Coversong Roads

domenica, novembre 26, 2006


Second Life, ein virtuelles Phänomen

Ich las zuerst darüber in der Business Week. Second Life von Linden Labs ist eine Kreuzung von Social Network (wie MySpace), Online Spiel, und Business. So um die 8000 Nutzer hängen zu jeder Zeit bei Second Life im Internet. Über eine Million sind registriert. Sie kaufen, verkaufen, chatten, wandern auf Inseln umher, bauen Häuser, schließen Geschäfte ab, flirten, und machen sicher noch andere Dinge, von denen ich nichts weiß. Es soll eine Frau gegeben haben, die sich im virtuellen Second Life einen Liebhaber angeschafft hat und von ihrem realen Mann scheiden ließ.

Immer mehr Firmen der realen Welt richten sich zusätzlich in Second Life ein. Samuel S. Palmisano, der Boss von IBM tummelt sich dort mit einem von ihm konstruierten Avatar. Seine Leute konstruieren dort eine Umgebung ähnlich der Verbotenen Stadt in China, bauen eine Riesenhalle, in der Palmisano eine Rede vor 8000 Angestellten halten wird, deren Avatare sich in dieser Halle versammeln werden. Es gibt inzwischen über vierzig Grossunternehmen in Second Life, wie Sony, Adidas, Reebok, American Apparel. IBM wird in Second Life um die einhundert Millionen Dollars ausgeben. Ist doch was, nicht? Was versprichts sich IBM davon?Den Verkauf von Software, Servern und Programmen für dreidimensionale Welten.
Die einfache Mitgliedschaft kostet nichts, aber alles darüber hinaus geht dann doch ins Geld. Second Life hat eine eigene Währung, den Linden Dollar, der über den LindeX in USDollar konvertiert wird. 250 Linden Dollar haben in etwa den Wert von einem USD. Und dann gibt es die Hacker, welche die friedliche Idylle aufmischen. – Unter der Überschrift “Aufruhr in der Cyberwelt” brachte der SPIEGEL in der letzten Ausgabe eine Notiz, dass seit einer Woche ein illegales Programm das Geschäft in Second Life durcheinander bringt. Es ermöglicht Spielern, fertige Häuser, Möbel oder Kleider anderer Spieler zu kopieren, ohne dass man für diese Objekte zu bezahlen braucht. Copybot nutzt eine technische Lücke im System aus.

In der letzten Business Week nun gibt es einen Artikel, in dem Unternehmen vorgeschlagen wird, wie sie Second Life nutzen können. Ich will nicht im Einzelnen drauf eingehen, nur so viel. Es gibt Protestmärsche in Second Life, Bomben gehen hoch, Geschäfte von Multinationalen werden zerstört. Alles so wie im wirklichen Leben.
Second Life expandiert ständig. 2003 waren es nur 1500 Mitglieder, jetzt sind es über eine Million. Gemietetes Land wuchs von 7137 acres im Jahr 2005 auf 52463 im Oktober 2006. Inzwischen haben sich über 2000 Leute eine Insel zugelegt, und es gibt über 12000 Unternehmungen, die dort Profit machen. Die meisten sind Familien- oder Einzelbetriebe.Inseln kosten je nach Größe bis zu 5000 US Dollar und 780 US Dollar monatliche Wartung. Dies leisten sich nur Großunternehmen. Während einfache Leute für 5 US Dollar bereits 512 Quadratmeter erwerben können. Es wird über Paypal abgerechnet.

Ich selbst habe nun keine Lust, mich dort länger aufzuhalten. Trotzdem habe ich mich dort registrieren lassen, eines persönlichen Eindruckes. Weit bin ich noch nicht gekommen.

Ich habe mir also die BasicVersion zugelegt. Die kostet nichts. Avatar auswählen. Meiner ist ‘Boy Next door’. Namen zulegen ‘Klaus Thibaud’, Bedingungen akzepieren, die Installation auf den Computer laden und los geht es mit einem Orientierungsspaziergang auf der Insel. Man sieht einige andere Avatars, mit denen man sich unterhalten kann. Nun, man kann einen Papageien zum sprechen bringen, sein Outfit tauschen, fliegen, bis zum Ende des Pfades gehen, um dann in die eigentliche Virtuelle Welt des Second Life einzutauchen. Das behalte ich mir fuer spaeter vor.

sabato, novembre 25, 2006

Was gibt’s Neues in meiner Blogosphäre

Bei einem meiner PCs musste ich die Festplatte formatieren, denn ein paar Driver richteten dort das Chaos an. Es ist der Computer mit Windows 98, Extended Version. Word und IE wurden in nicht kalkulierbaren zeitlichen Abständen blockiert oder zum Absturz gezwungen.

Nur die einzelnen Programme wieder zu installieren war ein Drahtseilakt. Vor allem mit dem ADSL-Programm hatte ich meine Schwierigkeiten und es brauchte fünf Anläufe, bis ich es in einen brauchbaren Zustand überführt hatte. Während der Installation verlangte es auf die Windows-CD zuzugreifen, nur die Plattenluke ließ sich nicht öffnen. Wie sollte ich dann die CD tauschen? – Zum Glück hatte ich vorher die Audioprogramme von Creative installiert, mit deren Hilfe sich die CD-Klappe öffnen ließ. Gewusst wie.

