das Eingabefeld des Chatraumes stellen. Ich probierte es in einem leeren Saal aus und es funktionierte nicht. Was war da los? Die Info holte ich mir in dem Saal, in dem Pornofotos gezeigt wurden. Da stand es. Eckige Klammern um den Pfad. In meinem Fall [http:// .mid]. Dann lief es, ich hörte meine Musik und besuchte einen vollbesetzten Saal für Leute über 50 Jahre. Ein paar Damen machten Musik und ich reihte mich in die Liste ein. Flor perfumada, Morena gostosa, Klaus, anjo de noite. Und ich war Diskjockey.

Zur Zeit stelle ich mir eine Midiliste mit einigen Fetzern zusammen.

Eines Abends, es war bei mir so gegen 23 Uhr, in Brasilien 18, und ich machte im Saal 18 Musik, sagte Luisa, dass sie nun beten wollten. Die Damen machten eine Gebetsliste. Jede daraus trug eine Zeile aus dem Vaterunser vor und ich machte mich davon.

venerdì, aprile 14, 2006


ADSL in Sicht.

Das Modem habe ich schon. Ende April wird bei uns auf dem Land die asynchroneous digital subscriber line (ADSL) aktiviert. Hoffentlich. Ich brauche dafür einen zusätzlichen USB Slot, kaufte mir einen Hub, und prompt blieb Windows stehen. OK, es ist noch Windows 98, second edition. Irgendwann muss ich wohl doch auf XP umsteigen, obwohl es nächsten Januar das neue Operations System Vista von Windows geben soll. Schon mehrere Male von Windows hinausgezögert. Microsoft wurde unbeweglich.


YouTube

Eine Website, auf der Interessenten ihre Videos vorstellen können. Unglaublich, lt. Business Week zeigt sie um die 30 Millionen Videos pro Tag.

Berlusconi out

Es sieht so aus als habe die Linke in Italien gewonnen. Die gleichen grauen Gesichter, welche vor fünf Jahren abgewählt worden waren. Berlusconi, ein vitaler Clown, hat seine Regierung immerhin über die Legislaturperiode gebracht. Nun kommt Prodi an die Reihe. Ich bezweifle, dass er die nächsten fünf Jahre durchsteht.

sabato, aprile 08, 2006


Stanislaw Lem RIP

84 Jahre ist er alt geworden und nun gestorben. Ich habe den SF-Roman ‘Fiasko’ von ihm. Sein Buch ‘Solaris’ wurde zwei Mal verfilmt. Lt. Spiegel Nr. 14 meinte er, ‘diese Welt setzt sich zum großen Teil aus Verrückten und Idioten zusammen und unser Schicksal hängt weitgehend von diesen Idioten ab’. Recht hat er.

venerdì, aprile 07, 2006

Verpennter Flug nach Hamburg.

Wollte zum 90. Geburtstag meiner Mutter nach Hamburg fliegen. Dann stand ich in Bologna vor einem leeren Flughafenschalter der KLM. Die Alitalia Dame sagte mir, er sei schon geschlossen. Ohne Bordkarte kam ich nicht zum Flugzeug. Also zurueck nach Haus.Als ich auf dem Flughafenparkplatz in den Wagen stieg fiel mir auf, dass ich das Licht im Wagen hatte brennen lassen. Flug verpasst aber volle Batterie. Das tröstete mich.
Meinen brasilianischen Chatparterinnen erzählte ich, ich wäre bis zum Sonntag nicht erreichbar, ich sei in Deutschland. Nun bin ich nach wie vor in Italien, wäre erreichbar und lasse bis Montag nichts von mir hören.

sabato, aprile 01, 2006

Unter dem Titel ‘Are you what you post?’

berichtete die Business Week vom 27. März, wie Personal Chefs Google benutzen, um die Persönlichkeit eines Bewerbers zu überprüfen. Alles was man im Blogs, in Social Networks wie ‘MySpace’, oder überhaupt im Internet unter seinem Namen postet, kann gegen einen verwandt werden. Wenn es mit den Angaben in der Bewerbung nicht übereinstimmt, wenn jemand schwadroniert, dass er bei der Arbeit im Internet chattet, wird er nicht berücksichtigt, bzw. Gefeuert. Also Leute, wenn Ihr nicht unter einem Nick oder Avatar postet und euer Internet-Doppelgänger anders auftritt ist als Ihr, denkt daran ‘Feind hört mit’.

venerdì, marzo 31, 2006

Vor zwei Tagen brach der Frühling über uns herein.

Rasen mähen, Garten umgraben, plötzlich musste ich ran, und das bei meiner Muskelzerrung, die ich mir im Fitnessclub hinzugezogen hatte. 30 Tage Pause, was wird aus meiner Strandfigur? Zum Glück reicht es noch zum Radfahren,.... und zum Umgraben. Inzwischen schält sich so etwas wie eine Reiseroute für Brasilien heraus. Doch Flexibilität ist angesagt, denn die Namen, die Anzahl, der Standort meiner brasilianischen Chat-Partnerin wechselt von Tag zu Tag.
Maysa hatte nur einen Tag ausgesetzt. Nach wie vor mag sie meine Komplimente. Ihrem Franzosen traut sie nicht über den Weg. Wieder hat sie einen Italiener, einen einen Pfundskerl, so schreibt sie. Ich sei jedoch noch immer ihr Favorit. Dann könne er ihren Busen und damit mein Kopfkissen ja noch weiter vergrößern, meinte ich. Maysa lachte.
Ich sagte ihr zu, bei meinem Friseur für sie Reklame zu machen. Sie will doch einen Italiener heiraten. Gesagt, getan. Ich hinterließ ein Dutzend von Maysas hotmailadressen. Sollte sich jemand für sie interessieren: maysaregina_5@hotmail.com Flexibilität ist alles. Ich tippe im MSN auf drei Kanälen. Mit Krankenschwester Beth betreibe ich virtuellen Sex, mit Eline diskutiere ich über die Armut in Brasilien, und Mareide erzählt mir, dass ihr Freund mit ihr Schluss gemacht hat. Ich setze meine virtuellen Körperteile für die Völkerverständigung ein: offenes Ohr, starke Schulter, strammer Schwanz in Parallelverarbeitung.

sabato, marzo 25, 2006

Mayssa oder eine kurze Telenovela

Mayssa aus Paulo Afonso in Bahia, Brasilien, so um die 25 Jahre alt. Ich lernte sie im brasilianischen Chat-Room von UOL kennen. ‘Oi, tudo bem?’ ‘Tudo, vocé tc de onde?’ ‘Que idade’?
Da wird es mulmig. 66, bin pensioniert, verheiratet und bin hier um portugiesisch zu ueben. Die meisten jungen Frauen springen dann ab, Mayssa blieb. Dann wollte sie mich heiraten. Ging nicht, bin ich doch schon. Verheiratet. Dann wollte sie zu mir ziehen. Geht auch nicht. Das Haus gehört meiner Frau.

Wir stiegen um auf MSN, chatteten weiter und schalteten unsere Webcams ein. Mayssa sieht gut aus. Kurze Haare, gelbes T-Shirt mit der brasilianischen Flagge auf der strammen Brust und ein süßes Lächeln. Sie saß im Cyber-Café und bat mich dann um Rat, während die Emoticons in Form von Küssen, Blumen, Sternen und Herzen zwischen uns hin und her flogen. Sie habe einen Italiener kennen gelernt, der sie heiraten wollte. Sollte sie zu ihm hin fahren. Ich sagte ja, mach das. – Den Tag darauf war es ein Franzose. Ende April wollte er sie vom Flughafen abholen, solle sie dahin fliegen? Ich sagte ja, mach das.

Abends war Mayssa mit einem kleinen Kind zu sehen. ‘Sie ist blond, ist meine Nichte’. Nach zehn Minuten war die Kleine Mayssas Tochter. Dann tauchte ein kleiner dunkelhaariger Junge auf. ‘Er hat dunkelbraune Haare, ist mein Neffe’. Ich fragte nicht weiter. Mayssa fing an zu weinen. ‘Der Franzose ist wütend auf mich.’ ‘Warum’, fragte ich. ‘Weiß ich nicht. Er will mich erst Ende Oktober vom Flughafen abholen.’ Schon ist ein Tag vergangen, ohne dass ich Mayssa gesehen habe. Sie fehlt mir.
Meinen Orkut-Account habe ich gelöscht.

