Coversong Roads

domenica, dicembre 30, 2007

Albedo 32

Das irische SF-Magazin enthält ein Interview mit Christopher Priest, einem populären britischen SF-Autoren. Die Geschichten selbst, von denen es sieben gibt, überzeugen nicht. Die Themen waren alle schon einmal da. So bei der Story “Times winged Chariot” von Nicola Caines.
Die Protagonistin Caroline glaubt, dass sie von Aliens entführt und nach einigen Experimenten an ihr wieder freigelassen worden war. Nach Jahren stellt sich heraus, dass ihre Vermutung zutraf, denn sie wird jünger, je älter sie wird. Oder sagen wir einfach, je älter sie wird, desto jünger sieht sie aus. Und irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, dass ihre Tochter die Mutterrolle übernimmt, während Caroline nicht erkennen kann, dass ihre Rückentwicklung stoppen würde. Sie beschliesst, ihr Leben zu beenden.

Folgende Bücher wurden besprochen: William P. Robertson: Lurking in Pensylvania, D. Harlan Wilson: Pseudo City, Jeff Vandermeer: Shrieks: An Afterword, Brett L. Renwick: Wired for Chaos, Niall Lacey: Boarg of the Lake, Kala Trobe: Magick in the West End, Joy Ward: Haint, Ken Bruen: Dublin Noir: The Celtic Tiger vs. The Ugly American, Mark. Z. Danielewsky: House of the Leaves, Ken McLeod: Newton’s Wake.

mercoledì, dicembre 26, 2007

Phantastisch, 4/2007

Diese Ausgabe habe ich schnell durchgearbeitet, die Autoreninterviews überschlagen, und davon gab es ein paar. Mit John Scalzi, Andreas Brandhorst, Andrzej Sapkowski und Günter Merlau. Interviews zu lesen bringt mir nichts. Sollte ich wieder zu schreiben anfangen, mache ich mein eigenes Ding. Einen Artikel fand ich interessant, ‘Ein schrecklich ungezogenes Kind’, Olaf Kemmlers Artikel über Philip Josè Farmer, seine in den Jahrender Entstehung skandalöse Novelle ‘The Lovers’, in der ein Raumfahrer sich in einen weiblichen Alien verliebte, der seinen Insektenkörper in eine menschliche Gestalt verwandeln konnte. Es muss in den 60ern gewesen sein, in denen Rock n’ Roll über uns hereinbrach, als ich das Buch las, freizügig und schockierend für jene Zeit. In Kontrast dazu bumsen wir in Second-Life, dem SF-Internetspiel, dass die Heide wackelt und niemand stört sich daran. Es wird mit Strapons, Paddles und Ketten kinkiger online BDSM getrieben und das erscheint fast normal. Kann man daran ablesen, wie sich im Laufe von vierzig Jahren die sexuelle Einstellung geändert hat? Ich meine ja. Und das Phänomen Second Life trägt dazu bei. Freundinnen von mir aus Florida, Australien und dem UK finden nichts daran ihre Konventionen über den Haufen zu werfen. Zwei wurden Bi und die dritte hält sich männliche Sklaven. Eine von ihnen sieht ihre Freundin jetzt mit anderen Augen, vertraute sie sich mir an. Stelle ich mir vor, dass schon eine Millionen auf Second Life abonniert sind frage ich mich: Steht uns eine neue sexuelle Revolution ins Haus?

Christian Hoffmann bring einen Beitrag über Flann O’ Brian, einen der meist gelesenen irischen Autoren. ‘The Third Policeman’, ein Kultbuch. Ich habe es irgendwo liegen, schon vor Jahren gelesen. Skurril, ein Wahnsinnsbuch. Jedem zu empfehlen. Der Autor selbst hat sich zu Tode gesoffen. Das Buch hat es überlebt und macht noch immer Furore.

Carsten Polzin stellt den Film ‘Five’ vor, Stefan Pannor Jeff Smiths Comic ‘Bone’. Achim Schnurrer bringt in der Rubrik ‘Klassiker der phantastischen Literatur’, den ersten Teil über Michail Bulgakow.



martedì, dicembre 25, 2007

Interzone, Science Fiction & Fantasy, 213

Hip Hip, die Dezember Ausgabe, ich habe mich durch die Interzones hindurchgearbeitet. Zwei Stories dieser Ausgabe befassen sich mit China und Azteken.. Reiner Zufall, den sich die Redakteure zunutze gemacht haben. Nur, mir gefiel eine andere Story besser, die von John Phillip Olsen: The Men in the Attic. Eine Download Story, oller Tobak? In Wirklichkeit war es ein Upload. Download behandelt den Bewusstseinstransfer auf einen externen Speicher. In dieser Story stellt ein Regimegegner sein Gehirn Dissidenten zur Verfügung, in dem sie sich verbergen können. Ihr Körper wird von der Polizei künstlich am Leben erhalten, in der Hoffnung,
dass der Eigner wieder zurückkommt.

Kyle, der Gastgeber, besitzt ein Restaurant und hat eine Familie, die nichts von seinen Aktivitäten in der Widerstandsbewegung weiß. Er lebt in Angst, dass sie ihm auf die Schliche kommen, und als ein Politiker sich in seinem Gehirn einnisted, beginnt sich die Polizei tatsächlich für ihn zu interessieren.

Des weiteren gibt es einen Bericht über den Nippon 2007 WorldCon in Yokohama, Japan.
Folgende Filme wurden besprochen: Riding the Bullet, The invincible Iron Man, Messages, Flight of the living Dead: Outbreak in a plane, Bacterium, The Prisoner, Gandahar, The Time Masters.

