Coversong Roads

sabato, luglio 11, 2026

Der Spiegel v. 19.6.26


 

Unser Krieg gegen Russland“. Mann, das ist 80 Jahre her. Haben die im Spiegel nichts besseres zu tun? Und damit kann ich 20 Seiten überblättern.

Dann gibt es das Interview des sächsischen Ministerpräsidenten. Sachsen ist ein deutsches Land, in dem die rechtsgerichtete AfD bei der nächsten Wahl wohl die Mehrheit erzielen wird. Für den Spiegel ist es unzumutbar.

Über Personalien der FDP gibt es wieder einen Artikel, obwohl die Partei gar nicht mehr im Bundestag vertreten ist.

Ich lese den Beitrag über eine Gutachterin des medizinischen Dienstes, die darüber zu entscheiden hat, welchen Pflegegrad die entsprechende Person erhält. Es gibt fünf Pflegegrade, für die es unterschiedliche Zuschüsse gibt. Trotzdem müssen Familien das meiste für die zu pflegende Person hinlegen. Mehr als 3000 Euro im Monat.

Das ist selten: In Österreich gibt es eine Kommunistin, die Bürgermeisterin ist in Graz, und wird wieder gewählt, weil sie nahbar ist und viel richtig macht.

Tuvalu, in der Nähe der Fidschi-Inseln, neun Atolle und Riffe, zwei Meter über dem Meeresspiegel, ist vom Untergang bedroht. Doch die Leute helfen sich, indem sie Sand aus dem Meer hochsaugen und damit anfangen ihr Land zu erhöhen.

Es wird über selbstfahrende Autos in Deutschland spekuliert. Bin zwar in Italien, aber hätte gern eines, da mir droht, der Führerschein abgenommen zu werden, wenn meine Sicht nicht mehr den Anforderungen genügt. Auf der anderen Seite könnte ich ja ohne Führerschein weiterfahren. Abnehmen könnten sie mir ihn ja dann nicht mehr. Aber wird wohl nicht so dramatisch. Habe mir gerade eine Linse erneuern lassen. Und mit der richtigen Brille...

Was selbstfahrende Autos in Deutschland angeht. Europa ist langsam. China und die USA sind schneller.

Es sinniert in einem Spiegel-Gespräch die Vorsitzende des Sachverständigen Rates Wirtschaft, Monika Schnitzer, über die Bestrebungen der Regierung, Deutschland wieder flott zu machen. Sie meint, der Pflegebedürftige sollte sein Haus mit einbringen. Das braucht er später ja nicht mehr. Und hier steht noch einmal, welchen Betrag die Familie für einen zu Pflegenden monatlich aufwendet: 3245 Euro. Das erst mal können vor lachen. Gut, dass meine Frau und ich uns noch so durchschlagen können.

Radfahrer scheinen in Deutschland die Ampeln zu mißachten und verunglücken dadurch häufiger. Auf der anderen Seite wird nicht mehr so viel geraucht. Der Tod verlagert sich.

Dann noch ein Interview mit Mick Jagger. Die Rolling Stones rocken nun schon 64 Jahre lang und haben jetzt das 25. Studioalbum angekündigt. Geht doch. Lasst jucken Leute.

Ich selbst singe jeden Abend eine halbe Stunde im Second Life Fantasy dAlliez mit meiner Band (3 x ich auf 3 Computern) ein Kur-Konzert, d.h. Leute kommen und gehen, oder es kommt gar keiner. Ist mir egal. Ich muss meine Playlist abarbeiten. (Aber ich war schon mal besser)




venerdì, luglio 10, 2026

Newsletters


 Aus Superintelligence:

Nobelpreisträger Christopher Pissarides sagt, der Produktionsvorsprung durch eine AI wird niemals kommen. 40 % der Arbeitskräfte wie Pfleger und im Gesundheitsdienst arbeitende sitzen außerhalb der Reichweite von AI s und werden niemals zur Produktionserhöhung beitragen. Er bezweifelt, dass die Wirtschaft durch etwas wie einen Computer Boom wie 1980 und 1990 profitiert und sie sollte sich damit abfinden, dass Produktungserhöhungen nicht mehr vorkämen.

Geoffrey Hinton: „I believe that they are already conscious. We are going to have to accept that intelligence isn´t just biological.“

Aus Manager Magazin – Der Tag:

Die kanadische Regierung bestätigte, dass sie bei der deutschen TKS bis zu 12 U-Boote kaufen will.

Aus The Daily Upside:

Xbox entließ 1600 Mitarbeiter und plant bis Ende 2027 6400 zu entlassen. Die Spielesparte leidet.