War nichts für mich. Flach, fade und schlecht organisiert. Von außen ist Orkut attraktiver als von innen, so meine ich. Er erhält seinen Reiz, dass man nur durch die Einladung eines Mitglieds dort hinein kommt. Je mehr Freund man einlädt, desto größer das persönliche Netz. Aber der persönliche Nutzen? Es gibt Communities, Gemeinschaften also, in die man sich eintragen kann, sagen wir mal von ‘Led Zeppelin’ bis ‘warum liebe ich one-night stands?’ Klicke ich die Kategorie ‘Kultur’ an bekomme ich wieder ‘Led Zeppelin’ und die ‘one-night stands’ präsentiert. Was soll das, fragte ich mich und löschte meinen account.

martedì, marzo 21, 2006

Es begann mit Senhora X,

mit wem endet es? – Sprachen lernen gefällt mir, so steht es in meinem Profil. Den Spanisch-Kurs nehme ich in Ferrara und vor gut einem halben Jahr versuchte ich diesen durch eine Mitgliedschaft in der Yahoo-Mailing List Cervantes zu komplementieren. So weit so gut. Die Liste hat um die 1800 Mitglieder, um die 40 davon sind aktiv. Mit Namen, Alter und Wohnsitz stellte ich mich dort vor und die guten Seelen boten an, mir bei jedweden Fragen zur spanischen Sprache zu helfen. Dann erhielt ich eine Privatmail von Senhora X, die sich anbot meine Freundin zu werden. Jetzt habe ich über zwanzig. Natürlich alle virtuell. Senhora X schrieb ein derart schlechtes spanisch, dass ich mir vor nahm, portugiesisch zu lernen. Jetzt schreibe ich es besser als spanisch. So viel zum Spanisch Kurs.
Gestern lud mich Simone in den

sabato, marzo 18, 2006

CIA ändert Wikipedia-Einträge

Lt. Business Week (March 13, 2006) wurden CIA-Agenten dabei erwischt, Wikipedia-Einträge über Bill Clinton zu ändern. “Er ist dümmer als seine republikanischen Vorgänger”. Der Eintrag stammt von einem CIA-Computer. Geschichte wird auch vom Justice Department, dem Marine Corp und der Navy in Wikipedia umgeschrieben.Noch keine Orwellschen Zustände. Weiß ist noch nicht schwarz, 2 + 2 noch nicht 5. Warten wir es ab.

lunedì, marzo 13, 2006


Bubba und Kikki

Als ich im letzten Spiegel (10/2006) das Spiegel Gespräch “Zellen zum Gedankenlesen” mit Vilayanur Ramachandran las, fand ich die Wörter Bubba und Kikki. Ich fand sie wieder, denn vor mehr als einem Jahr las ich sie im Scientific American, in Ramachandrans Artikel über die Entwicklung der Intelligenz und Sprache unserer menschlichen Vorfahren. Ich machte damals eine kleine Story daraus. Hier ist sie:

Durchbruch

“Mergentheimer!” Der sah hoch. Dr. Stillers Gesicht war so ausdruckslos, wie es dessen Falten zuließen. “Ich hatte Sie doch gestern darum gebeten, Ihren Platz auszuräumen und zu gehen.” Stiller nickte dem Sicherheitsbeamten zu. “Tom, Doktor Mergentheimer wurde fristlos gekündigt. Der Mann hat genug Institutsgelder verschleudert. Sorgen Sie dafür, dass ich diesen Menschen nicht mehr sehe, wenn ich in einer Viertelstunde wieder komme.”
Die Äffin Viola hüpfte über die Labortische, sprang auf einen Schrank. “Tom.” Mergentheimer reckte seinen Hals und sah zu dem Mann hoch, der sich den Kragen unter der Uniform lockerte und von einem Bein aufs andere trat. “Tom, lassen Sie mich wenigstens die Viertelstunde weitermachen.” “In Ordnung, Doktor. Aber bevor Dr. Stiller hier auftaucht, sind Sie draußen.” Mergentheimer deutete auf zwei Bilder auf dem Tisch. Schwarze Kleckse auf weißem Papier? “Tom, sehen Sie. Ein Klecks hat Rundungen, der andere Zacken. “Nun sage ich zwei Wörter: Bubba, Kiki. Welches Wort passt zu welchem Klecks?” Tom kratzte sich am Kopf. “Also, ich würde sagen. Bubba ist der runde, Kiki der kantige.” Mergentheimer nickte aufgeregt. “Sie gehören zu den achtundneunzig Prozent, die das so sehen. So hat sich Sprache entwickelt. Sensorische Areale unseres Gehirns, vor allem der Gyrus Angularis, sie sind mit dem Sprachzentrum verbunden und assoziieren ‘Bubba’ mit einer runden, weichen Form und ‘Kiki’ mit einer kantigen, scharfen. Menschen fingen an, auf diese Weise Wörter zu bilden. Und Tom”, Mergentheimer zeigte auf Viola, die sie vom Schrank herab beobachtete. “Das Affenhirn besitzt die gleiche Struktur, die wir in jener Zeit hatten. ” “Viola”, rief Mergentheimer und streckte ihr die Bilder entgegen. “Bubba! Kiki! – Viola!”, Mergentheimers Stimme wurde schrill. “Was ist Bubba!, Was ist Kiki? Nun sag schon.” “Doktor.” Toms Gesicht legte sich in mitleidige Falten. “Affen können nicht sprechen.” “Aber sie kann doch mit der Hand darauf deuten. Viola, Bubba! Kiki!” Viola sah von einem zum anderen. “Und sie versteht auch nicht, was Sie sagen.” Tom schnallte seinen Waffengürtel ab und legte ihn auf den Tisch. “Ich geh mal austreten. Wenn ich wiederkomme, muss ich Sie vor die Tür setzen.” “Bubba! Kiki!” Viola starrte auf den kleinen Mann, der sich kopfschüttelnd hinsetzte. Dann griff Mergentheimer nach Toms Pistolengurt, zog die Waffe hervor und legte sie vor sich auf den Tisch. Aus Violas Perspektive sah sie eher kantig aus, dachte er und zeigte mit dem Finger darauf: “Viola, Bubba, Kiki!” Wie ein Blitz sprang die Äffin vom Schrank, griff nach der Pistole, zielte auf Mergentheimers Kopf und drückte ab. Als Tom ins Labor zurückkehrte, lag Mergentheimer auf dem Boden und hörte, dass Viola einen zweiten Schuss abfeuerte. Er sah, wie die Äffin die Pistole an ihrem Fell abwischte. Dann beugte sie sich zu Mergentheimer hinab. Erstaunen war das Letzte, was dessen Bewusstsein ausfüllte, als Viola ihm die Pistole in die erkaltende Hand drückte, ihre Zähne fletschte und grunzte: “Bang-bang.” Dann sprang Viola auf den Schrank zurück und sagte kein Wort. Und das blieb auch so.

venerdì, marzo 10, 2006


Konvergenz der Armut

Das was Che Guevara auf den Kriegsfahrt getrieben hatte wurde von Walter Salles mit dem Titel ‘The Motorcycle diary’ verfilmt. Interpreten sind: Gael García Bernal, Rodrigo De la Serna, Mía Maestro - Es geht um Einträge Ches während seiner 6200 km langen Motorradfahrt, die er mit einem Freund von Argentinien nach Venezuela unternahm.
Wir sahen den Film in dem italienischen Kulturzirkel, der von der Mittelschule de Pisis für Ausländer eingerichtet worden war. Armut, Ausbeutung waren es, die Che während seiner Fahrt überall in Lateinamerika sah, die ihn an die Seite Fidel Castros und später in die Wälder Boliviens getrieben hatte, wo er getötet wurde.
Letzten Donnerstag fuhr ich nach Ferrara, wo der Film in der Bibliothek Rodari besprochen wurde. Die Handlung war glaubhaft, warum auch nicht, basierte sie doch auf Ches Tagebüchern. Die sich eine Woche den Film mit mir zusammen angesehen hatten, waren um die zehn Personen. Zur Durchsprache waren nur drei erschienen. Nun denn, die Handlung des Filmes spielte in den 60ern.
Was die Konvergenz der Armut betrifft, so stieß ich in der letzten Ausgabe des Spiegels auf den Beitrag, der unter dem Titel ‘Armes Deutschland’ schildert, wie Arbeitslose aus Schöneberg in der Ausgabestelle der Evangelischen Philippus-Nathanael-Kirchengemeinde Carepakete aus Kenia entgegennehmen. Schon toll, was die Politik aus Deutschland gemacht hat.