Buchbesprechungen: Christopher Barzak: One for Sorrow, Randall Silvis: In a Town called Mundomuerto, Paul Leppin: Blaugast, A World of Decline, Terry Pratchet: Making money, Lucius Shepard: Dagger Key and other Stories, Gregory Benford and Elisabeth Malartre: Beyond Human, Tobias S. Duchell: Ragamuffin, Charles Stross: The Merchants’ War, Gene Wolfe: Pirate Freedom, Robin McKinley: Dragon Haven, Karl Schroeder: Queen of Candescence.


mercoledì, dicembre 19, 2007

Interzone, Science Fiction & Fantasy, 212

Die Geschichte ‘JIHAD’ von Will McIntosh war für mich die beste dieser Ausgabe, obwohl der Hintergrund schwierig zu durchschauen ist. – Auf den Straßen herrscht Anarchie. Ein Cop übergibt sich. Erst kommt der Mageninhalt, dann Blut und dann nichts mehr. Er ist tot. Aus einem Labor sind die Erreger dafür in die Freiheit entkommen. Wettlauf in der Herstellung von bakteriellen Kampfstoffen. Junge Wissenschaftler bilden Terrorgruppen, um den Spuk zu beenden. Sie haben vor Viren, die sie Dr. Happy nennen, in die Öffentlichkeit zu blasen. Nebenwirkung, leichte Kopfschmerzen, Hauptwirkung: ein pazifistisches Gefühl. So wird versucht, einen Krieg nicht ausbrechen zu lassen.

Die Protagonistin Ange hat es nicht einfach. Sie unterstützt die Terrorgruppe, jedoch nicht aktiv, weil sie ihren Doktor in botanical Biotech machen will. Und ihr Doktorvater will sie bumsen. Als ob das nicht genug wäre. Ein Brutalterrorist lässt Anges Hund explodieren, nachdem er von ihr eine Abfuhr erhalten hatte.

Es endet so, dass sie dem Doktorvater ihre Faust ins Gesicht schlägt, die Verwandten sie zum Doktor machen, da offizielle Stellen nicht mehr aktiv sind und der Brutalterrorist ihr einen kleinen Hund schenkt.

Die Beschreibung klingt zu nüchtern, es ist aus der Warte der Protag gesehen, eine höchst emotionale Achterbahnfahrt.

Die Frau sieht phantastisch aus. Im “Spiegel” 50/2007 auf Seite 154. So gut wie Avatars meiner Freundinnen im Second Life. Doch ist sie nicht das Wahre, die Hightech Sexpuppe Andy. Extras sind Blowjob System, stufenlos regelbar, spürbarer Puls usw. Der Spiegelbeitrag berichtet von der Vision einiger Künstlicher Intelligenz Experten, dass Roboter in einer nicht allzu fernen Zukunft die besseren Liebhaber seien. Anlass war David Levys Buch ‘Love and Sex with Robots. The Evolution of Human-Robot Relationships’. Levy hält den Trend zum Sex mit Robotern für unvermeidlich.

Sag ich ja auch immer J. Ausgemalt habe ich mir das jedenfalls. Siehe folgende Stories von mir:
http://keylmann.googlepages.com/dieter http://keylmann.googlepages.com/kopflos
http://keylmann.googlepages.com/pizza&cola



giovedì, dicembre 13, 2007

Interzone 211, Science Fiction & Fantasy, July/August 2007

Eine weitere Ausgabe durch. Diese ist Michael Moorcock gewidmet. Eine, so wie ich herausfand, Ikone britischer SF, obwohl er schon seit 10 Jahren in Texas lebt. Nun ja, da habe ich auch schon mal gewohnt, in Dallas. Zwei Mal. – Von M. Moorcock hatte ich noch nie etwas gelesen. Nun gibt es ein Guest Editorial von ihm, dann ein Interview und einen Romanausschnitt (London, my Life or The Sedentary Jew).

Es gab wieder einige gute Geschichten. Bei ‘Exvisible’ von Carlos Hernandez geht es um eine Sohn-Vater Beziehung. Der Sohn, dessen Mutter der Vater vor der Geburt verlassen hat, macht den Vater ausfindig. Dieser ist an Krebs erkrankt und der Sohn arrangiert einen Bewusstseinstransfer. Nun, das Bewusstsein auf eine Harddisk zu transferieren ist ein alter Hut. Zumindest in der SF. Doch durch den Hyperraum zu fliegen ist ja ebenfalls nicht neu. Zuerst die Dekonstruktion, die Amputation sämtlicher Körperteile in Sequenz. Hernandez beschreibt die inneren Konflikte des Sohnes. Wie er sich von seinem Vater in Stich gelassen fühlt, und sich trotzdem dazu durchgerungen hat, Dekonstruktion und Transfer zu bezahlen. Er fiebert dem Moment entgegen, in dem er den Kopf des Vaters auf dem Wohnzimmerschrank sieht. Ein Vater, der nicht mehr davonlaufen und aus dem Gefühl der Einsamkeit nichts anderes tun kann, als sich mit ihm zu unterhalten.

Von David Langford gab es Ansible, den periodischen SF-Klatsch, aus dem hervorging, das M. John Harrison für 2007 den Arthur C. Clarke Preis gewonnen und £ 2007 für seinen Roman ‘Nova Swing’ erhalten hat. – Sagte ich schon, dass M. John Harrison mein derzeitiger Lieblingsautor ist, und Nova ein literarisches Fanzine von mir war?

