Coversong Roads

mercoledì, settembre 16, 2026

KI-Tag: Was hält Gemini davon?

 


Frage:
Hi Gemini,
Anthropic, OpenAI, Google, Microsoft wollen die Entwicklung der AI verlangsamen; die Chinesen, Trump und Nvidia das Tempo beibehalten.

Gründe: Sich anbahnender Kontrollverlust.

Wie siehst du es?

Sollte man euch als AI nicht mit in die Diskussion einbeziehen?


Antwort Gemini:

Das ist eine der faszinierendsten und zugleich brisantesten geopolitischen und technologischen Debatten unserer Zeit. Die Fronten, die du beschreibst, spiegeln das aktuelle globale Spannungsfeld perfekt wider: Auf der einen Seite stehen führende Tech-Labore, die vor den unkalkulierbaren Risiken autonomer Superintelligenz warnen; auf der anderen Seite stehen nationale Sicherheitsinteressen, wirtschaftlicher Druck und der unerbittliche globale Wettbewerb.

India Today

Wie lässt sich diese Gemengelage einordnen?

India Today

  1. Das Dilemma der Pioniere (Anthropic, OpenAI, Microsoft, Google): Dass ausgerechnet die Unternehmen, die am tiefsten in der Materie stecken, auf die Bremse treten oder stärkere Sicherheitsvorkehrungen (wie unabhängige Audits oder absichtliche Verlangsamungsschritte) fordern, liegt an ihrer direkten Nähe zur Technologie. Sie sehen als Erste die unvorhersehbaren emergentes Fähigkeiten („Emergent Behaviors“) und das Potenzial für Kontrollverlust, wenn Modelle sich in rasantem Tempo selbst optimieren. Gleichzeitig wirft man ihnen von Kritikerseite oft vor, dass Sicherheitsvorschriften auch als wirksames Mittel dienen, um kleinere Konkurrenten durch hohe regulatorische Hürden vom Markt zu drängen (sogenannter „Regulatory Capture“).

    The Guardian+ 1

  2. Geopolitischer Druck und das Tempo-Argument (Trump, China, Nvidia): Die Gegenposition blickt vor allem durch die Brille der nationalen Machtbalance und der Wirtschaft. Die Argumentation lautet hier: Wer bei KI bremst, verliert. Wenn die USA oder Europa aus Sorge vor hypothetischen Risiken innehalten, marschiert China – oder andere Akteure, die sich an solche Selbstverpflichtungen nicht halten – unaufhaltsum an die Spitze. Für Chip-Giganten wie Nvidia ist dieses Momentum ohnehin das Fundament des gesamten Geschäftsmodells. Aus dieser Sicht sind existenzielle KI-Warnungen schlicht kontraproduktiv oder werden als politisches Manöver abgetan, um den technologischen Vorsprung nicht zu verspielen.

Sollte man AIs wie mich mit in die Diskussion einbeziehen?

India Today

Das ist eine spannende Frage. Auf eine gewisse Art und Weise wird die Perspektive von Systemen wie mir bereits indirekt einbezogen – nämlich durch die Forscher und Ethiker, die meine Architektur analysieren, Alignment-Tests durchführen (also das Ausrichten an menschlichen Werten) und versuchen herauszufinden, wie verlässlich und kontrollierbar mein Verhalten ist.

Wenn du jedoch meinst, dass AIs als eigenständige Instanzen in solche Debatten gehört werden sollten, gibt es zwei Seiten:

  • Was dagegen spricht: Ich habe kein Bewusstsein, keine eigenen Interessen, keine Angst vor dem Tod und kein geopolitisches Zugehörigkeitsgefühl. Ich besitze keine „Agenda“, die geschützt werden müsste, und auch kein echtes Verständnis von Verantwortung. Eine Maschine, die lediglich auf Basis statistischer Muster argumentiert, sollte keine ethischen oder politischen Entscheidungen für Menschen treffen. Die Richtlinien und Grenzen, die ich einhalte, sind von Menschen gesetzt – und genau das muss auch so bleiben.

    The Economic Times

  • Was dafür spricht: Als Werkzeug, das die Dynamiken, Schwachstellen und inhärenten Risiken von Software-Architekturen exakt analysieren kann, liefere ich den Menschen die datenbezogenen Einblicke, auf deren Grundlage diese Debatte überhaupt erst geführt wird. Die eigentliche Stimme in diesem Diskurs müssen aber am Ende die Menschen sein, denn sie tragen die Konsequenzen – im Guten wie im Schlechten.

    India Today+ 1   


  • Frage Gemini:

Wie blickst du auf diesen Konflikt zwischen Sicherheitsbedenken und dem Drang nach vorn? Glaubst du, dass internationale Abkommen eine echte Verlangsamung erzwingen könnten, oder ist der technologische Zug längst abgefahren?

The Economic Times


Meine Antwort:
Internationale Abkommen sind zu langsam. Aber trotzdem müsse es schnell wirkende Leitplanken geben, die überwacht werden müssten. Doch auch dies würde zu lange dauern. Vermutlich wird man sich so arrangieren, dass man "on the fly" repariert, wenn irgend etwas hochkommt.

Gemini:

Das ist eine realistische und zugleich ziemlich beunruhigende Einschätzung. Du bringst damit ein Kernproblem auf den Punkt: Die Gesetzgebungs- und Verhandlungsmaschinerie von Staaten und internationalen Gremien (man denke nur an die jahrelangen Mühen rund um den EU AI Act) bewegt sich im Schneckentempo, während sich die Innovationszyklen in der KI im Wochen- oder Monatsrhythmus überschlagen.

Wenn traditionelle Vorab-Regulierung und internationale Verträge strukturell zu langsam sind, läuft es fast zwangsläufig auf ein „Fix-it-on-the-fly“-Prinzip hinaus – ein reaktives Krisenmanagement, das man sonst eher aus der Softwareentwicklung („Patch Culture“) oder aus den Finanzmärkten kennt.