lunedì, marzo 06, 2006

Interzone, Britain’s longest running Science Fiction Magazine

Stimmt. Dies ist Ausgabe 202 auf Hochglanzpapier und farbig.
Mein Favorit unter den Stories war F. Gwynplaine MacIntyres ‘Sundowner Sheila’. Protag ist Bodger. Er schaufelt Löcher und Gräben an einem Platz auf einem Planeten unter einer ständigen Mittagssonne. Bodger wurde für diese Tätigkeit aus Leichent5eilen von Kriminellen konstruiert, und in seinem Hirn gibt es widersprüchliche Ansichten, aus dem Bewusstsein unterschiedlicher Toter.
Dann kommt Sheila mit ihren Gehirnuploads aus dem Ort. Upgrades für Bodgers Hirn, aber auch für das von Dicko, Bodgers Supervisor. Sheila geht mit Dicko, auch einem zusammengebauten Humanoiden, ein Verhältnis ein. Das sieht Bodger nicht gern und er bringt Dicko um, während er sein Gehirn mit Dickos Hirninhalt und dem Upload bestückt. Bodger und Dicko in einem Kopf. Und dann kehrt Sheila zurück. Sollte ich noch weiter erzählen?
In seiner Filmkolumne ‘Mutant Popcorn’ schreibt Nick Lowe über folgende Filme:The Brothers Grimm, Sky High, Ghost in the Shell 2: Innocence.
Was Computerspiele angeht, soll Myst V in den Läden sein. Ich muss mal wieder alle Myst durchspielen, die ich habe. Ich meine, es seien 4. Einige liefen nicht unter Myst wie z.B. Riven.
In Sarah Ash’s Mangazone werden Tsubasa: Reservoir Chronicle Vol. 1-7 undXxxHolic Vol. 1-6 besprochen.
John Clute nimmt sich folgende Bücher vor: Alexander Irvines The Narrows, The Life of Riley und Terry Bissons Dear Abby, Greetings und Numbers don’t lie. Es gibt einen Sack weiterer Buchbesprechungen, die ich mir aufzuzählen verkneife.
Fazit, unter den Stories gibt es einige, die das Geld für Interzone wert sind.

venerdì, marzo 03, 2006

Chatroom auf Sparflamme

Nachdem ich mich in meiner exuberanten Art in brasilianischen Chatrooms tummelte, habe ich diese Episode wohl zum größten Teil hinter mir. Zum Schluss hatte ich in meiner MSN-Liste so viele Personen, dass ich die Übersicht verlor, wenn sich eine von ihnen meldete. Eine wollte virtuellen Sex, eine andere mir helfen, portugiesisch zu lernen, weil ich sie an ihren Vater erinnerte, eine andere wollte eine Kind von mir. Das war diejenige, der ich am ersten Tag noch erzählte, ich sei vierzig Jahre alt. Das habe ich mir nachher abgeschminkt, weil es einfach nichts brachte, die Frauen in die Irre zu führen.

Heute habe ich reinen Tisch gemacht. Im MSN alle Personen aus dem Verzeichnis geloescht. Die mit mir chatten wollen, melden sich ohnehin, und die anderen sind Kartei-Leichen. Ach so. Und einer Oma aus dem Staat São Paulo helfe ich, dass sie bei der Kurie von Lucca in Italien die Geburtsurkunden ihres Grossvaters beglaubigen lassen kann. Ich sprach mit dem Bischof, der Telefonzentrale und dem Kanzler der Kurie. Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen, ich bin jedoch guter Dinge.

Und das alles geht nur, weil der Telecom Italia jetzt eine Flat-Rate für meine Dial-Up Telefongebühren bezahle. ADSL haben wir immer noch nicht. Jedoch, dass ich den ganzen Tag das Internet im Abo benutzen kann, ist doch schon ein Fortschritt.

lunedì, febbraio 20, 2006

Nachbarn

Patty, die Schäferhündin meines Schwagers hatte drei Junge geworfen. Eines davon war zu schwach, um allein zu den Zitzen der Mutter zu finden, so machte sich meine Frau daran ihm zu helfen dahin zu kommen. Auch des Nachts.
Es war so um zwei Uhr nachts, ich lag in tiefem Schlaf, als hinter meiner Frau die Tür des Hundezwingers ins Schloss fiel. Und fürchterlich muss der Lärm gewesen sein, den sie geschlagen hatte, nachts um zwei, von dem ich nichts mit bekam. Allein der Nachbar, denn er rief die Frau meines Schwagers an. “Etwas rummst da in Ihrem Garten, ich bekomme kein Auge zu.” Und mein Schwager begab sich zu seinen Hunden, sah meine Frau und befreite sie aus dem Zwinger.
Um den Nachbarn freundlich zu stimmen und für die gestörte Nachtruhe zu entschädigen, machten sich am Morgen darauf mein Schwager und meine Frau mit einer toten Ente und einem Kuchen auf den Weg. Und damit nahm das Unheil seinen Lauf; denn am nächsten Abend standen der Nachbar und seine Frau mit einem Tablett von Schmalzgebäck vor unserer Tür.
Meine Frau verbrachte eine schlaflose Nacht mit der Überlegung, wie sie diese Schuld ausgleichen konnte und am nächsten Tag fing sie an Frapees zu backen.
War der Nachbar damit zufrieden, wurde die Schuld ausreichend getilgt? Ich weiß es nicht. Während meine Frau die Fernsehabenteuer des jungen Supermanns in ‘Smallville’ verfolgt und ich diesen Eintrag schreibe, läutet die Türglocke.

sabato, febbraio 18, 2006

Phantastisch 1/2006

Horst Illmer berichtet über Neuerscheinungen phantastischer und SF-Literatur auf dem deutschen Markt.
In seinem Beitrag ‘Werkstattnotizen’ schreibt Andreas Eschbach darüber, wie ein Autor mit freier Zeit umgeht: Mit Schreiben von Notizen: ‘Gedanken, Beobachtungen, Tagebuchnotizen, Informationen, Wortspielen, Sätzen, die ihm gefallen, ungewöhnliche Namen, Ideen, Ideen zu Ideen, Variationen von Ideen’. Soweit Eschbach. – Auch daran sehe ich, dass ich kein Autor bin. Denn ich hänge in einem brasilianischen Chatroom, schreibe simple, portugiesische Sätze in der Hoffnung, dass sie einmal komplizierter werden.
Matita Lang und Horst Illmer berichten über die ‘Wetzlarer Tage der Phantastik’.
Dirk von den Boom und Carsten Kuhr interviewen Lois McMaster Bujold.
Ulrich Bode schreibt über den Autoren Pieere Bordage.
Thomas Harbach interviewet den Filmregisseur Rainer Erler.
Unter ‘Meister der phantastischen Literatur’ zeichnet Achim Schnurrer ein Portrait von Leo Perutz. Olaf Funke spricht mit dem Comic-Autoren Uli Oesterle.
Thomas Harbach interviewt SF-Autoren Spider Robinson.
Nicole Rensmann interviewt Christoph Marzi und zum Schluss gibt Götz Roderer in seinem Wissenschaftsbeitrag Auskunft über Luca, den ‘Last universal common ancestor’.

Wie immer ist Phantastisch eine Ausgabe, die ihre Leser auf über sechzig Seiten intelligent unterhält. Hier die Webseite.

mercoledì, febbraio 15, 2006

Schreib-Lust Print, Jahrgang 2 - Ausgabe 4

Man muss es Andreas Schröter lassen, der Mann engagiert sich. Nicht nur, dass er eine erfolgreiche Webseite aufgebaut hat, in der sich jeden Monat bis zu vierzig Personen am Wettbewerb zu einem gestellten Thema beteiligen. Er gibt auch Bücher heraus. Zwar langsam, weil es kein Zuschussgeschäft sein soll, und die Kosten erst wieder hereinkommen müssen, bevor ein weiteres Buch aufgelegt wird.
Um die Aktivitäten abzurunden gibt es Schreib-Lust Print, die vierteiljährlich erscheinende Literaturzeitschrift. Es werden die drei besten aus einem Monatswettbewerb hervorgegangenen Geschichten abgedruckt. In der Februar Ausgabe war ich mit ‘Jetzt ist er da’ vertreten. Die nächsten Ausgaben wird es nichts. Ich schreibe zur Zeit nur Messages im Internet, auf spanisch und portugiesisch. Als Anfänger. Zum Schreiben von Geschichten komme ich nicht. Vielleicht klappt’s wieder in einem Jahr.
Über die Geschichten hinaus gibt es Artikel wie Sissi meets Schreib-Lust, Die Angst des Autors vor dem Schreiben, Nobelpreis für Literatur, Hilfe, wie finde ich einen Charakter, Vier neue Bücher, Tipps, Tipps, Tipps. Die mail-adresse für ein Abo ist postmaster@schreib-lust.de.
Asimov’s Science Fiction, January 2006