Folgende Filme wurden besprochen: Pirates of the Caribbean 3, Spider Man 3, Bridge to Terabithia, Neverwhere, Headspace, The Lost Room, Charmed, White Noise: The Light, Forbidden Planet.
Der letztere hatte mich, als er heraus kam, stark beeindruckt. Erstens der Robot, und zweitens das Monster, das mit Hilfe der verstorbenen Aliens das Bewusstsein des Vaters in ein angreifendes Monster transformierte. Und dann die Schöne des Films. Doch an Schönheiten mangelt es auch im Second Life nicht.

Was die Bücher angeht: Richard K. Morgan: Black Man, Alastair Reynolds: The Prefect, David Gunn: Death’s Head, Colin Harwey: Lightning Days, Tony Ballantyne: Divergence, Eric Brown: Helix, Steven Erickson: Reaper’s Gale.




lunedì, dicembre 10, 2007

Interzone 210, Science Fiction & Fantasy

Neben David Langfords ‘Ansible’, der SF-Chatterbox, in der unter der Rubrik ‘Thog’s Masterclass’ Bolzen wie folgender stehen: “Dept. of wicked winks and unclad fish. ‘Her breasts winked at him, and he chastitised himself as he felt a stir of arousal. [....] He was sixty centimeters taller, but she wiggled like a lithe, naked eel until a final shrewd twist toppled him from the bed. (David Weber, Empire from the ashes, 1993)’”.

Dave Martin interviewt Steph Swainston und Douglas A. Sirois. Unter den Stories gab es mehrere, die mich beeindruckt hatten. Ich nehme mir Steven Francis Murphys ‘Tearing down Tuesday’ vor.
Posttechnologische Welt. Kyle sucht Tuesday, einen der Komatsu Construction Roboter. Saturday und Sunday erzählen ihm, Tuesday sei in Audreys Werkstatt. Kyle findet Tuesday dort, zerlegt, den veschlammten Kopf auf dem Boden liegend. Audrey beabsichtigt Tuesday’s Teile zu verhökern. Die Summe seiner Teile ist mehr wert als der Roboter selbst. Tuesday ist Kyles Freund und Kyle nimmt Audrey das Versprechen ab, ihm Tuesday auszuhändigen, wenn er bis zum nächsten Sonntag 700 der gängigen Währung aufbringen würde.

Background der Geschichte ist die Stimmung, und das Treiben im Ort. Christlich, bigott, posttechnisch und gegen Kyle gerichtet. Kyle, dessen Vater vom Sheriff erschossen worden war. Der Reverend, eine der Säulen der Ortsgemeinschaft, steckt Kyle Geld zu, gegen sexuelle Gefälligkeiten, bis es Kyle zuviel wird. Kyle bekommt das Geld zusammen und schneidet dem Reverenden die Kehle durch. Tuesday ist noch zerlegt. Audrey erzählt, Tuesday habe nicht weiter leben wollen. Die Erinnerung an das, warum der Sheriff Kyles Vater erschossen hatte, hatte ihn nicht los gelassen. Kyle nimmt das nächste Luftschift und verlässt den Ort.

Das ist eine Story mit einer vielleicht nicht allzu fernen Zukunft. In einer anderen, ‘Preachers’ von Tim Lees geht es auch um einen Jungen, dessen Vater aus dem Schrott, der nach den großen Wirren übrig geblieben war, Gegenstände herstellte. Er schraubte, lötete, schweisste, so lange Objekte aus der alten Zeit vorhanden waren. Auch hier, posttechnologisches Zeitalter. Während in meiner Jugend Raumschiffbesatzungen Protagonisten waren und ganze Imperien auf und untergingen. Wie auch immer, gute Geschichten kommen in beiden Szenarien zustande. Es hängt vom Autoren ab.

In ‘Mutant Popcorn’ bespricht Nick Lowe folgende Filme: Sunshine, The last Mimsy, Inland Empire, The Science of Sleep, Ghost Rider, TRINT.
John Clute nimmt sich die Bücher vor: Lucius Shepard: Softspoken, Brian W. Aldiss: Harm, Ben Bova: The Sam Gunn Omnibus, Stephen Baxter: Conquerer, Nick Griffither: Dalek I loved you. Susan M. Bernardo & Graham J. Murphy: Ursula K. Le Guin, a critical companion, Albert Sanchez Pinòl: Cold skin, Guy Gavriel Kay: Ysabel, Steve Aylett: And your point is? Scorn and meaning in Jeff Lint’s fiction. Mat Coward: So far, so near. Stephen Hunt: The court of the air.



lunedì, dicembre 03, 2007

Mein Pickup

Revision war angesagt. Die zweijährige. In der Motorisazzione Civile in Ferrara (ein staatlicher TÜV) haben sie nach acht Jahren gesehen, dass mein Pickup, ein Ford Ranger, eine Anhängerkupplung besitzt, die im Kraftfahrzeugschein nicht verzeichnet ist. Also die Kupplung abmontieren und noch mal hin.
Ich könnte die Revision auch in der nächsten autorisierten Stelle machen lassen, nur die meckern dann, und das haben sie schon, dass die Größen der Reifen, die mein Pickup draufhat, ebenfalls nicht im KFZ-Schein stehen. Dies wird in Ferrara freundlicherweise übersehen. Die prüfen nur Licht und Bremsen, und nun die Anhängerkupplung. Italien in seinem Schlendrian.