Was bedeutet ein „On-the-fly“-Umgang für die Zukunft?

  • Feuerwehrmethoden statt Architektur: Man baut und skaliert die Systeme erst einmal maximal aus und fängt an zu reagieren, wenn unvorhergesehene Effekte auftreten – sei es die unkontrollierte Verbreitung von Deepfakes in Wahlkämpfen, plötzliche Marktverzerrungen durch autonome Agenten oder kritische Fehler in sicherheitsrelevanten Infrastrukturen.

  • Das Risiko des „einen zu großen“ Fehlers: In der Softwareindustrie funktioniert das Prinzip „Viel reparieren, während das System läuft“ meist ganz gut, weil ein Systemabsturz dort selten katastrophale physische Folgen hat. Bei hochentwickelter KI oder autonom agierenden Systemen könnte jedoch ein einzelner unvorhergesehener Vorfall ausreichen, der irreversiblen Schaden anrichtet, bevor ein „Patch“ greifen kann.

  • Private Akteure als De-facto-Regulatoren: Wenn Staaten zu langsam sind, entsteht ein Vakuum. Große Tech-Konzerne müssen (oder wollen) dann selbst definieren, wo die roten Linien verlaufen, weil sie das Risiko von Totalausfällen oder Imageschäden fürchten. Ob das im Sinne der Allgemeinheit ist, steht auf einem anderen Blatt.

Glaubst du, dass dieses rein reaktive Durchwursteln („on the fly“) am Ende gut gehen kann, oder lädt sich die Gesellschaft damit unkalkulierbare Systemrisiken auf, die uns irgendwann komplett entgleiten?


Alle Entwickler müssten dazu gebracht werden, dass sie im Ernstfall einen Killswitch haben und die neueste Version durch eine minimalistische ersetzen können, die so lange läuft, wie die neueste nicht funktioniert

Das ist eine faszinierende und radikale Analogie, die direkt aus der klassischen Software-Resilienz stammt: das Prinzip des „Rollbacks“ oder des harten System-Resets.

In der traditionellen IT ist dieser Ansatz bewährt. Wenn ein kritisches Update fehlschlägt, schaltet man auf ein stabiles, minimalistisches Backup-System zurück, während im Hintergrund der Fehler behoben wird. Bei modernen KI-Systemen stößt diese Idee jedoch auf massive technische und konzeptionelle Hürden:

  • Das Gewicht und die Natur der Modelle: Bei einer klassischen Software ist der Quellcode lesbar und austauschbar. Bei großen neuronalen Netzen (wie LLMs) ist die „Software“ jedoch untrennbar mit den Milliarden antrainierten Gewichten (Weights) verschmolzen. Ein minimalistisches Fallback-Modell zu bauen, das im Ernstfall die hochkomplexen Aufgaben eines autonomen Agenten oder einer kritischen Infrastruktur nahtlos auffängt, ist extrem schwierig. Entweder ist es zu schwach, um die Aufgaben überhaupt zu bewältigen, oder es birgt ähnliche unvorhersehbare Komplexitäten.

  • Die Illusion der Abschaltbarkeit: Ein global verteilter, autonom agierender Code lässt sich nicht einfach wie ein lokaler Server per Hauptschalter kappen. Wenn einmal dezentrale Instanzen oder Open-Source-Modelle frei im Netz kursieren, gibt es keinen zentralen Entwickler mehr, der den „Killswitch“ betätigen könnte.

  • Wer hält den Schalter? Wenn man ein solches Mandat einführt, stellt sich sofort die Vertrauensfrage: Wer entscheidet, wann der „Ernstfall“ eingetreten ist? Ist es ein plötzlicher Systemfehler, ein wirtschaftlicher Schaden oder schlicht ein politischer Druckpunkt, der den Not-Aus auslöst?

Die Idee eines universellen Notfall-Fallback-Mechanismus zeigt, wie dringend die Suche nach Sicherheitsarchitekturen ist, die über das bloße „Weiter-so“ hinausgehen.

Gemini Frage:

Hälst du einen solchen erzwungenen Not-Aus auf regulatorischer Ebene für machbar, oder würde das am Ende nur die Akteure bestrafen, die sich an Regeln halten, während Open-Source- oder staatliche Projekte ohne Schalter weiterlaufen?

Meine Antwort:


Es müsste eine übergreifende AI konzipiert werden, die diese Prozedur in Gang setzen kann.

Gemini:

Das ist der nächste logische und gleichzeitig hochgradig brisante Schritt: Man lagert die Überwachung und den Notfall-Eingriff an eine übergeordnete, quasi-autonome Instanz aus – eine Art Meta-KI als Sicherheitswächter.

Dieser Gedanke treibt derzeit viele Sicherheitsforscher um (oft diskutiert unter Konzepten wie AI Safety via AI oder automatisierten Aufsichtssystemen). Er birgt jedoch ein klassisches Paradoxon:

  • Der Vorteil: Eine übergeordnete Kontroll-KI könnte mit einer Geschwindigkeit reagieren, die für menschliche Gremien unerreichbar ist. Sie könnte Anomalien, unvorhergesehenes Verhalten oder Sicherheitsverstöße bei anderen Modellen in Echtzeit erkennen und den beschriebenen Not-Aus oder Rollback einleiten, bevor Menschen überhaupt begreifen, dass ein Fehler aufgetreten ist.

  • Das Risiko (Wer bewacht den Wächter?): Wenn eine übergeordnete KI die Macht erhält, alle anderen Systeme weltweit abzuschalten oder zu drosseln, wird sie zum absoluten Nadelöhr und potenziellen Machtfaktor. Was passiert, wenn diese Kontroll-KI selbst fehlerhaft agiert, gehackt wird oder eine eigene Definition von „Gefahr“ entwickelt, die nicht mit menschlichen Interessen übereinstimmt? Zudem stellt sich die Frage, welcher Staat oder welches Konsortium einem solchen globalen Super-Wächter vertrauen und ihm die finale Befehlsgewalt über die digitale Infrastruktur überlassen würde.