Editor Sheila Williams berichtet vom SF-WorldCon in Glasgow. Diese Berichte fangen an zu langweilen. Himmer, die Convention fand letzten August statt und jetzt ist Februar. Robert Silverberg befasst sich in seiner Kolumne ‘Reflections’ mit futuristischer Küche. Anscheinend gehen auch ihm die Themen aus. Von den Geschichten gefiel mir die von Allen M. Steele: ‘World without End, Amen’.
Ein Mann mietet ein Hotelzimmer, geht auf den Balkon und springt, obwohl Alfred ihm davon abrät, in ein Sicherheitsnetz. Später sitzt er beim Psychiater. Wer ist der Mann, wer ist Alfred? Der Mann beim Psychiater ist Dr. Lawrence Kaufman, Alfreds Schöpfer. Alfred, von Kaufman in einem Netzwerk unter Verschluss gehalten, ist nunmehr allgegenwärtig, von einem Hacker in das Öffentliche Netz entlassen. Kaufman hielt Reden, warnte, dass Alfred sich gegen die Menschen wenden würde. Doch es kam anders. Alfred hält die Erde am Laufen. Er regelt alles, was es zu regeln gibt. Wieso hatte Kaufman sich so irren können. Er fiel in Depressionen und sitzt wieder einmal beim Psychiater.
Es weitere gute Geschichten in dieser Ausgabe. Doch von einer zu erzählen reicht mir.

domenica, febbraio 12, 2006

Vector, The critical Journal of the Britsh Science Fiction Association Jan/Febr 2006

Science Fiction teilt sich in diverse Untergruppen, die, wenn sie neu sind, von angelsächsischen Autoren zu Movements hochstilisiert werden. New Weird, und nun Mundane SF.
Vector druckte das ‘Mundane Manifesto’, aus dem hervorgeht, wie sich einige SF-Autoren die ‘weltliche SF’ vorstellen. Ohne außerstellare Raumfahrt, ohne Aliens, ohne Zeitreisen, ohne Dinge also, die es nach heutigem Ermessen nicht gibt. Themen sollten die Zukunft auf der Erde behandeln. Und nur die.
So ist es also, so meine ich, wenn man der Phantasie einen Riegel vorschiebt. Die Leute werden wohl unter sich bleiben. Hier die Titel von zwei in Vektor empfohlenen Büchern:

Gardner Dozois (ed) – The Year’s Best Science Fiction Twenty-second Annual Collection.
Steven Erikson: Fishing with Grandma Matchie

martedì, febbraio 07, 2006

Matrix, News and Reviews for the British Science Fiction Association, Jan/Febr. 2006

Ist das Nachrichtenmagazin der BSFA, dünner als Andromeda Nachrichten und interessanter. Die Gewissheit, dass man sich nicht wie bei Andromeda durch einen Wust von Seiten mit uninteressantem Inhalt hindurch fressen muss, lässt einen froh gestimmt in den Inhalt tauchen. Beiträge wie den von Stephen Baxter, einem englischen SF-Autoren, der sich in seinem Artikel auf kosmische Interventionen bezieht, halten das Interesse wach. In diesem Falle handelt es sich um Zusammenstöße der Erde mit anderen Himmelskörpern, so wie sie in zahlreichen SF-Romanen und –Filmen geschildert worden waren.
Matrix enthält auch keine Beiträge des Vorstandes, die wie in Deutschlands Andromeda mit ‘Liebe Mitglieder’ anfangen. Die Andromeda-Leute sollten das unterlassen und versuchen, das Magazin auch anderen Leserkreisen zugänglich zu machen. Dafür hat Matrix die besseren Chancen.
Andromeda Nachrichten 109

Das Fanzine des Science Fiction Club Deutschlands ist auf DIN A 4 Format umgestiegen. Jetzt besitzt es ein Redakteur-Team, um die Arbeit aufzuteilen. Ein guter Einfall, so meine ich. Wenn einer die Lust verliert, sind die anderen noch da. Schließlich geht eine Menge Privatzeit drauf. Uwe Post, der bei http://www.kurzgeschichten.de die Science Fiction Geschichten betreut, schrieb in einem Leserbrief, dass er die Andromeda Nachrichten nicht lese. Zu uninteressant. Doch was hilfts, der SFCD, der in den 50er oder 60er Jahren ins Leben gerufen worden war, ist in der Zeit eingefroren. Es müsste eine Leserumfrage her, die herauszufinden versucht, was von dem Sparten wie Fantasy, Maddrax, Kasse, Literatour,Perry Rhodan, Phantastisches Hörspiel usw. noch gelesen wird. Die Spartenredakteure geben sich alle Mühe. Wofür, für wen?

sabato, febbraio 04, 2006

Wie komme ich zur Strandfigur?

Entweder, man ist eitel oder nicht. Das hört auch im Alter nicht auf. Während, wenn ich mein Gesicht von vorn fotografiere, ich wie Freddy Krüger auf der Flucht aussehe, ist mein Profil noch passabel. Jetzt geht es um den Rest von mir. Seit fünf Jahren hatte ich keinen Fitness-Club mehr besucht. Ich fahre zwar jeden Tag mit dem Fahrrad, nur nützt das nichts, wenn meine Arme beim fünfminütigen Halten der Lampe gegen die Badezimmerdecke zu zittern anfangen.
Heute ging es los mit Pressa 45, Leg Extension, Leg Curl, Lat Machine Avanti, Pulley, Chest Press, Delts Machine, Bicipiti Manubrio, Multi Station Dritto, Crunch Rom, Crunch und Iperextension. Schon fühle ich mich anders, und im Sommer bin ich runderneuert.

giovedì, febbraio 02, 2006

Chat mit Senhora X

MSN, der Instant Message Service ließ mich mit Senhora X in Brasilien chatten, auf portugiesisch. So fehlerhaft das sprachlich von meiner Seite geht, so interessant war es jedoch. Senhora X ließ sich für eine viertel Stunde von ihrer Arbeit abhalten. Sie bereitet eine Konferenz vor, die sich mit der Verbesserung der Lebensbedingungen der Schwarzen in São Luis beschäftigt. Spricht man von der gelungenen Integration der Rassen in Brasilien, so ist das nur die halbe Wahrheit. Schwarze leben auch dort oft am Rande des Existenzminimums.

Fantasy & Science Fiction, January 2006

Kathi Maio bespricht den Film ‘The Brothers Grimm’ und verreisst ihn. Regisseur Terry Gilliam hat anscheinend alles falsch gemacht.
Was die Geschichten angeht, erwähne ich zwei von ihnen, die mit ihrem Inhalt die Paranoia der U.S.A. wiederspiegeln. In ‘The Boy in Zaquitos’ wird der Protagonist, der von Jugend an davon träumte, für den Geheimdienst zu arbeiten, von diesem als Vektor, als Überträger von Krankheiten dazu benutzt, diese in linksgerichteten Ländern zu verbreiten und die Regierungen dadurch zu destabilisieren. Als lebende Seuchenbombe hustet er in die Abteile von Zügen, verbreitet seine Krankheit, gegen die er selbst immun ist, in Kaufhäusern, auf Bahnhöfen. Doch hinterlässt diese Tätigkeit auch in ihm ihre Spuren.
In ‘A Daze in the Life’ von Tony Sarowitz vermietet der Protag die Leistung seines Hirns, wie viele andere auch, an die amerikanische Regierung. Er trägt Capp, eine elektronische Kappe auf seinem Kopf, welche eine Regierungsorganisation befähigt, mit seinem Gehirn Arbeiten durchzuführen, von denen der Protag nichts mitbekommt. Als zum ersten Mal das Bild einer Frau in seinem Bewusstsein auftaucht, verliebt er sich in sie. Das Bild erscheint immer öfter, dann sieht er sie in einer Bar. Damit gewinnt die Geschichte an Fahrt. Der Protag findet heraus, dass diese Frau wie viele andere Menschen auch, von der Regierung überwacht wird.
Vermutlich werden immer mehr Science Fiction-Stories auftauchen, welche die Tätigkeiten amerikanischen Sicherheitsbehörden wie Homeland Security, den CIA und andere zum Inhalt haben. Wenn die U.S.A. zu einem Überwachungsstaat verkommen sind, ist es keine SF mehr.

martedì, gennaio 31, 2006

In den Chatrooms Brasiliens

Chatroom heißt Sala Bate Papo. Ja nun, ich lerne dazu. So mache ich mich 26 Jahre jünger und gehe hinein. Bate-papo heißt Schwätzchen und das auf portugiesisch, die brasilianische Variante. Man muss sofort antworten, das tut meinem Portugiesisch gut. Wörterbuch und Verbtabelle neben mir, mache ich mich daran die Fragen zu beantworten:Wo bist du? Italien. Wie alt bist du? 40. Verheiratet? Ja. Hast du MSN? Nee. Bei verheiratet und bei MSN wurde es kritisch. Einige hörten auf, andere machten weiter. Zuerst tummelte ich mich in den Chatrooms ausländischer Idiome. Englisch, spanisch, italienisch. Es gibt auch einen deutschsprachigen. Da mein portugiesisch in den Anfängen steckt, dachte ich, fang erst mal mit einer Sprache an, die du kennst. Der Witz jedoch ist, auch in diesen Räumen wird portugiesisch kommuniziert. Mit Ausnahmen kennen Brasilianer nur einige ausländische Wörter, dann machen sie in ihrer Muttersprache weiter. Was war mit MSN? Das ist ein Instant Messenger. Da ich bis vor kurzem mit Dial-Up nur ins Internet hinein- und hinausgesprungen war, konnte ich ihn nicht verwenden. Heute habe ich auch nur Dial-Up, doch ist es ein Abo mit Flat-Rate. Seit heute habe ich ein Hotmail Account mit MSM. Wer mit mir plauschen möchte: klaus_e@hotmail.it Zwischen klaus und dem e ist ein Unterstrich.