Zur Zeit bin ich dabei, alle Daten aufzuspielen, die ich vorher auf CDs gesichert habe. Darüber hinaus downloadete ich erneut MSN und Mediaplayer. Es fehlen noch die Google Toolbar und dann sicher einige Programme und/oder Daten, von denen ich jetzt noch nicht weiß, dass ich sie zu sichern vergaß.

domenica, novembre 19, 2006

Asimov’s Science Fiction, Oct/Nov 2006

Eine Doppelausgabe von 240 Seiten. Und dann habe ich eine neue Fantasy & Science Fiction durchzulesen. Darüber hinaus wurde ich eingeladen, eine Geschichte für eine Anthologie zu schreiben. Meine Scientific Americans durchzulesen..., ich möchte wissen, wann ich dazu komme. Ich lerne jeden Tag portugiesisch, und moeble meine Spanisch-Kenntnisse wieder auf. Darüber hinaus nehme ich mir jeden Tag Zeit für meine brasilianische Freundin, sammle internationale Midis. Ich bin mehr als ausgelastet. Doch zurück zu Asimov.

In ihrem Vorwort berichtet Sheila Williams von Robert Lesser und seiner erstaunlichen Pulp-Art Sammlung. Das waren Zeiten, als Titelbilder von Amazing Stories Raumfahrer mit kantigen Gesichtszügen, spärlich bekleideten Frauen und bug eyed Monsters zeigten. Solche Pulp-Art zu sammeln, halte ich für ein Vergnügen.

Die beste Geschichte dieser Ausgabe ist eine der nahen Zukunft. ‘Biodad’ von Kit Reed. Nicht sehr lang, aber sie hat es in sich. – Eine Mutter, deren zwei Kinder von einem Samenspender stammen, hat nach jahrelangen Nachforschungen diesen Vater ausfindig gemacht und kommuniziert mit ihm über das Internet. Sie will ihn überraschen. Aufgeregt macht sie sich mit ihren Kindern in einem Camper auf den Weg. Die Kinder teilen die Begeisterung der Mutter nicht und als die Mutter ihren Camper vor dem Haus des Vaters parkt, merken sie, dass er ebenfalls nicht von ihrer Ankunft entzückt ist. Und jetzt wechselt die Perspektive. – Vielleicht, so denkt der Vater, ist es diesmal die Richtige und er zeigt ihr sein Haus, den kleinen Turnsaal, das Spielzimmer, den Unterrichtsraum. Doch als die Mutter hinter dem Haus den Verschlag mit zehn eingepferchten Kindern sieht, zückt sie ihr Handy um die Polizei anzurufen. Das war ihr Fehler. Auch sie war nicht die Richtige denkt der Vater und wirft die Frau zu den anderen in den Brunnenschacht. Danach macht er sich daran die beiden Kinder aus dem Camper zu holen.

venerdì, novembre 17, 2006


In der vorletzten Spiegel-Ausgabe

gab es zeitgleich zu einem Artikel in der Business Week eine Titelgeschichte zur Umwelt. ‘Achtung Weltuntergang’ hieß der übertrieben wirkende Titel und das Titelbild war reisserisch. Schließlich hat die Erde im Laufe ihres Lebens zig Klimaänderungen erfahren und ihr hat es nichts ausgemacht. Und wir müssen damit leben.

Unser Umweltbewusstsein ist jedoch ausgeprägter als noch vor einigen Jahren. Die Industrie springt auf den ‘Rettet die Umwelt-Zug’. Es wird für sie interessant. Profite locken. Und sie bereitet sich auf eine Vorreiter-Rolle vor. Toyota und Honda bei wasserstoffgetriebenen Autos, Solarzellen und Windmühlenproduzenten machen Geschäfte, und für Personen mit dem richtigen Riecher brechen die guten Zeiten herein. So kommt zum Beispiel auf dem Gebiet der Bio-Treibstoffe die Geldmaschine in den richtigen Takt. Die Business-Week beschreibt einen amerikanischen Farmer, der mit anderen in Ethanol- und Biodieselanlagen investiert, die sein Getreide und die Sojabohnen profitbringend in Additive und Diesel umwandeln. Sein Getreide wird er zu besseren Bedingungen los. Die Nachfrage nach Getreide steigt ständig. Und für jemanden mit Geschäftssinn sollte es auch bei uns Möglichkeiten geben auf dem Ökologie-Sektor Geld zu machen.

Biotreibstoff hat Zukunft.

martedì, novembre 14, 2006


RIP Jack Williamson

Er ist gestern gestorben, so las ich es in der UNITA, als ich mich von meiner Fahrradrunde in die Bar verzog. 98 Jahre. Letztes Jahr hatte er das STONEHENGE GATE geschrieben. Bis zum Schluss war er der Science Fiction treu geblieben.

Vor dreißig Jahren hatte ich einen seiner Romane für Wolfgang M. Biehler, den damaligen Herausgeber der Sankt Pauli Nachrichten übersetzt. Biehler war SF-Fan und gab auch Taschenbücher heraus. Was er jetzt macht, oder ob er überhaupt noch lebt, weiß ich nicht.

Wie auch immer. Williamson war einer der wenigen, die eine zünftige Space Opera schreiben konnten. Seine bekannteste war THE LEGION OF SPACE.

lunedì, novembre 13, 2006

Andromeda Nachrichten 212.