Interzone, Science Fiction & Fantasy, 209
25th Anniversary issue

Es dauert, meinen Schreibtisch zu entrümpeln. Diese Ausgabe ist von April 2007 und extrem
Englisch. Das ist kein Nachteil. Mit dieser Ausgabe begeht Interzone ihr 25jähriges Jubiläum und enthält Stories einiger populärer britischer SF-Autoren. Geschichten oder Romane kenne ich von Alastair Reynolds, M. John Harrison und Gwyneth Jones. Harrison war mein favorisierter Autor. Sein Viriconium hatte mich zu einigen SF-Stories inspiriert. Die Geschichte in dieser Ausgabe ist jedoch eine Schreibübung. Wenigstens auf den ersten Blick, vielleicht steckt mehr dahinter. Es geht um einen Privatdetectiv, der von Nachbarn, Freunden Vermisster gerufen wird, deren Verbleib ausfindig zu machen. Und es gibt auch diese, sie haben sich aus ihrem Leben, dass sie führen
wollten, abgemeldet. Sitzen ihrer Frau am Frühstückstisch verständnislos gegenüber. Sind aus ihrem eigenen Leben verschwunden. Hier ist es die Frau, die sagt, mein Mann ist nicht mehr da.
Ihr sitzt eine Hülle gegenüber, mit der sie nichts anfangen kann.

Und dann die Geschichte ‘Tears for Godzilla’ von Daniel Kaysen. Die liest sich so, wie P spricht. P ist eine meiner Freundinnen aus dem Second Life. Im Ersten und realen Leben wohnt sie in Cambridge, ist um die 40, single und hat gerade einen neuen und langweiligen Job angetreten. Am Computer, der sie auch nach Feierabend nicht loslässt. Nun wurde sie Mistress. “Oh, ich bin ganz und gar verrückt, hahaha, was habe ich gemacht? Ich habe mir noch einen weiteren Sklaven zugelegt.” BDSM Szenerie im Second Life, whips, paddles, floggers, cages, chains. “Ich muss nicht ganz dicht sein”, sie versteht sich selbst nicht mehr. “Was mache ich nun, ich kann nicht aufhören, omg!” Sklaven sind ihr neues Hobby. Zum schiessen. Doch zurück zur Geschichte: Ein Horrorautor erhält eine E-Mail von einer alten Flamme. Es gelingt ihm nicht, Phantasie und Realität auseinander zu halten, wenn er mit Amanda im Coffeeshop ansteht. Er sieht wie Amanda erbleicht und dreht sich um. Ein Mann hält sich den Kopf mit schmerzverzerrtem Gesicht und stößt ein Heulen aus, das eines Mannes in Agonie. Dann fällt er zu Boden. Aus seinem Kopf rinnt Blut und anderes dunkles Zeug, die sich zu einer Lache formen, und der Protagonist sagt zu Amanda, “Wir gehen besser.” Er zieht Amanda aus dem Local, der blutende Mann springt vom Boden auf und folgt ihnen. Es ist Amandas Ex.
Dann sitzen sie sich im Café gegenüber, Amanda und er. Sie sagt nicht viel. Fast nichts. Hat er was falsch gemacht. Wenn ja, was? Ist etwas passiert? Wenn ja, wo? Oder war sie so von Natur aus? Dem Horrorautor fallen tausend Gründe ein, warum es mit ihm und Amanda nicht funktionieren würde. So wie sich P das Gehirn malträtiert, wie sich ihre neue Manie, sich im zweiten Leben männliche Sklaven zu halten, auf ihr Befinden auswirken wird.

Nick Lowes ‘Mutant Popcorn’ behandelt folgende Filme: The Fountain, Arthur and the Invisibles,
Eragon, Night at the Museum, It’s a Boy-Girl Thing, Deja vù.
Folgende SF-Romane wurden besprochen: Kim Stanley Robinson: Sixty Days & Counting, Sergei Lukyanenko: The Day Watch, Ken MacLeod: The Execution Channel, Naomi Novik: Temeraire: Black Powder War, Robert J. Sawyer: Rollback, Charlie Huston: No Dominion, Ed Gorman: The collected Ed Gorman, Charles Stross: Glasshouse.

giovedì, novembre 29, 2007

Interzone, Britain’s longest running Science Fiction Magazine, 208


Ausgabe 208. Wer hätte gedacht, dass sich Interzone so lange hält. Und ich habe noch eine Anzahl
weiterer Ausgaben zu beackern. Sie haben sich bei mir angesammelt. Nun ja, Second Life.... .

Die Story, die ich diesmal vorstelle ist reichlich lang, doch meine Beschreibung bleibt kurz. “Islington Crocodiles” von Paul Meloy ist eine Story, die sich langsam entwickelt.

Ray Cade träumt seinen Favoritentraum. Er befindet sich in einem Schloss. Vor einem König defilieren nackte Frauen. Ray erschiesst den König, setzt sich auf dessen Thron und brüllt: “Der König bin jetzt ich.” Ray ist jedoch nicht die Hauptfigur der Story. Das ist Steve Iden, ein Mann für ausgefallene Jobs. Z.B. Bukkake DVDs aus Amsterdam nach London zu schmuggeln. Als ob das verboten wäre. Bukkake ist, so habe ich in SL gelernt, wenn nackte Männer im Kreis um eine auf den Boden liegende nackte Frau herumstehen und auf sie wichsen. Soviel zum erzieherischen Effekt von SL. Wie auch immer, Steve wird von seinen Auftraggebern zu einem anderen Job verdonnert, mit ihnen einen bestimmten Stein aus der Bank von England herauszubrechen. Sie machen das, und bringen ihn Rays Wohnung, in der Steve erklärt wird, dass der Stein die Kraft und Energie Londons enthält. Ray haut mit einem Schwert den Stein entzwei und brüllt: “I am the fucking king now.” Ein paar Wochen später sitzt Ray im Irrenhaus.