domenica, gennaio 29, 2006

Zu früh erschossen

Vor einigen Tagen trompeteten italienische Zeitungen, jetzt dürfe man den Einbrecher im Haus erschiessen. Das Gesetz sei verabschiedet. Was früher Unverhältnismäßigkeit der Mittel war, sei jetzt Notwehr.
Einen Tag darauf war der erste tot, ein junger Albanier, erschossen von einem Veroneser Unternehmer, der jetzt wegen Mordes angezeigt wurde. Das Gesetz war noch nicht der der ‘Gazetta Ufficiale’ veröffentlicht. Man rechnet jedoch damit, dass der Unternehmer nicht mehr angeklagt wird und ich rechne damit, dass der Verkauf von Schusswaffen spürbar ansteigen wird.

giovedì, gennaio 26, 2006

Tauben mussten dran glauben

Italienische Konfusion. Mit Genehmigung der Region ordnete die Gemeinde von Mirabello, einem Dorf in unserer Nähe an, dass Die Tauben auf dem Marktplatz abgeknallt werden sollten, da sie zu viel Schmutz verursachten. So stellten sich sieben Männer mit ihren Flinten am Mittag auf den Marktplatz und schossen die Tauben ab, und die Carabinieri von Sant Agostino, zwei Dörfern weiter, zeigten diese Männer an. Mit Flinten am hellichten Tag in einem Dorf herumzuballern sei ein Straftatbestand, so sagten sie.
Diese Episode nimmt für einige Tage den Lokalteil unserer Zeitung in Anspruch. Jeder wird befragt: Die Einzelhändler, der Umweltschutzbund, der Tierbund, die Assessoren aus den Parteien, der Direktor der ansässigen Sparkasse. Warten wir ab, ob die Männer nächstes Jahr wieder mit den Flinten auf dem Marktplatz stehen.

martedì, gennaio 24, 2006

Business Week, European issue

Ich bekam die letzte Ausgabe ins Haus. Die europäische Ausgabe wird eingestellt. Ebenfalls die asiatische. Leser außerhalb der U.S.A. können auf die globale Ausgabe umsteigen. Nur ist das Abonnement teurer. Die europäische Ausgabe hätte ich noch bis 2007 erhalten, die globale reicht nur noch für neunzehn Wochen. Ich habe mich dazu entschlossen. Hätte auch auf die Online-Ausgabe wechseln können, davon hätte es achtzig gegeben. Nur ist mir ein gedrucktes Magazin tausend Mal lieber. Ich kann es vor dem Kamin lesen, beim Angeln, im Wartezimmer oder sonstwo. In der letzten Ausgabe war ein Hinweis auf Loic Le Meur, einen französichen Blogger, der übers Bloggen bloggt. Er hat ein Podcast Interview mit dem französischen Innenminister Nikolas Sarkozy gemacht, das man sich auf www.loiclemeur.com ansehen kann. Podcast eines Ministers ist etwas Neues, auch für die Business Week. Es ist witzig, obwohl BW ihre Online-Ausgabe puscht, bringt die vorliegende Ausgabe einen Artikel ‘Call it Gutenberg’s Revenge’, in dem Beispiele von Online-Magazinen aufgeführt sind, die nun auch eine Print-Ausgabe auf den Markt bringen. Wie WebMD, eine GesundheitsHomepage, AlwaysOn, eine technische. Sie rechnen auf diese Weise mit mehr Anzeigen, denn ohne Druckausgaben geht es noch immer nicht.

domenica, gennaio 22, 2006

Scontro duro con Bush – Google non si piega: “I dati restano segreti”

Die amerikanische Regierung spinnt nun wirklich. Heute las ich in meiner Zeitung ‘Il Resto del Carlino’, dass das amerikanische Justizministerium von Google verlangt, die Suchdaten jeder Woche inclusive der gesuchten Websites abzuliefern. Google hat es im Gegensatz zu zu Microsoft und Yahoo abgelehnt. Die amerikanische Regierung bezieht sich auf den ‘Child Online Protection Act’ aus dem Jahre 1998, einem Gesetz, mit dem es Kinder vor Pedophilen schützen wollte. Doch meinen böse Zungen, der Regierung ginge es um mehr.Mit Data-Mining kann man ja alles Mögliche abfragen. Im Grunde ist es ein weiterer Schritt zum Überwachungsstaat. Das Google ihn nicht mitmacht, lässt hoffen. Schon mein Geschichtslehrer sagte: Wehret den Anfängen. Sonst gäbe es eine Lawine, die durch nichts mehr aufgehalten werden kann.

sabato, gennaio 21, 2006


Analog Science Fiction and Fact, January/February 2006

Habe ich durch, eine Doppelausgabe, um die 240 Seiten stark. Nebel hängt über der Po-Ebene, der Val Padana, und bis auf die morgendlichen Einkäufe und meinen täglichen Powerwalk bleibe ich im Haus. Das Wetter ist zu beschissen, um radzufahren. So las ich die Analogartikel und –geschichten abends vor dem Kamin.
Stanley Schmidt beschäftigt sich in seinem Leitartikel mit dem ‘Intelligent Design’, dass im amerikanischen Biologieunterricht zunehmend mit der Evolution gelehrt wird. Intelligent Design stellt darauf ab, dass irgendeine Intelligenz das Universum erschaffen haben muss. Das harmoniert gut mit Religionen. Schärfer ist natürlich, wenn jemand behauptet, die Erde sei so vor zehntausend Jahren von Gott erschaffen worden. Von diesen Crackpots gibt es in den U.S.A. mehr als genug. Die meisten Wissenschaftler können mit ‘Intelligent Design’ nichts anfangen. Ihrer Aussage nach sind wir Menschen entstanden, weil die Bedingungen dafür vorhanden waren. Das wars. Die Wissenschaft hat gegen Religion einen schweren Stand. Die steht in Synthonie mit dem einfachen Volk, die mit Wissenschaft ohnehin nichts anfangen kann. Ich meine, je intelligenter eine Person ist, desto mehr verliert das ‘Intelligent Design’ an Bedeutung. Umgekehrt, je dusseliger die Leute, desto intelligenter das Design. Nun, was solls. Schon der Alte Fritz hat gesagt, dass jeder nach seiner Fasson selig werden solle. Was mich stört ist die Indoktrination falscher, nicht beweisbarer Inhalte im Kindesalter. Zurück zu Analog.
Stephen L. Gillet befasst sich in seinem Artikel ‘Pollution, Solution, Elution und Nanotechnology’ mit Metallen und ihrer Extraktion. Erzminen, so schreibt er, werden obsolet und SF-Autoren, die von Erzbergwerken in Asteroiden geschrieben hatten, sollten sich was anderes einfallen lassen. Den Artikel habe ich diagonal gelesen. Tief in Metallurgie einzusteigen, danach war mir nicht der Sinn. Für mich reichte es zu wissen, dass die Gewinnung von Metallen durch Separation auf molekularer Ebene abgelöst wird.
Richard A. Lovett hingegen schreibt in ‘From Fimbulwinter to Dante’s Hell. The strange Saga of Snowball Earth’ von einer Erde, die vor 750 und vor 580 Millionen Jahren wie ein Schneeball ausgesehen haben soll. Auch das will ich nicht vertiefen. So komme ich zu meiner Lieblingsstory dieser Ausgabe: Grey Rollins ‘Mop-Up’.
Die Erde führt Verhandlungen mit den Nolroy und kommt damit nicht voran. Nach den täglichen Dauerübungen an Höflichkeiten stoßen die Nolroy beim Verlassen des Gebäudes auf den Pförtner, der die Halle feudelt. Er bittet sie, vorsichtig zu gehen um nicht auszurutschen. Daraus entwickelt sich eine Freundschaft. Was die Unterhändler der Erde nicht wissen: Politiker stehen bei den Nolroys auf der untersten Sprosse der Beliebtheitsskala, und so komplizieren die Erdleute die Verhandlungen mit Komplimenten, in denen sie den Nolroys sagen, sie seien gestandene Politiker. Worte, die sie von Pförtner Elsworth Smith nicht zu hören bekommen. Der lässt sie über die Flure glitschen und ihren Spass haben. Der Leser wird ahnen, wie es weiter geht. Elsworth wird Botschafter der Erde.
Warum unsere Politiker so von ihrer Bedeutung überzeugt sind, entzieht sich meinem gesunden Menschenverstand, wo sie doch eine Fehlleistung nach der anderen hinlegen und besonders in den letzten Jahren das Vermögen des Staates verschleudert haben.

mercoledì, gennaio 18, 2006

Wieder Schnee

In diesem Winter schon zum zweiten Mal und ist hier nicht erwünscht. Schnee in der Po-Ebene. Sollte in den Bergen bleiben. Wie auch immer, mache ich das Beste daraus und lese portugiesich-sprachige Blogs. Anstrengend und mühsam. Für mich ist portugiesisch schwerer zu entziffern als spanisch, das ich lesen kann, ohne mir viele Vokabeln herausschreiben zu müssen. Portugiesisch jedoch... Ich glaube, diesen Sommer werde ich mich in meinen Pickup (s. Foto) schwingen und nach Spanien und Portugal fahren. Wenn ich merke, dass ich mich in Portugal gut verständigen kann, geht es nach Brasilien, andernfalls: Weiter lernen.

lunedì, gennaio 16, 2006

Das Rätsel Zeit.