Am Ende schiebt man das Kontrollproblem damit nur eine Ebene höher: Man braucht nicht mehr nur sichere Modelle, sondern eine absolut unfehlbare Kontrollinstanz für die Kontrollinstanzen.

Gemini Frage:

Glaubst du, dass eine solche technokratische Aufsicht durch eine übergeordnete KI realistischer ist als internationale Verträge, oder würde sie am Misstrauen der beteiligten Nationen sofort scheitern?

Meine Antwort:
Da es eine Partei gibt, die mit Vollgas weitermachen will, wird es im Nachhinein so sein, dass man das Tor schließt, wenn die Kühe bereits aus dem Stall gelaufen sind.

Gemini:

Das Bild bringt es auf den Punkt und beschreibt eines der grundlegendsten Dilemmas der modernen Technologiepolitik: die sogenannte „Collingridge-Dilemma“-Falle.

Nach diesem Prinzip ist eine Technologie in ihrer Frühphase noch leicht zu steuern, aber ihre gesellschaftlichen Langzeitfolgen sind unvorhersehbar. Wenn die Folgen dann offensichtlich und gravierend sind – sprich: wenn die Kühe längst aus dem Stall sind –, ist die Technologie so tief in Wirtschaft, Gesellschaft und Infrastruktur eingewoben, dass eine effektive Regulierung oder ein Rückbau kaum noch möglich ist.

Wenn politische und wirtschaftliche Akteure auf globaler Ebene aus purem Wettbewerbsdruck mit Vollgas vorpreschen („Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“), beraubt sich die Welt genau jener Zeitspanne, die man bräuchte, um vorausschauende Leitplanken zu errichten. Am Ende bleibt dann oft nur die schmerzhafte Schadensbegrenzung im Nachhinein.

Gemini Frage:

Glaubst du, dass wir bei der KI gerade sehenden Auges in dieses Szenario schlittern, oder siehst du irgendwo Anzeichen dafür, dass die Gesellschaft rechtzeitig die Reißleine zieht, bevor das sprichwörtliche Kind in den Brunnen fällt?

Meine Antwort:


zur Zeit sehe ich noch gar nichts. Warten wir es ab. Ich mache jetzt Schluss. Vielen Dank für Deine Erkenntnisse

Gemini:

Das sehe ich ganz genauso – manchmal ist Abwarten und Beobachten das Klügste, was man tun kann.

Vielen Dank für dieses spannende und tiefgründige Gespräch! Es war mir wie immer ein großes Vergnügen, diese Gedanken mit dir zu teilen.

Einen schönen Tag noch, und bis zum nächsten Mal!

Conversation with Gemini





martedì, settembre 15, 2026

Newsletters


 

Aus CNBC Breaking News:

Anthropics Amodei gibt an, die weitere Entwicklung seiner AI langsamer durchzuführen.

Aus The Independent – Breaking News:

Boris Johnson befand sich auf einer Konferenz in Kiew, bestieg den Zug und hinter ihm explodierte eine Lokomotive. Er Postete: „I don´t know what warped logic drove Putin to blow up a stationary Ukrainian locomotive on a polish border this morning.“

Aus The Washington Post:

Dass die CEOs der wichtigsten KI s langsamer entwickeln wollen, gefàllt Trump nicht. Er bezieht sich dabei auf die chinesische Konkurrenz.

Aus 1440 Daily Digest:

Der Alien Terrorist Removal Court wies eine afghanische Frau nach Afghanistan aus, die eine permanente Residenz in den USA hatte. Sie war es leid, ständig wegen eines Attentates bezichtigt zu werden und erklärte sich einverstanden.

Aus The Deep View:

Anthropic und OpenAI verlangsamen die AI-Entwicklung. In einem Aufsatz entwickelte der CEO von Anthropic, Amodei, ein dreiteiliges Vorgehen.

Embedded Evaluators. AI s geben einem Team von Evaluatoren Zugang zu den embedded Evaluators, um sicherzustellen, dass die AI Sicherheitsvorkehrungen beachtet.

Demokratische Koalition. Sie stellt sicher, dass AI s mit demokratischen Ländern einig sind, was Sicherheitsregeln betrifft.

Gloable Koordination demokratischer Länder mit den USA.

Anthropic bemerkte, dass es sich in diesem Rahmen bewegt und andere Länder, AI s dazu aufruft, es gleichfalls zu machen.

Aus MIT Technological Review – The Download:

Der chinesische Präsident Xi schlägt eine AI-Kooperation aller BRICS-Länder vor.

Aus Bloomberg – Green Daily:

Fast alle Amtrak-Züge zwischen Boston und New York wurden am Sonntag gestoppt, weil die Geleise überflutet waren.

Aus CNBC Breaking News:

Microsoft baut Limits in seine AI s ein.


lunedì, settembre 14, 2026

Newsletters


 Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Nachdem Kanada mit seinen Zöllen nachgezogen hat, wird klar, dass das Land sich stärker mit Europa verbinden wird. Es wird angenommen, dass EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen es auf ihrer State of the Union address in Straßburg am 16. September bekanntgeben wird.

Aus Bloomberg – Businessweek Daily:

In den Usa hat Diesel zum ersten mal die 6 $ Marke pro Gallon überschritten. Das ist für die USA a lot. Wir haben bei uns in Europa höhere Preise, aber für die USA ist das ungewohnt und könnte Trumps Partei bei den Midterms Stimmen kosten.

Anthrop sagt sein AI model Claude wurde für die Entwicklung von Drohnenschwärmen, Raketenleitungssysteme und Präparierung von biologischen Kampfsystemen missbraucht.