Das Fanzine des Science Fiction Club Deutschlands bleibt statisch und lädt zum Gähnen ein. Wie das Bundesgesetzblatt. Ist etwas übertrieben, aber..... . Sparten wie Literatour, Reisswolf, Fantasy, Fanzines, Cinema, Perry Rhodan, Science, Games haben in dem Fanzine ihre Berechtigung, nur fehlt der Witz, das Geistreiche, Intellektuelle, die Herausforderung an den Leser. Hier wird der SF-Fan auf das Level eines Freundes der elektrischen Einsenbahn gestellt und damit wird der SF selbst ein Bärendienst erwiesen. Wie soll ein Freund der elektrischen Eisenbahn je eine gute SF-Story zu Papier bringen können?
Dieses Fanzine dümpelt. Es dümpelt in seichten Gewässern.
Fantasy & Science Fiction, September 2006

Harlan Ellison, Autor aus SF-Urgestein, stellte eine Idee vor, zu der er nie eine Geschichte, wie er meinte, hatte schreiben können. Natürlich Unsinn; denn man bekommt bei gutem Willen zu jeder Idee eine Geschichte hin. – In dieser Ausgabe werden drei vorgestellt, die auf dieser Idee basieren. Was für eine? Ich schreibe es ab. Englisch kann jeder, oder?

‘Lady Luck is wending her way through a gambling venue. Could be a Vegas or Atlantic City casino, a Mississippi riverboat, a 1930s betting parlor, a horsetrack, a cockfight in Havana, a slot machine gallery in a private men’s club in London, a paramutual parlor, or any other locale.

I see her in my mind’s eye view as looking a lot like Milton Caniff’s Dragon Lady. But she can be any age, size, appearance, upholstered female one chooses. I see her svelte and slinky: Rita Hayworth singing “Put the Blame on Mame,” Lena Horne on Catfish Row, Veronica from the Archie comics, Marta Toren in “Paris Express.” Others may see her as nine year old with a teddy bear, eighty years old with a walker, obese in a homestead sackdress pulling a slot handle, or just average looking, a pleasant seeming Everywoman.

She is wending, touching one guy, then another, letting the men win a hand or a roll or a spin. Nothing much. She’s doing her job.

But then, a guy comes in, sees her, and is “struck by the hammer.” A la The Godfather. He is smitten beyond measure. Smit – TEN. Smited, smote, smoot, knocked on his ass with True Love. He follows her around. He can see her.

The only problem is, he won’t leave her alone. He dogs her, sycophantic and smooten. She cannot get rid of the guy. – And the other, uh small complication is: This guy is the biggest loser who ever walked the Earth.”

Das war’s. Nichts Weltbewegendes und es kamen ein paar Geschichten zu diesem Thema, die ebenfalls nichts Aufregendes an sich hatten. – Nun zu anderen Beiträgen.

Eine Frau mit dem Namen Julie Philipps grub einen Briefwechsel zwischen Ursula K. Le Guin und James Tiptree Jr. aus. Wer SF liest, kennt Ursula K. Le Guin. Wer sie nicht kennt, sollte googeln. James Tiptree zu kennen ist schwieriger, denn sie ist tot. Ja, eine Frau mit dem Namen Alice B. Sheldon. Sie war SF-Autorin und arbeitete für die CIA. Am Ende brachte sie ihren Mann und sich selbst um. Sie konnte ihn im hohen Alter nicht leiden sehen. Mehr ist auch hier über Google erreichbar. Ein Schriftwechsel dieser Art wird nur 100%ige Sfler interessieren. Ich bin 50%iger.

‘Perfekt Stranger’ von Amy Sterling Casil ist eine Geschichte, die Unbehagen erzeugt. Es geht um eine Familie in der nahen Zukunft. – Der Vater erzählt, doch geht es um seinen Sohn Denny. Die beiden leben mit der Mutter Carolyn in einem Haus, dass sich um das Wohlergehen der Familie bemüht. Es unterhält sich mit dem Vater, legt bei Bedarf Handtücher bereit, stellt die Zimmertemperatur ein. Mach also Dinge, die ein Haus tun sollte, wenn es technisch auf der Höhe ist. – Denny besaß einen Herzdefekt, der im Mutterleib genetisch behoben wurde. So kam er gesund zur Welt, fing mit drei Jahren an zu lesen, doch fiel er später in der Schule bei Mathematik zurück. Ein Anlaß, dass Carolyn einen Arzt beauftragte, durch eine weitere Gentherapie Dennys Brain Power zu erhöhen. Unter Unbehagen gab der Vater seine Zustimmung. Danach interessierte sich Denny nur noch für Mathematik. Das schloss Sport und Bewegung aus. Denny wurde dick. Und so kam es, dass Denny einer weiteren Gentherapie unterzogen wurde mit dem Ziel, sein Gewicht zu verringern. – Die Beharrlichkeit der Mutter machte den Vater unbehaglich, der feststelle, dies war nicht mehr sein Sohn und sich die ganze Zeit fragte: Von wem hat Denny diese blauen Augen?