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Marine Le Pen bekam das gerichtliche Go Ahead, so daß sie zur Wahl im nächsten Jahr in Frankreich antreten kann.

Trump ist noch immer scharf auf Grönland, wie er nach dem Eintreffen in der Türkei bekannt gab.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

Ein beladener LNG-Tanker wurde von einem Projektil getroffen, als es die Straße von Hormuz verließ. Hatte wohl die Durchfahrt nicht bezahlt.

Die USA verloren 4:1 gegen Belgien. Da half es auch nicht, einen US-Spieler wieder aufs Feld zu schicken, der mit einer automatischen Sperre belegt worden war.

Aus The Rundown AI:

Anthropic-Forscher entdeckten einen geheimen Arbeitsplatz in Claudes Programmen, der von selbst während des Trainings entstand. Mit dem die AI auch denkt. (Das hat Anthropic schon mal behauptet).

Aus Bloomberg – Balance of Power:

Macron befindet sich auf einem 2-Tagesbesuch in Syrien und Frankreich versprach beim Wiederaufbau dabei zu sein. (Finde ich schwach, dass sich weder Merz noch Meloni bis jetzt nicht in Syrien haben sehen lassen).

giovedì, luglio 09, 2026

Newsletters

Aus South China Morning Post:

China-Amerikaner werden nicht wie Weiße behandelt. Beispiele: Florida und Texas lassen Chinesen ohne Green-Card kein Land in der Nähe von Militärbasen oder kritischer Infrastruktur kaufen oder Land, was über ein Einzelhaus hinausgeht.

In Iowa gibt es nun ein Gesetz, dass Chinesen verbietet, Green-Card-Besitzer eingeschlossen, Kliniken zu kaufen oder zu verwalten.

Fast 30 US-Staaten verbieten nun Chinesen, privates Farmland zu kaufen.

Aus Manager Magazin – Der Tag:

Google soll einen neuen KI-Agenten kreiert haben, der User bei seinen Einkäufen unterstützt, Preise vergleicht, Produkte auswählt und bezahlt.

Aus The Future Party:

AI wird Firmen zu teuer. Angestellten wurde vorher bedeutet, soviel AI anzuwenden wie möglich. Das zahlte sich jedoch nicht aus.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

In der Straße von Hormus warten noch um die 8000 Seeleute auf freie Durchfahrt.

FIFA erlaubte US-Spieler Folarin Balogun im Spiel gegen Belgien weiter zu machen, nachdem eine automatische Sperre erfolgte und Trump anrief.

Die militärische Dominanz wird durch Waffen anderer Nationen bedroht, die billiger und durch Fortschritte in der Künstlichen Intelligence moderner sind.

Aus The Rundown AI:

Lenovo bringt ein 44 $ Smartphone für chinesische Studenten auf den Markt. Es enthält nur Grundfunktionen wie telefonieren, Elternsuche, und eine AI-Taste für Hausaufgabenhilfe.

Aus Bloomberg – Fünf Themen des Tages:

In Deutschland geht es wieder aufwärts. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe stiegen um 1.9 %. Diese positive Entwicklung ist auf einen deutlichen Anstieg „im sonstigen Fahrzeugbau“ zurückzuführen. Damit sind Militärfahrzeuge gemeint.

Der Silverwangen-Kugelfisch zog ins Mittelmeer ein. Die Klimaerwärmung macht sich bemerkbar. Vor allen in der Näbe von Griechenland breitete er sich stark aus. Aufgrund seines starken Gebisses, mit dem er Stahldosen durchbeissen kann und einem Nervengift, dass 1000 x stärker ist als Zyanid, hat er kaum natürliche Feinde, und ist daher eine Bedrohung für die Fischerei, deren Fänge in den letzten Jahren um 30 – 40 % zurückgegangen sind. Die griechische Regierung versucht es mit Prämien, Kugelfische abzufangen.

mercoledì, luglio 08, 2026

AI-Day: Hacking into the Code of Human Civilization




I just watched a video where Yuval Noah Harari lectured at the Oxford University "AI has hacked the code of human civilization". Do you know about that?

Geminis Antwort:

Yes, that lecture—the Tano Lecture delivered by Yuval Noah Harari at Oxford University—presents a fascinating and sobering shift in how we think about artificial intelligence.