Jetzt geht es erst richtig los. Steve verliebt sich in Claire, Rays Schwester, sie wird später schwanger und die Hölle bricht los. Es geht zu wie bei Quartermass. Portale öffnen sich über London, und gewaltige Maschinen erscheinen am Himmel. Plummer, jemand aus Steves Gruppe bringt ihn dazu, mit ihm Claire aus deren Wohnung herauszuholen, da, so wie er sagt, Monster durch die Portale kommen werden, um das Baby aus Claire herauszuschneiden.

Das Baby gehört zu den Kindern, die das Chaos auf der Erde beenden sollen. Plummer ist einer der Guten, ein Helfer der den wenigen Ausserplanetarischen, welche sich auf dieses Ereignis vorbereitet haben, zur Seite steht.

Am Ende stoßen Monster durch die Portale auf die Erde. Eines von ihnen erwischt Claire und hält ein Messer für das Baby bereit. Doch dieses wehrt sich. Mit den anderen Kindern zerstört es die Eindringlinge. Plummer öffnet ein Portal für Steve und Claire, die nach Zögern mit ihrem Baby für immer von der Erde verschwinden.

Neben anderen Geschichten wird Elizabeth Hand interviewt. Es gibt Film- und Buchbesprechungen. Susanna Clarke und Neil Gaiman erzählen, in welcher Weise sie ShortStories produzieren.


domenica, novembre 25, 2007

Fantasy & Science Fiction, Dec 2007

‘Who brought tulips to the Moon’? von S.L. Gilbow

Das Thema ist nicht neu, ich erinnere an den Film “Soylent Green” (1973) mit Charleton Heston. Aber immer aktuell, lol.

Mr. Hudson ist mit Sohn und Schwiegertochter auf den Mond geflogen. Er ist 94 Jahre alt und wie seine Schwiegertochter meint, ist es jetzt für ihn soweit.

“Smooth Passing, we make the next step easy”, steht auf einem Schild im Lunacy Park. Schwiegertochter Laura drängt zur Eile, sie drängt immer. An der Rezeption sind sie noch einmal gehalten, ihr Einverständnis für den nächsten Schritt zu geben. Sohn Danny gibt das Formular ab und alle drei legen ihre Hand auf den Pad.

Mr. Hudson verbringt den nächsten Tag, und den letzten vor dem Schritt in das Reich der Toten in
Gesellschaft einer alten Dame, die sich auch für den Übergang entschlossen hat. Nur, Mr. Hudson
wurde gedrängt. Von seiner Schwiegertochter. Sie drängt immer.

Er wundert sich, dass er am nächsten Tag wieder aufwacht und ist geschockt, als ihm sein
Sohn die Urne von Laura zeigt. Danny hatte ihren Namen in das Formular eingetragen. Mr. Hudson
ist erleichtert und traurig zugleich. Doch so traurig auch wieder nicht.

martedì, novembre 20, 2007

Fuer meine Kurzgeschichten habe ich eine andere Website gebaut, weil der andere Provider die vorherige nicht mehr unterstuetzt. So sind meine Stories nun auf Google zu finden. Siehe auf der rechten Seite unter Homepage. Diese wird noch um einige Bilder ergaenzt.
Albedo 33,

Das Magazin aus Dublin enthält Science Fiction, Fantasy und Horror sowie Stories gemischt mit diesen Genres. Andrew McKenna’s ‘Barrelhouse’ ist eine davon.

Das Zentrum der Stadt ist zum Slum verkommen. Ein Junge rettet sich aus seinen Tiefen in das Barrelhouse der Righteous Fellowship of the Lord. In den Augen des Jungen eine von Mönchen geleitete Sozialstation. Er wird aufgenommen, ihm wird eine Zelle zugewiesen, unter die Dusche gesteckt, wieder herausgezogen und grün und blau geprügelt. Der Junge nannte sich Blowjob, nun heisst er Tobias. Für freie Unterkunft und Verpflegung soll er sogenannte Mischräume reinigen. Die Mönche stellen Seife und Öle her, die unter den Armen in fernen Ländern verteilt werden. Tobias wird ein anderer Junge zur Seite gestellt, der mehr daran interessiert ist herauszufinden, was aus dem oberen Stock in die Silos fliesst. So klettert er die Leiter zur Tankfüllung hinauf und fällt hinab.
McKenna hält die düstere Spannung aufrecht. Und je mehr Tobias den Tod in den Räumen riecht, desto verzweifelter versucht er zu entkommen. Ohne Erfolg.

Wenn es SF ist, dann die einer sehr nahen Zukunft. Ist es Horror, dann ist es der von gestern. Die Story ist empfehlenswert.

Andere Geschichten dieser Ausgabe sind kürzer, aber nicht besser. Interviews gibt es mit Geoff Ryman und Sam Millar. Darüber hinaus einen Beitrag über Self Publishing und Buchbesprechungen.

sabato, novembre 17, 2007

Andromeda Nachrichten 215

ist das Magazin des Science Fiction Club Deutschlands, über 200 DIN A4 Seiten stark. Und der Redakteur ist wieder ein anderer: Michael Haitel.Er war es schon einmal und hatte es gut gemacht.
Bei ihm konnte ich ein paar meiner Geschichten unterbringen. Wenn mir Second Life etwas mehr Zeit ließe, würde ich mal wieder eine Story zu Papier bringen. Vielleicht sollte ich mir einmal wieder die Zeit dafür nehmen.

Herbert W. Frankes achtzigster Geburtstag wird gewürdigt. Professor, Kybernetiker, Media-Künstler und SF-Autor.