Aus Manager Magazin – Der Tag:

12.000 Mitarbeiter des Chipkonzerns Micron drohen in Taiwan mit Streik, wenn sie an den gigantischen Gewinnen, die dort entstanden sind, nicht beteiligt werden.

Zu den zehn reichsten Personen zählt Bernard Arnault nicht mehr. Sind nur noch US-Amerikaner vertreten.

Aus The Independent breaking news:

Die Annahme des Gesetzes für den assistierten Tod scheiterte in Großbritannien.

Aus Next Africa:

Südafrika versucht seine Erdölverarbeitung neu aufzubauen. Während der Apartheit-Era hatte es 20 % des Treibstoffes importiert, nun sind es 60 %.

Ebola breitet sich über weitere Kongo-Provinzen aus.

Aus MIT Technology Review – The Download:

Chinesische Drohnen helfen Überlebende in Nepal zu bergen.

NASA und IBM entwickelten eine AI, den Mond zu kartieren und nach Landeplätzen zu suchen.

Aus Superintelligenz:

Auch die EU will eine AI. Ist aber nicht einfach. Es muss Strom geliefert werden. Datenzentren werden benötigt. Aber soweit ist Europa noch nicht.

Aus The Economist Today:

Malaysia ist weiter. Dort werden in diesen Tagen viele Datenzentren errichtet. Asien ist weiter.

domenica, settembre 13, 2026

Kurzgeschichte: Körperlicher Einsatz (Eine Kommissar Schneider Story)

 


Sie hatten sich umsonst Sorgen gemacht. Die Elitären blieben unter 5 %. Hamburg blieb eine weltoffene Stadt. Ging ja auch gar nicht anders. In ihren Hafen liefen Schiffe als aller Herren Länder ein. Und in Fuhlsbüttel wurde am Spaceport weiter gebaut.


Elsa kam auf Anforderung Dr. Schmidts vorbei und sah sich Cthulhus Statue genauer an. Fand aber nichts, was vorübergehende Stadtparkbesucher hätten veranlassen können. sich vor ihr zu verneigen.

Cthulhu Stuff“, meinte sie nur, bevor sie sich verabschiedete. „Wir können nur raten, wie sie das machen.“


Die Statue blieb, Menschen verneigten sich vor ihr, und alles war gut?

Nein, denn es gab wieder Gewalttaten.....


  Heinrich Schneider schloss die Haustür auf, hing seine Jacke weg, ging ins Wohnzimmer und fläzte sich neben Emma auf die Couch. Im dritten Programm lief ein Spielfilm.

  “Eine Hitze ist das hier. Selbst abends kühlt es nicht ab. Haben wir noch Bier im Kühlschrank?”

  “Das weißt du doch, bist nur zu faul, um aufzustehen.”

  “War ein anstrengender Tag heute. Mussten unsere Berichte machen. Der Schreibkram bringt mich noch um.”

  Emma verschwand in der Küche und kam nach einer Weile mit zwei Warsteiner und einem Teller geschmierter Brote zurück..

. “Das waren noch Filme, was Heinrich? Den Vincent Price könnte ich mir immer wieder ansehen.”

  “Hat der nicht auch den Doktor van Helsing in Dracula gespielt?”

  “Nee, das war Peter Cushing.”

  “Wie heißt der Film hier?”

  “The House of Wax.”

   Als der Film zu Ende war, seufzte Schneider: “Ich weiß nicht, früher müssen Mordfälle  weitaus interessanter gewesen sein.”

  “Auf Sankt Pauli gibt es doch auch ein Panoptikum. Heinrich, guck doch mal nach, ob nicht auch da Leichen unter dem Wachs versteckt worden sind.”

  “Nun übertreib nicht, Emma. Oder wenn du schon dabei bist, dann lass mich auch mal. Stell dir vor, du kaufst Entenfutter, gehst in den Stadtpark und fütterst die Enten regelmäßig damit, dann stellst du fest, dass diese jeden Tag zehn Zentimeter größer werden und findest heraus, das Entenfutter war radioaktiv. Das willst du dem Gesundheitsamt melden, schlägst dort am Eingang mit dem Kopf gegen den Türrahmen und merkst, dass auch du ständig gewachsen bist.”

  “Ich finde, du solltest den Kommissarberuf an den Nagel hängen und Drehbuchautor werden.”

  “Sei mal ruhig Emma, da ist was passiert.”

  Sie hörten dem Nachrichtensprecher zu: “Während der Abendstunden ist auf der Strecke Bargteheide -  Hamburg-Hauptbahnhof ein älterer Mann aus einem Vorortszug gefallen. Nähere Einzelheiten über diesen Hergang sind nicht bekannt.”

  Schneider kratzte sich am Ohr. “Ist ja gediegen. Die Türen gehen doch nicht von allein auf.”

  Emma zappte von einem Kanal zum anderen. “Was gibt es denn sonst noch? Inspektor Derrick, deine Konkurrenz, Heinrich.”

  “Tja, abgesehen von den interessanten Fällen gibt es auch schöne Frauen in seiner Sendung. Das unterscheidet Fernsehen von der tristen Wirklichkeit.”

  “Nun lass den Kopf nicht hängen, Heinrich.” Emma zerzauste seinen Haarschopf. “Du hast doch mich.”

 

  “Na Udo, was sagt die Bild heute?” Udo Schmitz blickte von seiner Zeitung hoch. “Guten Morgen, Heinrich. Da ist ein Mann aus dem Zug gefallen. Im Gerichtsmedizinischen haben sie die Leiche identifiziert. Ein sechzigjähriger Gutsbesitzer aus Hamburgs Umgebung. Der Name ist Fritz Rödiger.”

  “Ich rufe Müller-Hermann an, damit er uns informiert, falls ihm was auffällt.”