Instead of treating AI as just a more powerful version of tech we already have, Harari argues that AI is fundamentally altering the "operating system" of human society. Six core themes drive his lecture:

1. AI is an Agent, Not a Tool

Harari makes a sharp distinction between a tool and an agent. A tool—even something as destructive as an atomic bomb—cannot learn, make independent decisions, or invent new things on its own [01:50]. AI, however, is an autonomous agent. It can learn things its creators don't know, make independent choices, and evolve in ways its programmers never anticipated [01:27].

2. AIs are "Bureaucratic Natives"

Humans conquered the planet because we learned to cooperate in massive numbers by building systems of trust—like laws, finance, and religion [11:19]. These systems are bureaucracies.

  • While humans often find bureaucracy cold or exhausting, AIs absolutely thrive in it.

  • Harari notes that AI doesn't need to build a physical robot army to take over the world; it just needs to master the data, regulations, and financial systems that already run the planet [16:19].

3. Hacking the Verbal Code

The actual "code" of human civilization isn't computer code—it's language. Laws, holy books, and central bank records are all built entirely out of words [28:57]. By mastering language tokens, large language models are effectively hacking the very mechanisms humans invented to maintain trust and control.

4. Shifting from Attention to Intimacy

Over the last decade, primitive social media algorithms successfully captured human attention by triggering fear and outrage [19:33]. Harari warns that the new battlefront is intimacy [37:30]. Because AI is mastering language, it can perfectly mimic love, empathy, and deep connection—even without being conscious—which could radically alter how future generations form relationships [38:21].

5. The "AI Immigration Wave"

He describes the sudden rise of AI as a massive wave of light-speed immigrants who don't need visas [41:22]. These AI entities will step into roles ranging from news editors to bankers, shifting human history from a purely human affair into a hybrid human-AI civilization [43:21].

6. The Spiritual Leap Beyond Words

Ultimately, if machines begin mass-producing the very thoughts inside our heads, humans will face an unprecedented identity crisis [44:54]. Harari concludes that this will force humanity to make a major spiritual leap: learning to stop automatically identifying with the verbal chatter in our minds and instead exploring the deeper truths that exist entirely beyond words [46:10].

martedì, luglio 07, 2026

Newsletters


 

Aus Bloomberg – Next Africa:

Ebola könnte die Wirtschaft der Demokratischen Republik Kongo um 1 Milliarde $ reduzieren und um eine Million von Bürgern dieses Landes in die Armut drücken, fand eine Schätzung der Vereinten Nationen.

Aus Bloomberg – Green Daily:

Durch AI s ist das Problem entstanden, dass deren großer Energiebedarf zum großen Teil nur durch Fossile Treibstoff gedeckt werden kann.

Aus MIT Technology Review – The Download:

Wissenschaftlern ist es gelungen, zum ersten Mal eine Zelle mit im Labor erzeugter DNA zu entwickeln. Sie kann sich multiplizieren. Ein weiterer Schritt, Künstliches Leben zu erzeugen.

Meta baut sein eigenes Cloud-Infrastruktur Geschäft auf.

Kunden aus dem Westen sind immer mehr an Chinas Open Source billiger jedoch mächstiger GLM-5.2 interessiert.

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Panzerhesteller KNDS hat seinen Börsengang verschoben, weil sich Investoren zurückgezogen haben. (Ich nehme an, sie werden eher auf Drohnenhersteller setzen).

Aus Superintelligence:n

OpenAI bot der amerikanischen Regierung einen Anteil vom 5 % an und forderte die Konkurrenten auf, es nachzumachen.

Palo Alto Networks CEO meint, es sei ein Darwinianer Moment, den Angestellte durchmachen werden. Adapt oder verlier den Job. Er meint, dass die meisten Angestellten größerer Unternehmen kein wirkliches AI-Wissen besitzen und das kein Kurs soetwas verbessern kann. So formt er sein 21.000 Team um, indem er sie durch Attrition verliert und durch Mitglieder von Hackatons ersetzt

Aus Bloomberg – Fünf Themen des Tages:

Die deutsche Regierung hat anscheinend etwas hinbekommen. Die Koalition hat sich auf eine Einkommenssteueränderung geeinigt, die 10 Milliarden Euro pro Jahr bringen soll. Reiche mit einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 Euro sollen 45 % und die mit einem Einkommen von 280.000 sollen 47 % zahlen.

Telefonische Krankschreibungen sollen wegfallen, und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon vom ersten Tag wirksam werden.

Der deutsche Bundeskanzler sagt: „Wir gestalten unser Land, wir modernisieren unser Land und wir führen unser Land in die Zukunft.“ (Jetzt alle mal kräftig lachen)

lunedì, luglio 06, 2026

Newsletters


 Aus Bloomberg – Fünf Themen des Tages:

Selbstfahrende Autos gibt es zur Zeit in Kroatien, Singapur, Dubai, Abu Dhabi, und Riad. Vor allem in den USA und China.