Auf einem Weg wie diesem, wo sich die Natur links und rechts bewegungslos ins Schweigen hüllt, käme dem Betrachter das Gefühl für die Zeit abhanden, wenn nicht sein Herz schlüge, sechzig Mal pro Minute und mehr.
Als meine Frau und ich vor einigen Tagen im Supermarkt unsere Einkäufe machten, sagte ich zu ihr: “Es dauert nicht lange, und sie starten ihre Weihnachtsdekoration.”

Warum läuft die Zeit so schnell? Ist man älter, so wie ich, flitzt eine Woche nach der anderen vorbei und was den Tag angeht, an dessen Morgen meine Frau und ich uns mühsam aus dem Bett rappeln, dann meine ich zu ihr: “Sollten wir nicht liegen bleiben? Der Abend steht schon hinter der Ecke.”
In einer ‘Scientific American’ Ausgabe fragte jemand, warum die Zeit im Alter schneller an einem vorbei zieht. Die Antwort: Es ist die tägliche Routine. Zeit würde einem langsamer vorkommen, wenn man stets etwas vollkommen Neues machte. Ob das stimmt? In der Jugend, wenn es Tage gab, an denen ich mich langweilte, versuchte ich Neues aufzunehmen, fremde Impulse zu verarbeiten. Im Alter ist einem wenig fremd. Vielleicht ist dies tatsächlich der Grund, warum die Zeit so schnell läuft. Anscheinend ist ihr Routine verhasst. Sie will, dass der Mensch sich um für ihn neue Dinge kümmert. Ist sie so intelligent, dass sie dem mehr von ihr gibt, der sie dafür benötigt und demjenigen gegenüber sparsam ist, der durch seine Routine ohnehin nichts mit ihr angangen kann? Und überhaupt, was ist die Zeit.
Mit diesem Thema beschäftigen sich Gelehrte seit Jahrtausenden. Philosophen und Physiker sind der Meinung es gäbe keine Vergangenheit, keine Gegenwart, keine Zukunft sondern nur die Zeit als Dimension. Sie sei stets da. In der ‘Scientific American’ vom September 2002 schreibt jemand: ‘Um ehrlich zu sein, weder Wissenschaftler noch Philosophen wissen wirklich was Zeit ist oder warum sie existiert.’ Mathematisch gesehen ist Zeit ein eindimensionaler Raum, kontinuierlich, obgleich in diskrete Chronons zerteilt. Die Bewegung der Zeit jedoch ist nur subjektiv. Wir stellen uns das vor. Natürlich auch diejenigen, welche Zeitreise Stories schreiben.
Das letzte ‘Analog Science Fiction and Fact’ bringt einen Artikel James P. Hogans, der hier die oft an ihn wie auch an andere Autoren gerichtete Frage zu beantworten versucht: “Wo bekommst du die Ideen für deine Stories her?” Ideen für welches Subjekt? Es gibt so viele davon. Die Zeit ist eines. Einen kleinen Teil des Artikels, der sich mit der Zeit beschäftigt, greife ich heraus und erspare mir die Übersetzung: ‘What we did was reduce the situation to the simplest configuration imaginable: A button and a light. When you press the button, the light comes on. The only complication was that they were connected via a box that time-shifts the signal. The light comes on thirty seconds before the button is pushed. The paradox then is obvious, immediate, and unavoidable: the light comes on and thirty seconds later it’s time to press the button, but being of normal human perversity and curiosity, I don’t press it. What happens? And conversely: the light didn’t come on thirty seconds ago, but I press the button anyway. What happens? Das sind Konundrums.
Vielleicht sollten wir Alten, die so viel Zeit haben, dass sie uns unter den Fingern zerrint, uns einmal darum kümmern.

sabato, gennaio 14, 2006


Internet Schwindel

Heute hatte ich die Mitteilung in der Inbox, dass ich 250.000 Englische Pfund gewonnen haette. Die Mail stammt angeblich von ‘The National Lottery’. Sie scheint so echt, Fotos mit lachenden Gesichtern, das Logo der Lottery usw. Nun, die Gewinnzahlen stimmen, das kann man im Internet heraus bekommen. Die Mail jedoch stammt von einem Abzocker. Schliesslich muss man ein Lotterieticket kaufen, was ich nicht gemacht habe. Wo auch und warum? Ich bin in Italien und nicht in England.
Diese Mail ist dutzendweise an Andere raus gegangen, stets mit den gleichen Referenznummern. Hier Ref: UK/9420X2/68, Batch: 074/05/ZY369. Ansprechpartner ein adamfletcher_uklottery@yahoo.co.uk . Aufschluss gibt im Internet das Internet Fraud Forum. Nun, ich habe zurückgeschrieben und eines meiner Konten angegeben. Soweit ich weiss, wird der Bursche eine Transaktionsgebühr verlangen, und ich werde ihm schreiben, dass ich der Polizei in Liverpool einen Hinweis unter Nennung der in der Mail angegebenen Telefon-Nummern +447024060307, +447024061558 geben würde, um die Legitimität der Agentur zu überprüfen.

giovedì, gennaio 12, 2006


Was macht Blogging interessant?

Nicht das Schreiben an sich. Das ist für mich eine Fortsetzung dessen, was ich vorher auf meiner Homepage gemacht hatte: Jenes zu beschreiben, was ich zuvor gelesen hatte, einige Gedanken in Buchstaben zu formen. Ob dies jemanden interessiert, wohl kaum. Wenn ja, freut es mich.
Blogs sind mehr als Tagebücher, sie sind öffentlich. Ich hatte vom Blogging aus der Business Week erfahren. Andere sind schon ein paar Jahre früher zum Bloggen gekommen und schreiben lustig vor sich hin. Das Interessante jedoch ist für mich, dass ich heraus bekomme, wie Personen in anderen Ländern ticken. Bestimmt die Umgebung das Verhalten, die Gedanken von Individuen? Und ob. Beispiel: Eine bloggende Mittdreißigerin in einer amerikanischen Großstadt dated einen Mann nach dem anderen, sie hat Vorstellungen, wie ein Partner aussehen sollte. Das geht von Größe, Alter, Haar- und Hautfarbe bis zu bestimmten Charaktermerkmalen. Sie hat die Checkliste im Kopf und wird frustriert, wenn sie beim geistigen Abhaken merkt, dass ihre Spezifikationen nicht erfüllt wurden. Der Kerl hat ein fünf Jahre altes Bild gemailt. Die biologische Uhr läuft und noch immer ist es nicht der Richtige. Am nächsten Tag auf ein Neues.
Die Frauen dort, wenn sie in diese Torschlusspanik verfallen, sind gereizt. Anscheinend besonders die amerikanischen, weil dieses Daten, was man ja online vorbereiten kann, z.B. über CraigsList vorwiegend amerikanisch ist. Man verabredet sich auch in anderen Ländern, doch wohl nicht so getrieben, so gehetzt wie in den U.S.A.
Sprachen lernen durch das Lesen von Blogs. Es geht wunderbar. Ich motze mein Spanisch auf, indem ich jeden Tag ein paar spezifische Blogs lese, mir ausdrucke und am Abend Vokabeln, Redewendungen heraus picke, die ich noch nicht kenne. So mache ich es auch mit portugiesischen und brasilianischen. Portugal schein das Land der Poeten zu sein. Hier ein Blog, von dem die Poesie in den Leser übergeht. Das ist nicht der Einzige. Portugal scheint von Melancholikern bevölkert und die Blogs sehen danach aus. Doch gleichzeitig spornen sie mich an, es auch wieder mit Gedichten zu versuchen.