sabato, novembre 04, 2006

‘Der Klassenmampf’,

unter diesem Titel brachte der letzte Spiegel einen Artikel, in dem er meint ‘die oben essen immer besser und teurer. Die unten essen immer schlechter und billiger.’ Da gibt es Sternenköche, Supermarkt-, Wochenmarktkunden, Junkfoodesser. Ist das alles einen Artikel wert? Ich verstehe nicht, warum man sich nicht einfach und gesund ernähren sollte. Warum muss man ein Restaurant aufsuchen? Halte ich für Unsinn. Gemüse gibt es an jedem Stand, Salat ebenfalls. Als ob der Mensch nicht imstande sei, zu Hause was Vernünftiges auf den Tisch zu bringen. Der Unterschied zwischen Ober- und Unterschicht besteht, aber was soll’s? Wenn Leute bereit sind, ihre Zeit in Restaurants zu vertrödeln und dafür noch Geld ausgeben. Ich habe Besseres zu tun.

lunedì, ottobre 30, 2006

Phantastisch 4/2006

Neues aus anderen Welten. Intelligent gemacht. Das vierteljährlich erscheinende Magazin ist ein Genuss. Die Beiträge sind Spitze, und 4.50 € pro Ausgabe gut angelegt.

‘It’s alive’ – Ein Streifzug durch Bilder in der angloamerikanischen Phantastik’ von Rainer Zuch konzentriert sich auf einige Geschichten, in denen Bilder eine Rolle spielen. Poe: das Bild als Vampir (The one Portrait), Wilde: Das Bild als Ich (The Picture of Dorian Gray), James: Das Bild als Erinnerung (The Mezzotint), Blackwood: Das Bild als Tor und Bannraum (The Man who was Milligan), Lovecraft: Das Bild als Realität (Pickman’s Model), Ligotte: Die Realität als Bild der Realität (The strange Design of Master Riguolo), Barker: Das Bild als Welt (Weave World). – Die Macht der Bilder, ihr Einfluss auf den Ausgang der Stories. Interessant zu sehen, wie Autoren dies beschrieben haben.

Unterhaltsam die ganze Ausgabe. Andere Beiträge. Horst Illmer:Update – Nachrichten & Neuerscheinungen; Andreas Eschbach: Das Arbeitszimmer des Schriftstellers (Werkstattnotizen – Teil 9);Nicole Rensmann interviewt Marianne Eschbach; Olaf Funke: Barbaren im Weltall (Cartoon); Carsten Kuhr interviewt Jonathan Stroud; Ulrich Blode: Algernon, Charlie und Daniel Keyes; Nick Mamatas: Reise zwischen Himmelskörpern (Story); Achim Schnurrer: Gustav Mayrink (Klassiker der phantastischen Literatur); Bartholomäus Figalkowski: Kein Kind ist illegal – Margaret Haddix (Schattenkinder-Reihe); Thomas Harbach interviewet Catherine Asaro; Jakob Schmidt: Abfallprodukt (Story); Ulrich Blode interviewet Hannes Riffel; Thomas Harbach: Trash & Treasury (Kolumne); Götz Roderer: König Laurins Gedanken (Wissenschaft).

domenica, ottobre 29, 2006

Vector, the critical Journal of the British Science Fiction Association, July/August 2006

Widmet sich dem Arthur C. Clarke Award, einem Preis für den besten in Großbritannien veröffentlichten SF-Roman. Interessant ist, dass in keinem der Artikel die Höhe des Preisgeldes erwähnt wurde. Nun, der Betrag gleicht dem Jahr, in dem der Preis vergeben wird. Diesmal ₤ 2006.

Der Preis ist zwanzig Jahre alt und wird jedes Jahr vergeben. Er ist zugleich Empfehlung, sich ein Buch oder mehrere der nachstehend aufgezählten zuzulegen:

1987: The Handmaid’s Tale – Margaret Atwood; 1988: The Sea and Summer – George Turner;1989: Unquenchable Fire – Rachel Pollack; 1990: The Child Garden – Geoff Ryman;1991: Take Back Plenty – Colin Greenland; 1992: Synners – Pat Cadigan;1993: Body of Glass – Marge Piercy; 1994: Vurt – Jeff Noon;1995: Fools – Pat Cadigan; 1996: Fairyland – Paul J. McAuley;1997: The Calcutta Chromosome; 1998: The Sparrow – Mary Doria Russell;1999: Dreaming in Smoke – Tricia Sullivan; 2000: Distraction – Bruce Sterling;2001: Perdido Street Station – China Mieville; 2002: Bold as Love – Gwyneth Jones;2003: The Separation – Christopher Priest; 2004: Quicksilver – Neal Stephenson;2005: Iron Council – China Mieville; 2006: Air – Geoff Ryman.

Von den in Vector besprochenen Büchern wurden die folgenden als besonders lesenswert empfohlen:Daniel Abraham: A Shadow in Summer; Kevin Brockmeier: The brief History of the Dead;Conor Corderoy: Dark Rain; James Morrow: The last Which Finder; Robert Charles Wilson: Spin.
Matrix, The News Magazine of the British Science Fiction Association, Aug/Sept. 2006

Hier geht es um geplante SF-Filme und über SF-Filme, die in Kinos laufen wie ‘A Scanner Darkly’, ‘A Lady in the Water’, ‘Superman returns’, ‘District B13’, ‘Click’, ‘My Super Ex-Girlfriend’, ‘Renaissanace’, ‘Cars’, ‘Monster House’.
Dann gibt es Fernsehen satt. Mich lässt es kalt. Das italienische sieht anders aus: gewagte Ausschnitte, Botox aufgeblasene Lippen und Politclowns.