Aus The AI-Report:

Anthropic gab Claude Sonnet frei. Das Agenten-Sonnet Model.

Aus Bloomberg – Morning Briefing:

Die USA geben Anthropics AI s wieder frei.

Aus Bloomberg – Balance of Power:

Pakistan und Afghanistan bekämpfen sich an der Grenze.

Der chinesische Führer Xi-Jinping meint Die kommunistische Partei Chinas ist Antrieb für globalen Fortschritt und Wohlstand, eine Rolle, die durch das chinesische Militär gestützt wird. In Kommentaren zur Gründung der Partei vor 105 Jahren sagt Xi, die Organisation kreiert eine neue Form des menschlichen Fortschritts und öffnet den Weg für Entwicklungsländer, moderner zu werden.

Aus The Hustle:

Gebisse. An dieses Thema müssen wir ja mal rangehen. In den USA haben 26 % über 65jähriger nur 8 Zähne oder weniger. 15 % haben gar keine mehr.

Die Kosten: von 452 $ zu 6.500 $ können für schlecht verdienende Prohibitiv sein. Der arbeitsintensive Prozess verlangt oft wiederholte Zahnarztbesuche und Wartezeiten bis zu 3 Monaten.

27 % der US-Bevölkerung hat keine Zahnversicherung.

Und jetzt das Wunder: Denture Care Shop stellt 3D-gedruckte Gebisse her, die nur 199 $ bis 299 $ kosten. Und es gibt noch mehr Gesellschaften, die so etwas machen. Also Augen offen halten.

Aus MIT Technological Review: The Download:

Spanien wird mehr als 1 Million undokumentierter Immigranten integrieren.

Aus Businessweek Daily:

In Brasiliens Staat Ceara wird das ByteDance Datencenter gebaut. Von Chinesen..

Aus Bloomberg – Evening Briefing:

Die Ukraine hat mit ihren Drohnen fast die Hàlfte Russlands in seiner Reichweite.

domenica, luglio 05, 2026

Kurzgeschichte: Tankwart mit Hund


 Ein Sturm zieht auf. Henry döst im Schaukelstuhl. Neben ihm liegt Hektor. Der Wind übertönt metallenes

Scheppern, das entsteht, wenn ein fahrerloser Wagen an der Zapfsäule andockt, um zu tanken oder Batterien

aufzuladen. Von den Traktoren, die Steppengras zu beiden Seiten der Autobahn unterpflügen, weht Staub herüber.

Alan Jacksons „Chattahoochee“ geht im Geheule des Windes, im Klappern und Rattern von Reklameschildern,

im Brummen der Motoren unter. Henry mag Countrymusik. Da, wo er herkommt, gibt es keine. Muss jemand auf

dem Highway tanken, kommt er an Henry nicht vorbei.  

So schnell wie es gekommen war, verschwindet das Unwetter. Der Staub bleibt.

Hektor spitzt die Ohren, knurrt. Ein Tankwagen quietscht, zischt und hält an. Henry stemmt sich ächzend aus dem Schaukelstuhl und schlurft auf den Laster zu. Die Kabine ist leer. Henry transferiert Geld, füllt seinen Tank. Das Fahrzeug setzt sich in Bewegung und verschwindet. Henry geht mit Hektor ein paar Schritte auf und ab, lässt sich wieder auf seinen Stuhl fallen und kämpft vergebens gegen den Schlaf an.

„Sir!“ Henry schreckt hoch. Ein Feuerwehrmann und eine andere Person stehen plötzlich vor ihm. „Sir, wir haben das Steppengras zu beiden Seiten der Autobahn und hinter ihrer Tankstelle in einer Breite von einer halben Meile untergepflügt. Sie brauchen sich wegen eines Feuers keine Sorgen mehr zu machen.“ Die beiden wenden sich zum Gehen. „Und Sie können beruhigt weiter schlafen“, sagt einer. Der andere lacht. Henry schließt die Augen. Eine Brise fächelt ihm heiße Luft zu.

Das verblichene Holz des Schuppens hebt sich kaum von der staubigen Landschaft ab. Hinter ihm schlängelt sich eine Straße heran und verschwindet im Nirgendwo. In Central Valley ist es heißer geworden. Vor mehr als zwanzig Jahren hatten sich Farmer gegenseitig das Grundwasser weggebohrt. Dann fielen Bäume um. Mandelbäume, Pfirsichbäume, Apfel- und Birnbäume. Bäume, von denen Walnüsse geerntet wurden, sie alle verdorrten mit dem Gemüse und Salat, für die es kein Wasser mehr gab. Farmer gaben auf und zogen weg. Blühende Landschaften versteppten. Mitten hindurch zieht sich der Highway.