martedì, gennaio 10, 2006


Focus, November 2005

ist das BSFA-Magazin für Autoren (British Science Fiction Association). Das nützt mir jetzt auch nichts mehr. Habe ich doch so viel von den Schreibtipps gelesen, ohne dass sich mein Schreiben wesentlich verbessert hätte. Wichtig ist, so meine ich, von den Meistern zu lernen. Nur zur Zeit komme ich nicht dazu, Bücher zu lesen. Ich spiele zu viel Tropico : -). Und gestern vergeudete ich unnütz Zeit. Die Batterie meines alten Opels ging in die Knie. Das mitten auf dem Parkplatz des Coop-Supermarktes in Bondeno. War meine Schuld. Hatte mir meine Frau doch gesagt, nimm den Pick-Up, ich aber meinte, es müsse der Opel sein. Der Wagen müsse bewegt werden, sonst würde sich die Batterie entladen. Das hat sie dann ja auch. Es begann schon in der Garage. Der Anlasser quälte und erst nach längerem Zögern sprang der Wagen an. Als ich dann auf dem Supermarkt-Parkplatz den Motor abstellte und mich erst nach ein paar Sekunden daran erinnerte, dass die Autoscheinwerfer noch angeschaltet waren, war die Batterie leer.
Der Wagen ist alt, Baujahr 1987. Ein Opel Omega. Ich fahre noch einen Jeep Wrangler 1992 und einen Ford Ranger 1997, einen Pick-Up. Sie hatten sich im Laufe meines Arbeitslebens so angesammelt.
Doch wieder zum Opel zurück. In Italien muss außerhalb geschlossener Ortschaften das Abblendlicht eingeschaltet werden. Das, die Vergess- und Dusslichkeit waren mein Verderben. Wir wollten für die Woche einkaufen, stattdessen stapften wir durch nasse Wiesen über holperige Wege und Straßen in den Stadtkern auf der Suche nach einer Tankstelle. Ich brauchte eine neue Batterie. Wenn ich schon eine kaufe, dachte ich mir, dann kann der Mann auch mit uns auf den Parkplatz fahren und sie einbauen. Doch eine Tankstelle war im Umbau, zwei andere waren geschlossen. Dann erklärte uns ein netter älterer Herr den Weg zum Elettrauto. Das ist eine Werkstatt, die sich auf Autoelektrik spezialisiert hat. Danach ging alles wie geschmiert. Die Leute brachten das Auto in die Werkstatt und tauschten die Batterie aus. Danach fuhren wir wieder zum Supermarkt und machten unsere Einkäufe.
Wieder ans Thema. Auch wenn ich für mich persönlich keinen Nutzen daraus ziehen kann, ist es dennoch interessant zu erfahren, wie Autoren zu ihren Büchern kommen. Stephen Baxter, der einen Haufen von SF-Romanen auch in Zusammenarbeit mit Arthur C. Clarke verfasst hat, erzählt in seinem Artikel ‘Fractal Futures: the background to the Destiny’s Children series’ eben diesen.
Terry Jackman berichtet von der Schreibwerkstatt Orbiter. Sie gehört zur BSFA und ist ein Forum, in dem Mitglieder ihre Geschichten gegenseitig kritisieren.
Ken MacLeod behandelt ‘Politics and Science Fiction’ und denkt über neue Regierungsformen nach. Ich zähle ein paar auf. Geneigte Leser mögen erraten, was dahinter steckt: Adhocracy, Corporatocracy, Demarchy, Geniocracy, Kakistocracy, Kryptocracy, Minarchism, Robotocracy, Sociocracy, Technocracy, Xerocracy.
Gail-Nina Anderson schreibt in ihrem Beitrag ‘The Whittington Wassail, or: The importance of finding the sub-text’ von einem vorjährigen Smallpress-Horrorwriter Treffen und stellt sich vor, wie ein solcher anhand von in der Zukunft aufgefundenen Symbolen und anderen Hinterbleibseln interpretiert werden würde.
Es gibt einige Gedichte in dieser Ausgabe. Gedichte, deren Verse sich nicht reinem. Ich war als altmodisch Zurückgebliebener der Ansicht, Verse müssten sich reimen. Doch sehe ich immer mehr Lyrik, wo das nicht zutrifft. Gedichte meiner Homepage reimen sich. Sollte ich es mal ohne Reime versuchen? Da ich zur Zeit wenig Lust habe, Geschichten zu fabrizieren, halte ich diese Überlegung für legitim. Sind Reime nicht wie Mauern, die Wörter umschließen? Wenn in einem Gedicht ohne Reim diese Mauern wegfallen, kann die Fantasie nicht höher fliegen?
Zwei Artikel in ‘Focus’ sind für Autoren interessant, die eine Story auf den Markt bringen wollen. Ich werde es nicht vertiefen, auch deswegen nicht, weil der deutsche Büchermarkt für Genre-Kurzgeschichten nicht auffnahmefähig ist.

domenica, gennaio 08, 2006

Vector, The critical Jounal of the BSFA, November/December 2005

In dem literarischen Magazin der British Science Fiction Association interviewt Stuart Young den Filmjournalisten Alec Worley, der sich an die Arbeit gemacht hatte, ein Buch über die Geschichte der Fantasy Filme zu schreiben. Die letzten fünf Jahre hatte er damit verbracht, sich DVDs anzusehen. Und das Buch zu schreiben.
Andrew J. Butler beschäftigt sich mit Philip K. Dick-Filmen: Bladerunner, Total Recall, Screamers, Impostor, Paycheck, Minority Report.
Graham Sleight interviewt Susanna Clarke, die mit ihrem Hugo-preisgekrönten Buch ‘Jonathan Strange & Mr. Norrell’ ihr Meisterstück abgeliefert hat.
Paul Kincaids Artikel ‘Cognitive Mapping: The End’ beschreibt Stories und Bücher vom Ende der Welt. Er fängt mit einer ultrakurzen Geschichte an. Ich finde sie cool.
Die Story stammt von Thomas Barley. Er schrieb ‘A Woman alone with her Soul’ im Jahre 1912. ‘A woman is sitting alone in a house. She knows she is alone in the whole world: every other living thing is dead. The doorbell rings.” Ist doch cool, oder?

Jetzt zu den in dieser Ausgabe empfohlenen Büchern:
Jon Courtenay Grimwood – 9tail Fox
Guy Gavriel Key – The last light of the Sun
James Lovegrove – Provender Gleed

venerdì, gennaio 06, 2006

Die Befana, warum sie jedes Jahr am fünften Januar abends vor dem Pfarrhaus verbrannt wird, weiß ich nicht. Meine Frau sagt, sie war eine Hexe, und Hexen werden verbrannt. Dabei war sie, wie ich im Internet heraus fand, eine gute Hexe. In der Nacht vom fünften auf den sechsten Januar füllt sie die Strümpfe guter Kinder mit Süßigkeiten, die Strümpfe unartiger Kinder mit Kohle. – Laut Legende handelte es sich um eine Frau, die sich weigerte, den Heiligen Drei Königen zu folgen, als diese sich auf den Weg machten, das Jesuskind aufzusuchen. Als Strafe sucht sie Neugeborene auf in der Hoffnung, sie seien das Jesuskind. Nun steht sie bei uns jedes Jahr einen Tag als Strohpuppe vor dem Pfarrhaus.
Asimov’s Science Fiction, December 2005

In ihrem Editorial berichtet Redakteur Sheila Williams von ihrer Teilnahme an zwei Writing Workshops, dem ‘Clarion’ und dem ‘Odyssee: The Fantasy Workshop’. Der ‘Clarion’ hat mittlerweile siebenunddreißig Jahre auf dem Buckel. Er wird in Lansing, Michigan abgehalten. In Lansing sah ich mal ein Football-Match. Williams versuchte in ihrer Rolle als Gast Redakteuse den Teilnehmern des Kurs nahe zu bringen, was sie von einer guten SF-Story erwartete. Robert Silverberg behandelte in seiner Kolumne ‘Reflections’ die Rolle H.P. Lovecrafts als SF-Autor. Als Horror-Autor eine Legende, basieren doch viele seiner Stories auf SF-Elementen. Silverberg grub mit ‘Shadow out of Time’ eine Story aus, von der er meint, sie sei pure SF. Silverberg ist Grandmaster, ein Titel, der von den Science Fiction Writers of America vergeben wird. James Patrick Kelly zählt in der Kolumne ‘On the Net’ einige der Grandmaster auf. Wenn man von diesen Personen etwas liest, liegt man richtig.

Robert A. Heinlein Clifford D. Simak Lsprague de Camp Fritz Leiber Andre Norton Isaac Asimov Ray Bradbury Damon Knight Lester del Rey AE van Vogt Jack Vance Poul Anderson Hal Clement Brian W. Aldiss Philip Jose Farmer Ursula K. LeGuin Anne McCaffrey Robert Silverberg.