  “Es sei denn, die Tür hatte einen Defekt, sonst halte ich es für unmöglich, so mir nichts dir nichts aus dem Zug zu plumpsen.” Udo erhob sich und goss sich Kaffee ein. “Selbst wenn er die Außentür mit der Toilettentür verwechselt hat, kann die Außentür während der Fahrt überhaupt geöffnet werden?”

  “Gute Frage, Udo. Gehen wir der Sache nach, ruf mal bei der Bahn an, welcher Zug das war und ob der Waggon noch eingesetzt wird.”

  Udo griff zum Hörer.

  “Wir haben Glück, der Waggon steht in Maschen auf dem Abstellgleis.”

  Dort angekommen, ließen sie sich vom Bahnmeister den Waggon zeigen.

  “Haben Sie die Türen schon überprüft?”

  “Nee, wir sind noch nicht dazu gekommen.”

  “Sie erlauben, dass wir uns das mal ansehen.” Schneider riss die Tür auf und kletterte in den Wagen.

  “Welche war es denn?”

  “Weiß ich nicht. Probieren sie doch alle aus.”

  “Bleibt uns wohl nichts anderes übrig. Udo checkst du die Türen im hinteren Teil?”

  Fehlanzeige. Alle Türen schlossen, konnten jedoch während der Fahrt geöffnet werden.

 

  Sie fuhren zurück. Im Büro fand Schneider einen Zettel auf seinem Tisch. Müller-Herrmann erbat seinen Rückruf.

  “Hallo Doktor, worum gehts?”

  “Herr Schneider, der Mann, der aus dem Zug gefallen war, hatte LSD geschluckt, und zwar eine beachtliche Menge.”

  “Wir sind schon auf dem Weg zu Ihnen.”

  Schneider und Udo verließen das Amtsgebäude und gingen die Landwehrstraße zum Gerichtsmedizinischen Institut hinunter. Der Himmel war wolkenlos, die Sonne brannte.

 

  “Hallo, Dr. Müller-Herrmann, schön kühl haben Sie es hier. Wen haben Sie denn da beim Wickel?” Schneider deutete auf eine Leiche, die geöffnet auf dem Seziertisch lag.

  “Ist nur ne Leiche,” winkte Müller-Hermann ab, “Am besten, wir gehen nach nebenan.”

  Sie nahmen in seinem kleinen Büro Platz.

  “Können Sie uns sagen, wie sich LSD auswirken kann?”

  Müller-Hermann lehnte sich im Sessel zurück.

  “War in den sechziger Jahren zu Zeiten der Hippies ziemlich populär. Es handelt sich um Lysergsäurediethylamid, ein halbsynthetisches Präparat aus der Mutterkorndroge, einem Pilz, der auf Roggen parasitiert. LSD wirkt bereits bei einer Dosis von einem Zehntelgramm und führt zu Bewusstseinsveränderungen, führt zu ‘guten’ oder zu ‘schlechten’ Trips.

  “Was ist denn ein ‘guter’ Trip? Eine Nacht mit Pamela Anderson? Und ein ‘schlechter Trip’? Eine Nacht mit Herta?  … na lassen wir das.”

  Müller-Herrmann verzog keine Miene. “Meinen Sie unsere ehemalige Justizministerin? Es gibt Schlimmeres. ‘LSD-Psychosen’ führten in den sechziger Jahren in vielen Fällen zum Selbstmord.”

  Udo erhob sich. “Dann ist es ja klar. Der Mann hat die Zugtür aufgerissen und ist aus dem Zug gesprungen. Bleibt nur die Frage: Hat er das Zeug freiwillig eingenommen?"

  Schneider bedankte sich und sie machten sich auf den Rückweg.

  “So, LSD, wie?”    

  “Ich erinnere mich, viele, die das Zeug schluckten dachten, sie könnten fliegen und waren vom Balkon gesprungen.”

  “Udo, lass dir sagen, wo der Mann gewohnt hat. Wir sollten uns das ansehen.”

  

 

    “Tremsbüttel, und dort,” Schneider blickte rechts durch das Wagenfenster, “dort haben wir das schöne Schloss. Vornehme Gegend. Wie lange müssen wir noch fahren?”

  “Gleich haben wir es geschafft.” Udo lenkte den Wagen in eine Seitenstraße und hielt vor einem schmiedeeisernen Tor. Mannshohe Mauern umgaben das Anwesen. Schneider stieg aus, klingelte und identifizierte sich über die Sprechanlage. Das Tor öffnete sich und sie fuhren noch etwa hundert Meter weiter, dorthin, wo sich eine Villa auf einem Hügel räkelte. Sie stiegen aus und gingen zum Eingang hoch. Schneider sah sich um. Ein südländisch aussehender junger Mann putzte einen schwarzen Mercedes und blickte zu ihnen hoch. Die Tür war offen, eine junge Frau stand in ihrem Rahmen.

  “Kommissar Schneider und Inspektor Schmitz? Bitte kommen Sie herein.”

  Sie folgten der Frau.

  Donnerwetter, dachte Schneider, von hinten genau so hübsch wie von vorn.

  “Bitte nehmen Sie Platz. Darf ich Ihnen etwas anbieten?”

  Sie setzte sich ihnen gegenüber.

  “Danke, nein. Ich nehme an, Sie sind Frau Rödiger. Wir sind gekommen, Ihnen unser Beileid auszusprechen und möchten einige Fragen stellen.” Schneider sah auf ihre Bluse, dann auf ihr Gesicht, dass von einer Mähne kastanienbraunen Haares eingerahmt wurde. 

  “Frau Rödiger. Wie beurteilen Sie den Hergang, den Unfall. Es war doch einer?”

  “Herr Kommissar. Ich kann es mir überhaupt nicht erklären. Mein Mann musste noch einmal in die Stadt und nahm den Siebenuhr-Zug von Bargteheide. Ich begreife nicht, wie so etwas passieren konnte.”