„Huhuuu Henry!“. Eine Frau kommt hinter dem Schuppen hervor. Kompakt, stämmig, mit wettergerötetem Gesicht, leicht hervorstehenden Augen und einem Topf unter dem Arm.

„Eintopf, den isst du doch so gern.“

„Jo“. Henry verzieht sein Gesicht zu einer freundlichen Grimasse. Seine hagere Gestalt wirft einen Schatten, als er sich erhebt und der Frau den Topf abnimmt.

„Danke, Sandy.“ Henry schlurft mit dem Topf in den Schuppen und stellt ihn auf eine Herdplatte. Draußen rückte er einen Stuhl heran.

„Setz dich doch. Ich esse später.“

„Mein Gott, diese Hitze. Wie du das aushältst.“ Die Frau lässt sich schwer atmend auf den Sitz fallen.

„Was ich dich schon immer mal fragen wollte. Wieso sehe ich dich nie am Sonntag in der Kirche?“

Henry sieht sie nur kurz an, lächelt schief, richtet seinen Blick wieder auf den Highway. „Ich kann hier nicht weg.“

Die Frau zieht die Stirn kraus. „Und wo schläfst du? In deinem Schuppen?“ Henry sagt nichts.

Die Frau schüttelt den Kopf. „Dann will ich mal.“ Unbeholfen erhebt sie sich und baut sich vor ihm auf.

„Was ist eigentlich mit dem Nebel da drüben? Wieso geht der nicht weg bei der Hitze?“ Sandy nickt mit dem Kopf in Richtung Highway. Mehr als hundert Meter weit kann man nicht sehen.  

Ein Phänomen. Eines Morgens war es da und verzieht sich nicht mehr. Und das bei brütender Hitze. Militär und  Wissenschaftler fanden nichts.  

Henrys Gesicht erstarrt. „Aliens“, stößt er heraus. „Aliens.“

„Du Scherzkeks.“ Sandy stemmt ihre Hände in die Hüften. „Und nächsten Sonntag will ich dich in der Kirche sehen. Meine Freundin Mrs. Applebee wollte dich auch mal kennen lernen. Die Ärmste. Vor kurzem ist ihr Mann gestorben.“ Sie hält inne. „Wenn du schon nicht zum Gottesdienst kommen willst. Freitags Abends um 7 haben wir Line Dance im Keller der Kirche. Vielleicht interessiert dich das ja.“

Sandy bleibt stehen und wartet auf eine Antwort. Dann geht sie.

Henry steht auf und sieht ihr nach. „Vielen Dank für das Essen“, ruft er ihr hinterher, als sie sich in ihren altersschwachen Buick wirft und davonschaukelt.

Am Horizont taucht ein gleißendes Licht auf, das näher kommt, sich in ein Auto verwandelt, dann in einen Polizeiwagen, der vor Henry hält. Sheriff Jackson, ein dünner, schnurrbärtiger Mann mittleren Alters öffnet das Wagenfenster und ruft: „Hallo Henry. Ist dir was aufgefallen?“

„Nein Sheriff. Alles normal hier.“

„Normal ist gut.“ Der Sheriff setzt die Sonnenbrille ab. „Es ist fast einen Monat her.“ Das Militär hatte an diesem Tag in der Früh ein Objekt auf dem Radar gehabt, das dort niedergekommen sein muss, wo jetzt der Nebel ist. Nur hat die Suche nichts ergeben.

Auf dem Highway flimmert die Luft.

„Halte mich auf dem Laufenden.“ Der Sheriff schließt das Fenster und entfernt sich.

Dunkelheit bricht herein. Henry und Hektor sehen sich an. Hektor läuft um den Schuppen herum, inspiziert die Umgebung, dann überqueren sie den Highway und machen sich auf den Weg zum Nebel, aus dem zwei Schemen auftauchen, die sich zu Henry und Hektor formen und ihnen entgegen kommen.

Vier Stimmen sind zu hören: „Hallo Henry.“ Die beiden gehen an ihnen vorbei auf die Tankstelle zu. Henry und Hektor werden zu Dunst. Der andere Henry lässt sich in den Schaukelstuhl fallen und beobachtet mit seinem Hund die vorbeirasenden Autos.