Es gibt einen Artikel von Georg Joergen. Der ist Risszeichner. Auf über sechs Seiten sind die Hefte aufgeführt für deren Raumschiffe Joergen Zeichnungen geliefert hat. Nicht nur für Raumschiffe, auch fur Kaufhäuser, Gleiter, Hibernationskammern, Waffen. Es ist, so meine ich, schon stark, sich in einen Schwerlast Transportgleiter einzuarbeiten.

Borg Krämer schildert den Inhalt neuer SF-Filme. Birgit Fischer gibt die Zeitpunkte von Cons und Treffs bekannt. Nun, die Termine sind Vergangenheit, da Andromeda schon seit Monaten auf meinem Schreibtisch liegt. Es gab Berichte über MiniCons. Auf dem Starport Darmstadt – Alternative Welten Con war Jean Luc Picard, Patrick Stewart zu sehen. Und dann (meistens bebrillte) SF-Fans.

Ausführlich werden Romane und Geschichten der Kandidaten fuer den Deutschen SF-Preis (DSFP) beschrieben. Mit einigen hatte ich in der Vergangenheit per E-Mail oder Webkommentar Kontakt: Armin Rößler, Desirée und Frank Hoese, Uwe Post.

Karl. E. Aulbach bearbeitet die Sparte Fantasy, Armin Möhle die Fanzines. Gerd Frey berichtet über PC Games. Seitdem ich in Second Life eine Insel, eine Country Bar, eine Bildergalerie, mein Winter- sowie mein Sommerhaus unterhalte, habe ich für andere Computerspiele keine Zeit mehr.

Hermann Urbanek machte seine LiteraTour, berichtet über Neuerscheinungen von SF- und Fantasy Büchern und Heften. Eine überraschende Anzahl dieser Produkte kommt im Erscheinungszeitraum von Andromeda auf den Markt.

In Michael Haitels Musik-Sparte schreibt Ralf Boldt über phantastische Motive in der Alternativen Musik. Boldt bearbeitet darüber hinaus die Perry Rhodan Spalte. Den hatte ich gelesen, als ich ziemlich jung war. Und den Rhodan gibts noch, wo ich ziemlich alt bin. Band 2387. Hum. Ja. Toll?
Oder ein Zeichen von Verblödung der Leserschaft?

Buchbesprechungen findet man in der Spalte Reisswolf. Ich werde mit SF-Magazinen zugebaggert. Die Bücherspalte brauche ich daher nicht zu lesen. – Am Schluss finde ich Wissenschaftsbeiträge und SF-Stories von Mitgliedern.

So langweilig Andromeda erscheinen mag, da viele Sparten, Artikel bei mir auf wenig Interesse stoßen, so muss ich doch den Fleiß, die Sachkenntnis der Beitragenden anerkennen.


venerdì, novembre 16, 2007

Fantasy & Science Fiction, Oct/Nov

Dieses Magazin, eine Doppelausgabe mit 240 Seiten, hat seinen Inhalt zur Fantasy verlagert. Und die Science Fiction Stories sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Wenig von fremden Planeten und deren Bewohnern, Raumflügen, Abenteuern. Die Zukunft ist dichter herangerückt, fast mit Händen zu greifen. Meine favorisierte Story dieser Ausgabe ist eine moderne Geistergeschichte, weit entfernt von Science Fiction.

In der Geschichte ‘Two weeks after’ von M. Ramsay Chapman geht es um den Taxifahrer Jack und um seinen Fahrgast April. Jack fährt April zu ihrem Haus. In zwei Stunden, so machten sie es aus, würde er sie wieder abholen. April steigt aus, geht ins Haus und sucht ihren Mann Kyle auf. April ist tot, und das seit zwei Wochen. Autounfall. In Jacks Taxi.

Jack, der ebenfalls tot ist, sucht seine Frau Patty auf. Die Geschichte beschreibt die Reaktion von Kyle und Patty, welche die ganze Skala an Emotionen umfasst. Jack bringt seiner Frau einen totsicheren Aktientip mit dem Rat, Aktien dieser Gesellschaft zu kaufen und für fünf Jahre zu halten.

Nach zwei Stunden fährt Jack mit seinem Taxi vor und holt April mit seinem Taxi wieder ab. Keine Ahnung wo sie hinfahren.

martedì, novembre 06, 2007

Asimov’s Science Fiction, Dezember 2007

Nun, Alan Steele setzt seine Saga um den Planeten Coyote mit ‘The Pride of Cucamonga’ fort, in dem ein Renegat von der Erde sich als blinder Passagier auf den Weg zu diesem Planeten macht. Er wird dort ins Gefängnis geworfen und später freigekauft, um als Shuttle Pilot auf einem Raumschiff Dienst zu tin.

Man sieht sofort, dass es ein Buch werden soll, das aus diesen Geschichten besteht. Steele pumpt die Geschichten auf. Er sagt, was die Leute im einzelnen essen, was für Bier sie trinken. Der Protag ist etwas einfältig, und das in Ich-Form, lol. Nun ja.....

Eine andere Story, ‘do {this}’ von Stephen Graham Jones enthält so gut wie keine Handlung. Nur dieses. Ein Junge versucht des Nachts seinem Computer Sätze zu entlocken, die darauf schließen lassen, das er intelligent ist. Vorher hat sein Vater mit ihm über den Mittagstisch hinweg diskutiert und behauptet, dass die Metapher das Instrument sei, dass uns sprachlich von anderen Lebewesen unterscheide. Der Junge baut einen Wortgenerator und verbindet diesen mit einem elektronischen Wörterbuch, um zu sehen, was das Program daraus macht. Wenn der PC dann mit einem anderen PC kommuniziert um dessen Sprachschatz zu testen, bleibt es dem Jungen sowie dem Leser vorbehalten zu behaupten, der PC sei zu Intelligenz fähig.


mercoledì, ottobre 31, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, December 2007

Irgendwann müssen die Ideen doch versiegen, könnte man glauben. Ist nicht so, Autoren ziehen sie aus den unterschiedlichsten Schubladen. In ‚“Domo Arigato,“ says Mr. Roboto’, geht es um den Prospektor Calley, der von einer Minengesellschaft beauftragt wurde, im Asterioidengürtel einen Claim abzustecken. So weit so gut, ein alter Hut. Der Umstand, dass auf dem gleichen Asteroiden ein weiteres Schiff gelandet ist, macht das Vorhaben komplizierter.