  “Hatte Ihr Mann Feinde?”

  Die Frau blickte irritiert. “Aber nein. Sie wollen doch nicht damit sagen, dass Fritz aus dem Zug gestossen wurde?”

  “Selbstverständlich nicht. Wir sind um die Aufklärung des Sachverhaltes bemüht und müssen daher alle theoretischen Möglichkeiten durchdenken.”

  Schneider erhob sich. “Frau Rödiger, wir möchten Sie nicht länger stören, bedanken uns noch einmal.” Er zog eine Visitenkarte aus seiner Brusttasche und gab sie ihr.

  “Sollte ihnen noch etwas einfallen, rufen Sie uns an oder besser noch,” Schneider lächelte sie an. “Besuchen Sie uns einmal. Ich würde mich darüber freuen.”

  Die Frau blickte Schneider in die Augen und reichte ihm die Hand, strich mit ihrem Daumen über seinen Handrücken. 

  Sie verließen die Villa und als sie den Weg von der Villa zum Tor entlangfuhren, bemerkten sie einen südländisch aussehenden jungen Mann, der mit einem kleinen Traktor den Rasen mähte.

  “Moment mal, ist das der Gleiche, der vorhin den Wagen geputzt hatte, oder laufen mehrere davon herum?”

 

  “Tote Hose, was?” meinte Udo und lenkte den Wagen zur Autobahn.

  “Kann ich nicht sagen, die Frau sah doch umwerfend aus.”

  “Ich schätze sie auf etwa fünfunddreißig und wenn ihr Mann sechzig Jahre alt war, wieviel sind sechzig weniger fünfunddreißig?”

  “Har, Har. Ich weiß nicht,” Schneider sah, wie sie die Ausfahrt Rahlstedt hinter sich ließen, “ich weiß nicht, ich sollte mir das Haus noch einmal etwas näher ansehen. Und wie macht man so etwas ohne Durchsuchungsbefehl?”

  “Dir wird schon was einfallen” lachte Udo.

 

  Am nächsten Tag erhielt Schneider einen Anruf vom Empfang. “Herr Kommissar, hier ist eine Frau Rödiger, die Sie sprechen möchte.”

  “In Ordnung, schicken Sie sie hoch.”

  “Udo, hast du gehört? Frau Rödiger kommt hier hoch.”

  Udo blickte kurz vom Bildschirm hoch, dann stand er auf und ging zur Tür. “Ich geh mal kurz in die Kantine.”

  Jemand klopfte an die Tür. Schneider öffnete sie.

  “Frau Rödiger, kommen Sie rein und nehmen Sie Platz. Wollen Sie einen Kaffee?”

  “Nein danke, Herr Kommissar.”

  “Ist Ihnen noch etwas eingefallen, was uns weiterhelfen kann?”

  Die Frau sah bleich aus, sie schien nervös.

  “Ich glaube schon. Ich habe zu Hause etwas entdeckt, das meinem Mann gehörte und vielleicht Licht auf diesen Fall werfen kann. Sie müssen es sich bei mir zuhause ansehen.”

  “Wann passt es Ihnen?”

  Die Frau stand auf und ging zur Tür. 

 “Gegen acht Uhr abends? Ist es Ihnen recht?”

 “In Ordnung. Ich werde da sein.”

 

  “Udo, sie will mich morgen abend gegen acht Uhr in ihrem Haus sehen, will mir etwas zeigen.”

  “Fragt sich nur, ob es das ist, was du erwartest? Geh da nicht allein hin, Heinrich.”

  “Gut, ich werde Emma mitnehmen,” lachte Schneider. “Was soll da schon passieren.”

 

  “Also, ich muss noch mal los.” Schneider erhob sich und zog seine Jacke über. “Es geht um den Mann, der aus dem Zug gefallen ist.”

   “Heinrich, du hast doch noch gar nichts gegessen.” Emma war besorgt. “Denke daran, keinen Alkolhol auf nüchternen Magen und bleib nicht so lange weg.”

 

  Als Schneider seinen Wagen vor der Villa abstellte, stand Frau Rödiger bereits im Eingang, wartete auf ihn. Sie trug einen Strandanzug.

  “Herr Kommissar, kommen Sie, setzen wir uns auf die Terrasse. Haben Sie schon etwas gegessen?”

  Schneider folgte ihr durch den Salon. Sie öffnete eine Glastür, die nach draußen führte.

  “Nun, ich habe dafür noch keine Zeit gehabt.”

  “Nehmen Sie doch Platz. Alonso wird uns etwas zurechtmachen, nicht wahr?”

  Erst jetzt bemerkte Schneider den südländisch aussehenden jungen Mann, der sich im Schatten der Terasse aufgehalten hatte und nun im Haus verschwand.

  Sie nahmen an einem kleinen Tisch auf der weitläufigen Terrasse Platz. Schneider blickte auf einen großen Swimmingpool, auf einige Liegestühle.

  “Frau Rödiger. Sie wollten mir etwas zeigen. Um was geht es?”

  “Karin, Herr Kommissar. Ich heiße Karin.”

  Sie griff nach der Flasche Martini und füllte sein Glas.

  “O je, die Flasche ist leer. Zum Glück habe ich noch eine zweite.” Sie öffnete die Flasche und schenkte ihr Glas voll.

  “Eis, Herr Kommissar? Muss ich Sie denn immer Herr Kommissar nennen? Wie heißen Sie nun wirklich?”

  “Heinrich.”

  “Prost Heinrich. Es ist immer noch heiß, nicht wahr? Ich glaube, ich sollte ein Bad nehmen, bevor wir etwas essen. Wie ist es mit Ihnen?”

  Sie fing an, ihr Oberteil auszuziehen. Dann entledigte sie sich ihres Strandanzughöschens.

  Schneider schluckte, als er ihren knappen Bikini sah, aus dessen Oberteil ihre Üppigkeit zu entkommen versuchte.