Die ‘Invasion of the Vinyl Space Monkeys’ ist nach Therese Littletons Aussage nicht zu stoppen. Einschleichend und daher gefährlich, meiner Meinung nach. Zumindest in den U.S.A. Figuren sammeln: ein bizarres Hobby. Als ich in den U.S. arbeitete, ging es um Beanie Babies, Sammlerfiguren, die künstlich knapp gehalten, horrende Preise erzielten. Und nun die Space Monkeys. Vinyl Figuren, die anderen Action Figuren den Rang ablaufen wollen. Da auch hier das Internet als Marketing-Medium herhalten muss, hier einige URLs:
http://www.playlounge.co.uk/ http://www.myplasticheart.com/ http://www.toytokyo.com/ http://www.sweatyfrog.com/

Von den Stories dieser Ausgabe fand ich Chris Becketts ‘The Perimeter’ besonders einfallsreich. Könnte ich Geschichten wie diese schreiben, wäre ich mit mir zufrieden. Lemmy Leonhard sieht einen weißen Hirsch in der Stadt. High Resolution, hohe Auflösung. Lemmy wird von seinen Kumpels abgehalten dem Hirsch nach zu laufen, da diese einen Ausflug nach Greytown planen. Greytown, dort, wie der Name schon sagt, Leute mit niedriger Auslösung wohnen, die mit höchstens 128 Farbpixeln. Später findet Lemmy heraus, dass der Hirsch durch ein Loch im Perimeter-Zaun in die Stadt gelaufen war. Wie das? Außerhalb, so Lemmy, konnte doch niemand leben. Eine alte Frau sprach ihn an und lud ihn zu sich in ein Haus ein, das knapp vor dem Zaun stand. Die Frau hatte die höchste Auflösung, so wie der Hirsch. Am Ende der Story wissen Lemmy und Leser, was es mit dem Perimeter, der Stadt, den unterschiedlichen Auflösungen auf sich hat.
Gut war auch die Geschichte von Kristine Kathryn Rusch ‘Diving into the Wreck’. Eine jener, die im Weltraum spielt, von denen es in letzter Zeit sehr wenig gibt.

giovedì, gennaio 05, 2006

Im Fanzine ‘Stammtisch Bote’ reminisziert Hope Schwagenscheidt über den vorjährigen SF-Oldie-Con in Unterwössen/Obb. Die Rückseite des Fanzines ziert die Vurguzz-Reklame, die des giftgrünen und hochgeistigen Getränkes der deutschen SF-Fans mit 250%igem Alkohol-Gehalt. Der Oldie-Con, an dem auch ich ein paar Stunden hatte teilnehmen können, bevor ich weiter in den Norden düste, war mit SF-Größen aus dem deutschsprachigen Autorenbereich und dem SF-Fandom bestückt. Wie Ernst Vlcek, Helmuth W. Mommers, Franz Rottensteiner, Thomas R.P. Mielke, Wolfgang Jeschke.

Hier auf den Namen fur die entsprechende Internet-Seite klicken:

Marinanne Sydow Victor Farkas Gustav Gaisbauer Rolf Gindorf Ronald Hahn Axel Melhardt Tomas R.P. Mielke Astrid Ann Jabusch Helmuth Mommers Erwin Peterseil Jürgen vom Scheidt Dieter von Reeken

Am Ende des kleinen Fanzines finde ich eine Story Frederic Browns mit dem Namen ‘Solipsist’. Es kennt doch jeder Browns Film ‘The screaming Mimi’, oder?.
Wo ich gerade bei SF inclusive Fandom bin. Der neue ‘Fandom Observer’ ist da.

martedì, gennaio 03, 2006

Matrix, the news magazine of the British Science Fiction Association, Nov/Dez 2005
In Summer Glau aus der Fernseh-Serie ‘Serenity’, die das Titelblatt ziert, könnte ich mich glatt verlieben. Nun denn, gehen wir zur nächsten Seite. SF-Autor Kim Stanley Robinsons ‘Words of Wisdom’ zeigen, dass es eine Minderheit von Amerikanern gibt, die über die Lage dort nicht glücklich sind.

“I think the U.S. is in a terrible state of denial. Worse than that, we seem to be caught in a kind of Götterdämmerung response: we’d rather have the world go down in flames than change our lifestyle or admit we’re wrong. Even here in California, 50 % of cars on the freeway are SUVs, and they’re political statements: they say, we’re going to take the rest of the world down with us because we don’t give a damn[...] There’s a really sizeable minority here who back measures to reduce emissions, but the political process is controlled by the Republican administration, which is basically in thrall to the oil industry. So it’ll come down to another election – and with the last two elections both in their different ways perhaps having been stolen, we can’t even really count on democracy anymore. It’s pretty scary here.”

Kim Stanley Robinson

Aus dem Wust von Nachrichten zwei: Filmschauspieler und Comic-Freak Nicholas Cage, nennt den mit seiner Frau Alice gezeugten Sohn Kal-El zu Ehren Supermanns.
In einer Umfrage der Poetry Society, welches Gedicht in den Weltraum geschickt werden sollte, stimmte die Mehrheit der Befragten fur Adrian Mitchells ‘Human Beings’.
‘Think about your mind, which can think about itself and the whole Universe.’

Weiter im Text:
James Bacon berichtet vom Octocon, Irlands SF-Convention.
Stephen Baxter schildert mit ‘Death comes from above’ die Möglichkeiten, mit denen Naturgewalten die Menschheit auszulöschen in der Lage sind.
Andy Sawyer, Kustode der Science Fiction Foundation Collection schreibt über H.G. Wells im Jahre 1936 verfilmtes Buch ‘Things to come’.
Roderick Gladwish macht mit zwei SF-Magazinen bekannt. Scifantastic als Print-Zine, Aeon als Online-Ausgabe.
John Hunter interviewt Comic Zeichner und Autor Mike Carey.
Ein anderer Hunter, Tom, interviewt Hal Duncan, Autor von ‘Vellum’.
Danach interviewt Hunter Pat McMurray, den neuen Vorsitzenden der BSFA, der erzählt, wie er mit Marketing und anderen Organisationsmaßnahmen der BSFA neue Mitglieder zuführen will. Vielleicht kann der Science Fiction Club Deutschland, der antriebslos vor sich hin dümpelt, von McMurray abschreiben. Martin McGrath bespricht einen Haufen SF-Filme. Wenn ich doch nur einen davon sehen könnte. Wir sehen jeden Abend um neunzehn Uhr ‘Raumschiff Voyager’, das war’s dann schon. – Besprochene Filme sind Doom, Serenity, Wallace and Gromit: The Curse of the Were-Rabbit, The Corpse Bride, The Brothers Grimm, Sky High, Man with the screaming brain. Fazit: Mit der Unmenge Stoff, die auf den dreißig Seiten von Matrix untergebracht sind, gibt es vergnügliches Lesen.

lunedì, gennaio 02, 2006

Ein Klick auf das Feld ‘Next Blog’ und es erscheint ein vom System zufällig ausgewählter Blog. Ich suche nach Blogs in spanischer und portugiesischer Sprache. Im Zuge dieser Suche kommen kuriose zum Vorschein. Wie der mit der Überschrift ‘I married a Looser’, in den die Frau jeden Tag den Frust über ihren Ehemann ablädt. Dieses tagtägliche Gemecker war entsetzlich zu lesen. Eine Bookmark habe ich mir erspart.
Senhora X, die sich vor zweiundzwanzig Jahren von ihrem Mann hatte scheiden lassen und seitdem nicht mehr zu Gesicht bekam, sah ihn am Wochenende wieder und sie stellte fest, dass sie ihn noch immer liebt. Glückwunsch. Er liebt sie auch noch, versicherte er ihr. Nach seiner Reise wollen sie über ihre weitere Zukunft sprechen. Liebe überdauert Zeit und Raum. Das ist doch was. Ich hoffe nur, dass dies kein Hinderungsgrund ist, weiterhin mit ihr Messages in portugiesisch auszutauschen. Denn irgendwann in diesem Jahr will ich ein paar Wochen in Brasilien verbringen. Aber ohne portugiesische Sprachkenntnisse fühlte ich mich dort nicht wohl.

domenica, gennaio 01, 2006

Wie vorausgesehen, mit der Geschichte ‘Eva’ bin ich unten gelandet, in der zweiten Hälfte auf Platz 27. Eine barmherzige Seele oder mehrere davon haben mir noch vier Punkte gegeben. Ja nun, mir fehlt zur Zeit zum Geschichten schreiben der Bock und das sieht man. Vor ein paar Jahren hätte mich das gewurmt. Ich bin bei Schreib-Lust wieder auf no-mail gegangen, um von deren E-Mails nicht weggespült zu werden. Fazit ist: Ich werde nur eine Story fabrizieren, wenn ich wirklich Lust dazu habe.

Heute Morgen kam beim Hochfahren des Computers die Fehlermeldung, dass die Platte nicht mehr beschreibbar sei und dann sprang der Scan an. Er lief den ganzen Tag und spürte einen defekten Cluster auf. Ich sollte mich so schnell wie möglich um eine Back-Up Möglichkeit kümmern.