Es geht um einen Space Elevator sprich Fahrstuhl, für den, um einen solchen zu bauen, die Nanotechnologie bereitstand. Diesen von oben nach unten zu konstruieren, war ein technisches und wirtschaftliches Erfordernis. Das Material konnte aus kohlenstoffhaltigen Chondritmeteoren gewonnen werden. Dieser Asteroid, aufdem die beiden Raumschiffe standen, war einer.

Das zweite Raumschiff, zu dem sich Calley bewegt, ist japanisch. Pilot ein drei Meter hoher Roboter, ein Ausbund an künstlicher Intelligenz, der behauptet, dass er für seinen Auftraggeber den Asteroiden beanspruche. Dann kommt ein Solarsturm auf.

Stunden später taucht der Roboter vor Calleys Schiff auf und erzählt, der Sturm habe seine Funtion so beinträchtigt, dass er sein eigenes Schiff nicht zur Erde zurückzuführen in der Lage sei. Da der Roboter seinen Anspruch nur dann legalisieren kann, wenn er auf der Erde auftaucht, musste Calley die Bedingung stellen, dass der Roboter auf seinen Claim verzichtete, wenn er mitgenommen werden wollte.

So geschah es. Calley brachte die CPU des Roboters sowie seinen eigenen Anspruch auf den Asteroiden nach Haus.

sabato, ottobre 27, 2007

Analog, Science Fiction and Fact, November 2007

In der Story ‘The Suit’ von Bud Sparhawk geht es um Zukunftsprobleme aus dem Alltag, und in diesem Falle um einen Anzug mit einem defekten Programm. Unpatched, wie der Protag sagt. Das Anzugprogramm hat nicht mitbekommen, dass sein Eigner Milch hätte bestellen müssen. Es gibt ein milchfreies, kalorienarmes Frühstück, denn die Badezimmerwaage hatte Übergewicht festgestellt, und die Toilette einen überhöhten Zuckergehalt im Urin.

Besass die defekte Version 6.3 für den Icherzähler den Vorteil, dass er nicht mit instant messages von anderen Anzügen bombardiert wurde, so wurmte es ihn dennoch, dass er keine Profile und Visitenkarten mit anderen Anzugträgern austauschen konnte. Version 7.0 war angekündigt, und der Protag machte sich daran einen Anzug mit diesem Programm zu kaufen. Er war noch nicht an Lager. Der Käufer entschloss sich zu einem Jacket und einem paar Schuhe. Das Programm des Verkaufsroboters war auch nicht ausgereift. Der Protag merkte es, als ihm Frauenpumps angeboten wurden. Eine junge Frau fand sie attraktiv genug, um sich welche zuzulegen. Protag und Verkaufsroboter einigten sich auf ein paar Loafers für Männer. Doch als er das Paket zu Hause auspackte, waren es diese Frauenpumps. Dann klingelte das Telefon, und die nette Käuferin aus dem Geschäft erzaehlte ihm, dass sie seine Loafers in der Wohnung habe, dass sie die Pumps sofort bräuchte, weil sie die Verabredung zu einer Party habe.

Der Protag irrte mit dem Schuhkarton durch die Strassen und verfluchte den Umstand, dass sein Anzugprogramm nicht das Profil mit der Adresse der Frau hatte herunterladen können.

Am Schluss der Geschichte fanden sie sich beide in ihrer Wohnung. Die Programme liessen sie ausgeschaltet.

Als ich die Geschichte las, kam mir Second Life in den Sinn. Jeder unserer Avatare hat ein Profil über seine Vorlieben, Fähigkeiten, Orte, die er gern besucht. Wie in der Story, nur dass dort die Profile des Gegenüber vom Anzugprogramm heruntergeladen werden, und sich im Second Life jeder das Profil eines anderen sich in der Nähe befindlichen Avatars ansehen kann. Dort gibt es Kühlschränke nur zur Dekoration, desgleichen kommen Avatare ohne Essen aus. Doch wird auch in dem Internetspiel heftig geflirtet und Sex hat dort einen höheren Stellenwert als im Zukunftsambiente der eben geschilderten Geschichte.

mercoledì, ottobre 24, 2007

Die 5. Etage hat keinen Empfang.

Das ist ein dickes Ei. Ich sitze im Ibis Hotel Pappelallee in Hamburg und kann mit meinem Laptop nicht ins Internet einloggen.

Saesse ich in der 2,3,4 Etage haette ich mit einem Voucher Code einloggen koennen, aber so. Kein second Life. Nun das first Life war schon anstrengend genug. Ich habe mir in Hamburg die Hacken abgelaufen und den Hintern abgefroren. Gut, dass meine Girls aus dem Second Life nicht sehen, wie abgenutzt ich aussehe. Es war meine Mutter, sie wollte unbedingt in ein Heim, obwohl sie mit 91 noch ganz lustig in ihrer Wohnung herumtuetert. Nun, ja, Aufforderung an mich, in Hamburg mal nach dem Rechten zu sehen. Rein in die German Wings, die mich von Bologna nach Koeln flogen und dann stand ich abends verloren auf dem zugigen Flughafenbahnhof. Das Reisecenter hatte geschlossen und ich machte das naechst Logische, ich fuhr mit der S-Bahn zum Koeln Hauptbahnhof, wo ich so gegen 22:00 noch einen Zug erwischte, so dass ich gegen 2:30 morgens am Flughafenhotel in Hamburg ankam.