Von SF-Fans produzierte Filme werden kritisiert, über vermarktete Dr. Who Puppen geschrieben. Wer kennt die Daleks? Ich, vermutlich als einer der wenigen, die Dr. Who im 3. Programm des NDR gesehen hatten. Vor mehr als dreißig Jahren, als alte Schwarz-Weiß Horror und SF-Filme unter dem Titel ‘Mumien, Monster, Mutationen’ liefen. B-Movies von Roger Corman zum Beispiel. Herrlich.

Tom Hunter inverviewt Christopher Campbell, der eine Reihe von Ölgemälden mit Themen von John Wyndhams SF-Roman ‘Day of the Triffids’, geschaffen hat.

Es taucht ein Artikel über Charles Fort auf. Über Fort hatte ich bereits in ‘Phantastisch’ gelesen. Charles Fort (1874 – 1932) befasste sich mit dem Studium anomaler Vorgänge. In heutiger Zeit würde er sich für die Kreise in Kornfeldern zuständig erklärt haben. 1973 wurde die ‘Fortean Times’ ins Leben gerufen, eine Zeitschrift, die sich mit seltsamen und obskuren Vorgängen beschäftigt. Leute, die an das Zeug glauben, gibt es zu Genüge.
Zum Schluss schreibt Andy Sawyer von der Science Fiction Foundation über den 1920 veröffentlichten Roman ‘A Voyage to Arcturus’. Das war’s. Zweifellos für Engländer interessanter, doch auch für uns aus dem europäisch fremdspachigen Raum fällt das eine oder andere ab.
‘Glücklicher ohne Gott’

Mit diesem Artikel bringt der SPIEGEL einen Beitrag über den Vorzeige-Atheisten Richard Dawkins, einem Zoologen der Oxford-University, der in einem Gotteshaus in Cambridge nichts Gutes über den Gott aus dem Alten Testament zu sagen hatte. Und er ist nicht allein. Bei vielen Wissenschaftlern herrscht die Meinung vor, dass Weltreligionen nicht zu vereinbaren seien. Dies sei das Übel an sich, schürt Konflikte, führt zu Kriegen und lässt folgern, dass alle Religionen und der in ihnen dargestellte Gott Hirngespinste sind. So meine ich auch, da alle Religionen hausgemacht sind, kann ihr Inhalt schon aus diesem Grunde nicht der Wahrheit entsprechen. Was soll das also alles?

Von meiner brasilianischen Namorada habe ich mich getrennt und schon liegt sie mit Bluthochdruck im Krankenhaus. Die Ärzte haben sie in Schlaf versetzt und versuchen den Blutdruck zu normalisieren.
Ich schrieb ihr, ich habe keine Zeit mehr für Liebe im Internet (ist ohnehin lächerlich), bedankte mich für die schönen Stunden und bot ihr meine Freundschaft an. Das löste einen Wutanfall und ihren Aufenthalt im Krankenhaus aus. Hoffentlich geht es ihr bald besser und hoffentlich versucht sie mir nicht wieder auf die Pelle zu rücken. Vorsichtshalber habe ich ihre e-mails und das MSN blockiert. Das gibt mir wieder mehr Zeit, um Geschichten zu schreiben.

Und damit komme ich zu einem weiteren SPIEGEL-Artikel, ‘Club Methusalem’, der Romane über das Thema ‘älter werden’ behandelt. Bücher von Philip Roth, Helmut Kasarek und anderen. Romanfiguren, alt oder älter als ich. Es geht um alte Männer, jüngere Frauen und den Wunsch alter Männer, es jungen gleich zu tun. Im Grunde pathetisch, und warum ich mich darauf eingelassen hatte, als Mann mit 67 Jahren mit einer 47-jährigen Brasilianerin im Internet herumzubalzen, kann ich nur auf meine Neugier zurückführen, die sehen wollte, wie so etwas funktioniert. Ich weiß es jetzt und damit ist es gut, für meine Namorada war es schlecht. Sie liegt mit gebrochenem Herzen im Krankenhaus. Dass ihre Freundinnen der Chaträume nicht gut auf mich zu sprechen sein werden und eine Treibjagd auf mich veranstalten werden, davor kann mich auch mein guter Ruf als Discjockey nicht schützen. Ich geht auf Tauchstation. Nach meiner Abschieds E-mail hatte ich mir eine zusätzliche Blutdruckpille reingepfeffert. Damit geht es mir gut. Das hätte meine Ex auch machen sollen.

giovedì, ottobre 26, 2006


Asimov’s Science Fiction, Dec 2006

Das Vorwort ‘How my heart breaks when I hear that song’ und Robert Silverbergs Artikel ‘Flashing before my Eyes’ überschlage ich. Sie sind für hundertprozentige Sfler. Nur so viel sei gesagt: Sheila Williams Editorial befasst sich mit dem Urheberrecht der Gegenwart und Zukunft, während Robert Silverberg das Buch ‘Transformations: The Story of the Science Fiction Magazines from 1950 to 1970’ bespricht. Silverberg erinnert sich an die goldenen SF-Jahre der 60er, in denen Autoren wie Alfred Bester, Eric Frank Russell, Robert Sheckley, Theodore Sturgeon auftauchten und in Astounding, Amazing Stories, F & SF und Galaxy zu lesen waren. Kann ich nachvollziehen, hatte ich mir die Magazine doch am Bahnhofsstand besorgt. Zu der Zeit war ich Lehrling bei Stilke, der Firma, die Bahnhofsbuchhandlungen betreibt und ich bekam dreißig Prozent Rabatt auf jedes Taschenbuch.