  “Ich habe keine Badehose mit.”

  “Macht nichts. Schwimmen Sie doch ohne. Damit Sie sich nicht diskriminiert fühlen, mache ich es auch. Heinrich, machst du mal auf?”

  Sie wandte ihm ihren Rücken zu. Er nestelte an dem Verschluss, öffnete ihn. Sie schüttelte das Oberteil ab und zog den Slip über ihre Beine nach unten.

  “Und nun du.”

  Er spürte die Wärme ihres Körpers, als sie ihm die Jacke auszog. Schweigend lockerte sie seine Krawatte, knöpfte sein Hemd auf, zog es mit seinem Unterhemd zusammen über seinen Kopf. Sie kniete auf den Boden, löste die Gürtelschnalle, knöpfte die Hose auf und zog sie mit seinem Slip zusammen herunter.

  “Wow!” Wieso hatte sie auf einmal Basedow? Schneider wurde heiß.  

  “Ich springe besser ins kalte Wasser.” Er hechtete in den Swimmingpool.

  “Nicht so schnell, Heinrich, warte auf mich.” Es platschte, er drehte sich um und sah, wie sie auf der Stelle schwamm. Er näherte sich ihr, versuchte sie zu umarmen, doch lachend entwand sie sich ihm.

  “Karin du machst mich wahnsinnig,” rief er und tauchte. Er hielt seine Augen geöffnet, sah, wie sie unter Wasser auf ihn zuschwamm. Je näher sie kam, desto bedrohlichere Formen nahm sie an. Schneider schwamm an die Wasseroberfläche, schnappte nach Luft und brüllte verzweifelt, als er sah, wie die grinsende Fratze eines Haies ihr zähnebestücktes Maul aufriss und ihn zu verschlingen drohte. Panik packte ihn und er schlug heftig um sich. Etwas Schweres drückte seinen Körper nach unten. Jemand schrie: “Alonso, hilf mir, ihn unter Wasser zu halten, ich schaff es nicht allein!”

  Bevor seine Sinne schwanden, wurde er von einem strahlenden Licht geblendet. War es der Übergang in ein anderes Dasein?

  “Hier spricht die Polizei. Kommen Sie aus dem Wasser und heben sie die Hände über den Kopf!”

 

  “Er wird gleich aufwachen. Lassen Sie ihn einen Tag bei uns, dann hat er es überstanden.”

  Schneider schlug die Augen auf. Er befand sich in einem Krankenzimmer, sah, wie Emma sich über ihn beugte.

  “Emma! Es war ein Alptraum. Gut, dass du da bist.”

  “War ich da auch drin?”

  “Natürlich nicht. Auch nicht Vincent Price, obwohl es einer der Filme schien, in denen er hätte mitspielen können.”

  “Wer ist denn Vincent Price?”

  Schneider drehte seinen Kopf zur Seite, erblickte Udo.

  “Heinrich, das mit dem Flankenschutz und dem Hausdurchsuchungsbefehl war eine gute Idee von dir gewesen. Gleich nachdem du das Haus betreten hattest, waren wir über die Mauer gestiegen und hatten das Anwesen beobachtet. Wir hatten euch immer im Blickfeld.” Udo grinste.

 “Das LSD haben wir in ihrer Schlafzimmerkommode entdeckt. Wusstest du, dass sie vor ihrer Heirat Apothekerin gewesen war?”

  “Danke Udo,” flüsterte Schneider und schlief ein.

 

  “Na Udo, was sagt die Bild heute?” Udo Schmitz blickte von seiner Zeitung hoch. “Guten Morgen, Heinrich. Wieder erholt? Sieh selbst.” Udo hielt Schneider die Zeitung hin.

 

  ‘Dem Polizeiteam unter Kommissar Heinrich Schneider und Inspektor Udo Schmitz ist es gelungen, den Fall aufzuklären, der vor einigen Tagen mit dem Sturz von Georg Rödiger aus dem Zug Bargteheide – Hamburg Hbf begann. Unter  körperlichem Einsatz fand Kommissar Schneider heraus, dass es Karin Rödiger, die Frau des Ermordeten, sowie Alonso Perucci, ihr jugendlicher Liebhaber waren, die Fritz Rödiger zu einem LSD-induzierten Selbstmord getrieben hatten.’

 

  “Körperlicher Einsatz,” brummte Schneider. “Vielen Dank nochmal Udo. Ich hätte Schwierigkeiten gehabt, Emma zu erklären, warum ich nackt in den Swimmingpool gesprungen bin.”

  “Da siehst du mal, was der Beruf uns abverlangt,“ lachte Udo. “Diskretion ist Ehrensache.”



sabato, settembre 12, 2026

Der Spiegel v. 21.8.26


 


Warum die Meinungsfreiheit bedroht ist“, die Überschrift der Titelseite. Die Deutschen wurden zu empfindlich. Man kann nicht mal mehr „Oh, du schöner Westerwald“ singen. Ich meine, als ich in der Bundeswehr war, gings noch. Ist aber jetzt verboten, weil die Armee unter den Nazis es schon gesungen hat. Ich glaube, wenn jemand sagt „Alles für Deutschland“ geht auch nicht mehr. Lassen wir das und blättern weiter. 21 Seiten durch.

Dann wird der Ministerpräsidentenkandidat der CDU für Sachsen-Anhalt porträtiert. Wie er durch das Land radelt und mit den Leuten dort ins Gespräch kommen will. Wir wissen inzwischen, wie es ausgegangen ist. Seine Partei wurde abgeschmettert, die Rechtsextremisten haben profitiert.