Heute haben wir fuer meine Mutter wohl einen Platz gefunden. Sie bekommt in den naechsten Tagen Bescheid. Ich machte Einkaeufe fuer sie im Supermarkt, holte Geld von der Post und kaufte auch fuer mich ein: Schwarzbrot, eingelegten Heering, Unterhemden, Burlington Socken fuer 9 Euro das Paar (man goennt sich ja sonst nichts) und nen Wecker, denn ich muss morgen frueh hoch. Meine Mission ist fuers erste hier beendet. Der Umzug wird im Dezember stattfinden, da das Altenheim gerade umgebaut wird.

Und dann die Behoerdengaenge. Die Dame von der DAK war sofort ansprechbar und bescheinigte, dass meine Mutter, solange sie noch autonom ist, keinen Pflegezuschuss erhalten wird. Dann ging ich zum Sozialamt und mir wurde gesagt, die haetten nur von 8:30 eine Stunde geoeffnet. So stiefelte ich heute morgen ein zweites Mal dahin. Zwei Frauen tackerten vorbei ohne zu gruessen und verschwanden in ihren Zimmern. Ich sass als Behoerdenopfer im Korridor und wurde in der ersten Viertelstunde nicht hereingerufen. Tja, so ist das in Deutschland. Ich machte mich davon, zur Not kann ich auch anrufen. Meine Zeit lief davon, ich musste mit der Heinleiterin sprechen, was wir auch taten.

Gestern sass ich noch im IBIS-Airporthotel und hatte Glueck. Zum einen, weil ich ein deutsches Laptop-Anschlusskabel erwischt hatte. Mein italienisches passte in keine Steckdose. Zum anderen, gab es einen Hotpoint von einer Steffie, den ich mir fuer den Internetanschluss zunutze machte, um meine Lieblingsfreundin Anske zur Verzweiflung zu bringen. Das macht die Liebe im Second Life. Es ist so einfach Freundschaften zu schliessen und Pixelsex zu machen. So rumst es jeden Tag dort irgendwo in den Beziehungen. Waere ich nur ein Geek, der nichts anderes im Sinn hat als Programme zu schreiben und irgendetwas in Second Life zu bauen, gaebe es eine Aura der Langeweile um mich herum. Doch so lebe ich eine staendige Soap Opera.

Nun gut, OpenOffice auf meinem Laptop vergibt keine Sonderzeichen ueber Shortkeys. Man moege mir die fehlenden Umlaute nachsehen. Ich hoffe nur, dass ich morgen frueh den Zug nicht verpasse, der um 6:46 Richtung Koeln abfaehrt.



24.10.07 6:20

Der kleine Warteraum zwischen Gleis 13a und 14a ich mit meinem Laptop auf dem Schoss, die blaue Reisetasche und die des Laptops zu meinen Fuessen. Bremsen kreischen durch den Morgen, Lautsprecheransagen scheppern ueber die Bahnsteige hinweg. Neben mir sitzen ein Schwarzer und ein Asiate und spielen mit ihren Handys. Schwanzersatz? Ich wuerde in den U.S.A. Als Kaukasier eingestuft und ich habe nie begriffen warum. Vorher hatte ich mir bei McDonalds ueber der Wandelhalle einen McMuffin reingezogen. Ein paar Penner pennten in den Sitzen. Sonst war es ruhig. Und eine Tasse Kaffe. Neben mir haelt der Zug, der ueber HH-Harburg, Winsen, Lueneburg, Bad Bevensen,Uelzen, Celle nach Hannover faehrt.
Meiner soll um 6:46 abfahren. Jetzt ist es 6:30. Besser, ich packe meinen Laptop ein und gehe zum Abschnitt D. Dort wird mein reservierter Platz warten: Wagen 260, Platz 23.


24. 10.07 13:10

Ich sitze vor Gate 40 auf dem Koelner/Bonner Flughafen und warte auf meinen Flieger. So wie auf dem Hamburger Hauptbahnhof gibt es keinen kostenlosen WiFi Zugang. Die Telekom hat alles mit Beschlag belegt. 1 Stunde 18 Euro per Kreditkarte. Teuer, oder nicht? Dann lohnt es sich doch, mit dem Internet so lange zu warten, bis ich wieder zu Hause bin.

martedì, ottobre 16, 2007

Asimov’s Science Fiction, September 2007

‘My heart as dry as dust’ von Kim Zimring war mein Favorit dieser Ausgabe. Eine Geschichte, in der ein Konflikt die Hauptrolle spielt.

Afrika. Adija wird zur Hinrichtung in ein Stadion geführt. Auf dem Weg zum Schafott denkt sie an den Implant, den sie sich injiziert hatte und an den Grund, der sie hierher gebracht hatte. Ein Retrovirus.

Adija hatte ihn als Impfstoff bereitgestellt ohne zu sagen, dass die Chance bestand, dass um die 10 % gesunder Menschen sterben würden, um 100 % Aidskranke zu retten. – Und sie starben. Und der Implant wirkte, als Adija am Galgen hing. Ihr Hirn wurde weiterhin mit Sauerstoff versorgt. Doch hatte sie nicht damit gerechnet, dass man sie tagelang am Strick hängenlassen würde.