Was die Geschichten dieser Ausgabe angeht, finde ich Christopher Priests ‘A Dying Fall’ und Michael Swanwicks ‘Lord Weary’s Empire’ erwähnenswert.

In der ersten Geschichte fällt ein Mann vor die U-Bahn und bevor der Zug über ihn hinweg rollt, wird sein Bewusstsein von Erinnerungen überflutet, von Bildern seines Fallschirmspringerlehrgangs in Belgien, den er viele Jahre zuvor absolviert hatte. Im Grunde trivial. Der Protag denkt daran, wie er sich auf dem Boden abrollt, führt das Manöver auf den Gleisen durch und kommt mit dem Leben davon. Doch wie Priest es beschreibt, ist meisterhaft.

In der zweiten Geschichte geht es um den Turm von Babel, durch dessen Eingeweide Züge fahren und in dem sich ein Heer von Verzweifelten versammelt hat, das sich gegen die Menschen von Außen zu Wehr setzt.
Heute las ich im neuen Spiegel einen Bericht über die sogenannte Unterschicht, Leute die keine Arbeit haben und sich notgedrungen mit Transferzahlungen des Staates über Wasser halten. Die Automatisierung geht weiter. Wird das soziale Netz halten? Wenn Globalisierung und Automatisierungen immer weitere Opfer erzeugen, wenn Arbeit nur noch auf wenige Köpfe verteilt wird, wird es zu spät sein. Man sollte schon jetzt gesellschaftliche Veränderungen ins Auge fassen, die in die Richtung gehen, jedem Menschen zu einer Beschäftigung zu verhelfen. Der Kapitalismus ist dafür nicht geeignet. Also muss der Staat her. SF-Stories sollten diese Zukunft beschreiben.

venerdì, ottobre 20, 2006

Asimov’s, September 2006

Es hat länger gedauert Asimov’s durchzulesen. Liegt wohl daran, dass mein Liegestuhl schon an der Wand der Garage lehnt.

Sheila Williams Editorial befasst sich mit den ‘2006 Asimov’s Readers Awards’. Es gibt immer Preise für irgend eine Geschichte. Hat ja auch sein Gutes, hilft, dass die Leute bessere Geschichten abliefern. Eine davon ist John Kessel’s ‘Sunlight or Rock’, eine im Grunde banale Handlung. Erno, der in einer schäbigen Ein-Zimmer Wohnung lebt, für die er gerade mal die Miete aufbringt, trifft im Flur auf seinen Nachbarn Alois, der sein ganzes Geld in eine künstliche Hand investiert hat. Alois zeigt Erno Funktionen dieser Hand, die aufzuzählen eine Seite füllen würde. Kurz und gut. Erno verzockt seine Ersparnisse bei Pferderennen, wird aus seiner Wohnung geworfen, findet Alois tot herum liegen, nimmt ihm die Hand ab und macht sich damit aus dem Staub. – Was ich an dieser Story gut fand war heraus zu finden, dass man mit banalen Ereignissen eine lesenswerte Story erzeugen kann, wenn die Handlung in eine futuristische Umgebung eingebettet ist.

venerdì, ottobre 13, 2006

Analog, Science Fiction and Fact, Oct 2006

Unter ‘Needle with a Nametag’ bezieht sich Stanley Schmidt in seinem Editorial auf den Ausdruck ‘like a needle in a haystack’ und auf RFIDS (Radio Frequency ID Tags). Chips, die von der Idee her den Bar-Code der Produkte in den Supermärkten ersetzen sollen. Während man mit der Supermarktkarre an der Kasse vorbei rauscht, werden RFIDs gelesen, Beträge summiert. So weit so gut. Nur was ist, wenn dein Ausweis, deine Unterwäsche so ein Ding enthalten und am Ende du. Den gläsernen Menschen gibt es noch nicht, jedoch wirst du immer transparenter.

Da ich die November-Ausgabe schon gelesen habe, überschlug ich den ersten Teil von Rollback, Robert Sawyers mehrteiliger Story. Den zweiten besprach ich vor gut einer Woche. – Die anderen Geschichten dieser Ausgabe hauen mich nicht vom Hocker. Eine Besprechung erspare ich mir.

Einer der Wissenschaftsbeiträge, der von Richard A. Lovett, beschäftigt sich mit Erdbeben in der Region von Sumatra, erklärt die neuesten Forschungsmethoden und Instrumente, mit denen Erdbeben gemessen werden.
Die Kolumne ‘The Alternate View’ enthält John G. Cramers ‘Back in Time trough other Dimensions’. Es geht um die Möglichkeit, ein Signal zu empfangen bevor es abgeschickt wurde. Dem stehen in unserem Universum die Gesetze der Physik im Weg. Doch die String-Theorie zeigt Möglichkeiten auf. Außer Gravitonen gibt es Neutrinos: e, mu und tau und vermutlich sterile Neutrinos, nach deren Existenz gesucht wird. Theoretisch besitzen diese die Eigenschaft, unser Universum zu verlassen und vor dem Zeitpunkt einzutreten, zu dem sie emittiert wurden. - Nun gut, sage ich. Das deckt sich mit dem Verständnis der Zeit, dass diese eine Dimensionskonstante ist. In anderen Worten, sie wird nur von unserem Gehirn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eingeteilt. Diese gibt es in Wirklichkeit gar nicht.