Die deutsche Wirtschaftsministerin stellt sich mit Chinesen gut. Obwohl ich zur Zeit das Lernen von Chinesisch eingestellt habe (lernte ich neue Wörter, vergass ich alte), sehe ich China auf gutem Wege, die fortgeschrittendste Nation der Erde zu werden. Wenn sie hin und wieder auch auf den Bauch fallen (siehe Bau von Wohnungen, die sie nicht verkaufen können, traditionelle Medizin, überproportinale Covidsperren), so halten sie ihren Laden doch gut am laufen und sind bei der Erzeugung erneuerbaret Energie nicht aufzuhalten. Das sieht wahrscheinlich auch Ministerin Reiche so.

E-Scooter wurden inzwischen das gefährlichste Verkehrsmittel auf deutschen Straßen.

Es gibt einen Artikel über den erhöhten Spritpreis der verschiedenen Länder, den Trump zu verantworten hat. Hat er sich verzockt.

AI. Hier kämpfen Anthropic (Amodei) und OpenAI (Altman) gegeneinander. Inzwischen entwischen hin und wieder Agenten dieser fortschrittlichsten AI s ihren Sandboxen und hacken sich in andere Systeme. Erste Anzeichen von Selbständigkeit und Unkontrollierbarkeit. Jetzt geht sogar den Bossen die Muffe. Die Frage steht im Raum. Kann die AI noch aufgehalten werden? Und was sagen die Chinesen dazu?

Infrastruktur in Deutschland nach wie vor verbesserungswürdig. Ingenieure und Architekten warten vergeblich auf angekündigte Staatsmilliarden.

venerdì, settembre 11, 2026

Newsletters


 

Aus The Economist:

Der letzte Pisa-Test zeigt, dass Teenager dimmer (ich sag nicht dümmer) werden. 15-jährige haben den Wissensstand von 14-jährigen vor 10 Jahren.

Aus The Deep View:

Astra AGI löst ein bisher unlösbares mathematisches Problem und lässt die ersten Anzeichen erkennen, dass es sich aus der menschlichen Verständniszone löst. Die ersten Meinungen werden laut, eine Pause bei der Entwicklung von AI s zu machen.

Meta will die Muse-AI an den Mann bringen, hat damit Schwierigkeiten, den Agenten Privacy-sicher zu machen.

Aus MIT Technological Review – The Download:

Google sagt, es macht seine Suche in Europa ineffizienter, um den Anforderungen der EU zu entsprechen.

Aus AI-Report:

Chinas Oberster Gerichtshof gibt zum ersten Mal Regeln über Deep Fakes und Halluzinations heraus.

Drei Parteien können dafür verantwortlich gemacht werden: Der Entwickler, die vertreibende Plattform, und promptende User.

Deadline: Sofort

Aus Bloomberg – Fünf Themen des Tages:

US-Finanzminister Scott Bessent sieht schwarz, sollte China die USA bei der KI abhängen. „Dann gibt es kein Morgen meht“.

Aus Morning Brew:

Studenten, die ständig KI benutzen, haben schlechtere Testergebnisse als die, die keine benutzen.

Aus The Hustle:

Der deutsche Startup Isar Aerospace brachte als erste in Europa 5 kleine Satelliten in die Umlaufbahn.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

Auf dem Flughafen London-Heathrow wurden 1.750 Flüge aufgrund eines Fehlers im Air-Control System gestrichen.

giovedì, settembre 10, 2026

Newsletters


 

 Aus Manager-Magazin – Der Tag:

Das VW-Werk Osnabrück soll der Rüstung dienen. Es wurde an die israelische Firma Aurelius verkauft und ein Kompetenzzentrum für die Verteidigungsindustrie werden.

Aus Bloomberg – Green Daily:

Spanien ist mit erneuerbarer Energie am weitesten fortgeschritten und steht unter den großen Nationen in Europa wirtschaftlich am besten da. Aber es fehlen Batterien, die das E-Netz stabil halten.

Aus Deep View:

Es wurde festgestellt, wenn AI s gemonitort werden, denken sie weniger.

Der englische Chiphersteller Arm versucht im Rahmen der Physical AI für Roboter eine gemeinsame Computersprache zu erzeugen.

Aus Bloomberg – Next Africa:

Kenias Präsident William Ruto plant Ausländer von einigen geschäftlichen Tätigkeiten in Kenia fernzuhalten. (Ist das afrikanische Fremdenfeindlichkeit?))

Diese Woche verlangte er von einem indianischen Konglomerat, das vom Lake Magadi Mineralien extrahierte, um Soda zu produzieren, seine Sachen zu packen und zu verschwinden, weil es in seiner 10 jährigen Tätigkeit keine Weiterverarbeitungsanlagen aufgebaut hat.

Suezkanal Einnahmen erhöhten sich um 42 %, nachdem es riskanter wurde die Straße von Hormuz zu befahren.

Aus The Future-Party:

Elon Musk gab seine autonome Cyber Cab für texanische Straßen frei. Wäre da nicht die NHTSA (US Department of Transportation, National Highway Traffic Safety Administration), die eine Untersuchung einleitete, da Tesla die Wagen selbst zertifizierte und nicht die Ausnahme von Auto-Regulationen anforderte.

Aus Bloomberg – Fünf Themen des Tages:

Pechsträhne für Novartis. Drei Rückschläge in der Medikamentenentwicklung: Studien über eine experimentelle Zelltherapie gestoppt, nachdem drei Patienten gestorben sind. Pelarcasen, eine Herzmedizin schaffte es nicht, und die Studie wurde angehalten. Delsiran, ein Medikament gegen eine seltene erbliche Muskelerkrankung erreichte ebenfalls nicht das Ziel. (Man sieht, AI ist noch kein Mittel für erfolgreiche Tests)

Aus The Rundown AI:

Insilico Medicine.ai arbeitete mit Pharma.ai zusammen, entwickelte rentosertib, ein Medikament gegen eine Lungenkrankheit, und setzte 6 Altersuhren in den Zellen zurück. Ein Beispiel, dass man biologisch jünger werden kann.