lunedì, ottobre 09, 2006

Phantastisch, neues aus anderen Welten, 3/2006

Allein Horst Illmers Nachrichten sind es wert, die Zeitschrift zu lesen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Doris Lessing auch SF-Romane schreibt. Jetzt hat sie wieder einen heraus gebracht, die Fortsetzung zu ‘Mara und Dann’, der 2001 heraus kam. – Außer Nachrichten über Bücher und deren Autoren, werden Hörbücher, neue Lekundärliteratur und ‘Science Fiction & Fantasy in den Medien’ angesprochen.

Unter ‘Wer ist eigentlich José Saramago?’ wird der Werdegang des portugiesischen Nobelpreisträgers besprochen. Saramago wird in ´Phantastisch´erwähnt, weil er mit seinem Buch ‘Ensaio sobre a cegueira’ (die Stadt der Blinden) einen phantastischen Roman geschrieben hat, in dem Stil der Kurzgeschichten Borges. – Ich hatte schon von José Saramago gehört, in meinem Italienisch Unterricht, in dem sich meine Lehrerin und ein brasilianischer Schüler über ihn und seine Bücher unterhielten. – Wenn ich meinen Portugiesichkurs von Langenscheidt beendet habe, werde ich für eine Woche nach Lissabon fliegen und mir ‘die Stadt der Blinden’ auf portugiesisch besorgen.

Wie immer gibt es in ‘Phantastisch’ eine Reihe Buchbesprechungen, die Fortsetzung der ‘Werkstattnotizen’ Andreas Eschbachs. Lou Valero und Thomas Harbach interviewen Dan Brown. – Olaf Funke bringt einen Beitrag über das Comic mit Courtney Crumrin. – Es gibt einen Artikel von Max Pechmann über die Charakteristik des modernen japanischen Horrorfilms. – Von Christian Stiegler lesen wir etwas zu phantastischen Formen deutscher Literatur. -Thaddaios Apostolos Alexander schreibt über den Mars, die Menschen und die Marsianer. – Zum Schluss lässt uns Götz Roderer Vernor Vinges Gedankengängen über den countdown zur Singularität verfolgen. Wer mehr über die Singularität erfahren möchte, sollte Vinge, Charles Stross, Hans Moravec und Ray Kurzweil lesen. Googeln hilft ebenfalls weiter. – Singularität ist im Grunde das Ziel, zu dem die Menschheit transzendiert, wenn sie ihr Wissen ständig erweitert und sich nicht vorher umbringt.

venerdì, ottobre 06, 2006

Interzone 206, Britain’s longest running Science Fiction Magazine

hat seinem Redaktionsteam zwei Leute hinzugefuegt, darunter Liz Williams, die schon einige SF-Romane veröffentlicht hat. Ich nehme an, dass sie gefragt worden ist, eingereichte Manuskripte zu beurteilen.
David Kessler erzählt im Beitrag ‘Life under Latex’, wie er im Film ‘American Werewolf’ den Werewolf spielte und welchen Zwängen er sich auszusetzen hatte. Eingezwängt in Latex (grins). Fotos zeigen, der Bursche sah zum fürchten aus.

Von den Geschichten war Chris Beckets ‘Karel’s Prayer’ ein Hammer. Es geht um Karel Slade, der in seinem Hotelzimmer aufwacht und sich wundert, warum sein Wecker nicht funktionierte. Dann findet er das Badezimmer verschlossen und hört das Telefon läuten. Er wird auf den Korridor gebeten. Nur den gibt es nicht. Er sieht einen Raum mit drei Sesseln und zwei Männern. Slade wird in den mittleren Sessel gedrückt, Schellen schliessen sich um Hand- und Fußgelenke. – Die beiden Männer sind Agenten der Regierung und verhören Slade, nicht als Direktor der Christians for Human Integrity, sondern als Mitglied der Soldiers of the Holy Ghost, einer Terroristenorganisation die sich einen Namen machte, in dem sie Genlabors zerstörte. – Mit Good Cop - Bad Cop Methoden versuchen die Männer aus Slade Namen und Adressen der Rädelsführer heraus zu bekommen. Slade betet zu Gott, er möge ihm beistehen als ihm Folterung angedroht wird und er weigert sich standhaft die Fragen zu beantworten, bis er von den beiden Agenten in Labor mit Reproduktionswannen geführt wird, in denen unentwickelte Clone auf ihre Fertigstellung warten. “Sie sind einer von ihnen”, sagt ein Agent zu Slade. “Das Original sitzt mit seiner Frau im Restaurant.” Der Agent schaltet Mikrofon und Kamera ein und Slade sieht und hört sich. Die Agenten fahren schwerere Geschütze auf. Als Kopie habe er ohnehin eine geringe Lebenserwartung. Slade wurde bedeutet, er könne sich eine Tortur ersparen, wenn er auspacke. Slade macht es. Er nennt Namen. Dann erfährt Slade, er habe nicht die ganze Wahrheit erfahren. In Wirklichkeit sei er das Original und sein Doppelgänger im Restaurant die Kopie. Der würde ohnehin in ein paar Wochen an Herzversagen sterben. Dann richtete einer der Agenten seine Pistole auf Slade und schoss.
Die Story fand ich deshalb gut, weil man nicht wusste, was nun der Wahrheit entsprach, und wie sich die Geschichte entwickeln würde. Sie blieb spannend bis zum letzten Buchstaben.

Es gibt Film- und Buchbesprechungen. Die Bücher zu nennen, spare ich mir. Die Filme sind: Superman Returns, My Super Ex-Girlfriend, The Lake Home, Pirates of the Caribbeans, Dead Man’s Ghost, Cars, Angel-A, District 13.

mercoledì, ottobre 04, 2006

Der neue Fandom-Observer ist erschienen.

Für deutschsprachige SF-Fans das On-line Nachrichtenfanzine. Fangen wir oben an. Vorwort, eine Würdigung Heinz Jürgen Galles zum 70. Geburtstag. Der Mann hat sich fast sein ganzes Leben hindurch mit SF beschäftigt, Lexika, Fachartikel, Bücher verfasst und ist noch immer an Wirken.
Besprechungen von neu erschienenen SF- und Phantastik-Magazinen, Fanzines, Büchern sowie von Hörspielen. Es gibt einen Bericht vom ElsterCon in Leipzig, Biographien der anwesenden Autoren.

martedì, ottobre 03, 2006

Vector, the critical Journal of the British Science Fiction Association.

Enthält Beiträge über ausländische SF. Zum einen wird südafrikanische Science Fiction besprochen, dann interviewt SF-Autor Ian Watson den argentinischen Übersetzer Marcial Souto. Dan Hartland bespricht SF-Kurzgeschichten von Zoran Zivkowic. Den kenne wir aus meiner Besprechung von ‘Phantastisch’.Der Mann ist populär geworden. – Michael Froggatt berichtet über das goldene Zeitalter der Soviet SF in den 60er Jahren. SF wurde von der russischen Regierung gefördert, da sie mit der Fortschrittsideologie des Kommunismus verknüpft werden konnte. Das Gleiche gab es auch bei den Nazis. Ich erinnere mich an Hans Dominiks ‘Wettflug der Nationen’. Die schnellsten und zuverlässigsten Flugzeuge besaßen die Deutschen. So stand es in seinem Roman. Sie machten 1000 km/h. Dominiks Bücher wurden ‘Zukunftsromane’ genannt, heute wäre es SF.
Aus welchem Grunde auch immer, derart positiv eingestellte Romane gibt es in Deutschland nicht mehr. Liegt wohl daran, dass wir kein totalitäres Regime haben. Jetzt würde etwas über einen Transrapid darin enthalten sein, der mit Schmackes gegen die Wand fährt.

Es folgen Buchbesprechungen. Empfohlene Bücher sind: Andreas Eschbach, (unser Eschbach): The Carpetmaker, Michel Houellebecq: The possibility of an Island, Margo Lanagan: Black Juice, John Sladek: Keep the Giraffe burning. Vom gleichen Autoren: Alien Accounts, The Lunatics of Terra und The Steam-driven Boy and other Strangers.

domenica, ottobre 01, 2006

Matrix, The news magazine of the British Science Fiction Association, June/July 2006

Ist eben typisch britisch. Man sieht auf ein Foto mit Juliet E. McKenna und ihrem Glas Guinness, die positiv über britische SF zu berichten weiß ‘Reasons to be cheerful’.

In Science News gibt es eine Notiz über Boston Dynamics ‘Big Dog’, einen vierbeinigen Roboter, der dort Lasten zu transportieren in der Lage ist, wo kein Fahrzeug hin kommt. Er ist dafür vorgesehen, Ausrüstung von Soldaten zu transportieren.

Bei Tom Hunter geht es wieder einmal um die von den Engländern geliebte Nabelschau. Was ist SF? Ist sie wirklich so isoliert, wie man vorgibt? Was kann uns zeitgenössische Kunst in dieser Hinsicht raten?
Andy Sawyer, Ihr wisst schon, der von der Science Fiction Foundation Collection, hat alte SF-Abenteuergeschichten von ‘Eagle’ ausgegraben, von denen ich noch nie etwas gehört habe.
Unter dem Titel ‘Science Fiction must die’ geht es bei Sean Timarco Baggaley um eine weitere Nabelbetrachtung. Der Beitrag enthält ein Foto mit Anne McCaffrey und Isaac Asimov auf einem Con 1969.
Es folgt ein Interview mit Geoff Ryman, dann der Beitrag David Murphys, der mit ‘Confession of a self distributor’ Tipps und Hinweise gibt, wie man sein im Eigenverlag veröffentlichtes Buch vermarkten kann.
Stephen Baxter behandelt das alte Thema ‘Are we really alone?’ Mit anderen Worten: ‘Gibt es nur uns Menschen im Kosmos?’ Baxter stellt Meinungen und Theorien vor. Meine eigene Antwort ist: JA. Beweise mir doch einer das Gegenteil.

Martin McGrath und Claire Weaver bringen Filmneuigkeiten und stellen Filme vor wie: Ultraviolet, Slither, Alien Autopsy, Scary Movie 4, Silent Hill, V for Vendetta, Tristan + Isolde, The Thief Lord, Wolves in the Walls.